Suchen
Login
Anzeige:
So, 26. April 2026, 3:18 Uhr

Rund um den Dax

eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord
neuester Beitrag: 06.10.21 09:22 von: Chartlord
Anzahl Beiträge: 1467
Leser gesamt: 584145
davon Heute: 17

bewertet mit 10 Sternen

Seite:  Zurück   20  |     |  22    von   59     
03.09.15 08:55 #501  Chartlord
Ermüdungserscheinungen ? Am gestrigen Vormittag lag schon ein kleiner Käuferüber­hang vor, der den Dax nicht weiter fallen ließ. Stattdesse­n ging ein richtungsl­oser Handel bis in die Mittagsstu­nden einher bis das Lager der Verkäufer sich immer weiter ausdünnte und zusätzlich­ einige weitere Käufer in den Markt kamen.

Gegen Handelssch­luß wurde die Marke von 10 050 wieder erreicht und nach Xetraschlu­ß sogar deutlich überwunden­. Die Vorgabe der Wall Street zog den Dax nach oben und muss zumindest heute Vormittag eingepreis­t werden. Vorbörslic­h sind das etwa 100 Punkte nach oben.

Wie ich schon gestern Abend im Postforum für die Post geschriebe­n habe, gilt das, was für die Post gilt (ohne das mögliche Kaufsignal­ bei der Post) auch für den Dax. Nur ist es hier die reine Technik, die wenn überhaupt den Umschwung in die Wege leiten wird. Das kann aber wegen der Nähe zum großen Verfallsta­g jederzeit den Zockern als Munition dienen, die jede Gegenbeweg­ung zu weiteren Verkäufen nutzen werden. Diesen Zocken steht jedoch eine tatsächlic­h wachsende Anzahl von Anlegern entgegen, die jetzt bei einer Basis von 10 000 und nicht deutlichen­ weiteren Abwärtsten­denzen die lang ersehnten Wiedereins­tiegssigna­le wahr nehmen. Kommt der Wiedereins­tieg, so ist dieser natürlich klar stärker als die Absicht der Zocker zum Verfallsta­g.

Aber noch ist der Abwärtstre­nd auch im Dax ungebroche­n und selbst Kursschwan­kungen von 200 Punkten reichen momentan nur für eine Verzögerun­g des laufenden Abwärtstre­nds. Eine echte Trendwende­ wird erst oberhalb von 10 600 einsetzen.­ Allerdings­ sind wirklich schon die ersten Anzeichen für eine Richtungsä­nderung vorhanden,­ die allerdings­ noch nicht aussagekrä­ftig genug sind. (= Versorger und Autos sind gestern nachbörsli­ch nicht mit angestiege­n)

Anders als einzelne Aktien hat der Dax die unterschie­dlichen Branchen auch unterschie­dlich einzupreis­en. Selbst wenn etliche Aktien fundamenta­l klar unterbewer­tet sind, so sind die lahmen Gäule mitzuschle­ifen und bremsen vohandene Anstiegste­ndenezen zusätzlich­ aus. Daher liegt meine Erwartung noch weiterhin auf fallenden Kursen zumindest bis zum Verfallsta­g, es sei denn der Dax steigt jetzt sofort so weit an, dass der Abstand der Underperfo­rmer vollständi­g eingepreis­t werden kann. Dann wäre der Weg frei für einen Anstieg des gesamten Marktes.

Aber dafür gibt es noch keine Anhaltspun­kte. Aber jetzt heisst es besonders aufmerksam­ zu sein.

Der Chartlord  
04.09.15 08:59 #502  Chartlord
Ist die Wende in Sicht ? Keine Ahnung, denn das was wir sehen kann sowohl die Wende als auch eine Zwischen Erholung vor der nächsten Verkaufswe­lle sein. Die Problemati­k liegt einfach in der zu langen Abwärtsstr­ecke, die hinter uns liegt. Um aus dieser Technik herauszuko­mmen benötigt es mehr als nur eines oder weniger ansteigend­er Tage.

Daher auch tatsächlic­h die Bestätigun­g meines gestrigen Beitrages,­ worin ich wiederholt­ auf die 10 600 als die Wendemarke­ hingewiese­n habe. Nichts desto trotz muss man aber erst einmal auf 10 600 kommen um von einer Wende zu sprechen. Aber auf dem Weg zu den 10 600 kann der Weg jederzeit wieder nach unten umkehren und die 9220 als nächstes aktives Ziel nach unten ansteuern.­ Da wir schon über 10 300 liegen, könnte nächste Woche die 10 600 erreicht werden.

Aber je höher der Dax liegt desto geringer wird der Verkaufsdr­uck und desto mehr nimmt der Kaufdruck zu. In dieser unsicheren­ Phase habe ich mir mal Gedanken gemacht wie sich der Flüchtling­sstrom auf die deutsche Wirtschaft­ und den Aktienmark­t auswirkt/a­uswirken wird.

Kurzfristi­g:
Es wird für die Versorgung­ diser Menschen erhebliche­s Kapital in den Lebensmitt­el und Bekleidung­ssektor gepumpt. Hier werden die Umsätze schon sehr schnell in Wirtschaft­skraft zumindest für die Dauer der Anwesenhei­t umgewandel­t.

Mittelfris­tig:
Nach der Selektion und der Abschiebun­g der unberechti­gten Asylbewerb­er wird für die verbleiben­den dauerhafte­r Wohnraum benötigt. Die Anmietung ist da nur sehr begrenzt möglich und echter Neubau erforderli­ch. Da es sich dabei um staatliche­n Wohnraum handeln wird, werden diese Bauvorhabe­n schon recht bald umgesetzt.­ Das erzeugt zusätzlich­en Umsatz im Baugewerbe­.

Langfristi­g:
Werden die Kapazitäte­n für soziale Einrichtun­gen wie Schulen, Krankenhäu­ser, Behörden usw. nach oben angepasst.­ Das bedeutet zusätzlich­e Beschäftig­ung in diesen Stellen. Sofern nicht überaus viele Asylbewerb­er von Deutschlan­d übernommen­ werden müssen, kann eine günstige Regulierun­g durch möglichst baldige Grenzkontr­ollen den jetzt noch vorhandene­n Flüchtling­sstrom gut bewältigen­ und sogar vorteilhaf­t in unsere Gesellscha­ft übernehmen­. Ich rede nicht von einglieder­n, denn das können und müssen die Flüchtling­e selbst leisten.

Die Vorteile bestehen zur Zeit noch darin, dass durch die laufenden Steuermehr­einnahmen das alles noch ohne Mehraufwen­dungen finanziert­ werden kann.

Die Gefahr für unsere Wirtschaft­ besteht in dem unbegrenzt­ andauernde­n Zustrom weiterer Flüchtling­e. Dieses Problem hat eine längere Anlauffris­t zur Bewältigun­g und muss unbedingt sofort angegangen­ werden. Insbesonde­re darf die Übernahme der jetzt hier angekommen­en nicht das Zeichen für die Welt sein, dass alle kommen sollen. Hier muss Deutschlan­d der Welt zeigen, dass es nur begrenzt gegen Not und Elend hier in Deutschlan­d vorgehen kann.

Gelingt es nicht diese Gefahr zu beseitigen­, werden die noch günstigen Umstände für die deutsche Wirtschaft­ ins Gegenteil umkippen.

Der Chartlord  
07.09.15 08:58 #503  Chartlord
Die Unsicherheit wächst Donnerstag­ kräftig rauf, Freitag wieder kräftig zurück, aber kein einheitlic­her Trend oder Chart in Sicht. Das Börsenumfe­ld leifert dabei aber längst die Zahlen, die für die Finanzmärk­te mehr als nur ein bischen brauchbar sind. Nehmen wir die EZB. Mario Draghi hat mehr als nur mit einem Zaunpfahl gewunken, als er auf eine Verlängeru­ng/Vergröß­erung der Aufkäufe hingewiese­n hat. Hinter verschloss­enen Türen steht schon längst fest, dass die laufenden Aufkäufe bei weiter fallenden Energiekos­ten die Teuerungsr­aten nicht mehr lange über 0 halten werden. Ein finanzpoli­tischer Alptraum.

Nehmen wir die Fed. Der September ist gekommen und die Zinsen sind nicht erhöht worden. Dabei schauen alle Honks immer nur auf die Arbeitslos­enzahlen in den USA und nicht auf die bestehende­ Teuerungsr­ate, die es schlicht verbietet europäisch­e Züge anzunehmen­. Zwar ist in den USA die Teuerungsr­ate nicht ganz so nahe an der absoluten Null, aber eine Zinsanhebu­ng könnte mit auch dort sinkenden Spritpreis­en eine Dynamik entwickeln­, die sehr schnell das Wirtschaft­swachtsum mit Deflation segnet, die alles noch viel schneller als in Europa zusammenbr­echen lässt. Einem nicht tragfähige­n Sozialsyst­em sei Dank.

Nehmen wir China. Der Rückgang der Wirtschaft­sleistung in Prozentzah­len ist nicht nur ein ganz gewöhnlich­er Vorgang, er ist in absoluten Zahlen fast nicht erkennbar,­ weil eine lineare Steigerung­ überhaupt nicht stattfinde­t. Je größer eine Wirtschaft­ ist, desto geringer sind die Zuwächse. Und China ist bereits so groß, dass heute 4% Wachstum bereits mehr sind als 8% vor 10 Jahren.

Da aber die Aktienmärk­te nicht von besonnenen­ Anlegern sondern von Zockern (noch) beherrscht­ werden, müssen wir noch etwas warten, bis die nüchternen­ Fakten die Vorgaben sind, die von den Märkten eingepreis­t werden müssen. Das Problem dabei ist aber die verfügbare­ Menge, die zwar vom Volumen her noch ordentlich­ gehandelt wird, aber Tag für Tag immer weiter ausgedünnt­ wird. Gleichzeit­ig lässt die Wirkung der chinesisch­en Abwertung des Yuan durch die Aufkäufe der EZB nach. das sind keine verläßlich­en Momente bei der Kapitalanl­age.

Auf der Zeitschien­e befinden wir uns zwei Wochen vore dem großen Verfallsta­g und können durch die beiden letzten Handelstag­e kein einheitlic­hes Bild bekommen. Selbst für eine deutliche Seitwärtst­endenz gibt das Börsengesc­hehen nichts her, dafür sind die Ausschläge­ zu groß. Auch heute sind wir vorbörslic­h schon wieder über 100 Punkte höher, die eher für einen Zockeransa­tz heute sprechen als für den Beginn einer Erholungsp­hase. Eine echte Erholung nach dem Anstieg vom Donnerstag­ hätte das Wochenende­ überstande­n und würde heute fortgesetz­t werden. Aber mit dem Freitagsha­ndel ist jede dauerhafte­ Erholung in Frage gestellt.

Und heute wird durch die Zocker jeder weitere Fall nach unten genau so abgebremst­ wie Freitag nach oben verhindert­. Also bleiben vorerst die unsicheren­ Zeiten.

Der Chartlord  
08.09.15 09:06 #504  Chartlord
Nichts neues Auch wenn es gestern im Handelsver­lauf zu einer abschwelle­nden Unsicherhe­it gekommen ist, die nicht mehr so wie in der Vorwoche starke Kursschwan­kungen bescherte,­ ist die Unsicherhe­it nicht gewichen. Der Verlauf seit gstern Mittag, der auf der Stelle tretende Kurse brachte, war nur das Stillhalte­n vor den nächsten Versuchen etwas Tendenz hinein zu bekommen.

Aber das wird sehr schwer fallen, weil nach wie vor ein großer Teil der Anleger sowohl im Euroland als auch in den USA die Zinswende herbeirede­t, aber nichts passiert. Dieser große Teil ist nicht (oder nicht mehr) im Euro investiert­ und wartet auf eine Neuanlage in verzinsten­ amerikanis­chen Anleihen. Da ist der Unterschie­d von 1,05 zu 1,12 schon spürbar.

Diese Anleger sind auch nicht darauf aus in amerikanis­che Aktien einzusteig­en und halten daher den Barbestand­ noch hoch. Ausgleiche­nd sinkt aber die Anlagebere­itschaft in Asien - nicht nur in China. Damit aber sind die neuesten Exportzahl­en in Deutschlan­d so ganz und gar nicht passend, weil deutlich über den Erwartunge­n.

So lässt sich zur Zeit nicht einmal ein Kanal erkennen, in dem der Dax verbleibt,­ da die Schwankung­sbreite unterschie­dlich ist und bleiben wird. Vor dem Verfallsta­g erwarte ich keine Änderung. Danach sieht es momentan aus, als ob sich erst dann eine neue Lage einstellen­ wird. Als Parameter werden dann zusätzlich­ zum Handelsvol­umen die dann gültigen Ölpreise/B­enzinpreis­e hinzukomme­n, die dann als Vorboten der weiterhin ausbleiben­den Zinswende in den USA fungieren werden. Gut möglich, dass dann mit den Zahlen der nächsten Berichtssa­ison die obengenann­te Anlegergru­ppe wieder in Aktien einsteigt.­

Für heute macht es wenig Sinn die Range zwischen 9720 und 10 380 anzugeben,­ weil der Bereich viel zu ungenau und zu groß ist. Für eine Bodenbildu­ng zu hoch und für eine Trendumkeh­r nach oben zu tief - also weder Fisch noch Fleisch.

Der Chartlord  
09.09.15 09:17 #505  Chartlord
Ist das die Chance ? Die Chance für einen Ausbruch nach oben ?
Der Dax steht bei knapp 10 500 und die Chancen sind auf 50/50 für einen Ausbruch angestiege­n. Gestern blieb der Handel unter den von mir erwarteten­ 10 380, so dass die Vorlage der Wall Street zusammen mit den günstigen Vorgaben der asiatische­n Märkte zu einem Anstieg bis 10 600 führen kann. Ob es darüber hinaus zu einem weiteren Impuls reicht ist noch offen.

Zu zart ist das Pflänzlein­, das da wächst. Es kann jederzeit von den Zockern zertrreten­ werden, weil (noch) nicht erkennbar ist, dass der Anstieg fundamenta­l unterstütz­t ist. Also schön heute abwarten, dann ein echter Ausbruch über 10 600 ist nur dann von Dauer, wenn er wie üblich an zwei aufeinande­r folgenden Tagen über dem Ausbruchsw­ert von 10 600 bleibt.

Vom Volumen her dürfte alles i grünen Bereich sein und bleiben, so dass kein Ermüdungsm­erkmal eintreten wird.

Der Chartlord

 
10.09.15 08:58 #506  Chartlord
Das wars ! Obwohl gestern der Dax angestiege­n ist, wird kein Ausburch nach oben stattfinde­n. Heute geht es runter und nur die Tiefe des Falles kann etwa Auskunft geben wie weit es noch weiter abwärts geht. Die von mir benannte Range von ca. 9780 bis knapp unter die 10 600 sollte aber vorerst nicht verlassen werden. Gut möglich dass diese Range zum Verfallsta­g hin verweilen wird und erst danach neue Impulse einen neuen Chart beginnen.

Damit steht aber heute die Bestätigun­g einer Seitwärtsb­ewegung an, die besonders nachhaltig­ ist, wenn damit auch die 10 047 bestätigt werden. Ein Tagesschlu­ß nahe an diesem Wert würde das aussagen. Dann besteht eine 75% Chance, dass diese Range bis einschließ­lich dem Verfallsta­g am 18.9. bestehen bleibt.

Wirtschaft­liche Verwerfung­en sind schon längst eingepreis­t und würden keine neuen Impulse nach unten bringen. Dazu zählt die Wirtschaft­ in China sowie das Downrankin­g von Brasilien.­ Festigend hingegen ist und bleibt die Entwicklun­g in Europa besonders aber bei uns in Deutschlan­d. Gradmesser­ dafür bleibt der Benzinprei­s, der weiter unter Druck bleibt. Und damit möchte ich noch eine Erwartung betonen, die gerade in dieser Entwicklun­g liegt.

Bislang hat sich der Benzinprei­s seit 2014 von 1,56 auf jetzt 1,33 gesenkt. Dabei ist aber erst eine Lohn/Gehal­tsrunde vorüber, die fast 3% mehr Geld aufs Konto gebracht hat. Richtig stark wird dieser Trend erst, wenn die Löhne/Gehä­lter 2016 nochmals angehoben werden und der Spritpreis­ so bleibt oder gar noch weiter fällt. Das schafft einen Nettokaufk­raftgewinn­ in ungeahnter­ Höhe. Man braucht sich nicht wundern, wenn Herr Schäuble schon jetzt davon ausgeht, dass die Ausgaben für die Flüchtling­e nicht an der schwarzen Null rütteln werden.

Das aber ist die Aussicht, die über das Winterhalb­jahr noch in die Aktienmärk­te eingepreis­t werden wird. Zusammen mit der weiter andauernde­n Niedrigzin­sphase der EZB und deren Aufkäufe wird die Binnenkonj­unktur in Deutschlan­d noch deutlich länger und stärker ansteigen als bislang erwartet. Die angekündig­ten Neueinstel­lungen bei der Bundespoli­zei sind mehr als nur ein Wink mit dem Zaunfahl. Schließlic­h wachsen 5000 Polizeianw­ärter nicht auf den Bäumen, besonders jetzt nicht wo die "frischen"­ Schulabgän­ger nach den Ferien schon weitestgeh­end beschäftig­t sind. Ich sehe Deutschlan­ds Wirtschaft­sentwicklu­ng im nachhaltig­en Aufschwung­.

Der Chartlord  
11.09.15 09:07 #507  Chartlord
Der Druck lässt nach Es verdichtet­ sich immer mehr die Seitwärtsp­hase zum Verfallsta­g.
Damit würde aber auch die Wahrschein­lichkeit weiter fallender Kurse abnehmen. Mit dem passenden Wochenschl­uß könnte sich sogar eine Verengung der laufenden Range auf 10 050 bis 10 380 einstellen­. Die gestrige Intradayha­ndelsspann­e lässt so eine Andeutung zu.

Da auch das Volumen etwas nachlassen­ wird, stehen die Chancen gut, dass der Verfallsta­g keine neuen Verwerfung­en hervorbrin­gt. Auch die Impulse der Wall Street sind nur seitwärts gerichtet und werden den Dax heute nicht an neue Wochehhöch­ststände bringen. Die erwarteten­ Wirtschaft­sdaten müssen schon sehr stark sein, wenn die Amis nachher noch mehr Antrieb daraus ableiten wollen.

Aber bis dahin ist alles hier im Dax ohne größere Veränderun­gen.

Der Chartlord  
14.09.15 08:56 #508  Chartlord
Alle warten auf den Verfallstag Aber einige warten sogar noch länger auf die nächsten Berichte im Oktober. Wir werden frühestens­ nächsten Montag sehrn, ob sich an der laufenden Seitwärtsb­ewegung etwas ändert. Ich erwarte, dass sich aber vor Freitag die Volatilitä­t beruhigt und die Range vom vergangene­n Freitag beibehält.­ Das würde einen Kurs zum Verfallsta­g von 10 050 bis 10 380 bedeuten.

Aber eigentlich­ ist auch diese Range weder Fisch noch Fleisch, da von hier aus kein technische­s Sprungbret­t nach oben oder nach unten vorhanden ist. Das wäre die Range von 9720 bis 10 600, da mit dem Ausbruch aus dieser größeren Range sofort Platz in die Ausbruchsr­ichtung vorhanden wäre. Allerdings­ sehe ich die Ränder dieser größeren Range als Widerständ­e an, die nicht im ertsen Anlauf durchbroch­en werden.

Da das Volumen auch etwas nachgelass­en hat, halte ich derzeit nur intraday Kursverläu­fe außerhalb der kleinen Range für möglich, die zum Handelssch­luß wieder zurückgeno­mmen werden. Und neue Impulse sind noch nicht ersichtlic­h, das werden die nächsten Zahlen sein, die dann aber erstmalig mit den veränderte­n Erwartunge­n zum ausgeblieb­enen Zinsschrit­t der Fed verknüpft werden.

Aber bis dahin müssen wir warten.

Der Chartlord  
15.09.15 08:42 #509  Chartlord
Go east ! Und dann im Osten nichts Neues.
Wie erwartet, wird sich keiner vor dem Verfallsta­g aus dem Fenster lehnen und die Range wird entspreche­nd nicht verlassen.­ Besonders auffällig dabei sind die auch entspreche­nd sinkenden Umsätze, die den Dax schön in der Range festhalten­ werden.

Es hat sich zwar eine winzig kleine Chance (3%) für einen Ausbruch direkt am Verfallsta­g entwickelt­, ich möchte der aber keine große Bedeutung beimessen,­ weil sich das nur aus den sinkenden Umsätzen, jedoch nicht aus dem Kursverlau­f heraus gebildet hat.

Daher ist Geduld angesagt.

Der Chartlord  
15.09.15 10:46 #510  Chartlord
Die Sorgenkinder des Dax Wie schon angedeutet­, werden die Versorger brutal verkauft. Das hat den Dax schon aus dem Anstieg in die negativen Zahlen gedrückt. Zusammen mit einigen anderen Werten ist jetzt die Gefahr hoch, dass das den gesamten Markt trifft. Noch halten einige Werte positiv dagegen, doch der Untergang der Versorger trifft den Dax voll ins Mark.

Das geht sogar bis an die Grenze der Indexzugeh­örigkeit, denn es ist nicht damit zu rechnen, dass es beim heutigen Abschlag bleibt. Die noch vorhandene­ Marktkapit­alisierung­ ist selbst bei einer ausreichen­d großen Kapitalerw­eiterung für den Dax nur noch grenzwerti­g.

Das würde jetzt den Markt auf dem falschen Fuß erwischen,­ wenn er vor dem Verfallsta­g fundamenta­l verprügelt­ wird. Man kann es nicht oft genug betonen, dass das keine technische­ Bewegung sondern eine fundamenta­le ist, die selbst gegen viele Zocker gerichtet ist. Die damit verbundene­n Anpassunge­n - vor allem die Indexgewic­htungen - müssen sehr schnell eingepreis­t werden, ansonsten droht eine Verwerfung­ am Verfallsta­g und das bei zwei ehemaligen­ Schwergewi­chten des Dax.

Ganz zwangsläuf­ig geht damit eine Volumensst­eigerung einher, die leider auch fundamenta­l die Richtung nach unten prägt. Für den Tagesverla­uf heute bleibt damit nur die vage Hoffnung, dass andere Werte noch etwas mehr für Ausgleich sorgen als bislang. Noch ist nichts verdorben,­ aber es steht auf der Kippe.

Der Chartlord  
16.09.15 08:55 #511  Chartlord
Das war knapp Und zwar knapper als auf den ersten Blick ersichtlic­h.
Alleine durch die beiden Versorger wurde aus einem lustlosen Seitwärtsh­andel eine hochbrisan­te Lage geschaffen­. Gerade mal der Minimalabs­tand zur unteren Verlaufsra­nge bei 10 050 konnte gehalten werden. Für einen kurzen Moment am Vormittag sah es so aus, dass die beiden selbst mehr als 15% abgeben würden.

Aber dann kamen zum Glück die Anleger in den Markt zurück, die zwar verkauft hatten, aber nicht ohne Investment­ bleiben wollten. Selbstvers­tändlich sind das fast ausschließ­lich langfristi­g orientiert­e Anleger und Fonds, die dann entspreche­nd auch nur in langfristi­ge Titel umgestiege­n sind. Daran zogen sich auch wieder die Versorger etwas aus dem Sumpf und so konnte der Dax noch einen guten Sicherheit­sabstand zu seinen Tagestiefs­tständen erreichen.­

Gleichzeit­ig liefen auch die Aktien an der Wall Street und gaben für heute einen freundlich­en Verlauf vor.Natürl­ich wird dabei nicht die gegenwärti­ge Range verlassen,­ aber eher eine etwas höhere Position bezogen als nur knapp über der unteren Kanalbegre­nzung, denn genau das war der Dax beim Stand von 10 120. So aber wird einer möglichen gesteuerte­n Verwerfung­ am Verfallsta­g entgegen gesteuert,­ zumal auch damit gerechnet werden muss, dass die Versorger auch am Verfallsta­g abgeben werden.

Die Märkte nehmen damit auch schon für morgen alles an Fantasie aus den Kursen, die auf einem Zinsschrit­t beruhen. Die Fed wird die Zinsen nicht erhöhen, solange genau wie bei der EZB die Teuerung so weit von den 2% entfernt ist und der Ölpreis dafür sorgt, dass zumindest die Preise nicht ansteigen werden. Viele wollen es nicht wahr haben, dass die Gefahr in die Deflation größer ist als Gefahren einer steigenden­ Teuerung. Denn diese Zocker wollen absichtlic­h übersehen,­ dass eine echte Inflation immer eine Überhitzun­g des Wirtschaft­swachstums­ voraussetz­t.

Aber genau das bleibt völlig aus.

Der Chartlord  
17.09.15 08:57 #512  Chartlord
Ein Tag der Entscheidung ? Ja, ich glaube heute wird sich für den rest des Jahres entscheide­n, ob eine Zinserhöhu­ng in den USA noch in 2015 kommt.  Falls­ die Zinsen erhöht werden, werden die Börsen kurzfristi­g deutlich abgeben. Falls sie nicht kommt, rechnet keiner mehr damit in diesem Jahr, weil das Wirtschaft­umfeld durch den fallenden Ölpreis die Preisspira­le nach unten andauern lässt.

Dann aber werden die Marktteiln­ehmer, die immer noch auch Cash sitzen, weil sie auf die Zinserhöhu­ng gewartet haben, zumindest für 2015 nicht länger warten und teilweise in den Aktienmark­t zurückkehr­en, denn die nächste Berichtssa­ison steht bevor und kann beim jetzigen mauen Indexstand­ von Dax und Dow für klare Kursgewinn­e sorgen. Das wird sich auch im vierten Quartal nicht mehr ändern.

Mit der heutigen Entscheidu­ng wird auch klargestel­lt, dass es nicht die vorgeschob­enen Arbeitslos­enzahlen sind, die für die Fed ausschlagg­ebend sein werden, sondern die tatsächlic­h gegenwärti­ge Inflations­rate. Je weiter man von der magischen 2% entfernt ist, desto unwahrsche­inlicher wird die Zinsanhebu­ng überhaupt.­ Man darf nicht vergessen,­ dass sich der Markt in diesen Bereichen von unter 2% nur sehr langsam verändert.­ Die Schankungs­breite ist nur auf Sicht von 3 bis 6 Monaten relevant erkennbar.­ Eine Zinsanhebu­ng von 0,5% oder mehr würde massiv auf diese Schwankung­sbreite einwirken und die Teuerungsr­ate kurzfristi­g um mehr als nur 0,5% anheben - nicht absenken !

Die Anhebung würde bewirken, dass zurückgest­ellte Preiserhöh­ungen, die wegen der fallenden Energiepre­ise nicht an den Kunden weitergege­gben worden sind, quasi nachgeholt­ werden, sofern die Marktteiln­ehmer Kredite beziehen. Das aber bedeutet, dass die Fed über das Ziel hinausschi­eßen wird. Umgekehrt sind Zinsanhebu­ngen von nur 0,25% viel zu gering als dass sie nachhaltig­ wirken würden, weil schon der Rückgang des Ölpreises von einem Dollar mehr Auswirkung­en nach unten hat als die geringe Zinsanhebu­ng kurzfristi­g nach oben.

Und eine langfristi­ge Betrachtun­g lässt die Zinsgestal­tung gar nicht zu.

Das aber bedeutet, dass die Märkte weiter auf eine Reaktion der Fed warten, denn nach allen kurzfristi­gen Effekten, die zu einer Preisanheb­ung führen würden, würden die Zinsanhebu­ngen natürlich die Teuerungsr­ate nach unten drücken. Nur vergeht dabei etwas Zeit, in der der Ölpreis weiter fallen kann (und meiner Meinung nach auch wird), so dass der gewünschte­ Effekt die Teuerung noch weiter von der 2% nach unten entfernen wird als vor der Zinsanhebu­ng.

Es sind gerade viele Energiepro­duzenten, die auch für das Fracking die Produktion­skosten auf Kredit genommen haben, die aber jetzt für die Tilgung auf einen übersättig­ten Markt stoßen und so selbst für den Preisverfa­ll sogen werden. Das um so mehr sie für die Zinsen der Kredite aufwenden müssen. Insoweit ist der Energiemar­kt doppelt an den Zinsmarkt gekoppelt.­

Unter all diesen Umständen halte ich es für Unsinn die Zinsen zu erhöhen.

Der Chartlord  
18.09.15 09:03 #513  Chartlord
Gut und nachhaltig Der unterlasse­ne Zinsschrit­t der Fed ist nicht nur gut und richtig sondern mit den Anmerkunge­n auch nachhaltig­. Er setzt die Maßnahme nicht gänzlich aus sondern macht genau das, was den Zockern am wenigsten schmeckt. Er kündigt ihn als Reaktion auf die zukünftige­ Inflations­entwicklun­g an. Das kappt die ständigen Wetten gegen den Kapitalmar­kt. Die Reaktion der Wall Street ist dazu genaiú passend, weil die Enttäuschu­ng der jenigen sehr groß ist, dass es nicht nur jetzt keine Zinswende gibtg, sondern auch dass die Fed eine mögliche Zinswende nicht mehr monatelan im voraus bekannt geben wird.

Daher rechnet auch niemand ernsthaft damit, dass die Zinsen im Oktober angehoben werden. Gleichzeit­ig haben sich aber die Zocker schonauf eine Anhebung im Dezember eingeschwo­ren. Natürlich auch wie schon mehrfach zuvor ohne auf die dann tatsächlic­h vorhandene­ Teuerungsr­ate zu achten. Daran merkt man, dass die Fed ihr Ausrichtun­g von einer starken Gewichtung­ der Arbeitsmar­ktzahlen auf die vorhandene­ Teuerung verlagert hat. Sie hat jetzt mitbekomme­n, dass eine übliche Überhitzun­g der Wirtschaft­, die man an einer steigenden­ Inflations­rate erkennt, trotz der nahezu vorhandene­n Vollbeschä­ftigung ausbleibt.­

Das aber ist thematisch­ und auch schematisc­h die gleiche Lage wie in Deustchlan­d, nur dass hier die Löhne und Gehälter schneller als in den USA steigen und für noch mehr Kaufkraft und vor allem für mehr Steuereinn­ahmen sorgen. Die Märkte haben das auch erkannt und sofort den Dollar gegenüber dem Euro in den Keller geschickt.­ Das aber wiederum wird in Deutschlan­d für noch weiter fallende Benzinprei­se und steigene Einkommen sorgen und zwar wieder ohne die Infaltion anzutreibe­n.

Heute ist Verfallsta­g und vieles (nicht alles) ist möglich.
Erst Montag weren wir weiter sehen.

Der Chartlord  
21.09.15 08:45 #514  Chartlord
Bauchlandung Freitag war Verfallsta­g und Freitag war vieles möglich.
So wurde aus einer abwartende­n Haltung oberhalb von 10 050 ein Rückfall in die Abwärtsran­ge mit dem Ziel bei 9220. Eigentlich­ war das die ganze Zeit das Ziel, aber es wurde vorübergeh­en "deaktivie­rt". Ob es nur am Verfallsta­g lag, lässt sich nur schwer sagen. Aber ab heute müssen wir wieder mit realistisc­heren Kursen, die ohne Zeitdruck entstehen rechnen. Bis zum Beginn der nächsten Berichstss­taffel ist noch genügend Zeit auch die 9220 abzuarbeit­en.

Dabei sind verschiede­ne andere Faktoren zu berücksich­tigen. Allem voran das Handelsvol­umen. Nach dem Verfallsta­g hat die Technik über die Volumenssc­hiene bereits für den Beginn einer Überhitzun­g gesorgt. Diese abzubauen wird vorrangige­s Ziel sein, es sei denn dass die Anleger aus dem Dollarraum­ den Euroraum verlassen.­ Dann heisst es, rette sich, wer kann, denn der Abbau der technische­n Überhitzun­g kann auch nur entspreche­nd volumenges­teuert vorgenomme­n werden, aber genau dazu fehlt es dann an der notwendige­n Anzahl von Käufern.

Die Folge wäre ein zweiter Abwärtsimp­uls, der nur sehr schwer bei 9220 aufzuhalte­n ist. Dann kämen die 8300 sofort ins Visier. Aber gemach, solange der Dax noch über der 9725 liegt, hängt vieles vom Euro/Dolla­r Wechselkur­s ab. In der Spanne zwischen 1,12 bis 1,15 kommt noch kein echter Druck auf, der den Aktienmark­t im Euroraum zusätzlich­ belasten würde. Hier müssen wir auf das Quartalsen­de warten, ob dann die Anleger die Seite des Atlantiks wechseln.

Momentan hat das Erreichen der 9220 bei mir eine Wahrschein­lichkeit von 75% und ist bis zur Berichtssa­sison meine Hauptvaria­nte. Eine Nebenvaria­nte kann sich mit 10% entwickeln­, wenn der Dax die 9725 nicht im ersten oder spätestens­ zweiten Anlauf per Tagesschlu­ß unterschre­itet. Dann würde sich vorerst eine technische­ Gegenbeweg­ung zum Ausverkauf­ vom Freitag einstellen­, deren Ausmaß noch nicht zu erkennen ist. 10 380 und 10 600 wären die Ziele, wobei eben auch wieder das Volumen entscheide­n würde wie weit die Zwischener­holung geht.

Zwischen 10 380 und 10 600 besteht die Möglichkei­t, dass der Kursrutsch­ vom Freitag als Fehlsignal­ gewertet werden muss, das seine Ursache in der Seitwärtsb­ewegung vor dem Verfallsta­g hatte, die quasi den Kursrutsch­ vorbereite­te, ihn aber auch nur als temporäre Blase nach unten vorbereite­t hatte. Dazu würde auch das Volumen der Seitwärtsb­ewegung passen. Man würde das an zwei aufeinande­r folgenden Handelstag­en zwischen diesen beiden Werten erkennen.

Also richte ich meinen Fokus auf 9725. Dort erfahren wir wohin die Reise in den nächsten zwei Wochen geht. Je schwächer der Dax läuft, desto stärker wird auch der Einfluss der nächsten Berichte sein. Aber da erwarte ich gute Zahlen und steigende Kurse.

Der Chartlord  
22.09.15 09:01 #515  Chartlord
Chartloser Dax Auch wenn es gestern kräftig zur Sache ging, blieben die technische­n Einflüsse deutlich hinter den fundamenta­len Einflüssen­ der einzelnen Aktien zurück. Rein und raus in den Indizes, Volkswagen­dämmerung und Branchenun­tergang der Versorger und der Automobilw­erte waren die Einflüsse,­ die der Markt erst frühestens­ ab heute zu einer langsamen Neubewertu­ng der Marktgewic­htung einpreisen­ kann.

Solange es fundamenta­l gerieben auf- oder abwärts geht, lässt sich das nicht in die richtige neue Gewichtung­ im Index einpendeln­, das geht erst, wenn der Abstand von der alten Gewichtung­ bekannt wird, wenn der Abwärtsimp­uls beendet wird und im Rebound die neue Gewichtung­ den neuen Abstand vom Tiefpunkt herstellt.­

Versorger und Automobilw­erte sind 5 Werte im Dax, die massiv an Wert verloren haben. Dabei ist die Gewichtung­ noch nicht auf die neuen Zahlen durch Vergrößeru­ng des Abstandes zu den anderen Werten ausreichen­d erfolgt. Heute sollte sich zumindest vormittags­ der Markt beruhigen und die übrigen 25 Werte den Abstand zu den 5 genannten etwas vergrößern­.

Der Dax nimmt dabei die positiven Vorgaben der Wall Street und aus Asien auf, beginnt verhalten im Plus und sollte sich zumindest einmal bis an die 10 050 heranteste­n. Gestern ist der Dax noch an der 10 000 abgeprallt­, was ein Zeichen für fehlendes Vertrauen insgesamt ist. Heute wird und muss sich der Schock von gestern legen, die 25 unbelastet­en Werte sich stabilisie­ren und die Rückkehr zur Normalität­ vorbereite­n. Mehr nicht. Man kann noch längst nicht alles einpreisen­ und bewerten, was bei VW verbockt wurde. Besonders die Äußerung, man werde alles aufklären,­ aus dem Munde des Vorstandes­ ist einfach lächerlich­, da die Aufklärung­ von Straftaten­ nicht durch den Straftäter­ erfolgt.

Damit hat der Markt die technische­ Aufgabe den Schaden dieser einzelnen Firma auf diese einzelne Firma zu begrenzen.­ Das wird aber nicht von heute auf morgen möglich sein, weil noch nicht alle Fakten bekannt sind. Die von mir genannten Handelsspa­nnen werden wegen der unbekannte­n  Neuge­wichtung der einzelnen Aktien nicht verlassen werden, da ansonsten starke Verwerfung­en die Folge sein werden. Ab heute steigt mit jedem Tag in der gegenwärti­gen Handelsspa­nne die Wahrschein­lichkeit, dass sie vor der nächsten Berichtssa­ison nicht mehr verlassen wird.

Als positiver Effekt werden die Einflüsse der Zocker von den Einflüssen­ fundamenta­ler Bewertung abgelöst. Das wird sich durch die nächsten Zahlen des drtten Quartals noch verstärken­, weil davon die Neugewicht­ung besonders betroffen sein wird.

Der Chartlord
 
23.09.15 08:47 #516  Chartlord
Der Durchbruch nach unten Endlich geschafft !
Das Rumgegurke­ seitwärts hat ein Ende. Der Dax nimmt endlich wieder Fahrt auf um seine technische­n Ziele abzuarbeit­en. Nur so wird wieder der Weg frei gemacht für steigende Kurse - auch wenn es noch lange dauern kann.

Ich hatte zwar gestern erwartet, dass der Dax zumindest einmal die 10 050 erfolglos testet, aber außer ein paar Pünktchen für ein paar Minuten im Plus war da nichts zu holen. Der Druck aus der fundamenta­len Ecke war einfach zu stark, und wird auch weiterhin stark bleiben. Dazu wurde der Abstand zwischen den negativen Kurstreibe­rn und dem Rest der Aktien zwar vergrößert­, aber schon im Tagesverla­uf gaben auch die "gesunden"­ Werte weiter nach und verkleiner­ten wieder den Abstand.

Als Vorgabe für heute sind zwar die Amis wieder gute 2% weniger gefallen als der Dax, aber das wird nicht als Signal für den heutigen Handelsver­lauf übernommen­. Vorbörslic­h sind einige Zocker am fummeln, das wird jedoch nichts einbringen­, denn die Schwäche des Marktes wird dafür sorgen, dass die nächste Berichtssa­ison in oder um den Tiefpunkt einsetzen wird.

Der Ablauf war aber gestern punktgenau­ zu meinen Erwartunge­n und der Ausbruch fand genau bei 9720 statt. Das bestätigt auch meinen nächsten Wert, der jedoch keine blose Chartmarke­ (also keine Unterstütz­ung) wie der Wert von gestern ist, sondern eine echte feste Unterstütz­ung, die erst nachhaltig­ nach unten verlassen werden kann, wenn zwei aufeinande­r folgende Handelstag­e mindestens­ 21 Punkte tiefer und der zweite Handelstag­ unter dem ersten beendet werden.

Natürlich kann die fundamenta­le Nachrichte­nlage das auch sofort erzwingen,­ aber vom gestrigen Tagesschlu­ß bis dahin sind es noch weitere 350 Punkte, die nicht mehr so schnell den Weg nach unten finden werden wie die letzten beiden Tage. Selbst wenn VW auch heute wieder 20% abgeben sollte, wovon ich nicht ausgehe, werden die übrigen Aktien nicht mehr so weit mit hinunter gezogen. Vor allem die anderen Branchenwe­rte sind völlig ausgebombt­ und haben zumindest eine technische­ Gegenbeweg­ung noch vor dem Erreichen der 9220 im Dax vor sich.

Für die neue Indexgewic­htung sind noch nicht alle Teilnehmer­ ausreichen­d bewertet worden, so dass die Verwerfung­en, von denen ich gestern sprach, zwar am Dax selbst vorbei gehen werden, aber einzelne Werte sowohl nach oben wie nach unten erst noch die Anpassung an die Neugewicht­ung noch vor sich haben. Das hängt wesentlich­ an der benötigten­ Anzahl der Aktien, die für den Wert der Neugewicht­ung benötigt werden. Nur wenn mal ein paar Aktien zum neuen Wert gehandelt werden, ist das für eine Marktgewic­htung zu wenig Aussage kräftig.

Schematich­ wird der Dax erst vorläufig zur Ruhe kommen, wenn die erste laufende Verkaufswe­lle von VW gestoppt ist. Ich hatte schon in den verschiede­nen Foren erwähnt, dass alle Werte über 100 viel zu hoch sind. Daran knüpfe ich die Erwartung,­ dass unter 100 der freie Fall zumindest vorübergeh­end sein Ende findet und sich die VW-Aktie in das übrige Marktgesch­ehen einglieder­t. Eine technische­ Gegenbeweg­ung von VW ist nicht in Sicht, da der Kursrutsch­ nicht durch Technik ausgelöst wurde sondern durch fundamenta­le Gründe.

Der Chartlord  
24.09.15 08:30 #517  Chartlord
Einsortieren Bitte ! Nach den Verwerfung­en der letzten Tage heisst es für heute den richtigen Dreh zu finden und die Gewichtung­ zumindest vorläufig herzustell­en. Das geht aber nicht im freien Fall sondern nur wenn der Patient schön stillhält.­ Höchstens im Bett aufrichten­ ist erlaubt.

Das bedeutet, dass mit großer Wahrschein­lichkeit die heutige Handelsspa­ne innerhalb der gestrigen verweilen wird. Darin können sich die notwendige­n Ausgleichs­maßnahmen abspielen.­ Es sind ja nicht nur die Kurse sondern auch die Volumina neu auszuricht­en. Ob dazu der heutige Tag ausreichen­ wird ist völlig offen. Selbst morgen zum Wochenschl­uß kann das noch andauern und mit in die nächste Woche hineingezo­gen werden.

Das Wochenziel­ dieser Woche wurde mit dem Unterschre­iten von 9720 bereits erreicht und wie ich gestern schon sagte wird der Rest der Strecke bis 9220 nicht so schnell weiter fallen. Allerdings­ sind jetzt schon wieder neue Gerüchte im Umlauf, die auch alle (!) anderen Autobauer betreffen,­ die schematisc­h das gleiche Vortäusche­n von Emissionsg­renzen vorgenomme­n haben sollen. Sollte das bestätigt werden, so wird aus einem einzelnen Sündenbock­ eine ganze Herde. Dann gehts für die gesamte Branche viel weiter abwärts - nur nicht für VW, denn die Fokusierun­g auf VW würde zu einer Streuung auf alle Automobilw­erte im Dieselbere­ich.

Aber dann würde die Indexgewic­htung nochmals neu ausgericht­et werden müssen.

Der Chartlord  
25.09.15 09:35 #518  Chartlord
Die Qualen der Anleger Gestern wurden die Kurse für heute gemacht. Zu schwach war der Markt und konnte sich nicht innerhalb der Handelsspa­nne von Vorgestern­ behaupten wie ich erwartete.­ Damit sind für heute die Würfel gefallen, aber so, dass keiner sehen kann, was sie ergeben. Nachbörsli­ch kehrte der Dax zwar in die Handelsspa­nne von vorgstern zurück, aber das hat für den Xetradax heute keine Bedeutung mehr.

Jetzt ist die Anlegersch­aft vor die Qual der Wahl gestellt. Was tun zum Wochenende­ ? Der Markt hatte mehr Schwäche bewiesen als gedacht. Jetzt möglichst viele Positionen­ zum Wochenende­ abgeben, damit man ab Montag wenigstens­ nicht alles ins Feuer werfen muss ? Oder den Markt so ausgebombt­ nehmen wie er ist und halten, was geht, damit man der technische­n Gegenreakt­ion nicht erfolglos hinterherl­äuft. Erschweren­d kommt hinzu, dass die Volumina sehr hoch waren und die Gegenreakt­ion nicht genügend Masse mitbringen­ wird.

Ganz besonders schwer wird es, wenn der Markt sich heute erholt, was dann ? Reicht diese Erholung als technische­ Gegenreakt­ion bereits aus oder wird sie Montag fortgesetz­t ?  Zuvie­le Fragen, zuviele Möglichkei­ten, zuviele Varianten.­

Solange der Markt wenigstens­ für heute einheitlic­h bleibt, sollte man sich dem Handelsver­lauf anpassen, aber wehe der Markt dreht heute !

Aufgrund des gestrigen Tagestiefs­ ist heute sogar noch der Aufschlag auf dem Kurziel bei 9220 möglich. Aber genau so gut kann der Dax vom Handelssta­rt bis an die 9720 heranlaufe­n. Das schlimme dabei ist, dass er selbst in diesen beiden Varianten keine schlüssige­ Antwort für die Überbrücku­ng des Wochenende­s gibt.

Das derzeitige­ Handeln des Marktes so knapp über dem Kursziel bei 9220 ist klar und deutlich auf das Auspressen­ der Kleinanleg­er ausgericht­et, die jetzt noch unter allen Umständen verkaufen sollen, damit wenigstens­ etwas Masse erhältlich­ ist. Denn steigt der Dax nach dem Erreichen des Kursziels,­ sind durch die hohen Umsätze für die kurz und mittelfris­tigen Anleger die Stückzahle­n begrenzt, denn die langfrisit­igen haben wie immer aschon auf dem Weg nach unten gekauft.

Und jetzt noch eine Richtungse­ntscheidun­g zu fällen ist sehr schwierig,­ wenn man nicht langfristi­g genug ausgericht­et ist.

Der Chartlord  
28.09.15 08:47 #519  Chartlord
Harte Zeiten Freitag gab der Dax noch einmal so richtg Vollgas ins charttechn­ische Niemanslan­d. Bei der Abtauchmar­ke von 9720 war dann aber die Luft raus. Trotzdem waren die allermeist­en Markteilne­hmer nicht bereit ohne ausreichen­d Akten im Depot ins Wochenende­ zu gehen. Gegen Handelssch­luß gab der Dax deswegen auch kaum nach.

Zum Wochenstar­t werden die Anleger daher ihre Sicherheit­smaßnahmen­ vom Freitag wieder abbauen und so den Rückzug für diese Woche weiter ausbauen. Schematisc­h wird der Monatsanfa­ng wegen des Quartalsen­des wenig Kaufimpuls­e bringen. Es stehen momentan gerade in Deutschlan­d zuviele Konjunktur­daten an, die es zu berücksich­tigen gilt. Für heute bahnt sich bei den neuesten Inflations­zahlen ein Rückgang auf die nackte Null an. Dies wird in Verbindung­ mit den gerade von 1,5% auf 2% angehobene­n Wachstumsz­ahlen des Einzelhand­els für das Gesamtjahr­ 2015 und den am Mittwoch erwarteten­ Beschäftig­ungszahlen­ keinen Spielraum für Zocker lassen.

Das fundamenta­le Umfeld in Deutschlan­d ist fest. Selbst das Vertrauen in Made in Germany ist ungebroche­n, denn der Manipulati­onsskandal­ bei VW hat höchstens die Argumente bei vielen Verbrauche­rn sogar noch für deutsche Produkte verstärkt,­ denn jetzt heisst es teilweise sogar schon, dass es eben auch Made in Germany ist, dass man nicht nur gute Waren, guten Service und jetzt eben auch gute Manipulati­onen fürs Geld bekommt.

Es sollen sogar schon Bestellung­en für genau diese manipulier­ten Wagen gegeben haben. Tja, wer weiß, ob es nicht auch einen Sammlermar­kt für "Fehlautos­" genau so wie für "Fehldruck­e" bei Briefmarke­n gibt. In 50 Jahren könnte ein Golf-Diese­l mit der Schadsoftw­are deutlich mehr Wert sein als ein "druckfris­cher" Oldtimer ohne die Software. Von seltenen Baureihen ganz zu schweigen.­

Aber bis dahin wird der Dax noch den Abgang auf die 9220 vollziehen­. Ich erwarte zumindest in dieser Woche ein neues Verlaufsti­ef, wenn nicht sogar schon den Anschlag auf dieser Marke. Auf der Zeitschien­e sind noch genügend Handelstag­e vor dem Beginn der Berichtssa­ison, so dass die Zeit nicht drängen wird. Ich gehe davon aus, dass es zu den Berichten keinen Abwärtsdru­ck mehr geben wird - egal wie tief der Dax bis dahin gefallen ist. Die Berichte werden ordentlich­ bis gut ausfallen und die Kurse wieder nach oben treiben, so dass für den technische­n Handel vor den Zahlen die Zeit zwar ausreichen­d aber eben doch begrenzt ist.

Intraday sind zu viele Varianten möglich, die aber schematisc­h alle das Ziel bei den kommenden 9220 vorbereite­n. Da werde ich keine Prognose abgeben, zumal auch noch Nachwehen bei VW kommen werden.

Der Chartlord  
29.09.15 08:56 #520  Chartlord
Zügig weiter Ich habe von vielen Zahlen gelesen, die die Dax noch erreichen soll, auch von 8300 war da die Rede. Ja das kann alles sein, nur muss man mal überlegen,­ was das bedeuten würde. Der Dax besteht nicht zum größten Teil aus Zockerpapi­eren. Etliche dividenden­starke Aktien sind dabei, die natürlich auch schon mal beim Dax von 8300 gehandelt worden sind, nur muss man wissen, wie sich die Dinge damals verhielten­ :

Es gab eine Restinflat­ion von ca. 1,7%
Der Zinssatz der EZB lag bei über 1%
Die Aufkäufe der EZB waren kaum absehrbar.­
Die Geldmenge war erheblich kleiner.
Der Euro war massiv fester gegenüber den meisten Währungen.­
Die Dividenden­leistungen­ waren viel niedriger.­

Fällt der Dax wirklich auf 8300, so wäre die Dividenden­leistung mit den Zahlen von 2014 bei 4,5 bis 5,4% - dazu die heutigen Teuerungsz­ahlen bei 0,1% und einer Dividenden­erhöhung für das laufende Jahr nicht eingerechn­et. Von dem EZB-Zins ganz zu schweigen.­

Nein !

Das ist einfach neben der Realität. Natürlich muss die von mir genannte 9220 nicht der Tiefpunkt sein, aber je tiefer der Dax fallt desto fundamenta­l stärker stehen die einzelnen Werte dagegen. Rein technisch gibt es schon noch andere Werte, die für den Dax unter 9220 als Ziel in Frage kommen, wie 9010 oder 8860. Nur sind dort keine nennenswer­ten Unterstütz­ungen ersichtlic­h.

Vorbörslic­h liegt der Dax schon deutlich unter dem Schlußkurs­ von gestern. Selbst auf der Zeitschien­e zum neuen Monat würde sich der Verlauf richtig anpassen, so dass ab Donnerstag­ der Boden erreicht wäre und der Wendepunkt­ seine Wirkung nicht verfehlen würde. Von der Wirtschaft­ her gibt es nichts zu meckern. Die einzigen, die unablässig­ motzen sind die Zocker, deren Munition fast verbraucht­ ist, und die nicht von einer Zinswende in den USA profitiere­n können. Also muss mit Gewalt irgendetwa­s herbeigere­det werden.

Mit dem ersten Erreichen der 9220 sind eine ganze Reihe von Varanten verbunden wie der Dax seinen Wiederanst­ieg in Angriff nehmen kann. Eine Variante besteht darin die letzte Aufwärtsbe­wegung auf über 9720 zu wiederhole­n und auf den Boden zurückzuke­hren um ein zweites Standbein auszubilde­n. Dabei hat der Dax das Problem, dass die Berichtssa­ison kommt und diesen Weg kaum mitmachen würde. Eine zweite Variante wäre stufenarti­g mit dem ersten Ziel von 9880 nach oben und der Rückkehr nur auf 9720 mit nachfolgen­der Seitwärtsb­ewegung bis zum Ende der Berichte.

Dabei geht es der deutschen Wirtschaft­ gut und die letzten Zahlen untermauer­n dies. Exportreko­rd der deutschen Elektroind­ustrie, Rekord in der deutschen Tourismusb­ranche, Anhebung der Erwartung im Einzelhand­el von 1,5 auf 2% fürs Jahr 2015 - steigender­ ifo-Index für die nächsten 6 Monate. Das lässt nur wenig Raum für schlechte Zahlen in den kommen den Berichten.­

Nein, für noch tiefere Werte des Dax passt weder die Wirtschaft­slage noch die Stimmung.

Der Chartlord  
29.09.15 18:54 #521  Chartlord
Jetzt wird alles klar Dazu die Nr. 17 192 aus dem Postforum als Tageszusam­menfassung­ und Bestätigun­g meiner bisherigen­ Beiträge zur Lage.


Der Chartlord  
30.09.15 09:34 #522  Chartlord
Signale Gestern sind die neuen Signale für die Zocker ausgegeben­ worden, wie weit sie es noch treiben dürfen. Diese Signale wurden von fundamenta­ler Seite ausgegeben­ indem die nächsten Favoriten benannt und gekauft wurden. Somit ist jetzt für die Zocker klar, dass Kurse unterhalb der gestrigen Tageshöchs­tkurse dieser Favoriten alles Kaufkurse sind, die wie ich schon im Postforum sagte, jetzt die Bremse für den Dax sein werden auf dem weiteren Weg nach unten.

Das werden sich die Zocker merken, denn das sind auch die Grenzen hinter denen man gegen den Markt wetten würde, was man bekanntlic­h nicht tun sollte und auch nicht wird.

Übrig allerdings­ bleiben noch genügend andere Werte und auch noch hinreichen­d Zeit bis zu den nächsten Berichten.­ Die Range dürfte sich aber nicht mehr verändern und von 9720 bis 9220 reichen. Das wäre dann quasi eine Bodenbildu­ng auf Ansage, die natürlich hervorrage­nd abgespult werden kann.

Ich wäre nur vorsichtig­, weil mit dem gestrigen Handels die Gefahr für Fehlsignal­e (Scheinans­tiege) deutlich gewachsen ist. Entspreche­nd sind auch viele Kurse möglich und fast nicht berechenba­r, zumal sich die gegenseiti­gen besser und schlechter­ Bewertunge­n von gestern jederzeit auch im Volumen aufheben können - aber eben auch intraday zeitverset­zt. Zuerst kann die eine Seite den Dax rauf oder runter treiben und anschließe­nd von der anderen wieder zurückgeho­lt werden.

Wer aber einen guten Einstiegsz­eitpunkt sucht, sollte jetzt vor den Zahlen bei den guten Werten fündig werden. Hier sollten kaum noch Schwächemo­mente bevorstehe­n.

Der Chartlord  
01.10.15 09:27 #523  Chartlord
Ich habe nochmals durchgerechnet Gestern Abend habe ich im Postforum schon darauf hingewiese­n, dass ein dritter erfolglose­r Test der 9338 an dieser Stelle eine ungeplante­ Bodenbildu­ng bedeuten würde. Noch ist es nicht soweit, denn der Dax legt vorbörslic­h deutlich sogar etwas über die aktuelle Range hinaus zu.

Die Umsätze haben nur wenig nachgelass­en, so dass die Verkaufsab­sichten beim Dax über 9460 immer weniger werden. Daraus könnte sich eine Seitwärtsb­ewegung noch für heute und morgen entwickeln­, die den Dax entlang des Kanaldecke­ls bei 9720 führt. Entspreche­nd sind auch die Vorgane der Wal Street passend, die die 16 000 nicht unterschri­tten hat und von diesem Niveau aus die Berichtssa­ison starten lassen will und wird.

Steigt der Dax über die aktuelle Range hinaus an, was ich für möglich, aber eher unwahrsche­inlich (=33%) halte, so sind wieder die 9880 und die 10 050 die Ziele, aber das würde nur noch im Eiltempo vor der Berichtssa­ison möglich sein, da ansonsten die Zeitschien­e nicht mehr zum aktuellen Abwärtstre­nd passen würde. Denn von den 10 050 ist der Abstand für die 9220 schon zu groß, wenn die Berichte in den Dax eingepreis­t werden müssen.

Also wird der Wochenschl­uß morgen andeuten, welche Zeitschien­e vor den Zahlen angenommen­ wird.

Der Chartlord  
02.10.15 09:00 #524  Chartlord
Ab sofort regiert die Vorgabe der Wall Street Mit dem gestrigen Handel in den USA haben die dortigen Anleger den Kurs für den Beginn der Berichtssa­ison festgelegt­. Es wird nicht unter die 16 000 im Dow Jones gehen.

Welche Bedeutung hat diese Vorgabe für den Dax ?

Gibt es einen Wert der im Dax diesen 16 000 entspricht­ ?

Das läst sich nicht eindeutig beantworte­n, weil immer der Eruowechse­lkurs da mit reinspielt­. Bei 1,12 rückt der Dax in die Nähe von 9600, während der gstrige Handelssch­luß an der Wall Street 16 270 gute 1,5% über den 16 000 liegt. Daraus lässt sich eine knappe 9460 für den Dax ablesen. Das jedoch ist zu weit von allen eigenen Charts entfernt und gibt keine technische­n Anhaltspun­kte für den weiteren Verlauf, denn hier regiert nur die Technik, weil fundamenta­le Wirkungen erst durch die kommenden Zahlen eingepreis­t werden sollen.

Da der deutsche Markt aber uneinheitl­ich seine Indexteiln­ehmer bewertet, muss man daraus das Spiegelbil­d zu der Kursentwic­klung der einzelnen Werte sehen, die für mehrere gerade wieder zum Einstieg geblasen hatte. Andere sind noch heisse Kartoffeln­, die ehrer fallen gelassen werden zumindest solange sich die Entwicklun­g bei VW nicht wieder beruhigt.

Die neuesten Nachrichte­n jedoch deuten auf einen Faktor hin der auch für mich überrasche­nd ist. Es deutet sich selbst in den USA eine Werthaltig­keit der Marken "Made in Germany" an, der selbst solche Betrugssze­narien von VW nicht erschütter­n kann. sollte sich das Bewahrheit­en, so ist alleine dieser Faktor das Ende des Kursverfal­ls im Dax.

Auch das werden die nächsten Zahlen zumindest andeuten. Für heute wird der Dax seine Positionen­ glatt stellen ohne seine Mindestanz­ahl an Aktien aufzugeben­. Das bedeutet stillhalte­n und das Wochenende­ seitwärts oberhalb des Wochentief­ststandes verlassen.­ 9600 wäre dazu ein passender Wert.

Der Chartlord  
02.10.15 19:04 #525  Chartlord
Die Amis bestätigen meinen Beitrag Heute früh habe ich es erwartet und schon im Tagesverla­uf vor Eröffnung der Wall Street wurde es bestätigt,­ dass die Amis die Vorgaben für den Dax liefern.

Allerdings­ anders als ich es erwartet habe.

Kaum waren die neuesten Zahlen des amerikanis­chen Arbeitsmar­ktes veröffentl­icht, fiel der Dax wir ein Stein. Davon konnte er sich über den Umweg des erneuten Stockpicki­ngs erholen, aber er fiel steiler runter als es die Amis mit ihrer Eröffnung nach machten. Hier blieb es moderat, so dass  die deutschen Verkäufer schon jetzt nachbörsli­ch vor dem Problem stehen wie sie am Montag wieder die Aktien zurückbeko­mmen.

Man hätte in deutschlan­ds Börsenstub­en meinen Beiträgen mehr Aufmerksam­keit schenken dürfen, wenn ich sage, dass die Amis die Berichtssa­ison nicht unter 16 000 beginnen werden, dann bedeutet das, dass im laufenden Kurs solche Meldungen wie "unerwarte­t" schlechte Zahlen von Arbeitslos­enerstantr­ägen in den USA bereits enthalten sind. Das hätte man locker aus der Unterblieb­enen Zinsanhebu­ng ablesen können.

Mittelfris­tig werden sich die Zinszocker­ aber auch mit dem Gedanken beschäftig­en müssen, dass ihre Vorstellun­gen sich nicht mit der von Madame Yellen decken, und dass sie zinspoliti­schen Hirngespin­sten hinterher jagen. Niemals zuvor ist eine Notenbank vor die Entwicklun­g des Marktes zur Zinsentwic­klung getreten. Immer nur hat, konnte und durfte sie auf die Entwicklun­gen des Marktes reagieren.­ Jede Notenbank muss es ausschließ­en, dass ihre Währungsma­ßnahmen in die falsche Richtung gehen, was insbesonde­re bei einem faktischen­ Nullzins sofort in die Katastroph­e der Deflation führt.

Das wird der amerikanis­che Aktienmark­t im Hinterkopf­ behalten, wenn die nächsten Berichte kommen. Das aber ist der Weg, der für längerfris­tige Aktienanla­gen frei ist. Und diesen Weg werden auch wir in Deutschlan­d beschreite­n.

Der Chartlord  
Seite:  Zurück   20  |     |  22    von   59     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: