Putin will leben und nicht sterben
12.02.15 11:14
#1
Eichi
Putin will leben und nicht sterben
Das scheinen viele im Westen und vor allem in Deutschland, noch nicht begriffen zu haben.
Die Menschen in Moskau gehen pleite, viele haben $-Kredite (vor allem bei Immobilien und Eigentumswohnungen) laufen und können diese nicht mehr bedienen. Auch die allgemeine Teuerung, sogar bei Lebensmittel (Käse kostet jetzt 150 statt 90 Rubel), fällt auf. Auf dem Lande (in der Landwirtschaft bei den selbständigen Bauern), spürt man auch langsam den Wertverlust der Produkte, die Menschen können sich das auf Dauer nicht leisten. Urlaub im Westen (ein Trader aus Moskau mit Freundin, machte zuletzt in Barcelona Erholung), das ist vorbei.
Die Menschen in Moskau gehen pleite, viele haben $-Kredite (vor allem bei Immobilien und Eigentumswohnungen) laufen und können diese nicht mehr bedienen. Auch die allgemeine Teuerung, sogar bei Lebensmittel (Käse kostet jetzt 150 statt 90 Rubel), fällt auf. Auf dem Lande (in der Landwirtschaft bei den selbständigen Bauern), spürt man auch langsam den Wertverlust der Produkte, die Menschen können sich das auf Dauer nicht leisten. Urlaub im Westen (ein Trader aus Moskau mit Freundin, machte zuletzt in Barcelona Erholung), das ist vorbei.
12.02.15 11:20
#2
Thomastradamus
Putin wird so oder so (über)leben...und das nicht
schlecht.
Das was in dem großen Abschnitt bei Dir steht hat für ihn leider keine Prio.
Übrigens generell Fremdwährungs-Kredite, z,B. auch in EUR.
Das was in dem großen Abschnitt bei Dir steht hat für ihn leider keine Prio.
Übrigens generell Fremdwährungs-Kredite, z,B. auch in EUR.
12.02.15 17:38
#3
Eichi
Auf jeden Fall war er gesprächsbereit
und ist für den Frieden, weil er eben ein richtiger Mensch ist und keiner, dem das Leid anderer egal ist.
12.02.15 17:44
#4
Tony Ford
#3...
Das Problem was Putin hat ist ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Wenn er z.B. sagt, dass er seine Truppen von der ukrainischen Grenze abziehen wird, tatsächlich aber nix passiert, dann ist er nicht glaubwürdig.
Der Westen lässt sich nunmal nicht vom Herrn Putin durch den Nasenring ziehen.
Wenn er z.B. sagt, dass er seine Truppen von der ukrainischen Grenze abziehen wird, tatsächlich aber nix passiert, dann ist er nicht glaubwürdig.
Der Westen lässt sich nunmal nicht vom Herrn Putin durch den Nasenring ziehen.
12.02.15 17:51
#5
Thomastradamus
Putin kann verhandeln was er will, es wird immer
jemanden geben, der das Ergebnis sabotiert - in Absprache mit ihm oder auch nicht. Das weiß Putin und da es ihm in jedem Fall in die Karten spielt, macht er diese Shows eben mit.
Daraus abzuleiten, er sei "ein richtiger Mensch" halte ich für naiv. Er kann leicht vorgeben, für den Frieden zu sein. Aber entweder hat er keine Handhabe über die Ost-Ukraine bzw. die Separatisten dort (schlecht) oder es liegt generell überhaupt nicht in seinem Interesse, aktiv zu werden (genauso schlecht).
Daraus abzuleiten, er sei "ein richtiger Mensch" halte ich für naiv. Er kann leicht vorgeben, für den Frieden zu sein. Aber entweder hat er keine Handhabe über die Ost-Ukraine bzw. die Separatisten dort (schlecht) oder es liegt generell überhaupt nicht in seinem Interesse, aktiv zu werden (genauso schlecht).
12.02.15 17:56
#6
Harald9
was habt ihr nur alle gegen Putin ?
ist schon makaber, wie sie zusammenhocken, Mutti, Franzmann und barak, Kriegsrechtbefürworter Schoko und mit ihren Fingern auf den Russen zeigen und ihn mit Sanktionen zu strafen
wieso ???
ist schon makaber, wie sie zusammenhocken, Mutti, Franzmann und barak, Kriegsrechtbefürworter Schoko und mit ihren Fingern auf den Russen zeigen und ihn mit Sanktionen zu strafen
wieso ???
12.02.15 18:02
#7
Tony Ford
#5...
zumindest scheinen sie Seperatisten die die Grenzen im Osten kontrollieren, Russland derartig abgeneigt zu sein, dass sie Russland bedingungslos den Grenzübergang gewähren.
Ne ne, wenn Putin wollte, könnte er Einfluss auf die Seperatisten nehmen, daher denke ich eher trifft Zweites zu, dass es generell nicht in seinem Interesse liegt, die Seperatisten bändigen zu wollen.
Andererseits muss man aber auch mal gesagt haben, dass seitens des Westens das Interesse auf Frieden nicht so groß ist, dass sie den wildgewordenen Milizien seitens der Ukraine ebenfalls nicht Einhalt gebieten.
Wiederum wenn man beide Seiten betrachtet, so ist es die Ostrukraine, welche Schritt für Schritt Stadt für Stadt und Region für Region erobert und sein Gebiet erweitert, entgegen aller Vereinbarungen letzten Herbst.
Dass das ukrainische Militär dabei nicht zuschaut, wie die Seperatisten Gebiet für Gebiet erobern ist normal, würde das Militär die Waffen niederlegen, so wären die Seperatisten binnen kürzester Zeit vor den Türen Kiews.
Ne ne, wenn Putin wollte, könnte er Einfluss auf die Seperatisten nehmen, daher denke ich eher trifft Zweites zu, dass es generell nicht in seinem Interesse liegt, die Seperatisten bändigen zu wollen.
Andererseits muss man aber auch mal gesagt haben, dass seitens des Westens das Interesse auf Frieden nicht so groß ist, dass sie den wildgewordenen Milizien seitens der Ukraine ebenfalls nicht Einhalt gebieten.
Wiederum wenn man beide Seiten betrachtet, so ist es die Ostrukraine, welche Schritt für Schritt Stadt für Stadt und Region für Region erobert und sein Gebiet erweitert, entgegen aller Vereinbarungen letzten Herbst.
Dass das ukrainische Militär dabei nicht zuschaut, wie die Seperatisten Gebiet für Gebiet erobern ist normal, würde das Militär die Waffen niederlegen, so wären die Seperatisten binnen kürzester Zeit vor den Türen Kiews.
12.02.15 18:19
#8
Thomastradamus
Deswegen kommt der Westen aus der Nummer
nicht raus, solange die offizielle Abspaltung "Neurusslands" von der Ukraine nicht zur Verhandlung steht.
Aus ukrainischer Sicht ist es (wie überall) sicherlich schwer bis unmöglich, sich von einem Landesteil zu trennen, weil immer im Raum steht, Schwäche zu zeigen.
Was wäre aber nun, wenn dies dennoch geschieht, die "Rest-"Ukraine anschließend in die EU und in die Nato aufgenommen zu werden droht?
Aus ukrainischer Sicht ist es (wie überall) sicherlich schwer bis unmöglich, sich von einem Landesteil zu trennen, weil immer im Raum steht, Schwäche zu zeigen.
Was wäre aber nun, wenn dies dennoch geschieht, die "Rest-"Ukraine anschließend in die EU und in die Nato aufgenommen zu werden droht?
12.02.15 19:29
#9
kiiwii
Daß man Putin ne Hand reicht zum Völkerrechtsbruch
ja, zu einem Angriffskrieg und zu Gebiets-Annektionen in der Ostukraine und nat. der Krim -- das ist eine Katastrophe. Staatliche Souveränität ist nur noch einen Dreck wert, genau wie alle Garantien, die man gegeben hat, in Budapest etwa...
Das wird sich rächen, im Baltikum und auf dem Balkan, und zwar bald. Und dann stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da.
Das wird sich rächen, im Baltikum und auf dem Balkan, und zwar bald. Und dann stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da.
12.02.15 19:33
#10
satyr
He soll er es doch haben das ganze Baltikum
und wegen mir Mcpomm oberdrauf.Das würde mir am Arsch vorbeigehen.
12.02.15 19:34
#11
Rasenmähen
Erst soll er mal Griechenland mit Krediten
bedienen, die geben ihm den Rest und wir haben Ruh ;o)
12.02.15 19:42
#12
hokai
Kiiwii, und wenn sich die Grenzen
Russlands etwas Richtung Westen verschieben??
How cares, hat es in der Geschichte immer gegeben, Völkerwanderungen sind nix neues und grundsätzlich ungesundes.
der letzte Satz in #8 klingt doch ganz vernünftig
Weg zurück zu alten Grenzen wird schwerlich möglich sein, wäre ewige konflikregion, Realpolitik ist alle mal besser als Grundsatz beharren ohne Chance auf Resultate.
How cares, hat es in der Geschichte immer gegeben, Völkerwanderungen sind nix neues und grundsätzlich ungesundes.
der letzte Satz in #8 klingt doch ganz vernünftig
Weg zurück zu alten Grenzen wird schwerlich möglich sein, wäre ewige konflikregion, Realpolitik ist alle mal besser als Grundsatz beharren ohne Chance auf Resultate.
12.02.15 21:56
#13
kiiwii
und wenn wir unsere Grenzen mal wieder etwas Rich-
tung Osten verschieben (wo sie ja mal waren...) ? Was dann ??
Dann wär das Geschrei aber groß
Dann wär das Geschrei aber groß
12.02.15 22:19
#16
Tony Ford
so ist es...
die Unabhängigkeit der Ostukraine wird man so oder so nicht mehr rückgängig machen können, insofern sollte man dies auch akzeptieren, sollte dadurch Frieden möglich werden.
12.02.15 22:22
#17
Juto
yo
was sollte passieren,
dass die ukraine den ostteil wiederbekommt?
der drops ist gelutscht.
so tief wird putin nicht sinken wollen.
dass die ukraine den ostteil wiederbekommt?
der drops ist gelutscht.
so tief wird putin nicht sinken wollen.
12.02.15 22:35
#18
potzzzblitz
Wer hat die USA und GB sanktioniert, als sie in
den Irak einfielen?
Wer hat Deutschland sanktioniert, als es in den Kosovo und Afghanistan einfiel?
Wer hat Frankreich, GB, USA und Kanada und die NATO-Kriegsführung in Libyen sanktioniert, die unter nachweislich falschen Behauptungen begangen wurde?
Es gibt zahllose Verletzungen von Anstand und Völkerrecht durch den Westen. Und noch immer glauben manche hier, sie hätten noch einen Hauch von Glaubwürdigkeit gegenüber Politikern wie Putin. Der hat ganz genau verstanden, wie das Spiel läuft.
Wer hat Deutschland sanktioniert, als es in den Kosovo und Afghanistan einfiel?
Wer hat Frankreich, GB, USA und Kanada und die NATO-Kriegsführung in Libyen sanktioniert, die unter nachweislich falschen Behauptungen begangen wurde?
Es gibt zahllose Verletzungen von Anstand und Völkerrecht durch den Westen. Und noch immer glauben manche hier, sie hätten noch einen Hauch von Glaubwürdigkeit gegenüber Politikern wie Putin. Der hat ganz genau verstanden, wie das Spiel läuft.
12.02.15 23:00
#20
exquisit
nö, aber rechtswirdig und durch Überfall ungleich
mehr Tote produziert (ne Million? - [1 000 000]). Wobei Russland in der Ukraine bis jetzt nicht einen einzigen ermordet hat.
12.02.15 23:02
#21
HMKaczmarek
Nein @ Kiiwii #19
...lediglich zurück in die Steinzeit gebombt!!!
Aber scheint ja nicht so schlimm für dich...
Oder frag mal in Libyen nach, das Volk dort ist bestimmt dankbar für den
Friedenseinsatz und die jetzigen Verhältnisse dort...
Aber scheint ja nicht so schlimm für dich...
Oder frag mal in Libyen nach, das Volk dort ist bestimmt dankbar für den
Friedenseinsatz und die jetzigen Verhältnisse dort...
12.02.15 23:12
#22
exquisit
#19 - sie hätten es aber getan (Irak annektiert)
in Irak soviele amis gelebt hätten wie es Russen auf der Krim gibt (prozentual)
12.02.15 23:20
#24
potzzzblitz
1991 lösten sich die Krim und Sevastopol mit
54,19% respektive 57,07% von allen abgegebenen Stimmen von der Sowjetunion ab.
Gewählt haben jedoch nur 60% aller Wahlberechtigten, was zu einer Quote von 37% bzw. 40% Zustimmung zur Abspaltung der beiden Entitäten führt.
https://en.wikipedia.org/wiki/...ependence_referendum,_1991#By_region
Wenn man sich die Wahlergebnisse anschaut, sieht man den deutlichen Kontrast zu anderen Oblasten, die eine weitaus größere Zustimmung gaben.
Die damalige Abspaltung führte die Krim in eine Autonomie, die politisch ohne Zustimmung der Bevölkerung teilweise rückgängig gemacht wurde, indem die Verbundenheit zur Ukraine festgelegt wurde.
Soweit ich es sehe, wurde nie abgestimmt, ob die Krim zur Ukraine gehören will.
Gewählt haben jedoch nur 60% aller Wahlberechtigten, was zu einer Quote von 37% bzw. 40% Zustimmung zur Abspaltung der beiden Entitäten führt.
https://en.wikipedia.org/wiki/...ependence_referendum,_1991#By_region
Wenn man sich die Wahlergebnisse anschaut, sieht man den deutlichen Kontrast zu anderen Oblasten, die eine weitaus größere Zustimmung gaben.
Die damalige Abspaltung führte die Krim in eine Autonomie, die politisch ohne Zustimmung der Bevölkerung teilweise rückgängig gemacht wurde, indem die Verbundenheit zur Ukraine festgelegt wurde.
Soweit ich es sehe, wurde nie abgestimmt, ob die Krim zur Ukraine gehören will.
12.02.15 23:23
#25
potzzzblitz
Schon 1991 wurde die Unabhängigkeit der Krim
bekämpft:
"Anfangs konnte Kiew die Herrschaft über die Krim nur mühsam durchsetzen. Lediglich mit erheblichem politischem Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 das Gebiet zur Autonomen Republik Krim innerhalb des ukrainischen Staates erklärt. Sie erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. In der Verfassung der Autonomen Republik Krim von 1998 sind Ukrainisch, Russisch und Krimtatarisch als Sprachen festgelegt."
https://de.wikipedia.org/wiki/...s_Teil_der_unabh.C3.A4ngigen_Ukraine
"Anfangs konnte Kiew die Herrschaft über die Krim nur mühsam durchsetzen. Lediglich mit erheblichem politischem Druck konnte ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim verhindert werden. Als Kompromiss wurde 1992 das Gebiet zur Autonomen Republik Krim innerhalb des ukrainischen Staates erklärt. Sie erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. In der Verfassung der Autonomen Republik Krim von 1998 sind Ukrainisch, Russisch und Krimtatarisch als Sprachen festgelegt."
https://de.wikipedia.org/wiki/...s_Teil_der_unabh.C3.A4ngigen_Ukraine
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