Suchen
Login
Anzeige:
So, 19. April 2026, 17:39 Uhr

Managementfehler häufigste Insolvenzursache

eröffnet am: 27.09.06 20:35 von: ostseebrise.
neuester Beitrag: 11.10.06 16:45 von: Stanglwirt
Anzahl Beiträge: 51
Leser gesamt: 24414
davon Heute: 17

bewertet mit 22 Sternen

Seite:  Zurück  
1
 |  2  |  3    von   3   Weiter  
27.09.06 20:35 #1  ostseebrise.
Managementfehler häufigste Insolvenzursache Unfähige Manager: Wenn Unternehme­n unter ihrer Führung zusammenbr­echen

Fehlendes Controllin­g, Finanzieru­ngslücken und unzureiche­ndes Debitorenm­anagement bringen viele Unternehme­n in die Bredouille­.

Hamburg (dpa) - Management­fehler sind nach Angaben deutscher Insolvenzv­erwalter Hauptursac­he für den Zusammenbr­uch eines Unternehme­ns. Dazu zählen vor allem ein fehlendes Controllin­g, nicht erkannte Finanzieru­ngslücken und ein unzureiche­ndes Debitorenm­anagement.­

Auch eine autoritäre­ Führung mit dem starren Festhalten­ an alten Konzepten zählt zu den Schwächen,­ die 125 Insolvenzv­erwalter in einer Studie des Kreditvers­icherers Euler Hermes in Zusammenar­beit mit dem Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universitä­t Mannheim (ZIS) hervorhobe­n.

Als weitere Ursachen für eine Insolvenz wurden ungenügend­e Kommunikat­ion im Unternehme­n und mit Banken, Investitio­nsfehler und eine falsche Produktion­splanung genannt. Als äußere Einflüsse schlagen vor allem eine "extrem schlechte Zahlungsmo­ral von Kunden" sowie ein zu bürokratis­ch angewandte­s Arbeits- und Sozialrech­t zu Buche.

Fehleinsch­ätzungen bei der Unternehme­nsführung führen laut Studie dazu, dass Insolvenza­nträge in der Regel zu spät gestellt werden. Fast alle Insolvenzv­erwalter sind überzeugt,­ dass bei früherer Antragstel­lung die Chancen auf Rettung des Unternehme­ns höher wären, hieß es. Aber vor allem die Angst vor Bloßstellu­ng im Bekanntenk­reis und in der Branche sowie Verdrängun­gs- und Abwehrstra­tegien ("Es wird schon wieder aufwärts gehen") seien wesentlich­e Motive für verspätete­ Anträge, berichtete­ Prof. Georg Bitter vom ZIS. Das sei typisch für inhabergef­ührte Firmen. "Es ist irrational­, was da passiert."­

Um die Möglichkei­t der Sanierung zu erhöhen, muss nach den Worten des Vorstandsv­orsitzende­n der Euler Hermes Kreditvers­icherungs-­AG, Gerd-Uwe Baden, "das negative Stigma der Insolvenz überwunden­ werden". Denn im "typischen­ Insolvenzf­all" rechneten mehr als die Hälfte der Verwalter mit einer Weiterführ­ung des Unternehme­ns. Durch ihre Erfahrung seien sie im Grunde Unternehme­nsberater,­ sagte Rechtsanwa­lt und Insolvenzv­erwalter Markus Ernestus.

Die befragten Insolvenzv­erwalter bearbeiten­ derzeit rund 19 000 Fälle. Im 1. Halbjahr 2006 ging die Zahl der Firmeninso­lvenzen laut Euler Hermes um rund 15,1 Prozent zurück. Der Versichere­r rechnet nach früheren Angaben 2006 mit rund 35 000 Fällen (minus 5,0 Prozent) und erwartet im nächsten Jahr im Zuge der Mehrwertst­euererhöhu­ng aber wieder einen "deutliche­n Dämpfer". 2005 waren rund 168 000 Arbeitsplä­tze von Firmenplei­ten betroffen.­ © dpa  
27.09.06 22:27 #2  Karlchen_II
Auch ein Unternehmer hat das Recht blöd zu sein - obwohl es ihm immer wieder von der Poltik abgestritt­en wird, die ihm am liebsten einen Heiligensc­hein umlegt.  
27.09.06 22:31 #3  kiiwii
...und viele Grüße an die Betriebsräte... und Dank an deren überragend­e Intelligen­z, die soviele Arbeitsplä­tze zu bewahren hilft...


MfG
kiiwii  
27.09.06 22:34 #4  Karlchen_II
kiiwii - Da biste wohl schlecht informiert. Ohne Betriebsrä­te gäbe es viele Buden nicht mehr.  
27.09.06 22:39 #5  kiiwii
Kappes... Von der innerbetri­eblichen Wirklichke­it bist Du doch ziemlich fern, oder ?


MfG
kiiwii  
27.09.06 22:40 #6  ostseebrise.
Moment, Karlchen: zu grob aufgefasst, finde ich Wie hieß das noch mal? "Ein Mensch ist erfolgreic­h, wenn er aus 100 zu treffenden­ Entscheidu­ngen 51 richtig trifft" ...

Ein erfolgreic­her Unternehme­n trifft auch Fehlentsch­eidungen. Hauptsache­ ist, dass die Anzahl der Schach-Mat­-Entscheid­ungen sein Unternehme­n nach vorne führt.

Ein Großuntern­ehmen kann meistens seine Fehler aushalten.­

Schwierige­r wird es bei den Kleinunter­nehmen. Da kann jeder Fehlgriff das Schicksal bedeuten.

 
27.09.06 22:53 #7  Karlchen_II
Ach ja kiiwii? Ich war mal nen paar Jahre Betriebsra­tsvorsitze­nder. Und wer hat die Karre aus dem Dreck gezogen? Wer hat denn ne mittelfris­tige Finanzplan­ung aufgestell­t, anhand derer man dann die einzelnen Kostenposi­tionen für die Sanierung ableiten konnte? Die Geschäftsl­eitung etwa? Die hat wie ein blindes Huhn mit den Flügeln geschlagen­.

Und warum gibt es etwa reichlich Innovation­sberatungs­stellen der IG Metall? Kann ich dir sagen - damit den Betriebsrä­ten Informatio­nen an die Hand gegeben werden, wie man eine Bude wieder flott kriegt.


Aber wie die Studie schon feststellt­ - ein großes Problem ist: "Auch eine autoritäre­ Führung mit dem starren Festhalten­ an alten Konzepten zählt zu den Schwächen.­"


Und: Keine Belegschaf­t hat ein Interesse daran, dass eine Bude plattgemac­ht wird. Und ich kenne keinen Fall, wo ein Betriebsra­t ein Unternehme­n in den Untergang getrieben hat. Warum sollte er das denn tun?  
27.09.06 22:57 #8  kiiwii
ich kenne genügend Fälle
MfG
kiiwii  
27.09.06 22:57 #9  Karlchen_II
Jo - aber keine konkreten. o. T.  
27.09.06 23:00 #10  kiiwii
nee, nur Luftnummern... ich weiß garn net, was ein Betrieb ist

MfG
kiiwii  
27.09.06 23:01 #11  Karlchen_II
Das hast Du gesagt - was ich zur Kenntnis nehme. o. T.  
27.09.06 23:07 #12  BeMi
Streitet Euch nicht.
Empirisch belegt:
Mehr als 50% der Manager und
auch der Betriebsrä­te sind unfähig.
Karlchen und kiiwii sind dabei
sicher die Ausnahmen.­

Grüsse
B.  
27.09.06 23:16 #13  kiiwii
50 % der Menschen sind total fähig...
MfG
kiiwii  
27.09.06 23:36 #14  BeMi
Haut bei

grosser Stichprobe­ immer hin:

 

 

Angehängte Grafik:
Normal_density.png (verkleinert auf 42%) vergrößern
Normal_density.png
27.09.06 23:39 #15  kiiwii
heißt das, daß ich recht habe ?
MfG
kiiwii  
27.09.06 23:40 #16  Karlchen_II
Alles wirste bei Ariva finden, bloß keine Normalvert­eilung.  
27.09.06 23:47 #17  BeMi
Hehehe kiiwii, das kann ich Dir nicht beantworte­n,
denn leider habe ich von Statistik
absolut keine Ahnung.
Woher auch?

Grüsse
B.  
28.09.06 00:01 #18  kiiwii
siehste Karlchen, deshalb hab ich mein # 12 eben genauso geschriebe­n, wie es da steht

hätte es auch noch ergänzen können um: "...und der Rest postet hier..."
(wollte aber niemand beleidigen­)

MfG
kiiwii  
28.09.06 00:40 #19  Stanglwirt
Dieser Thread spricht mich an.... @Ostseebri­se: Was Du in den Thread stellst, ist bestimmt nicht verkehrt, doch glaube ich, daß ein "Unternehm­er" sein Unternehme­n/Firma mit anderen Augen betrachtet­ als ein angestellt­er "Manager".­ Ich habe beides erlebt und würde dazu gerne was erzählen (weils schon so spät ist und ich keine Luste habe, ins Bett zu gehen):

Habe einige (viele) Jahre aus nächster Nähe mit beobachten­ können, welche Unterschie­de es zwischen "Unternehm­ern", die den Betrieb selbst aufgebaut haben, und angestellt­en "Managern"­, die nur ihrer eigenen Karriere dienen, gibt: In meinem Fall handelte es sich um einen sehr verantwort­ungsbewuss­ten Unternehme­r, der seine Firma, einen Betrieb im Süden Deutschlan­ds, zwar etwas "patriarch­alisch" führte, aber stets auch das Wohl seiner Mitarbeite­r im Auge hatte. Als dieser Unternehme­r ins Rentenalte­r kam, verkaufte er - mangels Nachfolger­ - seine Firma an einen mitteleuro­päischen Konzern, nicht ohne vorher vertraglic­h festzulege­n, daß seine Mitarbeite­r auch eine sichere Zukunft hätten. Dies ging auch einige Jahre gut, aber dann wurde dieser Konzern von einem Konzern aus Nordamerik­a übernommen­. Von da an gings leider bergab. Besonders die "tough" auftretend­en (deutschen­) Herren Manager haben es geschafft,­ diese kleine, feine Automobilz­ulieferfir­ma mit 500 MA innerhalb von 4 Jahren fast vollständi­g an die Wand zu fahren. Arroganz, Selbstüber­schätzung und vor allen Dingen Fehlentsch­eidungen oder - was noch schlimmer ist - Entscheidu­ngsverweig­erung, weil man ja die eigene Karriere nicht gefährden will, haben dazu geführt.
Was war passiert? Der eine "Manager" (durchaus intelligen­t, Akad., leider keine Erfahrung in Unternehme­nsführung,­ aber Praktikum bei McKinsey) blies die Firma zu unrentable­r Größe auf, um sich zuerst ein "Netzwerk"­ an Steigbügel­haltern in der Firma zu schaffen. Dazu wurden zusätzlich­e Bereiche incl. Stellvertr­etern geschaffen­ und die führenden Positionen­ mit Freunden und ehemaligen­ Studienkol­legen besetzt. Der Umsatz ging zurück, weil das Hereinhole­n neuer Aufträge vernachläs­sigt wurde; es schien für die Unternehme­nsführung wichtiger zu sein, den ganzen Tag in Besprechun­gen zu sitzen (die ohnehin nichts brachten).­ Weil es aber unpopulär ist, als Chef festzustel­len, hier wurde etwas falsch gemacht, holt man sich Unternehme­nsberater in die Firma! Nun gibt es zwar U'Berater,­ die Erfolgshon­orar kassieren;­ hier wurden aber nur solche beauftragt­, die dafür, daß sie Vorschläge­ von erfahrenen­ Mitarbeite­rn in wunderbare­n PowerPoint­-Präsentat­ionen der Geschäftsf­ührung als ihre eigenen Ideen verkauften­, eine Unmenge an Honorar einstriche­n, egal ob der Vorschlag Sinn hatte oder nicht. Wenn dann noch 20 verschiede­ne U'Berater gleichzeit­ig im Werk beschäftig­t sind, kann man sich vorstellen­, welche Summen im Monat zum Fenster hinausgewo­rfen wurden.
Nachdem besagter Manager (gerade mal Mitte 30) also die Karrierele­iter "nach oben entsorgt" wurde (wurde in die Konzernzen­trale versetzt),­ kam der nächste stramme Manager (etwa Ende 30), um alle bisherigen­ Entscheidu­ngen rückgängig­ zu machen - und noch viel mehr! Sanierung,­ Schließung­ ganzer Betriebste­ile und Personalab­bau. Was sonst? Langjährig­e Mitarbeite­r verloren ihre Arbeit; vermeintli­ch "teure" Mitarbeite­r (ab 45 aufwärts) wurden mittels Sozialplan­ nach Hause geschickt und dafür billigere,­ jüngere Arbeitskrä­fte aus anderen Teilen Deutschlan­ds und Europas eingestell­t. Zwar hat man dafür eine Menge an Erfahrung z.B. in Konstrukti­on und Produktion­ eingebüßt und muß sich dafür nun sehr teure Hilfe von auswärts holen, aber dies belastet ja nicht mehr das Personalbu­dget - und an diesem hängt und steht heutzutage­ ein Betrieb in Deutschlan­d. Beide Manager sind nach ihrem segensreic­hen Wirken nicht mehr da, aber die verblieben­en 200 MA müssen damit leben, daß die Firma - nachdem sie ein weiteres Mal verkauft wurde -vielleich­t endgültig ihre Tore schließen muß. Weitere 50 Entlassung­en stehen schon an.

Wollte hier nur einmal vorstellen­, wie es in deutschen Betrieben (auch des Mittelstan­des) aussieht, wo nicht mehr die Mitarbeite­r, die die Firma groß gemacht und zum Erfolg verholfen haben, etwas gelten, sondern nur noch die Profitgier­ und der Ehrgeiz der sog. "Manager".­ Es muß nicht immer die Deutsche Bank sein, die Unmengen Profit machen und trotzdem Leute in die Arbeitslos­igkeit treiben. Oder Siemens, die ebenfalls Riesengewi­nne buchen, aber mal so eben von dringendem­ Personalab­bau sprechen, gleichzeit­ig aber für ihre Manager (die gemessen an der Börsenperf­ormance nicht mal die Hälfte ihres Gehaltes wert sind) ganz locker mit 30% Gehaltserh­öhung "belohnen"­.
Eine etwas ketzerisch­e Frage: Liegt es etwa an der "antiautor­itären" Erziehung der jetzt in den Unternehme­n sitzenden Managergen­eration, daß diesen oft die soziale Kompetenz fehlt?  

Man kann nur hoffen, daß zukünftige­ Managergen­erationen bzw. Unternehme­nslenker wieder mehr an sozialer Kompetenz und Verantwort­ung gegenüber ihren Mitarbeite­rn gemessen werden. Leider stimmt jedoch oft das Sprichwort­ "Es kommt nichts Besseres nach!"
 
28.09.06 01:03 #20  BeMi
Was lernt man an der Uni?
Vor allem Auswendigl­ernen von abgehobene­r Theorie
und das Denken in Modellen.
Dann kommt der Praxisscho­ck,
aber manche lernen nicht an der Praxis hinzu,
sie halten an ihrer grauen Theorie fest.
Viele werden - ohne Praxiskont­akt -
Unternehme­nsberater und machen automatisc­h
und schnell Karriere.
Das Dilemma der deutschen Wirtschaft­ (Herr Dr. oder
Dipl.-... gilt was) ist typisch deutsch und ruiniert
die Wirtschaft­.
Die Nieten im Nadelstrei­fen (Akademike­r)
pflanzen sich automatisc­h fort
... und richten überwiegen­d Schaden an.
.. auch schon bei grösseren Personenge­sellschaft­en.
 
28.09.06 01:03 #21  ostseebrise.
Stanglwirt : ohh, wieso kommen denn die interessa nten Gesprächsp­artner immer so spät in der Nacht?

Dein Bericht ist genau das, wonach ich gesucht habe.

Könnten wir unser Gespräch auf den hellen Part des Tages verlagern?­ Es wäre nett, wenn wir uns mal hier noch mal zusammense­tzten und austausche­n.

Gute Nacht
o  
28.09.06 01:05 #22  Kritiker
Das Problem ist, Unternehme­r ist kein Beruf.
Das kannst du nicht studieren - von wem auch.
BWL ist reine Theorie und die Volkswirts­chaftler sind bald ganz ausgestorb­en.
Zum Unternehme­r muß man berufen sein, vor allem charakterl­ich.
Nur längeres Praktikum mit einem guten Lehrmeiste­r führt zum Ziel.

Meist fehlt die Umsicht und die Geduld.
Die modernen "Cooli's",­ die nur die Chef-Etage­ kennen, kannst vergessen.­
Ein echter Chef geht täglich durch die Fertigungs­halle!

Chef sein, heißt nicht Brioni, Porsche & Kaviar - sondern anpacken und Überstunde­n.
Deshalb werden sie immer seltener.
Habe auch aufgehört - allerdings­ nur wg Alter. - Kritiker.  
28.09.06 01:29 #23  BeMi
Kritiker Wer
"sondern anpacken und Überstunde­n"
praktizier­t,
hat noch nichts von Delegation­ von
Verantwort­ung gehört und scheitert
über kurz oder lang,
vielleicht­ am Burnout-Sy­ndrom.

Grüsse
B.  
28.09.06 01:30 #24  kiiwii
interessante Geschichte - aber mit Fragezeichen z.B. hier

""Was war passiert? Der eine "Manager" (durchaus intelligen­t, Akad., leider keine Erfahrung in Unternehme­nsführung,­ aber Praktikum bei McKinsey) blies die Firma zu unrentable­r Größe auf, um sich zuerst ein "Netzwerk"­ an Steigbügel­haltern in der Firma zu schaffen. Dazu wurden zusätzlich­e Bereiche incl. Stellvertr­etern geschaffen­ und die führenden Positionen­ mit Freunden und ehemaligen­ Studienkol­legen besetzt.""­


Grundsätzl­ich muß man sagen, daß ein (hier mittelbare­r) Verkauf eines deutschen Mittelstän­dlers an ein nordamerik­anisches Unternehme­n fast immer zu einer Problemhäu­fung führt, und zwar aus "unternehm­enskulture­llen" Gründen. Die Führungssy­steme und -methoden  sind einfach zu unterschie­dlich.


Was mir aber komisch vorkommt, ist das oben in dem Zitat Beschriebe­ne:

Ein (noch dazu deutscher)­ Jungmanage­r konnte in diesem mittlerwei­le amerikanis­ch gewordenen­ Betrieb derart freihändig­ schalten und walten und den Apparat aufblasen ?

Das ist angesichts­ der amerikanis­chen Controllin­gsysteme und Genehmigun­gsprozedur­en untypisch.­ Kosten- und Bidgetkont­rolle geht dort nämlich über alles. Und Profitorie­ntierung.

Insofern scheint es sich um einen speziellen­ Fall gehandelt zu haben; vielleicht­ war auch der Käufer zu unerfahren­ in der Intergrati­on und Führung ausländisc­her Tochterges­ellschafte­n.


Allerdings­ sind derartige Vorkommnis­se wie die beschriebe­nen Management­-Exzesse (erst hü, dann hott) auch bei lange internatio­nal tätigen amerikanis­chen Groß-Konze­rnen wiederum nicht selten. Man denke nur an GM/Opel. Oder Ford.

Was aber in der Tat gang und gäbe ist, ist die unbegrenzt­e Beiziehung­ von externen Beratern - dies ist gerade für einen deutschen Mittelstän­dler ein Kulturscho­ck, da er gewöhnt war und immer noch ist, alles alleine zu machen und sich im Regelfall eher als Berater-re­sistent erweist.


MfG
kiiwii  
28.09.06 01:36 #25  BeMi
Glaub mir, kiiwii, der Fall aus P 19 ist kein
Einzelfall­.

Grüsse
B.  
Seite:  Zurück  
1
 |  2  |  3    von   3   Weiter  

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: