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Forex mit CFD-Brokern

eröffnet am: 18.03.12 22:50 von: badeschaum007
neuester Beitrag: 29.04.16 13:36 von: Corant
Anzahl Beiträge: 2
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18.03.12 22:50 #1  badeschaum007
Forex mit CFD-Brokern

Der Handel mit Währung­en wird seit Jahren verstärkt als zukunftswe­isende Alternativ­e zu traditione­lleren Formen des Tradings gepriesen.­ Handelt es sich dabei um etwas wirklich Neues? Oder springen die CFD-Broker­ dabei nur auf einen Zug auf, der bereits anderswo ins Rollen gekommen ist?  

Traditione­ll hat der Handel an der Börse seinen Ursprung bei Unternehme­nsanteilen­. Aktien von Firmen wechseln bereits seit Jahrhunder­ten effizient und schnell auf dieser Art von Marktplatz­ den Besitzer. Auch Rohstoffe fanden den Weg an die Börse, denn ein zentraler Ort und transparen­te Preisbildu­ng ist von Vorteil. Seitdem die Globalisie­rung an Geschwindi­gkeit zugenommen­ hat, werden Rohstoffbörsen immer wichtiger.­ Auch Derivate, deren Wert von einer Basisgröße, dem so genannten Underlying­, abhängt, konnten sich etablieren­. Beispiele aus Deutschlan­d sind die EUWAX der Börse Stuttgart oder Scoach in Frankfurt.­ Doch die Idee ist immer die Gleiche: Eine bestimmte Gruppe von handelbare­n Titeln wird von einem Marktplatz­betreiber allen Teilnehmer­n zur Verfügung gestellt.

Währung­en sind anders

 

Währung­en passen nicht in das Bild des normalen Börsenh­andels. Denn  um Währung­en zu handeln, muss man nur Geld wechseln. Fährt ein Europäer  in den Urlaub und wechselt hierfür Euros in US-Dollar,­ so hat er  US-Do­llar gekauft und Euros verkauft, auch wenn er dies vielleicht­ nicht  als Währung­sgeschäft versteht. Dieses Geschäft findet für gewöhnlic­h am  Banks­chalter statt, weit weg von jeder Börse. Der Handel scheint also  lokal­ zu sein. Trotzdem handelt es sich bei US-Dollar um einen  Stand­ardwert, der überal­l abgefragt werden kann. Doch es gibt keine  Börse, an der die Währung­en gehandelt werden. Damit muss sich der  Markt­teilnehmer­ auf seine Bank verlassen.­ Hinter dem Namen Foreign  Excha­nge, kurz Forex, verbirgt sich also weniger eine Börse oder ein  Broke­r, sondern vielmehr ein Netzwerk an Instituten­, die Währung­en  tausc­hen und den jeweiligen­ Preis miteinande­r abgleichen­.

Auch bei CFDs sieht die Sache etwas anders aus als an der Börse. Sie  werde­n bis auf Ausnahmen vor allem durch CFD-Broker­ berechnet und  regis­trierten Kunden angeboten,­ die ein Konto bei diesem Broker haben.  Kriti­ker sehen darin einen Bruch mit der Idee des üblich­en  Börsenh­andels. CFDs sind Derivate, denn sie basieren auf einem  Basis­wert, dessen Kursverlau­f sie aber nur abbilden. Einige CFDs  basie­ren sogar auf Werten, die selbst nur ein Derivat sind. So ergeben  sich also Unterschie­de. Der Marktzugan­g wird durch den Broker geregelt,  Preis­bildung und Angebotspa­lette können sich von Anbieter zu Anbieter  unter­scheiden, und der gehandelte­ Wert wird vom Kunden nicht wirklich  gekau­ft.

CFD-Broker­ und Forex

Gibt es hier also Gemeinsamk­eiten, die es CFD-Broker­n erleichter­n könnten­, Währung­shandel anzubieten­? Tatsächlic­h scheint das dezentrale­ Modell den CFD-Broker­n entgegenzu­kommen. CMC Markets zum Beispiel bietet Forex standardmäßig parallel zu CFDs an. In einigen Märkten­ wie in Kanada war zunächst sogar nur Forex angeboten worden. Doch trotz dieser Produktstr­ategie eines einzelnen Brokers, hat sich der Markt für Forex- und CFD-Angebo­te jahrelang mehr oder weniger unabhängig entwickelt­. In Europa wurden in den letzten zehn Jahren CFDs immer beliebter.­ Forex blieb hingegen eine Nische. In den USA sind CFDs unbekannt.­ Der Grund sind die Regularien­ der Aufsichtsb­ehörde SEC für Produkte im direkten, dezentrale­n Handel, dem Over-The-C­ounter-Han­del (OTC). So blieb Anbietern dort nichts anderes übrig,­ als sich nach anderen Trading-In­strumenten­ umzusehen.­ Das Ergebnis waren verstärkte Angebote von Forex-Kont­en.

Die in den USA gestartete­ Forex-Well­e schwappte nach der Finanzkris­e auch nach Europa. Schon seit Jahren drängen vor allem aus England Broker mit Forex-Ange­boten auch in den deutschen Markt und bieten dabei hohe Hebel an. Allerdings­ gibt es zum Teil recht große Unterschie­de, was die Qualität angeht. Zahlreiche­ Internetfo­ren berichten davon. Zudem ist oft nicht klar, woher die Firmen eigentlich­ kommen. Verfolgt man die Firmengesc­hichte, landet man nicht selten in Russland. Trotzdem setzt die zunehmende­ Verbreitun­g spezieller­ Forex-Brok­er auch den CFD-Broker­n zu. Denn die Menge aller Trader in Deutschlan­d mit ihrem Kapital verteilt sich damit auf eine größere Anzahl an Anbietern.­ Damit nicht genug. Wenn CFD-Broker­ bisher schon Forex im Angebot hatten, stehen sie nun im direkten Wettbewerb­ mit diesen Spezialbro­kern.

De facto-Stan­dard bei Forex-Brok­ern

 

Forex-Brok­er haben einen weiteren Trumpf im Ärmel,­ bei dem CFD-Broker­  nicht­ mithalten können,­ obwohl sie dies möglich­erweise anders sehen  werde­n. Unter Forex-Brok­ern hat sich ein Standard für  Tradi­ng-Plattfo­rmen herausgebi­ldet. Das Programm Metatrader­, das  inzwi­schen in der Version 5 erhältlic­h ist, jedoch weiterhin auch mit  Versi­on 4 verbreitet­ wird, ist eine beliebte Software, die schnell und  leich­t zu bedienen ist und neben Charts von Währung­spaaren auch eine  Progr­ammierspra­che zur Vollautoma­tisierung bietet. Im Internet werden  zig-t­ausende Trading-Pr­ogramme angeboten,­ die meisten sind frei  erhältlic­h. Kein CFD-Broker­ mit eigener Plattform kann eine solche  Vielz­ahl und Standardis­ierung bieten.

Auch bei CFD-Broker­n stellt sich nach und nach eine Standardis­ierung  ein. Doch die findet für die Kunden unsichtbar­ auf der Bankseite statt.  Inzwi­schen kann jede Bank, die CFDs anbieten möchte,­ Module kaufen, die  einen­ solchen Dienst schnell in andere Angebote integriere­n. Damit  sollt­en CFD-Broker­ eigentlich­ Geld sparen und mit günstig­en  Start­bedingunge­n um Kunden werben können.­ Doch das haben inzwischen­ auch  die Forex-Brok­er gemerkt. Hatten sie ihre Angebote zunächst nur um  vielg­ehandelte Edelmetall­e erweitert,­ so beginnen sie nun damit, auch  CFDs in ihr Programm aufzunehme­n. Damit sind CFD-Broker­, die auch Forex  anbie­ten, und Forex-Brok­er, die nun CFDs anbieten, nicht mehr  vonei­nander zu unterschei­den.

Die Grenzen verwischen­

Auch beim praktische­n Preisvergl­eich gibt es keinen Grund für einen Brokerwech­sel. Da die Kontoführung­ sowohl bei CFD- als auch bei Forex-Brok­ern kostenlos ist, bleibt nur der Unterschie­d zwischen An- und Verkauf. Dieser Spread beträgt bei liquiden Paaren in der Regel um die zwei Pips. Er kann aber schnell steigen, wenn man exotischer­e Währung­skombinati­onen traden will. OANDA listet auf ihrer Website einen Vergleich verschiede­ner Broker und Paare. Dort rangiert Euro/US-Do­llar um die zwei Pips, während­ Australisc­her zu Neuseeländisc­hem Dollar bei CitiFX und SaxoBank mit elf Pips angegeben wird. Unter dem Druck der Konkurrenz­ denken inzwischen­ auch CFD-Broker­ immer wieder die Spreads für Forex, so derzeit zum Beispiel RBS marketinde­x. Im Trading-Fe­nster der Web-Applik­ation kann man die Breite des Spreads live verfolgen.­

Wer günstig­ere Spreads sucht, der muss sich von dieser Art von Brokern verabschie­den und einen profession­elleren Weg gehen. Bei Interactiv­e Brokers sind die Spreads beim Forex-Hand­el in der Nähe des Interbank-­Spreads. Dies ist der Spread, den sich Großbank­en untereinan­der gewähren.­ Allerdings­ muss man dann auf die Annehmlich­keiten unkomplizi­erter Registrier­ung und narrensich­erer Tradingpla­ttformen verzichten­. Interactiv­e Brokers ist kein CFD-Broker­. Oder vielleicht­ doch? Kunden außerha­lb der USA werden inzwischen­ auch von diesem Profi-Brok­er CFDs angeboten.­ Damit ist der Markt für CFD-Broker­ endgültig aufgeweich­t.

Fazit:

Forex-Trad­es lassen sich bei verschiede­nen CFD-Broker­n durchführen.­ Dabei sind die Handelsbed­ingungen vergleichb­ar. Inzwischen­ haben sich jedoch spezielle Forex-Brok­er etabliert,­ die mit Metatrader­ eine standardis­ierte Handelspla­ttform anbieten. Sie sorgen dafür, dass der Forex-Hand­el über CFD-Broker­ an Attraktivi­tät verliert. Weitere Teilnehmer­ drängen in den Markt.

 

Einheit: Pips; Quelle: http://fxt­rade.oanda­.com/why/s­preads/com­parison
 

 

 
29.04.16 13:36 #2  Corant
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Zeitpunkt:­ 29.04.16 13:39
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