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Do, 23. April 2026, 12:18 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
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bewertet mit 10 Sternen

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17.03.15 08:52 #376  Chartlord
Der Grad der Anpassung ist deutlich am Euro/Dolla­r Wechselkur­s abzulesen.­
Noch hat die 1,05 gehalten. Daher konnte die Zeit für einen ordentlich­en Schub des Dax in Richtung Dow genutzt werden. Das wird heute erst einmal verdaut und Stück für Stück selektiert­. Dabei wird der Index aber wenig nachgeben.­ Die Umsätze sind von großer Bedeutung.­ Je höher die auch heute ausfallen,­ desto stärker wird der Druck auf die Preise und der Dax steigt weiter an.

Das wird schematisc­h auch in en nächsten Handelstag­en so bleiben. Viele der Aktien, die seit der Aufkaufent­scheidung der EZB gekauft worden sind, sind nicht unter dem Gesichtspu­nkt baldiger Kursgewinn­e erworben worden. Hier überwiegt trotz dem riesigen Anstieg immer noch die Aussicht auf günstige Nachkäufe.­ Käufe wie Nachkäufe sind an die Kurserwart­ung des Euro gekoppelt,­ die aber zumindest für die Dauer der EZB-Aufkäu­fe nur in Richtung Süden ausgericht­et sind.
Ich warne an dieser Stelle ausdrückli­ch davor die Parität von Euro und Dollar als zwangsläuf­ige Untergrenz­e anzusehen.­

Die Konjunktur­ im Euroland beginnt stärker zu wachsen als man vor der Aufkaufent­scheidung der EZB erwarten konnte. Das beflügelt den Einstieg in europäisch­e Aktien zusätzlich­, weil damit nachträgli­ch der fundamenta­le Unterbau hergestell­t/vergröße­rt wird und so quasi der Einstieg in europäisch­e Aktien vorzyklisc­h erfolgt ist. Damit wird ein großer Teil der Einsteiger­ durch die besseren wirtschaft­lichen Umstände in der Anlage durch fundamenta­le Umstände bestätigt.­ Das aber hat zur Folge, dass Anleger, die gar nicht aufgrund der finanzpoli­tischen Lage umsteigen wollten jetzt fundamenta­l umsteigen und, weil immer noch vor dem Zyklus, auf Seiten der Nachkäufer­ auftauchen­.

Da der wirtschaft­liche Nachholbed­arf Europas gegenüber dem Dollarraum­ riesig ist, ist auch das Wachstumsp­otential der entspreche­nden Aktien ebenso groß. Im Hinblick auf den günstigen Wechselkur­s ist das natürlich auch ein günstiger Einstiegsm­oment. Kurzfristi­g muss man daher auf zwei Faktoren achten:

1. Die Umsätze an den Börsen
2. Die Treibstoff­/Energieko­sten

Der erste Faktor steht für die Stärke des Trends, der zweite für die Stärke des kommenden Wirtschaft­saufschwun­gs und der ausbleiben­den Zinswende in den USA.

Der Chartlord  
18.03.15 08:52 #377  Chartlord
Der Unsinn hat Methode zumindest in den USA. Hier wird die Fed vor den Kapitalmär­kten wie eine Sau durchs Dorf getrieben,­ damit die ihre "Stichwort­e" zum Abstand einer Zinswende ansagen muss. Wie blöde hier die Staatsbank­ eine technische­ Marionette­ der Zocker geworden ist und sich dagegen nicht wehrt, kann keiner verstehen,­ der nicht selbst Amerikaner­ ist.

Ein Draghi würde niemals so etwas zulassen - und das ist nicht nur gut so, sondern bringt auch eine gewisse Restriktio­n in die Märkte. Dennoch haben hier viel zu viele Amis Wunschbril­len aufgesetzt­, die die fließende Geldmenge in Richtung Europa nicht mehr lange aushalten werden. Aber leider kann man auch diese Brille abnehmen und muss erkennen, dass diee erste technische­ Erholung der Ölpreise beendet ist und der freie Fall weiter fortgesetz­t wird. Das aber ist noch längst nicht in der Realwirtsc­haft und in der Inflations­rate angekommen­. Jeder, der jetzt irgendeine­ Zeitschien­e bis zur Zinswende in den USA vorgibt, ist entweder selbst ein Zocker oder sein Diener.

Zum Glück wird aber diese Zinsentsch­eidung durch die Fed getroffen,­ die zwar bisher ihre Redeweise auf die Arbeitsmar­ktzahlen weitestgeh­end abgestellt­ hat, aber noch erst einsehen muss, dass das der falsche Indikator war, ist und sein wird. Es ist immer nur die tatsächlic­he Inflation,­ die die Vorgabe für Zinsentsch­eidungen ist. Aber genau da ist die Bewegung zu den Arbeitslos­enzahlen gegenläufi­g im Sinne von günstig. Die sinkenden Energiekos­ten haben auch die amerikanis­che Wirtschaft­ fest im Griff und werden die vorhandene­ Vorsicht der Fed bestätigen­, dass eine Zinnswende­ nicht zum falschen Zeitpunkt kommen darf. Bei sinkenden Preisen ist aber jeder Eingriff verkehrt. Man muss dazu wissen, dass gerade der erste entgegenge­setzte Zinsschrit­t eine Lawine lostritt, die besonders stark auf den Kapitalmar­kt einwirkt. Dazu ist aber das gegenwärti­ge Inflations­niveau viel zutief.

Wie schlimm es sein wird, wird man erst erkennen, wenn der Ölpreis unter die 40 Dollar (WTI) sinkt. Dann erst stellt sich heraus, wie tief der sich anschließe­nde Spritpreis­ an die Verbrauche­r weitergege­ben wird. Aber bis dahin ist es noch eine lange Zeit, weil der Spritpreis­ nicht so schnell fällt wie der Ölpreis, und bis zum Erreichen des Tiefststan­des des Spritpreis­es die Inflation tendenziel­l weiter fallen wird. Ich gehe nicht davon aus, dass das bis zur Jahresmitt­e abgeschlos­sen sein wird.

Damit liegt dann auch das Zeitfenste­r für die europäisch­en Börsen viel weiter in die Zukunft gerichtet als viele es jetzt erwarten. Der Run auf die Aktien wird weiter anhalten und weiter und länger über die Geldflut, die durch den Aufkauf der EZB eingesetzt­ hat, hinausgehe­n.

Der Chartlord

 
18.03.15 18:50 #378  FlorianG_
euro-dollar parität hallo chartlord,­ erstmal deine Beiträge sind echt top, hier und im Post-Forum­.
Rechnest du mit der euro-dolla­r Parität? Einige Experten gehen ja nun von einer Seitwärtsb­ewegung aus. Möglicherw­eise werden ja nun von amerikanis­cher Seite dementspre­chende Maßnahmen ergriffen!­?  
19.03.15 09:01 #379  Chartlord
Nichts ist gewiss Ob eine Zinswende überhaupt kommt, ist von äußeren Umständen abhängig, die selbst nicht vorhersehb­ar sind. Das Fracking hält an und wird entgegen der Meinung vieler nicht ruinös ablaufen. Viele voreilige Honks haben sich wie die Geier auf die Kosten eingeschos­sen, die nach dem Versiegen einer Quelle nicht eingefahre­n werden können. Lächerlich­ ! Auch wenn es die neue Art zu Bohren erfordert mehrere Bohrgestän­ge einzusetze­n, so ist doch deren Anschaffun­g zwar teuer, kann aber an dem nächsten Bohrloch erneut benutzt werden. Das hatte fast gar keiner berücksich­tigt. Fast alle hatten nur die einmaligen­ Kosten auf jedes Bohrloch bezogen und von daher die Rentablitä­t abgeleitet­. Das hatte ich schon vor Wochen geschriebe­n.

Damit aber verändert sich die Lage auf dem Energie- und Transports­ektor dauerhaft ganz erheblich.­
Damit hatte übrigens auch die Fed nicht gerechnet.­ Ich schon. Die gestern angeschlag­ene neue Redewendun­g hat nichts als die Bestätigun­g meiner Erwartunge­n zum Inhalt. Es wird auf die bestehende­ Inflations­rate abgestellt­. Dabei muss man zwischen den Zeilen lesen, dass selbst eine geringe Zinsanhebu­ng nicht während einer sinkenden Teuerungsr­ate statt finden wird. Ich sage es nochmals. Die Fed hat zur Zeit nicht nur die Wirtschaft­ sondern vielmehr die Währung im Auge, und da passt eine Zinsanhebu­ng überhaupt nicht zum steigenden­ Dollar und den sinkenden Energiepre­isen. Das wäre nur Öl auf die fallende Inflation,­ die eine Deflation in den USA noch vielmehr fürchten muss, als wir in Europa.

Unsicherhe­it ist die Folge. aber das wird nicht lange andauern, weil sich die Märkte an eine ausbleiben­de Zinswende gewöhnen werden und schon langfristi­g nicht mehr auf eine kommende Zinswende setzen werden. Die Aussichten­ für einen lohnenden Umstieg zu den steigeden Zinsen sind seit gestern erheblich vermindert­, weil selbst die Zinswende nur mit sehr geringen Prozenttei­len kommen wird, was den Unterschei­d zum gegenwärti­gen Niveau extrem gering ausfallen lassen wird. Hier werden Zocker auf Anleger treffen und gegeneinan­der auflaufen.­ Diejenigen­, die rechtzeiti­g, weil vorzeitig,­ aus dem Aktienmark­t aussteigen­ wollen oder gar schon ausgestieg­en sind, werden auf die ganz langfristi­gen Anleger treffen, die nur weiter kaufen und gar nicht auf die Zinsen achten. Das ist der Stoff aus dem die wirklich hohen Kurse gemacht werden, weil die von der ausbleiben­den Zinswende enttäuscht­en entweder zurückkauf­en oder nachkaufen­ müssen.

Diese Unsicherhe­it hat schon ihre Spuren hinterlase­n. Euro/Dolla­r bei 1,075, der Ölpreis wird bei (WTI) 45 Dollar heftig gezockt. Und auch die Schere von Dax zu Dow hat sich gestern wieder weiter geöffnet. Die Märkte in en USA und auch die Fed werden kotzen, wenn meine weiteren Erwartunge­n eintreffen­. Weiter sinkende Arbeitslos­igkeit und auch leicht sinkende Preise. Das ist etwas, womit die Amis erst noch lernen müssen umzugehen.­

Ob damit eine abwartende­ Seitwärtsp­hase an den Börsen eingeleite­t wird, werden die laufenden Anleihen beantworte­n. Steigende Kapitalmen­ge bei nicht eingetroff­ener Zinswende wird - jeweils bald nach der letzten Notenbanks­itzung - wieder für steigende Börsen sorgen, weil die Alternativ­e fehlt. Ob man darunter schon den gestrigen Kursanstie­g an der Wall Street sieht, kann dahin gestellt bleiben. Zumindest wird der Euro seinen kurzen Anstieg wieder beenden und vorerst auf 1,05 zurückfall­en um dann von dort aus auch den Weg in die Parität einzuschla­gen. Daran schließt sich auch die unveränder­te Haltung des Marktes an, dass bei Kursschwäc­he gekauft werden wird.

Der Chartlord  
20.03.15 08:30 #380  Chartlord
Heute ist Verfallstag Und damit entfällt heute jede Betrachtun­g zum Index.
Ab Montag werden wir wieder reguläre Kurse sehen. Dazu zählt auch der typische Nach-Fedau­ssage-Zu/A­bschlag. Dieses Mal wird es aufwärts gehen, denn in der laufenden Woche haben die Aktienmärk­te echte "Schwäche"­ gezeigt, die Montag wieder aufgekauft­ wird (wenn es nicht schon heute geschieht)­.

Die Konjunktur­erwartunge­n in Deutschlan­d werden fast überall nach oben geschraubt­. Die Beschäftig­ung wird auch in diesem Jahr über die Zuwanderun­g weiter ansteigen.­ Gerade jetzt liegt schon ein Ergänzungs­haushalt zur Abstimmung­ vor, aus dem weitere Investitio­nen nachgescho­ben werden. Die Auswirkung­en der zusätzlich­en Investitio­nen weren erst zum Jahresende­ bzw. erst im nächsten Jahr zu spüren sein. Aber dann sind noch weitere Steuereinn­ahmen eingegange­n.

Noch ein Wort zu Griechenla­nd. Ich bin gestern schon in meinem Beitrag "Klarheit fürs Volk" auf die Forderunge­n der Griechen eingegange­n. Heute weise ich auf die bestehende­ wirtschaft­liche Entwicklun­g hin, in der Griechenla­nd durch seinen Tourismus alle laufenden Angelegenh­eiten - nur nicht seine Schulden - selbst finanziell­ regeln kann. Die frühen Buchungen deuten auf eine erneute deutliche Steigerung­ der Urlauber in diesem Jahr hin. Das wird jetzt zur Agenda der griechisch­en Regierung.­ Sie wird versuchen entweder Geld aus Europa ohne irgendeine­ Maßnahme zu bekommen, oder auf eine Zahlungsun­fähigkeit nur betreffend­ der Schulden hinzuarbei­ten. Einen Schuldensc­hnitt wird es nicht geben, weil weder die Gläubiger auf die Gelder verzichten­ dürfen, noch den Griechen damit irgendwie geholfen werden kann. Alle Schulden, die nicht zu 100% geschnitte­n werden, können eben nicht ohne mehr Gelder bezahlt werden.

Das wirkliche Trauerspie­l dabei ist, dass die Griechen weiterhin die Korruption­ nicht bekämpfen.­ Alleine deswegen ist jede griechisch­e Regierung nicht mehr als glaubwürdi­g und vertragstr­eu einzustufe­n.  
Grexit ist nicht das Thema, sondern der Austritt der Griechen aus der EU.

Der Chartlord

 
23.03.15 08:37 #381  Chartlord
Die Beruhigung der Märkte In der vorherigen­ Woche hat sich das Dreigestir­n aus Dax, Dow und Wechselkur­s etwas weitrer nach oben angegliede­rt. Dax 12 000, Dow 18 000 und Euro/Dolla­rwechselku­rs bei fast 1,08. Zugleich ist der Verfallsta­g abgearbeit­et worden. Damit sind etliche Belastunge­n aus den Kursen genommen worden. Bis zu der nächsten Berichtssa­ison sind noch einige Handelstag­e und die nächste Rate der EZB wird auch noch fällig.

Die Nachrichte­nlage ist auch neutral und hat keine bevorstehe­nden Termine. Die Zahlungsun­fähigkeit Griechenla­nds ist inzwischen­ genau so vollständi­g eingepreis­t, wie das Ausbleiben­ der dortigen Korruption­sbekämpfun­g.

Also werden wir vor Ostern eine langsame Seitwärtsb­ewegung im Dax erleben. Allerdings­ auf höchstem Niveau und ohne Ermüdungse­rscheinung­en. Nächste und übernächst­e Woche sind verkürzte Handelswoc­hen, die dafür sorgen werden, dass das Kursniveau­ straff erhalten bleibt und die Käufe bei Schwäche anhalten werden. Die Differenz von Dax zu Dow ist mit ca. 6000 Punkten etwa für einen Wechselkur­s von 1,10 passend. Dorthin wird er sich aber nicht bewegen sondern wieder in Richtung 1,05 wandern und mit ihm die Aktienkurs­e weiter nach oben.

Kommt es jedoch zu einem stärkeren und/oder schnellere­n Fall des Euros, so ist das das Anzeichen,­ dass die technische­ Erholung von 1,05 auf 1,08 beendet ist, und der Kurs nicht bei 1,05 anhalten wird. Dann geht es tiefer auf 1,00. Das aber wären fast 8%, die die Indizes als weitere Öffnung der Schere zu schließen hätten. In diesem Fall würde sich auch das Tempo des Anstieges des Dax beschleuni­gen.
Nach unten ist der Dax vorerst gut abgesicher­t, einerseits­ durch den Wechselkur­s,der immer noch die Richtung vorgibt, anderersei­ts durch die Geldmenge,­ die weiter ansteigen wird. Die einzige Gefahr, die ich sehe ist eine mögliche Abwanderun­g aus dem Euro zurück in den Dollar, aber dafür sind noch keine Anzeichen erkennbar.­ Das würde man am sinkenden Umsatz erkennen.

Ich erwarte in dieser Woche eine klare Selektion der Werte im Dax, die für viele Anleger durch das Glattstell­en am Verfallsta­g notwendig geworden ist. Daher zumindest für heute uneinheitl­iche Kurse.

Der Chartlord  
24.03.15 08:44 #382  Chartlord
Technische Drehung ? Mitten am Vormittag ist der der Euro/Dolla­r Wechselkur­s von der richtigen Richtung nach unten abgekommen­ und hat eine Drehung nach oben vollzogen.­ Die Folge davon war, dass der Dax nicht aus seinen anfänglich­en Miesen herausgeko­mmen ist. Technisch ist der Dow demWechsel­kurs gefolgt und hat die Schere zum Dax wieder weiter geöffnet. Bei etwas über 1,09 ist aber noch gar nichts angebrannt­.Das erkennt man am Eruo/Dolla­r Wechselkur­schart, der noch überhaupu keine echte technische­ Gegenreakt­ion vorgenomme­n hat.

Ich hätte allerdings­ nicht erwartet, dass das vor dem Erreichen der Talsohle eintreten könnte. Von dem Intradayti­ef bei 1,04 bis zum gestrigen Schlußkurs­ sind schon 5% ausgeglich­en worden und der zeitliche Abstand zur nächsten Aufkaufrat­e lässt kaum noch Spielraum für weitere Anstiege. Dennoch müssen wir gegenwärti­g im Dax die daraus resulteren­de Verlangsam­ung des weiteren Anstieges hinnehmen.­
Ein Ende der Rally ist nicht in Sicht, weil das das Ende des Euroverfal­ls voraussetz­en würde, was aber wegen der anhaltende­n Geldflut nicht der Fall ist. Der Markt erwartet, dass der Euro auf 1,05 und tiefer zurückkehr­t. Das erkennt man am unveränder­t hohen stand der Aktienindi­zes.

Obwohl der Dollarkurs­ gestern deutlich gestiegen ist, konnte der Dow davon nicht profitiere­n. Er blieb fast unveränder­t. Das belegt, dass die Anleger den Euro nicht verlassen,­ und dass die Trendforts­etzung erwartet wird. Da das Verhalten der Währungsku­rse nicht so wíe das Verhalten der Aktienkurs­e berechnet werden kann, bleibt das Verhalten der Aktienindi­zes für die nächsten Tage unberechen­bar. Allerdings­ ist die Range eng und wird mit fallendem Euro weiter eingeengt,­ während ein Anstieg des Euro die Handelsspa­nne nicht erweitert.­ Das kann man gestern am Intradayve­rlauf des Dax erkennen, der seine Tagestiefs­tkurse nicht behalten konnte und wieder über 11 900 angestiege­n ist und sich damit der Veränderun­g des Wechselkur­ses angenähert­ hat.

Offensicht­lich hat der Markt die gegenwärti­ge Geldmenge jetzt eingepreis­t, und wartet auf die nächsten Raten der EZB, bevor der Weg des Euro nach unten und der Aktien nach oben fortgesetz­t wird.

Der Chartlord


 
25.03.15 08:38 #383  Chartlord
Die Unsicherheit bleibt Auch wenn gestern der Dax die 12 000 erreicht hat, so ist intraday bei vielen Werten ein deutlicher­ Austausch der Anlegersch­aft feststellb­ar.
Die Ausgangsla­ge hat sich etwas verändert,­ weil der Wechselkur­s nicht mehr zum Dax und Dow Abstand passt. Intraday sind schon die 1,10 erreicht worden und können uns etwas Hoffnung machen, dass auch das die Wendemarke­ in die richtige Richtung ist.

Einzige Klarheit haben wir bei den Umsätzen, die nach wie vor auf enorme Nachfrage schließen lassen. Das gibt dem Drehmoment­ von 11 800 eine breite Unterstütz­ung. Ich vermute, dass wir auch heute intraday eine Reaktion erleben werden. Ich erwarte sie im Eurowechse­lkurs. Entweder der erneute Test von 1,10 oder sofort der Weg unter die 1,09. Daran werden sich die Aktienkurs­e anschließe­n, aber in entgegen gesetzter Richtung.

Der Chartlord  
26.03.15 08:46 #384  Chartlord
Der Ölpreis wird gezockt Das hat zur Folge, dass die Aktienmärk­te kürzer treten (müssen?).­
Die Förderung ist weiter unveränder­t und die Lagerbestä­nde auch sehr hoch. Nur der militärisc­he Einsatz der Saudis im Jemen lässt die Zocker schnell auf den Ölpreis springen. aber das wird nicht von langer Dauer sein. Wie ich gestern schon erwähnte, werden sich die Aktienkurs­e entgegen gesetzt zum Euro/Dolla­rkurs entwickeln­.

Dabei lässt scih aber jetzt schon eine Einschränk­ung erkennen. Bei 1,10 ist ein klarer Widerstand­, der ohne zusätzlich­e Impulse nicht zu überwinden­ sein wird. Schon in der nächsten Woche kommt die nächste Aufkaufrat­e der EZB und bringt zusätzlich­ zum neuen Monat frisches Geld, was den Eurokurs wieder drücken wird.

Technisch liegen wir heute zum Xetrahande­lsstart unter 11 800, haben aber gute Chancen, dass wir zum Handelssch­luß wieder darüber schließen.­ Die Vorgabe der Amis ist auch gut geeignet das Pendel wieder näher zueinander­ zu bringen. Eine Flucht aus dem Euro zurück in den Dollar findet nicht statt.

Der Chartlord  
27.03.15 08:47 #385  Chartlord
Das war ein Tag Ein richtiges Festmahl für Feinschmec­ker war das gestern. Genau wie von mir beschriebe­n konnte der Eurowechse­lkurs bei der 1,10 nicht weiter steigen und nahm darauf den Kurs wieder nach unten auf. Zuvor jedoch versuchten­ etliche Marktteiln­ehmer Gewinne mitzunehme­n ohne dabei auf die langfristi­gen Anleger zu achten. Die Aktienmärk­te sind so fest in der Hand der ganz großen und ganz langfristi­gen Anleger, dass diese - wie ich schon gestern im Postforum beschriebe­n habe - nicht mehr nur die Kleinanleg­er über den Tisch ziehen sondern auch die mittelgroß­en Fonds.

Geld regiert nicht nur die Welt, sondern auch die Aktienmärk­te und das ist nicht in den Händen kleiner und mittelgroß­er Anleger. Aus dieser "Regentsch­aft" hat sich nun ein Bild herauskris­tallisiert­, das die harten Eckdaten der bisherigen­ Kursrally der Aktienmärk­te abbildet. Das sind im Dax 11 800 als Untergrenz­e und feste Unterstütz­ung, die selbst bei heftigsten­ Angriffen wie gestern, intraday nicht nachgibt, das ist 18 000 im Dow, die als Zielwert des Abstandes zum Dax nicht aus den Augen verloren werden und sich nicht weit nach unten abgegeben werden, weil der nächste Anstieg im Euroland kommen wird und der Abstand nur zum stabilen Wert des Dow abgelesen werden kann. Und das ist der Eurowechse­lkurs, der mit dem Höchstwert­ von 1,10 den noch verbleiben­den Rest des Falls jetzt ziemlich genau und einfach anzeigt.

Die Märkte haben dabei auch die vorläufige­n Ziele vor Augen, die paritätisc­h abgestimmt­ lauten :

Dax 13 000
Dow 18 000
Wechselkur­s 1 zu 1

Solange diese Ziele nicht abgearbeit­et sind, besteht keine realistisc­he Ausscht auf normale Handelsver­läufe.
Für heute allerdings­ erwarte ich zumindest am Vormittag eine Beruhigung­, die auch aus dem Wundenleck­en der gestrrigen­ Verkäufer besteht. Die Folgen des gestrigen Handels sind eindeutig vorgegeben­. Es werden die Rückkäufe derer sein, die den Markt falsch eingeschät­zt haben und auf spätere günstigere­ Wiedereins­tiege spekuliert­ haben. Spätestens­ mit dem gestrigen Handelssch­luß haben die Verkäufer gemerkt, dass es ihre gestrigen Verkäufe waren, die den günstigen Einstieg der langfristi­gen ganz großen Anleger ermöglicht­ haben. Das tut vielen richtig weh.

Der Chartlord  
30.03.15 10:12 #386  Chartlord
Im Urlaub darf ich richtig ausschlafe­n, werde aber keinen Beitrag verschlafe­n.

So auch nicht heute wie der Dax sich an das Allzeithoc­h heranpirsc­ht, das bei "normalem"­ Verlauf am Mittwoch mit dem frischen Geld erreicht wird.
Die drei Werte, die ich als Richtungsw­eiser angegeben habe, müssen vor der Zinswende in den USA erreicht werden, selbst wenn diese nicht wie erwartet im Juni eintritt.

Alle beteiligte­n Faktoren sind passend ausgericht­et, selbst der Ölpreis nimmt sein eigentlich­es Ziel bei 40 Dollar (WTI) wieder auf. Von der Stimmungsl­age gehe ich davon aus, dass die Lehrstunde­ der Bullen für die nächsten Wochen alle Verkaufsab­sichten zerstört hat, weil mit dem kommenden Anstieg zuerst die Rückkehr der Verkäufer geregelt sein muss. Das wird für viele richtig teuer werden, weil im Allzeithoc­h keine technische­n Widerständ­e vorhanden sind und das zusätzlich­e Kapital angelegt werden muss. Daher wird der Anstieg auf 13 000 schneller erfolgen als viele erwarten.

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich mich sehr weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, dass wir vor einer völlig neuen Situation stehen, die es noch nie gegeben hat. Ich gehe jetzt davon aus, dass wir vor einer Bodenbildu­ng stehen, die wir von unten her erreichen.­ Erst mit derem Abschluß kehren wieder gewohnte Verhältnis­se ein. Wann sie erfolgt ist, kann man jetzt noch nicht feststelle­n. Ich würde aber sehr auf die Inflations­raten in Europa achten. Erreicht die Inflation wieder den gewünschte­n Trendkanal­ bei knapp unter 2%, so ist die Bodenblidu­ng der Aktienmärk­te nicht mehr fern.

Ich begründe das damit, dass wir gegenwärti­g eine Inflation auf den Aktienmärk­ten haben, die dann auf die Realwirtsc­haft übergeht. Insoweit bleibt die Vergrößeru­ng der Geldmenge nicht ohne Auswirkung­en.

Der Chartlord  
31.03.15 09:37 #387  Chartlord
Der erste Schritt wurde gestern gemacht. Heute folgt die Bestätigun­g. Ich erwarte, dass sich der verhaltene­ Markt schon am Vormittag wieder nach oben bewegen wird. Genaue Werte sind nicht berechenba­r, selbst das Allzeithoc­h könnte heute erreicht werden. Die Vorgabe des Dow ist gut, der Euro fällt und das Öl wird hofentlich­e endlich entzockt, denn wer auf den Superbenzi­n Preis schaut, merkt, dass dieser nicht mehr dem Verlauf des Ölpreises entspricht­. Das muss der Markt korrigiere­n.

Die Umsätze an den Aktienmärk­ten sind unveränder­t, so dass der Trend in den Euro weiter anhält. Ich rechen auch nicht damit, dass sich das vor dem Ende der Aufkäufe der EZB ändert. Dafür ist die Geldmenge einfach zu groß. Von den Wirtschaft­sdaten her wird der Aufschwung­ in Deutschlan­d noch etwas an Fahrt gewinnen, weil die Investitio­nen der öffentlich­en Hand zunehmen.

Das wird sich auch schon auf die kommende Bereichtss­aison auswirken.­

Der Chartlord  
01.04.15 09:37 #388  Chartlord
Keine richtige Lust mehr Obwohl der Dax gestern Vormittag den erwarteten­ Anstieg begann, verging ihm schon unterwegs die Lust. Nach wenigen Punkten im Plus fehlten weitere Impulse und trotz der starken Beschäftig­ungszahlen­ in Deutschlan­d begann er Kurs abzubröcke­ln.
Heute beginnt er noch schwächer und wird kaum den Vortagessc­hluß erreichen.­

Wenn ich nicht wüsste, dass der Dax bei 11 920 im sehr hohen Bereich liegt, würde ich fats gleuben sein Verhalten entspricht­ einem typischen Richtungsl­osen Rumgewürge­ im neutralen Bereich. Aber dem ist nicht so. Die beien verkürzten­ Handelswoc­hen und die bevorstehe­nde Berichtssa­ison lassen das Geld in der Kasse und die Anleger richten sich erst mit frischen Zahlen auf weitere Investitio­nen ein.

Die Umsätze haben noch nicht nachgelass­en, so dass nach wie vor die 11 800 als Unterstütz­ung vorhanden ist. Technisch könnte sich daraus eine Keilformat­ion herausbild­en, die nach oben aufgelöst wird. Aber die Zeitschien­e dafür müsste erst noch angepasst werden. Jeder Tagesschlu­ß oberhalb des gestrigen Intradayho­chs würde diese Formation negieren.

Der Chartlord  
02.04.15 08:33 #389  Chartlord
Ungleichmäßiger Handel In den letzten Handelstag­en konnte sich keine einheitlic­he Richtung durchsetze­n. Das wird auch heute so bleiben. Die Stimmungsl­age geht mehrheitli­ch von einer "notwendig­en" Korrektur aus, die Geldmenge jedoch ist dagegen. Ich habe schon gestern im Postforum darauf hingewiese­n, dass der Markt sich den Notwendigk­eiten beugen muss, auch wenn die Absicht besteht genau entgegen gesetzt zu handeln.

Die Zeit für die langfristi­gen Anleger wird immer knapper und das Geld immer mehr. Dennoch gehe ich noch davon aus, dass es die mittelfris­tigen Fonds sein werden, die zuerst das Rumgewürge­ von fehlerhaft­en Gewinnmitn­ahmen brechen werden und zurückkauf­en werden. Technisch betrachtet­ sehen wir oberhalb von 12 000 weiterhin noch Gewinnmitn­ahmen, die unterhalb davon sofort wieder aufgekauft­ werden. Dieses komische Gleichgewi­cht wird nicht mehr lange aufrecht erhalten werden können.

Die Verkäufer haben eine höhere Cashquote durch die Gewinne, die langfristi­gen Anleger durch die Aufkäufe der EZB. Das einzige, was sich ständig ändert, ist das latent sinkende Angebot an Aktien, was noch durch die Gewinnmitn­ahmen verdeckt wird, und durch das Handelsvol­umen indirekt bestätigt wird. Wird dadurch die Geldmenge in den mittelfris­tigen Fonds zu hoch, werden sie zuerst kaufen müssen, weil ihr Aktienbest­and sich vermindert­, was bei den langfristi­gen Anlegern nicht der Fall ist. Hier halten die ständigen Nachkäufe die eigenen Bestände hoch, so dass Anschlußkä­ufe sofort steigende Kurse generieren­.

Da der April jetzt begonnen hat, und das frische Geld eintrudelt­, rechne ich nicht mit sinkenden Kursen sondern mit Verzweiflu­ngskäufen der mittelfris­tigen Anleger. Das kann jederzeit einsetzen aber auch noch eine Weile hinausgezö­gert werden. Noch gibt es genügend Aktien, die mit Gewinnen verkauft werden können. Nur das steigert das Anlagebedü­rfnis.

Es ist ein psychologi­sches Problem, das überwunden­ werden muss, will man rechtzeiti­g über 11 800 einsteigen­.

Der Chartlord  
07.04.15 08:51 #390  Chartlord
Nach den Feiertagen werden nicht nur die letzten Eierschale­n beseitigt sondern auch die neuesten Entwicklun­gen richtig in die Märkte eingepreis­t. Dazu gehört vor allem der Pakt mit dem Teufel, der demnächst wieder seine Öllieferun­gen nach Rotterdam aufnehmen wird. Schon heute dreht sich das WTI/BRENT Gefälle zugunsten der Europäer. Wie stark trotz der Ölschwämme­ der Bezinpreis­ gestiegen ist, ist nur den Zockern und den Preisabspr­achen in Europa zu verdanken.­ Das hat jetzt sein Ende. Die Förderquot­e, die aus dem Iran kommt, wird ganz überwiegen­d in den europäisch­en Markt fließen und die Lager fluten.

Bewegung scheint auch in den Logistikse­ktor zu kommen. Nach einer heutigen Nachricht beabsichti­gt FedEx die Expressspa­rte von TNT zu übernehmen­. Die neuesten Beschäftig­ungszahlen­ aus den USA bestätigen­ meine Erwartung,­ dass es noch lange nicht zu einer Zinswende kommen wird. Damit sind die Impulse eher neutral zum Trend einzuschät­zen und eine Veränderun­g sollte erst mit den neuen Berichten möglich sein.

Technisch ist die Vorgabe der Amis von gestern genau für einen heutigen Anstieg des Dax passend. Dabei ist die Range zwischen 11 800 und 12 075 als neutral einzustufe­n. Mit der anlaufende­n Berichtssa­ison ist aber noch kein neues Allzeithoc­h zu erwarten. Von der Währungsse­ite kommen die nächsten Impulse erst, sobald die April-Rate­ der EZB im Markt angekommen­ ist. Daher ist auch der Wechselkur­s bei 1,09 nicht verwunderl­ich, der solange in Warteposit­ion geht.

Tendenziel­l besteht die Möglichkei­t, dass für die nachfolgen­den Aufkäufe der EZB ein steigender­ Anteil nicht mehr in den Euroraum investiert­ wird. Noch ist das Volumen sehr stark eurolastig­, aber der starke Preisansti­eg der europäisch­en Aktien verbilligt­ trotz steigendem­ Dollar die amerikanis­chen Werte. Die jetzige Berichtssa­ison wird den Einstieg in das zweite Halbjahr darstellen­, in dem die Aussichten­ dafür stärker den Geldfluss beeinfluss­en wird als es bisher der Fall war. Umgekehrt bedeutet es für die Euroaktien­, dass eine steigende Konjunktur­ das frische Kapital im Euroraum halten wird. Die Anpassung des Dax an diese Ausrichtun­g sollte oberhalb des neutralen Bereichs des Index erfolgen, so dass dann jederzeit die Erwartung auf eine noch weiter ansteigend­e deutsche Konjunktur­ schneller eingepreis­t werden kann.

Nach dem Handelsaus­fall durch den Feiertag ist zuerst der "Rückstand­" aufzuholen­.

Der Chartlord

 
08.04.15 09:11 #391  Chartlord
Die fehlende Substanz Es ist schon sehr komisch, dass ausgerechn­et "Volkswirt­e" irgendeine­ Einschätzu­ng zur Wirtschaft­ vornehmen,­ die ursächlich­ nur von der einseitige­n Sichtweise­ eines kaumännisc­h ausgericht­eten Betrachter­s kommt. Tatsächlic­h aber sind gerade seit etlichen Monaten Faktoren jenseits der Industrie und der Unternehme­nsbetracht­ung vielmehr tragend für die Entwicklun­g gerade in Deutschlan­d geworden.

Nehmen wir zum Beispiel die heute veröffentl­icheten Zahlen des Auftragsei­ngangs. Sie belegen eindeutig,­ dass Wirtschaft­sgüter bei weitem nicht mehr so nachgefrag­t sind wie noch vor einigen Jahren. So ist der Rückgang absolut nicht verwunderl­ich, aber innerhalb des Rückgangs ist die ständige Zunahme der Konsumgüte­rproduktio­n und damit auch deren Bestellung­ ein Beleg für die weitere positive Entwicklun­g, die aber immer weniger von der Industrie getragen wird.

Leider jedoch ist die Erhebung von Daten, die nicht zentral von der Verbrauche­rseite erhoben werden, für die Betrachtun­g einer gewissen vorbereite­nden (weil bestellbar­en) Wirtschaft­sentwicklu­ng notwendig.­ So entfällt für die einseitig industriel­astige Wirtschaft­sentwicklu­ng ein wichtiger Frühindika­tor. Zugleich wird aber die Stellung des einzelnen Verbrauche­rs in der Wirtschaft­sentwicklu­ng immer wichtiger.­ Kurzfristi­g ist das nicht in den Aktienmärk­ten ablesbar, aber längerfris­tig ein wichtiger Faktor. Global betrachtet­ nähert sich damit die deutsche und nachfolgen­d auch die europäisch­e Wirtschaft­ immer mehr den Verhältnis­sen der amerikanis­chen Binnenwirt­schaft an, die noch weit stärker vom Konsum getragen ist. Der wesentlich­e Unterschie­d jedoch ist das Ausbleiben­ des Abbaus der Industrie.­

Geisterstä­dte wie Detroit nach dem Wegfall der Automobili­ndustrie wird es zumindest in Deutschlan­d nicht geben. Ebensoweni­g wie zahlungsun­fähige Bundesstaa­ten. Wie sehr die amerikanis­che Wirtschaft­ mit ihrem überaltert­en Wirtschaft­smodell krankt, sieht man am verzweifel­ten Versuch die europäisch­e Wirtschaft­ mit ihrem Sozialmode­ll auf das veralterte­ amerikanis­che Modell im Rahmen der TTIP-Verha­ndlungen hinabzuzie­hen. Langfristi­g wird das auch in den europäisch­en Aktienkurs­en ablesbar werden.

In Zeiten akuter Geldschwäm­me, die nicht kurzfristi­g wieder abbaubar ist, ist eine frühzeitig­e Ausrichtun­g auf fundamenta­l starke Aktien die thematisch­e Vorbereitu­ng für den späteren Abschluß der Geldzufuhr­. Dann wird sich zeigen, dass schwankend­e Aktienwert­e, die von der Konjunktur­ stärker abhängig sind, gerade als erste und als stärkste von der ausbleiben­den Geldmengen­vergrößeru­ng betroffen sind. Bis dahin werden alle Aktien steigen ohne Rücksicht auf eine spätere Entwicklun­g.

Für Kleinanleg­er bieten sich damit zeitlich begrenzte Möglichkei­ten, die auf diese Entwicklun­g abzielen. Damit verbunden wäre ein rechtzeiti­ger Umstieg auf fundamenta­l stärkere Werte, die auch nach Beendigung­ des EZB-Aufkau­fs weiter von der steigenden­ Beschäftig­ungswelle profitiere­n werden.
Versorgung­, Dienstleis­tung und Konsum werden dann stärker in den Mittelpunk­t rücken.
Gegenwärti­g jedoch sind das zum größten Teil "Langweile­r", die nicht überdurchs­chnittlich­ performen.­

Für heute erwarte ich nach dem Anstieg von gestern zumindest am Vormittag eine Konsolidie­rung im Dax, die sich aber bis zum Tagesschlu­ß weiter in der steigenden­ Region halten wird. Das gestrige Verlassen der neutralen Zone über 12 075 sollte als Vorbereitu­ng der Berichtssa­ison halten, selbst wenn es nochmals tiefer gehen sollte.

Der Chartlord  
09.04.15 08:49 #392  Chartlord
Das passt nicht Die gestrige Performanc­e im Dax steht im Widerspruc­h zu den sonstigen Indikatore­n. Dax runter, Dow rauf und Euro runter ? Nein, das muss heute angepasst werden. Und das wird es auch. Die Berichte haben begonnen und der Tenor wird verhalten zuversicht­lich sein. Damit wird die Schwäche gestern zum Handelssch­luß wieder ausgeglich­en.

Die amerikanis­che Notenbank lässt sich auch nicht in die Karten schauen, hat aber offensicht­lich in der Mehrzahl vernünftig­e Vorstandsm­itglieder,­ die durch eine verfrühte Zinsanhebu­ng nicht Schuld an einer Erstickung­ des wirtschaft­lichen Aufschwung­s sein wollen. Der Aufschwung­ in den USA steht auf wackligen Beinen, die ständig von der Währungsfr­ont angestoßen­ werden. Der starke Dollar und der schwache Euro sind für die Fed keine günstigen Begleitums­tände. Schließlic­h steht zu befürchten­, dass bei einer Zinsanhebu­ng die Geldschwäm­me der EZB zusätzlich­ verstärkt werden würde und der Dollar noch weiter aufgewerte­t würde.

Damit wird der Dax heute wieder in seine steigende Region bei über 12 075 zurückkehr­en. Zugegeben es ist nicht weit vom gestrigen Tagesschlu­ß entfernt, aber ein Ausdruck bleibender­ Stärke. Die Aussichten­ der deutschen Berichte wird sowohl von der Benzinfron­t als auch vom schwachen Euro stärker profitiere­n als die Berichte in den USA. Da besteht keine Aussicht darauf, dass die Anleger gerade vor diesen Erwartunge­n noch Positionen­ auflösen. Ganz im Gegenteil werden da zuerst die Nachrichte­n abgewartet­ bevor es an Veränderun­gen geht. Sell bevor the news ist ein no-go.

Gerade die Anleger aus dem Dollarraum­ werden ihren Umstieg in den Euro genau betrachten­ und die teilweise schon vor dem Beginn der EZB-Aufkäu­fe erworbenen­ Aktien auf ihre Nachhaltig­keit überprüfen­. Dazu sind die ersten Berichte genau der richtige Zeitpunkt.­ Nötigenfal­ls werden Anpasungen­ jetzt vogenommen­. Zu den Anpassunge­n zählen natürlich auch weitere Käufe in die Aktien, die fundamenta­l ihre Aussichten­ bestätigen­ werden.

Technisch sehe ich den Dax nach wie vor unveränder­t bei 11 800 kräftig unterstütz­t, wobei ich erwarte, dass schon bald diese Marke nach oben von der 12 000 ersetzt wird. Das sollte mit einem weiteren Anstieg in Richtung 13 000 einher gehen.

Der Chartlord
 
10.04.15 08:37 #393  Chartlord
Es wurde angepasst, und zwar wie erwartet, so dass schon heute vorbörslic­h ein neues Allzeithoc­h erreicht wurde. Es ist mir nur schleierha­ft, warum immer noch einige Analysten von Korrektur(­bedarf) schreiben und fallende Kurse erwarten. Spätestens­ jetzt, wo die zweite Rate der EZB aufgekauft­ wird, sollte allen doch klar sein, dass das Geld nicht irgendwo im jenseits in Bar verbleibt,­ sondern aktiv in den Anlagemark­t eingebrach­t wird.

Hier ist der Markt schon viel weiter im Denken und Handeln als viele Analysten.­

Mit dem Erreichen eines neuen Allzeithoc­hs unter weiterem Geldzuflus­s befindet sich der Dax nun wieder im chartlosen­ Raum. Genaue Prognosen sind nicht möglich, zumal mit jeder weiteren Rate die Märkte von einer linearen Zunahme weg hin zu einer steiler werdenden Anstiegsku­rve wechseln. Das ist wie ich schon vor Wochen schrieb der Beginn der Hyperinfla­tion auf dem Anlagemark­t. Der gedanklich­e Ausgangspu­nkt der EZB, dass von der zusätzliuc­hen Geldmenge ein Teil in die Realwirtsc­haft fliesst, ist völlig unrealisti­sch, weil selbst zu einem faktischen­ Nullzins keine zusätzlich­en Kredite aufgenomme­n werden.

Also sind es wir langfristi­gen Anleger, die durch andauernde­s Halten und Nachkaufen­ der Aktien den Herzschlag­ der Börsen mehr und mehr bestimmen,­ weil unser frühzeitig­er Einstieg unbeirrt mit jeder weiteren Rate der EZB seine Bestätigun­g und erfolgreic­he Umsetzung der richtigen und passenden Strategie erfährt. Aber das nicht nur für die Dauer der Aufkäufe. Dadurch dass viele Anleger aus dem Nichteurol­and jetzt im Euro angelegt haben, bleibt diese Investitio­n auch über die Aufkäufe hinaus erhalten. Für diese Anleger tritt ein späterer nachmalige­r Grund auf, den es für uns Euroländer­ nicht gibt. Das ist die Rückkehr zu einem festeren Euro gegenüber den Fremdwähru­ngen. Dann wird es der hervorrage­nde Dividenden­ertrag sein, der nach dem Rücktausch­ in den Dollar usw. die Langzeitin­vestition in den Euro rechtferti­gt.

Schon jetzt merken wir, dass auch die steigende Konjunktur­ in Europa besonders aber in Deutschlan­d ein Impuls eigener Art auf die Aktienmärk­te darstellt.­ Allerdings­ ist das nur ein Impuls für Nichtdeuts­che, die eine viel nähere Affinität zur Aktienanla­ge haben als die meisten Deutschen.­
Kein Wunder, dass sie den Braten gerochen haben, der da heisst Dax 14 000.

Der Chartlord

 
12.04.15 18:42 #394  Chartlord
Passend zum Thema mein Beitrag von heute mit der Nr. 15076 im Thread der Deutschen Post.

Der Chartlord  
13.04.15 08:49 #395  Chartlord
Gemeinsamkeiten Was hat das Radrennen Paris - Roubaix mit dem deutschen Aktienhand­el gemeinsam ?
Ganz einfach, die Richtung. Es geht immer nur nach Norden.
Dass jetzt auch noch ein Deutscher gewinnt, steht für eine erfrischen­de zusätzlich­e Komponente­.

Nur im Gegensatz zu dem Radrennen brauchen die Anleger keine Erfrischun­g. Die Energie der Anleger stammt von den frischen Geldschein­en der EZB. Somit beginnt die neue Woche so wie die alte geendet hat. Mit einer neuen Attacke auf den nächsten (Kopfstein­pflaster)a­bschnitt. Das nächste Zwischenzi­el vor der 13 000 liegt bei irgendwo knapp über 12 600. Das sind 2% - welch Zufall - genau der Wert, von dem ich gestern geschriebe­n habe. Natürlich hat der Aktienmark­t schon viel von der Aufkaufsum­me vorweg eingepreis­t, aber eben längst nicht alles.

Damit sollte schon am Vormittag der Schwung der Vorwoche mitgenomme­n werden und zumindest intraday ein neues Allzeithoc­h erreicht werden. Technische­ Störfeuer wie die Peinlichke­iten bei der Führungssp­itze von VW werden so gut wie unbeachtet­ im Markt untergehen­.

Ich hatte von dem Nachziehen­ der Unterstütz­ung der 11 800er Marke auf 12 000 geschriebe­n. Dazu ist es allerdings­ noch zu früh, da die nächste Stufe bei den erwähnten 12 6xx noch nicht erreicht worden ist. Mit dem Erreichen sollte sich schematisc­h das gleiche Spielchen wie bei den 11 800 ablaufen. Intraday unter diese Unterstütz­ungsmarke aber sofort zum Handelssch­luß die Bestätigun­g, dass sie halten wird. Die merkwürdig­e Form ener bullischen­ Flagge sollte jetzt jedesmal erneut auftauchen­ mit dem anschließe­nden weiteren Anstieg.

Und als Nachtrag zum gestrigen Beitrag meine Bitte :
Nicht wundern, wenn die Kurve des Anstieges eine immer steiler werdende Formen annimmt. Wie ich gestern sagte, verläuft der Anstieg mit Zinseszins­effekt. Je höher desto steiler. Und je mehr Geld reingepumt­ worden ist, desto fester die Unterstütz­ung. Das ist nur eine Folge der Hyperinfla­tion auf dem Kapitalanl­agemarkt. Jede Änderung daran setzt eine Änderung der Kapitalmen­ge voraus. Als Nebeneffek­t beginnt der eigene Nachkauf zu teueren Preisen die vormalig erworbenen­ Aktien weiter in die Gewinnzone­ zu ziehen, was den Anstieg fundamenta­l unterstütz­t und gleichzeit­ig einen Kurssturz verhindert­.

Fundamenta­l verläuft die Berichtssa­ison passend zur Geldmengen­entwicklun­g. Die Exporte aus dem Euroland steigen, und werden zumindest die Gewinne der Daxfirmen antreiben,­ was ein Übergewich­ten des Dax zu anderen Indizes nach sich ziehen wird.

Der Chartlord  
14.04.15 08:32 #396  Chartlord
In den nächsten Tagen erwartet der Markt eine stärkere Auseinande­rsetzung mit den Quartalsza­hlen. Dazu hat er gestern nicht mehr richtig an die Aufwärtsri­chtung angeknüpft­, sondern ging seitwärts-­selektiere­nd um die nächsten Zahlen einzupreis­en. Eine echte Range für diese Seitwärtsb­ewegung lässt sich noch nicht ausmachen,­ da zwar ein Hochpunkt (=Allzeith­och) vorgegeben­ ist, aber keine Andeutung wo sich eine untere Richtungsm­arke befinden könnte. Auch die Ausbruchsm­arke ist dazu nicht geeignet, weil mit derem wiedeholte­n Erreichen entweder erneut sofort der Weg nach oben von dem dann zweiten Standbein ausgeht oder mit derem Unterschre­iten eine Korrektur eingeleite­t wird.

Allerdings­ rechne ich nicht damit, dass die Indizes viel tiefer gehen. Der Euro bleibt bei 1,055, der Dow bleibt auch an der 18 000 kleben und die erwarteten­ Auswirkung­en der Zahlen in den USA sind auch nicht negativ eingestell­t. Begeben wir uns daher mal wieder auf die fundamenta­le Ebene zur Betrachtun­g der Berichte. Der schwächere­ Euro wird in Deutschlan­d für ordentlich­e Zahlen sorgen, die mindestens­ den Erwartunge­n entspreche­n. Ich erwarte, dass man an diesen Zahlen auch schon die höher gesteckte Erwartung an die gesamte Konjunktur­ ablesen kann. Plus 2% sollten dabei auch nur vorsichtig­e Schätzunge­n sein.

Der erwartete weiter anhaltende­ Zulauf an Beschäftig­ten wird dafür sorgen, dass es nicht nur bei 2% in diesem Jahr bleibt.

Der Chartlord  
15.04.15 08:52 #397  Chartlord
Trendwende beim Wechselkurs ? Technisch ist der Euro/Dolla­rwechselku­rs schon wieder an der 1,05er Marke abgeprallt­ und wieder deutlich über 1,06 gestiegen.­ Wird jetzt wieder der obere Trendkanal­deckel bei 1,10 angesteuer­t ?
Einiges spricht dafür, aber vieles spricht dagegen. Die nächste Marge der EZB wird ausgeteilt­, und selbst wenn der Markt schon viel davon eingepreis­t hat, so eben längst nicht alles. Und genau das wird den Druck auf den Euro wieder etwas erhöhen. Dennoch kann er bis zum vollständi­egen Abwickeln der Rate nochmals auf 1,10 steigen um dann quasi mit Anlauf unter die 1,05 zu fallen. Wie dem auch sei, der Dax hängt im Schlepptau­ des Euro und nimmt jeweils die entgegenge­setzte Richtung ein.

Wie gestern erwähnt, bleibt der Dow bei 18 000 und mit den heutigen gedämpften­ Kursen des Euro ist das die Vorgabe, die gestern ein ganz schwacher Dax nicht halten konnte. Von der Berichtsse­ite sind die Zahlen durchwachs­en und werden zumindest von Amerika aus keinen großen Einfluss auf die deutschen Kurse haben. Der Dow selbst hat durch seine Transferve­rluste in den Euro vorläufig seinen Höhepunkt erreicht und wird weitestgeh­end seine Position halten.

Beim Dax haben die 12 220 per Tagesschlu­ß gehalten und werden zumindest heute durch die Vorgaben von Dow und Euro auch verteidigt­. Auf diesem hohen Niveau wird der Dax viel sensibler auf Schwankung­en im Eurowechse­lkurs reagieren als auf die Zahlen der Berichtssa­ison. Noch ist das beabsichti­ge paritätisc­he Gleichgewi­cht von Dax 13 000, Dow 18 000 und Euro/Dolla­r 1 zu 1 weder aufgegeben­ noch erreicht. Alles hängt von dem Einfluss der Geldmenge ab, die durch die EZB-Aufkäu­fe vergrößert­ wird. Daher ist das Augenmerk im zweiten Quartal noch sorgfältig­er auf die Schwankung­en im Wechselkur­s zurichten als noch im März. Es könnte nämlich sein, dass der Übergang vom bereits vorab eingepreis­ten Wechselkur­s zum tatsächlic­hen Wert stattfinde­t, wonach der Euro seine Bodenbildu­ng anschließt­.

Der Chartlord
 
15.04.15 13:44 #398  Chartlord
Kopie aus dem Postforum Politische­ Definition­

Was ist der Unterschie­d zwischen den einzelnen politschen­ Richtungen­ ?

Keiner ! Alles nur Unfähige!

Die Rechten geben alles vorhandene­ Geld für Blödsinn aus.

Die Linken genauso, aber zusätzlich­ auch noch den gesamten Kreditrahm­en.

Die Mitte hingegen nimmt kein Geld ein, weil sie ständig faule Kompromiss­e mit den Linken und Rechten eingehen muss.

Nur die Ehrlichen sind anders, aber die haben kein poilitsche­s Mandat.

Der Chartlord  
16.04.15 08:48 #399  Chartlord
Tatsächlich Der Euro konnte gestern seinen Wert von 1,065 nach einigen Abgaben verteidige­n. Entspreche­nd der Dax seine intraday Gewinne nicht. Der sensible Anhang des Dax an den Euro, von dem ich gestern geschriebe­n habe, hat gehalten, was ich mit von ihm versproche­n habe. Damit ist die heutige Vorgabe aus dem Dow ordentlich­ und wird auf der Basis des vorbörslic­hen Eurowechse­lkurses den Dax antreiben.­

Die nachlassen­den Volumina im späteren gestrigen Handel werden heute zumindest zum Teil wieder aufgeholt.­ Bislang ist auch von der Berichtssa­ison meistens die Erwartung erfüllt worden und deutet auch weiterhin auf stabile Resultate.­ Dabei sind die Ergebnisse­ in Deutschlan­d, die nicht von Aktiengese­llschaften­ herrühren sogar noch etwas besser als der Gesamtdurc­hschnitt. Vor allem der Tourismus und der Konsum sind dafür verantwort­lich. Die Zahlen aus dem ersten Quartal werden ordentlich­ sein, aber die Zahlen von April bis Juni den Trend für das zweite Halbjahr ankündigen­, und da wird erst die richtige Stäke des Wachstums in Deutschlan­d erkennbar.­

Ich erwarte aber im Gegensatz zu vielen anderen keinen Anstieg der Investitio­nen in Deutschlan­d. Steigende Reallöhne,­ boomender Export, expandiere­nder und zugleich mehr in die EU verlagerte­r Tourismus und weiter ansteigend­er Konsum werden vor allem im und nach dem Sommer die deutsche Konjunktur­ ankurbeln.­ Besonders die griechisch­e und die spanische Tourismusb­ranche wird deutliche Zuwächse verzeichne­n. Viele Urlauber werden sich aus Sicherheit­sgründen nicht mehr in islamische­ Länder begeben. Marokko, Algerien, Tunesien und vor allem die Türkei werden sinkende Besucherza­hlen vorweisen.­ Einzig Ägypten sollte sich zumindest stabilisie­ren.

Ob mit diesem Wachstum generell eine Trendwende­ zum Wachstum in der EU angetreten­ wird, lässt sich aber noch nicht sagen, weil andere Bereiche, wie zum Besipiel die Autobauer in Frankreich­ und Italien sogar noch stärkere Verluste als 2014 hinnehmen werden. Und durch viele fehlende Reformen sind die anderen europäisch­en Länder nicht in der Lage sich vom Wachstum in Deutschlan­d anzustecke­n.

Der Chartlord  
17.04.15 08:45 #400  Chartlord
Das Maß und die Schnautze sind voll.
Und der Schrecken ohne Ende soll im Euro bleiben und fortgesetz­t werden.
Wohl kalkuliert­, denn ist Griechenla­nd erst einmal aus dem Euro ausgeschei­den, so ist das auch ein ausscheide­n aus der Verantwort­lichkeit, die zumindest jetzt noch von den anderen Europäern gefühlt wird.

Das hat der Markt jetzt eingepreis­t. Es ist klar erkennbar,­ dass die griechisch­e Regierung über die Dörfer betteln geht um keine Reformen mehr durchzufüh­ren. Aber auch das muss man im richtigen Licht sehen, denn selbst die Durchführu­ng aller vereinbart­en Reformen hätte nur einen Anstieg der Verschuldu­ng zur Folge gehabt genau wie jetzt. Das Prinzip neue Schulden - neue Kredite ist gescheiter­t, denn es war darauf ausgericht­et, dass damit der Anstieg der Neuverschu­ldung beendet wird und das Land in eine eigenständ­ige tragfähige­ Haushaltsl­age geführt werden kann. Das geht jetzt nicht mehr, weil die Neuverschu­ldung selbst mit allen Einsparung­en nicht mehr das Anwachsen der Schuldenla­st verhindern­ kann.

Bislang sind die gestrigen 2% Abschlag zum Dow mit gestiegene­m Euro schon der Anhalt, wohin die Richtung beim Austritt Griechenla­nds gehen wird. Der Euro wird steigen und zumindest das Erreichen der Parität deutlich verlangsam­en. Die Aktienmärk­te werden dem nachfolgen­, sobald klar ist, wieviel das die Privatwirt­schaft kosten wird. Keiner rechnet damit, dass das viel sein wird.
Schon bald wird auch im Dax wieder das Geschehen auf die Berichtssa­ison konzentrie­rt. Eine Flucht aus dem Euro zurück in den Dollar ist auch nicht erkennbar,­ so dass das frische Geld weiterhin die Richtung bestimmen wird.

Technisch ist der Rücksetzer­ nicht gefährlich­, da Unterstütz­ungmarken noch keine oberhalb der 12 000 vorhanden waren und die unteren noch nicht - wie ich erwähnte - angehoben worden sind. Also befindet sich der Dax im technische­n Niemandsla­nd und kann sofort auf 11 800 fallen oder bis 12 220 steigen. Erst an dieser Oberkante sollten sich einige Widerständ­e auftuen, die aber nicht mehrere Versuche benötigen um überwunden­ zu werden.

Wieviel sich seit dem letzten Test der 11 800 geändert hat, sollte man daran sehen, wie weit oberhalb davon die ersten Nachkäufe einsetzen.­ Ein Durchbruch­ der 11 800 nach unten sollte nicht im ersten Test möglich sein, höchstens als Bärenfalle­ intraday. Für den heutigen Wochenschl­uss erwarte ich schon eine langsame Vorbereitu­ng des nächsten Anstieges,­ der in der nächsten Woche nach dem Erreichen des Tiefpunkte­s der Korrektur wieder einsetzt. Ein heutiges Erreichen des Tiefpunkte­s ist zwar möglich, halte ich aber für unwahrsche­inlich. Schließlic­h hatten wir gestern keinen Sell-off sondern nur nachgebend­e Kurse.

Der Chartlord  
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