aktuelle Lage
| eröffnet am: | 01.04.08 20:52 von: | Michael Harrison |
| neuester Beitrag: | 03.09.08 09:58 von: | Limitless |
| Anzahl Beiträge: | 14 | |
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bewertet mit 2 Sternen |
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Von ; Michael Harrison (01.04.08)
Um Bear Stearns íst es in letzter Zeit ruhig geworden.
Die letzte verbuchte Nachricht befasst sich mit der Tatsache das Verwaltungsratschef Clayne sein komplettes Aktienpaket auf den Markt geworfen hat.
Wie geht es weiter ? Momentan datiert die Aktie bei rund 10,77 US$ bzw. bei 6,92€ (01.04.08 20.00)
,somit glatt 0,77 US$ über der Übernahmeofferte von JP-MorganChase.Die Einstufung durch die UBS mit neutral sehe ich bestärkt da auf das enorme Schwankungsrisiko hingewiesen wird, welches durchaus in den letzten Tagen zum Ausdruck gekommen ist.
Prognose: Charttechnisch gehe ich von einer genrellen Erholung an den Indizes ,Dow Jones sowie Dax aus. Zudem die meisten Finanzwerte die durch die mehr und mehr unterkontrolle gebrachte Finanzkirse ausgepreist sind , und nun Erholungspotenzial aufweisen. Auch wurde der letzte Abwärtstrend des Dow Jones vom RSI auf 10-Tage-Basis nicht wiedergegeben.
Wie Wir heute gesehen haben wird Bear Stearns von dem Anziehen der anderen Finanzinstitute mitgezogen, dies sollte sich längerfristig stabilisierend auf die Aktie ausüben.
Am meisten Potenzial für die Aktie besteht konkret darin das mehrere Fonds eine Klage gegen die mögliche Übernahme von Bear Stearns , duch JP-MorganChase druchbringen. Es geht darum das wohl keine "faire" Übernahme Zustande gekommen sei, da durch das Eingreifen der FED JP-MorganChase massif begünstigt worden sei , und somit eine Gegenofferte eines anderen Finanzinstitus im Keim erstickt wurde.
Außerdem zu berügsichtigen ist der momentane Stand der Aktie der eine Aktionärsenstcheidung zur Übernahme wohl merheitlich auf nein stimmen sollte.
Zu vergeben sei somit das Ranking: bis 7,30€ kaufen
bis 6,54€ halten
ab 6,50 verkaufen
Michael Harrison (copyright 2008) (01.04.08)
Preis sein wird !
Auf aktuellem Niveau kann man meiner Meinung nach nur gewinnen
Also warum sollte es jetzt nicht nochmal auf 20 USD oder mehr verdoppelt werden ?
hat ihre Beteiligung an Bear Stearns ausgebaut.
Über die Börse seien weitere 11,5 Millionen Anteilsscheine des Konkurrenten
erworben worden, teilte das Finanzinstitut in einer Mitteilung an die
US-amerikanische Börsenaufsicht SEC mit. Die Transaktion sei am 24. März über
die Bühne gegangen und habe mit 140,7 Millionen US-Dollar zu Buche geschlagen.
JPMorgan kommt damit zusammen mit den bereits gesicherten Optionen auf eine
Beteiligung von 44,9 Prozent. Diese soll nun durch den Kauf neuer Aktien auf bis
zu 49,5 Prozent erhöht werden, hieß es. Mitte März hatte JP Morgan die Übernahme
der fünftgrößten US-Investmentbank zu einem Schleuderpreis von 236 Millionen
Dollar angekündigt. Auf Druck von Investoren erhöhte das Bankhaus sein Angebot
von zwei auf zehn Dollar pro Bear-Stearns-Aktie./FX/mur/sb/wiz
IWF-Chef hält Eingriffe für sinnvoll
Der Staat als "dritte Verteidigungslinie":
Sollten Geld- und Fiskalpolitik zur Eindämmung der Finanzkrise nicht ausreichen, müsse die öffentlich Hand eingreifen, sagt IWF-Chef Strauss-Kahn. Die Rettung von Bear Stearns unter mithilfe der Notenbank Fed könnte sich in der Rückschau als Wendepunkt der Finanzgeschichte erweisen.
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www.ftd.de/politik/international/:IWF%20Chef%20Eingriffe/339780.html
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war es das ? geht es nun wieder friedlich aufwärts ?
... muss nicht unbedingt friedlich sein, aber aufwärts so wie heute wär nicht schlecht.
limi
Bear Stearns warnt vor Scheitern des Notverkaufs
Das Management von Bear Stearns hält ein Scheitern des Notverkaufs an JP Morgan für möglich. In einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC heißt es: Eine Pleite ist nicht auszuschließen.
"Im Zuge der Liquiditätskrise hat sich die Ertragskraft des Unternehmens deutlich verschlechtert. Sollte die Übernahme scheitern, müsste Bear Stearns Gläubigerschutz beantragen," heißt es in einem Schreiben an die SEC. Bis zum 30. Juni soll die Transaktion mit JP Morgan abgeschlossen sein.
Mehrere Investoren haben in New York gegen den Übernahmevertrag zwischen JP Morgan und Bear Stearns geklagt. Am 24. März hatte JP Morgan das Angebot auf 10 $ je Aktie verfünffacht und sich im Gegenzug über eine Kapitalerhöhung 40 Prozent an Bear Stearns gesichert. Die klagenden Aktionäre halten das für gesetzeswidrig und wollen eine Abstimmung auf einer Hauptversammlung verhindern. Richter Herman Cahn am New York State Supreme Court hat die Beschwerden inzwischen zu einer Sammelklage gebündelt. Gehört werden die Kläger am 8. Mai.
Wie gefährlich eine Verzögerung der Übernahme für die Bank wäre, verdeutlicht die alarmierende Ergebnisentwicklung. Im ersten Quartal bis Ende Februar erwirtschaftete Bear Stearns noch einen Gewinn von 86 Cent je Aktie. Das sind 78 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Seit Mitte März hat sich die Situation noch drastisch verschlechtert, wie aus der SEC-Mitteilung hervorgeht.
Demnach sind seit der Stützungsaktion viele Kunden im Prime-Brokerage abgesprungen. Das ist das Geschäft mit Hedge-Fonds, bei denen Banken beispielsweise Aktien leihen. Bear Stearns war dort eines der erfolgreichsten Wall-Street-Häuser. Am 24. März betrugen die Kundeneinlagen dort nur noch 66 Mrd. $. Das sind 23 Prozent weniger als Ende Februar. Das verwaltete Vermögen fiel im gleichen Zeitraum um acht Prozent auf 36 Mrd. $. Die Kommissionen für Aktien- und Anleihegeschäfte brachen um mehr als die Hälfte ein.
In einem seltenen Eingeständnis führte Bear Stearns auch menschliches Versagen als Ursache dafür an: "In schweren Zeiten unterlaufen den Mitarbeitern Fehler. Sie werden durch das Krisenmanagement und die Sorgen um die Zukunft des Unternehmens abgelenkt."
"Finacial times "
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J.P. Morgan zuversichtlich für Finanzmärkte
WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Bank J.P. Morgan Chase & Co hat sich zuversichtlich für den Zustand der US-Finanzmärkte gezeigt. Die Probleme im Bereich der Immobilienkredite mit schwacher Bonität (Subprime) seien zu 75% bis 85% abgearbeitet, sagte am Donnerstag der CEO der New Yorker Bank, Jamie Dimon.
Es gebe nur noch wenig Potenzial für negative Überraschungen, "weil wir das meiste Schlechte jetzt kennen", sagte der Manager. Eine Einschätzung zur allgemeinen Entwicklung der Konjunktur im laufenden Jahr wollte er aber nicht geben.
Die Übernahme des in Schwierigkeiten geratenen Wettbewerbers Bears Stearns durch J.P. Morgan könne zum 1. Juni abgeschlossen werden, sagte Dimon weiter. Die US-Behörden und die Notenbank hätten den Notverkauf von Bear Stearns zu Recht eingeleitet, um einen Dominoeffekt mit einem Vertrauensverlust in die Banken zu verhindern, rechtfertigte der Manager noch einmal den Kauf von Bear Stearns.
Webseite:
www.jpmorgan.com
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limi
13.05.2008 - 08:04
Die Übernahme der angeschlagenen Bank Bear Stearns durch den Konkurrenten JP Morgan könnte sich bis 2009 hinziehen. Indes nähert sich die Finanzkrise nach Einschätzung von Konzernchef Jamie Dimon ihrem Ende.
JP Morgan rechnet im zweiten Quartal mit einem Gewinn von etwa 1 Mrd. $ im Zusammenhang mit der Übernahme des wegen der Finanzkrise ins Straucheln geratenen Konkurrenten Bear Stearns. In Teilen werde der Profit aus der Fusion aber geringer als erwartet ausfallen, sagte Konzern-Chef Dimon am Montag. Bear Stearns habe seit dem 17. März, als die Übernahme verkündet worden war, "mehrere Milliarden Dollar" Verlust gemacht. Ursprünglich sollte das Geschäft, das mit Unterstützung der Notenbank Fed zustande gekommen war, Anfang Juni abgeschlossen werden.
40 Prozent der Mitarbeiter bleiben
Manche Verluste aus dem Geschäft würden sich in den Konzernergebnissen niederschlagen, warnte Dimon. Seit dem 8. April habe die Beteiligung an Bear Stearns seinem Konzern bereits 200 Mio. $ an Belastungen beschert. Hinzu werde noch einmal der gleiche Betrag kommen.
Für etwa drei Viertel der Bear-Stearns-Angestellten wurde laut Dimon bereits die Möglichkeit einer Übernahme geprüft. 40 Prozent hätten daraufhin ein Angebot bekommen. Kreisen zufolge hat JP Morgan bislang rund 6000 der fast 14.000 Beschäftigten des Konkurrenten die Übernahme in Aussicht gestellt.
Belastungen bis 2010
Für die verbleibenden 3500 Mitarbeiter stehe die Entscheidung in den kommenden zwei Wochen an, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Allerdings werde von ihnen wohl ein geringerer Anteil Übernahmeangebote bekommen. Vor dem Hintergrund massiver Entlassungen an der Wall Street rechne JPMorgan zudem mit Streichungen bei seinen eigenen Mitarbeitern, um Platz für besser qualifizierte Beschäftigte von Bear Stearns zu schaffen.
Firmenchef Dimon sagte ein baldiges Ende der Turbulenzen an den Kreditmärkten, aber noch keine Erholung der US-Wirtschaft voraus. Die Kreditmarkt- und Hypothekenkrise könnte noch in diesem Jahr ihren Tiefpunkt durchlaufen. Dennoch werde es langfristige Herausforderungen für die Wirtschaft geben, die bis in das Jahr 2010 hineinreichen könnten. Das könne auch für JP Morgan neue Belastungen bedeuten.
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Bank von England läßt Maske der „Nettigkeit“ fallen
Da das Finanzsystem nicht zu retten ist, setzt das Britische Empire offenbar auf härtere Maßnahmen: „Das nette Jahrzehnt liegt hinter uns.“
Die Neue Solidarität stimmt nur selten mit der Bank von England überein, jener alten Hure von Babylon, aber wir müssen zugeben, daß eine vor kurzem abgegebene Erklärung ihres Gouverneurs Mervyn King mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit enthält. Auf einer Pressekonferenz am 14. Mai erklärte er nämlich: „Das nette Jahrzehnt liegt hinter uns“ - und so ist es auch. Seit dem letzten Juli, als Lyndon LaRouche öffentlich gewarnt hatte, daß das globale Finanzsystem gestorben sei, stapeln sich die Leichen schneller als in einem Hollywoodfilm.
„Das Weltwährungs- und -finanzsystem befindet sich jetzt im Prozeß der Desintegration“, sagte LaRouche am 25. Juli 2007 in einem Internetforum. „Die meisten der heutigen finanziellen Forderungen, Werte und Obligationen der Welt sind wertlos... Die Betrügereien sind enorm.“
Diejenigen, die es vorzogen hatten zu glauben, daß LaRouche übertreibe, wissen es inzwischen besser. Seit jenem Internetforum ist eine der größten Investmentbanken der Welt kollabiert, die Zentralbanken der Welt haben mehr als 3 Billionen Dollar in das Bankensystem gepumpt und riesige Mengen an wertlosen Papiertiteln als Pfand vom Markt angenommen, die großen Banken der Welt haben mehr als 320 Mrd. Dollar an Verlusten durch Wertberichtigungen und Kreditabschreibungen verbucht und mehr als 160 Mrd. Dollar an Kapital-Notinfusionen erbettelt, der Ölpreis ist auf ungeahnte Höhen gestiegen, fast 250 Ausleiher nachrangiger Hypothekenkredite haben ihre Pforten geschlossen, und die Nahrungsmittelknappheit hat Hunger und Unruhen verzweifelter Menschen ausgelöst.
Angesichts der kollabierenden Wertpapiermärkte fallen die Immobilienpreise, die Zwangsversteigerungen von Eigenheimen mehren sich, die kommunalen Haushalte implodieren und es breitet sich Chaos aus. Die Stadt Vallejo/Kalifornien hat ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt, weitere Bankrotte werden erwartet, während die Regierungen versuchen, mit den sinkenden Steuereinnahmen und den steigenden Kosten fertigzuwerden. Wohin man auch blickt, sieht man Desaster.
Dieser Kollaps, sagte LaRouche in seinem Forum, werde „unaufhaltsam“ sein, wenn jetzt nicht eine „fundamentale Änderung in der Politik der Regierung der Vereinigten Staaten“ vollzogen werde. „Jeder, der anders denkt, ist entweder einfach inkompetent, ein Idiot oder ein Wahnsinniger. Das ist die Realität!“
LaRouche warnte auch: „Der Kongreß - der Senat und das Repräsentantenhaus - ist derzeit nicht kompetent, um damit umzugehen.“
Wiederum behielt LaRouche recht. Aber anstatt eine fundamentale Änderung der Politik zu vollziehen, beschäftigte sich die Regierung mit einer Serie leichtsinniger und wachsender Rettungsaktionen, die bewirkten, daß riesige Verluste von den Banken auf die Steuerzahler übertragen wurden, gleichzeitig den Wert des Dollars dezimierten und das Finanzsystem noch tiefer in die Hyperinflation stürzten. Das „Absturz-Verhinderungs-Team“ unter der Führung des früheren Goldman Sachs-Chefs Henry Paulson und des Vorsitzenden der FED, Ben Bernanke, versuchte das Unmögliche, in der Hoffnung, den Wert der Derivate, CDOs, hypothekengedeckten Wertpapiere und anderer fiktiver Werte nach und nach senken zu können, ohne zugeben zu müssen, daß sie allesamt betrügerische und fiktive Werte sind, die auf ebenso fiktiven Werten beruhen: Spielchips in einer bankrotten Spielbank.
Wendepunkte
Es gab mehrere Wendepunkte, an denen eine angemessene Politik hätte umgesetzt werden können, aber das geschah nicht. Statt dessen wählte man den „leichten Weg“, erst in kleinen Schritten, dann in immer größeren. Der Kollaps des Hedgefonds Bear Stearns im vergangenen Sommer war die sprichwörtliche Schrift an der Wand, die ankündigte, daß das System am Ende sei, auch wenn Bankiers und Behörden darauf bestanden, es sei bloß ein Ausrutscher und alles sei in Ordnung. Aber das war es nicht, und die Verluste breiteten sich weiter aus. Am 31. Juli, knapp eine Woche nach LaRouches weitsichtigem Internetforum, beantragten die beiden Bear Stearns-Fonds Insolvenz, und im August kündigte die Fed an, sie werde hypothekengedeckte Wertpapiere als Sicherheit für Kredite annehmen. Das war Teil einer koordinierten 284-Mrd. $-Intervention der Fed, der Europäischen Zentralbank und der Zentralbanken der Schweiz, Kanadas, Australiens, Japans und Singapurs. Im November, nachdem von britischen Kreisen die gefährdete Lage der Citigroup ins Rampenlicht gestellt wurde, tauschte die Bank ihre Führung aus. Eine ganze Reihe weiterer Banken folgten dem Beispiel. Die angeschlagene Citigroup arrangierte eine 7,5-Mrd. $-Infusion der Investmentbehörde von Abu Dhabi.
Als sich Mitte Dezember das Jahresende näherte, kündigten die Zentralbanken eine weitere gemeinsame Aktion an, in deren Rahmen die Fed eine neue „Term Auction Facility“ (TAF) schuf, über die sie den Banken Kredite gab, die dafür weitere exotische und unverkäufliche Wertpapiere als Pfand hinterlegen durften. Ein Bankökonom charakterisierte diese Aktion als „Feuerschneise“, aber sie erwies sich - vorhersehbarerweise - als wirkungslos. Paulson, dessen Versuch, eine Rettungsaktion für den zusammengebrochenen Markt der „Investment-Vehikel“ zu orchestrieren, kläglich gescheitert war, brütete dann einen Plan aus, um den Markt der Hypotheken-Papiere unter dem Vorwand der „Rettung der Eigenheimbesitzer“ zu stützen.
Dank dieser außergewöhnlichen Maßnahmen gelang es den Banken, ihre Pforten bis ins neue Jahr offenzuhalten, und sie erklärten, nun sei das Schlimmste geschafft. Das war gelogen, und das wußten sie. Sie waren lebendige Leichen, die durch eine Kombination lebenserhaltender Maßnahmen der Zentralbanken, „kreativer Buchführung“ und der Weigerung der Aufsichtsbehörden, sie für tot zu erklären, am „Leben“ blieben.
Im März 2008, als sich das Ende des 1. Quartals näherte, unternahmen die Zentralbanken eine Reihe weiterer außergewöhnlicher Interventionen, die sogar noch größer waren als die vorhergehenden. Am 7. März vergrößerte die Fed die Geldmenge bei den zweimal monatlich stattfindenden Auktionen, die sie über die TAF-Auktionen in Umlauf brachte, auf jeweils 50 Mrd. $ - zuvor waren es jeweils 20 Mrd. $ gewesen - und kündigte gleichzeitig ein neues 100-Mrd. $-Programm zum Rückkauf von Krediten für ausgewählte Investmentbanken an. Vier Tage später kündigten die Zentralbanken eine weitere koordinierte Intervention an, deren Höhepunkt in der Ankündigung gipfelte, daß eine weitere Kreditlinie - die „Term Securities Lending Fascility“ (TSLF) - durch die Fed geschaffen werde, mit der den Investmentbanken noch größere Kredite gegeben werden sollten. Am 14. März gab die Fed dann Notkredite an Bear Stearns, und nur zwei Tage später, am Sonntag dem 16. März, arrangierte sie aus Angst vor dem, was geschehen würde, wenn die Märkte am Montag öffneten, weitere Schritte, darunter eine 30-Mrd. $-Unterstützung für die Übernahme von Bear Stearns durch J.P. Morgan, die Zusage weiterer Kredite an die Investmentbanken und die Senkung der Diskontrate um ein Viertelprozent auf 3,25%. Am nächsten Tag senkte die Fed dann den Zinsfuß für Fed-Gelder um ein weiteres Dreiviertel-Prozent auf 2,5%.
Der Zusammenbruch von Bear Stearns war eine Wasserscheide. Er bewies, daß die von den Zentralbanken und dem „Absturz-Verhinderungs-Team“ unternommenen Rettungsaktionen das Problem nicht gelöst hatten.
Seit März wurden die Probleme noch schlimmer. Am 2. Mai hob die Fed das Volumen der TAF-Kredite nochmals auf jeweils 75 Mrd. $ pro Auktion an. Monat für Monat wuchs die Menge der ausstehenden Kredite der Fed, von 80 Mrd. $ pro Woche im Dezember auf heute weit über 400 Mrd. $. Bedenkt man, daß wir gerade erst die Hälfte des 2. Quartals hinter uns haben, sind das ominöse Summen.
Die Berichte zum Quartalsende sind wichtig, weil die Banken dann die Bücher für die Bilanz offenlegen müssen, was sie in eine unhaltbare Lage versetzt: Sagen sie die Wahrheit, müssen sie schließen, aber wenn die lügen, riskieren sie Klagen und mögliche - wenn auch unwahrscheinliche - Strafverfahren. Ihre Buchprüfer, die nur zu gut wissen, was nach dem Enron-Debakel mit der Buchprüfungsfirma Arthur Anderson geschah, sind extrem nervös, wenn sie solche falschen Bilanzen abzeichnen sollen, und verlangen Haftungsausschluß.
Kontrolle durchsetzen
Die Banken haben jetzt ihre Märchenstunde und versuchen, wie schon zu Beginn der Krise, so zu tun, als ob die Probleme vorüber seien. Minister Paulson beispielsweise behauptete Anfang des Monats: „Das Schlimmste liegt wahrscheinlich hinter uns.“ Interessanter ist der Freudsche Versprecher jener, die behaupten, das Ende der Krise sei nahe, was an die Leute erinnert, die auf den Straßen mit Schildern herumlaufen, das Ende sei nahe. Nachdem sie immer wieder falsch gelegen haben, ist die Glaubwürdigkeit der Banken etwas erschüttert, und ihr Ende ist tatsächlich nahe.
All das bringt uns zurück auf Mervyn King von der Bank von England und seine Bemerkung, daß das „nette“ Jahrzehnt vorüber sei. Man kann sicher darüber streiten, wie „nett“ dieses Jahrzehnt war, insbesondere wenn man zu den ärmeren 80% der Bevölkerung gehört, aber es ist klar, daß die Welt eine schlimme Wende zum Schlimmeren vollzogen hat. Angesichts der Tatsache, daß die Bank von England eine der treibenden Kräfte hinter den faschistischen Bewegungen der zwanziger und dreißiger Jahre war und geholfen hat, Hitler und Mussolini an die Macht zu bringen, sollte man es ernst nehmen, wenn sie warnt, daß die Maske der Nettigkeit nun fallen wird.
Die Bank von England, die praktisch als Bank der oligarchischen Fondi und als Herz des anglo-holländischen liberalen Systems fungiert, weiß, daß dieses Finanzsystem tot ist, und daß die Krise nur politisch, aber nicht finanziell gelöst werden kann. Unter politisch verstehen wir hier, daß das Empire entschlossen ist, sich selbst zu retten, indem es der Weltbevölkerung erneut faschistische Regime aufzwingt. Man betrachte die Art und Weise, wie die Verluste der Banken auf die Öffentlichkeit abgewälzt werden; man betrachte, wie die Allgemeinheit durch hohe Treibstoff- und Nahrungsmittelpreise geschröpft wird; man betrachte die Nahrungsmittel-Verknappungen in aller Welt und die Unruhen, die sie auslösen; und man betrachte, wie sich große und kleine Kriege ausbreiten: Das sind keine isolierten Ereignisse, sondern vielmehr alles Teile eines Gesamtprozesses: des Krieges des Britischen Empire gegen den Fortschritt der Menschheit. Daß eine solche Politik verrückt ist, heißt nicht, daß sie nicht real oder ungefährlich wäre. Wenn wir nicht die souveräne Macht der Nationalstaaten nutzen, um die Pläne des Empire aufzuhalten, werden viele von uns das, was vor uns liegt, nicht überleben.
John Hoefle
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Ist nicht gerade das wort zum sonntag - aber mal was zum nachdenken!
limi
was haltet ihr von der telelkom? Morgen shortposition aufbauen, da sie nach dem schnüffelskandal einbrechen wird?
Zwischen Rock und Börsenmantel
von Peter Köhler und Kora-Cora Krause
So etwas erlebt auch die "Batschkapp" - der legendäre Frankfurter Musikschuppen aus der Hochzeit der Spontis und Punks - nicht alle Tage. Ausgerechnet Investmentbanker heizen Ende Juni in der früheren Hochburg einer "autonomen und linken Gegenkultur" dem Publikum ein. Mittendrin: Florian Lahnstein, ein Wanderer zwischen Finanz- und Medienwelt.
FRANKFURT. Vier der fünf Bandmitglieder von "Hopeless?" kennen sich aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit bei der Schweizer Großbank UBS. Einer von ihnen ist Florian Lahnstein. Mit sichtlich Spaß röhrt er mit rauchiger Stimme Coverhits von AC/DC und U2 ins Mikro, bei "Highway to Hell" erreicht die Stimmung ihren Siedepunkt.
Wenige Tage später sitzt Lahnstein im noblen Frankfurter Hof, flankiert von Professor Roland Berger, dem Übervater der deutschen Beraterszene. Fruchtsaft statt Bier, Rendite statt Rock. Jetzt geht es ums Geld, genauer gesagt um eine Innovation. Seit fast 18 Monaten beschäftigt sich der vierfache Familienvater mit Spacs - das Kürzel steht für "Special Purpose Acquisition Companies". Die Idee kommt wieder mal von den Angelsachsen, und Lahnstein will sie jetzt im deutschen Markt verankern.
Im Kern geht es um Börsenmäntel, die zunächst als leere Hülle notieren und dann im Idealfall einen erfolgreichen Mittelständler kaufen. Börsengang auf die "sanfte Art", lautet der Slogan. Hier überzeugt Lahnstein mit leisen Tönen, präzisen Antworten und Charts, die keinen Zweifel aufkommen lassen sollen: Wenn sich etwas mitten in der Finanzkrise lohnt, dann sind es Spacs.
Florian Lahnstein bleibt ein Wanderer zwischen den beiden Welten, den Medien und den Finanzen. Er machte Karriere bei Bertelsmann und bei Bear Stearns und eben auch bei UBS. Dass er der Sohn von Manfred Lahnstein ist, der zwischen 1980 und 1982 unter Helmut Schmidt Chef des Bundeskanzleramts war, hat in seinem Lebenslauf Leitplanken eingezogen. Aus der Kurve fliegen konnte man so nicht. Offen ausgespielt hat er diese Karte aber nicht. Weggefährten beschreiben seinen Führungsstil als "sehr kollegial". Dies zeigte sich besonders während der Bear Stearns-Übernahme durch JP Morgan. Das gesamte "Ex-Bären-Team" äußert sich noch heute sehr lobend über seinen Einsatz für die Bank.
Seit Anfang dieser Woche kann Lahnstein wieder durchatmen - der Börsenmantel wurde erfolgreich platziert. Jetzt hat er Zeit, neue Tüfteleien anzugehen. "Ich war zehn Jahre lang Medienmanager und zehn Jahre lang Investmentbanker. Ich möchte jetzt Investor sein", sagt er auf der Insel Sylt, wo er sich mit der Familie in die Dünen zurückgezogen hat. Auch die andere Welt hält ihn im Bann - die erste CD von "Hopeless?" ist für Herbst geplant.
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limi
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Hexenjagd in New York
von Jens Korte
Es gibt ein neues Feindbild an der Wall Street. Die Jungs würden doch Heim und Hof für ein paar Dollar abfackeln, lästert ein Blogger. Verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Mittel.
Als London bombardiert wurde, mussten die Lichter auch ausgeschaltet werden, fordert ein Analyst ein hartes Vorgehen. Und die US-Börsenaufsicht SEC hat ebenfalls die Verursacher für die Marktturbulenzen ausgemacht. Die Rede ist von Shortsellern - Investoren, die auf fallende Kurse setzen.
Das ist eine regelrechte Hexenjagd geworden, wundern sich selbst die Händler auf dem Parkett, die traditionell keine großen Freunde der Leerverkäufer sind. Den Shorts wird vorgeworfen, maßgeblich für die Bankenkrise und den Kollaps der Investmentbank Bear Stearns verantwortlich zu sein. Mit gezielt gestreuten Gerüchten sollen sie den Kursrutsch der Banken ausgelöst haben. Shorts leihen sich Aktien, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen. Je tiefer der Kurs zum Zeitpunkt des Rückkaufs gefallen ist, desto höher der Gewinn.
Das ist doch lächerlich, hier die Schuldigen zu suchen, lästert ein Händler, der seit über 30 Jahren auf dem Parkett arbeitet. "Ja klar, wenn du daran glaubst, dass Shortseller für die Probleme der Banken verantwortlich sind, dann glaubst du wahrscheinlich auch an Hexen, Feen und Kobolde." Hier werden die Überbringer schlechter Nachrichten an den Pranger gestellt, lautet ein anderer Kommentar. Als der Enron-Skandal die Wall Street erschütterte, waren die Wetten der Shorts die ersten Vorboten, dass bei dem Energieversorger nicht alles mit rechten Dingen zuging. Einen Beliebtheitspreis werden sie mit ihrer Strategie vermutlich zwar nicht so schnell gewinnen, aber das macht sie doch noch lange nicht zum Auslöser der Krise.
Die SEC hat nun in einem jüngsten Vorstoß eine Liste mit 19 Finanzinstituten erstellt, die vor ruchlosen Leerverkäufern geschützt werden sollen. Dazu gehören neben den Hypothekenfinanzierern Fannie und Freddie auch Broker wie Merrill Lynch und Lehman Brothers oder Banken wie die Citigroup und UBS. Dass Banken selbst im Shortselling-Geschäft ordentlich mitmischen, scheint bei der SEC nicht weiter ins Gewicht zu fallen. Derweil hat der amerikanische Präsident seine eigene Erklärung für die jüngsten Turbulenzen. Die Wall Street sei regelrecht betrunken gewesen, erklärte George W. Bush kürzlich auf einem Fund Raiser. Jetzt habe die Wall Street einen ordentlichen Kater. Die Frage sei nur, wie lange es dauert, nüchtern zu werden und nicht weiter mit abenteuerlichen Finanzinstrumenten zu hantieren. Ganz unrecht hat der scheidende Präsident in diesem Punkt nicht.
Jens Korte schreibt als Wall-Street-Korrespondent für die FTD.
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limi
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Chinas riesige Devisenreserven rollen in den Westen
3. September 2008, 02:12 Uhr Frankfurt/Main -
Es ist nicht einmal drei Jahre her, da bot die amerikanische Citigroup 2,5 Mrd. Euro für die chinesische Guangdong Entwicklungsbank. Inzwischen haben die Chinesen den Spieß umgedreht. Im Oktober 2007 beteiligte sich der chinesische Staatsfonds Citic Securities mit rund 700 Mio. Euro an der US-Investmentbank Bear Stearns, seit Dezember 2007 ist die staatliche China Investment mit 3,5 Mrd. Euro an der zweitgrößten US-Investmentbank Morgan Stanley beteiligt. Begünstigt wurde der Einstieg der Chinesen durch die US-Hypothekenkrise. Vor allem aber zeigt der Vorgang einen Trend: Staatsfonds nicht nur aus China kaufen sich immer mehr in die Wirtschaft ein, vor allem im Westen.
Dazu passt, dass chinesische Banken inzwischen nach Börsenwert die Spitzenplätze auf der Welt einnehmen. Auf Platz eins nach der Marktkapitalisierung steht seit Sommer 2007 die ICBC, die Industrial & Commercial Bank China. Auf Platz zwei der Bankenrangliste folgt die China Construction Bank, und mit der Bank of China auf Platz fünf ist noch ein drittes chinesisches Geldhaus unter den Top 10. Als wertvollste europäische Bank lag Ende 2007 HSBC auf Platz drei vor der Bank of America.
Der Reichtum der chinesischen Staatsfonds und der staatlich kontrollierten Banken beruht zu einem Gutteil auf den Schulden der USA. China verfügt über Währungsreserven von rund 1,68 Billionen Dollar (1,16 Billionen Euro), angelegt hauptsächlich in US-Schatzbriefen. Das ist fast soviel wie die deutsche Gesamtverschuldung. Die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden summieren sich auf knapp 1,49 Billionen Euro. Ende 2007 stattete China aus seinen Devisenreserven die staatliche Chinesische Investment Gesellschaft CIC mit einem Kapital von etwa 200 Mrd. Dollar aus. Seither sind chinesische Fonds und Banken im Westen auf Einkaufstour. So bekundete inzwischen die staatliche Entwicklungsbank China Development Bank (CDB) Interesse an der für Herbst geplanten Teil-Privatisierung der Deutschen Bahn. Die CDB war auch als möglicher Käufer der Dresdner Bank gehandelt worden, bevor die Commerzbank zum Zuge kam.
Und auch andere Staaten spielen mit: Russland hat Profite aus dem Öl- und Gasgeschäft ebenfalls in staatliche Fonds gesammelt, um für schlechtere Zeiten vorzusorgen. Auch die Russen sollen sich für die Bahn interessieren. Singapur ist auf dem Markt vertreten, die Ölstaaten am Golf, Südkorea. Die US-Investmentbank Merrill Lynch schätzte Ende November 2007 das Gesamtvermögen der Staatsfonds auf über 2 Billionen Dollar, mehr als alle Hedgefonds der Welt zusammen aufweisen können
www.welt.de
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700 Mio. Euro an der US-Investmentbank Bear Stearns, seit Okt. 2007 - !!! jau!
