MOWI Lachs für die Welt
| eröffnet am: | 09.07.19 16:12 von: | Gonzodererste |
| neuester Beitrag: | 23.01.25 10:01 von: | SimonW |
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bewertet mit 4 Sternen |
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18.11.22 15:33
#776
fisker
Ein bis zu
50% Kursverfall in einer bisher als völlig stabil eingestuften Branche, deren Geschäfte gut und sehr gut laufen, entsteht leider nicht grundlos.
Würde die deutsche Regierung eine 40% Sondersteuer nur auf deutsche Autos einführen, weil VW&co. Milliarden verdienen und der Staat dieses Geld einfach gern hätte, dann würden deutsche Autowerte auch einbrechen.
Würde die deutsche Regierung eine 40% Sondersteuer nur auf deutsche Autos einführen, weil VW&co. Milliarden verdienen und der Staat dieses Geld einfach gern hätte, dann würden deutsche Autowerte auch einbrechen.
18.11.22 16:06
#777
Turbocharlotte
@fisker
... wenn ich Dich richtig verstanden habe, ist ein Hauptproblem, dass die Steuer quasi von Fiktivpreisen berechnet werden soll ... d.h. die Unternehmen sollen das Risiko tragen, das Fiktiv- und Realpreise voneinander abweichen ... das wäre/ist ja vollkommen irre
VG
VG
18.11.22 18:12
#778
fisker
Ja, das ist ungefähr so
Die Steuerpreise sollen sich am Salmon Nasdaq Index orientieren. Der ist aber ein wöchentlicher Spotpreis, der langfristige Verträge, Rabatte für Großabnehmer, Preisnachlässe aller Art nicht berücksichtigt. Die Unternehmen müssten immer auf diesen Standardpreis berechnet volle Steuern zahlen.
Und nicht vergessen, die 40% sind nur eine zusätzliche Sondersteuer. Alle anderen bisher bereits bestehenden Steuern kommen ja noch dazu oder werden wie die Produktionssteuer sogar noch erhöht. Das würde praktisch eine Steuerlast von 65% bis >100% bedeuten. Weil niemand die Nasdaq-Preise vom nächsten Jahr kennt, auf die dann die Steuern zu zahlen wären, schliesst heute niemand Verträge für das nächste Jahr zu heutigen Preisen ab. Denn wenn dann der Nasdaq Preis deutlich höher wäre, könnte das leicht mehr als 100% Steuern bedeuten. Deshalb ist der Vertragsmarkt als Grundlage langfristiger Planung und Finanzsicherheit der Branche in Norwegen komplett kollabiert.
Und nicht vergessen, die 40% sind nur eine zusätzliche Sondersteuer. Alle anderen bisher bereits bestehenden Steuern kommen ja noch dazu oder werden wie die Produktionssteuer sogar noch erhöht. Das würde praktisch eine Steuerlast von 65% bis >100% bedeuten. Weil niemand die Nasdaq-Preise vom nächsten Jahr kennt, auf die dann die Steuern zu zahlen wären, schliesst heute niemand Verträge für das nächste Jahr zu heutigen Preisen ab. Denn wenn dann der Nasdaq Preis deutlich höher wäre, könnte das leicht mehr als 100% Steuern bedeuten. Deshalb ist der Vertragsmarkt als Grundlage langfristiger Planung und Finanzsicherheit der Branche in Norwegen komplett kollabiert.
18.11.22 19:15
#779
Turbocharlotte
Begründung?
... wie begründen die "Spitzenpolitiker" diese Steuerlogik?
... wäre es nicht naheliegender bzw. einzig logisch, die Steuer auf die tatsächlich erzielten Preise zu berechnen (es würde doch niemand aus Steuerspargründen zu zu geringen Preisen verkaufen)?
VG
... wäre es nicht naheliegender bzw. einzig logisch, die Steuer auf die tatsächlich erzielten Preise zu berechnen (es würde doch niemand aus Steuerspargründen zu zu geringen Preisen verkaufen)?
VG
18.11.22 19:35
#780
fisker
Offiziell
will man die Abrechnung der Steuer vereinfachen. :) Pauschalpreisversteuerung ist für das Finanzamt recht einfach abzurechnen.
Inoffiziell will man wohl auch eine Steuerflucht verhindern.
Das würde für Züchter mit eigenen Verarbeitungsunternehmen ganz einfach gehen. Der Kunde bestellt fertige Lachsfilets, der Zuchtbetrieb liefert den Lachs weit unter dem Marktpreis an den Verarbeitungsbetrieb und spart so Steuern. Der Verarbeitungsbetrieb liefert zum Marktpreis und hat so überdurchschnittliche Gewinne, die aber nicht der neuen Steuer unterliegen würden. In der Gesamtschau bleiben die Gewinne im Konzern gleich.
Funktioniert aber nur bei den großen Unternehmen, die Zucht und Verarbeitung unter einem Dach haben.
Inoffiziell will man wohl auch eine Steuerflucht verhindern.
Das würde für Züchter mit eigenen Verarbeitungsunternehmen ganz einfach gehen. Der Kunde bestellt fertige Lachsfilets, der Zuchtbetrieb liefert den Lachs weit unter dem Marktpreis an den Verarbeitungsbetrieb und spart so Steuern. Der Verarbeitungsbetrieb liefert zum Marktpreis und hat so überdurchschnittliche Gewinne, die aber nicht der neuen Steuer unterliegen würden. In der Gesamtschau bleiben die Gewinne im Konzern gleich.
Funktioniert aber nur bei den großen Unternehmen, die Zucht und Verarbeitung unter einem Dach haben.
19.11.22 01:06
#781
Turbocharlotte
Lizenzen
... wäre es nicht sinnvoller, über höhere Lizenzen abzuschöpfen?
VG
VG
19.11.22 04:56
#782
fisker
Um sinnvoll
scheint es gerade nicht zu gehen, sondern nur um ein maximales Steueraufkommen. Das wird auch ganz offen gesagt. Die Lachszüchter sind alle furchtbar reich und die shareholder vor allem Ausländer, die es unbedingt zu schröpfen gilt. Die Absolutzahlen der Dividenden werden gern populistisch bemüht, wer hunderte Millionen an Divi zahlen kann, sollte doch besser hunderte Millionen an zusätzlichen Steuern zahlen.
19.11.22 10:09
#783
Turbocharlotte
Sozialismus
... Unternehmen, die ihre Erträge nicht für ihre Eigentümer (= Aktionäre) erwirtschaften, machen keinen Sinn ... das liefe/läuft ja darauf hinaus, dass Gewinne vergesellschaftet und die Verluste privatisiert werden ... das werden die Eigentümer nicht mitmachen (warum sollte man mit eigenem Vermögen mit 100% ins Risiko gehen, wenn bei Erfolg nur 38% bleiben?) ... Chance/Risiko sind zwei Seiten einer einzigen Medaille
VG
VG
19.11.22 12:26
#784
fisker
Dazu Abschließend
die Details der Steuer werden im Storting voraussichtlich bis Mitte 2023 entschieden und beschlossen, anschließend tritt die Steuer rückwirkend zum 1.1.2023 in Kraft. Das heisst, die Unternehmen werden erst Mitte 2023 wissen was sie bis zum Januar rückwirkend versteuern müssen.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Industrie nun neu aufstellt. Vermutlich wird nach Möglichkeit ins Ausland verlagert und die Preise werden steigen.
Bleibt abzuwarten, wie sich die Industrie nun neu aufstellt. Vermutlich wird nach Möglichkeit ins Ausland verlagert und die Preise werden steigen.
23.11.22 14:59
#787
hro_yal
NZZ - Auswirkungen Lachssteuer
https://www.nzz.ch/wirtschaft/...kultur-branche-in-aufruhr-ld.1712515
23.11.22 17:05
#788
Turbocharlotte
@K999
meiner Logik nach dürften steigen:
- die Kosten (weil die Planbarkeit leidet)
- der Lachspreis (weil die gestiegenen Kosten (incl. Steuer) abgebildet werden müssen)
VG
- die Kosten (weil die Planbarkeit leidet)
- der Lachspreis (weil die gestiegenen Kosten (incl. Steuer) abgebildet werden müssen)
VG
24.11.22 17:15
#789
fisker
Würde ich auch so sehen
dazu, die Nettorendite nach Steuern steigt mit steigenden Lachspreis und die Unternehmen brauchen ausreichend hohe Renditen für ihre Entwicklung, die shareholder und die Kreditwirtschaft.
Heute ist wieder etwas Hoffnung am Markt. Mowi hatte gestern ein Treffen mit dem Finanzminister, was Mowi als "konstruktiv" bezeichnete. Details wurden nicht mitgeteilt.
Leroy hat für Freitag um ein solches Gespräch gebeten.
Heute ist wieder etwas Hoffnung am Markt. Mowi hatte gestern ein Treffen mit dem Finanzminister, was Mowi als "konstruktiv" bezeichnete. Details wurden nicht mitgeteilt.
Leroy hat für Freitag um ein solches Gespräch gebeten.
25.11.22 13:43
#790
K999
Info
Ich hole mir immer meine infos von diversen fisch/lachsseiten
Aber da steht zb nichts über ein mowi meeting mit den ministern
Wohet hast du das?
Lg
Aber da steht zb nichts über ein mowi meeting mit den ministern
Wohet hast du das?
Lg
25.11.22 14:26
#791
fisker
In Norwegen
veröffentlicht die Regierung ihren Terminkalender :)
https://www.regjeringen.no/no/aktuelt/...uksselskapet-mowi/id2947825/
Mowi hat dann ein kurzes Pressestatement gegeben, das Gespräch bestätigt und als Konstruktiv bezeichnet.
https://www.regjeringen.no/no/aktuelt/...uksselskapet-mowi/id2947825/
Mowi hat dann ein kurzes Pressestatement gegeben, das Gespräch bestätigt und als Konstruktiv bezeichnet.
30.11.22 14:27
#793
Loonija
In Norwegen machen die Linken weiter Druck
https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/...oaz1iGR-Rta5EkAjxss
01.12.22 14:27
#795
fisker
Großzügiges Verteilen
fremden Geldes finden die meisten Wähler super. So gewinnt man auch Wahlen.
Eine Mehrheit im storting für den Steuervorschlag gilt mittlerweile als völlig sicher.
Das Thema verschwindet deshalb so langsam aus der Diskussion. In 1-2 Jahren wird man wissen wie die Sache wirtschaftlich ausging. Im Moment steigt der Lachspreis wieder ordentlich, das sichtert sicher noch gewisse Erträge. Die fetten Zeiten in der norwegischen Lachszucht sind aber wohl steuerbedingt vorbei.
Eine Mehrheit im storting für den Steuervorschlag gilt mittlerweile als völlig sicher.
Das Thema verschwindet deshalb so langsam aus der Diskussion. In 1-2 Jahren wird man wissen wie die Sache wirtschaftlich ausging. Im Moment steigt der Lachspreis wieder ordentlich, das sichtert sicher noch gewisse Erträge. Die fetten Zeiten in der norwegischen Lachszucht sind aber wohl steuerbedingt vorbei.
01.12.22 14:32
#796
Loonija
puhhh das macht es mir wieder schwerer
Bin mit Divi 1,8% Minus. Da ist die Frage ewig lange halten denn wenn es beschlossen wird, geht es bestimmt eine Etage tiefer. Wird es beschlossen aber nur abgeschwächt springen wir wieder ein Stück und ich kann mit + raus.
Muss ich mir noch mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen
Muss ich mir noch mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen
01.12.22 17:02
#797
fisker
Mowi
hat heute 175.342 Aktien am Markt im Wert von ca. 2,7 Mio zurückgekauft und wird diese Aktien im Rahmen eines Mitarbeiterprogramms an Beschäftigte zu Vorzugskonditionen ausgeben. Das Angebot galt nur für Beschäftigte in Schottland, Kanada und Norwegen, die vorab ihre Bereitschaft erklärt hatten Firmenaktien zu erwerben. 970 Mitarbeiter wollten das tun.
02.12.22 11:03
#798
K999
.
Es sind ja ganz viele sektoren in norwegen schon viel höher besteuert worden und werden es noch
Jedoch kein sektor ist so eingebrochen im chart wie die lachse
Kann mich auch irren...
Jedoch kein sektor ist so eingebrochen im chart wie die lachse
Kann mich auch irren...
02.12.22 11:57
#799
K999
Ärgerlich
Ich belgeite die mowi story seit 2015 und es ist meine größte einzelposition
Leider schrammt der momentanige kurs immer kurz unter meinem ek vorbei
Im april wurde ich noch mit einem fast 80% tigen kursplus für meine treue anlegerschaft belohnt, plus divis
Wenn ich jetzt verkaufen würde mit einem leichten nominalen minus selbst wenn ich die dividenden einrechne ist mein reales minus inflationsbedingt relativ groß
Leider schrammt der momentanige kurs immer kurz unter meinem ek vorbei
Im april wurde ich noch mit einem fast 80% tigen kursplus für meine treue anlegerschaft belohnt, plus divis
Wenn ich jetzt verkaufen würde mit einem leichten nominalen minus selbst wenn ich die dividenden einrechne ist mein reales minus inflationsbedingt relativ groß
02.12.22 11:59
#800
K999
.
Habe mir eine pro und kontra liste gemacht
Auch die dividenden waren lange steuerfrei das hat sich auch schon geändert
Quellensteuer mühsam
Politik unberechenbar
Kein vertrauen mehr
Auch die dividenden waren lange steuerfrei das hat sich auch schon geändert
Quellensteuer mühsam
Politik unberechenbar
Kein vertrauen mehr

