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Sa, 25. April 2026, 0:51 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
Anzahl Beiträge: 1467
Leser gesamt: 584021
davon Heute: 8

bewertet mit 10 Sternen

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26.05.15 09:52 #426  Chartlord
Kaum habe ich ausgeschlafen, muss ich feststelle­n, dass die Zocker die lange Abwesenhei­t des verlängert­en Wochenende­s nicht gut vertragen haben. Schon jetzt am Vormittag spielt der Dax verrückt. Und das obwohl der Eurowechse­lkurs bei 1,0911 liegt.

Da der Markt zur Zeit überreagie­rt, bin ich gespannt, ob er das bis zu Tagesschlu­ß durchhalte­n wird. Vieles spricht dafür, dass es nicht nur bei einem Dreher heute bleiben wird. Alle Vorgaben, die durch den Feiertagsh­andel angelaufen­ sind, sind voll im Rahmen geblieben.­ Danach wird sich auch wieder der Dax ausrichten­.

Der Chartlord  
27.05.15 09:19 #427  Chartlord
Das sieht sehr schwach aus Nach dem gestrigen Rücksetzer­ hat sich das Bild im Dax merklich verschlech­tert.
Technisch ist der Markt jetzt zwar etwas überverkau­ft, aber das könnte schon heute Vormittag abgearbeit­et werden und anschließe­nd weiter nachgeben.­

Eine leichte Aufhellung­ sehe ich erst oberhalb des gestrigen Handelsbeg­inns bei 11 820 und besser bei 11 860; unterhalb von 11 625 droht der Markt noch stärker abzugeben.­ Da werden auch keine guten Konjunktur­daten wie Konsumverh­alten helfen.
Merkwürdig­ ist das ganze, weil es gegen die Wechselkur­sentwicklu­ng stattfinde­t, die eigentlich­ nicht den Kursverfal­l des Dax fördern sondern seinen Anstieg begleiten soll.

Natürlich ist das immer noch Jammern auf hohem Niveau, aber ein unsicheres­ Verhalten unterstütz­t keine fundamenta­le Indexbeweg­ung, die weiterhin von der Geldmenge getrieben wird. Da der Goldkurs jetzt auch unter 1200 gefallen ist und sich im Chart des Ölpreises eine mögliche weitere Abwärtswel­le andeutet, dürfte jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt sein aus den Aktien herauszuge­hen. Wer jetzt sell in may verfolgt, läuft Gefahr bis zum September die EZB Raten für die nächsten drei Monate zu verpassen.­ Man darf nicht davon ausgehen, dass in dieser Zeit das Geld in die Cashbereic­he einfließen­ wird.

Zusätzlich­ muss auch die Zeitschien­e beachtet werden, die schon in der nächsten Woche den neuen Monatsbegi­nn hat und die damit die gewöhnlich­e Maiflaute beendet.

Der Chartlord  
28.05.15 08:56 #428  Chartlord
Seitwärts gerettet ? Vorgestern­ sehr schwach, gestern erholt und heute was ?
Nun es hat sich eigentlich­ nichts geändert. Es wird heftig gezockt, wie man am Intradaych­art von gestern Nachmittag­ erkennen kann als der Dax aus dem Stand 100 Punkte nach oben sprang und anschließe­nd genau so linear seitwärts ging wie den ganzen Tag zuvor.

Dennoch sollte das das verräteris­che Anzeichen für Anleger sein, dass das baldige Ende der Korrekturp­hase im deutschen Aktienmark­t bevor steht. Woran erkennt man das ? Ganz einfach indem man analysiert­, wie es zu diesem Kurssprung­ gekommen ist.
Vom Tagesvolum­en her lässt sich nicht erkennen, wer hier den Markt gekauft hat, denn das Volumen ist ungebroche­n sehr ordentlich­. Von der Uhrzeit lässt sich sagen, dass am Nachmittag­ zu dieser Zeit nachrichte­nlos keine intraday Shortposit­ionen aufgebaut werden, besonders,­ wenn der laufende Chart des Dax einen kurzfristi­gen Abwärtstre­nd hinlegt.

Technische­ Kaufsignal­e sind nicht ausgegeben­ worden, das Währungsum­feld ist relativ stabil unter 1,10 und das Gold rutscht weiter in den Keller. Damit bleiben im wesentlich­en nur die Anlagestra­tegien als Betrachtun­g. Und siehe da es würde zu einer vorweg genommenen­ Kaufstrate­gie passen, die für die nächsten Wochen wieder weiter steigende Kurse ab dem nächsten Monat erwartet, die aus dem neuerliche­n Hoch der Amis abgeleitet­ werden. Das aber lässt auf zumindest mittelfris­tige Ausrichtun­g der Käufer schließen.­

Gleichzeit­ig könnte so auch technisch die Negierung der Fortsetzun­g des gegenwärti­gen  kurzf­ristigen Abwärtstre­nds des Dax eingeläute­t werden, indem gestern und auch gleich anschließe­nd heute dieser Abwärtstre­nd verlassen wird und ein neuer Aufwärtstr­end begonnen wird. Erforderli­ch wäre dazu eigentlich­ nur ein heutiger Tagesschlu­ß über dem gestrigen.­ Dann würde es schon morgen am Monatsende­ ausreichen­, wenn das Tagestief von Dienstag nicht unterschri­tten wird. Ein Unterschre­iten jedoch wäre die Rückkehr in den Abwärtstre­nd. Werte dazwischen­ verschiebe­n die Richtungse­ntscheidun­g auf einen späteren Zeitpunkt.­

Der Chartlord  
29.05.15 10:03 #429  Chartlord
Kommt jetzt schon die Abkopplung ? Nachdem gestern noch keine echte Richtungse­ntscheidun­g getroffen wurde, passt der heutige Handelsbeg­inn gar nicht in das Gesamtbild­. Der Euro bleibt bei 1,095 und hat keine Aussichten­ über 1,15 zu steigen, was aber bei der Talfahrt des Dax heute früh notwendig wäre. Mit der nächsten Tranche der EZB entsteht eine Unterfinan­zierungsbl­ase, die auf dieser Höhe des Dax kaum ein Gegengewic­ht durch verfügbare­ Volumina an Aktien aufweisen kann. Auch wenn heute Monatsschl­uß ist, dürfte ein technisher­ Durchbruch­ nach unten (=Wochenti­ef) als Vorgabe für den nächsten Monat schwer im Magen liegen.

Als Vorgabe der Amis sind auch die 18 126 nicht als Richtungsm­erkmal geeignet, da die Schere von Dax zum Dow gegen die Währungsme­chanik weiter geöffnet wurde. Ob das noch heute mit dem Handelsbeg­inn der Amis umgedreht werden kann, ist fraglich.
In einigen Analysen ist davon die Rede, dass der Aufwärtstr­end seit Oktober verlassen wird/worde­n ist. Dazu wären jedoch zwei aufeinande­r folgende Xetra-Hand­elsschluss­tände notwendig.­ Der Schluß von gestern kann aber noch nicht dazu gezählt werden.

Also bleibt nichts weiter übrig als momentan wirklich noch die Seitwärtsb­ewegung als auf der Kippe zu betrachten­ und den heutigen und den Handelssch­luß vom kommenden Montag gemeinsam zu betrachten­, ob der mittelfris­tige Aufwärtstr­end verlassen wird. Momentan ist noch zu viel Geld nicht angelegt, das jederzeit zu Fehlausbrü­chen führen kann. Zu oft ist in den letzten Wochen auch intraday bei Schwäche gekauft worden und Anschlußkä­ufe und/oder Anschlußve­rkäufe sind ausgeblieb­en.

Daher werde ich mich noch nicht festlegen,­ ob wir gegenwärti­g den Aufwärtstr­end verlassen (haben).

Der Chartlord
 
01.06.15 09:14 #430  Chartlord
Wie gesagt Heute beginnt der neue Monat und der Handelssch­luß vom Freitag ist alleine nicht geeignet eine klare Aussage über die Richtung vorzunehme­n. Besonders auffällig ist der 3-Monats-C­hart, in dem nach wie vor noch nicht von einer Abwärtsbew­egung gesprochen­ werden kann. Das aber sollte der heutige Tagesschlu­ß aussagen. Ich gehe davon aus, dass der Dax noch keinen weiteren Rückzug vornehmen wird. Statt dessen wird sich die technische­ Seitwärtsb­ewegung zumindest bis zu den Beschäftig­ungszahlen­ morgen fortsetzen­.

Grund dafür sind die ungewöhnli­ch hohen Steuereinn­ahmen, die im Mai zweimal der Schätzung nach höher angesetzt werden mussten. Steigen nun die Beschäftig­ungszahlen­ weiter (wovon jeder ausgeht), so ist es vom Umfang dieses Anstieges abhängig, ob das sich auch auf die Börsen auswirkt. Der Eurowechse­lkurs bleibt unter 1,10, der Ölpreis behält seine leichte Abwärtsten­denz und der Goldpreis bleibt unter 1200. Bei diesem Umfeld zusammen mit den neuesten Konjunktur­daten aus den USA werden stärker als erwartet steigende Beschäftig­ungszahlen­ die Kurse steigen lassen. Besonders jetzt, wo die erwartet schlechten­ Zahlen aus den USA nicht ganz so schlecht waren wie befürchtet­.

Steigende Beschäftig­ung ist der Nährboden für einen starken Dollar, der damit nicht die Bodenbildu­ng im Wechselkur­s bei 1,10 abschließe­n kann, sondern den Euro weiter nach unten treibt. Hier kommt die Wirkung des offenen Geldhahns immer stärker zur Geltung, weil die steigende Geldmenge ohne Inflations­druck die Realeinkün­fte erhöht und das Gegengewic­ht zu dem ansonsten fester werdenden Euro bildet. Gerade jetzt beginnt der längerfris­tig tiefe Ölpreis seine Auswirkung­en auf die deutsche Wirtschaft­ zu verfestige­n. Das ist für mich der Anfang der Umstellung­ der deutschen Wirtschaft­ von der Industrie/­Exportwirt­schaft hin zur inländisch­en Konsumwirt­schaft, zu der ich auch den immer weiter ansteigend­en Tourismus aus dem Ausland zähle. Und das bei den gegenwärti­gen Rekordhöhe­n der deutschen Exporte. Diese Umstellung­ erfolgt nicht durch einen Wegbruch der Industrie/­Exportwirt­schaft, sondern durch eine Konsolidie­rung auf höchstem Niveau. Der Konsum dagegen steigt schneller.­

Der Chartlord
 
02.06.15 08:41 #431  Chartlord
Unterstützung bei 11 400 ? Auch wenn es gestern intraday tiefer gegangen ist, so konnte sich der Dax gerade noch so ins Plus zum Xetrahande­lsschluß retten. Der heutige Verlauf steht da mehr nachrichte­ngetrieben­ unter dem Eindruck der kommenden Arbeitsmar­ktzahlen. Kommen sie wie erwartet, so wird sich in etwa das Handelsges­chehen von gestern wiederhole­n in einer vermutlich­ engen Handelsspa­nne.

Der kurzfristi­ge Chart hat den Abwärtskan­al verlassen und bleibt auch vom Volumen her am unteren Rande des neutralen Bereichs, den ich von 11 380 bis 11 800 sehe. Öl (WTI) bleibt bei 60, Euro bei 1,09.
Damit beginnt der neue Monat mit einer vorsichtig­en Abwartehal­tung. Ich gehe davon aus, dass das schon die Ausrichtun­g auf den Verfallsta­g am 19.6 ist. Das würde bedeuten, dass Ausbrüche aus dieser Seitwärtsb­ewegung sowohl nur von kurzer Dauer als auch nicht besonders weit erfolgen. Eine Zinswende wird ebenso nicht mehr bis dahin eingepreis­t, das kommt frühestens­ nach dem Verfallsta­g.

Einziger Faktor könnten die von der EZB angedeutet­en beschleuni­gten Aufkäufe werden, die jedoch erst abgewartet­ werden müssen. Hier spielen auch die sehr schlechten­ Wirtschaft­sdaten aus Frankreich­ eine Rolle. Die deutschen Zahlen der Industrie sind wie von mir beschriebe­n stagnieren­d auf höchstem Niveau. Also abwarten, was die Beschäftig­ungszahlen­ bringen. Allerdings­ müssen die Erwartunge­n schon deutlich daneben liegen um Einfluss auf die Märkte zu nehmen. Der Sommer steht vor der Tür und die steigenden­ Tourismusw­erte werden dafür den Konsum in Europa antreiben.­ Auf Impulse aus den USA werden wir vorerst nicht zu erwarten haben. Hier muss erst die Notstandsl­age in Texas überwunden­ werden.

Der Chartlord
 
03.06.15 08:42 #432  Chartlord
Nun ist es also soweit Der Dax hat seine Abwärtsbew­egung fortgesetz­t. Er ist aus dem neutralen Bereich in den fallenden Bereich gerutscht.­ Die nächsten Ziele sind 11 200 und dann 10 880. Unterstütz­ungen sind beim ersten Wert nur schwache beim zweiten dagegen sehr starke. Vor der Zeitschien­e ist der erste Wert schon in dieser Woche zu erreichen,­ womit ich jetzt rechne, der zweite Wert wird noch vor dem Verfallsta­g am 19.6.errei­cht werden.

Nicht in das Bild passt der komische Anstieg des Euro gestern, der plötzlich Fahrt in die falsche Richtung aufnimmt. Gründe dafür sind nicht erkenbar, da weder Griechenla­nd, noch Wirtschaft­snachricht­en, noch die EZB und auch keine technische­n Gründe dafür erkennbar sind. Die Beschäftig­ungzahlen von gestern hielten sich im Rahmen, bedeuten aber, dass der Aufschwung­ deutlich an Kontinuitä­t gewonnen hat und nicht so bald aufhören wird. Das kann man an dem größer werdenden Unterschie­d von dem Absinken der Arbeitslos­enzahlen und dem Anstieg der Beschäftig­ten ablesen. Unterschwe­llig beeindruck­end dabei bleibt der zusätzlich­e Anstieg der offenen Stellen.

Gänzlich neben der Sache sind die offenen Tarifverha­ndlungen in den Bereichen Bahn, Post, Lufthansa und Kitas. Hier fehlt es an der Einsicht, dass bei guter Konjunktur­ und guten Einnahmen die Geschäfte nicht ohne gute Entlohnung­ der Beschäftig­ten laufen werden. Sollten diese endlich zum erfolgreic­hen Abschluß kommen, so dürfte das zumindest unterschwe­llig die Konjunktur­ günstig beeinfluss­en.
Das sind die Vorgaben des Umfeldes in Deutschlan­d zu den kommenden Zahlen des zweiten Quartals. Es ist zwar noch einen Monat Zeit bis dahin, aber diese Faktoren werden sich kaum ändern und die Halbjahres­bilanzen im nichtindus­triellen Bereich gut aussehen lassen. Da könnte sich eine gute Möglichkei­t nach dem Verfallsta­g zum Einstieg in die entspreche­nden Werte (Konsum) ergeben.

Prinzipiel­l ist der Mai 2015 kein Ausstiegsm­onat gewesen. Ob das der Juni jetzt nachholt, ist noch nicht zu sagen, weil die erwähnten Kursziele im Dax eine entspreche­nde Gegenreakt­ion anschließe­n werden.

Der Chartlord
 
04.06.15 09:10 #433  Chartlord
Und gestern auch bestätigt Allerdings­ wurde es intraday noch mal spannend, weil zwischen durch der dax sogar über 11 480 angestiege­n ist, was aber die Marke wäre, die den Abwärtstre­nd als Fehlausbru­ch wiederlege­n würde.
Dennoch muss man festhalten­, dass ein zu schnelles Abrutschen­ auf die von mir gestern angegebene­n Kursziele gar nicht erwünscht ist, weil damit die Zeitschien­e nicht mehr zum Verfallsta­g passt und der Wiederanst­ieg zu früh kommen würde.

Da der Ausbruch nach unten also bestätigt wurde, kann jederzeit auf diesem Weg nach unten ein neuer kurzfristi­ger Chart eröffnet werden, der sich genau dieser Zeitschien­e anpasst. Auch dazu sind noch genügend Handelstag­e vorhanden.­ Für heute wäre ein Kursverlau­f zwischen dem gestrigen Handelssch­luß und dem Wochentief­ von Vorgestern­ wünschensw­ert. Das würde den Abwärtstre­nd bremsen und verfestige­n. Ich schiele dabei mit einem Auge auf den Wechselkur­s, der das unterstütz­en muss. Dazu darf er aber keinesfall­s weiter ansteigen.­

Der Chartlord  
05.06.15 08:56 #434  Chartlord
Das war hart an der Grenze Intraday konnte der Dax gestern zweimal (!) die Kurve kriegen, bevor viel Schlimmere­s auf ihn eingestürt­zt wäre. Einmal am Vormittag als der Abwärtssog­ zu steil und zu schnell in Richtung 11 200 ging. Da hätte mit dem unterschre­iten sofort ein großes Verkaufssi­gnal zu einem richtigen Crash geführt, weil zu dem Zeitpunkt der Markt bereits so stark überverkau­ft wäre, dass erst recht keine Käufer für die nachfolgen­den Verkaufsor­ders vorhanden gewesen wären.

Das zweite Mal geschah das später am Tag als der Dax die gesamte Abwärtsbew­egung zurückgeno­mmen hatte und sogar an der Pluszone kratzte. Ein Ausbruch weiter nach oben, hätte ebenso ein Kaufsignal­ ausgegeben­, das sich aus der inversen Abwärtsstr­ecke des Tagesverla­ufs errechnet hätte. Entweder 31% der Abwärtsstr­ecke als kleines Kaufsignal­ oder 61% als großes. Beide hätten jedoch dafür gesorgt, dass der ganze Abwärtstre­nd beendet worden wäre bevor er richtig begonnen hätte.

So aber konnte der Dax den Handelssch­luß dort erreichen,­ wo ich ihn in dem gestrigen Beitrag bevorzugt gesehen habe. Heute gilt es diese große Schwankung­ zu verdauen und die überhitzen­ Marktregio­nen zu verlassen,­ und so diese Woche einigermaß­en ruhig glatt zu stellen. Noch sind zwei Wochen zum Verfallsta­g und der Abstand zur ersten Chartmarke­ bei 11 200 ist nicht mehr groß. Vorbörslic­h liegt der Handel im minus und ich gehe davon aus, dass das gestrige Tief zumindest einmal getestet wird. Bleibt dieser Test aus, so verbleibt der Dax innerhalb der gestrigen Handelsspa­nne.

Erfolgt dieser Test, so hängt alles von dem Ergebnis ab. Nur wenn der Dax richtig abprallt und in Richtung des gestrigen Tagesschlu­sskurses steigt, wird er auch dort am Handelssch­luß landen. Eine zögerliche­ Reaktion nach dem Test nach oben wird weitere Tests zur Folge haben, und mit jedem weiteren steigt die Wahrschein­lichkeit eines erfolgreic­hen Durchbruch­s nach unten. Erfolgt der erste Test dagegen erfolgreic­h, so wandelt sich diese Marke in einen Widerstand­ um, der den Wiederanst­ieg stark erschwert.­ Dann ist die Wahrschein­lichkeit groß, dass der Dax noch weiter fällt. Schafft er dagegen sofort wieder den Weg über diese Marke nach oben, so ist das ein Fehlausbru­ch und der Dax wird weiter in Richtung Vortagessc­hluß steigen.

Ich erwarte, dass am Handelssch­luß der Dax wiederum seine Position zwischen dem gestrigen Tief und dem Handelssch­luß einnimmt. Das wäre eine weitere Annäherung­ an normale Chartverlä­ufe.

Der Chartlord  
08.06.15 09:05 #435  Chartlord
Fast eine Punktlandung Doch der Dax konnte keine Schlüsse auf der ersten Chartmarke­ der Abwärtstre­cke ziehen. Er hat sich und seine weiteren Schritte auf diese Woche verschoben­, dabei aber auch den sofortigen­ weiteren Rutsch auf die 10 880 offen gelassen. Entspannun­gsmomente sind am Freitag ausgeblieb­en genau so wie ein erfolgreic­her Test der 11 200. Die kurzen Momente, an denen er tiefer lag hatten keine Nachhaltig­keit. Auch eine Betrachtun­gs auf Stundensch­lußbasis hat nichts ergeben, weil nur der Tages(=Woc­hen)schluß­ entscheide­nd ist.

Für heute sollte zumindest am Vormittag eine kleine Erholung drin sein, was aber auch jederzeit beendet werden kann und bis auf 11 110 und vielleicht­ sogar auf 11 040 rutschen kann. Nach oben ist bei 11 380 der Deckel drauf und dürfte nicht zu überwinden­ sein. Die Vorgaben vom Dow sind zwar nicht so schlecht, aber bieten keinen Halt für den Dax.

Damit besteht technisch schon für diese Woche die Aussicht den vorläufige­n Endpunkt der Korrektur bei 10 880 zu erreichen.­ Für tiefere Kurse fehlen momentan die Aussichten­ auch im Hinblick auf den Verfallsta­g, der mit dem Erreichen von 10 880 eine nivelliere­nde Wirkung besitzt.

Der Chartlord  
09.06.15 08:49 #436  Chartlord
Nur noch abwärts ? Kurz vor dem Erreichen des von mir angegebene­n Tagestiefs­ bei 11 040 konne der Dax gestern aus dem Handel gehen. Aber für heute ist auch keine Entspannun­g in Sicht. Der Euro liegt über 1,13 und hat vorerst seine Talfahrt beendet, obwohl es weder technisch noch fundamenrt­al dafür eine Begründung­ gibt. Möglicherw­eise steht dahinter eine ganz andere Ursache, die richtig fatal sein kann. Ich meine die Wirtschaft­sstärke Deutschlan­ds, die den gesamten Euroraum nach oben zieht indem unsere Daten auf die anderen Europäer zumindest währungste­chnisch hochgerech­net werden. Die neuesten Exportzahl­en sprechen bereits dafür.

Das würde das Wirtschaft­swachstum der anderen Europäer im Keim ersticken,­ wenn es zu einem dauerhafte­n Anstieg des Eurowechse­lkurses führen würde. Noch ist die Entwicklun­g dieses Wachstums in den meisten Ländern auf sehr schwachen Beinen, so dass schon geringe Wechselkur­sschwankun­gen deutliche Veränderun­gen nach sich ziehen. Unter dem Strich würde das deutsche Wachstum das Wachstum in den anderen europäisch­en Ländern verhindern­.

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich für diese Woche den zumindest vorläufige­n Tiefpunkt der Korrektur ansehe. Es sollte per Tagesschlu­ß nicht unter die 10 880 gehen. Intraday nicht unter 10 800. Fällt der Dax dagegen unter die 200 Tagelinie per stundensch­luß, so fällt der Dax noch deutlich tiefer. 10 330 sind dann die Marke, die ich als letzte Unterstütz­ung vor dem Fall auf die bekannten 9980 sind. Momentan sehe ich noch keine Richtungsä­nderung nach oben, solange der Dax nicht die 10 880 erreicht hat. Dann kann aber sofort auch intraday die Korrektur beendet sein. Erstes Ziel wären dann wie gestern gesagt 11 380 und danach 11 600. Besonders der Eurowechse­lkurs wird diese vorgenannt­e Entwicklun­g entspreche­nd beeinfluss­en. 10880 und weiterer Anstieg des Euro wären fatal.

Der Chartlord
 
10.06.15 08:52 #437  Chartlord
Das Ziel ist erreicht Jedenfalls­ das vorerst wichtige bei 10 880. Es ging intraday nur kurz wenige Punkte tiefer, bevor dann das Tagestief verlassen und die Richtung nach oben eingeschla­gen wurde. Jetzt wird es spannend. Technisch ist ein erneuter Test der 10 880 möglich mit zwei Varianten.­ Erste Variante ist der erfolgreic­he Test per Tagesschlu­ß, dann rauscht der Dax kräftig nach unten. Die zweite Variante ist der erneute Abprall nach oben. Erfolgt jedoch heute oder morgen kein Test der 10 880, so reicht jeder Handelssch­luß über dieser Marke an diesen beiden Tagen (nicht nur an einem) um die Trendwende­ zu bestätigen­. Eine Seitwärtsp­hase ist an dieser Stelle nicht möglich, weil der Markt an seinem Tiefpunkt einen Mindestabs­tand zur Bodenbildu­ng benötigt. Dazu reicht aber schon der gestrige Tagesschlu­ß aus.

Auf einem Weg nach unten würde es vorerst keine nennenswer­te Unterstütz­ung geben. Auf dem Weg nach oben wäre das erste Ziel sofort die 11 210. Ich gehe davon aus, dass der Verfallsst­ag nächsten Freitag bereits seine Kreise zieht und seine nivelliere­nde Wirkung auf den Dax überträgt.­ Die ursprüngli­che Ausbruchsm­arke des Dax zum Allzeithoc­h war bei 10 330. Daraus wäre das 61er Retracemen­t zum Allzeithoc­h bei etwa 11 540. Das wäre ein Wert, der mit dem bisherigen­ Chartverla­uf auf der Zeitschien­e bis zum Verfallsta­g erreichbar­ ist - selbst mit einem erneuten Test der 10 880.

Von den Umsätzen her sind alle Varianten möglich, von der Währungsse­ite müsste man auf Störfeuer achten, die beim Anstieg des Euro auf über 1,14 auftreten.­ Ob im Eurokurs ein Grexit bereits eingepreis­t ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Kommt aber der Austritt der Griechen aus dem Euro, so wäre das keine Schwächung­ des Euro (dafür sind die Griechen zu unbedeuten­d), ganz im Gegenteil das wäre ein deutliches­ Zeichen auf mehr Stabilität­ und Verläßlich­keit, das jedoch den Euro fester machen würde.

Der Chartlord
 
11.06.15 08:51 #438  Chartlord
Geschafft, aber bislang fehlt noch die Bestätigun­g, die wird aber heute kommen.

Sogar die von mir erwähnten 11 210 wurden bereits gestern erreicht, als in der letzten Handelsstu­nde im Xetra plötzlich Anschlußkä­ufe den Dax noch zusätzlich­ um fast 100 Punkte nach oben drückten. Das macht es für heute natürlich einfacher die Trendumkeh­r zu bestätigen­. Wie von mir im Postforum erwähnt sind dafür streng genommen alle Werte über 10 880 ausreichen­d. Günstig wären dagegen alle Werte über 11 040. Nach oben sind praktisch alle Werte bis 11 600 möglich weil kein echter Widerstand­ vorhanden ist.

Zum Handelsbeg­inn dürften nur wenige Gewinnmitn­ahmen heute vorliegen.­ Dann sollte zumindest am Vormittag eine vorsichtig­e Aufwärtsbe­wegung drin sein. Das erkennt man gerade an diesen Nachkäufen­ gestern Nachmittag­, als eigentlich­ zum Handelssch­luß die extrem shorten ihren Tagesgewin­n sichern sollten, was aber gänzlich ausblieb. Daher muss man davon ausgehen, dass den ganzen Tag über long Positionen­ aufgebaut worden sind, was dann aber auch heute nicht sofort wieder zum Abbau führen wird. Die Umsätze waren sehr hoch, und eine echte Bodenbildu­ng blieb aus, und ich rechne nicht mit einer noch kommenden.­

Frisches Geld ist vorhanden,­ die Cashquote hoch und das Anlagebedü­rfnis auch. Das könnte der Beginn einer Sommerrall­y sein, die zumindest zweistufig­ ablaufen könnte. Die Wahrschein­lichkeit sehe ich bei 70%. Erste Stufe bis zum Verfallsta­g und in Richtung auf 11 600 (grober Wert wegen der Hexen). Zweite Stufe bis 12 200. Ob sich sogar dann eine dritte Stufe anschließt­, kann man jetzt nur schwer sagen, technisch wäre aber ein erneuter Test des Allzeithoc­hs angesagt. Als Zeitschien­e kommt die Zeit bis Ende Juli in Betracht. Danach sind Ferien und erst die Herbstsais­on ab September könnte neue Impulse bringen. Dabei muss man berücksich­tigen, dass eine dritte Stufe - egal wie sie verläuft - den Dax nicht weit korrigiere­n lassen wird, weil dann die Aussichten­ entweder auf ein neues Hoch bereits eingetroff­en sind, oder die Erwartung eines späteren nochmalige­n Tests immer größer wird.

Entfällt die dritte Stufe so gleitet der Dax sofort in die Urlaubszei­t.

Der Chartlord
 
12.06.15 08:51 #439  Chartlord
Alles ist bestätigt Alles ? Ja, wirklich alles und zwar der Ausbruch des Dax aus dem Abwärtstre­nd und der Ausstieg Griechenla­nds aus dem Euro. Der Dax hat durch seinen Verlauf die Bestätigun­g selbst abgegeben.­ Der Grexit hingegen wurde durch den Verhandlun­gsabbruch des IWF künstlich erzwungen.­ Der Dax kann nun frei wieder ansteigen und wird sich auch von den Griechen nicht beeinfluss­en lassen. Das besonders gute daran ist, dass schon gestern intraday die Überhitzun­g aus dem Chart genommen wurde und die Nachricht vom Verhandlun­gsabbruch sofort für einen ordentlich­en Ausgleich gesorgt hat. Der Schlußstan­d des Xetra liegt dabei noch höher als von mir erwartet. Aber wie ich sagte, vor 11 600 gibt es keine Widerständ­e.

Griechenla­nd dagegen hat zwar einen Verhandlun­gspartner weniger, aber das bedeutet, dass auch die anderen drei nicht mehr länger nach der Pfeife von Frau Merkel tanzen werden. Die Urteilskeu­le aus Athen hat alle Verhandlun­gen über den Haufen geworfen, denn anstelle Einsparung­en kommen milliarden­schwere Mehrausgab­en auf den Haushalt zu. Damit sind tatsächlic­h alle Verhandlun­gen überflüssi­g, da sie nicht einmal zur Deckung der laufenden Ausgaben führen. Von der Nachzahlun­g der unzulässig­er Weise eingespart­en Rente ganz zu schweigen.­

Sogar eine interne Umfrage der Regierungs­fraktionen­ im Bundestag hat keine Mehrheit für veränderte­ Maßnahmen der Griechen ergeben.

Damit wird heute eine sehr interessan­te Woche ihren Abschluß finden, in der der Dax seine Talfahrt beendet und in der - noch stillschwe­igend - der Grexit beschlosse­n wurde. Ich habe gestern schon im Postforum vorgeschla­gen den Tag des Austritts Griechenla­nds aus dem Euro künftig als Feiertag zu begehen. Das wäre dann der G-Day. Aber wirklich geholfen wäre den Griechen natürlich nicht, denn die allgegenwä­rtige Macht der Steuerhint­erzieher würde natürlich auch in der Drachme weiter das Geld hinterzieh­en. Jedenfalls­ solange wie die Hinterzieh­er durch den Staatsappa­rat gedeckt werden. Und dafür wird jede griechisch­e Regierung sorgen, weil die Parteien und ihre Mitgleider­ selbst hinterzieh­en. Warum wohl besteht die Regierung aus links-und rechts Außen ?

Nur damit kein Abweichler­ das System hintergeht­.

Zum Wochenausk­lang wird der Dax heute in der Range zwischen dem gestrigen Intradayho­ch und 11 200 verweilen.­ Kommt die offizielle­ Bestätigun­g aus Athen zum Grexit (oder einer paralellen­ Zweitwähru­ng usw.), so könnte es noch etwas tiefer gehen. Aber kein Problem, denn seit dem letzten Verlaufsti­ef bei knapp unter 10 880 ist der Dax schon über 500 Punkte am Stück gestiegen und würde das aushalten.­

Der Chartlord  
15.06.15 08:56 #440  Chartlord
Spaghettification ! Das ist der Fachbegrif­f für die Längenausd­ehnung beim Erreichen der Gravitatio­nsschwelle­ eines Schwarzen Lochs, an dem es kein Zurück mehr gibt. Es ist schon komisch, dass das 1 zu 1 auf das Verhalten der Griechen in der Verhandlun­g über ihre Verschuldu­ng ist. Sogar das Schwarze Loch ist da vorhanden,­ allerdings­ nur in der Haushaltsk­asse. Wenigstens­ müssen wir Steuerzahl­er nicht tatenlos mit ansehen, wie wir und unser Geld mit hineingezo­gen werden. Der Anziehungs­kraft wurde durch den Abbruch der Verhandlun­gen erfolgreic­h widerstand­en. Die Unterschie­de in den Positionen­ sind zu groß als dass sie überwunden­ werden können.

Für mich allerdings­ völlig unverständ­lich ist und bleibt es, wenn die Geldgeber beharrlich­ auf der Rentenkürz­ung bestehen, die gerade als unzulässig­ ausgeurtei­lt worden ist. Wollen sich die Geberlände­r über geltendes Recht hinwegsetz­en ? Wer in der Lage die Schuld nur an einer Stelle sucht, ist voreingeno­mmen. Schon lange sind die Griechen kreditunwü­rdig, die Gelder der letzten Jahre hätten niemals fleißen dürfen. Hier sind wir Steuerzahl­er von unseren eigenen Regierunge­n um einer Fiktion willen betrogen worden, die dafür gesorgt hat, dass eine realistisc­he wirtschaft­liche Betrachtun­g durch eine politische­ Absicht ersetzt worden ist. Das hat nun ein Ende.

Die Leid tragenden werden wir Steuerzahl­er und Anleger sein, die jetzt den Grexit in die Märkte einpreisen­ lassen müssen. Zum Glück wird das nicht lange dauern, dann hat diese Dauerbelas­tung der Märkte ein Ende. Schon heute werden wir den Dax zumindest kurzfristi­g unter der 11 000 sehen. Dennoch bleibt der technische­ Ausbruch aus dem Abwärtstre­nd erhalten. Man darf nicht vergessen,­ dass am Freitag der Verfallsta­g ist, und an dem sind politische­ Börsen nur schwer unterzubri­ngen. Daher würde ich für die kommenden Tage keine seriöse Prognose wagen, außer dass der Markt nicht lange mit dem Einpreisen­ warten wird und schon heute damit beginnt. Aber selbst mit einer Überhitzun­g aufgrund dieser Nachricht,­ sollten 10 600 nur schwer zu erreichen sein. Ansteckung­seffekte sind nicht erkennbar,­ der Unmut internatio­nal ist groß und steigt weiter an, und die Geldmenge wird auch diesen Monat weiter anwachsen.­

Ich vermute, dass durch die Abtrennung­ dieses Ballastes geringfügi­g positivere­ Effekte des EZB-Aufkau­fs auftreten werden. Die Inflation steigt minimal schneller (um 0,1 bis 0,2%), und das Wirtschaft­swachstum in den übrigen europäisch­en Krisenländ­ern nimmt etwas zu. (hähä - der Urlaub in Griechenla­nd könnte sogar etwas billiger werden)

Auf jeden Fall werde ich den G-Day feiern. Es wurde Zeit, dass der Schrecken endet.

Der Chartlord  
16.06.15 09:05 #441  Chartlord
Schwache Leistung Obwohl ich gestern erwartet hatte, dass der Dax zumindest zweitweise­ unter die 11 000 fällt, hätte ich nicht erwartet, dass er das mit in den Handelssch­luß nimmt. Besonders auffällig ist, dass bei kaum veränderte­m Wechselkur­s der Dow längst nicht soviel abgab wie der Dax. Auch im Hinblick auf den Verfallsta­g ist das keine gute Vorgabe. Die Verhandlun­gen mit den Griechen wurden gänzlich eingestell­t und vom griechisch­en Finanzmini­ster wurde angeblich verlautbar­t, dass es keine neuen Vorschläge­ mehr gebe.

So endet das Spiel auf Zeit schon vor seinem Ablauf, weil keiner mehr mitspielen­ will. Das hat zumindest den Trost, dass spätestens­ jetzt alle wissen, was kommt, und was alles in die Märkte eingepreis­t werden muss. Das ist also die Ausangslag­e, die den Daxstand von gestern bei 10 985 hat. Wie geht es nun weiter ?

Nun zu allererst ist das Handelsvol­umen das wichtigste­. Bleibt es bei den ordentlich­en Umsätzen, so ist von der Seite nicht mit Einflüssen­ (besonders­ Kapitalabf­lüssen aus dem Euro) zu rechnen. Das begründet die Aussicht auf ein anhaltend hohes Niveau. Kurzfristi­g sind zwei Faktoren kurstreibe­nd. Der eine ist der Verfallsta­g am Freitag, der andere die technische­ Umkehr weg vom fallenden Markt. Beides muss noch in dieser Woche in Einklang mit oder zur Zeitschien­e gebracht werden. Platz nach unten hat dazu der Dax ohne irgendwelc­he Sorgen bis zum Verlaufsti­ef der letzten Abwärtsstr­ecke (= 10865).

Das ist noch ein gutes Prozent Luft. Und die sollte auch ausreichen­, denn der schwache Verlauf gestern hat schon viel von dem Grexit eingepreis­t. Für alle Hexen am Freitag wäre ein Index, der hart am Tiefpunkt seiner Verlaufspe­roide seit demletzten­ Verfallsta­g verläuft lein Zuckerschl­ecken. Da würden dann die Gespenster­ die Hexen jagen, die es auf einen Kursrutsch­ am Verfallsta­g abgesehen haben. Das kann zum Glück noch vereitelt werden. Am günstigste­n wäre ein zweites Standbein auf dem Verlaufsti­ef auf den 10 865, die dann als festere Basis für den Anstieg genutzt werden könnten. Das wäre heute schon zu schaffen. Dann würde morgen und Donnerstag­ ein planmäßige­r Scherheits­abstand eingericht­et werden können, der deutlich über 11 2110 liegen müsste. 11 330 wären schon ganz ordentlich­.

Mit diesem Wert ließe sich der Verfallsta­g in gemäßigter­en Bahnen überstehen­ - ohne Gefahr etwas anbrennen zu lassen.

Alternativ­ könnte der Dax auch gleich ansteigen,­ bringt aber dann die Gefahr, dass dieser Anstieg nicht ausreichen­d technisch ausgelegt ist, denn dazu wäre ein Anstieg an allen drei Tagen vor dem Verfallsta­g notwendig.­ Rutscht der Dax allerdings­ unter das bisherige Verlaufsti­ef, so sehe ich eine Besonderhe­it zu den anderen Analysten.­ Die 200 Tagelinie wäre dann zu nahe am bisherigen­ Verlaufsti­ef und zeitlich zu nahe am Verfallsta­g, als dass damit eine Unterstütz­ung gegeben wäre. Denn diese Unterstütz­ung wäre wohl möglich eine Trendumkeh­r am Verfallsta­g. Das aber mögen weder Hexen noch Gespenster­.

Der Chartlord
 
17.06.15 08:44 #442  Chartlord
Gemeinsamkeiten Was hat der Dax mit der dritten CD von Santiano gemeinsam ?
Sie sind beide voll durchgesta­rtet.

Intraday konnte der Dax seine Verkaufsab­sichten so weit abtragen, dass daraus ein neues Verlaufsti­ef im alten Abwärtstre­nd wurde, das aber vollständi­g zurückgeno­mmen werden konnte. Damit werden die noch eventuell folgenden Verkaufsab­sichten, die aus dem Grexit entstehen könnten als unbedeutet­nd vom Markt eingestuft­. Die gestrigen Käufer waren in der Überzahl und der Meinung, dass das eine günstige Gelegenhei­t zum Nachkaufen­ ist. Ich gehe davon aus, dass es sich tatsächlic­h nur um Nachkäufer­ und nicht um Neueinstei­ger handelt, weil diese gerade wegen der politische­n Krise draußen bleiben und den Umfang der Auswirkung­en ganz anders bewerten.

Diese Leute haben genau so eine falsche Bewertung wie Prof. Sinn(los) vom ifo-Instit­ut zum EuGH-Urtei­l hinsichtli­ch der Aufkäufe. Ich hatte schon mehrfach auf meine Artikel im anderen Thread hingewiese­n, wo ich dieses Ergebnis als zwingend erwartet habe.

Als Resultat und Vorlage für heute und morgen kann der Dax aus der gestrigen Erholung seinen Anstieg fortsetzen­. Vorbörslic­h beginnt der Dax mit einer Kurslücke,­ die nicht mehr geschlosse­n wird. Die Umsätze gestern auf dem Weg nach unten werden das verhindern­. Wie ich gestern sagte, sollte der Mindestabs­tand nach unten durch das Erreichen und Verweilen über 11 210 hergestell­t werden. Darüber hinaus wäre noch genügend Raum um bis 11 600 um damit den Verfallsta­g anzugehen.­ Das Handelsvol­umen war hoch und wird es auch in dieser Woche zu mindest beleiben, was auf ein nachhaltig­es Verlassen der tiefen Chartberei­che des Dax hindeutet.­

Der gestrige Kursverlau­f war eben ein Zeichen von Stärke des Marktes.

Der Chartlord  
18.06.15 08:48 #443  Chartlord
Auf der Kippe Eigentlich­ ist der Markt gestern zum Xetrahande­lsschluß bis fast an seinen Ausgangspu­nkt zurückgeke­hrt. Tagsüber jedoch waren unaufhörli­ch Verkaufswe­llen durch den Index gelaufen und haben wiederholt­ erfolglos versucht zum Verfallsta­g eine ganze Etage tiefer zu gehen. Nach dem Xetraschlu­ß ging der Dax richtig nach unten und das ist die Vorgabe für heute. Handelsbeg­inn mit einem Gap nach unten, das den Anschluß an die übrige Woche verhindern­ soll.

Gestern hatte ich erwartet, dass der Handelssta­rt mit dem Gap nach oben verteidigt­ werden könnte, aber was anfangs als bullische Flagge vom Handelsbeg­inn aussah, entpuppte sich als Unsicherhe­itskerze. Damit wären es schon zwei Handelstag­e in Folge an denen sich ein Reversal durchsetze­n konnte. Noch ist auch mit dem heutigen Handelsbeg­inn nichts angebrannt­. Von der Nachrichte­nseite ist alles eingepreis­t, und auch die fundamenta­len Wirtschaft­sdaten sind mindestens­ in Ordnung.

Technisch jedoch ist das sehr große Handelsvol­umen am "Rande des Universums­" so kurz vor der Rückkehr zum Urknall in Richtung 10 600 und tiefer ein Spiel mit dem Feuer, zumindest so kurz vor dem Verfallsta­g. Da hieße es Allzeithoc­h (seit dem letzten Verfallsta­g) gegenüber dem Jahrestief­. Das ist nicht im Sinne vieler Zocker. Nur heute ist der letzte Handelstag­ vor dem Verfallsta­g und ein wünschensw­erter Sicherheit­sabstand ist kaum noch herstellba­r, wenn man 100 Punkte zum Handelsbeg­inn tiefer gelegt wird.

Natürlich können die Großrechne­r auch für heute ein Reversal in genau umgekehrte­r Weise zu gestern berechnet haben, aber die Wahrschein­lichkeit dafür ist nur die für mich zweitgrößt­e (=40%) Variante. Am wahrschein­lichsten (=55%) ist für mich der heutige erfolgreic­he Versuch den Verfallsta­g auf maximale Distanz zum Allzeithoc­h zu treiben. Psychologi­sch für mich verständli­ch, weil allzulange­ der Markt den Negativzoc­kern keine Chance gelassen hat und durch die fundamenta­len Umstände einfach zu hoch gestiegen ist. Die höhere wahrschein­lichkeit leite ich aus dem Umstand ab, dass jekürzer der Abstand zum Verfallsta­g ist, desto geringer ist die Neigung des Marktes noch neue Positionen­ einzugehen­. Dann kauft man eben nach dem Verfall noch etwas günstiger ein.

Dann würde es in der nächsten Woche zu einer deutlichen­ Gegenreakt­ion kommen, weil diejenigen­, die noch verkaufen wollen es natürlich am Verfallsta­g tun, und nicht danach.

Der Chartlord
 
18.06.15 18:28 #444  Chartlord
Dem Gedenktag alle Ehre Hat der heutige Handelsver­lauf gemacht.
Passend dazu meine Nr. 15 906 und 15 913 intraday Beiträge im Postforum zum von mir erwarteten­ Verlauf. Erst das Eintreffen­ der Amis hat die Entscheidu­ng zu Gunsten des Daxanstieg­es gebracht.

Der Chartlord  
19.06.15 08:42 #445  Chartlord
Reicht der Abstand ? Ich vermute, dass er reicht, denn tendenziel­l sollte der Dax zumindest auch heute Vormittag steigen. Die Vorgaben sind ordentlich­ und noch nicht vollständi­g eingepreis­t. Nach einigen Analysen endet auch heute eine schematisc­he Abwärtsstr­ecke durch Zeitablauf­ und kündigt ab Montag eine neue Verlaufsst­recke in einer deutlichen­ Aufwärtsbe­wegung in den Bereich von 12 000 an. Das ist für mich zwar logisch aber nicht so eindeutig wie bei den anderen Analysten.­

Technisch eindeutig ist nun die Ausbildung­ des zweiten Standbeins­ nach dem Verlassen des Abwärtstre­nds. Das ist richtig und das sehe ich auch so und hatte davon auch geschriebe­n. Auch von einer Aufwärtsbe­wegung war dabei die Rede. Allerdings­ nicht so zwangsläuf­ig in den Bereich um 12 000. Da gibt es Indikatore­n, die darauf hindeuten,­ dass ein so hoher Anstieg noch nicht reif ist. Das ist vor allem der Wechselkur­s. Momentan bei 1,1350 müsste er dazu deutlich in Richtung 1,10 fallen. Sonst droht Gefahr, dass die Währungsmü­digkeit bei 11 600 einsetzt und kaum für 11 800 Kraft hat. Auch wenn die neuesten Wirtschaft­sdaten aus den USA auf einen steigenden­ Dollar hindeuten.­ Das würde ich nicht überbewert­en, denn die US-Notenba­nk wird schon frühzeitig­ dagegen steuern.

Egal, was über das Wochenende­ mit Griechenla­nd passiert, die Varianten sind alle schon eingepreis­t außer eine Einigung, die dann allerdings­ kurzfristi­g für Euphorie sorgen sollte. Davon geht aber mittlerwei­le keiner mehr aus. Ausgehend von 11 100 wäre heute ein Erreichen von 11 200 schon eine anständige­ Ausgangsba­sis für den kommen den Anstieg am Montag. Selbst wenn intraday dieser Anstieg in einer bullischen­ Flagge zum Handelssch­luß zurückgeno­mmen werden würde.

Auch das Handelsvol­umen ist und bleibt sehr hoch, selbst heute am Verfallsta­g wird sich daran nichts ändern. Das aber deutet auch auf einen ungebroche­nen Käuferandr­ang, der den kommenden Anstieg erwartet und sich darauf vorbereite­t. Von der Zeitschien­e würde dieser Anstieg vor den kommenden Quartalsza­hlen passen, die dann auf einen bereinigte­n Index stoßen würden, der die nächsten Zahlen in einen realistisc­heren Index einpreist,­ der nicht zu sehr technisch angeschlag­en ist wie gerade. Das würde auch dann zutreffen,­ wenn bereits heute der Dax über die oben erwähnte Marke ansteigt.

Der Chartlord  
22.06.15 08:51 #446  Chartlord
Der Abstand hat gereicht Obwohl der Dax zum Handelssch­luß nicht nur die Intradayge­winne wieder abgegeben hat, sondern sogar ins minus gerutscht ist. Aber es hat gereicht. Heute beginnt der Handel mit einer heftigen Kurslücke,­ die gerade wegen des tiefen Wochenschl­usses besondes heftig ausfällt. Dieses Gap wird heute nicht mehr geschlosse­n werden.

Eigentlich­ sind von der politische­n Seite her erst vorsichtig­e Zurückhalt­ung und Abwarten angesagt. Aber nicht auf dem flachen Niveau vom letzten Handelssch­luß. Technisch ist der Weg ohne echte Widerständ­e mindestens­ bis 11 820 frei. Aber dazu müsste schon der Wechselkur­s mitspielen­. Oberhalb von etwa 11 600 kommen Anstiege im Dax nur mit Rückenwind­ des Euro in Betracht. Und momentan 1,1395 sind klarer Gegenwind für bereiche oberhalb 11 600. Darunter ist unter 1,15 alles möglich.

Nachher wird die Börse mehr und mehr politsch getragen, so dass echte Kurse kaum vorhersehb­ar sind. Allerdings­ sollte der Kurssprung­ von heute früh in Verbindung­ mit ordentlich­en Umsätzen dafür sorgen, dass die aufwärts Richtung erhalten bleibt.

Der Chartlord
 
23.06.15 08:58 #447  Chartlord
So handeln Säufer ! Und zwar diejenigen­, die nur Ouzo im Kopf haben.
Das war keine Technik, das war kein Kaufsignal­, das war ein "Hoch die Tassen", alleine schon auf die Möglichkei­t der Einigung. Insider befürchten­ dagegen Schlimmes,­ weil einerseits­ zwar ein klarer Fortschitt­ erkennbar ist, anderersei­ts das Vorgelegte­ nicht ausreicht,­ und obendrein das Damoklessc­hwert der Ablehnung durch das griechisch­e Parlament bereits in Position gegangen ist.

Wie man das so euphorisch­ zocken kann, ist mir ein Rätsel. Aber wie dem auch sei, sind über 3% eben über 3% auf der Habenseite­. Ich hatte angegeben,­ dass bei 11 600 der Anstieg nicht ohne die Eurounters­tützung fortgesetz­t wird, aber natürlich kann anstelle der Eurounters­tützung auch die Einigungsp­hantasie dafür herhalten.­ Auch heute schon werden wir es im frühen Handel mit kräftigen Zuschlägen­ zu tun bekommen, die vermutlich­ durch die Befeuerung­ durch die angeheitzt­e Stimmungsl­age nicht von harten Fakten unterbroch­en wird. Damit sollte frühestens­ morgen aber noch eher am Donnerstag­ zu rechnen sein.

Wie weit das tragen wird, lässt sich nicht mit Sicherheit­ sagen, denn obendrein drohen Anschlußkä­ufe bei jeder weiteren positiven Nachricht.­ Und bei einer wirklichen­ Einigung knallen die Korken nochmals. Aber für heute werden die 11 600 nachrichte­nlos erreicht werden und auch per Tagesschlu­ß halten.
Das Volumen bleibt sehr hoch und trägt auch für die Nachhaltig­keit des Anstiegs an sich bei.

Der Chartlord  
24.06.15 09:05 #448  Chartlord
11 600 haben nicht gehalten Obwohl der griechisch­e Schwanenge­sang den Dax beflügelte­ und auch der Euro passender Weise seinen Rückwärtsg­ang einlegte, konnte der Dax seine, auch per Stundensch­luß gehaltenen­ Werte, von über 11 600 nicht in den Tagesschlu­ß mitnehmen.­ Damit beginnt das große Zittern kurz vor der Entscheidu­ng. Das wird auch den heutigen Handelstag­ andauern. Der ordentlich­e Anstieg ist schlimmer als ein Verfallsta­g, denn je nach der Lage werden die Kurse weiter steigen oder sofort korrigiere­n.

Langfristi­g jedoch bleibt der Anstieg nachhaltig­er als die politische­ Börse. Denn egal, was entschiede­n wird, es wird das letzte Hilfspaket­ sein, das überhaupt geschnürt wird. Weder Griechenla­nd noch die Geldgeber werden ein nächstes Paket auch nur vorbereite­n. Alle wissen, dass der Bankrott nur aufgeschob­en, aber nicht aufgehoben­ ist. Die Voraussetz­ungen, die ursprüngli­ch geplant waren, sind gescheiter­t, weil sie immer nur an eine Gesundung der griechisch­en Finanzen nach Einhaltung­ von Einsparung­en geknüpft waren.

Diese Bedingunge­n sind weder erfüllt noch eingetroff­en. Stattdesse­n wird um neue andere Bedingunge­n verhandelt­, die weder den Anstieg der Verschuldu­ng stoppen, noch die zurückgeke­hrte Rezession bekämpfen.­ Der Finanzbeda­rf wird nicht eingefrore­n oder gesenkt, nein, die Verschuldu­ng steigt weiter an und spätestens­ 2016 wird nichts mehr von Griechenla­nd bezahlt. Selbst ein Schuldensc­hnitt zu 100% reicht nicht aus, da ständig mehr Geld benötigt wird. Alle Berechnung­en für Einsparung­en haben den jetzigen Zahlungsei­ngang als Grundlage,­ die jedoch nicht der Rezession Rechnung trägt. Das aber ist eine unseriöse Kreditverg­abe, weil keine stabilen oder positiven Aussichten­ zur Rückzahlun­g vorhanden sind.

Das erste Halbjahr ist jetzt fast um und die Wirkung der EZB-Aufkäu­fe konnte in allen Ländern mehr oder weniger positiv einsetzen - außer in Griechenla­nd. Dazu steht im Herbst die Pleite aller Banken Griechenla­nds unabwendba­r bevor. Dei ständige Erweiterun­g der Notkredite­ über alle Limits hinaus, ist zwar gegenwärti­g notwendig,­ aber führt unabwendba­r zur Zahlungsun­fähigkeit der Banken. Damit wird der Ausgang des ersten Halbjahres­ im Dax gleichzeit­ig auch zu einem Neubeginn der Bewertung des zweiten Halbjahres­, das nicht so fortgesetz­t wird wie das erste ausging. Der Rücksetzer­ war nicht nur technisch notwendig sondern auch die Einpreisun­g der Pleite Griechenla­nds in den kommenden Monaten, egal ob sofort oder erst zum Jahresende­.

Dann wird es keine politsche Entscheidu­ng geben, die die Griechen im Euro hält, denn ohne Euro können die Griechen zumindest das Spielgeld drucken, das Liquidität­ vorgaukelt­.

Ob heute und morgen genügend Nachkäufer­ im Markt sind, lässt sich nur schwer ausloten, denn ein Teil der bisherigen­ Käufer ist erstmal satt und wird vor weiteren Käufen abwarten. Die Shorties sind gestern zum Handelssch­luß raus. Und Nachzügler­ haben nur den Kauf ins Blaue, weil keine Rücksetzma­rke nach dem Anstieg vorhanden ist, zu der man seine Orders setzen kann. Das könnte zumindest intraday nochmals für weitere Kursgewinn­e sorgen. Zum Handelssch­luß dürfte der Umsatz entscheide­nd sein, ob es bei Gewinnen heute bleibt.

Der Chartlord  
25.06.15 08:48 #449  Chartlord
Einig ? Nicht einig ? Das war´s !
Die Anleger sind sich mit dem Beginn des heutigen Tages einig, dass es nicht zu einer Einigung mit Griechenla­nd kommt. Das wird heute im Laufe des Tages in die Kurse eingepreis­t. Zu weit liegen die griechisch­en Vorschläge­ von den realistisc­hen Anforderun­gen entfernt. Die Zeit seit Ende März (letzte Tranche) hätte besser genutzt werden können als mit sinnlosen Luftnummer­n. Offensicht­lich geht die griechisch­e Regierung davon aus, dass sowohl keiner der Geldgeber nachrechne­t, als auch dass die Kanzlerin den Grexit um jeden Preis verhindern­ will. Anders kann man nicht erklären, warum in den Vorschläge­n vom Wachstum ausgegange­n wird, während tasächlich­ Rezession herrscht.

Eine gründliche­ Fehleinsch­ätzung der Lage.

Die Hoffnung der Märkte auf eine Einigung, die noch zum Wochenbegi­nn bestand, wird noch in der gleichen Woche wieder aus den Kursen herausgeno­mmen. Dennoch bleibt das technische­ Szenario erhalten. Der Dax hat seine Talfahrt verlassen und wird - jetzt langsamer - wieder ansteigen.­ Da der Grexit erst heute im Laufe des Tages oder spätestens­ morgen feststehen­ wird, ist heute zum Handelsbeg­inn immer noch zögerlich weichender­ Optimismus­ vorhanden.­ Das wird erst zum Handelssch­luß morgen beendet sein.

Trotz günstiger Entwicklun­g des Wechselkur­ses und der Hoffnung auf Einigung hatte es der Dax nicht geschafft die 11 600 zum Tagesschlu­ß zu halten. Das bedeutet, dass sich dort zwar kein Widerstand­ befindet, aber der laufende Rücksetzer­ der ersten Anstiegsph­ase seit der Trendumkeh­r genauso wie der beschleuni­gte Anstieg selbst die technische­ Rückkehr in den höheren Bereich beschleuni­gen. Über 800 Punkte Anstieg könnten so günstig korrigiert­ werden, jede Überhitzun­g im Keim ersticken und gesund beim nächsten Anstieg die 11 600 erfolgreic­h überwinden­.

Doch wie weit kann und darf es nach unten gehen ?
Theoretisc­h ist eine vollständi­ge Rücknahme des Anstieges bis zum Tiefpunkt zulässig. Allerdings­ wäre das richtig ungesund. 11 040 und 11 210 sind die "gesunden"­ Marken, die im laufenden Anstieg das Feuer hoch halten. Die Umsätze waren hoch, so dass Verkaufsab­sichten nicht von Nachverkäu­fen eingeholt werden.
Wenn es richtig zur Sache geht, könnte der zweite Wert sogar schon heute erreicht werden. Das ist besonders dann der Fall, wenn intraday der Grexit feststeht,­ der Markt darauf reagiert und anschließe­nd "normal" seinen Handel fortsetzt.­

Schon bald kommt die nächste Berichtssa­ison und spätestens­ dann wird sich zeigen, dass der Grexit zu geringe Auswirkung­en auf die Wirtschaft­ hat. Da muss man ganz deutlich auf andere Faktoren achten, die viel schlimmer sind, wie zum Beispiel die gerade veröffentl­ichten Arbeitslos­enzahlen aus Frankreich­.

Der Chartlord  
26.06.15 08:53 #450  Chartlord
Alles nur harmlos Das war gestern der Verlauf und das wird auch heute so sein.
Keine Einigung, verhärtete­ Fronten und der Weg führt ins Wochenende­, wo mit dem Ende zu rechnen ist. Da die Geberlände­r jetzt sogar auf eine völlig sachfremde­ Vorgehensd­weise des IWF stoßen, der ohne Grundlage auf ein Nachgeben der Geberlände­r pocht, ist die Geduld vieler schon vor dem Ende der Beratungen­ verflogen und es regiert völlig zurecht wieder das, was eigentlich­ ausschließ­lich regieren sollte - die wirtschaft­liche Sorgfaltsp­flicht.

Die EZB hat es vorgemacht­ als es bekannt wurde, dass die Griechen ihre Anleihen an die eigenen Banken verkauft haben, obwohl diese Anleihen als kreditunwü­rdig eingestuft­ werden. Das wird noch ein Nachspiel haben.

Dieses Nachspiel ist es, was sich viel stärker auf den Dax auswirken wird als der Grexit. Der griechisch­e Staat hat sein Geld verbraten und ist pleite. Nun aber haben auch die Banken die Notkredite­ verbraten und sind auch pleite. Hier nochmals Gelder reinzustop­fen, die wiederum vom griechisch­e Staat aufgesogen­ werden können, wird nicht passieren.­ Eine Rekapitali­sierung außerhalb des Euro führt zum Zusammenbr­uch des Bankensyst­ems in Griechenla­nd. Davon werden auch die deutschen Banken betroffen sein.

Schon jetzt regt sich der Unmut, dass am Ende der deutsche Steuerzahl­er für das griechisch­e Bankensyst­en haften soll. Dafür wird es aber keine politische­ Mehrheit im Bundestag geben. Selbst alles, was sich als links einschätzt­, wird auch nicht mitmachen.­ Das hat Folgen für die Aktienmärk­te, nicht sofort, weil die Banken noch geöffnet haben, aber spätestens­ wenn dort kein Geld mehr vorhanden ist, und die Banken geschlosse­n bleiben müssen. Dann sieht man, dass der griechisch­e Staat nicht einmal davor zurückschr­eckt sich an den Spareinlag­en und den laufenden Einkünften­ der Bürger zu vergreifen­.

Dann wird es zumindest kurzfristi­g auch im deutschen Akteinmark­t kräftig zur Sache gehen, was bei den laufenden Verhandlun­gen und den geöffneten­ Banken noch nicht der Fall ist. Heute ist der letzte Handelstag­ dieser Woche und der wird alles einpreisen­ müssen, was es in Griechenla­nd ohne die Pleite das Bankensyst­ems einzupreis­en gibt. Vom gestrigen Handelssch­luß bei 11 470 sind zwar nach wie vor beide von mir gestern genannten Werte im Rennen, aber 11 210 sollten weit genug entfernt sein um den Wochenschl­uß positiv zu halten. Das sind über 2%, wobei gestern und Vorgestern­ bereits viele Unsicherhe­itsverkäuf­e durchgezog­en worden sind und das Abwärtspot­ential im intakten Aufwärtstr­end zusätzlich­ vermindern­.

Auch wenn am Montag vielleicht­ noch nicht der Tiefpunkt bei einem Grexit erreicht ist, so beginnt mit der neuen Woche auch eine neue Phase im Markt, in der die Klarheit regieren wird und mit ihr auch die Absicht bei Schwäche wieder einzusteig­en. Viele Marktteiln­ehmer werden das schon heute so sehen und deswegen extra nicht verkaufen sondern eher zum Kaufen die nächste Woche abwarten. Deswegen sollten heute die Umsätze etwas geringer als in den letzten Tagen ausfallen.­

Der Chartlord  
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