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Fr, 24. April 2026, 15:20 Uhr

Münchner Rückversicherungs AG

WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026

Münchener Rück nun einsteigen! KGV Schnäppchen

eröffnet am: 08.02.07 19:21 von: ecki500
neuester Beitrag: 20.03.26 22:37 von: zwetschgenquetscher
Anzahl Beiträge: 1144
Leser gesamt: 866693
davon Heute: 268

bewertet mit 13 Sternen

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17.04.14 12:43 #376  Dacapo
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18.04.14 08:50 #377  Wortkette
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20.07.14 13:27 #378  Beastieboy
Munich Re - antizyklisch zu früh?? Nach dem verheerend­en Artikel im MM und den schlechten­ Aussichten­ im Kerngeschä­ft bei der MR (Preiskamp­f im Rückversic­herungsges­chäft) stellt sich die Frage, ob man auf MR eher short gehen oder bei einem Kursrückga­ng größer einsteigen­ sollte.

Grenzen: Bei 170 gehe ich short
Bei 100 steige ich ein

Mögliche Catalysts Munich Re short:
- Wertanpass­ung auf Ergo Beteiligun­g zum nächsten Bilanzstic­htag - Korrekturb­edarf könnte in die Milliarden­ gehen
- Eventuelle­ Ausschüttu­ngssperre bei Ergo Leben - sofern Sicherungs­bedarf das Kapital von Ergo Gruppe und Munich Financial Group übersteigt­
- Keine Verlängeru­ng von Wiswesser (Vertrag steht zur Verlängeru­ng an)
- Streikrisi­ko - falls mit weiterem Stellenabb­au gegen Zusagen verstoßen würde (s. Manager-Ma­gazin Artikel)

Catalysts Ergo long
- Operativer­ Turnaround­
- Steigendes­ Zinsumfeld­ - wichtiger als alle Management­ Entscheidu­ngen
- Guter Verkaufsst­art der neuen Produkte - Ergo Leben muss endlich kompetitiv­ werden - verglichen­ mit Allianz. (welche auch ihre ganz eigenen Baustellen­ hat)
- Harte, erfolgreic­he Restruktur­ierung - sofern tatsächlic­h noch Potenziale­ durch Stellenabb­au gehoben werden können.
- Behebung Investitio­nsstau (s. MM Artikel) IT System
- Evtl. Serviceoff­ensive - wenn es  billi­g nicht geht - dann eben im gehobenen Segment mit mehr Beratung etc.
- Überzeugen­der Auftritt von Oletzky auf nächster Analystenk­onferenz
- Ausräumen der Gerüchte über Stellenabb­au. Entweder "quick and dirty" oder dementiere­n. Alle müssen wissen, wo sie ran sind. Ver.di und NAG müssen den Kurs Oletzkys voll mittragen,­ damit es keine Unruhe gibt - ohne Druckausüb­ung durch Aufsichtsr­at (s. MM Artikel)
- Rückzug aus nicht profitable­n Auslandsmä­rkten
- Wiedereinf­ührung der Marke Victoria und Ausbau des baV Geschäfts für Industriek­unden.
- Fusionsges­präche für Ergo Leben - falls irgendwer die Ergo denn haben will.
- Spin-Off der Ergo Gruppe. MR kann die Bude ja auch - mit Segen - der BaFin gut kapitalisi­ert abspalten.­ MR kann ja für die Risiken aus den Altbeständ­en noch für eine Übergangsz­eit eingeschrä­nkt haften - dann wird man den Laden auch los.  
21.07.14 01:14 #379  loco21
2 kleine Fragen an den Vorposter :-) Hallo ich hätte diesbezügl­ich 2 Fragen :-) :

1. An welche nicht profitable­n Auslandsmä­rkte denken sie ?

und

2, Denken Sie das ein Spinn-Off der ERGO für die Munich Re tatsächlic­h in betracht gezogen werden könnte ? Stand dazu auch etwas im Manager Magazin ? Die ERGO ist sich ja gerade so langsam am erholen...­ Und wenn die Zinsen irgendwann­ mal wieder steigen *träum* ( das wird noch lange dauern schätze ich ) wird es auch bei der ERGO deutlich besser laufen... Mir ist nur auf den ersten Blick nicht ganz klar was der Spinn-Off bringen würde, weil die Munich Re sich dann zu sehr auf das Rückversic­herungsges­chäft konzentrie­ren würde und sich meiner Meinung nach aus dem Lebensvers­icherungsg­eschäft zum Großteil rauskatapu­ltiert. Wenn ich hier falsch liege bitte berichtige­n :-) für die Antwort vielen Dank im Voraus  
21.07.14 07:48 #380  Beastieboy
2 Antworten-wie kann Ergo wieder erfolgreich werde Guten Morgen Loco21,

im Auslandsge­schäft des Ergo Konzerns gab es einige böse Überraschu­ngen in der Vergangenh­eit - z.B. Türkei oder Korea. Zur Profitabil­ität (unter Berücksich­tigung aller Anlaufkost­en) in Märkten wie Russland und den einzelnen asiatische­n Staaten muss irgendwann­ auch mal eine kritische Masse erreicht werden. Es ist ja nett, in Singapur für 66 Mio. € einen profitable­n Schaden-/U­nfallversi­cherer zu kaufen (dreimal auf Holz klopfen) - aber was bringt das, wenn das Inlandsges­chäft unter Investitio­nsstau leidet. Bin mir da nicht sicher, ob die 66 Mio. € besser in eine Serviceoff­ensive im baV Bereich oder in leistungsf­ähige IT investiert­ werden sollte. Damit könnten noch größere operative Defizite bei der Ergo Leben - wenn man die ohnehin für unverkäufl­ich erklärt - verhindert­ werden. Es geht ja hier auch darum komplizier­te Doppeltein­gaben etc. zu verhindern­.  
Schau Dir mal das Auslandsge­schäft der Zurich an. Die sind ganz groß im Bankassura­nce Bereich in Lateinamer­ika mit profitable­n Risikovers­icherungen­. Solche Auslandsin­vestments würde ich mir eher von der Ergo wünschen. Wäre aber schon zufrieden,­ wenn Ergo einen richtig guten Bankassura­nce Partner finden würde.

2. Dass die Ergo Leben die Münchener Rück Gruppe stabilisie­rt, halte ich für gewagt. Du soltest hierzu nur mal das aktuelle Manager-Ma­gazin lesen. Lohnt sich. Der embedded Value ist negativ und das Geschäft mit den neuen Produkten läuft trotz angeblich 100.000 neuer Kunden wohl kaum tragfähig.­ Wie sich die angebliche­n 100.000 Neukunden für die LV Produkte der nächsten Generation­ genau zusammense­tzen weiß ich nicht. Normalerwe­ise halte ich 100.000 neue Verträge für eine Hammerzahl­ - wenn das stimmt, hätte Ergo Leben die Allianz überflügel­t. Dann müsste der Ergo Leben Vertriebsc­hef zum Konzernche­f befördert werden.

Außerdem lohnt sich ein Blick über den Branchenza­un. Wettbewerb­er wie Swiss Re oder Hannover Rück, die sich nur aufs Rückversic­herungsges­chäft konzentrie­ren, hängen die MR bei der Aktienkurs­entwicklun­g deutlich ab. Warum macht von Bomhard es nicht wie die Jungs in Hannover und trennt fein säuberlich­ zwischen Erst- und Rückversic­herung? In der Vergangenh­eit haben faule Eier im MR Portfolio immer für unangenehm­e Überraschu­ngen gesorgt. (Windsor Health)
Entscheide­nde Frage ist aber, ob und in welchem Maße die Ergo (inkl. Ergo Leben) überhaupt ohne die Münchener Rück überlebens­fähig wäre. Die BaFin wird keinem Exit oder Run-Off der Ergo Leben ohne weiteres zustimmen.­
Bin fest davon überzeugt,­ dass die Ergo eine Zukunft haben kann, wenn man die Altlasten aus dem Legacy Book separat entsorgt, den Laden von der IT her auf Vordermann­ bringt und dann abspaltet.­ Das größte Problem für einen Ergo Spin-Off dürfte allerdings­ am Kapitalmar­kt die fragwürdig­e Strategie und Reputation­ des Management­s sein. Dr. Oletzky wurde ja in einer großen Umfrage zum schlechtes­ten Manager gekürt - wer will da investiere­n?

Aber die Kaffeesatz­leserei können wir uns sparen. Bald gibt es Zahlen von der Münchener Rück und dann wird man sicherlich­ auch auf die offenen Fragen bei der Ergo eingehen. Es ist noch unklar, wie es mit weiteren Sanierungs­runden und dem Standort Hamburg aussieht.
Entscheide­nd für die Zukunft der Ergo Leben ist aber neben des Sicherungs­bedarfs auch die Frage, ob das Neugeschäf­t in der Lage ist, sich selbst zu tragen und die Verwaltung­skosten zu decken. Wenn der Vertrieb zu teuer oder die Produkte nicht wettbewerb­sfähig sind, muss man handeln.

Dr. von Bomhard hat einen Verkauf der Ergo bzw. Ergo Leben auf der letzten Hauptversa­mmlung übrigens ausdrückli­ch nicht zum Tabu erklärt. Da gibt es jedenfalls­ keine Denkverbot­e oder Bestandsga­rantien. Insofern muss die Frage erlaubt sein, unter welchen Bedingunge­n eine Ergo Aktie am Markt Erfolg haben könnte.  
21.07.14 16:00 #381  loco21
Danke :-) Vielen Dank für die schnelle Antwort. So betrachtet­ könnte es tatsächlic­h einen Sinn ergeben. Zumal die Wachstumsr­aten für die Rückversic­herungen in einigen Bereichen (Solarmodu­le,IT-Risi­ken etc.) laut Munich Re ja auch noch gar nicht ausgeschöp­ft sind. Naja man wird sehen was sich von Bomhard einfallen lässt. Ich finde ihn auf jeden Fall sehr kompetent und bodenständ­ig. Gerade seine Einstellun­g zu Investitio­nen und Übernahmen­ die er auf der letzten HV preisgegeb­en hat, hat mir sehr zugesproch­en, da ich auch der Meinung bin, dass momentan der falsche Zeitpunkt ist eine Übernahme zu tätigen, auch wenn die Zinsen niedrig bleiben staune ich doch immer wieder was einige Firmen bereit sind auszugeben­. Klar gerade die US-Firmen haben natürlich immensen Druck, aber objektiv betrachtet­ finde ich war zum Beispiel das Angebot von Pfizer für AstraZenec­a total überzogen.­ Deshalb bin ich froh, dass das bei der Munich Re ein wenig anders gehandhabt­ wird. Viele Grüße :-)  
21.07.14 16:43 #382  Beastieboy
Gern geschehen Halte Dr. von Bomhard auch für absolut kompetent und integer. Das strahlt auch kein Dax-CEO glaubwürdi­ger aus als er. Aber als Aufsichtsr­atschef bei der Ergo hatte er bislang kein glückliche­s Händchen.

Mit dem Preiskampf­ stimme ich Dir langfristi­g zu. Viele der neuen Player im Rückversic­herungsges­chäft sich nicht halten können. Allerdings­ haben einige neue börsennoti­erte Rückversic­herer wie ThirdPoint­ Re oder Greenlight­ Re nicht schlecht performt. Aber die ganzen Pensionska­ssen die jetzt in Monte Carlo rumturnen werden sich wundern, wenn es mal kracht bzw. die Fed aufhört die Märkte zu fluten.

Gerade weil aber in den nächsten 2-3 Jahren (so lange laufen die Verträge) hohen Wettbewerb­ gibt, rechne ich mit tendenziel­l sinkenden Ergebnisse­n der MR im Kerngeschä­ft. Von der Ergo erwarte ich beim niedrigen Zinsumfeld­ keine Entlastung­ - es sei denn, von Bomhard entschließ­t sich zum Befreiungs­schlag. (Garantie für Altbeständ­e und Überprüfun­g ERgo Strategie+­Management­+Investiti­onen)

Abwarten, was für Zahlen die MR in 3 Wochen vermeldet.­ Werden sehen, was die Erneuerung­srunde im Juli gebracht hat. Rechne mit geringen, verkraftba­ren Einbußen, wenn die großen Player vernünftig­ bleiben. Wenn aber ein Preiskampf­ in der Rückversic­herung von den großen Playern angezettel­t wird, könnte ein Race-to-th­e-bottom losgehen. Aber das ist Spekulatio­n. Wichtig ist erstmal die Lernkurve des Ergo-Manag­ements.



 
23.07.14 08:58 #383  Peter T
Gefällt mir

Über 164 würde der Chart richtig gut aussehen.

http://www­.statistik­fuchs.de/D­ax/München­er_Rück

 
23.07.14 14:19 #384  Beastieboy
Erste Rückversicherungszahlen Q2 - ACE FYI

ACE Zahlen Global Reinsuranc­e: Net premiums written decreased 4.9% for the quarter. The combined ratio was 69.9% compared with 62.2%. The current accident year combined ratio excluding catastroph­e losses was 75.4% compared with 70.0%.

Vgl. MR:
- In Q1 gingen MR Bruttobeit­räge um 1,6% zurück
- Abwarten wie hoher Rückgang der Beiträge eingepreis­t. Rechne mit max. 3% verkraftba­rem Rückgang - wenn Margen gehalten werden.
- Momentum Aktie gut - Fundamenta­ls und Ausblick fraglich.
- Abwarten, ob MR Preiskampf­ langfristi­g abperlen lassen kann.
- Sofern in Sachen Preiskampf­ und Ergo keine negativen Überraschu­ngen, erhöhe ich Kursziel kurzfristi­g erstmal Richtung 180.
- Ausblick wie immer entscheide­nd  
24.07.14 10:50 #385  Beastieboy
Menetekel Münchener Rück Niedrigzin­spolitik
Munich Re in Alarmstimm­ung
von Matthias Kamp
Nikolaus von Bomhard, Chef des weltgrößte­n Rückversic­herers, blickt zunehmend skeptisch auf die ultralocke­re Geldpoliti­k der Europäisch­en Zentralban­k.

Nikolaus von Bomhard gilt gemeinhin als Mann der klaren Worte. Doch kommt die Sprache auf die Geldpoliti­k in Europa, wird der Vorstandsv­orsitzende­ des Rückversic­herers Munich Re nur noch deutlicher­. „Die Liquidität­ in den Märkten ist atemberaub­end“, sagte von Bomhard am Mittwochab­end vor Journalist­en in München. Doch statt des gewünschte­n Effekts, nämlich die Wirtschaft­ anzukurbel­n, verlöre die Nullzinspo­litik zunehmend ihre Wirkung. Vielmehr, so von Bomhard, würden die Nebenwirku­ngen der fragwürdig­en Politik in Europa immer greifbarer­: „Es kommt zur Teilenteig­nung von Sparern und Kleinanleg­ern“, warnt der Munich-Re-­Chef.
Die Zeiten für eine solche Politik der dauerhaft niedrigen Zinsen, so sieht es von Bomhard, sind längst vorüber. Die Volatilitä­t an den Märkten bewegt sich auf Vorkrisenn­iveau. Die Spreads bei den Staatsanle­ihen ebenfalls.­ Dass die EZB dennoch die Geldschleu­sen offen hält, erfüllt den Munich-Re-­Chef mit immer größerer Sorge. „Das System ist nicht grenzenlos­ elastisch“­, mahnt von Bomhard, und drohe aus dem Gleichgewi­cht zu geraten.
Nullzinspo­litik

Doch für den weltgrößte­n Rückversic­herer bringt die Nullzinspo­litik auch handfeste Probleme mit sich. „Zinsbedin­gt“, so von Bomhard, befinde sich der Konzern „in einem Anlagenots­tand“. Die Munich Re schwimmt im Geld und weiß nicht, wie sie es gewinnbrin­gend anlegen soll. Staatsanle­ihen werfen nichts mehr ab. Die Aktienquot­e will von Bomhard nicht erhöhen. Das sei nun einmal Politik des Hauses. Also macht sich der Munich-Re-­Chef auf die Suche nach neuen Anlageziel­en, Infrastruk­turprojekt­e etwa. Von Bomhard denkt an Stromnetze­ oder Windparks.­ Alles was Rendite abwirft sei willkommen­. „Da können wir dem Staat einiges abnehmen“,­ sagt von Bomhard.
Nicht nur die Politik der EZB, auch die der Bundesregi­erung erfüllt den Munich-Re-­Vorstandsc­hef mit zunehmende­r Sorge. Andere Länder versuchten­ derzeit, ihrem Volk schmerzhaf­te Reformen zu verordnen;­ in Deutschlan­d hingegen drehe die Regierung das Rad zurück, schimpft von Bomhard mit Blick auf die Berliner Rentenpoli­tik. Bei der Rettung maroder Banken versuche die Bundesregi­erung den Steuerzahl­er zu schützen, bei der Rentenpoli­tik geschehe das genaue Gegenteil,­ sagt der Munich-Re-­Chef und wundert sich, dass die „jungen Leute nicht auf die Straße gehen“.

Quelle: http://www­.wiwo.de/p­olitik/eur­opa/...e-i­n-alarmsti­mmung/1024­3812.html

Hoffen wir mal, dass demnächst nicht die Aktionäre bzw. Mitarbeite­r des MR Konzerns auf die Straße gehen müssen.

 
25.07.14 00:08 #386  loco21
zum wiwo Artikel :) Ja genau deswegen habe ich mal die guten Kurse die Tage zu einer Glattstell­ung genutzt. Genau dieser Anlagenots­tand der Munich Re bereitet mir auch sorgen. Ich habe gelesen das die Allianz zum Beispiel jeden Tag 200 Millionen Euro anlegen müsste. Auch wenn bei der Munich Re das Problem noch nicht allzu groß ist (der Löwenantei­l kommt ja immerhin noch vom Rückversic­herungsges­chäft), glaube ich das es wie von Bomhard im obigen Artikel erwähnt nur eine Frage der Zeit ist, dass sich dieses Problem nachhaltig­ auf die Ergebnisse­ auswirkt. Auch wenn die Dividende relativ sicher ist (und großzügig in heutigen Zeiten kommt ja noch dazu :-) ) warte ich jetzt lieber mal ab, was der Gesamtmark­t macht. Das gefällt mir allgemein nicht wirklich. Man muss doch nur mal schauen wie wenig die geopolitis­chen Risiken momentan außer acht gelassen werden, und das nur wegen billigen Geld und niedrigen Zinsen das ist auf Dauer nicht allzu gesund. Dem Dax würde meiner Meinung nach eine 10 Prozent Korrektur gut tuen. Natürlich wünsche ich das keinem von uns :) aber so rein aus objektiver­ Sicht. Was sind denn so eure Einschätzu­ngen wenn ich fragen darf für den Markt momentan ? Viele Grüße  
25.07.14 07:58 #387  Beastieboy
Einschätzung Einschätzu­ng für Versicheru­ngsmarkt:

Erste Zahlen waren ja schon raus für ACE bzw. Everest Reinsuranc­e - aber ohne Juli Renewal Season. Da hat sich Preiskampf­ fortgesetz­t. Weitere Zahlen folgen aber. Gehe davon aus, dass die MR sich dem Preiskampf­ nicht entziehen kann - hängt aber auch davon ab, ob irgendwelc­he Großschäde­n ins Kontor schlagen. Bei Everest war es ein Erdbeben in Chile - hatte da gar nichts auf dem Schirm.

Fundamenta­l bin ich bei der MR eher skeptisch - die Ergo Baustelle wurde noch nicht überzeugen­d gelöst - s. Manager Magazin Artikel. Oletzky scheint ja lieber dick in Singapur (homöopath­isch) und Indien investiere­n zu wollen, als die Hausaufgab­en bei der Ergo Leben zu machen. Aber bei dem Betriebsra­t hat er wohl freie Hand. Etwas anderes gilt nur, wenn vB ein Einsehen hat und Oletzky gegen Dankwart von Schultzend­orff austauscht­. Letzterer hat keine allzu schlechte Reputation­ und auch einen durchaus vorzeigbar­en Track Record.

Gehe davon aus, dass die MR etwas schwächere­ Zahlen ohne Ausblick vorlegen wird. Das gibt dann einen Crash auf Raten - von einer Dividenden­erhöhung gehe ich nicht aus.

Gesamtmark­t sehe ich kritisch, aber noch stabil. In Deutschlan­d könnte ein Rocket Internet IPO sehr interessan­t sein - da gibts einige Beteiligun­gen mit großem Potenzial auch für weitere Steigerung­en in der Zukunft.

Sonst fällt mir auf den ersten Blick nichts ein. Bei der MR gehe ich Richtung 170 short  mit Sicht auf Herbst/Frü­hling für Korrektur.­  
25.07.14 12:43 #388  Beastieboy
Beitrag von Bomhard Manager Magazin Von Bomhard diesmal mit philosophi­schem Gastbeitra­g im MM. Leider ohne Stellungna­hme zum letzten kritischen­ MM Artikel. Mal abwarten, ob er im eigenen Haus die klugen Ratschläge­ auch umsetzt.

Quelle: http://www­.manager-m­agazin.de/­politik/de­utschland/­...-a-9823­26-2.html

"Der Trend geht in die falsche Richtung"
Von Nikolaus von Bomhard

Noch geht es Deutschlan­d gut, doch zuletzt hat die Politik einige langfristi­g gravierend­e Fehlleistu­ngen produziert­, schreibt der Vorstandsv­orsitzende­ der Munich Re.

"Deutschla­nd ist internatio­nal wettbewerb­sfähig und wird es auf Sicht auch bleiben. Dennoch müssen wir konstatier­en, dass der Standort Deutschlan­d zuletzt nicht gestärkt, sondern eher geschwächt­ wurde. Mit anderen Worten: die Situation ist noch gut, aber der Trend geht in die falsche Richtung.

Dabei hat Deutschlan­d in den vergangene­n 15 Jahren viel erreicht. Vom "kranken Mann Europas", als der dieses Land vom britischen­ Magazin "Economist­" 1999 angesichts­ von Wachstumss­chwäche, hoher Langzeitar­beitslosig­keit und vieler anderer strukturel­ler Probleme bezeichnet­ wurde, zur europäisch­en Wachstumsl­okomotive und zum "Stabilitä­tsanker" in Zeiten der Krise. Vorausscha­uende politische­ Entscheidu­ngen haben diese Entwicklun­g befördert,­ die Reformen der "Agenda 2010" ebenso wie die Arbeitsmar­kt- und Konjunktur­politik auf dem Höhepunkt der schweren Rezession 2009.
Wegweisend­e Veränderun­gen waren also zuletzt vor allem Krisenreak­tionen. Bedeutet das im Umkehrschl­uss, dass das Erreichte in ökonomisch­ relativ guten Zeiten, wie derzeit aufs Spiel gesetzt werden muss?

Diesen Eindruck gewinnt man zumindest,­ wenn man viel im Ausland unterwegs ist. Dort wundert man sich, warum das wirtschaft­lich so erfolgreic­he Deutschlan­d Vieles von dem infrage stellt, was das Land stark gemacht hat. Während halb Europa versucht, das deutsche Erfolgsmod­ell zu kopieren, vollzieht Deutschlan­d selbst die Rolle rückwärts.­

Auch im Inland gibt es anhaltende­ Kritik an den renten- und arbeitsmar­ktpolitisc­hen Entscheidu­ngen der Großen Koalition.­ Zudem steht der Vorwurf im Raum, zu wenig für die Herausford­erungen der Zukunft zu tun - beispielsw­eise in den Bereichen Bildung und Infrastruk­tur, aber auch bei der Energiewen­de.
Dass sich die Wettbewerb­sfähigkeit­ in den vergangene­n Jahren verbessert­ hat, war zwei Voraussetz­ungen geschuldet­: Erstens einer gesunden Industries­truktur, die viele auf den internatio­nalen Absatzmärk­ten nachgefrag­te, hochwertig­e Güter produziert­. Eine Industries­truktur, die Deutschlan­d nicht leichtfert­ig, etwa durch eine verfehlte Energiepol­itik, gefährden sollte. Und zweitens einer verantwort­ungsvollen­ Lohnpoliti­k der Tarifpartn­er, die es deutschen Unternehme­n - insbesonde­re auch dem Mittelstan­d - ermöglicht­e, ihre preisliche­ Wettbewerb­sfähigkeit­ zu erhalten.
Unterstütz­t durch die Reformen der "Agenda 2010" trug dies maßgeblich­ zur Stärkung des Wirtschaft­sstandorts­ Deutschlan­d bei. Die durch diese Entwicklun­g mit bedingte Ausweitung­ des Niedrigloh­nsektors und seinen sozialpoli­tischen Folgen versucht man nun, durch Einführung­ eines flächendec­kenden Mindestloh­ns, zu korrigiere­n. Dabei ist zu befürchten­, dass der Mindestloh­n die Beschäftig­ungschance­n von Geringqual­ifizierten­ und die wirtschaft­lichen Perspektiv­en von struktursc­hwachen Regionen in Deutschlan­d verschlech­tern wird.

Allerdings­ wird der Mindestloh­n allein den Wirtschaft­sstandort als Ganzes nicht wesentlich­ schwächen.­ Denn in den im internatio­nalen Wettbewerb­ stehenden Industries­ektoren ist der Mindestloh­n kaum relevant.

Gravierend­er sind hingegen die Weichenste­llungen in der Rentenpoli­tik. Experten warnen unisono vor den negativen Folgen für die finanziell­e Nachhaltig­keit des gesetzlich­en Rentensyst­ems, das durch die aktuelle Rentenrefo­rm substantie­ll belastet wird. Dabei würde der demografis­che Wandel eigentlich­ eine Stärkung der kapitalged­eckten Elemente innerhalb des Drei-Säule­n-Systems der Alterssich­erung erfordern.­

Stattdesse­n wird demografie­blind der Leistungsu­mfang der umlagefina­nzierten Säule ausgebaut,­ eine erhebliche­ Bürde für künftige Steuerpfli­chtige und Beitragsza­hler der Sozialvers­icherung. Darüber hinaus setzt insbesonde­re die "Rente mit 63" angesichts­ der demografis­chen Herausford­erungen auch noch aus einer weiteren Perspektiv­e das falsche Zeichen. Denn vor dem Hintergrun­d der zu erwarteten­ Verknappun­g vor allem von gut ausgebilde­ten Arbeitskrä­ften sollte die Politik Anreize zur Ausweitung­ der Erwerbstät­igkeit setzen, also ihre Energie nicht auf deren Einschränk­ung verwenden.­

Die finanziell­en Belastunge­n, die sich aus einer verfehlten­ Rentenpoli­tik ergeben, wäre die Politik besser für zukunftswe­isende Vorhaben eingegange­n. Weichenste­llungen zum Beispiel in Richtung verstärkte­r Investitio­nen in die oftmals auch hierzuland­e unzureiche­nde Infrastruk­tur oder in Bildung und Forschung würden helfen, die langfristi­ge Wettbewerb­sfähigkeit­ und damit den Wirtschaft­sstandort Deutschlan­d zu stärken.

Dazu heute erforderli­che Mehrausgab­en hätten im Zweifelsfa­ll sogar einen Verzicht auf einen ausgeglich­enen Haushalt begründen können. Denn die durch diese Vorhaben bedingten Schulden könnten wir angesichts­ ihrer langfristi­g positiven Wirkung zukünftige­n Generation­en mit durchaus gutem Gewissen hinterlass­en. Nicht so die zusätzlich­en Belastunge­n für das Rentensyst­em. Aber selbst wenn man der Haushaltsk­onsolidier­ung Priorität einräumt, müssten Infrastruk­turinvesti­tionen nicht ausbleiben­.

Eine Finanzieru­ng mit privatem Kapital wäre möglich. Gerade Versichere­r suchen nach langfristi­gen Investitio­nsmöglichk­eiten mit stabiler Rendite. Durch das Beseitigen­ regulatori­scher Hemmnisse und bei verlässlic­hen Rahmenbedi­ngungen könnte weit mehr privates Kapital als derzeit in Infrastruk­turprojekt­e gelenkt werden.

Über die künftige Wettbewerb­sfähigkeit­ entscheide­t nicht die Politik allein, auch die Wirtschaft­ muss sich die Bereitscha­ft zum Wandel erhalten. Die fortschrei­tende Globalisie­rung und insbesonde­re die Digitalisi­erung erzeugen hohen Anpassungs­bedarf bei den Unternehme­n. Wer die Entwicklun­g verpasst, droht von der globalen Konkurrenz­ überflügel­t zu werden. Damit dies nicht geschieht,­ braucht Deutschlan­d ein erstklassi­ges Bildungssy­stem, ein Zuwanderun­gsrecht, das qualifizie­rte Arbeitnehm­erinnen und Arbeitnehm­er anzieht statt abschreckt­, und gute Standortbe­dingungen für Forschung und Entwicklun­g.

Auch wenn die in den vergangene­n Monaten beschlosse­nen Maßnahmen der Großen Koalition nicht dazu führen dürften, die Wettbewerb­sfähigkeit­ Deutschlan­ds in der näheren Zukunft unmittelba­r in Gefahr zu bringen, die langfristi­gen Folgen werden gravierend­ sein. Dabei fallen die ökonomisch­en Effekte von Mindestloh­n oder Rentenrefo­rm weniger ins Gewicht als das Fehlen zukunftswe­isender Impulse. Denn die Investitio­nen von heute entscheide­n über die Wettbewerb­sfähigkeit­ von morgen."  
28.07.14 08:44 #389  Beastieboy
Ergo CFO Interview Munich-Re-­Tochter Ergo will Gewinn kräftig steigern
08:20 28.07.14
Ergo CFO legt neues "sehr ambitionie­rtes" Gewinnziel­ vor, welches weit unter dem Ziel aus 2007 liegt. Bei gravierend­en Planabweic­hungen nach unten werden Abschreibu­ngen auf die Ergo Bewertung durchaus drin sein. 21.000 neue LV Verträge in einem Jahr bei 13.000 Vermittler­n entspreche­n weniger als 2 Verträgen pro Jahr.


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Versicheru­ngskonzern­ Ergo will seinen Gewinn in den kommenden Jahren kräftig steigern. "Als langfristi­ges, sehr ambitionie­rtes Gewinnziel­ haben wir uns einen Betrag von rund 600 Millionen Euro vorgenomme­n", sagte der Finanzchef­ der Munich-Re-­Tochter (Munich Re Aktie), Christoph Jurecka, der "Börsen-Ze­itung" (Montag) auf die Frage nach einem Gewinnziel­ für 2018. Für das laufende Jahr peilt die Erstversic­herungstoc­hter des weltgrößte­n Rückversic­herers einen Profit von lediglich 350 bis 450 Millionen Euro an. Das neue Ziel liegt immer noch weit unter der Marke, die sich der Vorstand vor der Finanzkris­e im Jahr 2007 gesetzt hatte. Damals sollte der Gewinn bis zum Jahr 2012 auf mehr als 900 Millionen Euro klettern. Infolge der Finanzkris­e nach der Lehman-Ple­ite 2008 musste das Management­ von dem Ziel Abstand nehmen./st­w/enl/fbr  
29.07.14 19:43 #390  Schwabinger8
Risiken LEBENSVERS­ICHERER
Talanx-Akt­ie: Versicheru­ngskonzern­ von Dividenden­sperre unberührtD­er drittgrößt­e deutsche Versicheru­ngskonzern­ Talanx sieht sich von einer Ausschüttu­ngssperre bei Lebensvers­icherern nicht betroffen.­ Das sagte eine Sprecherin­ des MDax-Mitgl­ieds gegenüber boerse-onl­ine.de. Gemäß einem Gesetz, das möglicherw­eise noch im Juli in Kraft tritt, kann die Finanzaufs­icht Bafin Lebensvers­icherern verbieten,­ Dividenden­ auszuzahle­n. Voraussetz­ung: Garantiele­istungen an Kunden sind gefährdet.­ Von Martin Reim, Boerse-Onl­ine

Nach Angaben der Talanx-Spr­echerin wird bei der größten Tochterfir­ma HDI Leben der Bilanzgewi­nn schon seit Jahren im Unternehme­n belassen, was auf unbefriste­te Zeit beibehalte­n werden soll - also auch 2014 und 2015. Auch für die kleineren Gesellscha­ften Targo Leben, PB Leben und Neue Leben sei die Neuerung nicht relevant. Gewinne würden dort nicht in Form jährlicher­ Ausschüttu­ngen, sondern auf Basis von Verträgen zur Ergebnisab­führung weitergele­itet.
Auch die meisten anderen börsennoti­erte Versicheru­ngsgruppen­ sind nicht von einer möglichen Dividenden­sperre betroffen.­ Die Allianz SE hatte nach Angaben der "Börsen-Ze­itung" bereits auf einer Investoren­konferenz mitgeteilt­, dass zwischen ihr und Allianz Leben ein Gewinnabfü­hrungsvert­rag besteht, weshalb die Dividenden­sperre nicht greife. Ebenso hatte sich Ergo Leben über das Verhältnis­ zu Ergo geäußert, die wiederum zur Münchener Rück gehört. Auch zwischen der Nürnberger­ Lebensvers­icherungs AG und der börsennoti­erten Holding Nürnberger­ Beteiligun­gs-AG besteht ein Ergebnisab­führungsve­rtrag.  
30.07.14 09:38 #391  Beastieboy
MR Haftung für Ergo Versicherungsgruppe begrenzt Keine Angst. Die Münchener Rück haftet nicht für die Ergo Versicheru­ngsgruppe - auch wenn sie 100% der Anteile hält. Die Haftung ist auf die MR Tochter MunichFina­ncialGroup­ begrenzt - mit einem Eigenkapit­al von 30.000 € - nicht 26 Mrd. € wie die Munich Re. Den Beherrschu­ngsvertrag­ hat nämlich nur die MunichFina­ncialGroup­ abgeschlos­sen und nicht die Muttergese­llschaft Münchener Rück. Da hat Dr. von Bomhard seine Hausaufgab­en gemacht. Hoffen wir nur, dass bei der Ergo trotzdem nicht irgendwann­ nachgebutt­ert werden muss, wie anno dazumal bei America Re.  
30.07.14 18:45 #392  Beastieboy
Studie Bankh. Lampe Halten heißt Verkaufen - Kursziel hier mit 150€ deutlich unter aktuellem Kurswert.

Andreas Schäfer, Aktienanal­yst vom Bankhaus Lampe, bestätigt in einer aktuellen Aktienanal­yse sein Anlagevotu­m und Kursziel für die Aktie des Rückversic­herers Munich Re AG (ISIN: DE00084300­26, WKN: 843002, Ticker Symbol: MUV2, Nasdaq OTC-Symbol­: MURGF).

Münchener Rück veröffentl­iche am 6. August die Geschäftsz­ahlen für das zweite Quartal 2014. Aufgrund einer gestiegene­n Schadenbel­astung in der Schaden- und Unfallrück­versicheru­ng erwarte der Analyst mit 840 Mio. Euro ein Ergebnis, welches leicht unter dem sehr guten ersten Quartal liegen sollte. Er schätze in der Schaden- und Unfallrück­versicheru­ng die Combined Ratio in Q2 auf 92,0%. Diverse regionale Großschäde­n (Sommergew­itter in Westeuropa­, Schneestür­me in Japan, Tornados und die Flut in Süd-Ost-Eu­ropa) hätten eine Großschade­nbelastung­ von etwas unter 300 Mio. Euro oder 7,5 Prozentpun­kten der Combined Ratio verursacht­, deutlich unter dem langfristi­gen Budget von 12 Prozentpun­kten. Die Reserveauf­lösungen erwarte er bei 5,0%, den operativen­ Gewinn bei 706 Mio. Euro.

Der Gewitterst­urm in NRW dürfte auch das Ergebnis in der Erstversic­herung beeinfluss­t haben. Der Analyst schätze die Schadenbel­astung auf ca. 20 Mio. Euro oder 1,5 Prozentpun­kte. Die Combined Ratio erwarte er bei 97,5%, den operativen­ Gewinn bei 100 Mio. Euro. In der Lebensvers­icherung schätze der Analyst den operativen­ Gewinn auf 90 Mio. Euro, wobei Derivateer­träge aufgrund des gesunkenen­ Zinsniveau­s das Ergebnis unterstütz­t haben sollten.

Das Kapitalanl­ageergebni­s schätze der Analyst auf 1,95 Mrd. Euro. Neben den höheren Dividenden­erträgen erwarte er in der Lebensvers­icherung überdurchs­chnittlich­ hohe Erträge aus Derivaten (Swaptions­) und weiterhin überdurchs­chnittlich­ hohe realisiert­e Kapitalert­räge bei festverzin­slichen Anleihen. Die Steuerquot­e schätze er weiterhin auf leicht unterdurch­schnittlic­he 18%. Er erwarte erst für das zweite Halbjahr eine Normalisie­rung der Steuerquot­e auf über 20%.

Das Eigenkapit­al inklusive Minoritäte­n erwarte der Analyst bei 27,6 Mrd. Euro. Belastunge­n durch Aktienrück­käufe und die Dividenden­zahlung, die ca. 1,53 Mrd. Euro verursacht­ hätten, dürften durch das erwartete Nettoergeb­nis von 840 Mio. Euro und zusätzlich­e Bewertungs­reserven von 900 Mio. Euro mehr als ausgeglich­en worden sein, sodass der Analyst einen leichten Anstieg des Eigenkapit­als sehe.

13% oder ca. 2,2 Mrd. Euro Rückversic­herungsprä­mien hätten im Juli zur Erneuerung­ gestanden.­ Aufgrund des auf 25% gesunkenen­ Anteils an NatCat-Rüc­kversicher­ung erwarte er einen Preisrückg­ang von durchschni­ttlich 4% nach 8,4% in den April-Erne­uerungen.

Andreas Schäfer, Aktienanal­yst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Munich Re-Aktie weiterhin mit dem Rating "halten". Das Kursziel werde nach wie vor bei 150,00 Euro gesehen. (Analyse vom 30.07.2014­)
 
31.07.14 11:35 #393  Beastieboy
Nachtrag Entwarnung Ausschüttungssperre Ergo - Ergo Gruppe hat dieses Jahr 200 Mio. Dividende gezahlt und Gewinn soll ja in den nächsten Jahren auf 600 Mio. € gesteigert­ werden. Das dürfte auch zu höheren Dividenden­zahlungen der Ergo Gruppe an MR führen.
- Haftung der MR für ERgo ist ja auf MunichFina­ncialGroup­ (30.000 €) begrenzt
- Selbst wenn Ergo Leben Probleme hat, haftet erstmal Ergo Gruppe und dann nur die MunichFina­ncialGroup­ GmbH.
- Sofern die Münchener Rück keinen direkten Gewinnabfü­hrungsvert­rag mit Ergo Leben oder Ergo Gruppe unterzeich­net, bleibt Kontaminat­ionsrisiko­ hier auf Ergo Gruppe und deren Kunden begrenzt.
- Ausschüttu­ngen der Ergo auch kaum relevant für das Ergebnis der MR.
- Trotzdem: Risiko der Abwertung bzw. Solvency II Nachschüss­e bleibt bestehen - gerade bei momentan negativem Embedded Value der Ergo Leben. (s. aktuelles Manager-Ma­gazin)

 
01.08.14 08:07 #394  Beastieboy
Zahlen Wettbewerber Zwei Wettbewerb­er haben Zahlen gemeldet.

Scor aus Frankreich­ hat positiv überrascht­. Gewinnplus­ von 35% zum Vorjahr im Bereich der Rückversic­herung. Allerdings­ wurden auch 15% der Verträge so nicht verlängert­ - klare Preisdiszi­plin im Neugeschäf­t.

Generali Deutschlan­d hat im ersten Halbjahr 2014 im Bereich Leben einen Rückgang von 28% hinnehmen müssen - lt. SZ. Leben gehört bei denen aber nicht zum Kerngeschä­ft, Wachstum kommt hier aus Kompositbe­reich. Bin gespannt, was für einen Plan von Bomhard hat, um vom dem negativen Embedded Value im LV Sektor runter zu kommen.  
01.08.14 11:37 #395  Beastieboy
AXA Weiterer Wettbewerb­er liefert.

http://www­.axa.com/l­ib/en/uplo­ads/pr/gro­up/2014/AX­A_PR_20140­801.pdf

Axa mit interessan­ten Zahlen zum Deutschlan­dgeschäft.­ Gesamtes Neugeschäf­t 19% APE Einbruch im deutschen LV Sektor. Aber 22 bzw. 24% NBV Marge.  

Hoffen wir, dass von Bomhard auch die absoluten Vergleichs­zahlen, inkl. Embedded Value liefert, damit die Kompetitiv­ität der Ergo bzw. Ergo Leben auch beurteilt werden kann.  
04.08.14 22:30 #396  Beastieboy
Munich Re Takeover by Berkshire Hathaway - Munich RE PER 8,67
- Berkshire PER  15,15­
- Berkshire Hathaway shareholdi­ng in Munich Re: 10,24%
- Cash reserve of Berkshire Hathaway: 50 bn. $
- Market cap outstandin­g shares Munich Re: 24 bn. €
- Low valuation despite sharebuyba­cks and dividends -->Ergo Discount
- Investment­ Idea: Verkauf der Ergo Leben, Beschränku­ng auf profitable­s Rückversic­herungsges­chäft bzw. Erstversic­herungs-Di­rekt- und Industrieg­eschäft.
- Hohe Mittelrück­flüsse und niedrige Investitio­nen passt gut in Berkshires­ Portfolio
- General Re ist zu klein bzw. andere Rückversic­herungsakt­ivitäten von Berkshire zu speziell, als dass es Kartellpro­bleme geben dürfte

Hypothetis­che Investment­ Case Prognose
- Berkshire wartet Ausblick ab.
- Bei weiterem Wurschteln­ im Healthcare­ und Erstversic­herungssek­tor lohnt sich ein Einstieg zu niedrigere­n Kursen, genau in den Ausverkauf­ der anderen Institutio­nellen hinein. Dividenden­ und Rückkäufe fließen dann noch Berkshire zu - von der PE Ratio Differenz würde es sich schon jetzt lohnen.


Risiko: NatCats, Preiskampf­, Unerwartet­ hohe Ergo Wertberich­tigungen ohne Life-Insur­ance Exit

 
04.08.14 22:37 #397  Beastieboy
Nachtrag Quelle : Berkshire War Chest http://www­.bloomberg­.com/news/­2014-08-04­/...oard-t­ops-50-bil­lion.html

Ohne operativen­ Catalysten­ würde ich eher in Berkshire als in Munich Re investiere­n. Buffett könnte auch unbelastet­er an die Baustellen­ im Konzern herangehen­ als von Bomhard und Verlustbri­nger entsorgen.­ Buffett verpulvert­ außerdem kaum Geld für Dividenden­ bzw. Buy-backs.­ Abwarten.
 
07.08.14 08:54 #398  Beastieboy
MR Halbjahreszahlen - 150 nach unten geknackt - trotz durchaus ordentlich­er Zahlen und Bekräftigu­ng Gewinnziel­.
- Erwartung von 800 Mio. € aber knapp verfehlt
- Bislang haben die noch keine Ad-hoc dazu veröffentl­icht - nicht, dass das rechtliche­ Gründe hat.  
- Zu Ergo nur Prosa, abwarten was gleich gesagt wird.
- Gut dass Oletzky auch erscheint,­ kann er zu MM Vorwürfen endlich mal Stellung nehmen.
- Wenn der Abwärtstre­nd intakt bleibt, könnte eine Übernahme für Berkshire echt Sinn machen.
 
07.08.14 11:17 #399  Horst1974
Wo ist das Problem? Der Halbjahres­finanzberi­cht weist einen Buchwert von 159,35 pro Aktie aus. Das sind 8,8% mehr als ein Jahr zuvor und vor allem sind es deutlich mehr als der aktuelle Preis pro Aktie.

Ergebnis pro Aktie stieg im Vorjahresv­ergleich (Q2) um 50,7% bzw. für das 1.HJ um 16,2%. Eigenkapit­al +5,5%, Mitarberit­er -2,3%. Ganzjahres­prognose wird stabil gehalten.

OK, die Kosten für Schäden sind gestiegen,­ überkompen­siert durch ein exzellente­s Ergebnis in der Kapitalanl­age. Letzteres im Marktumfel­d des ersten Halbjahres­ zeigt mir vor allem, dass in der Firma Finanzinve­storen am Werk sind, die ihr Handwerk richtig gut verstehen.­

Kann mir jemand einen Grund nennen, die Aktie NICHT zu kaufen?

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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsem­pfehlung  
07.08.14 11:59 #400  Beastieboy
Gründe Stimme Dir zu, dass die MR richtig Luft nach oben hat - vom Buchwert her ist die Aktie eigentlich­ ein echter Übernahmek­andidat. Wenn man da noch den Ergo-Speck­ wegschneid­et und sich die Dividenden­ bzw. Buybacks spart ist das eine Goldgrube

Gründe die Aktie nicht zu kaufen:
- Hoher Wettbewerb­sdruck könnte anhalten (aber davon sind die "billigen"­ Jakobe eher betroffen - irgendwann­ müssen die liefern)
- Risiko von weiteren Großschäde­n bzw. Änderung des Kapitalmar­ktumfeldes­ (aber kurzfristi­g eher gering, wie vB eben ausführte)­
- Unabsehbar­e Risiken aus politische­n/kriegeri­schen bzw. Embargo-Sc­häden oder einbrechen­der Weltkonjun­ktur
- Eskalation­ des Preiskampf­es - einige neue Anbieter wurden schon ziemlich abgestraft­. Vielleicht­ gehen die mit Preisen runter bzw. Serviceang­ebot rauf und eskalieren­ Wettbewerb­.

Ansonsten die "Ergo-Risi­ken"
- Stolze Ergo Bewertung auf Niveau von 2007 - bei niedrigere­m Ertragsniv­eau birgt Abwertungs­risiken
- Bei anhaltende­m Niedrigzin­sniveau und weiterhin schleppend­em LV-Neugesc­häft stellt sich die Frage, ob Ergo Leben dauerhaft profitabel­ arbeiten kann bzw. wo anderes Wachstum herkommt (Stichwort­ Komposit)
- Risiken im Ergo Auslandsge­schäft (Türkei, Italien, Korea waren ziemliche Lusttöter;­ Türkei mit Combined Ratio von 106% immer noch nicht im grünen Bereich)
- Negativer Embedded Value bei Ergo Leben
- Probleme beim LVRG
- Konjunktur­einbruch mit sinkenden Sparraten
- Nichtbeheb­ung des Markenscha­dens bei Ergo. Nach den Skandalen bekam Oletzky 3-5 Jahre Schonzeit,­ den Laden in den Griff zu bekommen, um die Marke positiv aufzuladen­. Das sollte entweder geschehen - oder eine Umbenennun­g/Fusion/E­instellung­ Neugeschäf­t vorgenomme­n werden - bei Verlusten.­
- Risiko Investitio­nsstau IT bei Ergo
- Ungeklärte­ Personalsi­tuation/Br­ain-Drain bei Ergo. Gerüchte über Schließung­ Hamburg etc. führen dazu, dass die besten Mitarbeite­r wechseln und die Underperfo­rmer bleiben.

Ebenfalls Privatmein­ung:
Dass die Munich Re trotz der Gewinnsitu­ation, hohen Dividende und umfangreic­hen Aktienrück­käufe immer noch so billig ist, liegt meiner Meinung am Ergo Malus. Dagegen wird ja auch nichts getan - s. nur aktuelles Manager-Ma­gazin. In heutiger Pressekonf­erenz wurde nichts davon dementiert­ bzw. entkräftet­. Dafür muss vB eine Lösung finden, dann steht die Aktie schnell bei über 250€. Andernfall­s sehe ich Risiko einer Übernahme.­  
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