Strabag geht in Wien an die Börse:
10.10.07 16:53
#1
juche
Strabag geht in Wien an die Börse:
Aus dem Wirtschaftsblatt.at:
Strabag: Kein Reisser und doch hochinteressant
von Hans-Jörg Bruckberger
Im Branchenvergleich werden Schwächen deutlich – doch gerade die machen die Aktie auch interessant
Es ist soweit: Die Strabag kommt an die Börse! Eines vorweg: Die Strabag ist eine österreichische Erfolgsgeschichte. Der Konzern zählt mittlerweile zu den europäischen Marktführern, und das nicht in irgendeiner Nische, sondern in einer so grossen Branche wie der Bauindustrie. Sieht man sich den Emissionsprospekt sowie die Bilanzen genauer an, so muss man allerdings zunächst einmal doch ein paar Dinge relativieren:.Der Konzern hat nicht umsonst im Frühjahr den russischen Milliardär Oleg Deripaska an Bord geholt und geht natürlich auch nicht umsonst an die Börse: Hohe Schulden, relativ bescheidene Cash-Reserven und vor allem wenig Fantasie. Das ist bzw. war der Status quo vor den heurigen Kapitalmassnahmen. Dank Deripaskas Russland-Connections, seinen Milliarden sowie jenen, die nun via IPO in die Kassen gespült werden, sieht die Situation nun aber anders aus.
Wie wohl man auch Letztere relativieren muss:Kolportiert wird das Strabag-IPO ja als Milliarden-Deal, tatsächlich geht ein Teil der Einnahmen jedoch an die Altaktionäre, und vom Rest bleiben netto selbst im besten Fall keine 900 Millionen übrig. Doch egal. Die Strabag ist saniert. Dank den beiden Kapitalerhöhungen (Deripaska-Einstieg und IPO) wächst das Eigenkapital von 924 Millionen € auf 2,65 Milliarden, der Cash-Bestand von rund 331 Millionen auf über zwei Milliarden! Dem stehen verzinsliche Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden gegenüber. Die Relation von Schulden und Cash bzw.Eigenkapital wird sich also geradezu dramatisch verbessern.
Doch was ist der Konzern nun wert? Vergleicht man die Strabag mit anderen börsenotierten Baukonzernen, so wird zunächst wieder etwas Negatives deutlich:.Die Margen sind vergleichsweise schwach. Auf EBITDA-Basis sind es nur rund fünf Prozent, der Branchenmedian ist hingegen zweistellig. Der Grund liegt auf der Hand:Auch wenn sich der Konzern als Osteuropa-Player präsentiert, erwirtschaftet er derzeit noch den Grossteil seines Umsatzes in Deutschland und Österreich – gesättigten Märkten mit grossem Preisdruck. Andere Baukonzerne sind hingegen längst in den Boom-Märkten Asiens vertreten oder haben sich in neue Geschäftsbereiche eingekauft – spanische Riesen etwa bei Versorgern, Frankreichs Bouygues ist im Mobilfunk engagiert.
Einmaleffekt belastet. Ganz wild wird die Sache beim Kurs-Gewinn-Verhältnis. Zum mittleren Preisband von 45 € wäre die Strabag mit rund 5,1 Milliarden € bewertet. Daraus errechnet sich ein KGV von 26. Bedenkt man jetzt noch, dass es bei der Strabag heuer wohl Gewinnrückgänge geben wird, da im Vorjahr ein Einmaleffekt von rund 70 Millionen € durch den Deutag-Verkauf zu Buche geschlagen war, und somit das KGV für 2007 noch höher wird, wohingegen der Branchenschnitt bei rund 15 liegt, so scheint die Aktie schon beinahe uninteressant.
Dem ist aber nicht so. Bei anderen Kennzahlen sind die IPO-Konditionen gar nicht so unattraktiv, nämlich sehr wohl schon Abschläge eingepreist. So sind bei der Konkurrenz Umsatz-Multiples von 1,0 keine Seltenheit, die Strabag gibt’s hingegen nur zum halben Umsatz. Aufgrund der schwachen Margen ist das auch verdient. Bei 45 € ergibt sich hier eine durchaus faire Bewertung, auf Kurs-Buchwert-Basis wären – trotz schwacher Eigenkapitalrentabilität – sogar über sechs Milliarden Marktwert (54 € je Aktie) gerechtfertigt. Allerdings sagt das eher wenig aus, da Eigenmittel ja wohl bald wieder für die Expansion ausgegeben werden.
Fazit. Unterm Strich ist die Strabag schon interessant, vor allem, wenn sie nicht gerade am oberen Ende des Preisbandes kommt. Ein IPO dieser Grösse sollte auf jeden Fall ein Erfolg werden: Gross genug, um Aufmerksamkeit zu bekommen und für die Banken zum Prestigeobjekt zu werden, klein genug, um die Aktien am Markt unterzubringen. Und die Story mit der Ostexpansion hat sowieso ihren Reiz. Sie sollte auch die Margen auf Vordermann bringen.
08.10.2007 | 18:23
Quelle:http://www.wirtschaftsblatt.at/
Strabag: Kein Reisser und doch hochinteressant
von Hans-Jörg Bruckberger
Im Branchenvergleich werden Schwächen deutlich – doch gerade die machen die Aktie auch interessant
Es ist soweit: Die Strabag kommt an die Börse! Eines vorweg: Die Strabag ist eine österreichische Erfolgsgeschichte. Der Konzern zählt mittlerweile zu den europäischen Marktführern, und das nicht in irgendeiner Nische, sondern in einer so grossen Branche wie der Bauindustrie. Sieht man sich den Emissionsprospekt sowie die Bilanzen genauer an, so muss man allerdings zunächst einmal doch ein paar Dinge relativieren:.Der Konzern hat nicht umsonst im Frühjahr den russischen Milliardär Oleg Deripaska an Bord geholt und geht natürlich auch nicht umsonst an die Börse: Hohe Schulden, relativ bescheidene Cash-Reserven und vor allem wenig Fantasie. Das ist bzw. war der Status quo vor den heurigen Kapitalmassnahmen. Dank Deripaskas Russland-Connections, seinen Milliarden sowie jenen, die nun via IPO in die Kassen gespült werden, sieht die Situation nun aber anders aus.
Wie wohl man auch Letztere relativieren muss:Kolportiert wird das Strabag-IPO ja als Milliarden-Deal, tatsächlich geht ein Teil der Einnahmen jedoch an die Altaktionäre, und vom Rest bleiben netto selbst im besten Fall keine 900 Millionen übrig. Doch egal. Die Strabag ist saniert. Dank den beiden Kapitalerhöhungen (Deripaska-Einstieg und IPO) wächst das Eigenkapital von 924 Millionen € auf 2,65 Milliarden, der Cash-Bestand von rund 331 Millionen auf über zwei Milliarden! Dem stehen verzinsliche Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden gegenüber. Die Relation von Schulden und Cash bzw.Eigenkapital wird sich also geradezu dramatisch verbessern.
Doch was ist der Konzern nun wert? Vergleicht man die Strabag mit anderen börsenotierten Baukonzernen, so wird zunächst wieder etwas Negatives deutlich:.Die Margen sind vergleichsweise schwach. Auf EBITDA-Basis sind es nur rund fünf Prozent, der Branchenmedian ist hingegen zweistellig. Der Grund liegt auf der Hand:Auch wenn sich der Konzern als Osteuropa-Player präsentiert, erwirtschaftet er derzeit noch den Grossteil seines Umsatzes in Deutschland und Österreich – gesättigten Märkten mit grossem Preisdruck. Andere Baukonzerne sind hingegen längst in den Boom-Märkten Asiens vertreten oder haben sich in neue Geschäftsbereiche eingekauft – spanische Riesen etwa bei Versorgern, Frankreichs Bouygues ist im Mobilfunk engagiert.
Einmaleffekt belastet. Ganz wild wird die Sache beim Kurs-Gewinn-Verhältnis. Zum mittleren Preisband von 45 € wäre die Strabag mit rund 5,1 Milliarden € bewertet. Daraus errechnet sich ein KGV von 26. Bedenkt man jetzt noch, dass es bei der Strabag heuer wohl Gewinnrückgänge geben wird, da im Vorjahr ein Einmaleffekt von rund 70 Millionen € durch den Deutag-Verkauf zu Buche geschlagen war, und somit das KGV für 2007 noch höher wird, wohingegen der Branchenschnitt bei rund 15 liegt, so scheint die Aktie schon beinahe uninteressant.
Dem ist aber nicht so. Bei anderen Kennzahlen sind die IPO-Konditionen gar nicht so unattraktiv, nämlich sehr wohl schon Abschläge eingepreist. So sind bei der Konkurrenz Umsatz-Multiples von 1,0 keine Seltenheit, die Strabag gibt’s hingegen nur zum halben Umsatz. Aufgrund der schwachen Margen ist das auch verdient. Bei 45 € ergibt sich hier eine durchaus faire Bewertung, auf Kurs-Buchwert-Basis wären – trotz schwacher Eigenkapitalrentabilität – sogar über sechs Milliarden Marktwert (54 € je Aktie) gerechtfertigt. Allerdings sagt das eher wenig aus, da Eigenmittel ja wohl bald wieder für die Expansion ausgegeben werden.
Fazit. Unterm Strich ist die Strabag schon interessant, vor allem, wenn sie nicht gerade am oberen Ende des Preisbandes kommt. Ein IPO dieser Grösse sollte auf jeden Fall ein Erfolg werden: Gross genug, um Aufmerksamkeit zu bekommen und für die Banken zum Prestigeobjekt zu werden, klein genug, um die Aktien am Markt unterzubringen. Und die Story mit der Ostexpansion hat sowieso ihren Reiz. Sie sollte auch die Margen auf Vordermann bringen.
08.10.2007 | 18:23
Quelle:http://www.wirtschaftsblatt.at/
365 Postings ausgeblendet.
28.04.25 12:05
#368
Highländer49
Strabag
STRABAG SE zeigt Resilienz und erzielt bisher bestes Ergebnis
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...her-bestes-ergebnis
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...her-bestes-ergebnis
22.05.25 10:08
#369
Highländer49
Strabag
STRABAG SE Trading Statement 3M/2025: Starkes Wachstum bei Leistung und Auftragsbestand
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...und-auftragsbestand
Seid Ihr mit den neusten Zahlen zufrieden?
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...und-auftragsbestand
Seid Ihr mit den neusten Zahlen zufrieden?
28.08.25 17:09
#370
Highländer49
Strabag
Seit dem Allzeithoch Mitte August mit rund 92 €, ist die Strabag-Aktie wieder im Korrekturmodus. Am Donnerstag verliert sie aktuell -3,6% und steht bei 79 €. Seit Jahresanfang liegt der Gewinn immer noch bei rund +95%. Ist die Korrektur damit abgeschlossen?
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...trabag-aktie-einsteigen
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...trabag-aktie-einsteigen
17.09.25 16:51
#374
gerschon
warum?
warum sinkt denn der Kurs...an der Börse wird ja die Zukunft gehandelt...und der Bund will ja in den kommenden Jahren zig Milliarden für Verbesserungen an Strassen und Brücken ausgeben...
und wenn der Ukrainekrieg endlich beendet ist, gibts ja dort eine Menge an Wiederaufbau...finanziert wohl von der EU...warum sackt der Kurs dann so ab?
und wenn der Ukrainekrieg endlich beendet ist, gibts ja dort eine Menge an Wiederaufbau...finanziert wohl von der EU...warum sackt der Kurs dann so ab?
17.09.25 17:24
#375
aramed
Ich weiß ja nicht, was du sonst
Für Burner im Depot hat, aber Strabag hat sich im letzten Halben Jahr verdoppelt. Jetzt im Sommer/Herbst ein Verschnaufer ist doch vollkommen gesund. Ich bin damals bei ca. 75 schon raus, aber mittlerweile sammele ich wieder ein. Bin über jeden Rücksetzer froh, da ich davon ausgehe, dass Strabag nächstes Jahr über 100 steht. Hohe Dividende , kleines KGV, Bücher voll, usw.
Ich glaube, dass von Stand heute mehr zu erreichen ist als bei der Hochtief.
Ich glaube, dass von Stand heute mehr zu erreichen ist als bei der Hochtief.
13.11.25 11:31
#377
Highländer49
Strabag
STRABAG SE Trading Statement 9M/2025: Historische Marke: Auftragsbestand überschreitet erstmals 30 Milliarden Euro
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...-30-milliarden-euro
Wie ist Eure Einschätzung zu den neusten Zahlen?
https://newsroom.strabag.com/de/presse/konzern/...-30-milliarden-euro
Wie ist Eure Einschätzung zu den neusten Zahlen?
15.12.25 18:39
#379
aramed
Im Vergleich zu Hochtief müsste die Strabag bei
knapp 200 € liegen. HT läuft aber schon lange heiß. Da wird es auch bald zu einer längeren und deutlichen Korrektur kommen, wenn KI abkühlt.
Strabag wird dann auch mit runterziehen, aber nur sachte. vorher gehen sich aber hoffentlich die 100 noch aus. Im Sommer gute Dividende und in einem Jahr sind wir hoffentlich wieder deutlich über 100€. Kursziel Frühjahr 27 bei 120 €.
Strabag wird dann auch mit runterziehen, aber nur sachte. vorher gehen sich aber hoffentlich die 100 noch aus. Im Sommer gute Dividende und in einem Jahr sind wir hoffentlich wieder deutlich über 100€. Kursziel Frühjahr 27 bei 120 €.
18.02.26 11:08
#381
Highländer49
Strabag
Die Strabag-Aktie befindet sich seit Anfang letzten Jahres in einer starken Aufwärtsbewegung. Während dieser Zeit hat sie sich mehr als verdoppelt. Am Mittwoch steht sie aktuell bei knapp 96,80 €. Damit wurde ein neues Allzeithoch erreicht. Was ist hier ratsam?
https://www.finanznachrichten.de/...nnmitnahme-jetzt-sinnvoll-486.htm
https://www.finanznachrichten.de/...nnmitnahme-jetzt-sinnvoll-486.htm
19.02.26 19:31
#388
Dpunkt
Hier die Nachricht dazu
https://www.trend.at/news/...ert-strabag-aktien-fur-rund-180-mio-euro
Die Holding schreibt selbst, dass es Gewinnmitnahmen waren. Es sind nicht immer dubiose Leerverkäufer.
Die Holding schreibt selbst, dass es Gewinnmitnahmen waren. Es sind nicht immer dubiose Leerverkäufer.
19.02.26 21:47
#389
aramed
Die Verkäufe gingen doch gar nicht über die
Börse. Der Witz ist doch, dass die Nachrichten schon vorher in bestimmten Kreisen bekannt waren. Sharedeals hat sich eingedeckt mit shorts oder sonstigen Derivten, schreibt dann einen Verkaufstipp und streut dann die Nachricht, damit der Kurs fällt. Offensichtlicher gehts doch gar nicht.
