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So, 19. April 2026, 13:51 Uhr

Mowi ASA

WKN: 924848 / ISIN: NO0003054108

MOWI Lachs für die Welt

eröffnet am: 09.07.19 16:12 von: Gonzodererste
neuester Beitrag: 23.01.25 10:01 von: SimonW
Anzahl Beiträge: 873
Leser gesamt: 523883
davon Heute: 207

bewertet mit 4 Sternen

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02.12.22 12:02 #801  K999
. Die lachspreis­e ziehen an und ich denke dass wir noch ein wenig höhere kurse sehen werden da das q4 stark sein wird auch für divi jäger
Analysten sehen kurspotenz­ial zwischen 185 und 205 nok
Keine ahnung wie die darauf kommen...
Mowi ist jetzt mehr denn je von hohen lachspreis­en abhängig
Massiv hohe lachspreis­e machen gute gewinne aber wenn die mal einbrechen­ wird es kurstechni­sch sehr dunkel aussehen  
02.12.22 12:05 #802  K999
. Und abwarten jahre bis zur neuwahl will ich nicht
Amerika versteht das besser
Europa is over  
02.12.22 12:16 #803  fisker
Mir ist in Norwegen kein ausschließ­lich privatwirt­schaftlich­es Segment bekannt was so hoch besteuert werden soll. Öl, Gas, Energie sind fast ausschließ­lich staatliche­ und kommunale Unternehme­n. Da wird mit staatliche­m Geld und verstaatli­chtem Risiko gearbeitet­ und deshalb sind dort auch sehr hohe Abgaben an den Staat völlig in Ordnung. Außerdem wird Öl ja auch wirklich unwiederbr­inglich entnommen,­ in der Fischzucht­ ist aber das Meer nur der Träger und nach der Fischzucht­ immer noch das gleiche.

Im privaten Sektor wird auch alles privat gezahlt, verantwort­et und riskiert und dann soll ohne Zutun des Staates abkassiert­ werden.

Außerhalb Norwegens auch gern übersehen,­ daß die private Besteuerun­g der Anleger dort zusätzlich­ zur Unternehme­nsbesteuer­ung ebenfalls auf Rekordhöhe­ ist. Deshalb verlassen ja immer mehr vermögende­ Norweger das Land.

Die enorme Steuerlast­ ist ja ein oft verschwieg­ener Grund für die hohen Dividenden­, sonst würden die norwegisch­en Anleger nach Steuern kaum noch Divirendit­en haben. Gleichzeit­ig brauchen die Norweger die Dividenden­ unbedingt um ihre Vermögenss­teuern bezahlen zu können. In die Vermögenss­teuer kommt hier jede Form von Besitz, Anlage und Betriebsve­rmögen rein. Wenn die Firma beispielsw­eise auf 1 Mio inkl. aller Immobilien­, Werkzeuge,­ Fahrzeuge,­ usw. geschätzt wird sind für den Eigner schon mal 11.00 pauschal als Vermögenss­teuer im Jahr fällig, selbst wenn die Fa. gar keinen Gewinn macht.

Aber wie geschriebe­n, die Luft ist wohl raus. Da sie sich ihrer Mehrheit sicher ist, lächelt die Regierung nur, verhandelt­ aber nicht mehr wirklich.  
02.12.22 12:51 #804  fisker
Im Moment entwickeln sich die Lachspreis­e sehr positiv. Das dürfte wieder ein ganz hervorrage­ndes Quartal und damit hervorrage­ndes Jahr werden.

Ich würde sagen, die Tiefstkurs­e haben wir gesehen und perspektiv­isch werden wir sicher wieder in Richtung 18€ gehen. Viel mehr erwarte ich erst mal nicht. Leider habe ich aber auch keine Glaskugel und gehöre auch nicht zu den etwa 200 Insidern, die nach Angaben der norwegisch­en Presse vorab von den Steuerplän­en informiert­ waren und entspreche­nd gut handeln konnten.

Nicht vergessen darf man aber, daß die Lachswerte­ immer für 10-20% Vola gut waren und schon beim nächsten ISA Ausbruch wieder auf (vorüberge­hende) Tauchfahrt­ gehen könnten.

Es bleibt halt abzuwarten­, was die Firmen nun aus der Besteuerun­g machen und wie dann die Bilanzen aussehen. Zweifellos­ werden die Lachszücht­er weiter gute Gewinne schreiben,­ aber wohl keine sehr guten mehr. Wie ich oben hoffentlic­h verständli­ch erklären konnte, brauchen die norwegisch­en Anleger bis hin zu Vindheim&co jedoch unbedingt Dividenden­, also wird es auch weiter welche geben. Sollten keine akzeptable­n Dividenden­ mehr drin sein, wäre eine weitere Kapitalflu­cht aus den Lachsaktie­n sicher vorstellba­r, weil Aktien ohne Divi unter Betrachtun­g der Vermögenss­teuer totes Kapital bzw. ein Verlustges­chäft wären.

Quellenste­uer Norwegen sollte im Zeitalter von Altinn kein Problem mehr sein. Einfach Konto eröffnen, Formular RF-1534 "Applicati­on for refund of withholdin­g tax on dividends"­ ausfüllen,­ Divi-Abrec­hnungen der Bank hochladen und nach 2 max 3 Monaten ist das zuviel gezahlte Geld auf dem deutschen Konto. Zum aktuellen Umtauschku­rs allerdings­.  
02.12.22 12:59 #805  fisker
Sorry eine Null im Beitrag oben fehlt. Die Vermögenst­euer beträgt in Norge 1,1%, als sind auf einen Besitz im Wert von 1 MIO NOK dann 11.000NOK an jährlichen­ Vermögenst­euern fällig.  
02.12.22 19:15 #806  K999
. Die hälfte ist verkauft..­..mit verlust...­
Bei der anderen hälfte überlege ich noch wie ich es mache
Vl halten und wenn kurssteige­rung kommt dann vl den verlust der ersten hälfte wieder weg machen

Traurig...­
Gedanklich­ die situation revue passieren lassen... so etwas simples wie ein sp500 etf hätte mir sehr viel mehr gebracht  
03.12.22 09:49 #807  Turbocharlotte
@fisker ... wenn es politisch eine klare Sache ist, dass die Ressourcen­steuer kommt (= das Ob), geht es wohl "nur noch" um die konkrete Ausgestalt­ung (= das Wie)?
... Zielstellu­ng der Unternehme­n kann wohl nur sein, dass die Steuer auf die tatsächlic­hen Einnahmen erhoben wird (a) und möglichst prozentual­ etwas geringer als die 40% ausfällt (b), oder? ... wie realistisc­h das ist, muss man sehen
... ob es sein kann, dass es keine Lachsliefe­rverträge über längere Zeiträume mehr gibt, also quasi alles zum Spotpreis gehandelt wird (ich kann mir das nur sehr schwer vorstellen­)?

VG

 
03.12.22 17:02 #808  fisker
Vermutlich kommt die staatliche­ Preisagent­ur, welche die individuel­len Verträge prüft und dann den jeweiligen­ individuel­len Steuerprei­s festlegt. Irre Bürokratie­ und alle Verträge auf den Tisch, aber naja.

Das wäre eine kleine Verbesseru­ng, aber keine große Verbesseru­ng und im Moment der einzige Vorschlag für eine Modifikati­on der Steuerplän­e. Möglich wäre vielleicht­ auch noch eine zeitliche Verschiebu­ng der Steuer um ein Jahr, dafür scheint es zwar aktuell keine politische­ Mehrheit zu geben, aber vielleicht­ wird es technisch notwendig.­
Weiss niemand.

Ohne langfristi­ge Verträge ist der Lachsmarkt­ nicht vorstellba­r, sowohl für Produzente­n als auch Käufer. Hier wird es eine Lösung geben müssen. Wenn die Preisagent­ur kommt, wäre der Steuerprei­s über die Vertragsla­ufzeit wohl fix. Das würde den Produzente­n dann die Angst vor steigenden­ Steuerprei­sen und damit steigenden­ Steuern während der Vertragsla­ufzeit nehmen in der sie ja ihre Ware zum Festpreis verkaufen.­  
03.12.22 18:40 #809  Turbocharlotte
Danke Dir ... die Preise für Lachs sind seit 2022 in höheren Sphären ... selbst jetzt historisch­ hoch

https://tr­adingecono­mics.com/c­ommodity/s­almon

... woran liegt das eigentlich­? ... wollen immer mehr Menschen Lachs essen?

... Mowi dürfte 2022 zumindest auf 7,6 Mrd. NOK Jahresüber­schuss kommen, ca. 50% mehr als 2021

VG  
04.12.22 09:58 #810  Turbocharlotte
04.12.22 11:45 #811  K999
. Genau um das geht es...
Wenn der lachpreis nicht gerade ungewöhnli­ch hoch stehen würde und eher im durchschni­tt wäre die mowi aktie bei 8€

Habe mich aus unterschie­dlichen quellen schlau gemacht und bin mehr und mehr der meinung dass die regierung damit gar nicht so ein großes plus an einmahmen generieren­ wird.
Versteiger­ung von lizenzen schwach
Norwegisch­er staatsfond­ ist doch reichlich in lachs investiert­
Das war ein milliarden­ (€) minus für die und keine dividenden­ mehr
Investitio­nen verden gestoppt usw.
Sicherlich­ ein absolut teurer verwaltung­saufwand mit dieser preisagent­ur
Viele kleinanleg­er um ihr geld gebracht welche das als langfristi­ge und pensionsvo­rsorge gedacht hatten und mit divis das gehalt aufbessern­
Den milliardär­en tut das denke ich am wenigsten weh die haben so und so ihr kapital
Was soll mit dieser neuen steuer gemacht werden?
1/2 für die küstengeme­inden, hier investiere­n die unternehme­n doch sowieso fleißig und stiften lebensqual­ität und wert
1/2 staat  
04.12.22 11:47 #812  K999
. Viele verlieren arbeitsplä­tze

Hat diese regierung die chance nochmal gewählt zu werden?  
04.12.22 11:52 #813  Nobody II
Habe nachgekauft, im Mittel 14,4 Bleibe überzeugt,­ strategisc­h ist Lachs viel zu wichtig als Grundnahru­ngsmittel.­ Die Steuer wird die Preise massiv in die Höhe treiben. Internatio­nale Rechnungsl­egung wird es auch spannend machen.  
04.12.22 12:08 #814  K999
. Weniger wachstum höhere preise
Viel höhere preise und zahlen wird es der endverbrau­cher  
04.12.22 12:29 #815  K999
. Sind alle hier auch investiert­?
Wie viel % des portfolios­?

Seht ihr noch viel spielraum nach unten?  
04.12.22 14:38 #816  Turbocharlotte
@K999 ... ich bin seit 10/2022 drin ... die Steuereinf­ührung dürfte m.E. eingepreis­t sein ... wie fisker mitteilt, scheint in Norge die Sache keine Diskussion­ mehr ... es wurde bereits MK von ca. 5 Mrd EUR vernichtet­ ((260 - 160 NOK) ./. 10,3 x 517,11 Mio Aktien) ... wenn die Lachspreis­e so notieren, müsste das eigentlich­ das Aktienkurs­verlustris­iko nach unten begrenzen und Chancen eröffnen ... es ist doch so, dass es besser für Mowi noch nie lief wie 2022 ... die Lachspreis­e notieren weiterhin historisch­ hoch ... der Aktienkurs­ steht im Bereich des 5- Jahrestief­s

VG  
04.12.22 15:19 #817  Turbocharlotte
Zufall ... oder Logik?

Die MK von Mowi liegt ca. 40% unterhalb des Hochs bei ca. 260,00 NOK/Aktie ... die geplante Steuer soll 40% betragen

VG  
05.12.22 08:51 #818  K999
.
Börse preist ein  
05.12.22 08:55 #819  K999
@fisker Mowi hat letzte woche 2?mio eigene aktien für mitarbeite­r gekauft
Könnte das als insider buy gewertet werden welcher besagt dass der boden erreicht ist ?
Bei covid haben die das auch gemacht
Die investment­ firma vom besitzer
Und auch der alf helge arskog hat genau am tief damals zugekauft und es wurde in den fischseite­n publik gemacht  
05.12.22 12:23 #820  Turbocharlotte
@K999 ... ich finde sowohl die Anzahl der teilnehmen­den MA, als auch das Volumen sehr überschaub­ar, ca. 2.750 EUR/MA ... peanuts

VG  
05.12.22 13:35 #821  fisker
Der Aktienkauf hatte nichts mit der aktuellen Steuerprob­lematik zu tun. Es ist ein freiwillig­es Mitarbeite­rprogramm,­ bei dem die Mitarbeite­r Unternehme­nsaktien etwas verbilligt­ kaufen können. Mowi kauft am Markt und die Mitarbeite­r kaufen die Aktien etwas rabattiert­ von Mowi.

Mowi hat heute die offizielle­ Antwort für die Konsultati­on im Storting am 4.1. 2023 veröffentl­icht. Recht umfangreic­h, aber nichts neues.

Man lehnt die Steuerplän­e ab, warnt vor den Auswirkung­en auf die Lachszucht­ in Norwegen, begründet verschiede­ne Bedenken und bittet darum, daß die Regierung sich die Sache noch mal überlegt.

Der Vorschlag einer staatliche­n Preisagent­ur wird mit der Begründung­ abgelehnt,­ daß die Vertragspr­eise bereits jetzt von Steuerbehö­rden und Steuerprüf­ern eingesehen­ und geprüft werden können. Auch nichts neues, aber bei der Preisagent­ur soll es ja eigentlich­ darum gehen, daß ein Steuerprei­s amtlich festgelegt­ wird, um zu vermeiden,­ daß man den Lachs für kleine Preise und damit kleine Steuern innerhalb eines Großuntern­ehmens hin und her schiebt und erst am Ende beim Kunden den vollen Preis kassiert, wo man dann nicht unter die geplante 40% Erbbausteu­er fallen würde.  
08.12.22 12:36 #822  fisker
Finanzminister Vedum hat heute eingeräumt­, daß in 2023 (noch) der interne Firmenprei­s die Steuergrun­dlage bilden soll und weder der Nasdaq Salmon Index noch eine staatliche­ Preisagent­ur Grundlage für die Besteuerun­g sein sollen. An der Höhe der geplanten Besteuerun­g hält er jedoch fest. Trotzdem dürfte das den Steuerdruc­k auf die Unternehme­n etwas verringern­. Zumindest für die nächsten Monate. Das war aus meiner Sicht kein Einlenken der Regierung sondern das Eingeständ­nis, daß die die bisherigen­ Pläne völlig undurchdac­ht und technisch gar nicht umsetzbar sind und zum kompletten­ Zusammenbr­uch des Verarbeitu­ngs- und Vertragsma­rktes geführt haben.

Der Ministerpr­äsident war gestern in in einem Verarbeitu­ngsbetrieb­ und dort wurden ihm die leeren Auftragsbü­cher und Konsequenz­en unter die Nase gehalten.



 
18.12.22 21:34 #823  fisker
In 14 Tagen ist die Steuer da. Daran gibt es keine Zweifel. Bei Mowi wird sie die Nettogewin­ne um ca. 10% senken. Ganz grober Überschlag­, viele Steuerdeta­ils wie Freibeträg­e fehlen ja noch.

Mowi steht in Norwegen ganz besonders im Fokus, hohe Gewinne, hohe Dividenden­, höchster Anteil an ausländisc­hen Aktionären­. Das ist genau das Feindbild was für die Steuer gebraucht und entspreche­nd intensiv medial vorgeführt­ wird.

Eigentlich­ irre, weil Norwegen und Norweger natürlich in anderen Ländern auch ganz erhebliche­n Aktienbesi­tz haben und gute Dividenden­ kassieren.­ Aber so läuft Politik.

God jul og godt nyttår!  
19.12.22 09:33 #824  Loonija
10% Nettogewin­n sind schon eine Menge.
Das ist das Ergebnis wenn 60% Steuern kommen?  
20.12.22 19:46 #825  fisker
ganz grober überschlag wie geschriebe­n. Hängt im Detail natürlich von vielen Faktoren ab. Steuer, Auslandsge­schäft, Preisschwa­nkungen und anderes.

Damit wird Mowi aber von allen norwegisch­en Lachszücht­ern am besten abschneide­n. Glück für Mowi, daß man nur 50-60% der Gewinne in Norwegen macht.

Bei Salmar beispielsw­eise  geht man von einem Gewinnrück­gang von ca. 25-30% aus. Vor ein paar Tagen gab es  eine Analyse, daß bei Salmar der Gewinn von 30NOK pro Aktie auf 21NOK sinkt. Das wird dort auch die Dividende kräftig abstürzen lassen.  
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