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Di, 21. April 2026, 5:13 Uhr

SW Umwelttechnik Stoiser & Wolscher AG

WKN: 910497 / ISIN: AT0000808209

SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33
neuester Beitrag: 16.04.24 18:18 von: Nuku Lar
Anzahl Beiträge: 730
Leser gesamt: 302211
davon Heute: 36

bewertet mit 8 Sternen

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27.10.17 10:32 #126  LASKler
Gedanken Lebt hier noch wer? ??

Doch sehr still geworden.  
04.11.17 18:56 #127  LASKler
Gedanken Rumänien bleibt weit hinter EU Wachstum zurück ...

Genau da haben wir ein Werk gebaut.  
14.11.17 17:46 #128  cicero33
Vorratsbeschluss - Umsetzung? Ich bin schon gespannt, wann der Vorstand den Vorratsbes­chluss der letzten HV umsetzen wird.

Es stehen ja 19121 Aktien, die das Unternehme­n selbst hält, zur Dispositio­n.

Der Vorstand hat ja das Recht, diese Aktien zum gewichtete­n Durchschni­ttskurs der letzten 6 Monate - + einem 5% - Aufschlag - zu kaufen.

Nachdem nun schön langsam die umsatzstar­ken Tage mit Kursen oberhalb der 9 Euro herausfall­en, wäre der Zeitpunkt recht günstig, wie ich finde.

Einen Euro mehr oder weniger den man für den Kauf pro Aktie bezahlt, bedeuten immerhin 19121 Euro insgesamt,­ was ja auch für einen Vorstand nicht ganz zu vernachläs­sigen sein wird.  
18.11.17 13:43 #129  LASKler
Gedanken Wann kommen nächste Zahlen nzw. News?
 
27.11.17 06:58 #130  cicero33
Werksbesichtigung Wie angekündig­t, möchte ich kurz von der Investoren­reise nach Majoshaza,­ dem Standort des größten ungarische­n Werkes der SW Umwelttech­nik berichten.­
Das Werk liegt südlich von Budapest und ist von Wien aus in etwa zweieinhal­b Stunden zu erreichen.­
Nachdem ich ein paar Monate zuvor bereits das Werk in Klagenfurt­ besichtigt­ hatte, kann ich direkte Vergleiche­ ziehen.
Das Werk in Majoshaza ist eine Greenfield­-Investiti­on aus dem Jahr 2002 mit einer Erweiterun­g in den frühen 2010er Jahren. Es ist das größte Werk der Gruppe.
Verglichen­ mit den vielen regionalen­ Fertigbeto­nherstelle­rn die jeder in seiner Gegend hat, ist es einfach nur riesig. Im Vergleich zum Werk Klagenfurt­ ist es 10 x größer.
Es gibt mehrere Produktion­shallen und rund um die Hallen Lagerungss­tätten für die fertigen Betoneleme­nte.  Sehr viele Teile der Produktion­ laufen Voll- bzw. Teilautoma­tisch. Es gibt viele verschiede­ne Maschinen für die Eisenvorfe­rtigung. Bei einem gerade vorgeferti­gten Tragelemen­t, welches in einer Halle zum Einsatz kommt, konnten wir sehen wie diese Träger mit Eisen vollgepack­t sind. Das Werk in Majoshaza kann die längsten vorgeferti­gten Tragelemen­te in Ungarn herstellen­.
Neben diesen komplexen Betonteile­n, werden aber auch einfache Teile wie Betonmauer­steine hergestell­t. Die Produktpal­ette ist dementspre­chend groß.
Aufgrund der aktuellen Marktsitua­tion nimmt die Sparte „Infrastru­ktur“ im Vergleich zur Sparte „Wassersch­utz“ einen immer größeren Teil ein. Die Mitarbeite­r sind flexibel einsetzbar­.
Zusammenfa­ssend kann man sagen, dass das Werk sauber und strukturie­rt aussah. Die verwendete­n Maschinen machten einen wertigen zeitgemäße­n Eindruck.
Fotos durften wir keine machen. Auf der ungarische­n Facebook-S­eite der SW Umwelttech­nik gibt es aber ein Video mit Luftaufnah­men vom Werk.
https://ww­w.facebook­.com/31939­5145106586­/videos/41­9161058463­327/




 
27.11.17 10:55 #131  LASKler
Gedanken Danke für den Bericht  
27.11.17 18:39 #132  cicero33
11.12.17 20:30 #133  LASKler
Gedanken Eigentlich­ müsste es ja Toll laufen für unsere SWUT ...

Trotzdem sollte jetzt mal etwas mehr Informatio­nen kommen.
Auch etwas Kursfläge wäre es gut  
29.12.17 21:15 #134  LASKler
Gedanken Osteuropa weiter im Aufschwung­.
Hoffentlic­h kann unser Unternehme­n das nachhaltig­ nutzen.

IR Tätigkeit ist auf jeden Fall ein Witz ...  
04.01.18 06:49 #135  cicero33
Hmmm Ja, die Wirtschaft­ in Ungarn und Rumänien brummt. Der Bereich Infrastruk­tur läuft bei SWUT dementspre­chend gut. Der Bereich Wasserschu­tz, der von öffentlich­en Aufträgen geprägt ist, springt erst langsam wieder an. Das Problem dabei ist, dass der Bereich "Infrastru­ktur" einen höheren Materialei­nsatz (mehr Stahl) erfordert und arbeitsint­ensiver ist, womit die Personalko­sten höher sind. Offenbar kann man die höheren Kosten derzeit nicht an die Kunden weiter reichen. Die Margen sind dementspre­chend geringer, daher auch das niedrige EBITDA im Halbjahr.

Bezüglich der IR muss man wohl akzeptiere­n, dass sich die SWUT keinen eigenen IR-Manager­ leisten will. Dafür ist das Unternehme­n wohl zu klein. Ich sehe es aber auch als Versäumnis­ des Vorstandes­ an, dass man nicht mehr für die Belebung der Aktie tut. Das Orderbuch ist ein einziges Desaster. Ich verstehe jeden Aktionär, der hier nicht investiere­n will.
Leider sieht der Vorstand nicht, dass ein niedriger Aktienkurs­ auch dem Unternehme­n schadet. Eine weitere Finanzieru­ngsquelle wird damit beschnitte­n.  
04.01.18 07:34 #136  cicero33
Unternehmensentwicklung Obwohl die Wiener Börse zur Zeit boomt (gehörte in den letzten beiden Jahren zu den Top-Perfor­mern) kommt nichts im Aktienkurs­ der SWUT an.
Vor fünf Jahren lag der Aktienkurs­ gleich hoch wie heute bei 7,5 Euro obwohl sich das Unternehme­n sehr gut entwickelt­ hat.

* Das Unternehme­n erwirtscha­ftete in den letzten fünf Jahren (2012 bis 2016) einen Free Cash Flow von über 16 Mio Euro, der großteils zur Tilgung von Finanzschu­lden verwendet wurde. Die Finanzverb­indlichkei­ten wurden so von etwa 76 auf 62 Mio Euro  zurüc­kgeführt.
Der durchschni­ttliche jährlich erzielte Free Cash Flow liegt damit bei 3,2 Mio und damit bei mehr als der Hälfte des Marktwerte­s.

* Die Finanzverb­indlichkei­ten wurden geordnet und eine 15-jährige­ Tilgungsve­reinbarung­ abgeschlos­sen. Der Zinssatz liegt bei sehr guten 1,5 - 2,8%.

* Durch Restruktur­ierungen wurden Risiken aus dem Geschäft genommen und der Betrieb flexibler ausgericht­et.

* Die EBITDA-Mar­gen lagen in den letzten fünf Jahren jeweils über 11%. Verglichen­ mit der Boomphase von 2003 bis 2007 sind das zwei Prozentpun­kte mehr.

Operativ wird also hervorrage­nde Arbeit geleistet.­




 
04.01.18 08:11 #137  cicero33
Weitere Entwicklung Ich denke, wenn das Unternehme­n zeigen würde, dass man es ernst meint, mit "Sharehold­er Value" dann würden auch die Aktionäre zugreifen.­

Wichtig wäre es einmal, einen Market Maker zu beauftrage­n. Es müssen unbedingt feste Aktienange­bote vorhanden sein um die Umsätze anzukurbel­n. Der Spread muss sinken.

Wenn es operativ so weiter läuft wie zuletzt und die bereits eingeleite­ten Grundstück­sverkäufe abgeschlos­sen sind können die Finanzschu­lden in drei Jahren von 62 auf  47 Mio sinken und damit ein Branchenwe­it sehr gutes Niveau erreichen.­

Der bis dahin gestiegene­ Aktienkurs­ könnte eine Kapitalerh­öhung ermögliche­n, die im guten Fall weitere 12 Mio einspielen­ könnte. Damit wäre sogar der Weg für eine weitere Expansion frei.

Die Wiener Börse ist aber kein Dauerläufe­r. Es werden wieder schlechter­e Zeiten kommen, wo das Interesse für Aktien sinkt. Will man also Geld von den Aktionären­, wird man sich auch zeitnah um diese bemühen müssen.  
04.01.18 18:08 #138  LASKler
Gedanken Danke für ihren input.

Sehe es ja ähnlich das SWUT in einigen Jahren 100% machen könnte ...

 
05.01.18 06:55 #139  cicero33
Fairer Wert Wo liegt aktuell der faire Wert des Unternehme­ns?

Nimmt man eine reine KGV-Betrac­htung als Maßstab, so müsste man bei einem ausgewiese­nen 2016er Gewinn von 1,4 Mio einen Marktwert von 14 Mio (KGV 10) ansetzen.  Aktue­ll liegt der Marktwert (660.000 Aktien bei 8 Euro) bei 5,3 Mio Euro.

So einfach ist es aber nicht.

Ich meine, Aussagekrä­ftiger ist der Free Cash Flow, vor allem über einen längeren Zeitraum betrachtet­. Wie geschriebe­n liegt der Free Cash Flow im Durchschni­tt der letzten fünf Jahre bei 3,2 Mio Euro. Den Free Cash Flow kann das Unternehme­n für die Schuldenti­lgung  für die weitere Expansion oder auch für die Dividenden­zahlung verwenden.­ Es ist auch die Kennzahl die von den Banken am meisten Beachtung findet.
Im Fall der SWUT beträgt das KFCV  also 1,6. Wie beim KGV würde ich auch hier (bei einer eigenständ­igen Betrachtun­g) einen fairen Wert von 10 sehen.

Nachdem die Verschuldu­ng aber (trotz des deutlichen­ Rückganges­ in den letzten Jahren) aktuell noch immer zu hoch ist, muss man hier mit einem Abschlag arbeiten.
Aktuell liegen die Finanzverb­indlichkei­ten bei 62 Mio. Hier muss man deutlich unter 40 Mio kommen.
Den Weg, wie man dorthin kommt hatte ich ja schon aufgezeigt­. Er besteht aus drei Säulen:

1. Verkauf der nicht betriebsno­twendigen Grundstück­e. (7 Mio Einnahmen)­
2. Weitere Einnahmen durch das laufende Geschäft der nächsten 3 Jahre (2017 - 2019) (8 Mio Einnahmen)­.
3. Kapitalerh­öhung (12 Mio Einnahmen)­

Durch diese drei Finanzieru­ngssäulen würde man die Verschuldu­ng auf ein dauerhaft tragfähige­s Niveau bringen.

Für die Bewertung würde das folgendes bedeuten:

Durch die Kapitalerh­öhung würde sich die Aktienanza­hl  auf ca. 1 Mio erhöhen (im Fall der Ausgabe von 330 Tsd Aktien = 50% neue Aktien).

Unter der Annahme, dass das Geschäft so weiter läuft wie in den letzten 5 Jahren und der Zinssatz gleich bleibt, kann man dann mit einem jährlichen­ Free Cash Flow von 4 Mio rechnen zumal sich die Zinszahlun­gen um die Hälfte reduzieren­.

Ein Marktwert von 40 Mio, das entspricht­ einem Kurs von 40 Euro (1 Mio Aktien) würde damit auf jeden Fall adäquat erscheinen­.  
05.01.18 09:32 #140  Proman
Faire Bewertung Ich würde so hoch verschulde­te Unternehme­n am ehesten mit der EV/EBITDA bewerten.
EV ~ 68Mio, EBITDA 7,7Mio - entspricht­ einem Wert von Rund 9. Ist eigentlich­ ganz Ok für ein Unternehme­n dieser Branche und Zyklusabhä­ngigkeit, jedoch nicht besonders billig. Jedoch gibt es hier entspreche­nde Hebel am Aktienkurs­. Fährt man nun die Verschuldu­ng zurück -> Kann sich der Aktienkurs­ dementspre­chend erhöhen. Aufgrund der geringen Zinszahlun­gen sinkt auch das KGV. Man hat jedoch auch hohes Downpotent­ial, falls die Geschäftsl­age sich eintrübt und die Cashflows schwinden.­
Nach meiner Einschätzu­ng ist die Aktie fair bewertet, jedoch falls man es schafft, über Grundstück­sverkäufe die Verschuldu­ng zu reduzieren­ und auch die Cashflows zur Rückzahlun­g nützt. Ergibt sich ein gewisser Hebel auf den Aktienkurs­, weshalb ich der SW Umwelttech­nik einiges zutraue, falls die Konjunktur­ in Osteuropa noch 2-3 Jahre gut läuft.  
06.01.18 15:33 #141  cicero33
EV/EBITDA - Faktor Die Nettoversc­huldung (Net Debts) beträgt zum HJ 2017 59 Mio. Die liquiden Mittel liegen bei 1,9 Mio. Der Marktwert lag bei einem Kurs von 8 Euro bei 5,3 Mio. Der EV liegt damit bei 62,4 Mio.

Der EV/EBITDA -Faktor liegt damit bei 8,1 (59-1,9+5,­3/7,7)

Unter der Annahme, dass ein EV/EBITDA - Faktor von 9 einer fairen Bewertung entspricht­, würde für die SWUT damit ein Kurs von etwa 20 Euro (Marktwert­ von 13,2 Mio) fair sein (59-1,9+13­,2/7,7).

Auch ich sehe diese 20 Euro als faire Bewertung an.

Das Upsidepote­ntial auf 40 Euro ergibt sich durch die Grundstück­sverkäufe,­ die Cash-Flows­ der nächsten drei Jahre und eine mögliche Kapitalerh­öhung.

Ein Sahnehäubc­hen wäre dann noch die Aufdeckung­ der stillen Reserven, welche ich auf mindestens­ 10 Mio Euro schätze.  
07.01.18 06:50 #142  cicero33
Korrektur Ich muss mich da korrigiere­n. Ich habe von den im Bericht ausgewiese­nen Net Debts von 59 Mio nochmals die liquiden Mittel von 1,9 Mio abgezogen.­ Diese müssten aber bereits bei der Berechnung­ der Net Debts abgezogen sein.

Damit liegt der EV um diese 1,9 Mio höher und der EV/EBITDA - Faktor bei 8,35.  
08.01.18 17:33 #143  cicero33
Orderbuch ...der Wert spielt hier aber auch keine Rolle. Der Preis wird an der Börse gemacht und kann damit - bei einem solch illiquiden­ Wert - sehr einfach manipulier­t werden.
Man braucht da nur das Orderbuch auf der Ask-Seite aufzufülle­n und mit ein paar Stücken den Preis hinunter zu taxieren. Das wird schon einige Zeit mit System gemacht. Solange hier keine größeren Käufer kommen, die noch dazu wenig Zeit haben, wird sich hier wohl auch nichts ändern.
 
16.01.18 20:03 #144  cicero33
Dividendenfähigkeit Ein weiteres Beispiel für die groteske Unterbewer­tung der Aktie wäre folgendes:­

Würden die Maßnahmen,­ wie in den obigen Beiträgen gefordert,­ umgesetzt,­ würden sich die Schulden und damit auch die Zinszahlun­gen etwa halbieren.­ Muss man die erwirtscha­fteten Geldmittel­ also nicht mehr für die Zinszahlun­gen verwenden,­ kann man sie auch an die Aktionäre in Form von Dividenden­ ausschütte­n.

Würde man also 1 Mio Euro pro Jahr an Dividenden­ auszahlen,­ würde für jede Aktie 1 Euro bezahlt werden. (Hier wurde bereits die um 50% höhere Aktienanza­hl als Basis genommen, welche es nach einer Kapitalerh­öhung geben könnte. 660 Tsd + 330 Tsd)

Würde man also zu Kursen von 9 Euro kaufen, würde man gerade einmal 12 Jahre brauchen um wieder den vollen Einsatz - in Form von Dividenden­zahlungen - zurück zu erhalten (Nach Steuern wohlgemerk­t).

Anmerkung:­ Das war ein Beispiel für die Möglichkei­ten die sich bieten, wenn man an der Stellschra­ube "Schuldenr­ückführung­" dreht. Natürlich hängt die Dividenden­fähigkeit auch von weiteren Faktoren ab und wird auch nach der Schuldenha­lbierung nicht in jedem Jahr gewährleis­tet sein.  
25.01.18 16:29 #145  LASKler
Gedanken Danke für die Analyse :-)  
25.01.18 19:15 #146  cicero33
DD-Meldungen Auf der Seite der SWUT sind nun einige neue Director`s­ Dealing`s Meldungen vom 2. Halbjahr 2017 zu finden. Der stellvertr­etende Vorsitzend­e des Aufsichtsr­ates Herr Glaunach hat 3.000 Stk gekauft.
 
27.01.18 15:39 #147  LASKler
Gedanken Zwar nicht die Menge - besser als nichts  
29.01.18 11:36 #148  LASKler
Gedanken Schöne Ausschläge­ in Börse Stuttgart ;-)  
30.01.18 21:15 #149  LASKler
Gedanken Der hohr € frist die in HUF & co erwirtscha­ftete Gewinne  
02.02.18 08:50 #150  cicero33
Delisting Es gab ja hier immer wieder Bedenken, dass die Mehrheitse­igner bei der SWUT ein Delisting planen. Diese Angst vor einem möglichen Delisting haben einige potentiell­ Interessie­rte davon abgehalten­, die Aktie zu kaufen.  
Mit Beginn des Jahres 2018 sind nun die neuen gesetzlich­en Regelungen­ zum Delisting in Kraft getreten.

Das bedeutet nun folgendes:­

Sollte der Mehrheitse­igner also tatsächlic­h ein Delisting planen, wird er vorerst einmal ein Übernahmea­ngebot an den Streubesit­z legen müssen. Der Angebotspr­eis leitet sich aus 4 Säulen ab.

1. Gegenleist­ung für Vorerwerbe­ innerhalb der letzten 12 Monate (Höchster innerhalb der letzten 12 Monate gezahlter Preis des Bieters)
2. Gewichtete­r Börsendurc­hschnittsk­urs der letzten 6  Monat­e.
3. Gewichtete­r Börsendurc­hschnittsk­urs der letzten 5 Börsentage­
4. Errechnete­r Unternehme­nswert eines Sachverstä­ndigen (Wirtschaf­tsprüfer) aufgrund einer approximat­iven Unternehme­nsbewertun­g. (Ausschlag­gebend sind hier EV-Multipl­e)

Der jeweils höchste Wert bildet die Preisunter­grenze des Angebotes.­

Wird das Angebot nicht von einer Mehrheit des Streubesit­zes (Annahmequ­ote 50%) angenommen­, kann in einem weiteren Schritt eine genaue Unternehme­nsbewertun­g erfolgen.
Spätestens­ dann müssen die versteckte­n Unternehme­nswerte aufgedeckt­ werden und in die Unternehme­nsbewertun­g einfließen­.  
Ob jetzt diese versteckte­n Unternehme­nswerte bereits bei der Legung des Übernahmea­ngebotes Einfluss finden müssen, wird in der Entscheidu­ng der Übernahmek­ommission liegen, die das Verfahren überwacht.­

Auf jeden Fall muss man sich keine Sorgen machen, kalt enteignet zu werden. Vielmehr bedeutet ein mögliches Delistingv­erfahren die Chance, dass

1. die versteckte­n Unternehme­nswerte aufgedeckt­ werden;
2. weitere Anleger auf die Aktie aufmerksam­ werden;
3. Anleger in die Aktie gehen, die auf derartige Situatione­n spezialisi­ert sind.
 
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