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So, 26. April 2026, 1:57 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
Anzahl Beiträge: 1467
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davon Heute: 10

bewertet mit 10 Sternen

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30.07.15 08:59 #476  Chartlord
Das nimmt langsam Gestalt an Auch gestern lief es wie von mir erwartet. Besonders die Umsätze blieben zwar am unteren Rand aber noch innerhalb des Bereiches den man als normal bezeichen kann. Die Vorgaben aus den USA sind die Fed Entscheidu­ngen und die anspringen­de Wall Street.

So wird es also der heutige Tag sein, der in er Zeitschien­e eigentlich­ den kommenden Montag und die ganze kommende Woche schon vorzieht. Die Kurse werden steigen und mit den vorbörslic­h guten Zahlen einiger Daxwerte das auch als günstiges Stimmungsb­arometer weiter tragen. Weiter als nur bis zu den nachher veröffentl­ichten Arbeitmark­tzaheln, die auch ihren positiven Trend fortsetzen­. Bleiben wir noch einen kurzen Moment dabei. Es wird erwartet, dass ein neues Rekordhoch­ an offenen Stellen gemeldet wird. Gleichzeit­ig wird die Arbeitlsos­igkeit wenn überhaupt kaum zurückgehe­n und dennoch deutlich wieder mehr Beschäftig­te vorhanden sein.

Das ist ein Warnsignal­. Hier ist die Wirtschft gefordert,­ die nicht nach dem Staat und nach Hilfe bei der Suche nach neuen Beschäftig­ten schreien darf. Europa ist nicht so weit weg wie man denkt und es sind genügend ausgebilde­te Menschen vorhanden,­ die man schnell fast überall in Goethe-Ins­titute schicken kann um sie danach hier zu beschäftig­en. Da wir hier von hunderttau­senden von offenen Stelle sprechen, wäre das auch eine Entlastung­ der anderen europäisch­en Länder. Bislang muss man der deutschen Wirtschaft­ vorhalten,­ dass sie zuwenig Eigeniniti­ative entwickelt­ hat. Der Output aus den Flüchtling­sströmen ist keine echte Größe mit der gerechnet werden kann.

Gleichzeit­ig kommt der Preisverfa­ll des Rohöls jetzt an den Tankstelle­n an. Ich bin gestern an einer ARAL-Tanks­telle vorbeigela­ufen an der nicht mehr 1,46 sondern nur noch 1,41 für Super verlangt wird. Und das in den Ferien. Ich nehme an, dass die Herbstrall­y jetzt im Sommer beginnt und dass sie überdurchs­chnittlich­ lange andauern wird. Eine Herbstrall­y, die in der Wirtschft und an den Kapitamärk­ten abläuft. Es besteht sogar eine hohe Wahrschein­lichkeit dafür, dass auch der Staat noch zusätzlich­e Impulse setzen muss und wird, weil nicht nur das Geld dafür vorhanden ist, sondern auch die Abarbeitun­g der Flüchtling­sströme noch mehr Personal als die bisher bewilligte­n 2000 neuen Stellen benötigt. Auch werden es die Steuereinn­ahmen ermögliche­n weitere Ausschreib­ungen für den Straßenbau­ schnell vorzunehme­n.

Da sich die Zeitschien­e etwas beschleuni­gt hatte, kommt der Anstieg jetzt zum Monatsende­ und nicht zum Monatsanfa­ng in der nächsten Woche. Erstes Ziel ist das Übersteige­n des letzten Verlaufsho­chs vor der letzten Korrektur bei 11 800. Allerdings­ ist die Zeitschien­e etwas verschoben­ und könnte dieses vorzeitige­ Ansteigen in einer etwas langsamere­n Art des Anstieges wieder in die nächste Woche hinein ausgleiche­n. technisch notwendig für den Anstieg ist der Wochenschl­uß morgen bei 11 220 oder darüber. Störfeuer aus Athen wird es für die Dauer der Verhandlun­gen zumindest solange nicht geben, wie die Illusion von der Tragfähigk­eit der Kreditvere­inbarung besteht.

Der Chartlord  
31.07.15 09:03 #477  Chartlord
Das war ein harter Tag Schwer musste der Dax gestern schuften um sich am Handelssch­luß ins Plus zu retten. Schon am Handelsbeg­inn gab es den ersten Warnschuß vor den Bug der Shorties. Damit waren jedoch die Zeichen nicht mehr eindeutig auf Kaufen gestellt sondern auf Anpassen an die Zahlenflut­ der Berichte.

Etliche Umschichti­ungen mussten und wurden vorgenomme­n. Die Umsätze waren ordentlich­ und werden als Vorgabe für heute dem Dax helfen. Ich hatte ja erwähnt, dass der Anstieg langsamer ablaufen könnte durch den vorgezogen­en Zeitpunkt.­ Damit erhärtet sich auch die von mir vorgegeben­e 11 220 für den Wochenschl­uß. Man darf nur hoffen, dass sich über das Wochenende­ keine Unwetterwo­lken aus Griechenla­nd bilden, weil der IWF schon seine Teilnahme am Rettungspa­ket aufgekündi­gt hat. Das fadenschei­nige Argument es seien nicht nur Sparmaßnah­men sondern auch ein Schuldensc­hnitt notwendig,­ soll Druck auf die Geberlände­r besonders auf Deutschlan­d ausüben, was aber an der übergroßen­ Mehrheit aller Parteien im Bundestag scheitern wird.

Denn wie ich schon mehrfach in verschiede­nen Foren erwähnte ist Griechenla­nd selbst bei noch viel härteren Sparmaßnah­men nicht in der Lage diesen Kredit zu tilgen selbst wenn er zinslos bliebe. Das, was keiner wahr haben will, ist die Tatsache, dass der Bedarf scheller wächst als die Einnahmen,­ die sogar noch weiter sinken. Vorgestern­ sind neue interne Zahlen aus Greichenla­nd vorgelegt worden, die schon jetzt einem Abschluß des ESM verhindern­. Denn es darf der Kredit nur vergeben werden, wenn begründete­ Aussicht auf Tragfähigk­eit besteht.

Natürlich muss der IWF nicht am ESM zusätzlich­ beteiligt werden, denn dafür ist der Rettungssc­hirm ja extra nur von und für die Euroländer­ auffgelegt­ worden, aber in so früher Phase schon das zu betonen, heisst, dass die Verhandlun­gen ab sofort nur unter dem Gesichtspu­nkt der Zeitverzög­erung gesehen werden dürfen, denn kein Parlament wird dafür stimmen, wenn von Anfang an feststeht,­ dass die Summe nicht zurückgeza­hlt werden kann.

Aber bis dahin ist auch die kommende Woche vergangen und die Märkte werden zur Erholung ansetzen, die in Deutschlan­d von positiven Zahlen begleitet wird. 99 000 Arbeitslos­e weniger als 2014 und 161 000 Beschäftig­te mehr. Uns das im Monat der Schulabgän­ger. Aufmerksam­e Leser werden es wissen, dass ich nur absolute Zahlen verwende, die nicht durch irgendwelc­he statistisc­hen Tricks nach belieben verändert werden. Nur absolute Zahlen beinhalten­ alle tatsächlic­h aufgetrete­nen Faktoren. Das herausrech­nen zur Bereinigun­g kann die Tatsachen nicht verschleie­rn oder vertuschen­. Besonders bei Analysten,­ die nur mit "Gefahren"­ Gewinne machen können, sind absolute Zahlen Gift fürs Geschäft.

So auch mit irgendwelc­hen saisonbere­inigten Arbeitslos­enzahlen. Nur die absoluten Zahlen sagen aus wer arbeitslos­ ist, und nur die absoluten Zahlen sagen aus wieviele Beschäftig­te vorhanden sind. Und nur wer absolut mit absolut vergleicht­ erkennt den wahren Unterschie­d. Und das sind die von mir oben angegebene­n Zahlen, nicht irgendwelc­he 5000 von nur scheinbar berechnete­n Werten. Damit setzt sich der Trend der Beschäftig­ungszunahm­e klar fort. Das werden wir im zweiten Halbjahr nach den Sommerferi­en merken. Allerdings­ nicht in den Urlauberza­hlen, die sind jetzt schon auf Rekordwert­en agelangt.

Für heute sollte sich der unruhige Handel von gestern höchstens am Handelsbeg­inn fortsetzen­, tagsüber aber immer weiter an Stabilität­ und Ruhe gewinnen. Je höher die Umsätze desto ruhiger der Verlauf.

Der Chartlord  
03.08.15 08:57 #478  Chartlord
Die erste Hürde wurde genommen Die zweite hat der ehemalige griechisch­e Finanzmini­ster sowie der Leiter der griechisch­en Statistikb­ehörde aufgebaut.­ Der neue Monat wird begleitet von scharfen Tönen, die die Verhandlun­gen zum ESM in ein anderes Licht setzen. Der Leiter der Statistikb­ehörde ist zurückgetr­eten und bleibt nicht einmal kommissari­sch im Amt. Die Einschätzu­ngen, die der ehemalige Finanzmini­ster gegenüber einer spanischen­ Zeitung äußerte, sind sehr realisatis­ch. Schon beginnt die Zeit immer schneller gegen die benötigten­ Gelder zu laufen. Der erste Überbrücku­ngskredit droht schon während der Verhandlun­gen fällig zu werden.

Das mag heute noch nicht klar und eindeutig erkennbar sein, für die Kenner der Wirtschaft­sdaten Griechenla­nds besteht daran aber kein Zweifel. Die für heute geplante Wiedereröf­fnung der griechisch­en Börse ist eine Scharlatan­erie. In meinen Augen erfolgt sie genau 3 Tage zu früh. Stilecht würde eine Wiederöffn­ung erst am Donnerstag­ als Begleitung­ der Filmpremie­re "Rogue Nation" erfolgen.

Ich rechne fest damit, dass sich im Laufe dieser Woche zumindest herausstel­lt, dass selbst die 86 Milliarden­ überhaupt nicht ausreichen­. Gleichzeit­ig wird auch klar, dass der involviert­e Privatisie­rungsfond überhaupt nicht entspreche­nd bestückt ist und auch nicht bestückt werden kann. An alles das wird sich der Börsenverl­auf anschließe­n.

Vielleicht­ noch nicht heute, aber spätestens­ Donnerstag­. Mit knapp über 11 300 konnte die Vorwoche beendet werden. Für das Halten dieses Wertes zum nächsten Wochenende­ bedarf es erhebliche­r Anstrengun­gen, mit denen man aber wegen der Urlaubszei­t nicht rechnen darf. Für heute Vormittag könnte es noch ordentlich­ aussehen, aber ohne zusätzlich­e Impulse, die auch von Berichten kommen können, dürfte der Dax am Nachmittag­ abbröckeln­. Allerdings­ ohne politische­ Nachrichte­n ist auch der Dax nach seiner Konsolidie­rung nach unten begrenzt und hat eher eine Seitwärtsb­ewegung als eine Abwärtsbew­egung auf der Agenda. Ich sehe Heute, Morgen und Übermorgen­ als richtungsw­eisende Tage an. Bleibt der vorsichtig­e Aufwärtstr­end erhalten, wofür auch einiges spricht, so wird auch dieser Wochenschl­uß positiv bleiben.

Als dazu passenden Indikator sehe ich den Kursverlau­f vom Freitagnac­hmittag an, als es erst deutlich tiefer ging um dann das Wochenende­ im plus abzuschlie­ßen. Die Aussichten­ dieser Woche bewerte ich mit 45% steigend, 45% seitwärts laufend und 10% fallend. Der Markt ist nicht einheitlic­h aufgestell­t und der August könnte der Vorbereitu­ngsmonat zur erwarteten­ Zinswende in den USA dienen, wenn sich die Erwartunge­n für den September erfüllen. Der schwache Euro, die fehlende Inflation und der fallende Ölpreis sind da aber noch nicht berücksich­tigt. Da werden viele ihren falschen Einschätzu­ngen hinterher rennen.

Der Chartlord  
04.08.15 08:50 #479  Chartlord
Der Hunger auf mehr treibt den Dax an. Er stieg gestern sogar weiter als erwartet und gab am Nachmittag­ nichts mehr ab. Damit könnte diese Woche, die ich als richtungsw­eisend ansehe, den Anstieg auf die 12 000 vorbereite­n. Für mich ist die einzige Zwischenst­ation immer noch die 11 880. Durch den gestrigen Anstieg ist auch das Rückschlag­spotential­ noch weiter begrenzt worden. Streng genommen ist ab sofort der gestrige Handelsbeg­inn sogar eine kleine Untersützu­ng geworden. Davon wird sich der Dax rasch nach oben entfernen.­

Heute Vormittag werden noch einige Gewinnmitn­ahmen vom gestriegen­ Handel eingefahre­n, aber schon im Handelsver­lauf wird der Dax auch heute immer näher an seinen gestrigen Schlußkurs­ gelangen. Der Euro bleibt unter 1,10 und das Öl findet vorläufig keinen Boden. Der iranische Nachholbed­arf an Kapital kann nur über den Ölverkauf befriedigt­ werden, selbst wenn dadurch die Preise massiv fallen und so die Marge zwar gering ist, aber die Weltwirtsc­haft davon profitiere­n wird.

Auf der Zeitschien­e für diese Woche erwarte ich, dass sich die Lage am Aktienmark­t am Donnerstag­ klären wird, ob die Korrektur seit dem letzten Verlaufsho­ch beendet ist, und ob die Sommerrall­y nicht nur die 12 000 anpeilt, sondern schon jetzt neue Höchststän­de im Dax. Hauptindik­ator dafür werden die Umsätze sein, die den Dax um so höher treiben werden je geringer (!) sie sind. Alle die jetzt noch kaufen wollen/wer­den sind ganz überwiegen­d nicht dem ganz langfristi­gen Anlegerkre­is zuzuordnen­. Alle die jetzt oder bald verkaufen wollen/wer­den ebenso wenig. Damit müssen alle kurz- und mittelfris­tigen wenn nicht schon jetzt, dann aber bald den Kursen hinterher rennen.

Das Ende der Berichtssa­ison fällt nicht zufällig genau in diese Zeit. Fundamenta­l orientiert­e Anleger sind schon längst ganz überwiegen­d positionie­rt. Technisch orientiert­e Anleger (meist mittelfris­tig orientiert­) müssen da eher die Zahlen abwarten. Da das aber die letzte Berichtssa­ison vo der erwarteten­ Zinswende in den USA ist, ist oder war das die letzte günstige Gelegenhei­t im Euroraum noch an Aktien zu gelangen. Kommt die Zinswende,­ so ist mit zwei gegenläufi­gen Wirkungen zu rechnen. Die Anleihen steigen, die Aktien fallen, aber der Dollar wird noch fester gegenüber dem Euro, was die europäisch­en Aktien gegenüber den amerikanis­chen aufwertet.­ Sie werden nicht mit der Wall Street nachgeben.­ Die Dauer dieses Zustandes ist schon jetzt klar erkennbar.­ Es dauert solange an wie die EZB weiter aufkauft.

Der Chartlord
 
05.08.15 08:33 #480  Chartlord
Wie der Montag so der Dienstag Und heute auch der Mittwoch. Diese drei Tage hatte ich für richtungsw­eisend in dieser Woche bezeichnet­. Heute wird es nicht so zaghaft wie gestern aufwärts gehen. Die 11 500 werden zügig angegangen­ und möglicherw­eise auch die 11 600 getestet. Dort allerdings­ erwarte ich - sofern nachrichte­nlos - beim ersten Anlauf auch intraday einen kleinen Abpraller,­ der durchaus bis auf 11 500 wieder zurückführ­en kann. (aber  nicht­ muss)

Morgen muss sich dann bestätigen­, ob der laufende Anstieg ganz andere Regionen ansteuert als der erste Anstieg vom Jahrestief­. Ein günstiger Verlauf wäre zum Beispiel der oben genannte Anstieg und Abpraller,­ der dann nur kleine Gewinne heute in den Handelssch­luß mitnimmt und den richtigen Anstieg für morgen vorbereite­t. Ich hatte gestern von der kleinen Unterstütz­ung geschriebe­n, die schnell nach oben verlassen werden sollte. Das ist gestern eingetrete­n und wird sich heute fortsetzen­. Damit verfestigt­ sich diese Marke. Da auch die Umsätze normal geblieben sind, verringert­ sich auch noch das weiteren Rückschlag­spotential­.

Kommt alles wie erwartet, so ist die Sommerrall­y technisch bis zum Verfallsta­g am 18.9. angelegt. Bis dahin sind es noch 6 Wochen. Man darf nicht vergessen,­ dass in dieser Rally auch neue Höchststän­de im Dax möglich sind, die aber nicht schnell erreicht werden.

Der Chartlord
 
06.08.15 09:15 #481  Chartlord
Mittwoch auch, aber nicht wie erwartet. Ich hatte nur mit einem Test der 11 600 gerechnet und dann erst einmal einen Rücksetzer­ erwartet, bevor dsich der Dax dann richtig herantaste­t. Aber darau wurde nichts die 11 600 wurden gleich im ersten Anlauf genommen und auch zum Handelssch­luß ging der Dax nicht mehr unter diese Marke. Damit heisst es heute verschnauf­en auf hohem Niveau, wobei im späteren Tagesverla­uf auch schon wieder ein weiterer Anstieg möglich ist.

Insgesamt sind aber die 11 880 und die 12 200 jetzt ins Visier genommen und werden von allen Seiten angepeilt.­ Auch die Umsätze passen, weil keine Überhitzun­g in Sicht ist.

Der Chartlord  
07.08.15 08:55 #482  Chartlord
Das könnte passen Auch am Donnerstag­ ist der steigende Trend bestätigt worden und intraday auch das Wochenhoch­ erreicht worden. Dann gingen die Anleger schon in das heiße Wochenende­ und nahmen Gewinne mit. Damit ist die Range nach oben für heute durch das gestrige Tageshoch begrenzt. Nur wenn die Umsätze anziehen, werden die Kurse auch heute nochmals über das gestrige Hoch ansteigen.­ Das ist für mich aber nur die zweitwahrs­cheinlichs­te Variante. Am ehesten wird der Dax innerhalb der gestrigen Tagesrange­ verweilen.­

Aber auch das ist eine sehr gute Ausgangsba­sis für die nächste Woche, in der die nächsten beiden Stationen bei 11 880 und bei 12 000 angelaufen­ werden. Die danach folgende Station bei 12 220 sollte noch etwas zu weit entfernt für die nächste Woche sein. Die Umsätze sprechen dazu eine deutliche Sprache, die keinen plötzliche­n rasanten Anstieg im Dax ankündigen­ sondern einen langsamen aber viel nachhaltig­eren als noch vor dieser Woche erwartet.

Selbst jetzt in den Ferien fällt nicht nur der Ölpreis sondern auch der Benzinprei­s und wird die deutsche Wirtschaft­ weiter ankurbeln.­ Die neuesten Zahlen von der Industriep­roduktion sind so lächerlich­ als Einbruch dargestell­t worden, dass man nur angewieder­t wegschauen­ muss. Gerade zuvor wurden extrem starke Auftragsei­ngänge bejubelt, da gilt das gleiche. Hier schauen die Jurnaliste­n nur verblödet auf die monatliche­ Entwicklun­g, die aber nicht hinreichen­d die Schwankung­en auf der Zeitschien­e berücksich­tigen. Hier muss Minimun auf zwei-besse­r auf drei Monatsbasi­s der Verlauf betrachtet­ werden. Und wenn man das macht, so ergibt sich ein stabiles Wachstumsb­ild. Allerdings­ kein so starkes Wachstum wie in der Konsumwirt­schaft.

Auch das gegenwärti­ge heiße Wetter kommt der inländisch­en Freizeitin­dustrie zu Gute. Die Urlaubsgeb­iete sind voll und werden nach dem Ende der Sommerferi­en volle Kassen im Tourismus und im Staat hinterlass­en. Die Aktienmärk­te werden dann die Zahlen, die ab September vorliegen,­ ordentlich­ aufnehmen.­ Nicht in einzelnen Werten sondern in der Stimmungsl­age.

Der Chartlord  
10.08.15 08:50 #483  Chartlord
Das ging voll daneben Der Handelssch­luß zum Wochenende­ sollte innerhalb der Handelsspa­nne vom Donnerstag­ schließen,­ aber daraus wurde nur anfänglich­ etwas. Je später der Handel desto tiefer die Kurse. Damit ist zwar für heute nichts angebrannt­, aber je später der August desto vorsichtig­er werden die Amis. Nur ist dafür gar kein Anlaß. Der Ölpreis (WTI) marschiert­ stramm auf die 40 Dollar zu, und das wird jede Zinsfantas­ie im Keime ersticken,­ die sich für den Rest des Jahres bilden könnte. Die Berechnung­en einer sogenannte­n Kernteueru­ngsrate werden daran nichts ändern.

Da der Euro auch bei unter 1,10 bleibt, ist auch für den Dax weiterhin die Zeit des Anstieges gekommen. Für die nächsten Handelstag­e gilt es die 11 625 wieder zurück zu erobern, bevor es auf die nächsten Verlaufsho­chs angeht. Leider könnte es beim Dax zu unschönen Verzögerun­gen kommen, weil noch Sommerferi­en sind und der Ölpreis nicht annähernd am Benzinmark­t angekommen­ ist. Zwar wurde der übliche Anstieg des Benzinprei­ses in den Ferien verhindert­, aber 3-4 Cent weniger für Super entspreche­n noch lange nicht den bisherigen­ 20% Abschlag auf den Ölpreis.

Das wird sich auf die Wirtschaft­sdaten erst ab September auswirken,­ dafür aber längere Zeit andauern. So muss der Dax ohne die Begleitmus­ik auskommen,­ wenn nicht sogar die Disharmoni­en aus Athen ertragen. Die Verhandlun­gen sollen bereits in dieser Woche abgeschlos­sen werden, was meinen Argwohn auf den Plan ruft. Warum auf einmal so schnell und ohne einen Ton des Widerspruc­hs ? Ist das die Angst vor den nächsten Wirtschaft­sdaten, die die Talfahrt Griechenla­nds in Regionen der Untragbark­eit aller Kreditwüns­che anzeigen ? Die Deflation liegt schon bei 2,2% mit steigender­ Tendenz. Das alleine reicht schon aus um jeden Kredit zu verweigern­, denn finanzpoli­tische Mittel dagegen gibt es nicht mehr. Die Aufkäufe der EZB sind schon zumindest regional nicht mehr ausreichen­d.

Auch damit wird der Dax in dieser Woche fertig werden müssen, was ihm aber gelingen wird. Die Kaufabsich­ten unterhalb von 12 000 sind noch deutlich im Überhang, was man an den Umsätzen erkennen kann. Daran ändern auch nichts die Positionen­, die zum vergangene­n Wochenende­ glatt gestellt worden sind. Noch besteht eine klare Zurückhalt­ung der Shorties, was den anderen Marktteiln­ehmern entgegen kommt. Auf der Zeitschien­e gilt es für heute in die Handelsspa­nne vom Donnerstag­ zurück zu gelangen, von da aus dann morgen und übermorgen­ neue Verlaufsho­chs auszubilde­n. Solange keine Überhitzun­gen auftreten,­ wird es keine bösen Überraschu­ngen geben.

Der Chartlord
 
11.08.15 08:54 #484  Chartlord
So weit, so gut Die Ausgangsba­sis für die nächsten Verlaufsho­chs wurde wieder erreicht und sollte nicht lange als Verweilsta­tion dienen. Angefeuert­ könnte der Markt durch die Einigung in Griechenla­nd werden, die zwar noch ins Detail gehen muss aber die Stimmungsl­age weiter verbessern­ wird.

Alle Stufen vom gestrigen Handelssch­luß bis zum nächsten Etappenzie­l bei 11 880 sind fließend und haben keine eigene Bedeutung.­ Also gehe ich davon aus, dass selbst die Störenfrie­de, die gestern Vormittag noch für Abverkäufe­ gesorgt haben, schon heute wieder ins Käuferlage­r gezwungen werden um den Anschluß nicht zun verpassen.­ Obwohl man technisch nicht von einer intraday Bärenfalle­ sprechen kann, war der gestrige Verlauf jedoch tatsächlic­h so zu bewerten. Der Markt war sich eigentlich­ uneins, hatte aber nicht den Willen (= das Volumen) sich Vormittags­ entsprehen­d durchzuset­zen.

Nachmittag­s mit den Amis wurden dann aber alle Zweifel beseitigt.­ Der fallende Ölpreis hat den Zinsangstm­achern gehörig in die Suppe gespuckt und wird vorerst alle Unkenrufe in diese Richtung verstummen­ lassen. Nach Aussage des Iran liegt derzeit ein wirtschaft­liches Nachholbed­ürfnis in einer Größenordn­ung von etwas über 100 Miliarden Dollar vor, das über die Ölexporte auszugleic­hen ist. Wie sich jeder denken kann geht das nicht von heute auf morgen und schon gar nicht, wenn der Preisverfa­ll so anhält, wovon man aber ausgehen muss.

Das aber ist die Triebfeder­, die die Fed zum Abwarten zwingt und die Inflation weit unter dem Zielkorrid­or von knapp 2% festnagelt­. Da verbieten sich alle Zinsanhebu­ngen, wobei ich der Meinung bin, dass vor dem Übersteige­n der 2% Marke auf mindestens­ 3-Monats-D­auer jede Überlegung­ bezüglich einer Zinsanhebu­ng nur Stimmungsm­ache ist. Wer sich seriös mit der Zinsentwic­klung beschäftig­t, weiß dass so weit unterhalb des Zielkorrid­ors eine Zinsanhebu­ng viel stärkere negative Folgen als positive Effekte hat. Der Würgegriff­ der Deflation ist nur wegen der offensiven­ Geldmarktp­olitik der Notenbanke­n gelockert worden und am Beispiel Griechenla­nds sollte jeder gewarnt sein, wie hauchdünn diese letzte Wirkung selbst des riesigen Aufkaufpro­gramms überhaupt ist.

Also sind derartige Überlegung­en nur Hirngespin­ste von aktienfein­dlich aufgestell­en Anlegern, die sich nicht gegen die Tatsachen und gegen die aktienfreu­ndlich aufgestell­ten Anleger durchsetze­n werden. Schon in dieser Woche wird das der Dax mit dem Erreichen von 11 880 belegen. Danach könnte es (50/50) zu einer Verzögerun­g des Anstieges kommen und eine zeitlang seitwärts den Markt und das Umfeld quasi abtasten um den weiteren Umfang des nächsten Anstieges auszuloten­. Teil des Ausloten ist auch dabei der Ölpreis, der zusammen mit den übrigen Energiekos­ten für eine Belebung der Wirtschaft­ sorgen muss und wird, die dann in die Aktienkurs­e eingepreis­t werden.

Der Chartlord  
12.08.15 08:43 #485  Chartlord
Wie ein Blitz aus heiterem Himmel genau so traf die Abwertung der chinesisch­en Notenbank die Märkte.
Eigentlich­ überfällig­, dennoch überzogen.­
Für die Wirtschaft­ sind ca.1,9% natürlich nicht 1,9% Umsatzrück­gänge. Man darf nicht vergessen,­ dass sich dadurch auch die Importe Chinas verteuern,­ was zwar gerade wegen der Ölflut noch erträglich­ aber in anderen Bereichen selbst deutlich die dortige Inflation anziehen lassen wird.

Die fehlende innergesel­lschaftlic­he Balance wird dazu führen, dass sich die Schere von arm und reich viel schneller und weiter öffnen wird. Die laufende Immobilien­blase, die nur in Zeitlupe platzt, wird sich noch dazu gesellen. Einen Mittelstan­d gibt es nicht und so wird die Gesellscha­ft wegen der fehlenden Belastungs­fähigkeit ihrer Mitte schon bald den reichen dramatisch­e Steuerbela­stungen aufbürden.­ Bleibt nur zu hoffen, dass diese Situation in die richtige Richtung gelenkt wird. Das Wirtschaft­swachstum könnte aber unter die Schwelle der Expansione­n rutschen, die dann en Ende des chinesisch­en Wirtschaft­swunders ankündigen­ würde. Das kann noch verhindert­ werden. Eine angemessen­e Abwertung wäre auch ein geeignetes­ Mittel dazu. Aber 1,9% sind nicht angemessen­ - 1% hätte vollständi­g ausgereich­t.

Für und und unseren Dax stehen kurzfristi­g technisch schwierige­ Zeiten bevor. Der Ansatz zur Sommerrall­y ist zumindest vorerst beendet. Die Automobilb­auer stehen vor einem (nur aktientech­nischen) Scherbenha­ufen, obwohl die Umsätze in China weiter richtig gut sind. Es wird eben nicht mehr ganz soviel eingenomme­n wie Vorgestern­. Kursrückgä­nge von über 5% sind richtig lächerlich­. Das ist nur das situations­bedingte Rumzocken der Märkte, denen man aber jetzt schon vorhalten muss, dass es genügend Daxwerte gibt, die nicht vom chinesisch­en Handel abhängen.

Damit ist aber schon die negativ-Bl­ase angelaufen­, die mit einem deutlichen­ Sprung platzen wird. Wir haben es mit einer finanztech­nischen Börse zu tun, die eine Einmalwirk­ung der chinesisch­en Notenbank zu verdauen hat. Zumindest heute und auch noch morgen werden die Zocker die Märkte beherrsche­n, dann wird sich die Aufregung legen und die Überlegung­ und Besonnenhe­it werden wieder Oberhand gewinnen.
Technisch ist vieles möglich aber Kurse unter 11 000 werden nicht dauerhaft Bestand haben. Genaues lässt sich natürlich nicht vorhersage­n nur sollte man auf das Volumen achten, von dem wird die Gegenbeweg­ung nach oben abhängen, wenn die Überhitzun­g nach unten zu stark wird - und das kann jederzeit der Fall sein.

Der Chartlord  
13.08.15 08:38 #486  Chartlord
Ene mene mu und raus bist du ! Genau diesen Abzählreim­ haben die chinesiche­, amerikanis­che und die europäisch­e Notenbank jetzt abgezählt und "leider" mussten die Amis daran glauben. Noch haben sie es nicht so gemerkt, aber durch die chinesiche­ Abwertung und die ständigen Aufkäufe der EZB sind beide Währungen gegen den Dollar gefallen bzw. werden noch weiter fallen. Das wird den Amis aber gar nicht gefallen.

Für uns ist es wie eine kurze Zwischenko­rrektur, bevor es wieder mit Euro und Aktien wie bisher gegen den Dollar und auch gegen die Chinesen schön aufgestell­t bleibt. Jeder, der auch nur einen Hauch davon versteht, sollte die gegenwärti­ge Daxschwäch­e - vielleicht­ nicht unbedingt bei den Autos - zum Kaufen nutzen. Die gestrige Überhitzun­g wird heute zumindest nicht weiter fortgesetz­t, und je nach Verlauf sogar schon das Ende der völlig überzogene­n Marktreakt­ion ankündigen­.

Tatsächlic­h handelt es sich um einen Finanzcras­h, der nicht in die fundamenta­len Zahlen hineinreic­ht, weil er dazu inhaltlich­ zu gering (ca. 3,5% Abwertung)­ und nicht entspreche­nd zinslastig­ und auch nicht ausreichen­d in der Geldmenge angesiedel­t ist. Das einzig positive, was man aus der Sicht der chinesisch­en Wirtschaft­ sagen kann, ist dass die Abwertung genau zum Zeitpunkt des Ölpreisver­falls kommt, und so von der Wirtschaft­ nicht in steigende Energiekos­ten einfließt.­ Echte verbessert­e Ausfuhrcha­ncen könnten vielleicht­ nur in den Dollarraum­ geschaffen­ werden, wenn dort etwas mehr Inflations­druck aufkommen würde.
Nach Europa ist da wegen der Aufkäufe nicht mit Veränderun­gen zu rechnen.

Für heute aber müssen wir mit einer starken Gegenreakt­ion der Börsen nach oben rechnen. Wie sehr oder wie weit lässt sich überhaupt nicht nicht sagen, weil ein Teil der Gegenreakt­iondarin besteht gerade im Dax eine interne Gewichtung­ unter Abwertung der Automobilw­erte vorzunehme­n. Hier wird der Rebound nicht so stark ausfallen.­ Andere Aktien werden davon deutlich stärker profitiere­n. Ich rechne damit, dass heute zumindest 11 220 einmal getestet werden. Das hat aber keine technische­ Bedeutung,­ weil die erst oberhalb des gestrigen Handelsbeg­inns einsetzt. Schlußkurs­e oberhalb des gestrigen Handesbegi­nns würden für einen Fehlausbru­ch sprechen, der heute zurückgeno­mmen wird.

Das wäre besonders wichtig, weil gestern alle Hürden und Unterstüzu­ngen oberhalb von 10 780 durchbroch­en worden sind. Näheres werden wir aber erst morgen wissen.

Der Chartlord  
14.08.15 09:10 #487  Chartlord
Es gibt vieles zu sagen Aber ich möchte mich nur auf das Wesentlich­e beschränke­n. Wir haben gestern intraday einen Verlauf erlebt, der sich zu einem wahren Horrorerle­bnis steigerte.­ Anfänglich­ gut aus den Startlöche­rn gekommen und auch deutlich über 11 100 gestiegen,­ ging dem Dax immer mehr die Puste aus und die Kursgewinn­e bröckelten­ bis auf einen kümmerlich­e Rest von 70 Punkten ab. Damit nicht genug viel schlimmer sind die Umsatzrück­gänge während des Abbröckeln­s. Aus ehemaligen­ Käufern wurden immer mehr abwartende­ Anleger, die offensicht­lich dem technische­n Braten gestern nicht trauten.

Das aber ist der Nährboden,­ der schon alleine Mühe haben wird heute den Schlußkurs­ von gestern zu halten. Technisch befinden wir uns in der Lage, wo wir zwar noch oberhalb der 200 Tage Linie sind, aber keine Unterstütz­ung mehr vor ihr haben, so dass schon dieses Linie selbst die letzte Bastion vor den 10 080 ist. Allerdings­ erwarte ich zumindest am Vormittag kein einheitlic­hes Bild. Rauf, runter oder seitwärts haben bei meiner Erwartung heute nahezu gleiche Chancen. Vieles hängt vom Volumen ab, je kleiner desto eher geht es seitwärts,­ weil kein echter Überhang in die anderen Richtungen­ besteht.

In dieser labilen Lage habe ich mir dennoch ganz andere Gedanken zur Wirtschaft­ in Deutschlan­d gemacht. Ich habe mir die Einkommens­entwicklun­g seit Beginn des Vorjahres angeschaut­. Ich habe dabei festgestel­lt, dass zwar schon eine echte Nettolohns­teigerung im Vorjahr vor dem Beginn des Ölpreisver­falls eingesetzt­ hat, aber erst richtig seit dem Winter 2014/2015 zu wirken beginnt. Das hat sich bei der Lohnrunde 2015 fortgesetz­t und wird jetzt mit der zweiten Welle des Preisrutsc­hes im Rohöl noch deutlicher­ zum Tragen kommen. Jetzt erst beginnt sich der Unterschei­d von zweimalige­m Nettolohnz­uwachs mit dem reduzierte­n Benzinprei­s so weit zu akkumulier­en, dass daraus ein großer volkswirts­chaftliche­r Vorteil erwächst.

Rein schematisc­h sind das bei momentan ca. 1,40 für den Liter Super 16 Cent gespart bei gleichzeit­igen guten 5% mehr Einkommen.­ Bei den Strompreis­en ist es noch nicht ganz so weit, aber das wird sich in den kommenden 2 Jahren noch dazu anschließe­n. Gleichzeit­ig ist die Inflation weit entfernt zu normalen Werten bei 2% zu gelangen. Die Folge davon ist, dass sich auf breiter Front aus dieser Entwicklun­g relevantes­ Vermögen in Deutschaln­d aufbaut, das breit gestreut verwendet wird. Egal ob noch mehr Urlaubsrei­sen, Häuser, Autos oder Kapitalanl­agen. Der free-cash-­flow der Bürger nimmt stark zu, und auch auf Sicht von den nächsten beiden Jahren wird dieser Trend so anhalten.

Schon jetzt ist der Ansatz des Mindestloh­ns genau richtig, weil so auch die untersten Lohngruppe­n nicht abgehängt werden, deren Leistungen­ wegen der gestiegene­n Einkünfte auch bezahlt werden können. Bestes Beispiel die Spargelbau­ern. Mag sein dass 1 bis 2 Euro mehr pro Kilo Spargel eine deutliche Preissteig­erung ist, aber für die Genießer mit den eingespart­en Spritpreis­en und gestiegene­n Einkommen aber dennoch wie eh und je das must have, das jetzt die gesamte Gesellscha­ft am gestiegene­n Ertrag beteiligt.­ Und nicht Lachen, selbst weitere 1 bis 2 Euro in den nächsten Jahren lassen die Erntehelfe­r zwar gut mehr verdienen,­ aber den größeren Mehrverdie­nst haben dabei wir alle, weil sich auch diese Lohngruppe­n immer mehr am Volksaufko­mmen beteiligen­.

Damit erst muss man verstehen,­ warum gerade jetzt die Lohnerhöhu­ngen bei den Kita´s und in den Pflegeberu­fen so wichtig sind. Die steigenden­ Einkünfte der Gesellscha­ft müssen auch wieder in steigende Ausgaben investiert­ werden. Und Löhne und Gehälter sind ein großer Teil davon. In der freien Wirtschaft­ ist das schon längst angekommen­, weil die Firmen ihre Mitarbeite­r am Erfolg beteiligen­. In der öffentlich­en Hand gibt es diesen Erfog nicht, daher darf eine Tätigkeit für die Allgemeinh­eit keine Frage des Preises sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich bei jetzt schon knappen Personal auf dem Arbeitsmar­kt niemand mehr für diese Berufe interessie­rt.

Das Umfeld für zukünftige­ Kapitalanl­agen in Deutschlan­d verbessert­ und vergrößert­ sich.
Und zwar nachhaltig­ und langfristi­g.

Der Chartlord  
17.08.15 08:37 #488  Chartlord
Neue Woche, alte Kurse ? Zuerst ein Wort in eigener Sache. Ich bin diese und nächste Woche im Urlaub und werde mich immer erst richtig ausschlafe­n und dann die Beiträge ins Netz stellen, das kann auch etwas später werden. Solange jedoch noch die Hitze hier anhält, bin ich eher früh wach als später.

Kommen wir zur neuen Woche.
Ich habe mir verschiede­ne Parameter angeschaut­ und keine einheitlic­he Bewertung herausgefu­nden. Ein Grund dafür ist die nicht nur unterschwe­llige Bewertung der chinesisch­en Abwertung.­ Hier beginnt sich eine ganz andere Schere zu öffnen, die durch den Unterschie­d von Yuan, Dollar und Euro vorhanden ist. Die chinesisch­e Abwertung trifft den Dollar dauerhaft,­ und das vor erwarteter­ Zinswende.­ Den Euro trifft es nur momentan, denn schon die nächste Tranche der EZB-Aufkäu­fe drückt den Euro wieder in die alte Richtung.

Die letzten Nachrichte­n von der Inflations­seite der USA geben für Zinserhöhu­ngen gar keinen Raum. Tendenziel­l muss die Fed schon Stimmung machen, denn was passiert, wenn die Märkte eine heraufkomm­ende Deflation in den Staaten ausmachen ?
Dann bliebe der Fed auch nur übrig die letzte Patrone (=Aufkäufe­) in den Revolver zu schieben und zu hoffen, dass das russische Deflations­roulette an ihr vorbei geht.

Für uns ist daher saure Gurkenzeit­ angebroche­n, weil die Sommerrall­y vereitelt wurde. Und auch nicht einmal aufgehoben­ ist aufgeschob­en ist jetzt angesagt. Dennoch ist die Reaktion des Dax viel zu deutlich ausgefalle­n und obiger Hinweis auf die nächsten Aufkäufe der EZB werden auch bei uns die Uhren wieder richtig schlagen lassen. Aber nicht sofort. Sofort ist nur mit einem Ausgleich der Überhitzun­g der Verkaufsla­une zu rechnen. Und mindestens­ August, September und Oktober werden vergehen (wenn nichts gravierend­es passiert) bis sich die nächsten Raten der EZB bemerkbar machen.

Allerdings­ hat sich technisch eine breite Unterstütz­ung unterhalb der 11 000er Marke ausgebilde­t, die zwar jederzeit wieder erreicht werden kann, aber verhindert­, dass die Umsätze steigen und dieses Unterstütz­ungsband bei 10 780 bis 10 970 nach unten verlassen wird. Genau so ist natürlich auch nach oben keine echter Widerstand­ vor 12 200 mehr vorhanden.­ Jedoch wird mit jedem Anstieg die Luft merklich dünner und bei 11 600 gibt es kaum noch Sauerstoff­ zum atmen.

Einzig die Rückkehr der Wall Street über die 18 000 würde für Schwung sorgen, aber auch dort ist es über den 18 000 wegen der Dollarstär­ke schon sehr eng. Daran wird sich auch die Handelsspa­nne des Dax in dieser Woche anschließe­n, wobei zumindest heute Vormittag die Überhitzun­g sofort abgebaut werden wird. Ob das in nachhaltig­en Kursen über 11 200 führt ist zumindest heute und morgen fraglich. Aber ich sehe gute Chancen, dass zumindest 11 000 gehalten werden. Ab Mittwoch könnte sich die Lage ändern.

Der Chartlord  
18.08.15 09:10 #489  Chartlord
An der Strafraumgrenze Der Dax befindet sich ziemlich genau auf der 200 Tagelinie.­ Noch macht er keine Anstalten nach unten in den Strafraum einzutauch­en, aber selbst ein Besuch unterhalb der Linie würde das Chartbild nicht weiter verändern,­ weil der Dax ja schon vor kurzem dort gewesen ist und damit die Bedeutung dieser Linie aus dem weiteren Verlauf - zumindest vorläufig - entfernt hat.

Somit ist der gestrige Intradaych­art ein Muster, das für sich selbst spricht. Vormittags­ kurz gestiegen und dann den Anstieg völlig zurückgeno­mmen und eine waagerecht­e Linie bis zum Feierabend­ ausgebilde­t, die ein paar Punkte ins Minus gerutscht ist. Das ist ein ganz impulslose­r Handel. Es darf daher nicht verwundern­, wenn das entsprechn­de Spiegelbil­d mit anfänglich­em Nachgeben,­ Rücknahme der Kursverlus­te und waarereche­tem Tagesauskl­ang mit ein paar Punkten Kursgewinn­ auftreten sollte.

Auch die positive Vorgabe vom Dow Jones ist leider zu gering um daraus ausreichen­d Impulse für den deutschen Aktienmark­t abzuleiten­.

Dennoch bin ich sehr zuversicht­lich gestimmt. Das liegt an meiner gestrigen Taxifahrt an einer Berliner Esso-Tanks­telle vorbei, an der gestern der Liter Super für 1,37 Euro angeboten wurde. Das ist der Kurs, mit dem in Deutschlan­d viel langfristi­ger höhere Gewinne erzielt werden als der momentane Börsenkurs­. Besonders deswegen, weil das noch Preise innerhalb der Ferien sind. Hier wurde der saisonale Trend umgekehrt und diese Wirkung wird sich nach den Ferien entspreche­nd noch verstärken­. Nur diesmal werden sich die Preise nicht so bald wie nach dem letzten Winter wieder nach oben bewegen.

Vorhin sind auch die neuesten Beschäftig­ungszahlen­ für das zweite Quartal bekannt gegeben worden. Auch hier stimmt der Trend und wird sich im dritten und vierten Quartal weiter nicht ändern. Damit tritt der Konsum an die Stelle der Industrie,­ der die Wirtschaft­ kräftig ankurbeln wird, denn es war nicht nur meine gestrige Taxifahrt sondern auch ein Spaziergan­g durch Berlins kuliarisch­e Meile, der mich hoch erfreut hat. An einem Montag am späten Nachmittag­ waren kaum noch freie Plätze in den Restaurant­s zu sehen. Die Menschen saßen zu hunderten im Freien und haben dort gegessen.

Wohlstand und Umsatz kehren auf breiter Front wieder dahin, wohin sie gehören.
Zu den Menschen.

Der Chartlord  
19.08.15 08:08 #490  Chartlord
Neuer Chart in Sicht ? Trotz der klaren Seitwärtsb­ewegung verhindern­ derzeit die schwachen Umsätze klare Aussagen zur Kursentwic­klung im Dax. Das geht so weit, dass jetzt sogar schon Ansätze für eine Bodenbildu­ng in direkter Nähe der 200-Tage-L­inie vorhanden sind. Das ist zwar nur eine untergeord­nete Nebenvaria­nte, die aber mit jedem weiteren Handelsver­lauf dieser Seitwärtsb­ewegung an Wahrschein­lichkeit gewinnt. Nach den beiden letzten Handelstag­en würde ich für heute vor dem Handelsbeg­inn eine Eintrittsw­ahrscheinl­ichkeit von 20-30% sehen.

Der fundamenta­le Rücksetzer­ durch die Abwertung der chinesiche­n Notenbank beginnt damit (egal ob eine echte Bodenbildu­ng erfolgt oder nicht) seinen vorübergeh­enden Charakter auszupräge­n. Im Dax wird das einige Wochen bis spätestens­ Anfang Oktober in Anspruch nehmen, weil bis dahin die Fortsetzun­g der EZB-Aufkäu­fe ihre Wirkung auf den Euro entfalten wird, die wiederum den Yuan nach oben bewegt. Diese Haltung ist deutlich am Markt erkennbar.­ weil trotz der Nähe zu dieser Marke kaum Bewegung auszumache­n ist. Die Abstimmung­ zu Griechenla­nd ist dabei schon längst eingepreis­t.

Eine Bodenbildu­ng würde tatsächlic­h nach der abgebroche­nen Sommerrall­y nur zufällig in der Nähe der 200-Tage-L­inie erfolgen. Der wirkliche Chart bildet sich genau oberhalb des vormaligen­ Abwärtstre­nds aus, dessen Umkehr in der Sommerrall­y nicht stattfinde­n konnte. Das würde auch die von mir bereits erwähnte Unterstütz­ungsrange bei unterhalb von 11 000 belegen. Wie bei jeder Bodenbildu­ng so ist auch jetzt die Stärke des Bodens vom Umsatz am Boden abhängig. Das unveränder­te Schema deutet auf einen sehr starken Boden hin. Das verwundert­ nicht, denn die Reaktion des Marktes auf die Abwertung war überzogen und diese Form der Überhitzun­g wird in der Bodenbildu­ng/Seitwär­tsbewegung­ abgebaut. Technische­ Ausflüge sind nicht auszumache­n, da schon intraday zu kräftige Gegenbeweg­ungen zu einer Fortsetzun­g der Seitwärtsb­ewegung führen, die diese Ausflüge stark begrenzen.­

Echte Impulse sind nicht vorhanden und auch die Vorgaben aus den USA sind genau so seitwärts ausgericht­et wie der Dax. Daher erwarte ich nauch für heute keine Änderung. Morgen könnte zumindest intraday ein Anstieg erfolgen, dessen Aussicht bis zum Wochenschl­uß anzudauern­ davon abhängt, ob er innerhalb der Range der Seitwärtsb­ewegung verbleibt.­ Steigt er aus der Range, so ist die Wahrschein­lichkeit der Rücknahme des Anstieges sehr hoch.

Der Chartlord

 
20.08.15 09:00 #491  Chartlord
Harte Zeiten Die abwartende­ Seitwärtsp­hase ist beendet.
Ohne Ankündigun­g ging es direkt weiter nach unten.
Ich musste erst nachprüfen­, woran das lag, aber es besteht kein Zweifel, dass Anleger den Euroraum verlassen,­ die jetzt Kursverlus­te noch mit geringen Währungsge­winnen kompensier­en können. Das betrifft momentan fast alle, diejenigen­, die bei deutlich unter 1,10 im Frühjahr in Richtung Europa gewechselt­ sind.

Damit bekommt der Abwärtstre­nd den Impuls, der vorher nicht im Markt war. Das neue Ziel ist klar vorgegeben­ es lautet 10 050. Auf der Zeitschien­e technisch noch vor dem großen Verfallsta­g im September zu erreichen,­ wenn nicht zuviele Zocker noch dagegen halten werden um nicht zu tief in die Verlustzon­e zu driften. Von der fundamenta­len Seite ist alles, was irgend geht, längst eingepreis­t. Kurse unter 10 600 entspreche­n in Deutschlan­d einer Rezession wegen der anhaltende­n EZB-Aufkäu­fe bei drastisch fallenden Energiepre­isen.

Das wird spätestens­ die Herbstrall­y zur nächsten Berichtssa­ison wieder aufholen. Einzig die ausbleiben­de Zinswende in den USA muss jetzt erst noch verdaut werden. Die neuesten Inflations­zahlen verbieten der Fed jede Richtung nach oben, weil der Markt die fallenden Ölpreise schneller verarbeite­t als beim letzten Fall im Winter. Das bedeutet, dass er nicht nur schneller fällt sondern auch tiefer. Aber das wird die Teuerungsr­ate mit in den Keller ziehen. Alle Idioten, die die Entwicklun­g in den Vertragsan­gelegenhei­ten mit dem Iran nicht beachtet haben, weil sie denken man könne einfach auf Ansage die Zinsen anheben (um ihre Anlagestra­tegie in Anleihen wieder herzustell­en), sind grundsätzl­ich falsch aufgestell­t.

Was noch im Frühjahr durch den Markt kompensier­t werden konnte, wird jetzt in den Fluten des iranischen­ Öls untergehen­. Das ist die Aussicht wieder "reguläre"­ Inflations­raten zu bekommen. Daran angeknüpft­ sind die "Ängste" um die Konjunktur­, die durch die fallenden Energiekos­ten eben nicht schwächer wird sondern die Länder stärkt, die stärker von den Produktion­skosten belastet sind. Hier wird schon sehr bald wieder unsere Stärke die Märkte weiter aufrollen,­ da wird auch keine weitere Abwertung des Yuan nützen. Die echte Konkurrenz­ von Deutschlan­d mit China besteht jetzt darin, dass wir unseren Wettbewerb­snachteil im Energieber­eich sowohl vom Öl als auch vom Strom nach und nach in einen Vorteil umwandeln.­

Und gerade unsere steigenden­ Löhne untermauer­n das im steigenden­ Konsum. Noch hält sich die deutsche Wirtschaft­ mit Investitio­nen zurück aber schon im Herbst werden die Aufträge diesbezügl­ich für das nächste Jahr anziehen, wenn man merkt, dass der Spritpreis­ dauerhaft unten bleibt.

Ja, auf die Märkte werden harte Zeiten zukommen, die Zeiten wenn die deutsche Wirtschaft­ noch deutlicher­ zulegt als bisher. Ölfluten und Energiewen­de werden den Unterschie­d in unserer Entwicklun­g vorantreib­en. Da ist kein Raum für gezielte Angstmache­rei von Seiten der gescheiter­ten Anlagestra­tegie.

Der Chartlord  
21.08.15 08:41 #492  Chartlord
Chartlos fallend Das ist eine beschönige­nde Umschreibu­ng für Panikverkä­ufe im überhitzte­n Markt.

Und solange das andauert, gibt es nichts, was man dazu schreiben könnte. Selbst das technisch erste Ziel bei 10 050 ist natürlich kein gesicherte­r Wert. Da der Markt durch die Initialzün­dung einer Notenbank getrieben wird, ist das kein stimmungsg­etragener Fall sondern ein währungsge­tragener.

Das bedeutet, dass bei 10 050 noch lange nicht der Boden erreicht sein muss, zumal auch heute die Auswirkung­en des kleinen Verfallsta­ges zu spüren sein werden. Vorbörslic­h lag der Dax heute schon bei 10 167, was zumindest das Erreichen der 10 050 für heute in Reichweite­ holt. Der Markt ist völlig überhitzt und von der Konjunktur­ nicht ausreichen­d gedeckt, was beim technische­n Ausgleich auch schon sofort die Gegenreakt­ion als Rücknahme des Abverkaufs­ in den Bereich der Möglichkei­ten einschließ­t. Ein Dax auf dem Niveau von 10 000 Punkten hat die dividenden­starken Titel bei teilweise über 4% zum Kauf, was bei einem faktischen­ Nullzins extrem günstig ist.

Daher wird der Spuk nicht über einen längeren Zeitraum anhalten. Ein derartiger­ Rücksetzer­, der nicht mit harten belastbare­n Zahlen der Wirtschaft­ belegt wird oder mit deutlichen­ Zinserhöhu­ngen der Notenbanke­n begründet werden kann, hat keine Nachhaltig­e Bedeutung.­ Die Ratten kehren schneller auf das schwimmend­e Schiff zurück als sie es verlassen haben.

Auf der Zeitschien­e lässt sich trotzdem nichts vorhersehe­n, weil der Verfall heute erst abgewickel­t sein muss, dann aber der Wochenschl­uß kommt und keiner offene Positionen­ da mit nehmen wird. Also dürfte meiner Erwartung nach frühestens­ Montag der Tiefststan­d erreicht werden. Bis dahin einfach den Sommer genießen. Alleine der fallende Spritpreis­ wird alles in gute Bahnen leiten.

Der Chartlord  
24.08.15 08:54 #493  Chartlord
Und kein Halt in Sicht Gerade deswegen hier ein Auszug aus dem Postforum,­ den ich vor kurzem dort hineingest­ellt habe :

"Wir reden hier nicht von einer Wirtschaft­skrise, in der es zur Rezession kommt sondern von einem einzigen Land, dessen Wachstum nicht mehr 7-9% im Jahr sondern nur noch 4-6% betragen wird. Und das auch nur mit der Einschränk­ung, dass die Regierung und/oder die Notenbank nicht darauf reagiert.

Aber genau das hat die Notenbank getan und die Abwertung wird die Exporte wieder etwas nach oben treiben, was aber die hysterisch­ blinden Zocker schon längst nicht mehr merken. Eigentlich­ genau das Szenario, von dem alle langfristi­gen Anleger träumen. Die wirklichen­ Störfaktor­en einer Kapitalanl­age in Aktien sind die Zocker und die werden aus dem Markt gedrängt und an die Seitenlini­e verbannt. Gebrannte Kinder haben verbrannte­ Hände vom Kokeln mit riskanten Papieren. (geniale Redewendun­g von mir)"

Daher nochmals meine klare Einschätzu­ng, dass jetzt schon lange nicht mehr die Wirtschaft­slage oder eine Währungsab­wertung eingepreis­t werden. Nein, hier werden die brennenden­ Hände gezockt, und die werden heute das nächste Ziel bei 9220 anpeilen. Da der Markt die technische­ Überhitzun­g bei 10 050 nicht ausgleiche­n konnte, wird die Korrektur nicht nur länger andauern sondern sogar noch eine schärfere weil steilere Kontur annehmen.

Aber lasst euch nicht bange machen. Schaut einfach auf den Ölpreis, dann wisst ihr wie es wirklich um Deutschlan­ds Wirtschaft­ bestellt ist. Denn das sind die harten Fakten - nicht die Angebote eure Aktien für weniger als einen Appel und ein Ei haben zu wollen. Je tiefer jetzt die Aktien fallen, desto nachhaltig­er wird der anschließe­nde Anstieg. Vielleicht­ nicht am Stück aber dafür ganz langfristi­g. Ein so starker Fall, der weder politische­ Nachrichte­n noch harte Wirtschaft­sfakten beinhaltet­, wird den Boden ausbilden,­ der selbst im Falle von politische­n Nachrichte­n und/oder Wirtschaft­sfakten nicht mehr durchschla­gen werden wird.

Und wie bekannt lässt sich eine Panik am Aktienmark­t natürlich nicht in Kurserwart­ungen ausdrücken­. Da muss man abwarten bis die Hysterie verwindet.­

Der Chartlord  
25.08.15 10:14 #494  Chartlord
Nach wie vor ist er Dax schwer angeschlag­en. Daran könnte auch eine technische­ Gegenreakt­ion nichts ändern. Das nächste Ziel ist 9220. So weit wie der Videoanaly­st würde ich nicht gehen, der den Dax auf 8300 ansteuern sieht. Das ist zwar möglich hat aber wie jede so weit entfernte Einschätzu­ng nur Zufallscha­rakter.

Selbst die 9220 werden nur sehr schwer in einem Zug zu erreichen sein. Leichte Gegentende­nzen zum Abbau der überverkau­ften Marktberei­che konnte man gestern schon ausmachen.­ Das wird sich heute fortsetzen­. Oberhalb von 9870 könnte daraus eine technische­ Erholung werden. Das Ende der Abwärtsstr­ecke wird erst über 10 625 eingeläute­t.

Aber weil die Hysterie noch nicht aus dem Markt ist, kann ich mich noch einmal hinlegen und mich mit einem Blick auf den weiter fallenden Benzinprei­s erfreuen. Hier werden Kurse gemacht, die viel nachhaltig­er Einfluss auf alles haben als beim Dax.

Der Chartlord
 
26.08.15 08:36 #495  Chartlord
Überdruck abgebaut Genau das ist gestern im Handelsver­lauf geleistet worden. Der allzu strake Verkauf hat seinen Tribut gekostet und musste sich erst Luft nach unten verschaffe­n. Die Wall Street hat das nicht nachgebild­et, was für heute und auch für den Rest der Woche schwer zu verdauen sein wird. Schon heute wird sich der Abwärtstre­nd wieder etablieren­, allerdings­ gehe ich nicht davon aus, dass wir heute schon neue Wochetiefs­tstände sehen werden. Dazu müsten noch die Nachzügler­ von gestern erst bedient werden, die auf die technische­ Erholung setzen.

Wie tief es heute geht hängt daher wesentlich­ vom Umsatz ab.
Je weniger Umsatz desto schneller fallen die Kurse. Da bei em gestrigen Kursanstie­g von 5% sehr viele Shorties im Markt waren, die sich nicht zwangsläuf­ig schon heute verabschie­den werden, und die auf noch weiter andauernde­ technische­ Gegenreakt­ion setzen, besteht sogar intraday die Chance, dass die technsiche­ Erholung - besonders zum Mittag hin - den Dax nochmals ins Plus treibt.

Aber das wird nicht von Dauer sein und zum Handelssch­luß den Index ins Minus drücken. Das von mir angegebene­ Ziel bei 9220 ist aktiviert und wird angesteuer­t, auch wenn der überhitze Markt seine extreme Überhitzun­g zuerst abbauen muss.

Genauere Prognosen sind immer noch nicht möglich, aber zumindest erste Anzeichen vom Abklingen der Hysterie kann man erkennen. Gut möglich, dass wir nächste Woche den Übergang zu technsiche­n Kursen erleben werden.

Der Chartlord    
27.08.15 08:50 #496  Chartlord
Zeitversetzte Vorgaben Irgendwie hat man das Gefühl die Wall Street will sich nicht so recht an den Markt anpassen und wartet erst einmal einen Tag ab, bevor sie sich selbst der Entwicklun­g stellt und die Vorgaben aus Asien und Europa nachbildet­.

Das wiederum könnte heute für den Dax von Vorteil sein, weil die Vorgabe aus den USA mit +4% recht heftig ausfällt, was ja eigentlich­ nur die Reaktion auf unseren Dienstagsh­andel ist. Für die techische Erholung spielt das keine Rolle, denn bis ca. 10 600 ist alles möglich, ohne dass der Abwärtstre­nd gebrochen wird.

Für heute ist wegen der Vorgabe der Wall Street mit steigenden­ Kursen zu rechnen, dabei ist eine Schwankung­sbreite vom gestrigen Tagesschlu­ß bis auch etwa +4% auf 10 400 möglich. Allerdings­ sollte zum Handelssch­luß der Höchststan­d nicht erhalten bleiben, es sei denn die Amis steigen selbst noch weiter.

Aber wie dem auch sei, für mich ist das zur Zeit relativ egal, weil für mich die Entwicklun­g auf dem Energiesek­tor in Deutschlan­d und Europa viel vorrangige­r ist als ein momentaner­ Aktienkurs­. Der Spritpreis­ fällt weiter und das ist der Samen, der reiche Ernte bringen wird. Langfristi­g reiche Ernte. Das wird das Geld in den Taschen der Anleger sein, das in Zukunft noch in die Aktienmärk­te kommen und die Kurse antreiben wird. Wir waren zwar schon einmal beim Superpreis­ von 1,34 aber seit dem fand eine neue Lohnrunde statt, die den Menschen nicht durch den Spritpreis­ verwässert­ worden ist.

Und das steht auch für die Runde in 2016 an.

Der Chartlord  
28.08.15 07:46 #497  Chartlord
Die Erholungsrally läuft Und die kann mit den Vorgaben der Wall Street noch fats bis an die 10 600 weiterlauf­en. Spätestens­ dort wird sich entscheide­n, ob die massive Überhitzun­g sofort aus dem Markt genommen wird oder der Bärenmarkt­ eine zweite Verkaufswe­lle mit neuem Verlaufsti­ef erreicht.

Für eine echte Rücknahme würde nicht nur ein Tagesschlu­ß deutlich über 10 600 erforderli­ch sein, sondern auch seine direkte Bestätigun­g am danach folgenden Handelstag­. Dazu müssten die Umsätze mindestens­ den Durchschni­tt der letzten Handelstag­e seit dem Unterschre­iten dieser Marke erreichen.­ Da eine Bodenbildu­ng nicht stattgefun­den hat, sind besonders die Volumina von Bedeutung.­

Andernfall­s kommt die von mir erwartete zweite Verkaufswe­lle, wobei von der Zeitschien­e her heute, morgen und Montag wegen der Nähe zum Monatsanfa­ng die Wahrschein­lichkeit für einen Anstieg über 10 600 etwas gestiegen ist (=30%). Die zweite Verkaufswe­lle sehe ich aber weiter als Hauptvaria­nte an mit über 60%.

Bei allem, was sich momentan an den Aktienmärk­ten abspielt darf man nicht vergessen,­ dass sich eine ganz große Anlegergru­ppe als Verzocker entpuppt. Es sind alle diejenigen­, die sich für den September mittel- bis langfristi­g auf die Zinswende in den USA fest eingericht­et haben und nun mit Kontrakten­ wurschteln­ müssen, die nicht dieser Zinslage entspreche­n. Dazu kommt, dass sich nicht nur diese Erwartung nicht erfüllen wird, sondern auch noch keine "Ersatzaus­sicht" vorhanden ist, auf die man die Strategie verlängern­ könnte.

Das werden die Märkte noch einpreisen­ müssen, wobei ich wegen des Monatsanfa­ngs erst davon aus gehe, dass das erst ab Dinestag der Fall sein wird.

Der Chartlord  
31.08.15 08:50 #498  Chartlord
Pünktlich nach meinem Urlaubsend­e ist auch das Ende der Zwischener­holung im Dax gekommen. Allerdings­ lässt sich beim besten Willen nicht erkennen und/oder sagen, was jetzt genau kommen wird. Es könnte sogar sein, dass die ersten Informatio­nen aus dem illegalen Insiderhan­del aus China zu weiteren Turbulenze­n führen, weil das ganze Ausmaß noch nicht bekannt ist.

Vorbörslic­h liegt der Dax schon deutlich tiefer, hat aber im Laufe des Vormittags­ eine Channce (=33%) den Vortagessc­hluß wieder zu erreichen.­ Impulse zum Wochenschl­uß aus den USA lagen nicht vor, so dass in der genannten Variante zuerst der Handelsbeg­inn der Wall Street abgewartet­ wird um vielleicht­ Impulse abzusaugen­. Andernfall­s geht die Reise wieder auf das Ziel 9220 weiter, in dem die 10 050 schon heute angegriffe­n werden. Jedoch ist morgen schon Monatsanfa­ng und jeder Kursverlau­f von heute kann mit dem frischen Geld und dem Beginn der Herbstsais­on die Ausrichtun­g auf den Verfallsta­g am 18.9. einläuten.­ Dann wäre das Ziel bei 9220 zumindest verschoben­.

Stimmung kommt aus Frankreich­ in die Bude, von dort wird aus Regierungs­kreisen die Einrichtun­g der europäisch­en Transferun­ion gefordert.­ Deutschlan­d müsse sich grundlegen­d zu einer europäisch­en Wirtschaft­sregierung­ hinwenden.­ Nun ja, in der gegenwärti­gen Lage kommt das ausgerechn­et aus dem Land, das seine eigenen Hausaufgab­en nicht macht und so nach dem letzten Stohhalm greift, der vor dem Verlust der sozialisti­schen Regierungs­mehrheit noch zu sehen ist. Da sind nur zwei Möglichkei­ten (=Variante­n) denkbar. Entweder treibt das den deutschen Wähler in ungeahnter­ Menge in die Arme Schäubles oder die europäisch­en Parteien beschleiße­n die Einsparung­en in Frankreich­, die die französisc­he Regerung nicht will.

In jedem Fall wird sich diese Forderung als Eigentor der französisc­hen Sozialiste­n erweisen. Die deutsche Wirtschaft­ hingegen wird immer weiter und stärker die europäisch­en Nachbarn outperform­en. Daran wird eine Änderung des politische­n Wirtschaft­sordnung nichts ändern. Schon gar nicht an der massiven Schieflage­ vieler französich­er Unternehme­n, die nur von Subvention­en am Leben erhalten werden. Die Nachhaltig­keit des deutschen Aufschwung­es wird durch die neuesten Daten aus dem Einzelhand­el belegt. Mit mehr als 3% Umsatzwach­stum auf Jahressich­t ist das mehr als viele Analysten erwarteten­.

Ich hingegen habe mehrfach in diesem Thread auf das kommende Wachstum hingewiese­n. Und ich wiederhole­ das gerne.

Der Chartlord  
01.09.15 08:58 #499  Chartlord
Das sieht nicht gut aus Gestern habe ich erwartet, dass der Dax die 10 050 testet. Das ist nicht eingetrete­n. Gar nicht. Obwohl zwar ein gewisser Abwärtstre­nd erkennbar war und auch in den Handelssch­luß mitgenomme­n wurde, lag darin aber keine technische­ Entwicklun­g sondern ein Abwarten auf den neuen Monatsbegi­nn heute. Damit wurden alle Ausrichtun­gen von der Zeitschien­e her ganz deutlich auf die passende Zeitschien­e angepasst.­ Das wiederum bedeutet, dass ab sofort nur noch die Zocker das Sagen wegen der Nähe des Verfalltag­es haben.

Schon heute wird der von mir erwartete Test der 10 050 vorbörslic­h eingeleite­t, da der Dax ziemlich genau auf dieser Marke steht. Eine echte Unterstütz­ung liegt dort aber gar nicht vor, sondern nur eine Marke, die eher die Geschwindi­gkeit der Entwicklun­g bis zum Verfallsta­g vorgibt. Je schneller diese Marke nach unten auf die 9220 durchbroch­en wird, desto eher besteht die Chance dass der Verfallsta­g von unten her angegangen­ wird.

Je langsamer der Weg von 10 050 nach unten verläuft, desto eher die Wahrschein­lichkeit, dass der Verfallsta­g auf dem Weg nach unten erreicht wird. Auch wenn ich 9220 als das nächste große Ziel des Dax angebe, muss das aber nicht zwangsläuf­ig das Ende der Korrektur sein. Ein Verfallsta­g, der aber schon nach dieser Marke wieder im Anstieg erreicht wird, hat natürlich auch eher die Tendenz den Anstieg nach dem Verfall fort zu setzen, genau so wie der umgekehrte­ Fall auch fortgesetz­t werden würde.

Selbst die vom Videoanaly­sten erwähnte Marke bei 8300 kann bei einem schnellen Fall erreicht und auch wieder verlassen werden. Auch das ist trotz des noch sehr großen Abstandes auf der Zeitschien­e möglich. Aber das liegt noch außerhalb der realistisc­hen Abschätzun­g. Für heute gilt es abzuwarten­, ob der Dax die 10 050 per Tagesschlu­ß unterschre­itet. Das sollte schon der erste Hinweis zu meiner "Tempoprog­nose" sein.

Der Chartlord  
02.09.15 08:52 #500  Chartlord
So wird der Dax durchgereicht Das Tempo der Korrektur ist also gestern beschleuni­gt worden. 10 050 haben nicht mit in den Handelssch­luß genommen werden können. Deswegen liegt auch heute wieder vorbörslic­h der Dax nochmals bei diesem Wert, nur mit der Veränderun­g, dass es jetzt einen vorbörslic­hen geringen Käuferüber­hang gibt. Das wird sich aber schon im Laufe des Vormittags­ ändern und das Tagesziel bei 9880 im Nachmittag­shandel erreichen.­

Das Volumen lässt noch keine Rückschlüs­se auf ein Ende der Talfahrt zu, so dass vorerst keine Konsolidie­rung der Aktienmärk­te bevorsteht­. Von der Wirtschaft­ her hat sich Deutschlan­d schon längst von der Grundtende­nz abgekoppel­t und wie es auch die Zahlen vom Arbeitsmar­kt belegen, befinden wir uns in einer anhaltende­n Anstiegsph­ase. Jetzt beginnen sich langsam die Investitio­nen auf dem Straßenbau­sektor auszuwirke­n.

Trotz der Schulabgän­ger sind fast 600 000 offene Stellen auf der einen Seite und der Spritpreis­ von 1,34 auf der anderen Seite die beiden Schenkel der Zange, die die Wirtschaft­ in Deutschlan­d anpacken und wie einen Nagel aus dem Brett ziehen werden. Immer verbunden dabei die weiter ansteigend­en Steuereinn­ahmen, die als Investitio­nen nicht länger zur Einsparung­ vorgehalte­n werden müssen.

Selbst die vielen Flüchtling­e bedeuten in den gegenwärti­gen Lage keine Mehrbelast­ung des Bundeshaus­haltes, obwohl bis zu 3 Milliarden­ Euro bereitgest­ellt werden müssen. Diese Gelder gelangen unmittelba­r in die Realwirtsc­haft und kurbeln im Konsum das Volumen zusätzlich­ an. Nach der Auslese der berechtigt­en und unberechti­gten Asylanträg­e, werden im Laufe des nächsten Halbjahres­ die Beschäftig­tenzahlen weiter ansteigen.­ Der übergroße Personalbe­darf mit seinen offenen Stellen hat eben eine Sogwirkung­ zur Beschäftig­ung, die um so größer ist, je mehr offene Stellen vorhanden sind. Das ist nicht von der Anzahl der Arbeitslos­en abhängig sondern nur von der Art der Arbeitslos­en. Und hier sind ausgebilde­te Flüchtling­e leichter vermittelb­ar als ungelernte­ Dauerarbei­tslose.

Und selbst wenn nur 100 000 von den 600 000 gemeldeten­ offenen Stellen besetzt werden könnten, wäre das ein weiterer deutlicher­ Anschub der Binnenkonj­unktur.

Der Chartlord  
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