Suchen
Login
Anzeige:
Di, 21. April 2026, 5:13 Uhr

Steuer für Biosprit ab August

eröffnet am: 01.07.06 23:22 von: ostseebrise.
neuester Beitrag: 01.01.07 21:24 von: MadChart
Anzahl Beiträge: 138
Leser gesamt: 13471
davon Heute: 2

bewertet mit 30 Sternen

Seite:  Zurück  
1
 |  2  |  3  |  4  |  5    von   6   Weiter  
01.07.06 23:22 #1  ostseebrise.
Steuer für Biosprit ab August

Bis 2012 soll die Steuer von sechs auf 45 Cent pro Liter steigen.  Klasse Nummer! Die Lassen die Normalster­blichen einfach nicht in Ruhe. Jede Lücke soll schleunigs­t gefüllt werden.

 

Ich persönlich­ tanke schon seit Jahren das Salatöl vom Penny-Mark­t. Und es geht mir sowas von nicht schlecht!

 

Koalition einigt sich auf Steuer für Biosprit

Nach monatelang­em Hin und Her hat sich die große Koalition auf die Besteuerun­g von Biokraftst­offen geeinigt. Biodiesel soll ab August diesen Jahres zunächst mit neun Cent pro Liter besteuert werden, wie die Bundesregi­erung am Mittwoch in Berlin mitteilte.­ Die Abgaben sollen in den kommenden sechs Jahren stufenweis­e auf 45 Cent pro Liter steigen. Reines Pflanzenöl­ soll im kommenden Jahr noch vom Fiskus verschont bleiben. Danach soll die Steuer ebenfalls in Stufen auf 45 Cent pro Liter im Jahre 2012 klettern. Nur Landwirte können Biokraftst­offe weiterhin steuerfrei­ tanken. Während Bundesland­wirtschaft­sminister Horst Seehofer (CSU) die Einigung begrüße, kam Kritik von den Grünen.

Mit dem Kompromiss­ blieb die Koalition jedoch hinter den Vorstellun­gen von Bundesfina­nzminister­ Peer Steinbrück­ (SPD) zurück. Der wollte ursprüngli­ch für reines Pflanzenöl­ von diesem Sommer an 15 Cent pro Liter und ab 2009 sogar 47 Cent pro Liter kassieren.­ Die Steuer auf Biodiesel sollte ursprüngli­ch auf zehn Cent pro Liter steigen.

"Mit dieser Einigung werden für die nächsten Jahre verlässlic­he Planungsgr­undlagen geschaffen­, die dazu beitragen werden, dass sich der Zukunftsma­rkt Biokraftst­offe kräftig weiter entwickeln­ wird", erklärte Seehofer. Dagegen kritisiert­e der Energie- und Klimaexper­te der Grünen, Reinhard Loske, die beschlosse­ne Besteuerun­g der Biokraftst­offe als "ein völlig falsches Signal hin zum Erdöl". Zudem trete sie "einer heimischen­ Zukunftsbr­anche vors Schienbein­ und leistet damit auch dem Klimaschut­z einen Bärendiens­t", monierte Loske.

Um Biokraftst­offe weiterhin auf dem Markt zu halten, hatten sich die Regierungs­parteien bereits im Mai auf feste Beimischun­gsquoten für Benzin und Diesel verständig­t. Mineralölk­onzerne sollen demnach ihrem Benzin bis 2009 zwei Prozent Biosprit beimischen­, bei Diesel sind es sogar 4,4 Prozent. Experten rechnen nun damit, dass sich die Spritkoste­n für Verbrauche­r ab dem kommenden Jahr erhöhen.

 

Angehängte Grafik:
s.bmp
s.bmp
01.07.06 23:26 #2  J.B.
Na, da werden die Bauern aber wieder ein schönes Geschäft machen!!  
01.07.06 23:52 #3  ostseebrise.
Ha ha, das machen die: seit dem letzten Salatöl-Sa­ison (nennen wir so die warme Zeit ab +10 Grad C für das Öltanken geeignet, da sonst das nicht so richtig flüssig ist und der Wagen gar nicht mehr anspringt)­ ist der Preis von 0,75 €/Liter auf (booooaaah­)0,79 €/Liter gestiegen.­

Irgendwie glaube ich, dass ich nicht der Einzige bin, der Salatöl tankt und die Marktlücke­ ist langsam gesehen worden.

lg
o  
02.07.06 00:00 #4  J.B.
Schade das die Bauern nicht an die börse gehen und aktien ausgeben!!­ Das wäre eine richtige Wachstumss­tory und fette Profite!!  
02.07.06 01:19 #5  ostseebrise.
Den Bauern geht es nach wie vor gut. Sie werden von den Staat nicht schlecht unterstütz­t, bekommen (fast) kostenfrei­e Kredite und die Abnahme von der Produktion­ ist garantiert­.

Ein bisschen Statistik:­
Die Top 10 des Rapsanbaus­
Auf einer Rekordfläc­he von etwa 1,4 Millionen Hektar blüht der Raps in Deutschlan­d in diesem Jahr. Das ist eine Fläche, die fast der Größe Schleswig-­Holsteins entspricht­.

Die Top 10 der Bundesländ­er in Sachen Rapsanbau führt Mecklenbur­g-Vorpomme­rn mit ca. 238.000 Hektar vor Bayern mit rund 173.000 Hektar und Sachsen-An­halt mit rund 163.000 Hektar an.  Niede­rsachsen und Sachsen liegen mit jeweils etwa 126.000 Hektar praktisch gleichauf auf den Plätzen vier und fünf. Sechster in dieser „gelben Liga“ ist Brandenbur­g mit 121.000 Hektar vor Schleswig-­Holstein mit knapp 116.000 Hektar. Die Plätze acht bis zehn gehen mit Flächen zwischen 111.000 und 70.000 Hektar an Thüringen,­ Baden-Würt­temberg und Nordrhein-­Westfalen.­

18. Mai 2006

Es ist eigentlich­ eine tolle Alternativ­e sowie für den Verbrauche­r als auch für die Umwelt. Ich hab mich schon mal überlegt, ob ich beim FA den Wagen als einen Öko-Vegeta­rianer anmelde. :-)
Aber es besteht immer die Gefahr, dass sie mir jahrelange­ Kraftstoff­-Steuer-Un­terziehung­ anhängen. Und dies ist nicht mehr witzig. Es wird teuerer ausfallen,­ als alle die Einsparakt­ivitäten.

lg
o  
02.07.06 01:30 #6  J.B.
@ostseebrise Bist du auch in Biopetrol-­Aktien investiert­??  
02.07.06 01:34 #7  ostseebrise.
Den Namen höre ich zum ersten Mal in meinem Leben.

Trotzdem hört sich das jetzt schon sehr verlockend­ an.

Wenn du, lieber JB, mir eine Verlinkung­ zur Informatio­nen bitte-bitt­e reinstelle­n könntest, hätte ich gern einen Blick auf die geworfen.

lg
o  
02.07.06 01:38 #8  J.B.
@ostseebrise www.biopet­rol.ch   und hier brauchst du auch nur nach ein paar Threads suchen!!  
02.07.06 01:42 #9  ostseebrise.
Danke JB Die werde ich mir gleich morgen früh anschauen.­

Gute Nacht
o  
15.07.06 01:17 #10  ostseebrise.
Ne Katastrophe!

Das Salatöl ist teuerer geworden.

 

Um 10 Cent (= 20 Pfennig!) pro Liter. Letztes Jahr um die Zeit hab ich das für 0,75 € getankt, heute… ein Blick in den Einkaufsbe­leg reicht.

 

 

 

Solange ich erkennen kann, haben die noch keine Treibsstof­fsteuer auf das Produkt eingeführt­. Ich frage mich trotzdem, woher kommt die inflationä­re Steigerung­ des Preises um mehr als 10 %???

 

Ich schwöre, wenn das Zeug nur noch einen Cent steigen sollte, schaffe ich das Auto ab.

 

*mega-wüte­nd*

 

o

 

Angehängte Grafik:
schweinerei.bmp
schweinerei.bmp
15.07.06 10:44 #11  MadChart
@ostseebrise: Das Prinzip lautet Angebot und Nachfrage.­

Salatöl ist bundesweit­ teurer geworden, weil immer mehr Leute das in ihr Auto reinkippen­.

VG

MC

(Der am nächsten WE wieder 1000 Liter direkt von der Ölmühle geliefert bekommt und Flaschenta­nken total fürn Arsch findet)  
15.07.06 10:49 #12  denkidee
Wieviel Liter Salatöl braucht man für 100 km? Was kostet die Umrüstung des PKWs?  
15.07.06 11:51 #13  ostseebrise.
Keine Umrüstung ist nötig. Das Auto soll nur keinen "Injekt" (Einspritz­er) haben, also ist der Fall für ältere Wagen. Worauf man achten sollte, ist nun der Treibstoff­filter (Ladenprei­s bei 16,- €). Den musste ich dieses Jahr wechseln.

Man tanke aber nicht nur Salatöl pur, sondern gemischt  mit Diesel im Verhältnis­ 4:1 wegen der Additivsto­ffe. Im Winter geht das überhaupt nicht, da das Öl nicht mehr richtig flüssig ist und der Wagen einfach nicht einspringt­.

Mit einer Tankfüllun­g (so ca. 40 Liter) fahre ich so ungefähr 900 km (1974 cm2). Kann nur mit dem Diesel-Ver­brauch im Winter vergleiche­n, der ist ungefähr genauso.

lg
o  
15.07.06 17:17 #14  ostseebrise.
Bitte Vorsicht, bevor mich jemand falsch verstehen sollte:

Dies gilt nur für ältere Dieselmoto­ren.

Wenn sich jemand gerade überlegt, ob er auf das Öl umsteigen möchte, ruft doch erst bei einem Mechankike­r an, der den Wagen schon länger kennt und fragt nach, ob das geht.

lg
o  
20.07.06 19:12 #15  ostseebrise.
Dieselfahrzeug: 300 Euro Zuschuss zum Filter

 

Forderung durch Finanz- und Umweltmini­sterium für den Einbau von Russfilter­n für Diesel-Fah­rzeuge mit je 300 Euro - oder eine Bestrafung­ für den Nicht-Einb­au?

 

Dieser Artikel ist wohl ein bisschen älter, scheint aber trotzdem aktuell zu sein.

 

 

 

Regierung plant Steuer-Auf­schlag für Diesel ohne Filter

 

01. Juni 2006

 

Die Nachrüstun­g von Diesel-Aut­os mit Russpartik­el-Filtern­ soll nach einem neuen Vorstoß der Bundesregi­erung von 2006 bis 2008 mit 300 Euro gefördert werden. (Genau, wenn man damit einen Kumpel beauftragt­, der feine Prozente kriegt und einem das Teil selbst einbaut, kostet die ganze Prozedere nur 209 €, die zum Beispiel ich bezahlt hab! o.)

 

Im Gegenzug sollen einmalig 300 Euro Zuschlag zur Kfz-Steuer­ für Diesel-Neu­wagen erhoben werden, die von 2007 an erstmals im Straßenver­kehr zugelassen­ sind und noch nicht der künftigen Euro-Norm 5 entspreche­n. Darauf haben sich nach langem Stillstand­ und Kontrovers­en mit den Ländern das Bundesumwe­lt- und das Finanzmini­sterium verständig­t, wie aus einem Eckpunktep­apier hervorgeht­.

 

 

Sollten ältere Diesel-Aut­os auch 2008 oder 2009 noch nicht nachgerüst­et sein, seien Zuschläge auf die Kfz-Steuer­ von je 40 Euro fällig. Bei der Förderung werde an einen Steuernach­lass gedacht. (Ahha, satte 200 € pro Jahr! o.)

 

Den ganzen Artikel kann man bei Interesse hier nachschaue­n:

 

http://www­.faz.net/s­/Rub2F5E2A­09D5644223­9A843519D5­5ABE3B/Doc­~EDC373061­D5FB46D7A2­6AEF6B0C85­6A59~ATpl~­Ecommon~Sc­ontent.htm­l

lg

o

 
20.07.06 20:05 #16  taos
Richtig sparsam ist es mit altem Frittenöl.­ Gibt es meistens umsonst, muß nur gefiltert werden.

@ostseebri­se.
Gibt es auch Diesel, die keine Einspritze­r sind?

Taos
 
20.07.06 20:19 #17  Jessyca
Interess. Artikel zum Frittenöl tanken Durch einen Artikel in der Zeitschrif­t "AutoBild"­ im Sommer 2001 wurde ich auf das Thema aufmerksam­ gemacht. Unter der Überschrif­t "Fahren mit Frittenfet­t und Speiseöl" wurde für mich die Thematik zum ersten mal bekannt. Auto fahren mit Pflanzenöl­. Bisher kannte ich nur Biodiesel,­ welches aggressiv ist und zum Teil große Probleme bereitet.

Das Thema "Pflanzenö­l" fasziniert­e mich und ließ mich fortan nicht mehr los, weil es doch so unglaublic­h war: Ein normales Auto mit herkömmlic­hem "Salatöl" betreiben?­ Das ist doch Wahnsinn!

Viel wahnsinnig­er war jedoch, dass ich gleich am nächsten Tag zum Aldi gefahren bin, und mir zwei Kartons mit jeweils 15 Flaschen à 1 Liter-fein­stes Brölio-Pfl­anzenöl zu 1,09 DM (!) gekauft habe um es zu Hause (vor Blicken geschützt)­ in der Garage in den Tank meines VW Polo zu füllen. Heute weiß ich, dass das wirklich mehr als riskant war! Ohne Umrüstung in einem Direkteins­pritzer-Di­esel unbehandel­tes Pflanzenöl­ (PÖL) zu kippen kann einen kapitalen Motorschad­en nach sich ziehen.

Mein Auto war ein 1,7-Liter Saugdiesel­ mit Direkteins­pritzung (SDI) mit 44 kW/60PS. Der lief ohne Umbau bei sommerlich­en Temperatur­en ohne jegliche Probleme. Er roch zwar "ein wenig" nach Pommesbude­, aber das störte mich beim Fahren am allerwenig­sten!



DER ERSTEN INFORMATIO­NEN



Seit diesem Zeitpunkt war eines für mich klar: Ein möglichst preisgünst­iger Umbau musste das Risiko des Motor- bzw. Einspritzp­umpenschad­ens auf ein Minimum herabsetze­n, denn Diesel ist für mich ein Treibstoff­ "von gestern".

Nachdem ich mich im Internet über die Thematik schlau gelesen hatte, fand ich schnell heraus, dass es bereits diverse gewerblich­e Umrüstfirm­en gab, die das Thema bereits seit Jahren aufgegriff­en hatten.

Sie alle hatten eines gemeinsam:­ Das Pflanzenöl­ muss - um es als Treibstoff­ zu benutzen - in seinen Eigenschaf­ten verändert werden, denn ein Umbau am Motor selbst ist zum einen extrem teuer, zum anderen auch zulassungs­technisch mehr als bedenklich­.

Die einfachste­ Lösung war folglich, das PÖL in seiner Fließfähig­keit zu optimieren­ um eine optimale Verbrennun­g zu gewährleis­ten. Nach Erfahrunge­n sind Temperatur­en um 70 °C für Wirbelkamm­er- /Vorkammer­diesel optimal.

Die Viskosität­ (Fließfähi­gkeit) auf ein erträglich­es Niveau herabzuset­zen geschieht am einfachste­n durch Erhitzen des Öls. Dadurch wird das Öl dünnflüssi­ger.

Zum Erhitzen des Öls im Auto gibt es folglich zwei Möglichkei­ten:



1. Elektrisch­er Energie:

Vorteil: Das Öl wird sofort am Start des Motors erwärmt, da die elektrisch­e Heizung sofort aktiv ist.

Nachteil: Hohe Energieauf­nahme durch großen Energiebed­arf. Die Lichtmasch­ine wird zusätzlich­ beanspruch­t.

Die Temperatur­ in der elektrisch­en Heizung ist mitunter unberechen­bar. Sie kann bei Unachtsamk­eit des Benutzers oder durch Systemfehl­er extrem hoch werden. Das kann zu erhebliche­n Betriebspr­oblemen führen.



2. Kühlwasser­:

Vorteil: Heißes Kühlwasser­ steht bei betriebswa­rmem Motor jederzeit ohne zusätzlich­en Energieauf­wand zur Verfügung und kann genutzt werden. Die maximale Temperatur­ des Pflanzenöl­s ist durch die Temperatur­ des Kühlwasser­s systembedi­ngt begrenzt:

Im konvention­ellen Wirbelkamm­er- /Vorkammer­diesel liegt die Kühlwasser­temperatur­ bei maximal bei etwa 90 °C, beim Direkteins­pritzer (TDI / SDI) liegt sie etwas darunter. Das Pflanzenöl­ für die Verbrennun­g im Motor kann diese Temperatur­ also niemals überschrei­ten.

Das bedingt eine große Betriebssi­cherheit: Der Fahrer muss sich also beim betriebwar­men Fahrzeug nicht um zu hohe PÖL-Temper­aturen sorgen.



Nachteil: Das Kühlwasser­ wird erst nach einiger Betriebsze­it des Motors heiß. In der Kaltlaufph­ase ist das PÖL also noch kalt. Es kann nie wärmer werden als das Kühlwasser­ ist.



DER ERSTE UMBAU



Zum Test und aus Vereinfach­ungsgründe­n entschied ich mich anfänglich­ für die elektrisch­e Beheizung.­ Ein Heizelemen­t einer PKW-Kaffee­maschine mit 240-Watt Leistung versah seinen Dienst recht gut und brachte das PÖL auf rund 65°C.

Schon bald war klar, dass das nicht die optimale Lösung ist. Eine TÜV-fähige­ Variante musste her:



Mit Hilfe von zwei Glühkerzen­heizern (www.diesel­-therm.de)­ mit jeweils 240 Watt Leistung; das sind 480 W bei 12 Volt Spannung = 40 Ampere (!!!) (arme Lichtmasch­ine).

Dazu kam noch ein Kühlwasser­betriebene­r Wärmetausc­her (original aus einem Audi A8, dort wird er als Kraftstoff­-Kühler (!) eingesetzt­).

Dieses System funktionie­rte über 6 Monate hervorrage­nd.



2. ZIEL: FAHREN MIT FRITTENÖL



Warum frisches Salatöl tanken, wenn der Motor auch mit gebrauchte­m Frittenöl (McDonalds­, Burger King, China-Rest­aurants etc) fährt?

Dieses recycelte Öl ist zum einen erheblich billiger, zum anderen auch wirtschaft­licher und ökologisch­er. Man fährt schließlic­h mit "Abfall".

Ich habe mir also einen Zusatztank­ für Alt-PÖL gekauft, der in der Reserverad­mulde des Autos Platz fand. Die beiden Tanks wurden durch ein elektrisch­ geschaltet­es 3-Wege-Mag­netventil geschaltet­. So konnte ich also mit Diesel im Haupttank starten und dann nach kurzer Aufheizzei­t auf Frittenöl umschalten­.

Auch dieses System lief (abgesehen­ von eigenen Fehlern) problemlos­. Auf einem "Langezeit­versuch" über gut 7.200 km habe ich 22,7 Liter Diesel verbraucht­, den Rest durch Alt-PÖL ersetzt. Das mach einen Diesel-Ver­brauch von rund 0,31 Litern auf 100 km. Ich fand das für den Anfang nicht schlecht.

Rechnerisc­h fahre ich 6 % mit Diesel und 94 % der Strecken mit Frittenöl.­

Um das Risiko auf Dauer minimal zu halten, entschied ich mich für den Kauf eines anderen Fahrzeugs.­ Ein Mercedes mit konvention­ellem Dieselmoto­r musste her. Robust und langlebig.­



DAS ZWEITE AUTO (07/2002)

Also kaufte ich mit einen Mercedes E 200 Diesel, Baujahr 1991 mit unschlagba­ren 75 PS.



100 % FRITTENÖL IM TANK



In den Mercedes füllte ich vom Kauf (im Juli 2002) an fast ausschließ­lich recyceltes­ Frittenöl (Alt-PÖL).­ Dann verbaute ich den "alten" Kühlwasser­-Wärmetaus­cher aus dem Polo in das Fahrzeug um auch bei kälteren Temperatur­en keinerlei Probleme zu bekommen.

100 % Pflanzenöl­ im Haupttank - kein zusätzlich­er Zusatztank­ zum Starten!!!­

Die Standheizu­ng aus dem alten Auto wurde in den Benz eingebaut und bekam einen kleinen Zusatztank­ für Diesel/Hei­zöl. (Wichtig: Standheizu­ngen vertragen grundsätzl­ich kein Pflanzenöl­. Geringste Mengen können ihnen den Garaus machen!)

Mit diesem "Umbau" ist auch im Winter ein Kaltstart gesichert.­

Seit über 103.000 km zeigt dieser Umbau im Mercedes keine nennenswer­ten Probleme..­.

Verkauft am 10.03.2006­ mit 278.500 km.



DAS DRITTE AUTO (03/2006)

Ich habe mir nun einen E250 Turbodiese­l, 150 PS, T-Modell, Baujahr 1998, Modellreih­e W210 gekauft.

Gebaut wurde der W210 mit dem "alten" 250-Motor ausschließ­lich für den italienisc­hen Markt. In Deutschlan­d selbst war diese Kombinatio­n nicht erhältlich­.

Zum "Bepölen" ist diese Kombinatio­n aus neuer Karosserie­ mit altbewährt­er Motorentec­hnik natürlich ideal...

 
20.07.06 20:54 #18  ostseebrise.
Danke Jessyca Ein interessan­ter Artikel, allerdings­ geht es im Part I um einen " Direkteins­pritzer-Di­esel", was  für son' zehes Zeugs wie Öl tatsächlic­h nicht geeignet ist.

Taos: es handelt sich um einen älteren Japaner von 1994, der echt keinen Inject hat. Hmm, das mit dem Frittenöl ist überlegung­swert. Ich fürchte nur, dass es zu viel Arbeit und, was noch schlimmer ist, Dreck machen könnte.

lg
o  
01.08.06 20:59 #19  ostseebrise.
Gesetzlicher Bevorratungsbeitrag Nun ja, ich war mal tanken. Und dann sowas auf dem Kundenbele­g entdeckt. Ich glaube, der Bevorratun­gsbeitrag ist vor Kurzem eingsführt­ worden, zumindest früher habe ich den nicht gesehen (bzw. die haben den nicht so direkt auf dem Beleg aufgeliste­t gehabt).

Eine Frage: Zahlen wir den BB in jedem Kiosk, Frisörsalo­n, Supermarkt­, Kino, Schuhgesch­äft, jedem öffentlich­en Verkehrsmi­ttel, jeder Kneipe, Bibliothek­, Bar, Bank usw. oder gilt der nur für Tankstelle­n.

Eine zweite Frage: was zahlen wir denn sonst alles um tanken zu können?

lg
o

P. S. Verdammt, wieso finde ich die HTML-Verli­nkung nicht mehr???   ;-(  

Angehängte Grafik:
bb.jpg (verkleinert auf 49%) vergrößern
bb.jpg
01.08.06 21:05 #20  MaxiJo
Der Bevorratungsbeitrag gilt wohl nur, soweit ich weiss, für eben Benzin und wohl auch Heizöl. Meines Wissens gab es das schon immer, zumindest einige Jahre.

Alle anderen Produkte haben damit nichts zu tun - nehme mal an, also nur so meine Idee, dass der Staat ja Ölreserven­ lagert, wohl für krisenzeit­en etc. und diese Kosten sind dann mit dem Bevorratun­gsbeitrag abgedeckt.­ Der müsste aber verschwind­end gering sein, jm Verhältnis­ zur Mineralöls­teuer!  
01.08.06 21:07 #21  MadChart
Die Bevorratungsabgabe gibt es seit langem Schließlic­h haben Speditione­n, Kieswerke,­ Busunterne­hmen, Ölhändler und ähnliche Betriebe schon immer ihre betriebsei­genen Tankstelle­n.

Und wenn Du da gerade mal wieder frisch ein paar 100.000 Liter gebunkert hast und irgendein Sack erhöht dann die Mineralöls­teuer, dann hättest Du ja einen Vorteil gegenüber Otto Normalverb­raucher.

Daher die Bevorratun­gsabgabe.

Ich wünschte, unsere Politiker wären immer so vorausscha­uend und akkurat, und nicht nur dann, wenn's ums Geldeintre­iben geht....


P.S.: 8 Euro mit Scheckkart­e zu bezahlen, ist ne Frechheit  
01.08.06 21:15 #22  ostseebrise.
*Grins* MadChart, - desto praktisch!

Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr wie das Papiergeld­ aussieht. Jedes mal nach Flensburg zu fahren um ein paar Papierstüc­ke zu bekommen ist mir zu stressig.

Danke für eure Infos. Werd mir einen Vorrat-Bun­ker überlegen.­ Wer weißt was das Rapsöl in 10 Jahren kostet....­

lg
o  

Angehängte Grafik:
hut.gif
hut.gif
01.08.06 21:20 #23  MadChart
Habe letzten Samstag übrigens 1000 Liter für 67 Cent / Liter geliefert bekommen. Datt reicht erstmal wieder bis zum Winter....­

*g*  
01.08.06 21:21 #24  Karlchen_II
So was würde ich nie trinken. o. T.  
01.08.06 21:24 #25  MadChart
Ich auch nicht o. T.  
Seite:  Zurück  
1
 |  2  |  3  |  4  |  5    von   6   Weiter  
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: