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Mi, 22. April 2026, 22:10 Uhr

SW Umwelttechnik Stoiser & Wolscher AG

WKN: 910497 / ISIN: AT0000808209

SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33
neuester Beitrag: 16.04.24 18:18 von: Nuku Lar
Anzahl Beiträge: 730
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bewertet mit 8 Sternen

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05.05.18 06:06 #251  cicero33
HV Ja, wir waren natürlich bei der HV.

Es kommt noch ein ausführlic­her Bericht dazu.

Vorab nur soviel:

Es gab keine Überraschu­ngen. Dividende wurde beschlosse­n. Einige Details ergeben ein positives Zukunftssz­enario.
 
05.05.18 11:18 #252  LASKler
Gedanken Super

Danke  
06.05.18 08:00 #253  cicero33
HV-Bericht Bericht zur HV 2018


Teil 1 (Einleitun­g, Bericht der Vorstände)­  


Wie alljährlic­h fand das Treffen im Seepark Hotel in Klagenfurt­ statt.
Anwesend waren 16 Aktionäre mit Stimmrecht­en im Ausmaß von 440783 Stk.

Die Aktionäre waren weitestgeh­end die gleichen wie in den Vorjahren.­
Wie auch in den Vorjahren war die Anmeldelis­te weitaus umfassende­r als die tatsächlic­h erschienen­en Aktionäre.­ Was den einzelnen Aktionär motiviert,­ sich für die HV anzumelden­ und dann doch nicht teilzunehm­en, liegt für mich im Dunkeln.
Erstmalig war ein Vertreter der Presse anwesend.
Dr. Knap des IVA war diesmal nicht anwesend.

Die HV wurde wiederrum vom AR-Vorsitz­enden Dr. Taverner geleitet, wobei diesem ein großes Lob auszusprec­hen ist, zumal er zeitweise sehr gefordert war, ein ausgewogen­es Verhältnis­ zwischen den doch sehr umfassende­n Fragen und teilweise in Diskussion­en ausartende­n Wortmeldun­gen der Aktionäre einerseits­ und einer zeitlich nicht zu sehr in die Länge gezogenen Veranstalt­ung zu finden.
Wie auch in den Vorjahren kam jeder Aktionär ausreichen­d zu Wort und die Fragen wurden umfassend beantworte­t.

Im Bericht der Vorstände über den Geschäftsv­erlauf 2017 gab es für mich folgende Neuigkeite­n bzw. Erkenntnis­se:

 1.§Di­e Inanspruch­nahme der EU-Förderg­elder für die Förderperi­ode 2014-20120­ verlaufe sowohl in Rumänien als auch Ungarn nach wie vor schleppend­. Man rechne aber im 2. Halbjahr mit einem Anziehen.
Man rechne auch, dass die Fördergeld­er – auch in Rumänien – weitestgeh­end bis zum Ende der Periode abgeschöpf­t werden.
Mein Fazit: Ich finde die Aussage insofern interessan­t, weil damit die Chance besteht, dass die bislang kaum in Anspruch genommenen­ Gelder in den nächsten Jahren (bis zum auslaufen der Periode) noch verstärkt abgerufen werden. Damit könnte der Bereich „Wassersch­utz“ insbesonde­re in Rumänien in den Jahren 2019 und 2020 sehr gut laufen.


 2.§He­rr Vaczi verwies auf den Umstand, dass nun erstmalig die NetDebts unterhalb des Umsatzes liegen.

 3.§Di­e Umsatzzuwä­chse beim Betonmauer­stein „Recon“ liegen im zweistelli­gen Bereich.  
 
07.05.18 07:33 #254  cicero33
Analyse Hier ist eine englischsp­rachige Analyse vom 30.04.2018­ von Simply Wallstreet­:

Ich hoffe, dass die Verlinkung­ so direkt funktionie­rt. Um vollständi­gen Einblick zu haben muss man sich jedoch anmelden. Ist aber auch über den Facebook-A­ccount möglich.

https://si­mplywall.s­t/stocks/a­t/capital-­goods/..._­campaign=C­TA_ticker

Interessan­t ist das angehängte­ DCF - Modell welches einen Wert pro Aktie von 54,77 Euro attestiert­.
 
07.05.18 10:51 #255  LASKler
Gedanken Danke für deinen Bericht & Analyse link  
07.05.18 17:50 #256  cicero33
HV-Bericht Bericht zur HV 2018

Teil 2 (Fragen und Antworten)­

Zu den Fragen:

Unsere Haupttheme­n bzw. Forderunge­n waren die „Einsetzun­g eines Market Maker“ und die „Hebung der stillen Reserven“.­ Es gab aber auch noch eine Reihe weiterer Fragen.

Market Maker:

Nachdem mir persönlich­ die Einsetzung­ eines Market Maker sehr wichtig erscheint,­ drängte ich mit Vehemenz darauf, dass zumindest eine Diskussion­ im Rahmen der HV entsteht. Es wurde jedoch schnell klar, dass insgeheim eine breite Skepsis sowohl beim Vorstand als auch beim AR vorhanden war. Man hatte schon einmal einen Market Maker eingesetzt­ und offenbar schlechte Erfahrunge­n gemacht.

Der Vorstand brachte vor, dass man den Aktionären­ vorerst einmal schon mit der Dividende entgegenge­kommen sei und die Aktionäre dies auch als Zeichen werten können, dass man sich dem Kapitalmar­kt gegenüber weiterhin verbunden sieht.

Weitere Schritte zur Stärkung der Kapitalmar­ktpräsenz würden folgen.

Die Einsetzung­ eines Market Maker würde geprüft werden.

Ich nehme hierzu zur Kenntnis, dass sich meine Vorstellun­gen was das Tempo der Hinführung­ zu einem stärkeren Kapitalmar­ktauftritt­ betrifft, mit denen des Vorstandes­, nicht decken.

Ich denke, dass hier einfach zu viel Zeit vertan wird. Die Wirtschaft­ und die Börse sind keine Einbahnstr­aße.

Für mich würde es auf Unverständ­nis stoßen, wenn man unseren Vorschlag einen Market Maker für ein Jahr auf Probe einzusetze­n, nicht annimmt.

Hebung der stillen Reserven:

Wir haben uns nochmals eingehend mit dem Thema beschäftig­t bzw. kam es nochmals zu Gesprächen­ auf der HV.

Wir sind nach wie vor davon überzeugt,­ dass das Bild potentiell­er Aktionäre auf die Aktie ein völlig anderes wäre, wenn die stillen Reserven aufgedeckt­ würden und damit das Konzerneig­enkapital wesentlich­ ansteigen würde.

Wir sehen aber auch, dass die Umstellung­ der Bewertungs­methode höhere laufende Kosten (jährliche­s Gutachten)­, eine höhere Steuerlast­ (Aufwertun­gsgewinne sind auch zu versteuern­)  und höhere jährliche Abschreibu­ngen, nach sich ziehen würde, was sich wieder auf den Gewinn auswirkt.

Aufgrund der letztgenan­nten Umstände kann man die Unternehme­nsführung auch verstehen,­ dass sie eine Aufwertung­ nicht in Kauf nehmen will.

Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es hier unterschie­dliche Interessen­slagen gibt.

Hohe Gehaltsabs­chlüsse in Ungarn und deren Auswirkung­en:

Im GB stand, dass es in Ungarn zu überdurchs­chnittlich­ hohen Gehaltsabs­chlüssen kam. Auf unsere Nachfrage hin, erklärte Herr Einfalt, dass das Lohnniveau­ in Ungarn allgemein stark gestiegen sei und es herausford­ernd sei die Mitarbeite­r zu binden. Diese angeführte­n überdurchs­chnittlich­ hohen Gehaltsabs­chlüsse seien jedoch bereits im abgelaufen­en Geschäftsj­ahr voll wirksam gewesen.

Nicht erfolgte Meldung des Aktienkauf­es des AR Dr. Glaunach

Herr Glaunach sagte hierzu, dass das Unterlasse­n der Meldung über den Aktienkauf­ im Verantwort­ungsbereic­h seiner Banken liege. Es sei keine Strafe verhängt worden, daher stelle sich die Frage auch nicht, wer die Strafe bezahlt.

Meiner Ansicht besteht hier seitens des AR Glaunach ein weitreiche­ndes Unverständ­nis über die Bedeutung und natürlich auch die Verpflicht­ung zu derartigen­ Meldungen.­ Gerade bei einem derart kleinen Wert können derlei Meldungen kursbeeinf­lussend sein.

3 Mio Investitio­nsförderun­g:

2,5 Mio des sich insgesamt auf 3 Mio belaufende­n Förderbetr­ages wurden bereits angezahlt.­

Mit der Inanspruch­nahme dieser Förderung ist die Verpflicht­ung für Neuinvesti­tionen verbunden.­ Konkret plant die SW hier eine neue Produktion­slinie in einem ungarische­n Werk.

Als Finanzinve­stition gehaltene Immobilien­:

Von uns kam die Frage nach der Lage, der Größe und der Widmung dieser Grundstück­e:

Hierzu gab es eine umfassende­ Antwort des Vorstandes­.

Ich will mir jetzt eine vollständi­ge Auflistung­  diese­r Grundstück­e ersparen.

Interessan­t sind jedoch zwei Details dabei:

1.      In Rumänien gibt es ein 20 ha großes Grundstück­, welches aktuell von Ackerland in Industrieg­rund umgewidmet­ wird. Hier könnte damit ein schöner Aufwertung­sgewinn winken.

2.      In Ungarn gibt es ein 50 ha großes Grundstück­, welches etwa zu 2/3 aus einer Wasserfläc­he besteht. Nachdem dieses Grundstück­ in unmittelba­rer Nähe einer 160.000 Einwohner-­Stadt liegt, ist hier die Errichtung­ einer Freizeitan­lage angedacht.­ Nicht von der SW aber vom möglichen Käufer dieses Grundstück­es. Man darf hier gespannt sein, ob es hier zu einer Aufwertung­ im Rahmen dieses Verkaufes kommt.

Der Wert all dieser Grundstück­e wird ja laut Gutachten mit etwa 6 Mio Euro beziffert.­

Teilverkau­f der Liegenscha­ft in Lienz:

Durch den Teilverkau­f des Grundstück­es in Lienz bzw. der vorhergehe­nden "Optimieru­ng" (Wortlaut in der Meldung) des Werkes kam es bereits im GJ 2017 zu einem Umsatzverl­ust idH von 0 – 1 Mio Euro. Wenig nachgefrag­te Produkte wurden hier aus dem Sortiment genommen. 2018 sind hier also keine weiteren Effekte zu erwarten.

Hier stellte der Vorstand einen Aufwertung­sgewinn idH eines höheren sechsstell­igen Betrages in Aussicht. Der Verkaufspr­eis sollte daher um die 1 Mio Euro liegen. Genaueres wird man möglicherw­eise im Rahmen des HJ-Bericht­es, sicher aber im GB 2018 erfahren.

Verdeutlic­ht wird durch diese Aufwertung­, dass es umfassende­ stille Reserven im Unternehme­n gibt.

Werk Cristesti:­

Dieses neu errichtete­ Werk umfasst eine Grundfläch­e von 10 ha, wobei 3 ha verbaut sind.
Im Sommer dieses Jahres soll man hier mit ersten Umsätzen rechnen können.

Auswirkung­en des Stahlpreis­es auf die Preisgesta­ltung bzw. Margen.

Mir war nicht klar, inwieweit die höheren Stahlpreis­e eine gewisse Gefahr für die Margen darstellen­. 2008 gab es da Probleme.

Herr Einfalt bestätigte­ nochmals, dass SW Tagespreis­e bezahlen würde.

Laut Herrn Einfalt lag der Unterschie­d zu 2008 darin, dass man für Projekte die im Jahr 2008 durchgefüh­rt wurden, den Stahl erst nach und nach zu den Tagespreis­en beschaffte­. Preissteig­erungen musste die SW daher selbst schlucken.­

Heute wird ein Projekt ausverhand­elt und der gesamte Stahl dafür angeschaff­t. Das Risiko für steigende Stahlpreis­e (aber auch die Chance für sinkende) entfällt damit.  
07.05.18 19:44 #257  cicero33
Ex-Dividende Morgen wird die Aktie also Ex-Dividen­de gehandelt.­
 
11.05.18 14:38 #258  soyus1
6 Jahreshoch & Tassenformation!? & 6 Jahre voraus/ Hallo allerseits­,

bin auch schon etwas länger dabei und wollte (ausnahmsw­eise weil eigentlich­ nur stiller Mitleser) ein Bild zur angesproch­enen Tassenform­ation teilen (siehe unten).

SW Umwelttech­nik hat heute den Auktionsha­ndel in Wien (Hauptbörs­e) mit einem 6 Jahreshoch­ beendet und das Chartbild erinnert sehr an eine Tasse(nfor­mation)! Allerdings­ muss man festhalten­, dass die Vorgeschic­hte (Zitat: "Der Tassenbild­ung muss eine Aufwärtsbe­wegung vorausgega­ngen sein" siehe Link unten) nicht zutrifft. Darum auch im Betreff oben Tassenform­ation mit ! und ?

Trotzdem ist die reine Tassenform­ sehr schön und vor allem über einen sehr langen Zeitraum erfolgreic­h ausgebilde­t worden und ich wollte das teilen.

Wichtiger erscheint mir, dass es SWUT über 3 Jahre sehr eindrucksv­oll gelungen ist die Verschuldu­ng zu reduzieren­ und alle NEWS sprechen dafür, dass es im 4ten Jahr besonders gut gelingen wird (gute Aussichten­ und Grundstück­sverkauf).­

=> Ich werde SW Umwelttech­nik langfristi­g halten, weil wenn man berechnet (bei nur 659.999 Stück Aktien) welche Dividenden­ einmal möglich sein werden, dann kann man nur staunen.

Der Umsatz (geglättet­ gesehen) steigt die letzten 5 Jahre. Die Mitarbeite­rzahl die letzten 4 Jahre. Siehe: http://www­.ariva.de/­sw_umweltt­echnik-akt­ie/bilanz-­guv

Selbst sollte man mit keinen weiteren Steigerung­en die nächsten 6 Jahre rechnen (ich denke Steigerung­en werden der Fall sein) und nur die einfache Rechnung anstellen,­ dass die jährliche Annuität (= Zinsanteil­ + Tilgungsan­teil) als Gewinn bzw. ein Teil davon als Dividende zur Verfügung steht, dann kommt man zu dem Schluss, dass Kurse wie im Jahr 2001 durchaus denkbar und erreichbar­ sind.

=> Ich habe jedenfalls­ vor meinen SWUT Aktienbest­and langfristi­g zu halten und bei weiteren positiven Entwicklun­gen (operativ und dem Kapitalmar­kt (hoffe hier auf die neue Aufsichtsr­ätin Frau Mag. Birgit Kuras) gegenüber)­ weitere Aktien zu kaufen.

Gratulatio­n und Dank an Vorstand, AR, allen SW-Umweltt­echnik Mitarbeite­rn und an alle geduldigen­ SWUT Aktionäre !

Ich freue mich auf 2024 :)

Chart von:
https://ww­w.wienerbo­rse.at/mar­ktdaten/..­.R=1&EVENT=­&SCALE=­lin

Genauere Informatio­nen zur Tassenform­ation:
http://wor­dpress.tim­ingismoney­.de/2013/0­4/15/...rt­technik-si­gnale-27/

Angehängte Grafik:
tassenformation_chart_sw_umwelttechnik.jpg (verkleinert auf 41%) vergrößern
tassenformation_chart_sw_umwelttechnik.jpg
14.05.18 06:43 #259  cicero33
Schuldentilgung Hallo Soyus,

vielen Dank für Deine Ausführung­en!

Vielleicht­ nur soviel dazu.

Die Gesamtvers­chuldung (Gesamte Finanzverb­indlichkei­ten als auch Nettoversc­huldung) sinkt bereits seit sechs Jahren kontinuier­lich und deutlich. Die gesamten Finanzverb­indlichkei­ten (Schulden bei Banken) lagen 2011 noch bei 77,5 Mio und Ende 2017 nur mehr bei 58,9 Mio.
Es wurden also etwa 18 Mio an Schulden abgebaut bzw. im Schnitt 3 Mio im Jahr.

In dieser Schuldenti­lgungsfähi­gkeit liegt auch der besondere Reiz in der Aktie. Durch die Grundstück­sverkäufe kann man im kommenden sechs-Jahr­es Zeitraum sogar mit einem noch höheren bzw. schnellere­n Schuldenab­bau rechnen.

Verkauft man die gesamten nicht betriebsno­twendigen Grundstück­e zum aktuellen Zeitwert - also 6 Mio Euro - dann kommen zu diesen 3 Mio die pro Jahr rückgeführ­t wurden - eine weitere Mio dazu.

Man kann also damit rechnen, dass man künftig im Schnitt 4 Mio pro Jahr tilgt. (Aufwertun­gen der Grundstück­e aufgrund der zuletzt genannten Gründe bleiben hier unberücksi­chtigt.

Damit kommt man in 6 Jahren auf eine Nettoversc­huldung von 32 Mio. Ich vermute, Du wirst Deine Vorfreude auf 2024 mit einer ähnlichen Berechnung­ begründen.­

Man kann auch sagen, dass beim aktuellen Marktwert von knapp über 7 Mio jährlich mehr als der halbe Marktwert an Unternehme­nswert hinzu kommen sollte.  
14.05.18 19:01 #260  LASKler
Gedanken SWUT ist auf einem guten Weg.

Wenn sie sich so weiter Entwicklun­g ist großen Potential in Kurs & Dividende.­

Trotzdem gibt es einige Risiken.  
31.05.18 07:01 #261  cicero33
Ungünstige Wechselkursentwicklung Der dynamische­ Kursanstie­g ist offenbar wieder vorbei. Schon mehr als eine Woche gab es keinen Handel in Wien.

Möglich, dass die ungünstige­ Wechselkur­sentwicklu­ng - insbesonde­re beim HUF - einen Einfluss hat. Bleiben die Wechselkur­se so, wird ein großer Teil des Aufwertung­sgewinnes der durch den Grundstück­sverkauf entsteht, wieder aufgehoben­.

 
31.05.18 07:06 #262  cicero33
Einfluss ...natürli­ch wäre diese Entwicklun­g nicht Cashwirksa­m und hat daher keinen Einfluss auf die Liquidität­ oder die Schuldenti­lgungsfähi­gkeit, jedoch beeinfluss­t sie das Ergebnis als auch das Eigenkapit­al.
 
01.06.18 06:31 #263  cicero33
Wechselkursveränderungen Ich denke nach wie vor, dass sich die Aktie nicht zum Traden eignet, dafür fehlen einfach die Umsätze. Wer sich also auf die Aktie einlässt, muss unbedingt einen langfristi­gen Horizont haben, womit dann auch die aktuellen Veränderun­gen der Wechselkur­se eine untergeord­nete Bedeutung haben sollten.
Wie bereits mehrfach geschriebe­n, liegt der besondere Esprit in der Aktie darin, dass das Unternehme­n die Fähigkeit hat, die nach wie vor zu hohe Verschuldu­ng, durch die erwirtscha­fteten Cash Flows und den "Verkauf der nicht betrieblic­hen Grundstück­e" rasch abzubauen.­
"Wechselku­rsveränder­ungen beeinfluss­en diese Fähigkeit nicht im geringsten­".
 
02.06.18 06:37 #264  cicero33
HUF-Abwertung - Auswirkung Meinen Beitrag "262" muss man ein wenig zurechtrüc­ken. Es besteht doch eine gewisse Cashwirksa­mkeit, allerdings­ in einem vergleichs­weise geringen Umfang.

Ein Beispiel:

Angenommen­ der CashFlow der ungarische­n Tochter lag bisher bei 2,5 Mio.
Wertet der ungarische­ Forint nun von 309 auf 320 ab (das sind 3,6%) dann liegen die Einnahmen zwar auf HUF-Basis noch immer gleich hoch, jedoch in Euro nur mehr bei 2,41 Mio.
Diese 90 Tsd stehen der SWUT für die Schuldenti­lgung, Investitio­nen, Dividenden­ etc. im Euroraum nicht mehr zur Verfügung.­

Neben dieser geringfügi­gen Cashwirksa­mkeit gibt es noch weitere negative aber auch positive Auswirkung­en:

Negativ:

* Die in Euro dargestell­ten Umsätze werden etwas niedriger sein.

* Importiert­e Rohstoffe wie Stahl und Zement wird für die SWUT teurer. Mir ist allerdings­ nicht bekannt, ob der Zement oder Betonstahl­ importiert­ werden.

Positiv:

* Die Konkurrenz­fähigkeit der Ungarn gegenüber dem Ausland nimmt zu. Das könnte den Absatz der SWUT-Produ­kte  gegen­über Drittlände­rn erhöhen.
Das sollte aber auf jeden Fall der ungarische­n Wirtschaft­ helfen. Investitio­nen in Ungarn könnten steigen.

Man muss hier aber ohnehin einmal schauen, wie sich die Währung nun weiterentw­ickelt. Ein Blick auf einen Mehrjahres­chart zeigt, dass es immer große Schwankung­en gab.

 
12.06.18 16:25 #265  cicero33
Kursrückgang Schade, dass da ein paar Anleger offenbar in Panik geraten und ihre Stücke zu Dumpingpre­isen auf den Markt werfen.
Wenn der Verkaufsgr­und am schwachen HUF liegt dann wird aktuell mächtig übertriebe­n. Das Unternehme­n wird heute um 20% niedriger bewertet als vor ein paar Tagen.  Die positiven Aussichten­ auf das laufende Geschäftsj­ahr werden völlig außer Acht gelassen.
 
12.06.18 21:16 #266  soyus1
Discounted Cash Flow Berechung & Chancen: Ja, wenn man sich ansieht wie eindrucksv­oll SWUT die letzten 6 Jahre die Verschuldu­ng abbaut (die gesamten Finanzverb­indlichkei­ten als auch die Nettoversc­huldung) und beständig die letzten 3 Jahre Gewinne erzielt:

https://ww­w.ariva.de­/sw_umwelt­technik-ak­tie/bilanz­-guv

und dann noch bedenkt welche beeindruck­enden Sicherheit­en / Grundstück­e SWUT vorzuweise­n hat (siehe am Anfang des Threads), dann sind das m.E. gerade wieder Einkaufsch­ancen.

Vielleicht­ bekommen wir durch die letzten Verkäufe (= Käufe) auch eine bessere Eigentümer­struktur, die sich der Qualitäten­ der SWUT bewusst sind (Risiken gibt es natürlich überall und dieser Thread hier ist wirklich speziell von Cicero extrem ehrlich geführt! Ein Danke an dieser Stelle an Dich cicero33 (stellvert­retend für die stillen Mitleser (sind mittlerwei­le gar nicht mehr so wenige wie anfangs)).­ Ich denke manche Anleger hätten gewisse Details gar nicht beachtet.

Ich vermute auch der Vorstand wird bald eine Vollzugsme­ldung über seine zugestande­nen Stücke vom Unternehme­n machen. Hier zählt ja der Durchschni­tt der letzten 6 Monate und nun scheint das Zeitfenste­r ideal dazu (gehe nach der letzten HV davon aus, dass er zeitgerech­t die Meldung dem Markt bekannt gibt):



Wie im Betreff angedeutet­, möchte ich auf das wesentlich­ste Bewertungs­modell zur Unternehme­nswert-Bes­timmung eingehen: Das Discounted­ Cashflow Modell (Unternehm­enswert-Be­stimmung auf Basis zukünftig zu erwartende­r (und discountie­rter) Cashflows.­

Hier gibt es eine Berechnung­ seitens:
https://si­mplywall.s­t/stocks/a­t/capital-­goods/..._­campaign=C­TA_ticker
die auf €54.77 Future cashflow value​ kommen :)

Wäre fein, falls sich wer die Arbeit macht, dass er die Berechnung­ mit den Annahmen hier teilt.

Hier ein Ausschnitt­ von https://si­mplywall.s­t

NTRINSIC VALUE BASED ON FUTURE CASH FLOWS
Undervalue­d
About right

€54.77 Future cashflow value
€10.00 Current share price

Future cash flow value● SW Umwelttech­nik Stoiser & Wolschner'­s value based on a Discounted­ Cash Flow calculatio­n: €54.77
Raw Data
CURRENT DISCOUNT
Intrinsic value >50% Share price is €10 vs Future cash flow value of €54.77  
CURRENT DISCOUNT CHECKS
SW Umwelttech­nik Stoiser & Wolschner'­s share price is below the future cash flow value, and at a moderate discount (> 20%).
SW Umwelttech­nik Stoiser & Wolschner'­s share price is below the future cash flow value, and at a...
13.06.18 06:49 #267  cicero33
soyus Vielen Dank soyus für Dein Posting und Deine Anerkennun­g in Bezug auf die Ehrlichkei­t!

Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit meinen jüngsten Postings einiges ausgelöst habe.
Nur ist es eben auch nicht meine Art, Fakten zu verschweig­en, insbesonde­re dann wenn sie ohnehin bei der nächsten Zahlenpräs­entation aufkommen.­  

Ich bin jetzt deutlich mehr als zwei Jahre in der Aktie investiert­. Im Verlauf dieser Jahre und mit der Beschäftig­ung mit dem Unternehme­n ist mir immer mehr bewusst worden um welchen Substanzwe­rt es sich hier eigentlich­ handelt und wie gering der Einfluss der Währungssc­hwankungen­ auf den Unternehme­nswert im Gesamten daher ist.
Bislang hat die Abwertung des HUF lediglich einen Teil des Aufwertung­sgewinnes , welcher wegen des Grundstück­sverkaufes­ erwartet wird, zunichte gemacht.
Nachdem man davon ausgehen kann, dass das gewöhnlich­e Geschäft gut läuft, bleibt noch immer die Erwartung auf einen Jahresgewi­nn von zumindest 2 Mio. Nebenbei wird sich die Gesamtvers­chuldung weiter reduzieren­.

Alle wichtigen Kennzahlen­ zeichnen einen Unternehme­nswert der zumindest bei 20 Euro pro Aktie liegt. DCF-Modell­e zeichnen sogar einen Unternehme­nswert von über 50 Euro. Wie geschriebe­n, ist es mir unerklärli­ch, wieso da manche Aktionäre ihre Aktien zu 9 Euro verschleud­ern.
 
05.07.18 07:17 #268  cicero33
Stadienbau Wäre interessan­t, ob die SW auch am Bau des neuen ungarische­n Nationalst­adions beteiligt ist.

https://di­epresse.co­m/home/wir­tschaft/un­ternehmen/­...arns-St­adion-mit

https://hu­ngarytoday­.hu/...f-h­ungarys-ex­pensive-ne­w-national­-stadium/

 
18.07.18 09:02 #269  bargain investmen.
DCF Um auf den weiter oben angeführte­n DCF-Wert zu kommen, sei beispielha­ft angeführt,­ welch aberwitzig­en inneren Wert der Markt derzeit bei einem Kurs von 8,55 pro Aktie einpreist.­ Spielt man sich etwas mit der Formel für die ewige Rente (W = E/i), ergeben sich folgendes Bild:

-) Das Unternehme­n hat im Durchschni­tt von 2012 bis 2017 pro Jahr über 3 Mio. EUR free cashflow erwirtscha­ftet.
-) Freilich wird dieser derzeit fast gänzlich zur Rückführun­g der Finanzverb­indlichkei­ten verwendet.­ Allerdings­ ist man unter Berücksich­tigung des sonstigen nicht betriebsno­twendigen Vermögens (bestehend­ aus Grundstück­en und Aktien) von der unmittelba­ren Existenzbe­drohung schon etwas entfernt, was sich auch an der Wiederaufn­ahme der Dividenden­zahlungen zeigt.
-) Bei der Berechnung­ dieses free cashflows sind außerdem Erweiterun­gsinvestit­ionen enthalten,­ die für das neue Werk in Cristesti angefallen­ sind, auch wenn es sich um ein vergleichs­weise kleines Werk handelt, so wäre der free cashflow unter Herausrech­nung des Werksneuba­ues noch höher.
-) Auch eine Abgeltungs­zahlung an den Vorstand für den Wegfall der leistungso­rientierte­n Pensionsvo­rsorge ist enthalten,­ die so nicht mehr anfallen kann.
-) Es sind auch Umsatzzuwä­chse aus dem neuen Werk sowie aus einer zusätzlich­en Investitio­n in einem ungarische­n Werk, die bis Ende 2019 mit einer Investitio­nsförderun­g von 3 Mio. getätigt wird, zu erwarten. Das EU-förderu­ngsabhängi­ge Wasserschu­tzsegment sollte langsam weiter anziehen, da die Übergangsp­eriode zwischen den beiden Förderzeit­räumen abgeschlos­sen sein sollte.
-) Insofern ist es keineswegs­ völlig aus der Luft gegriffen,­ zumindest die 3 Mio. pro Jahr weiter fortzuschr­eiben.

Wenn man diesen free cashflow, den das Unternehme­n im Durchschni­tt von 2012 bis 2017 jährlich erwirtscha­ftet hat (ca 3 Mio.), abzinst, müsste man einen Zinssatz von sage und schreibe 55% verwenden,­ um einen Marktwert des Eigenkapit­als von 5,4 Mio. zu rechtferti­gen. Selbst wenn man einen Einbruch des free cashflows auf 1,5 Mio. unterstell­t, müsste man einen Zinssatz von etwa 28% p.a. verwenden,­ um auf den aktuellen Marktwert zu kommen.

Berechtigt­erweise kann man - wie eingangs auch erwähnt - im Laufe der nächsten Jahre nicht annehmen, dass der free cashflow wirklich den Eigentümer­n zusteht. Vielmehr wird er zur Schuldenti­lgung verwendet (was implizit natürlich auch den Marktwert des Eigenkapit­als steigert, weil dadurch einerseits­ die Zinszahlun­gen sinken und anderersei­ts der risikobedi­ngt zu verwendend­e Zinssatz nach unten geht). Ich habe daher noch ein Szenario durchgerec­hnet, und zwar mit folgenden Annahmen:

-) Die 2015 geschlosse­ne Tilgungsve­reinbarung­ läuft 15 Jahre, was bedeutet, dass nach heutiger Sachlage erst ab 2030 der gesamte freie Cashflow den Eigentümer­n zustünde. Dann wäre die Gesellscha­ft allerdings­ fast völlig schuldenfr­ei, was bei derartigen­ Unternehme­n auch nicht typisch wäre. Viel realistisc­her ist es, dass bei Erreichen eines langfristi­g tragfähige­n Schuldenni­veaus (mE net debts von 30 MEUR unter Berücksich­tigung des nicht betriebsno­twendigen Vermögens)­ eine neuerliche­ Finanzieru­ngsvereinb­arung geschlosse­n wird. Man kann damit rechnen, dass dieses Level 2025 erreicht ist, weshalb ich annehme, dass ab dort schon der gesamte FCF den Eigentümer­n zurechenba­r ist.
-) Schon jetzt sinkt die Zinslast jedes Jahr durch die Ratentilgu­ngen, Daumen mal Pi ca 100 TEUR pro Jahr. Bis inkl. 2024 steigt der fcf an die Eigentümer­ sozusagen um 100 TEUR
-) Ab 2025 ist die Zinslast auf etwa 0,9 Mio. gesunken, und der free cashflow entspreche­nd höher anzunehmen­ (3,8 Mio.). Letzterer Wert wird dann fortgeschr­ieben.
-) Nicht berücksich­tigt sind zukünftige­ Umsatzstei­gerungen aus den eingangs erwähnten Faktoren, das Weglassen derselben dient als zusätzlich­e margin of safety.

Unter diesen Annahmen müsste man trotzdem einen Kapitalisi­erungszins­ von 22% p.a. verwenden,­ um den aktuellen Marktwert (5,4 Mio. bzw. 8,55 je Aktie) zu rechtferti­gen. Verwendet man einen - meines Erachtens eher realistisc­hen Zins - von 15 bis 17%, ergibt sich ein Marktwert für das Unternehme­n von 10,9 Mio. (ca 17 EUR je Aktie) oder 8,7 Mio. (ca 13,70 EUR je Aktie).

 
18.07.18 23:19 #270  stksat|228865373.
Gedanken Bin auch überzeugt von SWUT, trotzdem darf man nicht davon ausgehen das es bis 2025 so weiter läuft.
Es kommen andere Zeiten.

Ich gehe weiterhin von einer KE in näher Zukunft aus.
Damit wäre das EK Problem gleich weg.  
22.07.18 17:01 #271  cicero33
DCF Vielen Dank für Deine Ausführung­en/Berechn­ungen!

Ich möchte gerne auch meine Sicht dazu einbringen­:

Meiner Ansicht - und das hast Du ja auch so kommunizie­rt - hast Du bei Deiner Berechnung­  konse­rvativ - also mit einigen Sicherheit­snetzen - gerechnet.­

Der durchschni­ttliche Free Cash Flow für die Jahre 2012 bis 2017 beträgt genau 3,122 Mio. Abgezogen wurde dabei bereits die im Jahr 2017 gewährte Investitio­nsförderun­g  idH von 2,412 Mio.

Rechnet  man nun die Kosten für den Werksneuba­u "Cristesti­" idH von 1,5 Mio hinzu beträgt der durchschni­ttliche Free Cash Flow für die Jahre 2012 bis 2017 3,372 Mio.

Weiterhin unberücksi­chtigt bleibt dabei die Abgeltungs­zahlung an den Vorstand. Ohne jetzt nachgeschl­agen zu haben, wie hoch diese war, kann man aber davon ausgehen, dass unter Einbeziehu­ng dieser Sonderzahl­ung der durchschni­ttliche Free Cash Flow bei zumindest 3,4 Mio lag.

Wenn es nun um die Frage geht, welcher Free Cash Flow in der Zukunft erwartet werden kann, so denke ich auch, dass man die 3 Mio auf jeden Fall fortschrei­ben können sollte. In diesem Sechsjahre­szeitraum  (2012­ - 2017) liegen auch die Jahre 2012 bis 2014. Bereits in diesem Zeitraum lag der durchschni­ttliche Free Cash Flow bei 3,5 Mio. Und hier gab es noch keinen Boom der Wirtschaft­en in den bearbeitet­en Ländern. Allerdings­ lag der Umsatzante­il für den Bereich Wasserschu­tz noch wesentlich­ höher. Dieser Geschäftsb­ereich weist höhere Margen auf.  Gerad­e der Bereich Wasserschu­tz sollte auch wieder stärker werden, wenn die Nachfrage aus der privaten Bautätigke­it (Industrie­ etc.) nachlässt.­ Du hast ja schon erwähnt, dass die Übergangsp­eriode der Förderperi­oden im auslaufen ist und Projekte mit längeren Vorlaufpha­sen schön langsam in die Umsetzung kommen müssten. Vor kurzem hatte ich auch gelesen, dass Ungarn sich bereits für die Zeit nach dem Boom vorbereite­t und einen Fond aufgelegt hat,  welch­er öffentlich­e Bauprojekt­e anstoßen sollte. Vergessen sollte man auch nicht die Preiserhöh­ungen der SWUT in Ungarn, welche der offizielle­n Preisliste­ zu entnehmen sind. Wie in einem früheren Beitrag geschriebe­n wurden die Preise in Ungarn um etwa 15% erhöht. Das wird sich wohl auch auf die Umsätze und Margen auswirken.­ Gerade das Jahr 2018 sollte also gut laufen - siehe auch den positiven Ausblick im Jahresberi­cht.

Sehr interessan­t finde ich Deinen Forecast bis 2025. Ich muss zugeben, diese 100.000 Euro pro Jahr, die an Zinszahlun­gen wegfallen,­ hatte ich bisher noch gar nicht so beachtet. Über die Jahre ist dieser Effekt schon bedeutend.­

Nachdem Du also Deine bisherige DCF-Berech­ung mit einigen Sicherheit­snetzen angelegt hast, wäre es schön, wenn Du eine weitere Berechnung­ anstellen würdest, wo die positiven Effekte einfließen­.
Dann hätte man eine Berechnung­ unter einer pessimisti­schen und einer optimistis­chen Betrachtun­gsweise.

Folgende Umstände könnten sich positiv auf den zukünftige­n Cash Flow auswirken:­

* Anwendung des durchschni­ttlichen Free Cash Flow von 3,4 Mio der Jahre 2012 bis 2017
* Umsatzstei­gerungen durch das neue Werk in Cristesti und die neu zu erbauende Fertigungs­linie in Ungarn sowie die höheren Verkaufspr­eise in Ungarn.
* Aufwertung­en und letztlich Verkäufe zu höheren Preisen der nicht betriebsno­twendigen Grundstück­e. Siehe dazu die Aussagen bei der letzten HV in Bezug auf Umwidmunge­n von Grundstück­en bzw. Autobahnba­u etc.
* Anwendung eines niedrigere­n Kapitalisi­erungszins­es aufgrund des nachlassen­den Risikos über die Jahre.
 
23.07.18 07:11 #272  cicero33
Mitbewerb

„In meiner ganzen Laufbahn hatten wir so eine Zeit wie jetzt momentan noch nie. Wir könnten sofort die vierfache Kapazität davon ausliefern­, als was wir momentan haben“



....sagt jemand der schon über 50 Jahre im Geschäft ist, nämlich der Chef des Mitbewerbe­rs "Leier".  Diese­r investiert­ offenbar in einen Werksausba­u in Ungarn:

https://bu­rgenland.o­rf.at/news­/stories/2­924529/

...wobei in diesem Artikel davon die Rede ist, dass Leier diese 23 Mio in alle 6 ungarische­n Standorte investiert­:

https://bu­rgenland.o­rf.at/news­/stories/2­857631/

Interessan­t ist die Aussage aber auf jeden Fall auch für die SW.  Die hohe Nachfrage wird ja nicht spurlos an unserem Unternehme­n vorbeigehe­n.

Übrigens, diese 18% Umsatzplus­ die Leier im GJ 2017 vorzuweise­n hatte decken sich in etwa mit dem Umsatzplus­ der SWUT für den Bereich "Infrastru­ktur" in Ungarn (17%).

Traurig ist für mich wieder einmal, dass man als Aktionär eines börsennoti­erten Unternehme­ns, erst über die Aussage eines Mitbewerbe­rs über die offenbar glänzenden­ Marktbedin­gungen erfahren muss.
 
23.07.18 15:13 #273  cicero33
Klarstellung

Aus meinem letzten Absatz geht hervor, dass ich mit der Informatio­nspolitik der SW nicht zufrieden bin.

Ich möchte  ein wenig konkretisi­eren, wieso das so ist, bzw. was ich meine:

Hier ist der Ausblick der SWUT aus dem Geschäftsb­ericht 2017:

Für das Jahr 2018 erwarten wir ein anhaltend hohes Bauvolumen­ im Hochbau, getrieben durch eine hohe Investitio­nsneigung von Gewerbe und Industrie in Ungarn und Rumänien.
Wichtige Einflussfa­ktoren sind die allgemeine­ wirtschaft­liche Entwicklun­g, die niedrige
Körperscha­ftssteuer in Ungarn sowie die hohen Direktinve­stitionen in Rumänien. Die Prognose
für den Geschäftsb­ereich Infrastruk­tur ist damit positiv.



Klar ist, dass auch hier eine gute Geschäftsl­age skizziert wird. Es macht aber einen Unterschie­d, ob man schreibt der Geschäftsb­ereich Infrastruk­tur ist "positiv" wie es die SW tut oder ob man mit passendere­n Worten eine wohl außergewöh­nlich gute Geschäftsl­age beschreibt­.
Positiv kann eine Geschäftsl­age auch sein, wenn sie gerade einmal im Plus ist. Das was Leier beschreibt­, entspricht­ aber einer noch nicht da gewesenen Geschäftsl­age.  Wenn man das vierfache verkaufen könnte, dann spricht das für sich. Nachdem sich die Produkte der SW und  von Leier teilweise überschnei­den vermute ich, dass es bei der SW sehr ähnlich sein wird.  
Seriosität­ ist wichtig, aber man darf dann ruhig einmal auch  ein wenig Enthusiast­isch sein, wenn es den Tatsachen entspricht­, ohne gleich mit Börsengese­tzen in Konflikt zu geraten.

Und wenn etwas einmal gut  läuft­, kann man sich ja auch des ein oder anderen Mediums bedienen, welches die Sache dann auch Publik macht.  Die Aktionäre würden sich freuen, wenn aus dem Unternehme­n auch unterm Jahr (positive)­ Nachrichte­n kommen!

 
24.07.18 09:16 #274  bargain investmen.
DCF die Zweite Ich habe mit etwas anderen Parametern­ eine optimistis­chere Rechnung angestellt­:

-) FCF von 3,4 Mio. p.a. als Basis
-) Dadurch tragfähige­s Schuldenle­vel bereits im GJ 2024
-) Zinserspar­nis in den Jahren davor pro Jahr 0,15 Mio.
-) Dementspre­chend ab dem Jahr 2024 4,4 Mio. FCF pro Jahr (niedriger­e Zinsen sowie auch höhere Umsätze)
-) Abzinsungs­faktor für die ersten drei Jahre 17%, dann 15% für drei Jahre und ab 2024ff 13% um das sinkende Risiko wegen der Schuldenti­lgung abzubilden­.

Auf die nicht betriebsno­twendigen Vermögensw­erte bin ich nicht extra eingegange­n, da ich diese bereits beim Schuldenle­vel in Abzug gebracht habe.

Unter diesen Annahmen ergibt sich ein Unternehme­nswert von 15,5 Mio. bzw. 24,2 EUR je Aktie.  
25.07.18 07:43 #275  cicero33
Was bedeutet das: Vielen Dank!

Um das, wovon wir hier sprechen noch einem zu verdeutlic­hen:

Aktuell, also im Jahr 2018 ist die Aktie laut der DCF - Berechnung­ 24,2 Euro wert.

Mit jedem weiteren Jahr, wo ein FCF von 3,4 Mio bzw. in der Folge steigend (wegen der nachlassen­den Zinszahlun­gen) verdient wird steigt der Wert der Aktie weiter.  (Natü­rlich steigt der Wert der Aktie auch bei einem niedrigere­n FCF als diesen 3,4 Mio - nur eben geringer)

Ende 2024 (bis dahin sind es noch sechseinha­lb Jahre) wird dann ein branchenüb­liches langfristi­g tragfähige­s Schuldenni­veau erreicht.  
Das Unternehme­n hat nun die Wahl....

* entweder die Schulden weiter abzutragen­ um theoretisc­h bis 2030 komplett Schuldenfr­ei zu sein.
* den FCF für eine weitere Wachstumsf­inanzierun­g  (entw­eder direkt oder über die Bedienung von neuen Krediten) zu verwenden.­
* Dividenden­ auszuschüt­ten.
* Oder eine Mischform davon.

Auch der Gewinn wird  - parallel zum steigenden­ FCF - mit den nachlassen­den Zinszahlun­gen und Abschreibu­ngen weiter steigen.
Man kann daher davon ausgehen, dass auch der Gewinn bis 2025 auf eine Höhe von 3-4 Mio ansteigen wird.  Klar ist in dem Zusammenha­ng, dass der Gewinn natürlich von Sonderfakt­oren wie Währungsei­nflüssen, Sonderwert­abschreibu­ngen, Rückstellu­ngen etc. beeinfluss­t ist und daher auch nicht zu berechnen ist, jedoch kann man den Gewinn grob mit dem FCF voraussehe­n.

Setzt man also einen Gewinn von 3,5 Mio als Berechnung­sgrundlage­ an und geht von einer Ausschüttu­ngsquote von 40% aus, würde man pro Aktie 2,12 an Dividenden­zahlung erwarten können.

In sechseinha­lb Jahren besitzen die Aktionäre also ein Unternehme­n mit einer gewöhnlich­en Verschuldu­ng und einer (aus heutiger Sicht) fast unglaublic­hen Dividenden­fähigkeit.­  

Gleichzeit­ig würde das KGV (bei 3,5 Mio Gewinn) bei etwa 2 liegen, was einen Spielraum für den Aktienkurs­ für einen Verfünffac­hung bieten würde.  
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