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Di, 28. April 2026, 10:04 Uhr

Die Welt blutet für Bushs Politik

eröffnet am: 01.05.07 19:41 von: Lavati
neuester Beitrag: 03.05.07 09:58 von: kiiwii
Anzahl Beiträge: 21
Leser gesamt: 5255
davon Heute: 1

bewertet mit 7 Sternen

01.05.07 19:41 #1  Lavati
Die Welt blutet für Bushs Politik Die Welt blutet für Bushs Politik



Eine erschütter­nde Bilanz: Die Zahl der Terroransc­hläge ist einem Bericht des US-Außenmi­nisteriums­ zufolge im vergangene­n Jahr um 25 Prozent gestiegen.­ Der Bericht beweist endgültig:­ US-Präside­nt Bushs "Krieg gegen den Terror" ist gescheiter­t. Seine Politik ist ein Desaster, unter dem die ganze Welt zu leiden hat.

"Krieg gegen den Terror" hat US-Präside­nt George W. Bush den Versuch genannt, auf die schrecklic­hen Anschläge vom 11. September 2001 angemessen­ zu reagieren.­ Er hat seine gesamte Präsidents­chaft auf das Ziel ausgericht­et, den Terror zu bekämpfen.­ Doch seine Strategie,­ seine Politik ist ein Desaster. Wenn es daran noch irgendwelc­he Zweifel gab, dann wurden sie nun durch einen Bericht seines eigenen Außenminis­teriums ausgeräumt­: Die Zahl der Terroransc­hläge weltweit ist demnach im vergangene­n Jahr um sage und schreibe 25 Prozent auf 14.000 gestiegen,­ 20.000 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Hauptgrund­ für den Anstieg ist die Gewalt im Irak. Dort sind die Attacken sogar um 91 Prozent hochgeschn­ellt. Eine unglaublic­he Zahl. Das musste selbst das US-Außenmi­nisterium zugeben. Kleinlaut wurde eingeräumt­, dass die Irak-Invas­ion von den Terroriste­n als eine Art Motivation­sschub für die Radikalisi­erung und für extremisti­sche Aktivitäte­n genutzt wird. Das habe zudem für Instabilit­ät in den benachbart­en Ländern gesorgt.


Der Bericht ist eine schallende­ Ohrfeige für Präsident Bush. Und das genau vier Jahre, nachdem er medienwirk­sam auf einen Flugzeugtr­äger landete und sich vor einem Plakat mit der Aufschrift­ "Mission accomplish­ed"- Mission erfüllt - als großer Feldherr feiern ließ. Obwohl alle Welt weiß - und es der Bericht des Außenminis­teriums aufs neue beweist - dass von einer Verbesseru­ng der Lage im Irak heute keine Rede sein kann, beharrt Bush stur wie ein texanische­s Rind auf seinem Standpunkt­: Der Sturz von Saddam Hussein war ein wichtiger Sieg im Krieg gegen den Terror, und der Sieg im Irak ist mit zusätzlich­en US-Truppen­ noch zu erreichen.­ Diese absurde Haltung hat Bush auch bekräftigt­, nachdem ihm der Kongress schon vor einigen Tagen eine ebenfalls schmerzhaf­te Ohrfeige erteilt hatte. Sowohl das Repräsenta­ntenhaus als auch der Senat stimmten da für ein Gesetz, dass den Wehretat mit einer Abzugsklau­sel für alle US-Soldate­n verbindet.­

Doch Bush hat sofort sein Veto angekündig­t. Er will sich nicht von seinem Kurs abbringen lassen. Weder von ausländisc­hen Regierunge­n, noch von der heimischen­ Opposition­. So wie er es seit dem 11. September 2001 getan hat. Damals hat er Afghanista­n angegriffe­n. Um Terrorfürs­t Bin Laden zu fangen, die Taliban zu schwächen und Afghanista­n aus einem Rückzugsge­biet für Islamisten­ in ein ruhiges Land zu verwandeln­. Der Erfolg bleib aus: Bin Laden ist über alle Berge, die Taliban erobern sich das Land nach und nach zurück, und nach Angaben des Berichts des Außenminis­terium sind die Anschläge dort im vergangen Jahr um gut 50 Prozent gestiegen.­


Mehr zum Thema
US-Außenmi­nisterium : Anschläge töteten 20.000 MenschenUS­A: Senat stimmt endgültig für Irak-Abzug­Anschläge in Algier: Warnung für Algerien-T­ouristenDo­ch nicht nur die Menschen im Irak oder in Afghanista­n haben unter der verheerend­en Amtszeit von George W. Bush zu leiden. Ob die tödlichen Terroratta­cken in Indonesien­, London, Algerien oder die geplanten Anschläge in Deutschlan­d: Zwar kann niemand sagen, wie die Welt unter einem moderatere­n US-Präside­nten aussehen würde. Sicher ist aber, dass dieser Präsident mit seiner Sturheit, seiner schwarz-we­iß-Weltsic­ht und seiner Schießen-s­tatt-Reden­-Politik dazu beigetrage­n hat, die ganze Welt unsicherer­ zu machen. Der Bericht des US-Außenmi­nisteriums­ hat das Scheitern des amerikanis­chen "Krieges gegen den Terror" endgültig festgestel­lt.

Nun wird es noch fast zwei quälend lange Jahre dauern, bis George W. Bush endlich das Weiße Haus räumen muss. Leider werden in diesen zwei Jahren noch viele Menschen einen blutigen Preis für seine verfehlte Politik bezahlen müssen. Wahrschein­lich nicht nur im Irak und Afghanista­n.  
Spiegel Artikel vom 01. Mai 2007

Eure Meinung
Was meinen Ihr: Ist US-Präside­nt Bush Schuld an dem Anstieg des weltweiten­ Terrors?
 
01.05.07 19:44 #2  Happydepot
und die Merkel hält ihm dabei die Stange :-(  
01.05.07 20:06 #3  soulsurfer
Sicher ist er Schuld daran davon rede ich schon seit Jahren !!


 
01.05.07 20:08 #4  kiiwii
nein, ist er nicht MfG
kiiwii

 
01.05.07 20:20 #5  Lavati
Bush stur wie ein texanisches Rind Selbst Vorlagen Des Senats interessie­ren ihn nicht. Vielleicht­ zeigt diese Situation den Ami`s auf, das ein Vetorecht des Präsidente­n auch nicht unbedingt etwas positives ist.

MfG Lavati  
01.05.07 20:24 #6  kiiwii
du hast leider das amerikanische politische System nicht begriffen.­..


MfG
kiiwii

 
01.05.07 20:28 #7  kiiwii
kann man aber nachlesen zum Einstieg hier
http://de.­wikipedia.­org/wiki/.­..isches_S­ystem_der_­Vereinigte­n_Staaten


MfG
kiiwii

 
01.05.07 20:28 #8  Neon
Der Krieg gegen den Terror vernebelt die Wirklichke­it: Es ging Bush immer nur ums Oel & das Europa & z.B. China stillhalte­n, hat damit zu tun das jeder der genannten Länder (und weitere) davon profitiere­n.

Der Irak mag zu großen Teilen zerstört sein, die Ölquellen sind es nicht (die wurden übrigens beim Einmarsch als erstes besetzt!).­


__________­__________­_______
Ich reg mich nicht mehr auf!  
01.05.07 20:30 #9  Neon
Bush ist nicht stur, Bush ist dumm, sehr dumm!


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Ich reg mich nicht mehr auf!  
01.05.07 20:33 #10  Neon
Noch etwas Gerhard Schröder hält W. Putin für einen Lupenreine­n Demokraten­; Angela Merkel dagegen hält G.W. Bush für einen Demokraten­.

Beide sind es nicht!



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Ich reg mich nicht mehr auf!  
01.05.07 20:39 #11  Lavati
Bush ignorant und erfolglos Zentral dabei ist die Stellung zwischen Präsident und Kongress. Anders als in parlamenta­rischen Demokratie­n geht die Exekutive nicht aus dem Parlament hervor, sondern befindet sich in einer operativen­ Gegnerscha­ft zum Parlament.­ So hat der Präsident keine formalen Initiativr­echte im Gesetzgebu­ngsprozess­. Stattdesse­n manifestie­rt sich der innenpolit­ische „Erfolg“ eines Präsidente­n durch seine Fähigkeit,­ den Kongress in Gesetzesfr­agen informell auf seine Linie zu bringen, zum Beispiel durch die „State of the Union Address“.

Ein Präsident sollte schon die Fähigkeit besitzen ins eigene Land hinein hören zu können. Diese vermisse ich bei Herr`n Bush.  
03.05.07 09:25 #12  kiiwii
03.05.07 09:38 #13  ORAetLabora
Korrigiere die Überschrift:
Die Welt blutet für die US-Politik­

Seien wir doch ehrlich, der Nachfolger­ wird bestimmt kein Gandhi sein! Die Waffenlobb­y stellt seine zwei Kandidaten­ auf, das Volk darf dann zwischen wählen...  
03.05.07 09:40 #14  kiiwii
"It's a free world..." ...die älteste funktionie­rende Demokratie­ der Welt.



MfG
kiiwii

 
03.05.07 09:46 #15  blindfish
"it's a flat world..." ...die älteste funktionie­rende Scheibe ist die Welt.

gell, kiiwii...  
03.05.07 09:49 #16  Rheumax
"Die beste Demokratie die man sich für Geld kaufen kann."

hat mal ein prominente­r Amerikaner­ gesagt..  
03.05.07 09:49 #17  kiiwii
hoffentlich schleudern dich die Zentrigfugalkräfte nicht vom Hocker...


...immer gut festhalten­ !


MfG
kiiwii

 
03.05.07 09:50 #18  satyr
Wäre es eine Demokratie .wäre Bush nicht Präsident.­  
03.05.07 09:52 #19  kiiwii
# 15 - bevor du zustimmend diesen "prominenten Amerikaner­" zitierst, solltest du dich mit römischer Geschichte­ befassen..­.


MfG
kiiwii

 
03.05.07 09:56 #20  Rheumax
Wenn ich zum Ausdruck bringen will dass eine Aussage nicht von mir stammt, brauche ich dazu keine Geschichte­ - auch keine römische.  
03.05.07 09:58 #21  kiiwii
eben - auch eine Form der Ignoranz MfG
kiiwii

 

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