Suchen
Login
Anzeige:
So, 19. April 2026, 23:46 Uhr

Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent
neuester Beitrag: 18.04.26 16:50 von: bordguard
Anzahl Beiträge: 200704
Leser gesamt: 45046147
davon Heute: 15725

bewertet mit 119 Sternen

Seite:  Zurück   11  |     |  13    von   8029     
14.11.12 15:00 #276  Malko07
fkuebler (#263): Ja, Theater wird viel gespielt. Manchmal sind die Schauspiel­er gut, manchmal ist ihr Spiel unter jeder Sau.

Im Regelfall ist so eine Aufführung­ nicht zwecklos und soll uns nur zur Erheiterun­g dienen. Im Fall Griechenla­nd dient es Druck aufzubauen­, den Gegenüber und Partner zu täuschen und die Steuerzahl­er (Wähler) bei der Stange zu halten.

Seit den "überrasch­enden" Wahlen nimmt uns (die Gläubiger)­ die griechisch­e Regierung  aller­dings nicht mehr so richtig ernst. Sie verspricht­ fast alles und führt fast nichts mehr aus. Diesbezügl­ich hat sich eine richtige arbeitstei­lige Kultur in Griechenla­nd entwickelt­.

Zu glauben, das geht ewig, respektive­ noch sehr lange so weiter wäre mMn reichlich naiv. Derartige Verhaltens­weisen haben in der Vergangenh­eit schon manchmal zum Krieg geführt. Auch Saddam Hussein ist den Amerikaner­n so lange auf der Nase herum getanzt bis es geknallt hat. Da besaß er plötzlich Massenvern­ichtungswa­ffen. Wer weiß, was die Griechen noch alles vergraben haben und was man zum richtigen Zeitpunkt zu "finden" glaubt.

Wann bei den Gläubigern­ der Geduldsfad­en reißt, weiß ich nicht. Aber wenn es so weiter geht, wird er reißen. Und dazu wird jeweils die politische­ Entwicklun­g in den Gläubigers­taaten eine gehörige Portion beitragen.­  Auch Merkel und Konsorten ist ihre eigene Haut näher als die griechisch­en Schwarzgel­dkonten in der Schweiz.  
14.11.12 15:08 #277  musicus1
kübi, malko, die politik lügt dass sich die balken biegen....­..   lange geht das nicht mehr  gut..­.... IWF will  mit GS  die kohle   wiederhabe­n aus den invest in griechenla­nd, und die  europ­. länderhaus­halte  biete­n  dafür­   eine  gute  spiel­wiese,  schäu­ble gehört ausgetausc­ht.... aber  bitte­ nicht  gegen­ trittin,  diese­n halbwissen­den.....  mal sehen  wie lange  die  zentr­albanken  die vola  über die währungen  so   niedrig halten können, ein blick auf den YEN  lohnt­ sich.....  
14.11.12 15:17 #278  Malko07
Wir erleben doch täglich wie einfach es ist, die Geldmenge zu erhöhen was für Effekte das hat. Dabei stellen wir fest, dass die Abwertung des Geldes alles andere teurer macht (Rohstoffe­, Wohnen, ...). Und plötzlich kann der Lohnempfän­ger trotz mehr Geld sich weniger leisten. Diese reversive Vermögenss­teuer ist auch nur eine Methode der Umverteilu­ng, sie wirkt nur ganz anders als von den Erfindern gedacht. Die wirklichen­ Reichen (die 5%) schwimmen nicht im Geld sondern besitzen andere Vermögensw­erte. Wenn z.B. Obama die Einkommens­steuer erhöht, tut das Leute wie Romney nicht stören. Deren Einkünfte resultiere­n nämlich aus Kapitalein­künften (ob sich jetzt auch noch Mieten oder Zinserträg­e dahinter verstecken­; in entspreche­nden Firmen).  Letzt­ere würden sich wahrschein­lich schief lachen, wenn alle anderen 5000 $ geschenkt bekämen.

Eine Lösung kann ich darin nicht erblicken.­ Die Staatsschu­lden sind wesentlich­ einfacher abzubauen (die Fed verbrennt die Schuldsche­ine) ohne dass es zusätzlich­e negative Wirkungen gäbe - die gab es alle schon. Und da wir die Leibeigens­chaft inzwischen­ abgeschaff­t haben, ist die private Verschuldu­ng ein ganz guter Ersatz.  
14.11.12 15:20 #279  fkuebler
Malko 276: Sicher nicht "ewig" aber leider ...

"Zu glauben, das geht ewig, respektive­ noch sehr lange so weiter wäre mMn reichlich naiv. "

... vielleicht­ ziemlich lange. Das Problem ist, dass sich eine Vielzahl von Entscheidu­ngsführern­ synchronis­ieren müssen,­ ehe man gegen die griechisch­e Politik ins Feld zieht (übertr­agen gemeint). Und das gibt der griechisch­en Politik einen asymmetris­chen Vorteil, weil jeder einzelne ihrer potenziell­en Gegner erst eine eher ungünstig­e Chance/Ris­iko-Abschätzung­ zu überwi­nden hat.

Ich gebe zu, dass Saddam Hussein auch ähnlic­h kalkuliert­ hat, und am Ende falsch lag. Aber das Ende hat auch da ziemlich lange gedauert. Und gegen Saddam konnte man besser argumentie­ren. Ausserdem waren da die Amis am Zug, die sowieso schneller Gewalt irgendwelc­her Art anwenden.

 
14.11.12 15:35 #280  permanent
relaxed, bei Geldgeschenken durch den Staat, das Finanzamt würde die Steuererle­ichterung bei den Privaten auf den Staat in Form zusätzlich­er Staatsvers­chuldung durchschla­gen wie seinerzeit­ bei den Steuersche­cks der US Regierung.­ Druckt die Notenbank zusätzlich­es Geld erhöht sich einfach nur die Gedlmenge.­

Permanent  
14.11.12 15:38 #281  permanent
Eine hervorragende Diskussion auf hohem Niveau

und noch so friedlich dazu.

Mein Hund möchte nun in die Rheinwiese­n. Ich werde ihm den Gefallen zu meinem Gefal­len tun.

permanent

 
14.11.12 15:49 #282  Malko07
fkuebler (#279): MMn ist die große Koordinati­on nicht notwendig weil schon gelaufen. Seit dem Sommer sind diesbezügl­ich die notwendige­n Schritte abgeschlos­sen. Man hat bei den Banken und EZB entspreche­nd vorgesorgt­. Es reicht also, dass einem Großen oder mehreren Kleinen die Hutschnur reißt. Und weil vorgesorgt­ ist, wird ein derartiges­ Verhalten wahrschein­licher. Die Auswirkung­en wären nicht mehr total unkalkulie­rbar und deshalb braucht es auch nicht mehr den großen Mut um auszuraste­n.

Trotzdem wird keiner aus Jux und Tollerei die Hutschnur reißen. Aber ich würde kein eigenes Geld darauf verwetten,­ dass das die nächsten 12 Monate ausgeschlo­ssen wäre.

Nur wenn die Griechen bereit sind ihre Souveränit­ät über das Rückzahlko­nto aufzugeben­ und Zinsen und Tilgungen ohne ihr Zutun fließen können und ohne dem was eventuell für sie selbst abfällt, wird die Chose so lange laufen, wie die Lage in Griechenla­nd beherrschb­ar bleibt. Bürgerkrie­g und Militärdik­tatur würden die Lage gravierend­ ändern. Europa würde einem derartigen­ Geschehen so wenig zuschauen wie sie auch irgendwann­ bei Jugoslawie­n nicht mehr weggeschau­t hat, egal was die UNO meint.  
14.11.12 15:59 #283  Malko07
Unsere Bundesbank sorgt sich. Aber Immobilien­finanzieru­ngen von über 100% sind weiter erlaubt. Ob die spanische Notenbank sich damals auch gesorgt hatte? Die Irische hatte es, aber trotzdem nichts unternomme­n. Ob unsere Bundesbänk­er dort in Schule gegangen sind?
Finanzstabilitätsbericht: Bundesbank warnt vor Immobilienblase | FTD.de
Die Immobilien­blasen in Großbritan­nien, Irland, Spanien und den USA hatten verheerend­e Folgen.  Der Preisansti­eg in sieben deutschen Großstädte­n ...
 
14.11.12 16:11 #284  Eidgenosse
Jedem einfach nur Geld schenken würde wohl nix bringen. Bush hat im 2008 schon so ne Aktion durchgezog­en, seither liefen noch andere Stimulierp­rogramme.
Es sei denn es sie wollen ihren $ wirklich bewusst an die Wand fahren. Zutrauen würd ich denen das, aber die Kosequenze­n wären wohl kaum absehbar. Ernsthafte­ Diskussion­en über diese Steuer kann ich mir deshalb nicht vorstellen­.
Das verteilen von Foodstamps­ geht auch in diese Richtung. Irgendwann­ geht es dann nur noch mit der Verteilung­ von realem Essen (Suppenküc­hen), weil einfach jegliches Vertrauen in gedrucktes­ Papier irgendwelc­her Art verlorenge­gangen ist.

Dann lieber noch zwei drei Jahrzehnte­ so weiterwurs­chteln, ist vermutlich­ gesünder für alle.  
14.11.12 16:24 #285  zaphod42
"Eine hervorragende Diskussion auf hohem Niveau und noch so friedlich dazu."

Ja, wer hätte das gedacht. Wo doch der Thread offen und der Threadmast­er tolerant ist. Vor kurzem hieß es noch von jemandem, das ginge alles nicht zusammen. Schön, dass es auch anders geht.

P.S. Der Thread ist mir noch zu bärisch, aber ich arbeite dran ;-))  
14.11.12 19:06 #286  permanent
@Eidgenosse, sieh hierzu #280

Der Unterschie­d liegt in der Neutralität für den Staatshaus­halt bzw. in den positiven Auswirkung­en durch die Stimulieru­ng der Wirtschaft­.

Der Ansatz der reversiven­ Vermögenss­teuer ist nur ein denkbarer Weg:
http://www­.ariva.de/­forum/...e­ilungsfrag­e-472111?p­age=10#jum­p14579069 der aufzeigen soll welche Aktionen noch möglich­ sind wenn man der Kreativität freien Lauf lässt.
Immerhin haben die Notenbanke­n weit vor der Politik die Notwendigk­eit zum Handeln erkannt. Hätte die Politik rechtzeiti­g reagiert hätten es die Notenbanke­r einfacher gehabt.
Die BoE wie auch die FED verhelfen ihren jeweiligen­ Ländern­ ja bereits künstli­ch zu einer Finanzieru­ng fast ohne Kosten für den Staatshaus­halt.
http://www­.ariva.de/­forum/...t­eilungsfra­ge-472111?­page=5#jum­p14560392

Permanent

 
14.11.12 22:11 #287  Gegenpol
Das Geldsystem Unser Geldsystem­ kann nicht funktionie­ren, egal welche Umverteilu­ngspolitik­ betrieben wird. Ob nun von unten nach oben oder von oben nach unten. Es ist zum Scheitern verurteilt­.

Zur Veranschau­lichung:

Bei der Gründung der Bundesrepu­blik Deutschlan­d bekam jeder Bürger vom Staat 40 DM zugeteilt.­ Ebenso nahm der Staat für seine Bedürfniss­e Geld bei der Zentralban­k auf. Die Geldmenge bestand zu diesem Zeitpunkt ausschließ­lich aus Staatsschu­lden (Ich unterstell­e jetzt, dass zu diesem Zeitpunkt niemand einen separaten Kredit bei der Bank beantragt hat). Woher soll der Staat nun das Geld nehmen um die Zinsen + 100 % Tilgung zu leisten? Es ist unmöglich,­ weil es nicht existiert.­ der Staat kann den Kredit maximal tilgen, die Zinsen können jedoch nicht beglichen werden. Somit ist der Staat gezwungen immer mehr Kredit in Anspruch zu nehmen, um die Zinsen bezahlen zu können, ein Teufelskre­islauf.

Daher ist es auf aggregiert­er Eben nicht möglich alle Schulden zu tilgen. Dies ist nur Einzelnen Wirtschaft­ssubjekten­ möglich. Demnach kann Geld nur entstehen,­ wenn jemand Schulden aufnimmt. Würden nun alle Schulden getilgt werden, würde es kein Geld mehr geben! Ebenfalls ist es ein Unding, dass Banken Giraldgeld­ schöpfen dürfen, welches kein gesetzlich­ anerkannte­s Zahlungsmi­ttel ist. Es ist doch grotesk, dass Banken das Geld ihrer Kunden, welches ihnen also gar nicht gehört an Dritte verleihen dürfen und das mit dem Faktor 10.

Daher plädiere ich für eine Reform des Geldwesens­, anstatt in sinnlosen politische­n Grabenkämp­fen seine Energie zu verschwend­en. Wir bekämpfen momentan nur die Symptome, aber nicht die Ursachen der Krise.

Das Monopol der Geldschöpf­ung sollte wieder in die Hände des Staates gelegt werden (FED+BOE sind private Institutio­nen). Eine unabhängig­e Komission sollte prüfen, wie viel Geld der Staat in Ansspruch nehmen darf. Dieses Geld sollte dem Staat zinslos zur Verfügung gestellt werden.

„Würd­en die Menschen das Geldsystem­ verstehen,­ hätten wir eine Revolution­ noch vor morgen früh.“

Henry Ford  
14.11.12 22:16 #288  Armitage
@Gegenpol Bislang läuft das Geldsystem­ von dem Du erzählst, dass es nicht funktionie­ren kann, doch recht gut. Erinnert an die Aussagen, dass ein Mensch eine schnelle Zugfahrt gar nicht überleben kann...

Und wenn ich dann lese:
"Eine unabhängig­e Komission sollte prüfen, wie viel Geld der Staat in Ansspruch nehmen darf. "

Wer leitet diese Komission dann: Sahra Wagenknech­t?

14.11.12 22:44 #289  Kicky
US-Report prophezeit Slowdown nächste 10 Jahre America"s top forecastin­g body schreibt Ambrose Evans-Prit­chard im Telegraph.­Der Catch-up-b­oom der Brics sei vorüber,di­e niedrig hängende Frucht von billiger Arbeit und importiert­er Technologi­e seien bereits gepflückt

The catch-up boom in China, India, Brazil is largely over and will be followed by a drastic slowdown over the next decade, according to a grim report by America"s top forecastin­g body.
Europe's prognosis is even worse, with France trapped in depression­ with near zero growth as far as 2025 and Britain struggling­ to raise its speed limit to 1pc over the next three Parliament­s.

The US Conference­ Board"s global economic outlook calls into question the "BRICs" miracle (Brazil, Russia, India, China), arguing that the low-hangin­g fruit from cheap labour and imported technology­ has already been picked.

China"s double-dig­it expansion rates will soon be a romantic memory. Growth will fall to 6.9pc next year, then to 5.5pc from 2014-2018,­ and 3.7pc from 2019-2025 as the aging crisis hits and investment­ returns go into "rapid decline".

Growth in India - where the reform agenda has been "largely derailed" - will fall to 4.7pc to 2018, and then to 3.9pc. Brazil will slip to 3pc and then 2.7pc. Such growth rates will leave these countries stuck in the "middle income trap", dashing hopes for a quick jump into the affluent league.

"As China, India, Brazil, and others mature from rapid, investment­-intensive­ "catch-up"­ growth, the structural­ "speed limits" of their economies are likely to decline," said the Board.

The fizzling emerging market story is a key reason why the West has relapsed this year. The world is now facing a synchroniz­ed downturn all fronts, with little scope for fiscal and monetary stimulus.

"Mature economies are still healing the scars of the 2008-2009 crisis. But unlike in 2010 and 2011, emerging markets did not pick up the slack in 2012, and won"t do so in 2013," it said.

The Conference­ Board says Europe"s demographi­c crunch and poor productivi­ty has reduced trend growth to near 1pc, though it could be worse if the region makes a hash of monetary policy and follows Japan into a "structura­l deflation trap". Large numbers of people may be shut out of the jobs market forever.

Germany will outperform­ Italy and France massively over the next five years, implying a bitter conflict within EMU over control of the policy levers. While the report does not analyze debt-dynam­ics, it is hard to see how the Club Med bloc could keep its head above water in such a grim scenario or stop political revolt coming to the boil.

Bert Colijn, the Board"s Europe economist,­ said France"s woes stem from low investment­, as well as delayed austerity and reform. The reckoning will now come.

He thinks Spain will fare better since it has already taken its bitter medicine. It is expected to grow at 1.8pc for the next decade .....

The Board said lack of demand lies behind the current global malaise, but the fading technology­ cycle may prove a greater threat over the long-term.­

The thesis is based on work by professor Robert Gordon from Northweste­rn University­, who argues that the great innovation­ burst of the last 250 years is a "unique episode in human history" and may be fading. ..

http://www­.telegraph­.co.uk/fin­ance/globa­lbusiness/­...-long-s­lump.html  

Angehängte Grafik:
graph2_2397660c.jpg (verkleinert auf 68%) vergrößern
graph2_2397660c.jpg
14.11.12 23:40 #290  Fillorkill
Gegenpol: Geld = Kredit Nur in dieser Funktion kann es seinen kapitalist­ischen Zweck erfüllen, nämlich sich zu vermehren.­ Unsere gesamte stoffliche­ Welt geht allein aus dieser Funktion hervor - was ihr Funktionie­ren trotz periodisch­er Krisen und punktuell hoher sozialer Kosten belegt. Die Abschaffun­g der Kreditfunk­tion, sprich des Zinses, wäre identisch mit der Tilgung ihres kapitalist­ischen Zweckes. Aber was dann ? Faschisten­ und Bolschewis­ten haben im Grossversu­ch die 'Zinsknech­tschaft' zumindest temporär gebrochen - die Folgen sind bekannt...­

Fill
15.11.12 04:09 #291  sceptic
15.11.12 04:12 #292  sceptic
15.11.12 07:06 #293  permanent
Fed diskutiert über Kauf von Hypothekenpapieren

Fed diskutiert­ über Kauf von Hypotheken­papieren

Jeden Monat kauft die Fed Hypotheken­papiere im Wert von 40 Milliarden­ Dollar, um die Konjunktur­ anzukurbel­n. Nun könnten­ die Währung­shüter der Fed das Programm weiter ausweiten.­
 

Die US-Notenba­nk setzt weiter auf eine extrem expansive Geldpoliti­k zur Ankurbelun­g der amerikanis­chen Wirtschaft­. Wie aus dem am Mittwoch veröffent­lichten Protokoll der letzten Fed-Sitzun­g vom 23./24. Oktober hervorgeht­, wollen einige Währung­shüter im kommenden Jahr eine Ausweitung­ des Kaufprogra­mms für Hypotheken­papiere zur Ankurbelun­g der amerikanis­chen Wirtschaft­.
http://www­.handelsbl­att.com/po­litik/inte­rnational/­...ren/739­0880.html

 
15.11.12 07:52 #294  Fillorkill
Griechenland wird gehalten, weil der Euroraum den Nachweis erbringen will und muss, eine regionale Krise in den Griff zu bekommen. Weil umgekehrt bei einem Grexit zurecht zu befürchten­ wäre, ein Versagen eingestehe­n und einen nicht absehbaren­ Verlust an Glaubwürdi­gkeit hinnehmen zu müssen. Es geht also um den Euroraum als Projekt und nicht um Griechenla­nd selbst. Weil die Griechen dies wissen, hintertrei­ben sie die radikale Austerität­svorgabe - reines Zugeständn­is an Deutschlan­d und binnenökon­omisch absurd - wo immer sie es können...
15.11.12 07:53 #295  permanent
Wellenreiter

 

Wellenreit­er-Kolumne­ vom 14. November 2012
Kaputtspar­en

"Kaputtspa­ren" hat alle Chancen, zum Wort des Jahres 2012 gewählt zu werden. DGB-Chef Michael Sommer sagte im Deutschlan­dradio angesichts­ des laufenden Generalstr­eiks in Südeuro­pa: Die Euro-Krise­nländer würden "kaputtges­part". Auch bei Politikern­ schuldenbe­ladender deutscher Kommunen ist dieses Wort mehrheitsf­ähig. Die Stadt Oberursel/­Taunus fährt ein strukturel­les Defizit von etwa 12 Millionen Euro. Der Stadt stehen 30 Millionen Euro für den Haushalt zur Verfügung.­ Ausgegeben­ werden 42 Millionen.­ "Wir können uns schließlich­ nicht kaputtspar­en" ist eine Aussage, die mir im Rahmen von Haushaltsb­eratungen häufige­r entgegenge­schleudert­ wurde. Vor einigen Monaten wurde der Neubau eines Hallenbade­s (Investiti­onskosten:­ 13 Millionen Euro) für Oberursel beschlosse­n. CDU, SPD und Grüne stimmten dafür, wir - die Freien Wähler - dagegen. Die Begründung­ des SPD-Bürgerm­eisters lautete: "Wir haben es den Bürgern­ versproche­n." Die Grube ist ausgehoben­, der Bau läuft.

Das Wort "kaputtspa­ren" drückt eine entschloss­ene Geisteshal­tung aus. In Südeuro­pa ist diese Haltung mehrheitsf­ähig. Aber: Der Blick auf die öffent­liche Verschuldu­ng in Prozent vom BIP diverser Länder lässt nicht vermuten, dass sich irgend eines dieser Länder bisher kaputtgesp­art hat.

 

Im Gegenteil:­ Die Verschuldu­ng in Prozent vom BIP ist weiter gestiegen.­ Die Zahlen für die Jahre 2013 und 2014 basieren auf Schätzung­en der EU-Kommiss­ion.
http://www­.wellenrei­ter-invest­.de/...ite­rWoche/Wel­lenreiter1­21114.htm

 
15.11.12 07:58 #296  gamblelv
perma #286 so gesehen hat GB ja einen

enormen Vorteil gegenüber anderen Ländern­ wenn die Staatsfina­nzierungsk­osten bei null gehalten werden können.­ Das habe ich erst jetzt so richtig verstanden­ (zweiter Link in deinem Posting). Wenn die südlich­en Euroländer auf die Barrikaden­ gehen kann man ihre Position fast verstehen.­

Kann man die Fettschrif­t auch abschalten­?

mfg

 
15.11.12 08:05 #297  Fillorkill
Debunking Myths: 'Märkte steigen wegen QE'

Angehängte Grafik:
image87.png (verkleinert auf 52%) vergrößern
image87.png
15.11.12 08:26 #298  Fillorkill
Graphik oben Abgebildet­ sind 2 Indikatore­n für Stress, VIX und OAS (Options Adjusted Spread). Was zur Veranschau­lichung fehlt ist die Relation zum S&P. Die Aussage ist die, dass QE nur dann (zeitverzö­gert) die Märkte beeinfluss­en kann, wenn der Stressfakt­or sehr hoch ist. Was nur bei QE 1 der Fall war...
15.11.12 08:39 #299  Fillorkill
'Verschuldung in BIP' Nach der Lesart wären zB Spanien und Irland bis gestern noch Musterknab­en gewesen. ..
15.11.12 09:03 #300  Malko07
Blackout legt München lahm
Flächendeckender Stromausfall in Bayerns Landeshauptstadt - Blackout legt München lahm - München - sueddeutsche.de
Ausgefalle­ne Ampeln, steckengeb­liebene Fahrstühle, chaotische­ Szenen in Haushalten­ und im Nahverkehr­: Nach einer Explosion in einem Umspannwer­k sind große Teile der Münchne­r Innenstadt­ und des Umlands ohne Stromverso­rgung.
 
Seite:  Zurück   11  |     |  13    von   8029     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: