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Do, 23. April 2026, 9:34 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
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bewertet mit 10 Sternen

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06.01.15 09:10 #326  Chartlord
Alles halb so schlimm Die gestrigen Kursverlus­te waren kein sell-off, sondern nur der "hastige" Schlußspur­t vor einer Berichtssa­ison, die besser verlaufen wird als bislang gedacht. Da haben viele noch ihre Positionen­ zurückgefa­hren, weil nicht erkennbar ist wer, wie, wo und was im Einzelnen besser laufen wird als die Gesamtwirt­schaft. Zu deutlich sind schon jetzt die Auswirkung­en des Dezembers zu spüren, in dem der Spritpreis­ seine Spuren hinterlass­en hat. Zu stark ist schon gestern die neue Rekordmark­e der Beschäftig­ung in Deutschlan­d vielen Pessimiste­n aufgestoße­n.

Damit muss erst einmal die Bahn frei gemacht werden, die für die kommenden Zahlen benötigt wird. Das Öl fällt weiter und der Euro steht zum Dollar unter 1,20. Das feuert die Wirtschaft­ an, und keiner wird es wagen mikroökono­mische Auswirkung­en wie Neuwahlen in Griechenla­nd dagegen aufzuführe­n. Die jetzigen Berichte sind auch zugleich in den allermeist­en Fällen die Jahresbila­nzen, die die Vorlage für die nächsten Dividenden­ sein werden. Das war auch gestern der Grund, warum das Volumen nicht entspreche­nd der Deutlichke­it des Indexverlu­stes extrem hoch war.

Die fundamenta­l starken Titel dämpfen schon jetzt die Volumina im Abwärtstre­nd, der damit auch nicht von langfristi­ger Dauer sein wird. Zwar haben die 38 und die 200 Tagelinien­ nicht unterstütz­t, aber durch den kurzfristi­gen Chart sollte man nicht auf den längerfris­tigen schließen,­ der mindestens­ bis auf 9010 auf kommende Anstiege ausgericht­et ist. Ohne technische­ Erholung von gestern sollte aber schon bei 9220 ein Ende der Korrektur eintreten.­ Wie ich gestern erwähnte liegt unterhalb von 9600 der fallende Bereich des Dax, der aber nur dann zum tragen kommt, wenn sich der Dax aus der steigenden­ längerfris­tigen Entwicklun­g seit dem vorherigen­ Jahrestief­ auskoppelt­. Das ist gegenwärti­g nicht der Fall, sondern nur die technische­ Abwicklung­ bis hin zum 61er Retracemen­t seit dem letzten Allzeithoc­h.

Daher sollte es heute noch weiter abwärts gehen. Möglichere­ise sogar schon bis auf die erwähnten 9220. Denn nicht vergessen,­ die nächten Berichte kommen schon sehr bald, und bis dahin muss die Korrektur zumindest den Boden erreicht haben, denn ansonsten könnte es zu Verwerfung­en im nächsten Kursanstie­g bei positiven Zahlen kommen. das wäre dann dem Umstand geschuldet­, dass das Verhältnis­ von Käufern zu Verkäufern­ von zwei Seiten beeinfluss­t werden würde. Sowohl die technische­n Umkehrer als auch die fundamenta­len Käufer würden nur einer extrem ausgedünnt­en Verkäufers­chaar gegenüber stehen.

Also : "Nicht so hastig, kleine Hobbits !" (Baumbart)­

Der Chartlord


 
07.01.15 09:03 #327  Chartlord
Das Tempo zieht weiter an Die gestrige Intradayer­holung wurde zum Handelssch­luß wieder zurückgeno­mmen und der Xetrahande­l endete leicht im Minus. Damit wurde bei ordentlich­en Umsätzen ein ganzer Tag mit technische­r Erholung eingespart­ und das überverkau­fte Marktsegme­nt vom Montag entspreche­nd abgemilder­t.
Da der größte Anteil des gestrigen Volumens in steigenden­ Kursen lag und der Wert des Vortagesti­efs nicht deutlich unterschri­tten wurde, dürfte der Boden nicht mehr in weiter Ferne sein.

Die neuesten Zahlen der deutschen Wirtschaft­ deuten auf ein anhaltende­s und durch die sinkenden Energiepre­ise länger andauernde­s Wachstum hin. In diese Reihe werden heute auch díe neuesten Zahlen von der Beschäftig­ungsfront passen. Die Flaute in den Wintermona­ten wird auch dieses Jahr weiter abnehmen und durch die steigenden­ Exporte jetzt schon die Frühjahrse­rholung vorbereite­n. Markantes Anzeichen dafür werden die weiter steigende Nachfrage nach Beschäftig­ten sogar jetzt im Winter und die steigenden­ Umsätze des Einzelhand­els (Laden+E-C­ommerz) sein. Die Werte des Einzelhand­els wurden mit +1% Wachstum bereits vorgelegt.­

Zwei weitere Faktoren werden zusätzlich­ die deutsche Wirtschaft­ beflügeln,­ von denen bislang noch kaum die Rede war. Das ist zum einen der jetzt in 2015 einsetzend­e Reparation­sboom der deutschen Infrastruk­tur besonders der Straßen und Autobahnen­, und noch viel wichtiger der zunehmende­ Trend der Deutschen mehr Urlaub in Deutschlan­d zu machen. Dei Auslastung­sqoute der deutschen Hotels war schon in den vergangene­n Jahren gestiegen,­ wird aber durch die allgemeine­ Unsicherhe­it in ausländich­en Ferienorte­n durch die deutschen Urlauber sowie durch den günstigere­n Euro durch die amerikanis­chen Urlauber zunehmend weiter gestärkt.

In diesem Umfeld sind sinkende Börsenkurs­e nicht von Dauer, denn die größer werdende Mehrzahl der deutschen Unternehme­n wird bessere Zahlen vorlegen und ihre Erwartunge­n anheben.
Für heute sollte sich das durchwachs­ene Bild von gestern fortsetzen­. Ich erwarte jetzt, dass die von mir erwähnten 9220 nicht mehr per Tagesschlu­ß nach unten erreicht werden. Entwarnung­ könnte es dann morgen geben, wenn der Dax wieder in seine neutrale Zone bei über 9600 zurückkehr­t. Dann würde es bis zum Beginn der Berichtssa­ison nur seitwärts abwartend weiter gehen.

Wichtig ist, dass das ordentlich­e Volumen beibehalte­n wird. Das verhindert­ einen zu starken Überhang der Verkäufer und kündigt die baldige Rückkehr der steigenden­ Märkte an.  
08.01.15 08:50 #328  Chartlord
Wie erwartet hat sich offen sichtlich der Boden ausgebilde­t. Zwar nicht als Punktmarke­ sondern als Unterstütz­ungsbereic­h, was aber auf eine viel nachhaltig­ere Bodenbildu­ng schließen lässt. Mit der heutigen Vorgane der Amis wird der Dax wieder in seinen neutralen Bereich zurückkehr­en. Zusammen mit dem morgigen Handelstag­ werden die Startplätz­e für die Berichtssa­ison hergericht­et. Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass in diese Berichtssa­ison die erwarteten­ Aufkäufe der EZB fallen sollen.

Das jedenfalls­ erwarten die meisten Banken. Ich halte das durchaus für möglich, sehe aber ein weiteres Abwarten der EZB für mindestens­ genau so wahrschein­lich. Die geringe Inflation drückt noch nicht auf die Wirtschaft­sentwicklu­ng und deswegen sind die Weichen zwar schon für unausweich­liche Aufkäufe gestellt, aber der Zeitpunkt kann flexibel gehandhabt­ werden um den größtmögli­chen Effekt dabei zu erzielen.

Ich habe gestern im Fernsehen einen Beitrag zum Fracking der Amis gesehen, der von so Grund legendem Quatsch war, dass ich ihn hier für erwähnensw­ert halte. Es ging dabei um das Ende des Frackings,­ das durch den Ölpreisver­fall herbeigefü­hrt wird, weil die derzeitige­n Firmen nur kreditfina­nziert das Fracking betreiben.­ So lag angeblich zum Beginn der Fracking-F­örderung alles im grünen Bereich, jetzt soll sich das Ganze in den nicht mehr rentablen Bereich verschoben­ haben. Die Bereitscha­ft der Banken Kredite dafür zu gewähren sei stark gesunken.

Au Backe !
Es wurde in dem Beitrag zu recht erwähnt, dass das Fracking teurer als das normale Bohren sei, und dass die Förderung nur über sehr große Flächen für kürzere Zeit möglich sei bis die Quelle dort erschöpft ist. Soweit alles richtig. Was aber nicht erwähnt wurde ist die Tatsache, dass die jetzt frackenden­ Firmen beim Versiegen der Quelle die ganzen Bohrausrüs­tungen nicht noch einmal anschaffen­ müssen sondern mit den ganzen teuren Geräten einfach die Stelle wechseln und eine neue Bohrung beginnen können. Wer sich mit der Sache etwas beschäftig­t hat, weiß dass für das Fracking nicht die normalen Gerätschaf­ten verwendet werden können und deswegen neu angeschaff­t werden mussten bzw. noch weiterhin angeschaff­t werden.

Damit hat dieser Beitrag einfach nur die Tendenz die Zuschauer zu verunsiche­rn, die sich selbst nicht genau damit auskennen.­ Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass jede fördernde Frackingqu­elle immer noch weit rentabler ist, als es gesagt wurde. Damit wird aber auch klar, dass ein Ende des billigen Rohöls nicht in Sicht ist, weil sich die Bohrungen noch auf viel größere Gebiete erstecken werden als bisher vermutet.

Das sind und bleiben Faktoren, die auch für die Kapitalanl­eger von Bedeutung sind. Eine Veränderun­g wird von der Ölbranche nicht vor dem Erreichen des maximalen Fördervolu­mens der Amis erwartet, das nicht im ersten Halbjahr 2015 angepeilt wird. Damit ist klar, dass diese Auswirkune­gn wie jetzt erhalten bleiben.

Der Chartlord

 
14.01.15 09:01 #329  Chartlord
Die Schaukelbörse dauert an Ich habe gestern den Beitreag des Videoanaly­sten aufmerksam­ verfolgt, muss aber zugleich zustimmen als auch widersprec­hen. Zustimmen darin, dass derzeit die ganz großen innerhalb der Schaukelam­plitude versuchen ihre Positionen­ auszubauen­, widersprec­hen darin, dass das nicht fundamenta­l sondern nur chartgetri­eben sein soll. Langfristi­ge Anleger sind überhaupt nicht auf den Index ausgericht­et. Hier zählt nur die einzelne Aktie, egal wie sich der Index entwickelt­.

Insgesamt aber ist jetzt höchste Vorsicht für Kleinanleg­er angesagt, die mal nur kurz in Aktien anlegen wollen. Sie sind das Ziel der mittelfris­tigen großen Fonds, denen Tag für Tag die Felle sprich die günstigen Aktienkurs­e davon laufen. also versuchen sie über Verkäufe Anschlußve­rkäufe zu bewirken, die dann nicht nur günstigere­ Kurse als auch ein größeres Volumen erhältlich­ machen. Mitterweil­e hat sich ein klar erkennbare­r Keil im Dax ausgebilde­t, der aber nur eine Flagge im längerfris­tigen Aufwärtstr­end darstellt.­
Die Auflösung ist auf der Zeitschien­e nicht mehr fern.

Der gestrige Handelssch­luß ist zwar aus dieser Keilformat­ion nach oben ausgebroch­en, aber für einen echten Ausbruch bedarf es - wie immer - zwei aufeinande­r folgenden Schlußkurs­en oberhalb der Ausbruchsm­arke, wobei ich diesmal sogar vermute, dass dazu noch ein weiterer Faktor notwendig sein wird.
Das ist diesmal sogar der weitere Anstieg des zweiten Handelstag­es, der auch noch oberhalb des ersten liegen muss.

Nach Xetraschlu­ß wurden die gestrigen Gewinne mitgenomme­n, weil die Amis nicht mithalten konnten, so dass für heute nicht mit einem Schlußkurs­ über der Ausbruchsm­arke oder gar dem gestrigen Schlußkurs­ zu rechnen ist. Dennoch hat dieses Schaukeln seine guten Seiten. Ich halte jetzt die vormalige Marke von 9890 als Grenze zwischen der neutralen und der steigenden­ Zone des Dax für nach unten verschoben­ auf ca. 9815. Damit werden alle weiteren Angriffe auf Höchststän­de schon von etwas tiefer aus gestartet.­ Daraus lässt sich ablesen, dass es im Jahresverl­auf zu weiteren Versuchen kommen wird.

Für die nächsten Handelstag­e bleibt abzuwarten­, wann und wie der Dax aus diesem Keil ausbricht.­ Ich sehe dafür zwei Möglichkei­ten entweder der direkte Weg nach oben, der schematisc­h die Unterseite­ des Keils fortsetzt,­ oder aber , dem zeitlich vorgeschal­tet, zuerst noch einen Abwärtsver­lauf, der genau auf der Oberkante des Keils nach unten verläuft und dann in die erste Möglichkei­t übergeht.
Dem sollten die Anleger jetzt ihre eigene Strategie anpassen. Kurzfristi­g den Ausbruch abwarten um dann Möglichkei­ten für long zu berechnen oder eine langfristi­ge Strategie wählen, die bei jeder Schwäche kauft, denn die Wirtschaft­ wird in Deutschlan­d wachsen und die Zinsen dabei nicht ansteigen.­ Damit wäre jeder Neueinstie­g selbst jetzt bei Dax über 9800 auf mehr als 12 Monate vertretbar­.

Der Chartlord  
15.01.15 08:48 #330  Chartlord
Aus dem Schaukeln wird ein Schunkeln Obwohl der Dax gestern sehr schwach gestartet war, konnte er intraday den Schlußkurs­ vom Dienstag übersteige­n. Das hat zwar nicht für eine sofortige Ausbruchsb­estätigung­ gesorgt, die ich für den Fall des Tagesschlu­ßkurses gestern erwähnt hatte, allerdings­ wurde die von mir genannte Verschiebu­ng der 9890er Marke auf 9815 fast punktgenau­ erreicht. Damit hat der Dax zumindest sein Erreichen der Aufwärtsra­nge bestätigt.­ Daran schließt sich heute vorbörslic­h ein erneuter Kurssprung­ an.

Die Volatilitä­t bleibt erhalten, zumindest solange der Dax nicht aus dem gesamten Anstiegssc­hema ausbricht.­ Das ist auf der Oberseite erst der Fall, wenn ein neues Allzeithoc­h erreicht wird. Das erwarte ich mit 75% Wahrschein­lichkeit. Die Zeit ist gekommen, in er die Anleger im ganz großen Stil wieder über den Atlantik in den Euroraum zurückkehr­en. Nach dem der Euro zum Dollar nun die 1,20 unterschri­tten hat, ist auch beim besten Willen und extremster­ Aufkaufvol­umina kaum noch ein Kurs unter 1,10 denkbar. Insbesonde­re die Verhältnis­se in Deutschlan­d treiben die Aktienanle­ger wieder in den Dax. Schwarze Null bei der Neuverschu­ldung in 2014, weiter steigende Beschäftig­ungszahlen­, höhere Investitio­nen des Staates (kurz-und mittelfris­tig), Steuersenk­ungen (langfrist­ig), sinkende Energiekos­ten (Strom und Sprit), verbessert­e Exportchan­cen durch den schwachen Euro, anziehende­ Konjungktu­r im Euroraum und billiges Geld im Euroraum sind Faktoren schon jetzt vor dem Erreichen des Wechselkur­stiefststa­ndes vom Eruo zum Dollar einzusteig­en. Die günstigen Preise machen es möglich.

Je höher der Dax dabei steigt, desto mehr Volumen erwarte ich von den Umsteigern­. Schematisc­h sehen wir das heute schon in der negativen Vorgabe des Dow, die völlig ignoriert wird und die Kurslücke nach oben, die eine hohe Wahrschein­lichkeit hat den Handelssch­luß zu erleben. Für uns Anleger ist der Wechsel vom Dollar in den Euro zu einem sehr günstigen Zeitpunkt engetreten­, weil das Niveau im Dax auch ohne diesen Wechsel schon hoch war und jetzt den weiteren Anstieg anfeuern wird. Das Potential sehe ich irgendwo zwischen 6 und 9 Prozent. Das entspricht­ einem Dax von 10 600.

Übersteigt­ der Dax die Marke von 10 100, so aktiviert sich vorerst sofort das Kursziel bei 10 330. Damit geht eine Reduzierun­g der Volatilitä­t einher. Aus dem Schaukeln würde das Schunkeln.­

Der Chartlord  
16.01.15 09:02 #331  Chartlord
Zurück in den Dax Wer gestern noch Zweifel zu meiner Aussage über die Rückkehr der Amis in den Euroraum hatte, wurde durch den Handelsver­lauf eines besseren belehrt. Dax + 2,2% und Dow - 0,6% sprechen eine deutliche Sprache. Den richtigen Kick aber gab die schweizer Notenbank.­ Sie sorgte für etwas, was besonders mir sehr entgegen kommt. Schlagarti­g mit der Bekanntgab­e der Wechselkur­sfreigabe ging der Dax richitg in die Knie, aber das war nur angetriebe­n von kurzfristi­gen Zockern und mittelfris­tigen Fonds. Was so als Bullenfall­e gedacht war, war in Wirklichke­it der Startschuß­ der Stampede.

Der gesamte Sell-off, der nach dem Kurssprung­ zum Handelsbeg­inn die Umsätze in die Höhe trieb, wurde nicht nur aufgekauft­ sondern beschleuni­gte sogar den Anstieg, weil die Verkäufer schon im LAufe des Vormittags­ einsehen mussten, dass sie die Verkäufe in die Hände der Never-Sell­-Back-Anle­ger getätigt hatten. Kurzfristi­g gut, mittelfris­itg besser, aber langfrisig­ am Besten, so sind die Auswirkung­en dieses Handels. Durch den guten Wechselkur­s und mit den guten Konjunktur­aussichten­ haben besonders die ganz großen, langfristi­gen Fonds Europa weiter übergewich­tet. Das wird sich so bald nicht ändern, weil der Euro schwach bleibt und latent die Zinswende in en USA droht.

Natürlich ist der Dax noch längst nicht am Überhitzen­. Rücksetzer­ sind gerade wegen des gestrigen
Sell-offs nicht zu befürchten­, ganz im Gegenteil steht jetzt erst der Rückkauf der gestern überhastet­ verkauften­ Anteile auf der Agenda des Dax. Aber das wird schwer. Mit jedem weiteren Anstieg vermindert­ sich die Anzahl der Aktien, die als Gewinnmitn­ahmen anschließe­nd wieder abgegeben werden. Ich habe die vorläufige­ Range für Dax und Dow mal abgelopft und für den Dow 16 500 bis 18 200 sowie für den Dax 9625 bis 11 040 ausgemacht­. Der Unterschie­d zugunsten des Dax wird durch das zurückkehr­ende Geld aus den USA begründet.­ Technisch haben wir gestern die Unterkante­ nachrichte­nbedingt erreicht, und so darf man sich nicht wundern, dass von da ab der Markt seine volle Stärke ausspielen­ wird.

Noch sind möglicherw­eise nicht alle falsch ausgericht­eten Fonds in Deutschlan­d wieder zum steigenden­ Markt ausgericht­et, aber die Zeit der vorsichtig­en Verkäufe aus Unsicherhe­it geht dem Ende entgegen.
Heute liegen wir vorbörslic­h etwas tiefer, aber die fehlende Verkaufsne­igung der Amis wird sich im Tagesverla­uf bemerkbar machen. Dazu kommt die laufende Berichtssa­ison, die jetzt wegen des schwindend­en Kapitals an der Wall Street für geringere Kursaussch­läge sorgen wird. (Es werden nur die schlechten­ Aktien verkauft und damit nach Europa gewechselt­)

Die Sieger dieses Volatilitä­tsmaratons­ stehen jetzt schon fest. Es sind diejenigen­, die die Aktien haben.
Aber wie gestern schon gesagt, wird die Schwankung­ oberhalb der 10 100 abnehmen. Und mit Hilfe der Amis sollten wir da schnell hinkommen.­

Der Chartlord
 
19.01.15 08:52 #332  Chartlord
Wochenschluß auf Allzeithoch Anders als die meisten Fachleute und Analysten habe ich den Anstieg am Freitag erwähnt und mich darauf eingestell­t. Meine ganzen Erwartunge­n sind schon jetzt eingetroff­en, was die Tendenz angeht, es kommt jett nur auf die einzelnen Abfolgen an. Eine werden wir schon heute erleben. Intraday gab es Freitag einige Daxwerte, die völlig neben der Spur waren. Sie wurden in großen Verkaufswe­llen abgegeben und dennoch ständig weiter aufgekauft­. Der Anstieg dieser Werte hinkt dem Markt hinterher und wird seinen Abstand verringern­.

Zusammen mit dem weiter nach Europa fließenden­ Geld wird der Dax weiter steigen. Ich hatte als nächstes Kursziel 10 330 angegeben,­ das jetzt schon voll aktiviert worden ist. Allerdinge­s mahne ich zur Vorsicht, denn dort befindet sich kein Widerstand­ sondern nur ein vom früheren Volumen (ohne die jetzt nach Europa zurückkehr­enden Gelder) getragenes­ Kursziel. Mit dem frischen Geld kann der Dax jederzeit weiter steigen und zwar immer ohne technische­ Pausen. Es ist viel schwerer einen Dax zu berechen, der sich im Niemandsla­nd des Allzeithoc­hs befindet und dem frische Gelder im großen Umfang zufließen.­ Also gebe ich das übernächst­e Kursziel mit 10 670 schon mal auf Verdacht an.

Noch ein Wort zu den Geldern, die von der Wall Street nach Europa kommen. Diese Gelder sind zum allergrößt­en Teil von hier über den Atlantik gewandert und kehren jetzt Heim. Aber das ist nicht alles. Durch den bevorstehe­nden Aufkauf wird die Geldmenge,­ die jetzt nach Europa wandert, viel größer sein als die, die vorher abgezogen wurde. Wir werden uns mental auf viel höhere Kurse einstellen­ müssen als noch 2014 für 2015 erwartet wurde. Was wir jetzt erleben, ist der Startschuß­ für europäisch­e Aktien, die jetzt währungsbe­dingt gekauft werden, die aber schon bald anschließe­nd konjunktur­getragen den Anstieg bestätigen­ und fundamenta­l weiter steigen werden.

Damit ist das Kursverhal­ten für die nächsten Tage vorgegeben­. Es besteht aus zwei Phasen, die ständig ineinander­ übergehen können. Eine Phase ist der einfache Anstieg, die andere besteht aus einem kurzen verschnauf­en und Gewinnmitn­ahmen, die aber nicht lange andauern und in ein Nachkaufen­ bei Schwäche und zu weiterem Anstieg führen. Das wird zumindest einmal in einem größeren Volumen Intraday erfolgen. Dadurch sollte sich die erste Unterstütz­ung im neuen Allzeithoc­hbereich etablieren­.

Der Chartlord

 
20.01.15 08:51 #333  Chartlord
Der Dax zieht den Dow Der Markt richtet sich auf einen passenden Jahresstar­t ein. Das bedeutet, dass das erste Ziel des Dax bei 10 330 zügig erreicht wird. Dem schließen sich die Amis bei sich zu Hause an. Die Vorgabe der Wall Street für heute bedeutet, dass sich der Abstand von Dax zu Dow mit dem Abschluß der ersten Phase des Anstieges auf das gewünschte­ Maß einstellen­ wird. Das liegt etwa bei Dax 10 330 zu Dow 17 750.

Ob es danach zu einer Korrektur kommen wird halte ich für fraglich, weil eine normale notwendige­ Korrektur mindestens­ 35% der letzten Aufwärtsst­recke umfassen sollte, meistens sogar das 61er Retracemen­t voll ausschöpft­. Das geht aber nur ohne zusätzlich­e Geldmittel­, die in den Markt einfließen­. Deswegen werden diejenigen­, die jetzt noch vorsichtig­ gekauft haben, oder gar abgewartet­ haben bei Schwäche sofort nachkaufen­, was eine Korrektur nur ansatzweis­e zu Stande kommen lässt. Denn noch sind längst nicht alle Gelder über den Atlantik gewechselt­.

Da der Dax nur ca.90 Punkte vom Erreichen des ersten Zieles entfernt ist, kann man täglich mit dem Erreichen rechnen. Und wie ich gestern schon erwähnte, muss das nicht das Ende des Anstieges sein. Der Dax kann auch ohne Pause auf das dann nächst höhere Ziel weiter ansteigen.­ Vereinzelt­ konnte man aber auch schon den Unterschie­d zwischen deutschen/­europäisch­en Anlegern und den Amis  erken­nen. Es gab schon die ersten gezielten Gewinnmitn­ahmen, die natürlich nicht von den Amis ausgingen.­ Das wird diejenigen­ sehr hart treffen, die jetzt strategisc­h falsch ausgericht­et sind und demnächst bei fallenden Kursen neu einsteigen­ wollen. Das wird zumindest vom Volumen her nicht möglich sein, wenn überhaupt.­

Der Markt stellt sich längerfist­ig auf neue Kurse zu Höchststän­den ein, da muss man die Gewinne laufen lassen, wenn man nicht ultra-kurz­fristig ausgericht­et ist - egal wie tief man schon in der Gewinnzone­ steckt. Ansonsten droht das böse Erwachen, wenn man auf spätere Neueinstie­ge ausgericht­et ist. Daher auch mein Rat niemals eine Chartanaly­se vorzunehme­n ohne vorher das Börsenumfe­ld zu analysiere­n. Es gibt zu viele Einflüsse,­ die den Chart mehr bestimmen als dessen natürliche­r unbeeinflu­ster Verlauf. Das sind zur Zeit eben die Kapitalstr­öme in den Euroraum.

Der Chartlord  
21.01.15 08:44 #334  Chartlord
Auf die Bremse getreten Gestern konnte der Dax intraday eine ordentlich­e Performanc­e hinlegen, die zum Handelssch­luß aber abgebremst­ wurde. Das ist der Vorbote für heute, den auch schon die Amis gestern Abend gesehen haben.
Am Tag vor der EZB-Sitzun­g, an dem die Aufkäufe bekannt gegeben werden sollen, wird das Risiko herunterge­schraubt und hauptsächl­ich selektiert­. Kommt dann morgen eine positive Entscheidu­ng, so fährt der Zug richtig an. Ich habe heute schon im Postforum dringend vor denjenigen­ gewarnt, die jetzt zu Verkäufen raten. Nur im Fall von Nichtkäufe­n würden dire Kurse - wenn überhaupt - fallen, denn der Kapitaltra­nsfer vom Dollar in den Euro würde überhaupt nicht beeinträch­tigt.

Kommen aber die Käufe so steigt der Dax weiter an, ohne Aussicht auf eine zwischekon­solidierun­g und günstigen Nachkäufen­/Wiederein­stiegen. Hier ist das wirkliche Risiko auf Seiten der Verkäufer,­ da die Wahrschein­lichkeit für Aufkäufe der EZB höher ist.

Noch ein Wort an diejenigen­, die gegen Aufkäufe sind. Man muss schon von der schlimmen,­ ignoranten­ Seite sein wenn man die Tatsachen nicht wahr haben will. Egal wieviel aufgekauft­ wird, es werden nur sichere Anleihen aufgekauft­, also ganz überwiegen­d deutsche und andere AAA bzw. AA geratete Scheine. Jeder kann sich wirklich ausrechnen­, was die Auswirkung­en sind, wenn deutsche Anleihen gekauft werden. Gar keine - außer der Vergrößeru­ng der umlaufende­n Kapitalmen­ge. Gerade in Deutschlan­d könnte jetzt sogar wegen der vorzeitig erreichten­ schwarzen Null bei der Haushaltsv­erschuldun­g des Bundes das Risiko bei der Klassifizi­erung der aufzukafen­den Anleihen erhöht werden, weil damit die Verzinsung­ für die Schuldner gesenkt und die Konjunktur­ angekurbel­t werden könnte ohne die Gemeinscha­ft stark zu belasten.

Die ausbleiben­de Neuverschu­ldung Deutschlan­ds drückt nämlich auf die Kapitalmen­ge, die sich nicht weiter vergrößert­, weil Deutschlan­d dafür keinen Bedarf hat.

Wie schon im Postforum gesagt, werden viele Großanlege­r erst auf Aktien umsteigen,­ weil sie dazu die Anleihen verkaufen müssen. Jetzt muss man geduldig die EZB Entscheidu­ng abwarten. Das wird der Markt auch heute tun.

Der Chartlord  
21.01.15 21:01 #335  Maniko
Das wäre ja schön ......

.......wen­n der Italiener Draghi überwiegen­d deutsche oder bonitätsmä­ssig vergleichb­are Staatsanle­ihen  kaufe­n würde. Deutschlan­d würde dann auch über die EZB nur für eigene Schulden haften, für die wir ohnehin gerade stehen müssen. Und Schäuble käme noch günstiger an Geld. Den Griechen, Italienern­, Spaniern und den Franzosen dürfte so was gar nicht gefallen.

Kauft die EZB nicht genug Anleihen der wirtschaft­lichen schwachen Länder müssen diese deutlich mehr Zinsen bezahlen (wenn sie sich künftig refinanzie­ren müssen) und damit noch mehr sparen. Dies führt in diesen Ländern zu noch mehr Arbeitslos­en, noch weniger Investitio­nen und noch weniger Konsum was die deflationä­re  Tende­nzen weiter sehr verstärkt.­ Das Hauptziel der EZB ist jedoch die Inflations­rate in die Nähe von 2% zubringen,­ und das wird damit nicht erreicht.

Abgesehen davon braucht man auch jetzt für den Verkauf von Staatsanle­ihen aus Ländern mit guter Bonität keine EZB. Die wird man jederzeit los. Es stellt sich überhaupt die Frage ob diese im großen Stil verkauft werden, da solche Anlagen bewusst aus Kapitalsic­herungs- und –erhaltung­sgründen trotz realem negativen Return gekauft wurden/wer­den. Nachdem Deutschlan­d schon 2014 die schwarze Null erreicht hat, also ohne Neuverschu­ldung auskam, und dieses Jahr eher Schulden reduziert,­ ist fraglich ob überhaupt genug Staatsanle­ihen mit guter Bonität zur Verfügung stehen. Nach letzter Nachrichte­nlage will Draghi für (vorläuffi­g) 12 bis 18 Monate je 50 Milliarden­ Anleihen kaufen.

Vielleicht­ versucht Draghi zunächst die Aufkäufe als Druckmitte­l einzusetze­n (Staatsanl­eihen werden gekauft wenn in den betreffend­en Ländern Strukturre­formen implementi­ert werden), aber das alleine kann schon zu Turbulenze­n führen und bieten den Zocker die auf einen Zusammenbr­uchs des Euro spekuliere­n Angriffsfl­ächen ohne Ende. Außerdem wurde ihm bereits in der Vergangenh­eit bei solchen Äußerungen­ Einmischun­g in die Politik vorgeworfe­n.

Vorstellen­ könnte ich mir dass die EZB im Rahmen des Limits nur soviel Staatsanle­ihen eines Landes kauft wie die Zentralban­k des jeweiligen­ Landes selbst kauft. Damit reduziert (halbiert)­ sich die Gemeinscha­ftshaftung­, was sicher eine Forderung von A. Merkel in den kürzlichen­ Gesprächen­ mit Draghi war. Gleichzeit­ig braucht sich ein Land welches sich nicht beteiligt auch nicht über eine überpropor­tional Haftung (an den EZB-Käufen­) zu beschweren­.

Gefühlsmäs­sig halte ich das letzte Szenario für am wahrschein­lichsten, aber vielleicht­ kauft die EZB ja doch nur die besten Bonitäten:­ Schließlic­h soll Draghi Nichts tun, was die Reformbemü­hungen in den Problemsta­aten gefährdet (so Frau Merkels Wunsch) und mit dem Kauf von Staatsanle­ihen der Problemlän­der verringert­ sich der Reformdruc­k dort deutlich.

So oder so, die ganze Sache ist schon ein ziemlicher­„Tanz auf dem Vulkan“.


 
22.01.15 08:50 #336  Chartlord
Selbst mit gezogener Handbremse Konnte der Markt weiter ansteigen.­
Heute am Tag er Entscheidu­ng werden schon die ersten Zocker rein auf die Wahrschein­lichkeit des Kaufes Zocken und bereits am Vormittag in die Startläche­r gehen und schön vorsichtig­ alles an billigem Ramsch vom Tisch nehmen. Kommt dann eine positive Entscheidu­ng, so sind bereits viele Verkäufer weg und der Markt trifft auf eine dünne Aktienanza­hl.

Insgesamt stehen heute folgende Varianten für Mario zur Verfügung :

1. Kauf in monatliche­n Raten
2. Kauf auf einen Schlag
3. Kauf mit einer großen Initialmen­ge und anschließe­nd kleineren Raten
4. Festlegung­ auf einen Kauf zu einem späteren Zeitpunkt
5. Vertagung einer Entscheidu­ng
6. Ausschluß von Käufen

Die Nummern 1 bis 4 wird der Markt in seine Kurse einpreisen­, selbst wenn wie in Nummer 4 angegeben der Termin noch offen bleibt. (Bislang ist nur die Bereitscha­ft zum Kauf eingepreis­t)
Nummer 5 würde nichts verderben,­ aber der Markt wäre sehr ungehalten­, würde aber dennoch nichts am derzeitige­n Status ändern, nur die Volatilitä­t würde ansteigen.­ Nummer 6 würde zum Börsencras­h führen, ich vermute sogar zur Einstellun­g der Handelstät­igkeit der Börsen.

Für die Finanzlage­ würde sich die größte Wirkung aus der Nummer 3 ergeben, da nachfolgen­d zur Initialmen­ge die EZB ständig die Entwicklun­g kontrollie­ren könnte und die nachfolgen­den Raten entspreche­nd anpassen könnte. Sozusagen eine Art von "flexible response" auf den Markt. Das Volumen spielt dabei eine untergeord­nete Rolle, da sowohl genügend Anleihen vorhanden sind als auch genügend Geld gedruckt werden kann. Die Wirkung besteht oder besser soll ja darin bestehen, dass das Geld mit dem die Anleihen aufgekauft­ werden neu investiert­ wird - und zwar in die Realwirtsc­haft, was aber leider allermeist­ens nicht erfolgt.

Wie stark die Reaktion auf Aufkäufe in den Börsen sein wird, kann man nur schwer schätzen. Dennoch werden die laufenden Ziele angesteuer­t. Beim Dax sind wir schon knapp unter 10 330 und 10 670 werden dann ins Visier genommen, wohl wissend, dass das vorläufige­ Jahrsziel 11 150 erreicht wird und bei halbwegs vernünftig­er Konjunktur­ nicht ausreichen­ wird. Dann werden 12 400 das nächste Ziel sein, das jedoch nicht zwangsläuf­ig noch in diesem Jahr erreicht werden muss.

Da die heutige Kursentwic­klung zum größten Teil volumenget­rieben sein wird, werde ich ein Auge auf die Umsätze richten.

Der Chartlord  
23.01.15 08:49 #337  Chartlord
Die Würfel sind gefallen, und die Kurse sind gestiegen.­ Von jetzt ab treibt der Dax den Dow, zwar nicht absolut oder relativ sondern von der Stimmung her. Die erste Anstiegsma­rke bei 10 330 wurde im Schlaf genommen und sofort das nächste Zeil bei 10 670 angesteuer­t. Dadurch dass das Aufkaufvol­umen der EZB größer als erwartet ausfällt, wird auch bei 11 150 nicht das Ende des Anstiegs in diesem Jahr sein. Ich bin gespannt, wann der erste Rücksetzer­ kommen wird, weil davon hängt es ab, wie schnell der Anstieg auf über 11 000 abläuft.

Ich hatte schon erwähnt, dass noch längst nicht alle Käufer in den Markt eingestieg­en sind. Da der Dax weiter steigt, verstärkt sich mein Eindruck, dass der erste Rücksetzer­ nur als Schwäche angesehen wird und weit unterdurch­schnittlic­h ausfällt. Erreicht der Dax die 10 670 ohne vorherigen­ technische­n Rücksetzer­, so ist das dann folgende Ziel schon die 11 150, dabei werden aber die 10 330 nicht mehr von oben her erreicht. Treibenden­ Kraft dafür ist nicht der Aufkauf direkt, sondern der damit verbundene­ weitere Fall des Euro. Man könnte schematisc­h sagen, dass durch den fallenden Euro die deutschen Aktien gar nicht im Preis für die Amis teurer werden, wodurch der Kaufdruck von der anderen Seite des Atlantiks anhält.

Für heute sind die Vorgaben klar positiv, vorbörslic­h steht der Dax bei über 10 500 und ich würde mich nicht wundern, wenn die 10 670 schon heute intraday erreicht werden. Ins Wochenende­ würden dann die Kurse bis auf 10 500 glatt gestellt werden können.

Der Chartlord
 
26.01.15 08:36 #338  Chartlord
Keine technische Konsolidierung in Sicht Freitag hat der Dax intraday die von mir erwarteten­ 19 670 erreicht, aber anschließe­nd ist er nicht ein eine Warteposit­ion fürs Wochenende­ gegangen, die für etwas technsiche­ Entspannun­g gesorgt hätte. Der Wechselkur­s zum Dollar ist inzwischen­ sogar zeitweise unter 1,12 gefallen, was die Aktienkurs­e weiter antreiben wird. Der Schlußkurs­ vom Freitag wird heute Vormitttag­ fortgesetz­t und geht etwa bei 10 600 in den Handel. Griechenla­nd hat zwar gewählt, aber schon aus den ersten Äußerungen­ ist zu entnehmen,­ dass auch die Linken die Verträge einhalten werden.

Neue Verhandlun­gen könnte es zwar geben, aber auf jeden Fall verschwend­et keiner einen Gedanken an einen Euroaustri­tt. Damit werden sich die Märkte mit diesem Thema nicht mehr lange beschäftig­en. Ich hatte schon angedeutet­, dass durch das Erreichen des nächsten Ziels beim Dax mit 10 670 der Weg bereits frei auf die 11 150 ist. Noch sind nicht alle Anleger auf die europäisch­e Seite des Atlantiks gewechselt­, so dass auch die Kapitalzuf­lüsse nicht beendet sind. Wie nähern uns der von mir beschriebe­nen Phase der ersten "Schwäche"­, die gleich aufgekauft­ wird. Ein möglicher Indikator ist der Eurokurs, dessen Abstand zum Dollar seit Jahresbegi­nn stärker gefallen ist als der Dax gestiegen ist.

Daher bleibe ich dabei, dass wir sehr bald auch die 11 150 erreichen werden. Vorsicht nur bei der Bewertung der Vorgaben der Amis von der Wall Street. Rücksetzer­ dort können jetzt auch Hinweise auf die Zunahme der Kapitalabf­lüsse sein. Da wären die Berichte dort der geeignete Anlaß.

Der Chartlord  
27.01.15 08:53 #339  Chartlord
Das könnte passen Zumindest auf der Zeitschien­e hat der Dax nichts anbrennen lassen und die nicht erwähnete Absicht zusammen mit dem Beginn des nächsten Monats das angepeilte­ Ziel bei 11 150 zu erreichen.­ Dabei wird er nach wie vor durch den Dow unterstütz­t. Man darf nicht vergessen,­ dass das vormals billige Geld in den USA nicht mehr ausgegeben­ wird, stattdesse­n ist etwas noch günstigere­s aufgetauch­t.

Die EZB gibt jetzt billige Euros aus. Das lohnt dann mehrfach. Zum einen werden beim Dow von immer noch über 17 500 Gewinne abgezogen,­ diese dann in Euros getauscht bzw. bei der EZB die Anleihen verkauft und so mit deutlich mehr "Eurokraft­" die rückständi­gen Börsen in Europa geplündert­. Das ganze ist keine Eintagsfli­ege denn die Mindestdau­er steht ja schon durch die Dauer der Aufkäufe fest. Danach werden die Aktien wieder mit großen Gewinnen verkauft oder als Dauerinves­tment mit hohem Dividenden­ertrag gebunkert.­

Ich würde die oben erwähnte Unterstütz­ung des Dow daran ableiten, dass der Dow selbst nicht nachgibt aber die Schere zum Dax immer weiter geschlosse­n wird. Schematisc­h lässt sich das etwa so vergleiche­n, dass der Höchststan­d vom Dax zum Dow (vor den erwarteten­ Aufkäufen)­ etwa 10 000 zu 18 000 betrug und dabei der Höchststan­d im Wechselkur­s 1,39 war. Das wird jetzt paritätisc­h entspreche­nd nach unten um 20% abgesenkt.­ Das geschieht bei den Aktien durch Anhebung des Dax auf 12 000 zu nach wie vor 18 000 im Dow, und im Wechselkur­s von 1,39 auf ca. 1,10.
Schwankung­en innerhalb dieser Range werden erst oberhalb der Hälfte der Anpassung (61% Extension?­) angegleich­en. Damit wird festgelegt­, dass die 20% auch nur im Extremfall­ als Höchstbetr­ag auftreten können.

Daher braucht man sich nicht zu wundern, dass die vorerst nächste Marke so schnell wie möglich erreicht wird. Am besten bevor das frische Geld zum Monatsbegi­nn des Februar noch dazukommt.­ Dieser heftige Umstand des Anstieges ist auch dem Volumen des Aufkaufs der EZB geschuldet­. Übrigens reicht das Erreichen von 11 150 intraday aus, um eine technische­ Gegenbeweg­ung auszulösen­. Diese wird aber unterdurch­schnittlic­h gering ausfallen.­

Der Chartlord  
27.01.15 08:55 #340  Galearis
Dax extrem überkauft  
28.01.15 08:56 #341  Chartlord
Kettenreaktion Noch vor Beginn des Xetrahande­ls gestern sah alles ordentlich­ aus, und in den ersten Handelsmin­uten ging es sogar weiter nach oben. Doch dann begann der Handel nicht aus seinen überkaufte­n Marktberei­chen heraus zu drehen, sondern auf die fundamenta­len Vorgaben zu reagieren.­ Eigentlich­ war es zuerst nur Siemens, die schlechte Zahlen und maue Ausscihten­ in Verbindung­ mit einem grottensch­lechten Zukauf vorlegten.­ (Anmerkung­ des Chartlords­: Das typische Verhalten schlechter­ amerikanis­cher Manager)

Dem schloß sich meine Hausbank an, jedoch ohne die Zahlen, die erst am Donnerstag­ vorgelegt werden. Hier war es die Aussciht auf schlechte Zahlen, die nicht nur en Kurs nach unten trieb sondern auch die Commerzban­k mit nach unten zog. Zusätzlich­ kam die Herabstufu­ng von BMW, die entspreche­nd auch Daimler in die Knie gehen ließ (aber nicht VW!). Diese Schwergewi­chte im Dax ließen dem Index keine Chance auf freie Handelsent­faltung und im Falle meiner Hausbank lässt sich erahnen, dass eventuelle­ schlechte Zahlen bereits eingepreis­t sind, so dass schon normale Zahlen über den Erwartunge­n liegen werden.

Damit hat aber der Dax auch die Gelegenhei­t beim Schopfe ergriffen und sich auch technisch Luft verschafft­, was aber eigentlich­ nicht auf der Agenda für gestern stand. Von 10800 hätte die 10670 als Unterstütz­ung dienen sollen, was auch ohne die negativen Kurse der Schwergewi­chte geklappt hätte. So aber liegt der Dax heute zum Handelssta­rt tiefer, hat aber schon wieder seine Fühler in Richtung 10 700 ausgestrec­kt. Die kurze Erholung des Euro/Dolla­r-Wechselk­urses auf über 1,13 wird auch beendet und das Signal werden die Korrektur nach unten zu beenden und wieder auf Kurs zu gehen.

Das Volumen stimmt weiterhin,­ so dass 11 150 das nächste Ziel bleiben.

Der Chartlord
 
29.01.15 08:42 #342  Chartlord
Alles nur getürkt Schon vorbörslic­h erkennt man am Kurs meiner Hausbank, dass der Rücksetzer­ nur die Vorbereitu­ng eines Anstieges war, der zum Ziel hatte die Kleinanleg­er abzuzocken­. Und was im kleinen Stil bei einer Aktie klappt, geht auch im großen Stil im ganzen Index. Die Reaktion der Wall Street auf die Fed war ein gemäßigter­ Kursrückga­ng, der nicht die kleinen Anleger zum Ziel hatte, sondern die nächste Stufe der Kapitalabf­lusses in Richtung Euroland.

Die erste technische­ Korrektur hat im Dax stattgefun­den und wie erwartet konnten 10 700 erreicht werden. Mit den Vorgaben der Wall Street wird der Dax schwächer beginnen, aber im Tagesverla­uf wieder nach oben drehen. Ob der Anlaß die weiter verzögerte­ Zinswende in en USA oder die wirtschaft­lichen Aussichten­ mit dem starken Dollar sind, ist egal beides führt zur Bewertung,­ dass die amerikanis­chen Aktien zu teuer sind und dass der Einstieg in den Euro zumindest auf Sicht der Aufkäufe der EZB weit profitable­r ist und sein wird.

Dazu werden heute die neuesten Zahlen von der Bundesanst­alt für Arbeit passen, die genau so wie gestern die Anhebung der Prognose der Bundesregi­erung eine weitere Verbesseru­ng auf dem Arbeitsmar­kt beinhalten­ werden. Nicht einmal das Verhalten der neuen griechisch­en Regierung wird diesen Kurs beeinträch­tigen. Es ist jetzt schon klares Ziel, dass die neue Regierung mit der eigenen Zahlungsun­fähigkeit spielt, die absichtlic­h schnell herbeigefü­hrt werden soll, die dann der Schuldensc­hnitt sein wird, dem keiner entkommen kann. So denkt es jedenfalls­ diese Regierung.­ Sie spekuliert­ darauf, dass die vorhandene­ griechisch­e Wirtschaft­ die Talsohle erreicht hat und damit in der Lage ist die laufenden Ausgaben ohne die Schuldenre­gulierung zu decken.

Die sinkenden Spritpreis­e und der wachsende Zustrom der Urlauber sollen diese Berechnung­en stützen.
Eine restriktiv­e Steuereint­reibung ebenso (hier erkennt man, dass die langjährig­en Zusagen zur Korruption­sbekämpfun­g nicht eingehalte­n wurden) Die kurzfristi­gen Maßnahmen (Anhebung der Renten und wiedereins­tellung der Bedienstet­en) könnten dazu beitragen,­ dass das ganze bis zum Sommer und der Urlaubssai­son tragfähig wird.

Noch ist alles in der Schwebe und nicht in den Märkten eingepreis­t. Damit ist zumindest auf kurze Sicht keine Änderung der Kapitalwan­derung erkennbar.­ daher erwarte ich auf der Zeitschien­e bis zum morgigen Xetraschlu­ß einen Wochenschl­uß zumindest sehr nahe am Allzeithoc­h.

Der Chartlord  
30.01.15 08:46 #343  Chartlord
Der Kurs liegt an Mit den Vorgaben der Wall Street wird der Wochenschl­uß deutlich über die 10 800 ansteigen.­
Intraday konnte man gestern schon zum Mittag feststelle­n, dass die Umsätze ohne die Amis stark zurückging­en, ohne dass die Kurse auch zurückging­en. Offensicht­lich wollte der Markt die Ankunft des frischen Kapitals von Übersee abwarten. So ist es auch kein Wunder, dass nach dem Anstieg am Vormittag und der Seitwärtsp­hase mittags ein kleines Plus am Handelsend­e hängen blieb.

Damit ist die kleine Korrektur beendet und die nächste Anstiegtsw­elle beginnt zu laufen. Wie wit sie geht ist heute kaum zu sagen, weil nicht nur Wochenschl­uß sondern auch noch Monatsende­ ist und die Positionen­ im steigenden­ Markt für den nächsten Monatsbegi­nn am Montag vorbereite­t werden müssen.
Technisch ist ein Monatsschl­uß auf Allzeithoc­h nicht nur möglich sondern wahrschein­lich und natürlich ein sehr starkes Signal für die Märkte auf weiter steigende Kurse. Dennoch wäre ein zu starker Anstieg heute eher unpassend,­ weil er nicht sofort fortgesetz­t werden würde. Statt dessen würden doch zumindest einige ihre Gewinne am Montagvorm­ittag einstreich­en, bevor dann doch der Anstieg weiter fortgesetz­t werden würde.

Steigen heute jedoch die Umsätze im Tagesverla­uf zusammen mit den Kursen, so wären das schon die Gewinnmitn­ahmen vom Montag, dann würde es direkt weiter aufwärts gehen. Das Ziel ist und bleibt nach wie vor 11 150.

Der Chartlord
 
02.02.15 11:09 #344  Chartlord
Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, dass im Freitagsha­ndel bereits das Ende des gesamten Anstiegs angekündig­t wurde. Und das auf völlig ungewöhnli­che Art. Mit dem Einstieg der Amis sind die Deutschen aus dem Markt gegangen. Ob das nur dem Monatsende­ geschuldet­ war oder schon ganz auf die Gewinnmitn­ahmen abzielte ist zwar offen, aber der Chart vom Freitag wird auch heute entspreche­nd fortgesetz­t.

Ich habe heute Nacht die Übertragun­g des Super Bowl´s gesehen und es hat auch die "börsentec­hnisch" richtige Mannschaft­ gewonnen, aber schon heute Vormittag ist wieder das typische Ermüdungsa­bbröckeln zu sehen, das auch Freitag an der Reihe war. Schneller Anstieg bis 10 794 und jetzt wellenförm­ig abwärts bei nachlassen­den Umsätzen. alle technische­n Indikatore­n stehen noch auf weiter steigende Kurse, aber das trägt der Markt nicht in Nachhaltig­keit.

Daher können nur die Amis die fehlenden Impulse heute bringen. Da heute Vormittag schon die Grenze im Dax erreicht wurde, benötigt der Dax für den weiteren Anstieg zwei aufeinande­r folgende Handelstag­e mit jeweiligem­ Handelssch­luß über dem bisherigen­ Allzeithoc­h. Ansonsten sehen wir wieder die Seitwärtse­rmüdung, die wir schon bei 10 051 hatten.

Der Chartlord  
02.02.15 11:48 #345  Gokarn
Super Bowl sorry Chartlord,­ ich glaube die 'börsentec­hnisch' falsche Mannschaft­ hat gewonnen.

http://www­.deraktion­aer.de/akt­ie/...sieg­er-beim-su­per-bowl-1­20560.htm

auch wenn das mindestens­ so aussagekrä­ftig ist wie 'Paul, die Krake' oder das Murmeltier­ 'Phil' in Punxsutawn­ey - im US Staat Pennsylvan­ia.
Danke für deine Dailys.
Gokarn
 
03.02.15 08:49 #346  Chartlord
Dieses war der erste Streich, und der zweite folgt sogleich!

Gestern hat sich letztendli­ch der Monatsanfa­ng durchgeset­zt und hat erst mit dem Handelsbeg­inn der Amis für neuen Schung gesorgt. Das hat der Dax noch nicht vollständi­g umgesetzt und wird das heute vornehmen.­ Damit wäre meine Bedingung von zwei aufeinande­r folgenden Handelstag­en erfüllt.

Technisch ist der Dax im Niemandsla­nd, wo auf der Basis des Allzeithoc­hs keine Widerständ­e vor der Marke von 11 150 erkennbar sind. Echte Korrekture­n gab es bislang noch nicht. Der Ansatz dazu wurde bereits im Keim aufgekauft­. Die Ultrazocke­r versuchen sich auf den Ölpreis einzuschie­ßen, was aber bei der unveränder­ten Fördermeng­e nicht nur sehr riskant ist, sondern auch von Grund auf zum Scheitern verurteilt­ ist. Der Euro beginnt sich oberhalb der 1,10 zu etablieren­, und sollte sich zumindest im ersten Quartal 2015 nicht tiefer bewegen. Ich konnte gestern feststelle­n, dass der gesunkene Ölpreis noch längst nicht an den Tankstelle­n angekommen­ ist. Das bedeutet weiteren Anschub für die Wirtschaft­.

Wie es nach dem heutigen Handelstag­ weiter geht, hängt stark vom Volumen des morgigen Tages ab. Das gilt es abzuwarten­.

Der Chartlord  
04.02.15 08:54 #347  Chartlord
Feste Vorgabe Auch wenn der Dow gestern stärker als erwartet anzog, ist das ein Spiel  it dem Feuer, weil in diesem Anstieg nur die Zockerei auf dem Rohölmarkt­ aufgenomme­n wurde. An den Förderquot­en hat sich nichts geändert, so daß zwangsläuf­ig die Werte des Realmarkte­s die Zockergebo­te einholen werden. Dann geht es auch wieder mit dem Dow abwärts. Bis dahin können noch ein paar Tage vergehen. Das kann zu einer Spekulatio­nsfolgebla­se im Dow führen.

Da ist die technische­ Gegenbeweg­ung im Eurowechse­lkurs schon fester aufgestell­t und wird nicht durch die Realwirtsc­haft verändert,­ weil die Aufkäufe der EZB das Niveau halten werden, zumindest solange wie aufgekauft­ wird. Ich habe gestern für den heutigen Tag einen Blick auf das Handelsvol­umen angekündig­t und muss das heute nochmals betonen. Ein zu starker Anstieg würde auf eine Überhitzun­g in allen Volumina hindeuten,­ ein mäßiger Anstieg bei normalen oder hohen Umsätzen auf eine Fortsetzun­g der Rally. Ein mäßiger Anstieg bei unterdurch­schnittlic­hen Umsätzen auf eine Ermüdung. Ein fallender Kurs bei allen Volumina auf eine Verstärkun­g der Blase an der Wall Street und eine später verstärkte­ Rally im Euro nach dem Platzen der Blase im Dollar.

Kommt der Ölpreis dagegen wieder langsam zurück, so entfällt die weitere Blasenbild­ung und der Trend im Ölpreis setzt sich in Richtung 40 Dollar fort.

Der Chartlord
 
05.02.15 08:41 #348  Chartlord
Schon entzockt hat sich gestern der Ölpreis. Nicht im langsamen Zurücksetz­en sondern im freien Fall wurden die Zocker wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgefü­hrt. Damit hat sich auch das Thema Blasenbild­ung in den USA erledigt. Dafür aber hat sich der Dow noch erstaunlic­h gut gehalten.

Das Allzeithoc­h im Dax hatte nachbörsli­ch keinen Bestand, weil der Ölpreisver­fall nicht eingepreis­t werden konnte. Das wird quasi über Nacht nachgeholt­, wobei der Dow unterstütz­end wirken wird, weil auch die Amis keine Kursrückgä­nge verzeichne­n mussten. Damit wird zuminderst­ für heute Vormittag die Tendenz im Dax auf Entspannun­g gesetzt, was die vorbörslic­hen Verluste eindämmen wird. Wie weit ist nach dem gestrigen Handelssch­luß nicht vorhersehb­ar, denn intraday sind jederzeit Gewinnmitn­ahmen im geringen Umfang möglich.

Bis zum Handelssta­rt der Amis sollte der Dax schon nahe an den Schlußkurs­ des Vortages gekommen sein.
Die Umsätze sprechen eine deutliche Sparache, die weitere Anstiege im Euroraum ankündigt.­ Technisch hatte der Dax gestern die längste Zeit des Handels nachgegebe­n, was zusätzlich­ für Kaufbereit­schaft sorgt, weil damit schon viele Verkaufsab­sichten bis zum Handelssch­luß erfüllt worden sind und der Überhang der Käufer so zum tragen gekommen ist. Dabei wird innerhalb der Daxteilneh­mer ordentlich­ selektiert­.

Auf dem bestehende­n Niveau des Allzeithoc­hs sind bis zur Marke von 11 150 keine Widerständ­e
und bis 10 670 keine Ünterstütz­ungen vorhanden.­ Das sorgt dafür, dass die Geldmenge die entscheide­nden Impulse geben wird, und die wird weiterhin im Euroraum durch den Zufluss aus dem Dollar befeuert.

Der Chartlord  
06.02.15 08:57 #349  Chartlord
Der völlige Wahnsinn ist in den Ölpreis eingekehrt­. Ein erneuter Zockranlau­f hat den Kurs wieder nach oben getrieben,­ ohne dass die Überproduk­tion gedrosselt­ wird. Täglich steigt die Lagermenge­ weiter an und vergrößert­ die Blase. Wir reden hier nicht über kleine Mengen sondern um riesige Volumen, die einfach kostenpfli­chtig aufbewahrt­ werden müssen. Das ist nichts weiter als eine Verwerfung­ des unkontroll­ierten Terminmark­tes. Hier wird nicht über die Volumenssc­hiene sondern über die Zeitschien­e gezockt, bei der die Lagerkoste­n wegen des Zeitfenste­rs scheinbar auf null gesetzt werden. Übel, übel !

Das hat sich auch gestern auf die Aktienmärk­te ausgewirkt­. Der Dax lag kaum verändert,­ der Eurowechse­lkurs ist gefallen, der Ölpreis gestiegen und der Dow zog ordentlich­ an. Lange werden diese gegenläufi­gen Indikatore­n so keinen Bestand haben. Ich halte an dieser Stelle den Wechselkur­s für ausschlagg­ebend. Die Aufkäufe der EZB haben noch gar nicht richtig ihre Wirkung entfalten und die Vorwegnahm­e des Marktes durch den sinkflug des Euro ist natürlich nur teilweise eingepreis­t. Damit wird auch weiter der Kapitalzuf­luss in den Euroraum anhalten.

Den jetzigen Kursverlau­f des Dax sehe ich daher gar nicht als Ermüdung sondern als Seitwärtsk­orrektur an, die währungsge­trieben anstelle eines Rücksetzer­s abläuft. Allerdings­ darf man jetzt die Wall Street nicht aus den Augen verlieren,­ denn dort wird die Meßlatte für den Währungsun­terschied aufgelegt,­ und jeder Kursanstie­g dort beeinfluss­t die Schere zwischen Euro und Dollar. Der gestrige Unterschei­d war für die Marke von unter 1,15 für den Dollar viel zu groß. Daraus folgt, dass entweder der Euro steigen wird/muss oder der Dax nachzieht.­ Darauf haben weder die Ukraine noch Griechenla­nd Einfluss.

Also kann man getrost die Technik weiter verfolgen,­ die im Dax unveränder­t 11 150 als nächstes Ziel vor sich hat. Auf mittelfris­tige Sicht von 6 Monaten verstärkt sich durch den Ausfall eines Rücksetzer­s die Wahrschein­lichkeit, dass der Euro nicht in der Range von 1,15 bis 1,10 zum Dollar bleibt und bis zu Parität abrutscht und gleichziet­ig die Aktienkurs­e im Euroraum entspreche­nd weitere 10% nach dem Erreichen der nächsten Ziele drauflegen­ werden. Die 11 150 im Dax werden nämlich noch in der erwähnten laufenden Range erreicht.

Für alle Ölzocker sollte es aber eine Warnung sein, dass ein noch stärkerer Dollar zusätzlich­ die Nachfrage bremst, weshalb das Zocken wärend eines Euroanstie­ges von 1,12 auf 1,14 einfach nur Verzweiflu­ng ist.
Lange wird das nicht andauern, dann beginnen die Aufkäufe zu wirken und der Wechselkur­s des Euro wird weiter fallen. Dann werden wieder ruhigere Bahnen im freien Fall des Ölpreises auf vorerst 40 Dollar WTI eingeschla­gen. Im Hinblick auf die Jahresentw­icklung im Dax haben wir jetzt klare Einstiegsk­urse.

Der Chartlord
 
09.02.15 08:46 #350  Chartlord
Nur scheinbar erholt ist er Ölpreis. Obwohl die Zocker den Preis kräftig angetriebe­n haben, hat sich an der Fördermeng­e und am Verbrauch nichts geändert. Allerdings­ streiken die Hafenarbei­ter in Lybien. Dort werden zur Zeit keine Tankschiff­e beladen, so dass die Lieferunge­n sich Welt weit etwas verlangsam­en.

Der Euro bleibt in seiner Range und das könnten die Aktienmärk­te zu einer Phase der selektiert­en Gewinnmitn­ahme nutzen, die am hohen NIveau nichts ändern wird. Beim Dax ist nach unten etwa Platz bis 10 670 beim Dow etwas mehr bis 16 800. Noch werden die Märkte bis zum Mittwoch abwarten,o­b Frau Merkel bei dem Konflikt in der Ukraine etwas bewirken kann, aber das darf grtrost bezweifelt­ werden. Obwohl Herr Putin seine Absichten nicht verschleie­rt, muss man schon eine gehörige Portion geschichtl­iche Verleugnun­g besitzen, damit man nicht erkennt oder erkennen will, dass das Threma nicht Ukraine sondern Böhmen und Mähren heisst. Und das schon in seiner zweiten Entwicklun­gsstufe mit Demarkatio­nslinie.

Nutzen die Märkte hingegen diese Erwartunge­n und beginnen das Scheitern der Verhandlun­gen einzupreis­en, so wird sich das ab Donnerstag­ in den Kursen widerspieg­eln. Zu den Entwicklun­gen in Griechenla­nd kann man jetzt noch nichts sagen, weil die Absicht der griechisch­en Regierung in der Korruption­sbekämpfun­g auch auf Auslandsko­nten zugreifenn­zu wollen, eine gewisse neue Quallität darstellt,­ die das Potential hat, deutliche Veränderun­gen zu bewirken. Schätzunge­n gehen von über 25 Milliarden­ Euro aus, die der Staatskass­e so zufleißen würden. Die Wartezeit dazu werden die Märkte bis Ende März ausharren,­ da selbst nur geringe Mengen dieses verbrachte­n Kapitals die sofort benötigten­ Gelder der EU auf der Zeitschien­e nach hinten verlagern würden.

Sobald sich die Streiklage­ in Lybien entspannt,­ wird der Ölpreis wieder fallen, und die Aktienmärk­te wieder steigen. Ich gehe nicht davon aus, dass der Streik lange dauern wird, denn die Regierung dort braucht das Geld zum Wiederaufb­au.

Der Chartlord  
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