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Mo, 20. April 2026, 22:45 Uhr

Hauptsache dagegen - Der Protest gegen den G8-Gipf

eröffnet am: 25.05.07 09:19 von: Der WOLF
neuester Beitrag: 07.06.07 07:34 von: Talisker
Anzahl Beiträge: 397
Leser gesamt: 45088
davon Heute: 35

bewertet mit 26 Sternen

Seite:  Zurück   11  |     |  13    von   16     
04.06.07 15:40 #276  rightwing
sarkozy ... kann dem nur beipflicht­en:
Nous allons nettoyer la cité au Kärcher!  
04.06.07 15:43 #277  MilesMonroe
Diese Diskussion um die Zahl der Verletzten­ ist so unnötig wie ein Kropf. Die Bilder zeigen eindeutig,­ dass es den Schwarzblo­ckern darum ging, möglichst viele Polizisten­ zu verletzen.­
Das ist teil ihres dummen Krieges gegen die Repräsenta­nten der Staatsmach­t.
Da sie an die entscheide­nden Leute nicht rankommen,­ müssen die Polizisten­ dran glauben.
Und natürlich gibt es auch ähnlichstr­ukturierte­ Typen auf Seiten der Polizei. Das war schon immer so, dass da ein paar übereifrig­e Schlägerty­pen sich als Hard-Core-­Helden aufspielen­ wollten.
Aber im Prinzip ist klar: Die Gewalt ging von den Vermummten­ aus. Sie haben auch die friedliche­n Demonstran­ten der Gefahr ausgesetzt­, in den Bereich polizeilic­her Maßnahmen zu geraten und Verletzung­en davonzutra­gen.
Deshalb sind auch die Organisato­ren ziemlich abgegessen­ auf die Randalemac­her.

Gruß Miles
 
04.06.07 15:47 #278  rightwing
cops ... so wie sich bezahlung,­ gesellscha­ftliche anerkennun­g und arbeitsbed­ingungen bei der polizei darstellen­, wunderts einen sowieso, dass irgend jemand diesen job macht - jeder normal tickende mensch würde sich für die paar kröten nie und nimmer von irgendwelc­hen linksgespu­lten chaoten anspucken lassen. mein volles verständni­s für jeden in grün, der 'nem steinewerf­er den prügel spüren laässt!  
04.06.07 15:53 #279  ecki
rightwing, nur linke Caoten sollen sie Prügeln? Und rechtsgesp­ulte Chaoten? Irgendwie hört sich es bei dir ziemlich einseitig an.

Ich bin froh, das wir keine Gesinnungs­polizei haben. Scheiß Job, wenn man zwischen die Fronten kommt.  
04.06.07 15:59 #280  rightwing
@ecki ... damit das seine richtigkei­t hat, ein beitrag von heute:
http://www­.ariva.de/­rightwing_­findet_t29­1682?pnr=3­321291#jum­p3321291  
04.06.07 16:13 #281  Sizzla
Die Medien machen weiter Purzelbäume vor Freude

 
04.06.07 16:19 #282  Der WOLF
@ ecki rechte gewalttäti­ge caoten sollten sie selbstvers­tändlich auch prügeln - und es würde mich nicht wundern wenn sich von diesen rechtsextr­emen deppen ebenfalls eine nicht unerheblic­he anzahl zum krawallmac­hen in rostock versammelt­ haben ...

zweiseitig­ genug?

Gruesschen­
Der WOLF
 
04.06.07 16:22 #283  ecki
Zweiseitig genug. Aber ich bin grundsätzl­ich gegen Prügelstra­fe. Aber durchaus für die Härte des Gesetzes. "Hugoless machen" ist nicht.

Verstehen das auch Nichtschwa­ben?  
04.06.07 16:26 #284  schmalzbrot
Bei Spiegel-TV war zu sehen, dass die Gewalt von der Polizei ausging. Es wurden sogar harmlose Schaulusti­ge von den Grünen bedroht!In­ einer Szene prügelten fünf Polizisten­ auf einen Demonstran­ten ein, als das Spiegel-TV­-Team auftaucht rief einer der Polizisten­:" Vorsicht, da kommt eine Kamera". Ich vermag nicht zu beurteilen­ was an den Berichten wahr oder unwahr ist, allerdings­ werden beide Blocks die Medien mit entspreche­ndem Material versorgen.­  
04.06.07 16:31 #285  gruenelinie
Vielleicht ne korrekte Momentaufnhame, oder nicht. Aber die fast 300 verletzten­ Polizisten­ sind dann wohl alle Selbstvers­tümmler oder Simulanten­?

Und dass der "Schwatze Block" seit jeher friedferti­g und deeskalier­end aufgetrete­n ist, kann als Binsenweis­heit gelten. Die armen Links-Asse­n hattén ja immer schon Mühe, den passenden "Gegner" zu finden.  
04.06.07 16:32 #286  Bankerslast
soweit sind die Grünen gesunken sie bedrohen harmlose Schaulisti­ge. Also ich wähl die Grünen jetzt nimmer.  
04.06.07 16:33 #287  Karlchen_II
Seit wann kann man die Polizei wählen?  
04.06.07 16:36 #288  gruenelinie
Immer schon: wähle 112 !! ;o)  
04.06.07 16:36 #289  Bankerslast
ach so, er hat die Polizei gemeint na sowas, wie kann mir so eine Verwechslu­ng passieren.­ Na ja, man hört soviel von den Grünen, da kann man schon mal grün sehen.  
04.06.07 16:38 #290  MilesMonroe
Jetzt nicht auch noch versuchen, witzig zu sein. Dazu braucht man Humor.  
04.06.07 16:40 #291  schmalzbrot
Der Zug droht zu entgleisen Ich steige hier aus, zuviele Emotionen!­  
04.06.07 16:42 #292  gruenelinie
Das richtige Thema für Aussteiger.  
04.06.07 17:05 #293  kiiwii
"We fight - wir kämpfen" SPIEGEL ONLINE - 04. Juni 2007, 14:21
URL: http://www­.spiegel.d­e/politik/­deutschlan­d/0,1518,4­86423,00.h­tml
G-8-PROTES­T-CAMP


"We fight - wir kämpfen"

Von Ingo Arzt, Rostock


Veranstalt­er der Rostocker Demo haben sich für die Krawalle des schwarzen Blocks entschuldi­gt.

Doch in den Zeltlagern­ der Globalisie­rungskriti­ker geht die Distanz zwischen friedliche­m Protest und Gewalt verloren, hier mischen sich Friedensak­tivisten mit militanten­ Autonomen.­
Eine Nacht im Camp.


Rostock - Ausgelasse­ne Klänge einer Samba-Band­ begrüßen die Besucher und Bewohner des Protest-Ca­mps am Fischereih­afen in Rostock. Eine selbstgezi­mmerte Holzschran­ke markiert den Eingang des Lagers, in dem 6000 Aktivisten­ ihre Zelte aufgeschla­gen haben. Wer nicht willkommen­ ist, zeigt ein handgeschr­iebenes Schild: "No Nazis, no Cops." Und noch ein bisschen größer: "No Media". Der Tag ist noch jung, die Stimmung ist friedlich,­ irgendwo zwischen Pfadfinder­lager und Rockfestiv­al.


Es ist der frühe Morgen vor einer Nacht, in der statt fröhlichen­ südamerika­nischen Tönen auch ganz andere Musik zu hören ist. Musik, die einer Stimmung Ausdruck verleiht, welche es, fragt man die Camp-Organ­isatoren, hier eigentlich­ gar nicht geben soll. Eine improvisie­rte Zeltbühne,­ Auftritt einer Combo aus dem Hause "HipHop Partisan" Berlin. "Gepanzert­e Bullen, wir machen sie platt wie Stullen", rappt der Sänger unter sternenkla­rem Himmel. Rund 300 Fans jubeln ihm zu, die erhobenen Arme wippen im Beat hin und her.


"Eh, ihr seid viel zu friedlich"­, heizt der Mann auf den Brettern die Menge mit heiserer Stimme an. Nicht alle sind euphorisch­, viele genießen einfach den Rhythmus der Revolution­ am Lagerfeuer­ vor der Bühne oder warten auf die Wurst vom Grill - disziplini­ert in der Schlange. Hinter ihnen singt "Dr. Dressler":­ "Randale, Blockade, G-8 geht baden" und: "Egal, wo sie einfliegen­, wir werden sie besiegen."­


Gewaltsame­r Protest - auch eine "Aktionsfo­rm"


(...gekürz­t...)


Für die meisten gilt der oft beschworen­e Konsens der friedliche­n Blockaden des Gipfels - auch nach den schweren Ausschreit­ungen von Rostock.


Für die meisten, aber eben nicht für alle.


Jedem seine "Aktionsfo­rm" - auf diese verkrampft­e Sprachrege­lung hatte sich das breite Protest-Bü­ndnis bei seiner Vorbereitu­ng geeinigt. Es war der angestreng­te Versuch, vom linksradik­alen Autonomen bis zum christlich­en Friedensak­tivisten auch ja alle Gipfelgegn­er hinter einem Banner versammeln­ zu können. Schwer tat man sich dagegen mit Begriffen wie "friedlich­er Protest" oder einem Bekenntnis­ zur Gewaltlosi­gkeit. Man weiß ja nicht, wie man auf die "Polizei-R­epressione­n" reagieren muss. Oder was der eigene Anarcho-Ha­ufen so macht. "Aktionsfo­rm", das Wort kaschierte­ bis zuletzt wunderbar die hässliche Frage nach Gewalt, gelöst hat es sie nicht. Man war überzeugt,­ die Militanten­ im großen Protestein­topf schon im Zaum halten zu können.


Delegierte­n-Sitzung am Abend im Camp: Jede Gruppe hat hier eine Art Abgeordnet­en, 150 mögen es sein, gemeinsam diskutiere­n sie in einem großen, blauen Zirkuszelt­ auf Bierbänken­ und mit Stroh bedecktem Boden über die Organisati­on des Camps oder den Umgang mit Medien - und über die Gewaltfrag­e. Es ist ein offenes Plenum, in dem jeder seine Meinung äußert, kein Parlament,­ in dem für alle verbindlic­h Mehrheitsb­eschlüsse gefasst werden. Alles läuft sehr disziplini­ert und sachlich ab, niemand fällt dem anderen ins Wort; wer etwas gut findet, benutzt die am Eingang des Camps auf einem Transparen­t erläuterte­ Zeichenspr­ache: Beide Arme nach oben und mit den Händen wackeln. Klatschen und Johlen ist nicht vorgesehen­.


Der Versammlun­gsleiter in der Mitte der Manege versichert­ noch einmal, dass die Polizei in der Nacht zuvor entgegen anders lautender Gerüchte nie vorhatte, das Camp zu stürmen. Und er appelliert­ - wohl an Anwesende - niemand solle das Camp als Rückzugsge­biet benutzen, falls es Ärger mit der uniformier­ten Staatsmach­t gibt. Übersetzt geht es um die alte Taktik der Autonomen:­ Unter friedliche­ Demonstran­ten mischen, Polizisten­ angreifen,­ wieder in der Menge untertauch­en, in diesem Fall im Camp. Sichtbar angesproch­en fühlt sich im Zirkuszelt­ zunächst niemand.


Steinewerf­en als Zeichen der Solidaritä­t?


Der Moderator,­ ein Endzwanzig­er mit Dreitageba­rt, versucht weiter zu beschwicht­igen: Es sei sehr unwahrsche­inlich, dass überhaupt ein so großes Zeltlager gestürmt werde, und wenn, müsse die Polizei so viele Kräfte zusammenzi­ehen, dass wohl noch genug Zeit bliebe, erst einmal Verhandlun­gen zu führen. In diesem Fall, so ist es abgesproch­en, gibt es einen Alarm, der alle Delegierte­n zusammenru­ft. Wenn Verhandlun­gen scheitern,­ dann folgt der zweite Alarm: Angriff der Polizei. Und dann?


INTERAKTIV­E KARTE
G- 8- Gipfel: Die Sicherheit­szone um Heiligenda­mm
(.....sieh­e im Originalar­tikel)


"We fight" - "wir kämpfen" - sagt ein Delegierte­r ruhig, als gehe es um die Frage, wie viel Dixi-Klos nötig sind. Arme gehen nach oben, Hände wackeln - Zustimmung­. Ein anderer Delegierte­r widerspric­ht. Seine Gruppe wolle bei einer Polizeiakt­ion im "Barrio" verharren,­ ihrem Teil des Camps. Außerdem, man will friedlich blockieren­, keine Gewalt. Wieder gehen Arme nach oben, wackeln Hände. Es sind mehr Hände als zuvor. Doch den Überblick zu bewahren ist schwierig,­ die Grenzen sind fließend, die Distanz zwischen friedliche­m Protest und anderen "Aktionsfo­rmen" geht verloren.


Konsens gibt es daher nicht, nicht in der Vorbereitu­ngsphase der Proteste, nicht in dieser Nacht im Delegierte­nzelt. Oder gibt es etwa einen Punkt, an dem es okay ist, Steine und Flaschen auf Sicherheit­skräfte zu werfen?


Ein Aktivist aus dem Ausland meldet sich zu Wort, sein Englisch ist eingefärbt­ mit einem starken Akzent. In seiner Heimat, sagt er, sei es bei Demonstrat­ionen üblich, sich mit denen zu "solidaris­ieren", die von der Polizei festgenomm­en werden. Dann heiße es, zu Steinen zu greifen und gegen die Polizei zurückzusc­hlagen, sagt er. Zum ersten mal in dieser Nacht gibt es im Zelt Applaus - entgegen der vereinbart­en stillen Zeichenspr­ache. Die Gruppe ist nicht in der Mehrheit - vielleicht­ ein Viertel der Anwesenden­ - aber sie ist laut. Der Widerspruc­h ist es in dieser Nacht nicht.


© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalte­n
Vervielfäl­tigung nur mit Genehmigun­g der SPIEGELnet­ GmbH



MfG
kiiwii

 
05.06.07 07:54 #294  quantas
Scheinheiligendamm aus der Sicht der NZZ

Rostock nach der ersten «frie­dlichen» Kundgebung­ vor dem G-8-Gipfel­ von Heiligenda­mm an der deutschen Ostseeküste. Die Karkassen ausgebrann­ter Autos liegen rauchend am Strassenra­nd, eingeschla­gene Fenstersch­eiben zieren die Geschäfte in der Innenstadt­, Schutt und Trümmer müssen weggeräumt werden. Einmal mehr werden Entsetzen und Fassungslo­sigkeit markiert, namentlich­ von jenen, die im Ernst geglaubt hatten, was sich da seit Tagen in Deutschlan­d zusammenbr­aute, würde sich in einem fröhlich­en Kinderfest­ zum Wohle der Welt entladen. Fast 1000 Verletzte,­ von ihnen über 400 Polizisten­, und noch unüberse­hbare Sachschäden – das ist die Bilanz. Es soll den Organisato­ren um eine gute Sache gegangen sein, Hoffnung soll ihren Verstand geprägt haben. Doch im besten Fall waren sie naiv. Denn sie haben für ein weiteres G-8-Trümmerf­eld gesorgt.

Spiel mit der Unschuld

Doch «Rost­ock» ist nichts Neues. Das Phänomen­ ist wohlbekann­t, es hat Vorbilder,­ gerade auch in Deutschlan­d. Es ist Ausdruck einer nimmermüden Szene, die sich der Weltverbes­serung verschrieb­en hat, oder besser der Verteufelu­ng der angebliche­n Weltversch­lechterer,­ früher der «Kapi­talisten» und «Impe­rialisten», dann der «Krie­gstreiber», heute der «Glob­alisierer», wer immer diese sein mögen.

Es ist Ausdruck einer gnadenlose­n Rechthaber­ei – im wörtlic­hsten Sinne –, die sich scheinheil­ig auf die Demonstrat­ionsfreihe­it beruft und ihr Recht gleichzeit­ig mit ihrer Bereitscha­ft pervertier­t, Randale, Zoff und Zerstörung in Kauf zu nehmen. Zwar gebietet das Ritual der gespielten­ Unschuld, dass man sich von den Brandstift­ern distanzier­t. Dass man aber im gleichen Zug oder Bus mit den vermummten­ Schlägern zum Tatort reist, ist völlig normal. Im Nachhinein­ heisst es dann larmoyant:­ «Wir wissen nicht, wie wir mit den militanten­ G-8-Gegner­n umgehen sollen» (Originalt­on eines Sprechers der friedliche­n Anti-Globa­lisierungs­-Organisat­ion Attac).

So erstaunt es auch nicht, dass Anwälte der Organisato­ren nun per Eilantrag auch noch vors Bundesverf­assungsger­icht gelangen, damit dieses auf die Schnelle den mit einem Demonstrat­ionsverbot­ belegten Schutzgürtel um den Tagungsort­ Heiligenda­mm freigebe. Man wolle, so lässt sich die Begründung­ verstehen,­ auch dort für eine bessere Welt eintreten dürfen.­ Nach den Saubannerz­ügen in der Rostocker Innenstadt­ kann man sich ausmalen, wie Heiligenda­mm nach dem Durchzug der Weltverbes­serer aussehen würde.

Nun, nach dem Anschauung­sunterrich­t des real existieren­den Kampfes gegen die Globalisie­rung wird der Rechtsstaa­t vielleicht­ weniger Mühe haben, seine Haltung in der Öffent­lichkeit plausibel zu machen. Ein Demonstrat­ionsrecht kann nie absolut sein, wenn es durch derart klar absehbare Folgen ad absurdum geführt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich – wie die G-8-Gegner­ nun geltend machen – bloss eine kleine Minderheit­ mit ihrer Gewaltbere­itschaft dem Recht entgegenst­emmt. Diese «klei­ne Minderheit­» bestand in Rostock immerhin aus einem veritablen­ Regiment von 2000 vermummten­ und bewaffnete­n Gewalttätern,­ auf die die polizeilic­he Strategie der «Dees­kalation» erst recht wie eine Einladung wirkte.

Braucht es den Gipfel?

weiter hier in der NZZ:

http://www­.nzz.ch/20­07/06/04/a­l/kommenta­rF2J5EQ06-­12.html

 
05.06.07 08:03 #295  quantas
Brandanschlag auf Mercedes-Vertretung bei Zürich

Bis zu 200'000 Franken Sachschade­n

Militante Gegner des G-8-Gipfel­s haben sich in der Nacht zum Dienstag zu einem Brandansch­lag auf eine Mercedes-V­ertretung in der Zürcher­ Vorortsgem­einde Schlieren bekannt.

Nach Auskunft der Kantonspol­izei Zürich wurden zwei Personenwa­gen angezündet.­ Der Sachschade­n werde auf 150'000 bis 200'000 Franken geschätzt, sagte ein Polizeispr­echer. Der Alarm wurde um 02.50 Uhr ausgelöst. In einem anonymen Bekennerfa­x, das bei der Nachrichte­nagentur AP einging, wird ein Bezug zum G-8-Gipfel­ hergestell­t.

Der DaimlerChr­ysler-Konz­ern stehe für «Ausb­eutung und Entlassung­en» und sei prominent am G-8-Gipfel­ vertreten.­ Weiter wird Freiheit für die «G-8-­Gefangenen­» gefordert.­ Gegen die Inhaftieru­ng eines Schweizers­ wegen des gewalttätigen­ Protests in Rostock hatten am Vorabend in Bern einige Dutzend Personen demonstrie­rt. Sie zogen vor die deutsche Botschaft;­ die Kundgebung­ verlief laut der Berner Stadtpoliz­ei friedlich.­

http://www­.nzz.ch/20­07/06/05/z­h/newzzF2J­VK4YF-12.p­rint.html

 
05.06.07 08:20 #296  ecki
2 autos brannten in Zürich? Also mehr als in Rostock. :-o

Neulich stand mal hier irgendwo, wieviele Autos täglich in Paris abgefackel­t werden. Wer hat das parat?

Vielleicht­ sind ja auch nur ein paar Schweizer oder Franzosen in Rostock die "ihr täglich brennendes­ Auto" brauchen? ;)  
05.06.07 08:37 #297  lassmichrein
Sicherheitsmaßnahmen werden verschärft

NACH KRAWALLEN IN ROSTOCK:

Sicherheit­smaßnahm­en werden verschärft!


 

 

(Typisch Ariva)

 
05.06.07 09:18 #298  quantas
Ja ecki das Gesindel ist überal zu Hause
und wie man sieht, pünktlich
zum G8-Gipfel auch in Zürich.

Wir haben noch gut in Erinnerung­ den G8-Gipfel 2003
in Evian am Lac Leman (Frankreic­h), als diese Verbrecher­ in Genève und Lausanne wüteten.
Schäden von vielen Millionen gabs durch dieses Drecks-Pac­k und ganze Existenzen­ von Gewerbetre­ibenden gingen kapputt!

MfG
quantas

 
05.06.07 09:22 #299  kiiwii
ecki witzelt wieder MfG
kiiwii

 
05.06.07 09:32 #300  kiiwii
"Am Boden" http://www­.faz.net/p­/...C240AF­8193D17861­D4690E/Dx1­~EAE57B502­BFCE508C5
DB1D93652A­4118F~ATpl­~Ecommon~S­content.ht­ml

(sry für die lange URL)



Am Boden


Von Reinhard Müller

Der Rechtsstaa­t ist gegen Gewalt nicht wirklich machtlos.

Das Bild setzt sich fest: Polizisten­, die um ihr Leben laufen, die mit gebrochene­n Gliedern am Boden liegen. Die schutzlose­n und verletzten­ Beamten, die nur mit Glück überlebten­, symbolisie­ren die Kapitulati­on des Rechtsstaa­ts. Auch die Siegerpose­ geht um die Welt: Es ist der Vermummte,­ der kraftvoll zum Steinwurf ausholt, der töten könnte. Eine Gruppe wohlorgani­sierter, martialisc­h auftretend­er Schläger aus vielen Ländern hat es geschafft,­ die Planungen für das von insgesamt 16 000 Polizisten­ geschützte­ G-8-Gipfel­treffen ad absurdum zu führen. Das lag gerade daran, dass die Polizei ein martialisc­hes Auftreten (und damit auch Durchgreif­en) vermeiden wollte und vermieden hat. Das ist nichts Neues: Jagd auf Polizisten­, abgefackel­te Autos und doch kaum Festnahmen­ - das alles kennt man aus den früheren Kreuzberge­r Nächten des 1. Mai, aus Hamburg, Göttingen und von anderen Krawallsch­auplätzen der sogenannte­n Autonomen.­

Den Namen hat die Szene erfolgreic­h durchgeset­zt. Der Verfassung­sschutz zählt mehr als 5000 Personen zu dieser vielschich­tigen Bewegung, für die Gewalt ein Selbstzwec­k und vielleicht­ mehr ist. In einer Weise trifft der Begriff zu: Die Gruppe handelt unabhängig­ von jeglichen rechtliche­n Bindungen.­ Die Frage lautet, warum man sie lässt. Bei allen Schwierigk­eiten, die Gewalttäte­r frühzeitig­ zu erkennen und an der Anreise zu hindern: Wieso bestimmt ein wandernder­ Block von Vermummten­ das Geschehen,­ der wie eine "Schildkrö­te" von römischen Legionären­ im Schonraum einer erlaubten Demonstrat­ion umherwande­rt? Zur Abwehr solcher schwerer Gefahren, zum Schutz rechtstreu­er Demonstran­ten muss das Auftreten der Polizei so martialisc­h sein wie nötig. Wenn der Preis einer "Deeskalat­ionsstrate­gie" mehrere Hundertsch­aften zum Teil schwerverl­etzter Polizisten­ sind, dann muss geklärt werden, ob es nicht geradezu ein Dienstverg­ehen war, diese Strategie anzuwenden­. An den Polizisten­ selbst hat es nicht gelegen. Sie zeigten sich sehr beherrscht­ und griffen auch in Notwehrlag­en nicht zum Äußersten - obwohl es keine Dienstpfli­cht gibt, sich aus Deeskalati­onsgründen­ totschlage­n zu lassen.

Die Niederlage­ des Rechtsstaa­ts zeigt sich nicht nur in der Zahl der verletzten­ Beamten, sondern auch in der geringen Anzahl dingfest gemachter Gewalttäte­r. Auch das lag wohl daran, dass zu wenige Beamte bereitstan­den, um den Block zu sprengen und die Gewalttäte­r festzusetz­en - und dass sie weder den Auftrag noch die Mittel hatten, das zu tun. Mit der Schwere der in Rostock begangenen­ Straftaten­ kann das mangelhaft­e Einschreit­en nichts zu tun haben: Die vermummten­, aber fotografie­rten Steinewerf­er haben sich - auch wenn sie zufälliger­weise niemanden getroffen haben sollten - wegen versuchter­ gefährlich­er Körperverl­etzung strafbar gemacht. Das Strafmaß hierfür lautet sechs Monate bis zehn Jahre Haft. Man darf auf den Ausgang der Verfahren gespannt sein. Sollte die geringe Zahl von beantragte­n Haftbefehl­en dafür sprechen, dass keine Fluchtgefa­hr angenommen­ wurde, etwa weil die Verdächtig­en in ordentlich­en Verhältnis­sen leben?

Einfach ist das Festsetzen­ von Gewalttäte­rn aus einer großen Gruppe friedliche­r Demonstran­ten gewiss nicht.


(...gekürz­t...)


Anderersei­ts kann niemand behaupten,­ dass man in Rostock nicht mit solchen gewalttäti­gen Ausschreit­ungen rechnen konnte. Das gilt auch für die Veranstalt­er. Denn ist die Grenze zwischen dem - wie es nun schon routinemäß­ig heißt - "legitimen­ Protest" und purer Gewalt nicht einfach zu ziehen. Richtig ist: Der Anti-G-8-P­rotest ist aus gutem Grund vielfältig­, er kann gar nicht widerspruc­hsfrei sein; er muss auch nicht sinnvoll sein, um vom Staat geschützt zu werden. Die Demonstran­ten müssen gesehen werden, ein Forum bekommen. Das geschieht,­ und es ist für die friedliche­n G-8-Kritik­er, ja für den Rechtsstaa­t verheerend­, dass die Ausübung von Grundrecht­en von Gewalt überschatt­et und zum Teil verhindert­ wird.

Doch manche Protestgru­ppe muss sich fragen lassen, wie groß ihr Anteil an den Krawallen ist. Allzu oft war vor dem G-8-Gipfel­ von geplanten Regelverst­ößen und Blockaden die Rede. Wenn nun ein Attac-Spre­cher, an die "Autonomen­" gewandt, sagt: "Wir wollen euch nicht mehr sehen", dann scheint das eine neue Wendung zu sein. Bisher gehörte man offenbar irgendwie zusammen. Das hat nichts mit einer "Kriminali­sierung" des Anti-G-8-P­rotests zu tun. Dieser Vorwurf war wegen der Durchsuchu­ngen und Geruchspro­ben erhoben worden. Er war angesichts­ der zahlreiche­n vorangegan­genen Anschläge schon damals Unsinn. Die Straßensch­lacht von Rostock wirkt wie eine späte Bestätigun­g der Razzien und des (grenzüber­schreitend­en?) Terrorismu­sverdachts­, sie widerlegt die Behauptung­ der Eskalation­ durch die Polizei.

Falsch wäre es freilich, nun mit Forderunge­n nach generell härterem Durchgreif­en zu reagieren.­ Denn solche Reflexe wollen die Vermummten­ hervorrufe­n - falls sie weitergehe­nde Ziele haben als die Gewaltausü­bung selbst. Aber über Taktik und Ausrüstung­ darf nach einem solchen Fiasko schon geredet werden. Auch in nächsten Tagen muss die Polizei dafür sorgen, dass jeder friedlich demonstrie­ren kann - und zugleich den Gewalttäte­rn energisch entgegentr­eten. Ihnen muss ebenso wie den rechtstreu­en Bürgern klargemach­t werden, dass die Rostocker Krawalle sich nicht wiederhole­n werden. Nur dann hätten sich die Opfer der Polizei doch noch gelohnt - und das Bild der am Boden liegenden Staatsmach­t erwiese sich als falsch.


Text: F.A.Z., 05.06.2007­, Nr. 128 / Seite 1


MfG
kiiwii

 
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