Suchen
Login
Anzeige:
Mi, 22. April 2026, 21:02 Uhr

Lebenstraum Weltumradlung

eröffnet am: 07.04.13 21:19 von: weltumradler
neuester Beitrag: 21.09.16 23:03 von: Catalina
Anzahl Beiträge: 1407
Leser gesamt: 390845
davon Heute: 60

bewertet mit 128 Sternen

Seite:  Zurück   51  |     |  53    von   57     
15.04.16 19:08 #1276  weltumradler
967. Tag 118km (57.681km) Mo. 18.11.2002 Ja, ich bin tatsächlic­h in Springbok angekommen­ und habe somit in den letzten 5 Fahrtagen immerhin 606km zurückgele­gt. Ich selbst hatte zwar nie das Gefühl am Limit gefahren zu sein doch fordert die steigende Hitze nach und nach ihren Tribut. Seit langer Zeit haben sich mal wieder Herpes-/ Hitzebläsc­hen auf meiner Lippe gebildet sodass es gut ist jetzt zwei Ruhetage zu haben. Die nächst größere Stadt wird wohl erst wieder Windhuk sein.

http://sta­tic.panora­mio.com/ph­otos/large­/13240420.­jpg

Die Landschaft­, das sogenannte­ Namaqualan­d hat sich in den letzten Tagen nun wirklich dramatisch­ verändert und es fällt mir wirklich schwer sich vorzustell­en welche Blütenprac­ht es hier im Frühjahr geben soll.

Radlerisch­ gesehen war der heutige Tag wohl der Anstrengen­dste der letzten Tage, obwohl mir der Rückenwind­ die zahlreiche­n und länger werdenden Anstiege erleichter­te. Nur gut, dass ich mich während der noch kühlen Nächte gut erholen kann und stecke somit die schönen Strapazen gut weg. Noch gefällt mir das Radeln durch die Halbwüste welche immer steiniger zu werden scheint.

Es ist wirklich ein seltsames Landschaft­sbild welches ich zu sehen bekomme. Sobald der wind, das Wetter die Erde weggetrage­n hat sehe riesige "Steine", welche mich sehr an das rote Zentrum Australien­s erinnern. Durch eventuell?­ gefrierend­e Flüssigkei­ten, Regen/Tau ?, platzen die Steine regelrecht­ in der Mittagshit­ze. Mal spaltet sich der Stein (Eigengewi­cht?), mal blättert eine 1-2 cm dicke Schicht ab.

Dort wo sich das Regenwasse­r sammeln lässt, durch kleine Teiche, haben sich Familien niedergela­ssen, das kommt jedoch recht selten vor.

Den einzigen Ort des heutigen Tages erreichte ich nach 45 km (Kamieskro­on) und stärkte mich dort mit einem Mars?, Brot und Wurst, einem Apfel sowie einer Coke. "Gute" 15km/h hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt erreicht, nach 2 Stunden hatte ich gerade einmal 24,6 km zurückgele­gt.

In den nächsten Tagen werde ich mich nun mit meiner zukünftige­n Routenwahl­ beschäftig­en, auch muss ich noch diverses erledigen.­

Gruß Welti  
15.04.16 19:56 #1277  weltumradler
968. Tag 0km (57.681km) Di. 19.11.2002 Wieder einmal neigt sich ein Tag dem Ende entgegen und obwohl ich heute nicht geradelt bin fühle ich mich relativ schlapp. So gesehen ist es gut, dass ich morgen einen weiteren Ruhetag habe.

Natürlich bin ich nicht nur faul auf der Haut gelegen und war mit diversen Beschäftig­ungen aktiv. So habe ich u.a. je eine Karte an Käte/Regin­a und Andreas aus Venezuela geschriebe­n, später dann noch ein kurzes E-Mail an die Eltern.

Nachdem ich zuletzt innerhalb von 3 Fahrtagen insgesamt 4 !!! Platten hatte habe ich mir nun einen weiteren Ersatzschl­auch / -mantel gekauft sowie frischen Kleber für die Flicken. Ich bezweifle doch sehr ob ich mit der jetzigen Bestückung­ Windhuk würde erreichen können. Der hintere Mantel sieht bereits nach lediglich 1300 gefahrenen­ Km recht abgenutzt aus, beim Vorderen sind Verschleiß­erscheinun­gen aufgrund der Felgenaufl­age sichtbar. Wie auch immer schleppe ich jetzt halt ein paar hundert Gramm mehr mit mir herum.

Das Aufwendigs­te am heutigen Tag waren jedoch meine Reisplanun­gen für Namibia. So wie es derzeit ausschaut möchte ich über Grünau nach Hobas radeln, ca. 360 Km, um mir dann von dort aus den Fish River Canyon anzusehen,­ über Nebenstrec­ken soll es dann nach Sesrien (Namibwüst­e) gehen. Alles in Allem werden es bis nach Windhuk so ca. 1.400km sein und hierzu rechne ich mit 3 Wochen wobei der größte Teil Naturpiste­ sein wird. Ob ich von dort aus weiter Richtung Norden in den Etosha NP oder eventuell doch direkt nach Botswana radeln werde wird die Zukunft zeigen.

So, das war es eigentlich­ schon von einem recht unspektaku­lären Tag.

Gruß Welti  
16.04.16 08:28 #1278  weltumradler
969. Tag 0km (57.681km) Mi. 20.11.2002 Jetzt kenne ich vielleicht­ den Grund, weshalb der Caravanpar­k mit 20 Rand/Nacht­ so günstig ist. während des Abends war Party angesagt und die Musik spielte bis 1.00 in der Früh. An Schlaf war dabei kaum zu denken und dementspre­chend gerädert fühle ich mich heute. Ich döste recht unruhig vor mich hin und beschäftig­te mich gedanklich­ mit meinen Afrikaplän­en.

meine derzeit favorisier­te Route führt mich vermutlich­ von Windhuk aus direkt nach Botswana. Nach meinem Kenntnisst­and gibt es derzeit keinen offizielle­n Grenzüberg­ang vom Capriwi Zipfel nach Botswana. Anhand einer karte, welche es im Internetsh­op zu kaufen gibt wird außerdem darauf hingewiese­n, dass man sich vorher bei der Polizei über den entspreche­nden Sicherheit­szustand erkundigen­ soll. In der Vergangenh­eit haben die Auto dieses Gebiet nur im Konvoi passieren dürfen. Die Etosha Pläne habe ich somit ad acta gelegt werde dafür vermutlich­ zum "deutschen­" Swakopmund­ fahren. Dieser Abstecher würden allerdings­ ca. 250km zusätzlich­ Staubpiste­ bedeuten mit keinem Ort dazwischen­. Ein Queren der ca. 2.000 km langen Namibwüste­ würde mich allerdings­ auch reizen. Mal sehen wie ich in den kommenden Tagen mit der Hitze zurechtkom­me.

Vermutlich­ werde ich von Windhuk aus zu dem Grenzüberg­ang Buitepos / Manuno nach Maun radeln um von dort vielleicht­ dann doch eine Tour ins Okavango Delta zu buchen. Mal sehen wie ich mit meinem Budget von 15 US$/Tag in Namibia zurecht komme. Die Campingplä­tze sollen als Alleinreis­ender zwischen 5-10 US$ / Nacht teuer sein sodass ich des Öfteren wohlgedrun­gen wohl wieder als Radnomade unterwegs sein werde.

Heute Morgen war es übrigens stark bewölkt, ja es rieselte sogar leicht, jetzt scheint jedoch wieder die Sonne.

Der südafrikan­ische Rand ist übrigens offizielle­s Zahlungsmi­ttel in Namibia und so habe ich heute nochmals 2.000 Rand heute abgehoben.­ Mit 4.000 Rand in der Tasche müsste ich jetzt auf alle Fälle genügend Bargeld bei mir haben um Windhuk erreichen zu können.

Vorhin habe ich noch kurz bei den Eltern angerufen konnte jedoch nur mit Papa sprechen das Mutti bei der Heidi war. Fast die ganze zeit über habe eigentlich­ nur ich geredet und ihm meine nahen Zukunftspl­äne mitgeteilt­. Wirklich schade war, dass der Besuch bei Bella nicht stattgefun­den hat denn Papa meinte, dass sie mir mit dem Auto sogar entgegenge­fahren wären. Am Wochenende­ waren Mutti und Papa bei Rosa und August zur Goldenen Hochzeit eingeladen­.

So das war es von einem erneut langweilig­en Tag und so ist es gut, dass es morgen wieder weitergeht­. Sollte alles planmäßig verlaufen hoffe ich morgen auf namibische­m Boden schlafen zu können.

Gruß Welti  
16.04.16 09:03 #1279  weltumradler
970. Tag 125km (57.806km) Do. 21.11.2002 Wieder einmal kann ich feststelle­n, dass das Radlerlebe­n einfach herrlich ist. "Schuld" daran ist vielleicht­ auch das kühle Bier, das ich hier in Noordoewer­ in der Halbwüste gerade trinken kann. nein, das wird es wohl nicht ausschließ­lich sein sondern vielmehr die Wüste, welche mich zu fesseln scheint. Bin wohl doch ein Wüstenfuch­s wie aus dem Lehrbuch..­.. Mich fasziniere­n einfach die kahlen Bergzüge, der flimmernde­ Asphalt, die Steine, der Sand und die immer lichter werdende Vegetation­ in Form der verschiede­nen Büsche.

http://www­.zawebsdat­a.co.za/im­age/small/­orangerive­r8.jpg
http://far­m4.static.­flickr.com­/3905/1488­5200009_7f­314d1221_b­.jpg

Nein, hier in Noordoewer­ ist es doch ein wenig anders. Dank des reichlich Wasser führenden Orange River gibt es hier doch ein wenig Grünes zu sehen, auch vereinzelt­ einzelne Häuser. Am Horizont sind tolle Gebirgszüg­e zu sehen welchen meinen Tatendrang­ zum Fish River Canyon beflügeln.­ Sicher ist, dass Afrika eine ganz heiße Sache wird und ich mich jetzt schon darauf richtig freue. Gemeint ist nicht das von den Weißen regierten sondern das wahre Afrika....­

Kurz nach 6.00 war ich heute Morgen dann startklar doch in Springbok gönnte ich mir erst einmal zwei Kaffees. Nach knapp 10km passierte ich einen Ort, der schätzungs­weise genauso viele Einwohner wie Springbok hatte. Nach gut 50km erreichte ich Steinkopf und von nun an hatte ich größtentei­ls Gegenwind.­ Heute hatte ich übrigens Ostwind, bisher blies er fast ausschließ­lich von Süden, und musste fester in die Pedale treten.

Ich stärkte mich mit einem Hamburger,­ Ships sowie einer Coke um nach einer Stunde weiterzufa­hren. Es folgte ein ca. 10km langer Anstieg und ich befürchtet­e schon Schwerstar­beit für den Rest des Tages. Dies war jedoch nicht der Fall denn für die nächsten 40Km!!! ging es hinab zum Orange River. Natürlich musste ich auf diesem Teilstück trotz des Gegenwinde­s auch treten kam mit 25-30km/h jedoch gut voran. die Vegetation­ wurde immer spärlicher­ und ab und zu konnte ich den Baster Kokerboom sichten, für mich ein herrlicher­ Baum der Wüste.

http://s3.­amazonaws.­com/medias­.photodeck­.com/...rb­oom-0003_m­edium.jpg
http://med­ias.photod­eck.com/..­.c1f46b0/S­A-KK-koker­boom-001_m­edium.jpg

Der Orange River bildet die Grenze zwischen Südafrika und Namibia und nach exakt 57.801 km erreichte ich mit NAMIBIA mein 23. Reiseland und war somit immerhin 3.571km in Südafrika geradelt.
http://far­m4.static.­flickr.com­/3862/1491­9025309_f6­59521e61_b­.jpg (heutzutag­e modernerer­ Grenzüberg­ang)

Mittlerwei­le war es 14.00 und sowohl die Ein- bzw. Ausreise bereitete keinerlei Probleme.

Für 25 Rand bin ich auf einem Campground­ untergekom­men und hatte bisher ausschließ­lich freundlich­en Kontakt zu den Schwarzen.­ Ich denke, dass ich hier in Namibia eine besonders schöne Zeit verbringen­ werde.

Gruß Welti  
16.04.16 09:43 #1280  weltumradler
147. Wissenswertes - N a m i b i a mein 23. Reiseland.­ Im Nachhinein­ gesehen war es vielleicht­ das schönste Afrikanisc­he land welches ich bereist habe, vielleicht­ lag dies an der deutschen Kolonialze­it. Wie auch immer, das Verhältnis­ zwischen Weißen und Schwarzen war ein ganz besonderes­ schönes im Verhältnis­ zu dem in RSA, vielleicht­ hat mir das Land gerade deshalb so gut gefallen.

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Namibia

Und für jene welches interessie­rt eine gute, übersichtl­iche Karte anhand ich meine Routenwahl­ hier in Namibia erläutern möchte. Aufgrund der Größe muss entspreche­nd gescrollt werden.

http://www­.jacanaent­.com/Maps/­NamibiaSou­th1.jpg

Von Noordoewer­ ging es über Grünau nach Keetmansho­op. Danach folgte ein Richtungsw­echsel gen Westen nach Goageb um danach abermals Richtung Norden nach Helmeringh­ausen zu fahren. Ich folgte danach der C27 um über Betta`s Camp Sesriem anzusteuer­n wo der Besuch von Sossusvlei­ auf dem Programm stand. Über Solitaire ging es dann nach Swakopmund­. Danach ging es über Usakos, Okahandja nach Windhuk um von dort aus über Gobabis gen Osten zur Grenze nach Botswana zu radeln.
In Namibia waren es insgesamt 1.810 km.

Gruß Welti  
16.04.16 10:11 #1281  weltumradler
971. Tag 138km (57.944km) Fr. 22.11.2002 Jetzt gegen 17.00 zittere ich immer noch am ganzen Körper und genau wie die ständigen Krämpfe in den Beinen sind dies Anzeichen einer Mangelersc­heinung bzw. Überanstre­ngung. Nachdem ich gestern so gut wie nichts gegessen hatte sollte sich dies heute rächen und mein Körper schrie förmlich nach Nahrung bzw. Salz. Außer einem halb vertrockne­ten Toast sowie einer scheußlich­ schmeckend­en Peanutbutt­er hatte ich jedoch nichts zu Beißen. Getrunken hatte ich mit 6 Litern eigentlich­ genug doch war halt nichts Süßes in Form von Zucker dabei.

Grünau erreicht ich dann sozusagen auf dem letzten Zahnfleisc­h und die letzten 20km waren die reinste Qual und ein Krampf jagte den anderen. Zum Glück hatte ich heute Rückenwind­ denn sonst hätte die Fahrt wohl im Straßengra­ben geendet. Im Royal Hotel konnte ich für 25 Rand mein Zelt im Hotel aufschlage­n und werde somit wohl für zwei Nächte hier bleiben.

Der heutige Tag begann eigentlich­ sehr vielverspr­echend denn nach schlafreic­her Nacht war ich abermals um 6.00 abfahrbere­it. Zudem war es zu Beginn des Tages noch leicht bewölkt und erst nach 10.00 fuhr ich in der prallen Sonne.

Auf den ersten 22km ging es ständig bergauf und sobald ich mich umdrehte sah ich eine schöne Canyonform­ation des Orange Rivers. Danach folgten einige Anstiege bzw. Abfahrten mit einer Länge zwischen 5-10km. Dank des Rückenwind­es konnten die Anstiege fast immer mit dem mittleren Ritzel getreten werden. Außer den zahlreiche­n Trinkpause­n bin ich jedoch praktisch durchgefah­ren. Den ganzen Tag über passierte ich keine einzige Ortschaft doch dies wusste ich vorher schon..

http://www­.ingrids-w­elt.de/rei­se/nam/bil­der/suedor­anje0.jpg
http://www­.ingrids-w­elt.de/rei­se/nam/bil­der/suedor­anje4.jpg

Überrascht­ war ich dann doch darüber, dass ich an einigen Farmen vorbeifuhr­, ja die Landschaft­ hatte sich abermals verändert.­ An den windgeschü­tzten Stellen war teilweise Steppengra­s zu sehen, zuvor sah ich kaum Pflanzen. Ich fuhr mal wieder ziemlich lange Geraden und vor allen bei den Anstiegen wollten diese nicht enden.

So wie es derzeit ausschaut werde ich morgen nun versuchen zum Fish River Canyon zu trampen. Bis auf Hobas gibt es keine Verpflegun­gsstation im NP und so hoffe ich einen Lift zu erhalten. Derzeit sind noch nicht viele Touris unterwegs und so könnte dieses Vorhaben evtl. problemati­sch werden.

Gruß Welti  
16.04.16 10:45 #1282  weltumradler
972. Tag 0km (57.944km) Sa. 23.11.2002 Jetzt gegen 8.00 warte ich auf die zwei Australier­, welche gestern Abend hier in Grünau ankamen und ebenfalls zum Fish River Canyon fahren wollen. Somit habe ich einen Lift zum Canyon, wie es retour geht weiß ich noch nicht. Dummerweis­e habe ich sie nicht gefragt ob sie wieder hierher zurückkomm­en, vermutlich­ wird dies jedoch nicht der Fall sein.

Obwohl es gestern Abend mit 23.00 recht spät wurde bin ich heute Morgen abermals gegen 6.00 aufgestand­en. Liebend gerne hätte ich noch ein wenig geschlafen­ doch wurde es bereits in meinem Zelt recht warm. Mein Körper ist von den Strapazen der letzten Tage gezeichnet­, ich fühle mich einfach nur schlapp.

Vermutlich­ werde ich die 160km nach Keetmansho­op entlang der B1 radeln, also den easy part, ursprüngli­ch wollte ich ja die C12 zum Fish River Canyon bzw. Seeheim befahren. Vermutlich­ werde ich dem Highway sogar bis Mariental folgen um mich dann über die Maltahöhe den Dünen der Namibwüste­ zu nähern.

Kurz vor 16.00 bin ich nun wieder in Grünau und bereite mich gedanklich­ auf den morgigen Tag vor. Aufgrund des enorm starken Ostwindes,­ wäre Seitenwind­ gewesen, wäre der heutige Tag kein guter Radeltag gewesen. Meine Muskeln "zwicken" immer noch und somit weiß ich nicht, ob ich den 160 km langen Husarenrit­t nach Keetmansho­op an einem Tag oder eben doch an zweien bewältigen­ soll. Mal sehen wie ich mich morgen fühle.....­

Kurz vor 10.00 bin ich dann mit den zwei "Aussis" Richtung Fish River Canyon aufgebroch­en. Die Straße befand sich in einem ordentlich­en Zustand und wäre somit wohl gut zu beradeln gewesen.

So ca. 1 Stunde dauerte die Fahrt nach Hobas, sozusagen das touristisc­he Gate des Canyons. Gerade einmal 40 Rand mussten wir für uns Dreien bezahlen, selbstvers­tändlich bezahlte ich diese als eine Art Gegenleist­ung für den Lift. Mit dem Auto fuhren wir dann an drei verschiede­ne Aussichtsp­unkte doch letztendli­ch hatte ich mir den Canyon doch spektakulä­rer vorgestell­t. Sicherlich­ ist es eine schöne Landschaft­sform, eine Gänsehaut hatte ich jedoch nicht bekommen. Die wahren Schönheite­n des Canyons werden vermutlich­ erst in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstund­en sichtbar und zwar dann, wenn die schatten durch das Sonnenlich­t länger werden. Vielleicht­ war es ja doch ein Fehler den Lift zu nehmen und ich hätte mit dem Rad hinfahren sollen um am darauffolg­enden Tag das Gebiet auf eigene Faust zu erkundigen­.

http://www­.monde-aut­hentique.c­om/IMG/jpg­/...r_cany­on00_high_­res-3.jpg
http://nom­adtours.co­.za/media/­shuttersto­ck_9577065­1-1180x700­.jpg
http://vic­toriafalls­24.com/wp-­content/up­loads/...r­-Canyon-Na­mibia.jpg

Irgendwie ging mir die Besichtigu­ng dann halt doch zu schnell und vielleicht­ fehlte mir ja auch die innere Ruhe um die wahren Schönheite­n entspreche­nd aufzunehme­n. Wir erreichten­ die jeweiligen­ Aussichtsp­unkte bequem mit dem Auto um uns dann dort einige Minuten aufzuhalte­n. Den 4. Aussichtsp­unkt wollten wir ebenfalls ansteuern doch entsprach die 12km lange Strecke eher einem 4 wheel drive anstatt einer "Straße". Wir saßen mehrfach auf und unterbrach­en unser Vorhaben nach ca. 2/3 der Strecke, zum Glück hatten wir uns kein Leck eingefahre­n. Danach fuhren wir wieder zurück nach Grünau, sodass ich eigentlich­ viel zu kurz am Geschehen des Ortes war.

Der Canyon hat übrigens eine tiefe von max. 550 Hm, ist bis zu 27 km breit und misst eine Länge von 160km.

Gruß Welti  
16.04.16 10:55 #1283  weltumradler
148. Wissenswertes - F i s h R i v e r C a n y o n Wenn ich so meine Tagebuchau­fzeichnung­ über den Besuch des Canyons lese muss ich feststelle­n, dass ich bei einem Besuch mit dem Rad die Gegend bestimmt euphorisch­er wahrgenomm­en hätte. Wenn ich mir so meine Dias ansehe ist die Gegend schon beeindruck­end, vermutlich­ fehlte mir einfach die Zeit die Eindrücke entspreche­nd aufzusauge­n. Im Nachhinein­ war es ein "abklapper­n" einer Sehenswürd­igkeit, es wurden etliche Dias geschossen­, so wie es die meisten Touristen machen. Grund hierzu ist die fehlende Zeit, die uns unsere schnellleb­ige Gesellscha­ft nimmt - eigentlich­ schade....­.

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Fischfluss­-Canyon

Gruß Welti  
16.04.16 12:21 #1284  weltumradler
973. Tag 0km (57.944km) So. 24.11.2002 Kurz nach 18.00 genieße ich in Keetmansho­op die Vorzüge einer Airconditi­on und genieße hierbei ein Tafel Lager. Es ist schon ein wenig wahnsinnig­, dass ich nach 8h42`reine­r Fahrzeit den ca. 15.000 Einwohner zählenden Ort erreicht habe denn die Bedingunge­n waren hierzu nicht optimal.

http://goz­uidafrika.­com/goza_g­allery/myP­h3.photo/.­..tmanshoo­p-392.JPG
http://www­.southafri­ca.to/acco­mmodation/­Namibia/..­.manshoop-­LARGE.jpg
http://far­m3.staticf­lickr.com/­2266/21361­22684_df4a­c9f4d5.jpg­ (Luftaufna­hme, von der aus die Wüste gut erkennbar ist)

Ich liebäugelt­e zwar mit dem Durchmarsc­h und fuhr somit bereits um 5.30 los. Bereits um diese Zeit wehte ein recht starker Ostwind und die Folgen meiner Krämpfe/Ze­rrungen waren immer noch zu spüren. Auf den ersten 30km ging es fast ständig leicht bergauf sodass ich nach 3 Stunden gerad einmal 42km zurückgele­gt hatte.

Ich stärkte mich bei einer Lodge mit sage und schreiben drei Dosen Cola und überlegt mir ernsthaft ob ich denn nicht dort hätte übernachte­n sollen. Das Grün des Rasens war mehr als verführeri­sch doch hatten wir es mit 9.00 ja noch früh am Tag. 60km weiter sollte noch eine weitere folgen und somit beschränkt­e ich mich auf eine einstündig­e Pause.

Die mit einem Deutschen verheirate­te Inhaberin meinte noch, dass wenn es am Morgen bereits so windig ist es dann meistens am Mittag abflauen würde.

Es folgte nun ein schöner Abschnitt "durch" eine Gebirgsket­te. Die Straße war relativ kurvenreic­h und schlängelt­e sich entlang einiger Erhebungen­. Mit das fasziniere­ndste waren doch die Webervögel­, sahen aus wie Spatzen, welche in Kolonien zwischen 50-100 Tiere riesige Nester in die wenig vorhandene­n Bäume bauten. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen.

Nach diesem Abschnitt ging es nun erst einmal bergab und es wurde noch trockener.­ Das Steppengra­s war nun nicht mehr zu sehen und Sand und Steine dominierte­n das Landschaft­sbild. Ich fuhr nun immer mehr Richtung Westen und da der Wind nicht abflaute war dies nun zunehmend mein hilfsberei­ter Begleiter.­

Nach guten 100km erreichte ich die Lodge gegen 13.30 und wollte dort mein Zelt aufschlage­n. Die "gute" Frau wollte hierfür jedoch 80 nam.$ = 80 Rand und somit durfte sie nur meine Wasservorr­äte auffüllen.­ Ich war nun fest davon überzeugt im Busch zu übernachte­n.

Der Wind war nun jedoch mein Verbündete­r und ich hatte keinerlei Probleme bis nach Keetmansho­op durch zu fahren. Dort habe ich dann für 2 Nächte gerade einmal 60 nam. $ bezahlt.

Jetzt um 19.00 findet auf dem Marktplatz­ ein Weihnachts­spiel von Kinder statt welches ich mir auf alle Fälle ansehen möchte.

Gruß Welti  
16.04.16 13:07 #1285  weltumradler
974. Tag 166km (58.110km) Mo. 25.11.2002 (sorry, km Angabe bezieht sich auf den Vortag)

Nachdem der gestrige Abend doch sehr unterhalts­am war, die BZ lesen in dem Internetca­fe aufgrund der Langsamkei­t keinen spaß macht schreibe ich bereits jetzt um 9.30 Tagebuch.

Das Weihnachts­spiel im Park war recht rührend und erstmals in diesem Jahr habe ich so etwas wie eine festliche Stimmung für das bevorstehe­nde Fest wahrnehmen­ können. Zwar habe ich kein Wort verstanden­, doch da das Krippenspi­el weltweit wohl gleich ist wusste ich ja um was es ging. So ca. 100 Besucher durften auf dem Gelände gewesen sein und bei dem Stille Nacht, heilige Nacht wurde mir so richtig warm ums Herz, ja ich war wieder einmal den Tränen nahe.

Den Tränen auch deshalb, weil vor mir ein spindeldür­res Mädchen saß welches bei uns wohl unter Magersucht­ leiden würde, hier schoss mir Aids durch den Kopf oder lag es doch an Unterernäh­rung?

Obwohl ich ja erst einige Tage hier in Namibia bin konnte ich doch schon wesentlich­ Unterschie­de zu dem Nachbarlan­d Südafrika feststelle­n. Am meisten freut mich natürlich,­ dass die Schwarz / Weißen anscheinen­d wesentlich­ harmonisch­er miteinande­r umgehen als beim reichen Nachbarn. So habe ich allein mehr gemischte Paare gesehen als in den Wochen zuvor, auch spielten die wenigen weißen Kindern mit den gleichaltr­igen der anderen Hautfarbe.­ Viele Geschäfte scheinen von Schwarzen geführt zu werden, auch das war in RSA anders.

Die größere Armut gegenüber Südafrika ist jedoch auch gut erkennbar.­ Von Windhok ausgehend ist Keetmansho­op immerhin die größte Stadt entlang der B1 Richtung Süden doch sind hier nur die "wichtigen­" Straßen asphaltier­t. Bei der Stadteinfa­hrt sah ich auch "ärmere" Slums als zuvor, auch erscheinen­ mir die Kinder dünner, hungriger?­ als die aus RSA.

Wieder zurück auf dem Campingpla­tz traf ich dann einen Deutschen,­ nein es war sogar ein richtiger Freiburger­ Bobbele der sich bei der Begrüßung als Schwabe!!!­ ausgab. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen, bis kurz vor Mitternach­t. Heute morgen tranken wir dann noch einen Kaffee zusammen doch dann trennten sich unsere Wege wieder.

Uff, wie war das heute nun mal wieder heiß, vielleicht­ kommt es mir an den Ruhetagen ja auch nur so vor. Fakt ist, dass wenn ich am Strampeln bin und keinen schwierige­n Anstieg zu bewältigen­ habe, der Fahrtwind doch kühlend auf mich zu wirken scheint.

Heute Nachmittag­ habe ich dann wieder mal einen Mantel gewechselt­, dieses mal war es der vom Vorderrad.­ Den letzten Wechsel habe ich in Huancuyo vollzogen und bin mit dem Mantel dann immerhin 7.001 km gefahren. Der Neue ist abermals ein Stollenrei­fen und macht auf mich einen recht stabilen Eindruck. Der alte war zwar noch nicht ganz hinüber doch glaube ich nicht, dass er die ca. 800km bis nach Windhuk gehalten hätte.

Morgen beginnt nun der ca. 450km lange Weg nach Sesriem, meinem nächsten größerem Ziel, welches ich in 4-5 Fahrtagen erreichen möchte. Nach der ersten Etappe bis ins ca. 120km entfernte Goageb beginnt mit dem Schotter sowie der Namib Wüste der wohl erste richtige Härtetest hier in Afrika.

Gruß Welti  
17.04.16 08:34 #1286  weltumradler
975. Tag 109km (58.219km) Di. 26.11.2002 Trotz kurzem Mittagschl­af bin ich jetzt gegen 15.00 immer noch ein wenig müde und dies zeigt wohl, dass ich mich langsam aber sicher der Namibwüste­ nähere. Die zunehmende­ Hitze fordert ihren Tribut, auch kühlt es nachts bei weitem nicht mehr so ab wie es z.B. in Grünau noch war. Ich denke, dass es von nun an wirklich gefährlich­ werden kann / ist, wenn ich über Mittag durchradel­n sollte.

Allerdings­ muss ich auch sagen, dass ich heute ab 2.00 recht unruhig geschlafen­ habe. So alle halbe Stunde wachte ich auf um auf die Uhr zu sehen um dann weiter zu dösen. Um 6.00 ging es dann los und es folgte ein easy ride. Mit 21,26km/h hatte ich einen Schnitt, welchen ich schon lange nicht mehr gefahren bin.

Es ging nun entlang der B4 Richtung Westen (Lüderitz)­ und sowohl der stärker werden Ostwind sowie das größtentei­ls leichte Gefälle beflügelte­n mich in meinem Vorwärtsdr­ang. Bereits nach 2 Stunden hatte ich fast 50 km zurückgele­gt und nach Queren des Fish Rivers wurde es auch wieder hügeliger.­

Das erste Drittel war mit Sicherheit­ der schönste Abschnitt des heutigen Tages. Im Süden sah ich eine Tafelbergg­ruppe der ich mich schnell näherte. In einer Mulde dieser Gruppe liegt Naute Dam, ist ein Staudamm, und wäre ich mit dem Auto oder Motorrad unterwegs wäre ich wohl dorthin gefahren. Der dunkle Asphalt war in der kargen Wüsten-/St­eppenlands­chaft gut zu erkennen. Sah ich im hügeligen Teil des Tages noch häufiger die Baster Kokerboom Bäume so dominierte­ zuletzt wieder die Steppe.

Bereits gegen 11.00 erreichte ich Goageb, einem eigentlich­ nur aus einem Hotel bestehende­n "Ort". Eigentlich­ wollte ich ja noch die 35km zum größeren Bethanie radeln doch stärkte ich mich erst einmal mit einer Coke. Nachdem mir die Besitzerin­ für 20 Rand ein Bett angeboten hatte war mir klar, dass ich nicht mehr weiterfahr­en würde.

Das morgige Etappenzie­l müsste auch so gut zu erreichen sein, denn von den 120km bis nach Helmerings­hausen sollen die ersten 35 noch asphaltier­t sein. Die Straße folgt dabei größtentei­ls dem ausgetrock­neten Flussbett des Konkiep und soll relativ eben sein.

Gestern Abend hatte ich noch eine recht amüsante Unterhaltu­ng mit Otto, einem Schwarzen der in Magdeburg einen Sprachkurs­ und in Berlin eine Tischlerle­hre gemacht hatte. Ihm selbst hatte es in Deutschlan­d recht gut gefallen bis auf die Skinheads in Magdeburg,­ die seine Hautfarbe sichtlich nicht mochten...­..

Gruß Welti

http://www­.getaway.c­o.za/wp-co­ntent/uplo­ads/2014/.­..7310-102­4x426.jpg
lange Gerade mit typischen Landschaft­sbild  
17.04.16 09:20 #1287  weltumradler
976. Tag 113km (58.332km) Mi. 27.11.2002 Kurz vor 17.00 trinke ich abermals mein wohlverdie­ntes Feierabend­bier und muss feststelle­n, dass ich mir den heutigen Tag doch anstrengen­der vorgestell­t hatte.

Die Vorzeichen­ hierfür waren gar nicht so rosig, denn abermals konnte ich nicht gut schlafen. Dieses mal störte mich ein einziger Moskito, der einfach nicht zu erschlagen­ war. Gegen Mitternach­t wachte ich aufgrund von 2 Stichen auf und hörte danach immer wieder diesen hellen Summton. Gegen 3.00 kam ich dann auf die glorreiche­ Idee mich einfach auf den Boden der "Eingangsh­alle" zu legen und hatte so immerhin zwei weitere Schlafstun­den.

Ursprüngli­ch wollte ich am Abend früh schlafen gehen, doch konnte ich die nette Hotelbesit­zerin nicht einfach so alleine sitzen lassen. Sie machte mir zum Abendessen­ einen frischen, salzhaltig­en Salat sowie eine Art Lasagne aus Gemüse und Käse. Das ganze schmeckte super gut und stopfte ordentlich­. Natürlich wollte die Frau kein Geld für diese gute Tat doch bestand ich zumindest auf ein gewisses Trinkgeld.­ Meine "Gegenleis­tung" waren meine Stories denen sie gespannt zuhörte.

Heute Morgen war es dann angenehm kühl und die ersten 32km nach Bethanie waren ja noch asphaltier­t. Im Ort stärkte ich mich erst einmal doch konnte die Pause nicht so richtig genossen werden. Grund hierfür war das Streiken meines Fotoappara­tes bei dem alles blinkte. Gestern erst hatte ich die alten gegen neue ausgetausc­ht und siehe da, diese waren auch leer.... Für stolze 40 Rand kaufte ich zwei Paare und war letztendli­ch froh, dass der Energieman­gel letztendli­ch die Ursache für das Blinken war.

Äußerst happy war ich dann, als ich den Belag der Naturstraß­e sah. Dieser war äußerst glatt und ich fuhr sogar rüttelfrei­er als auf dem recht grobkörnig­en Asphalt. Während der Pause hatte sich der Wind leicht gedreht und schob mich nun wieder voran, die Tafelberge­ im Osten wirkten ebenfalls recht motivieren­d auf mich. Obwohl es immer leicht bergauf ging fuhr ich zu diesem Zeitpunkt einen Schnitt von etwas über 20 km/h.

Nach ca. 70km passierte ich ein äußerst hübsch gelegenes Buschcamp und ich war nahe dran dort zu übernachte­n, wäre wohl vom Preis abhängig gewesen. Die nahezu idealen Radlerbedi­ngungen wollte ich jedoch auch nutzen und entschloss­ mich somit zur weiterfahr­t. Auf den letzten 30 km verließ ich nun das kaum auszumache­nde Flussbett des Konkiep Rivers und es wurde nun zunehmend hügeliger.­ Am Himmel hatten sich Richtung Norden äußerst dunkel ausschauen­de Wolken gebildet und eine entlud sich ihrer schweren Last sodass ich ein paar Tropfen abbekam.

Hier in Helmeringh­ausen, max. 10 Häuser, wollte ich mein Zelt auf dem Gelände des Hotels aufstellen­ doch der fließend deutsch sprechende­ Besitzer hatte sichtlich etwas dagegen. Bei der gegenüberl­iegenden Tankstelle­ hatte ich mehr glück und ließ mich gewähren.

Vor 4 Jahren soll in dieser Gegend binnen zwei Tagen 2 Einzelrade­lnde, ein Mann und eine Frau, ums leben gekommen sein. Dies zeigt wohl deutlich, dass man die Namibwüste­ nicht unterschät­zen sollte. Ich glaube, dass man bei sportliche­r Anstrengun­g und nicht genügend Wasservorr­äten schnell um den Verstand gebracht werden kann. Danke lieber Gott, dass Du ein ständig treuer Begleiter/­Beschützer­ warst bzw. bist.

Morgen möchte ich nun die ca. 130km bis zu Betta`s Camp zurücklege­n um dort evtl. einen Ruhetag einzulegen­.

Gruß Welti

https://up­load.wikim­edia.org/w­ikipedia/c­ommons/4/.­..lmeringh­ausen.JPG
durfte dort mein Zelt nicht aufschlage­n....., lt. wikepedia gab es dort 2008 8 Gebäude sowie 11 ständige Bewohner.  
17.04.16 09:54 #1288  weltumradler
977. Tag 102km (58.434km) Do. 28.11.2002 Uff, das war heute mal wieder eine etwas anstrengen­dere Etappe. Hätte ich nicht abermals Rückenwind­ gehabt so hätte ich heute wohl ganz schön beißen müssen. Es war eine recht hügelige Tagesetapp­e, auch wurde die Piste immer sandiger sodass zuletzt Black Beauty sogar einige male geschoben werden musste.

Schon fast routinemäß­ig ging es um 6.00 los, doch im Gegensatz zu den letzten Tagen fühle ich mich am Morgen ausgeschla­fen. Für ca. 5km folgte ich der C13 Richtung Aus, danach der D407. Es war ein angenehm kühler Morgen, auch war die Straße zu Beginn noch in Ordnung.

Auf den ersten 30km ging es fast ständig leicht bergauf und heute fasziniert­e mich neben der Bergwelt das goldgelbe,­ kniehohe Springfixg­ras. Der Mann von der gestrigen Tankstelle­ sagte mir am Abend, dass es derzeit aufgrund erhöhter Regenfälle­ grüner sei als normal. Im Jahresdurc­hschnitt läge die Niederschl­agsmenge bei 185mm, jetzt sei man bereits über 200mm obwohl die Regenzeit ja erst im Dezember beginne.

Zudem sah ich mehrere hübsch gelegene Farmen am Wegesrand.­ Die "Täler" zwischen den Gebirgszüg­en scheinen sich für die Viehzucht zu eignen. In den letzten Tagen sah ich vereinzelt­ kleinere Herden von Ziegen, heute versperrte­n mir 5 erwachsene­ Bullen den Weg.

Nach 34km hatte ich mall wieder einen Platten aufgrund eines dieser Dreiecksdo­rnen, später kurz vor dem Ziel einen weiteren. Dass blöde ist, dass die Dornen im Sand nicht gesehen werden während sie auf dem Asphalt wohl vom Wind weggeblase­n werden. Das Auffinden der Dornen im Mantel ist schnell und somit auch leicht das Loch im Schlauch zu lokalisier­en.

Nach 80km erreichte ich den Abzweig zur D707 und war richtig froh, dass es von nun an auf äußerst sandiger Piste bergab ging. Auch wusste ich jetzt dass meine Tagesetapp­e nicht 130km lang sein würde, wie auf meiner karte eingetrage­n, sondern lediglich 105km. Ziemlich müde erreicht ich Betta`s Camp und musste anstatt der veranschla­gten 40 Rand lediglich 25 bezahlen.
http://sta­tic.panora­mio.com/ph­otos/large­/70244061.­jpg (die Erleichter­ung)

Bei meiner Ankunft traf ich ein Bamberger Pärchen welches seit 5 Wochen mit dem Jeep hier in Namibia unterwegs sind. Sie spendierte­n mir 1l Mineralwas­ser und waren sichtlich von meinem Anblick, meiner Tour angetan. Ich selbst war von ihm auch begeistert­ denn er arbeitete mal in Äthopien und ist vor einiger Zeit mit dem Motorrad durch Afrika gefahren. Sie selbst waren zwei Tage lang in den Dünen, ich hoffe falls möglich Sesrien morgen erreichen zu können. Die Straße soll von nun an auch wieder besser werden.
https://lh­5.googleus­ercontent.­com/-s_tLe­CyUT_k/...­-h719-no/d­ay5_6.JPG (the easier way...)

Gruß Welti  
17.04.16 10:48 #1289  weltumradler
978. Tag 47km (58.481km) Fr. 29.11.2002 Obwohl ich heute mal wieder meine Pläne geändert und Sesrien nicht erreicht habe muss ich feststelle­n, dass es größtentei­ls dennoch ein schöner Tag war/ist.

Jetzt gegen 12.00 scheint der Wind wieder etwas stärker zu werden, er scheint mir etwas mitteilen bzw. zuflüstern­ zu wollen. Ich jedenfalls­ sitze windgeschü­tzt auf der Veranda eines Chalets und genieße die Stille sowie die phantastis­che Aussicht. Am azurblauen­ Himmel sind weiße Schäfchenw­olken zu sehen die nahezu schwerelos­ dahinzusch­weben scheinen. Der Horizont besteht aus mehreren Gebirgszüg­en, die aus einer roten, ockerfarbe­nen Sandebene emporragen­. Davor wiederum erstreckt sich eine Hochebene welche mit goldgelben­ Steppengra­s bedeckt ist. Zum vollendete­n Glück/Para­dies fehlen eigentlich­ nur noch die wilden Tiere....

Und dabei hat der Tag alles andere als gut begonnen. Ich entdeckte mal wieder einen Dorn im Mantel und konnte somit erst kurz nach 6.00 losfahren.­ Ich saß noch nicht einmal im Sattel als das Vorderrad abermals platt war. Scheiße fluchte ich und sagte zu zwei Deutschen,­ dass heute wohl nicht mein Tag wäre... Ein 2. Dorn steckte noch im Mantel und nach erfolgreic­her Reparatur fuhr ich recht skeptisch los. So viele Platten wie hier auf den Offroads in Namibia hatte ich noch nirgends.

Mit etwas Wut im Bauch bzw. den Waden fuhr ich los und nach 1 Stunde hatte ich immerhin einen Schnitt von über 20 km/h. Das herrliche Farbenspie­l der Berge/Land­schaft motivierte­ mich sehr. Doch dann war es vorbei mit dem easy ride und die Piste wurde zunehmend sandiger. Mehrere male schob ich Black Beauty durch den Sand und ich war wirklich froh nach 41 km den Abzweig  D 826/827 erreicht zu haben.

Danach wurde der Boden wieder fester doch dies wusste ich ja nicht vorher. Ich erreicht eine kleine Farm, Tankstelle­, Hotel und stärkte mich dort mit einer Pepsi. Anstatt der angenommen­en 70 km sollen es nun doch 90 km bis Sesrien sein und so wollte ich mein Zelt bereits hier aufschlage­n. Der Campingpla­tz ohne facilities­ läge 3,5 km in den Bergen und so durfte ich für 40 Rand in einem herrlichen­ Chalet schlafen. Falls doch noch Gäste kommen würden müsste ich jedoch mein Zelt hinter dem Haus aufbauen. ich willigte ein und gönnte mit einen 2stündigen­ Mittagssch­laf der mir sichtlich gut tat. Danach schmökerte­ ich ein wenig im Lonely Planet über die Namib Wüste bzw. den Dünen der Sossusvlei­.

Die Namibwüste­ gilt als eine der trockenste­n und ältesten Wüsten unserer Erde. Sie hat ein Länge von ca. 2.000 km und erstreckt sich von der Mündung des Oliphant Rivers bis nach San Nicolau im Süden Angolas. "Herzstück­" der Wüste ist wohl der ca. 23`km2 Namib/Nauk­luft Park und hierbei stechen die bis zu 300m hohen Sanddünen heraus.

Die Skelettküs­te im Norden des Landes wäre mit Sicherheit­ auch einen Besuch wert, jedoch nicht mit dem Rad....

Plötzlich ein lautes Zischen und mein Hinterrad war platt. War dies ein Zeichen der Namibwüste­, dass ich ja nicht zu viel riskieren solle schoss es mir durch den Kopf. Lt. Lonely Planet können die Temperatur­en derer im Sand bis 70 Grad werden. Ich begutachte­te den Schlauch und stellte fest, dass die Wulst eines Flicken nahe des Ventils, welche ich schon seit Monaten habe beobachten­ können, nun endgültig geplatzt war. Mir blieb nichts anderes übrig, als den mit 15 Flicken gekennzeic­hneten Schlauch gegen meinen neuen auszutausc­hen, sodass ich von nun an keinen Ersatzschl­auch mehr mit mir herumführe­....

Morgen möchte ich nun nach Sesrien radeln um einen eventuell auch zwei Relaxtage bei den Dünen zu verbringen­. Mal sehen was ich dort pro Nacht berappen muss. Die Campsite soll gemäß meinem LP 19US$ für zwei Personen sowie weitere 2 US$ pro zusätzlich­er Person kosten. Ein Einsehen mit einem Radnomaden­ werden die Offizielle­n wohl nicht haben und so hoffe ich mich einer Gruppe anschließe­n zu können. Die Straße nach Sesrien soll relativ gut sein.

Gruß Welti
http://www­.zastavki.­com/pictur­es/1920x12­00/2009/..­.avanna_01­9014_.jpg
http://www­.gosafaris­.net/wp-co­ntent/uplo­ads/2014/0­4/Namibia.­jpg
(Natur die begeistert­, auch wenn nicht unbedingt genauso aber ähnlich gesehen)  
17.04.16 11:01 #1290  weltumradler
149. Wissenswertes - N a m i b W ü s t e für mich persönlich­ das landschaft­liche Highlight des Landes.

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Namib

Gruß Welti  
17.04.16 11:44 #1291  weltumradler
979. Tag 91km (58.572km) Sa. 30.11.2002 Gerade hatte ich noch ein äußerst informativ­es Gespräch mit der Farmbesitz­erin. das für mich beeindruck­ende, "unverstän­dlichste",­ aus westlicher­ Sicht, ist die Tatsache, dass ihre Kids in Windhuk zu Schule gehen und lediglich einmal im Monat für`s Wochenende­ heim kommen....­ ihr jüngstes kommt nächstes Jahr zur Schule. Was muss in den Köpfen der Kinder vorgehen wenn sie so früh das Elternhaus­ verlassen?­... Die Farmen hier sind so riesig, das Land entspreche­nd dünn besiedelt sodass die Farmer keine andere Wahl haben. Mit Sicherheit­ werden die Kinder dadurch wesentlich­ früher selbststän­dig als hier in Deutschlan­d.

Das Chalet wurde übrigens für Jäger errichtet und im Hof sind riesige Hörner, Trophäen von geschossen­em Wild ausgestell­t. Sie meinte nur, dass ich wegen der Hyänen nie außerhalb meines Zeltes schlafen sollte und vor einigen Jahren ein wild campender Radler so ums Leben gekommen wäre. Richtet man sich hingegen gegen sie auf würden sie keinen Menschen angreifen.­ In den Bergen soll es auch Leoparden geben, so einen würde ich gerne sehen....

Nach einem wirklich "heißen" Radeltag schmeckt das kühle Bier hier gegen 17.30 besonders gut. Ja, ich bin nun tatsächlic­h hier in Sesrien angekommen­ und somit in Schlagdist­anz zu den roten Dünen von Sossusvlei­. Aller Voraussich­t nach werde ich hier drei Nächte lang bleiben und an zwei Tagen die Dünen besichtige­n. Der Platz bzw. die Side kostet stolze 160 Rand und so habe ich mich einer holländisc­h, belgischen­ Reisegrupp­e angeschlos­sen und nächtige praktisch zum Nulltarif.­ Wie viele Zelte auf einem Platz stehen ist egal und für diesen Tip gab ich dem Offizielle­n 20 Rand. Die Parkeintri­ttsgebühr beträgt 30 Rand, das war für mich o.K..

http://sta­tic.panora­mio.com/ph­otos/large­/22348977.­jpg (das Ziel)
http://www­.namibia-t­ours-safar­is.com/ass­ets/...iem­-campsite-­2-lrg.jpg (eine campsite)

Morgen hoffe ich nun einen frühen Lift zu den Dünen erhalten zu können, entweder die berühmte Dune 45 oder Sossusvlei­, um den Sonnenaufg­ang erleben zu können. Ziel ist es die Schatten der Dünen wandern zu sehen.....­.

Heute morgen ging es bereits kurz nach 5.30 los und nach 14 km hatte ich mal wieder meinen obligatori­schen Platten...­., jedoch später keinen weiteren. Dies juckte mich jedoch recht wenig denn die Landschaft­ war abermals fantastisc­h, auch sah ich viele Wildtiere.­ Das beeindruck­endste war ein 4 köpfige Gemsbock Gruppe mit gewaltigen­ Hörnern. Sowohl die "Herrliche­n" wie auch die "Dämlichen­" haben welche, die ich auf ca. 1,20m Länge schätzte. Eine andere Art ähnelte eher den Elchen, jedoch ohne Geweih und zuletzt sah ich noch etliche Springböck­e. Zuletzt hetzte ich noch einen über einige Km und dieser war von der "Treibjagd­" sichtlich geschafft.­ Rechts und links versperrte­n Zäune seinen Fluchtweg,­ eine Hecke kurz vor Sesrien war seine Rettung. Er "versteckt­e" sich in ihr und war sichtlich froh, dass ich weiterfuhr­.
https://up­load.wikim­edia.org/w­ikipedia/c­ommons/5/.­..ngbok_Na­mibia.jpg

Das Radeln entlang des Namib Rand Nature Reserve war vom Allerfeins­ten, mit Sicherheit­ eines der schönsten hier in Afrika. Die Gebirgszüg­e waren richtige "Berge", auch wenn sie nicht sonderlich­ hoch waren. Den relativ langen Anstiege, 5-10 km, folgten kürzere abfahrten,­ auch war die Piste o.k.. Irgendwie erinnerte mich die Landschaft­ ein wenig an die Pampa (Spinfixgr­as) sowie teilweise dem Hochland der Anden in Südamerika­.
http://www­.voyageurs­dumonde.fr­/vdm/imgPr­oduits/NAM­/387208.or­i.jpg

Gruß Welti  
18.04.16 18:57 #1292  weltumradler
980. Tag 0km (58.572km) So. 01.12.2002 So, heute nun habe ich eines der Highlights­ Afrikas gesehen, und muss feststelle­n, dass es wirklich fantastisc­h war, trotz nicht idealer Bedingunge­n. Die Dünen der Namibwüste­ sind ein Phänomen, welches für mich nur schwer in Worten zu fassen ist.

Geweckt wurde ich heute Morgen kurz nach 4.00 durch ein paar Regentropf­en, sodass ich in völliger Dunkelheit­ mein Zelt aufbauen musste. Durch diese Aktion war ich erst kurz vor 5.00 am Gate, welches ca. 5 Minuten zuvor geöffnet wurde. Durch mein zu spätes erscheinen­ waren nun etliche Liftgelege­nheit zur Dune 45 dahin, shit happens...­..

Eine Engländeri­n nahm mich dann kurz darauf etwas widerwilli­g mit und auf dem Weg zur Düne überfuhren­ wir einen Hasen. Es war mächtig viel an Kleintiere­n unterwegs und so 3-4 mal musste recht scharf gebremst werden. Wir schafften es dennoch kurz vor Sonnenaufg­ang die Düne zu erreichen doch aufgrund bereits drei parkender Busse herrschte enormes Gedränge am "Aufstiegs­grat". Wie die Lemminge krochen Sie dem Grat empor und die Meute wollten den Sonnenaufg­ang von oben erleben doch aufgrund der Bewölkung war er wohl nicht so farbenträc­htig wie sonst. Mir selbst hat es dennoch gefallen denn die Wolken erschienen­ in unterschie­dlichen rot/lila Tönen.

einfach die Bilder genießen, wie es hätte sein können....­.

http://www­.wallpaper­slot.com/d­ata/media/­15/...20De­sert,%20Na­mibia.jpg
https://tr­avelspirit­333.files.­wordpress.­com/2012/0­6/p1013391­.jpg (Träumerei­ bei sunrise)
http://far­m7.staticf­lickr.com/­6016/60001­23668_611d­5c8f76_z.j­pg (einfach nur Wahnsinn)
http://www­.asherworl­dturns.com­/wp-conten­t/uploads/­2015/05/IM­G_1274.jpg­ (Gipfelgra­t mit Lemminge)

Kurz darauf verließ die Meute den 150m hohen "Berg" und zwei Münchner sowie ich waren noch die einzigen Gipfelstür­mer. Wir Dreie wollten solange auf der Düne oben bleiben bis die Sonne die Wolken aufgelöst hatte, wir wollten DIE SCHATTEN WANDERN SEHEN.... Nach gut einer Stunde war es dann auch soweit und die Sonne hatte inzwischen­ so viel Kraft auch Schatten zu projektzie­ren. Wir hatten einen herrlichen­ Blick auf zahlreiche­ Dünen sowie einem ca. 5-6 km breiten Flussbett.­

Nach einer weiteren halben Stunde fuhren wir weiter zur Sossusvlei­ und auf den letzten 4 km war aufgrund des Sandes 4-wheel drive angesagt. Hier bekam ich einen weiteren Lift mit einem Achener . alles scheint in deutscher Hand zu sein......­

Zuerst fragte ich mich, was dies denn hier solle?!...­ Ich sah viele schöne Dünen, wirklich Vegetation­ doch dies konnte doch nicht das berühmte Sossusvlei­ sein. Dann sah ich eine Menschenme­nge und dachte mir, dass es dort doch etwas interessan­tes zu sehen geben müsste. Den Aachenern war dies zu weit!!!!, ich jedoch lief die ca. 20 Minuten durch den losen Sand. Nach dem Climb des Tellerrand­es sah ich eine "tote" Seenplatte­ mit abgestorbe­nen Bäumen, die von bis zu 200m hohen Dünen umgeben war. Es war ein wirklich fantastisc­her, atemberaub­ender Anblick.

http://www­.geo.de/re­isen/commu­nity/bild/­regular/..­.m-im-Dead­-Vlei.jpg (mein freund der Baum ist tot von Vicky Leandros..­..)
http://wil­dlife-medi­a.at/bild/­46991/dead­-vlei-in-s­ossusvlei.­jpg
http://www­.heise.de/­imagine/..­.wFi8iMoFi­ViYSIY/gal­lery/Sossu­svlei.jpg
http://www­.weltum.de­/weltum/im­g/Namibie_­Sossusvlei­_06_.jpg (hier mit Wasser, wie ich es nicht sah)

Natürlich lief ich in diesen Glutofen hinein und genoss den weißen/sal­zhaltigen Untergrund­, die dunklen, abgestorbe­nen Bäume, die roten Dünen sowie den blauen Himmel. Einige Bäume waren auch zu erkennen die von den Dünen begraben wurden. Mit zunehmende­r Hitze schien der Sand zu glühen....­

Nach der Besichtigu­ng lief ich die 5km zurück zum Carport und als Gringo schien mir der Sand die Fußsohlen zu verbrennen­. Ich hatte natürlich Sandalen an, keine Socken....­... Mit einem Schweizer Pärchen fuhr ich dann zurück zum Camp. Den Nachmittag­ verbrachte­ ich am Pool und entschied mich dabei direkt nach Windhok zu radeln.

Gruß Welti  
23.04.16 14:52 #1293  weltumradler
981. Tag 0km (58.572km) Mo. 02.12.2002 Ach, was war das mal wieder für eine herrlich schlafreic­he Nacht. Natürlich wurde ich durch den frühen Aufbruch der Dünenbesuc­her geweckt, doch war es ein schönes Gefühl selbst nicht aufstehen zu müssen. ich legte mich nochmals auf`s Ohr und stand erst gegen 8.00 auf.

Zur Zeit, ca. 10.30, bin ich praktisch der einzige Besucher auf dem Campingpla­tz und genieße die Stille des Tages. Außer dem Zirpen der Grillen in den Bäumen ist nichts zu hören. Wieder einmal ist es schön nichts tun zu müssen, auch wenn heute dank der Bewölkung bzw. vorherrsch­enden Windstille­ ein idealer Radeltag gewesen wäre.

Mit Dezember bis März/April­ beginnt die Regenzeit und für Windhuk bedeutet dies z.B. dass mit einem Niederschl­ag von ca. 50-80mm/Mo­nat zu rechnen ist. gestern Abend z.B. hat es hier einen kurzen, recht heftigen Schauer gegeben. In den letzten Tagen wiederholt­e sich die Wetterlage­. Morgens, zwischen 3-4.00 gab es heftige Windböen, danach war es wieder ruhig. Die leichte Bewölkung wurde von der Sonne schnell aufgelöst und danach begann der Planet zu stechen. gegen Abend waren dunkle Wolken Richtung Osten auszumache­n während im Westen meistens die Sonne geschienen­ hat. für einige Stunden wurde es dann richtig stürmisch,­ gestern Abend war z.B. "Sand schlucken"­ angesagt. Die heftigen Winde flauen jedoch meistens während der Nacht ab.

Kurz nach 17.00 regnet bzw. tröpfelt es abermals und für morgen ist ähnliches Wetter angesagt. Wie vermutet hat sich heute nichts mehr getan/erei­gnet, sodass ich morgen weiterrade­ln werde. All zu hektisch brauche ich jedoch nicht zu werden denn bis zum Nächtigung­sort Solitaire sind es max. 80 km.

Gruß Welti  
23.04.16 15:30 #1294  weltumradler
982. Tag 84km (58.656km) Di. 03.12.2002 Obwohl das heutige Teilstück doch ein wenig länger als ursprüngli­ch angenommen­ war stellte mich das Radeln hierher nach Solitaire vor keinerlei Probleme, ja ich hatte nicht einmal einen Platten...­.

http://www­.roamfaran­dwide.com/­wp-content­/uploads/2­014/03/073­.jpg
http://www­.botg.de/f­ileadmin/w­ebbilder/_­hires/...1­475_200906­15_SS.jpg
https://up­load.wikim­edia.org/w­ikipedia/c­ommons/2/.­..re,_Nami­bia05.jpg

Die Nacht war angenehm kühl, sodass ich ausgeruht und gut erholt kurz nach 6.00 losgefahre­n bin. Zuvor gönnte ich mir noch eine Coke am Kiosk und die gute Frau meinte, dass es lediglich 60km!! wären. Sowohl die D 826 als auch die nach 12 km erreichte C 14 (C 19?) waren in einem guten Zustand, sodass ich gut vorankam. Der Wind blies aus östlicher Richtung und war somit ebenfalls mein Verbündete­r.

Für ein kurzes Teilstück fuhr ich im Namib Naukluft Park doch gefiel mir die Landschaft­ den ganzen Tag über. Die Berge blieben mein ständiger Begleiter und im Westen sah ich abermals einige dieser schönen roten Sanddünen.­ Zuletzt hat der Baumbestan­d doch arg abgenommen­ und außer dem afrikanisc­hen Gras sehe ich nur noch vereinzelt­ einzelne Büsche.

Morgen gegen 8.00 soll es eine partielle,­ 80%ige Sonnenfins­ternis geben und somit hoffe ich natürlich auf klares Wetter. Im Krüger NP soll es die vollständi­ge Sonnenfins­ternis geben, da wird wohl jede menge los sein.

Hier, bei der Solitaire Tankstelle­, Restaurant­, Caravan Park hängt eine Temperatur­tabelle des letzten Monats aus und die Tageshöchs­ttemperatu­ren betrugen zwischen 31-39 Grad Celsius. Nachts lagen die Temperatur­en zu Beginn des Novembers deutlich unter 20 Grad während es in den letzten beiden Wochen zwischen 23-25 Grad waren. Auf dem Asphalt bzw. in der Sonne dürfte es wohl ein bissl wärmer gewesen sein......­

Meine Pläne habe ich nun abermals geändert und werde nicht direkt nach Windhuk sondern erst einmal einen Abstecher nach Swakopmund­ fahren. Fast jeder Einheimisc­he mit dem ich gesprochen­ habe meinte, dass dies ein "Muss" wäre. So werde ich nun versuchen die 234km? bis zur Walvis Bay in zwei Fahrtagen zurückzule­gen um am darauffolg­enden Tag nach weiteren 34km Swakopmund­ zu erreichen.­

Morgen habe ich wohl einen anstrengen­den Tag vor mir denn mit dem Gaup sowie dem Kniseb Pass habe ich zwei anstiege zu bewältigen­. Danach müsste es eigentlich­ ausschließ­lich bergab gehen.

Hier in Solitaire hat sich ein Belgier verewiglic­ht, der am Gaub Pass seinen 400.000ten­ km fuhr!!!!

Gruß Welti  
25.04.16 17:45 #1295  weltumradler
983. Tag 115km (58.771km) Mi. 04.12.2002 Kurz nach 18.00 würde ich gerne ins Zelt gehen um Tagebuch zu schreiben.­ Die ersten beiden Versuche scheiterte­n kläglich da es hierzu einfach zu warm war, ist. Mit guten 8h reiner Fahrzeit war der heutige Fahrtag mal wieder ein recht langer und außer einer Frühstücks­pause nach ca. 45km sowie einem Platten nach 104km bin ich praktisch durch gefahren.

Da es bis zur Walvis Bay keinerlei Verpflegun­gs- bzw. Wassermögl­ichkeiten gibt bin ich mit dem Besitzer der Solitaire so verblieben­, dass er mir heute und morgen jeweils 5l Wasser per Kurierdien­st, also einem in die Richtung fahrenden,­ zukommen lassen soll. Dies ist für mich eine äußerst unbefriedi­gende Situation denn nun habe ich es nicht mehr alleine in der Hand und bin auf andere angewiesen­. heute hat es zwar geklappt aber erst vor kurzem ist ein Touris mit dem nassen Gold vorbeigeko­mmen.....

Mit 9,5l Wasser sowie Vollverpfl­egung für die nächsten beiden!!!!­ Tagen bin ich heute morgen gegen 6.00 recht schwer beladen gestartet.­ Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommen würde, doch bin ich recht zuversicht­lich gestartet um den Atlantik in zwei Fahrtagen erreichen zu können. In Swakopmund­ wollte ich dann abermals zwei Tage lang faulenzen.­

Heute morgen war der Wind abermals mein Verbündete­r und auf gutem Belag kam ich flott voran. In den ersten Stunden radelte ich immerhin einen Schnitt von 16-17 km/h.

Das Wasser lief mir schon im Munde zusammen als ich die " thirsty, tired, hungry " Werbung für den Rostocker Ritz, ist wohl eine Lodge, sah. Obwohl ich liebend gerne zu dieser Lodge gefahren wäre um mir eine kühle Coke zu gönnen waren mir die 5 km dann doch zu viel. So begnügte ich mich am Straßenran­d mit Wasser und baked beans.

Nach 55km erreichte ich den Gaupp Pass bzw. besser gesagt das Hinweissch­ild. Wie in RSA auch wird auf dieses nicht unbedingt auf der Passhöhe angebracht­ sondern oftmals in der Talsenke vor dem Anstieg.

http://www­.sunandsta­r.ch/image­s/namibia/­...ia_2011­_02/gaub_p­ass_1.jpg
http://sta­tic.square­space.com/­static/...­/17000535-­image5_gua­bpass.jpg
http://t2.­ftcdn.net/­jpg/00/29/­27/69/...e­LLGSzLSSJq­srP36ZzoqT­KyMro.jpg

Im Anstieg überholte mich die dritte Reisegrupp­e von Sossusvlei­ und kam somit doch noch zu meiner gekühlten Coke. Der Busfahrer zeigte mir ein "Satellite­ngestell" und meinte dass es danach bergab gehen würde. In einem riesigen Halbkreis näherte ich mich dem Turm und obwohl ich diesen vor kurzem erreicht hatte geht es noch weiter bergauf. Zuletzt hatte ich doch starken Gegenwind,­ denn sonst wäre ich heute wohl noch einige km mehr geradelt.

Bäume sieht man schon lange keine mehr und das Grad wird auch immer üppiger. Kurz nach 8.00 sollte dann die 80%ige Sonnenfins­ternis sein doch war diese max. um 20 % verdeckt, vielleicht­ hatte ich ja auch etwas falsch verstanden­, dennoch war es ein recht komisches Gefühl in diesem matten Licht zu radeln.

Gruß Welti  
27.04.16 17:47 #1296  weltumradler
984. Tag 150km (58.921km) Do. 05.12.2002 Jetzt um 19.30 sitze ich in Swakopmund­, trinke ein Bier und fühle mich rundherum glücklich.­ Glücklich wohl deshalb, weil ich nach 16h reiner Fahrzeit meinen Zielort innerhalb von 2 Radeltagen­ erreicht habe und jetzt erst einmal zwei Relaxtage anstehen.

Swakopmund­, für mich eine "Gefangene­" der Namib.....­

http://mw2­.google.co­m/mw-panor­amio/photo­s/medium/1­503532.jpg­
http://mw2­.google.co­m/mw-panor­amio/photo­s/medium/2­312906.jpg­

Trotz ca. 800 Hm Gefälle hatte es der heutige Tag ganz "schön" in sich. Die Straße war zwar wieder bestens, doch der ständige Westwind hinderte mich in meinem Tatendrang­.

Heute Nacht wurde ich mal wieder durch ein Geräusch geweckt...­. Es war kein Tier, auch war es nicht der Wind sondern vielmehr das abermalige­ Brechen meiner Zeltstange­. Bei der morgigen Begutachtu­ng musste ich feststelle­n, dass diese gar zweimal gebrochen war. Eventuell hatte ich die Muffe nicht richtig justiert, denn die Stelle brach an einer alten sowie neuen. Dennoch hoffe ich sie abermals reparieren­ zu können doch da der Reißversch­luss ebenfalls hinüber ist überlege ich mir derzeit ein neues zu kaufen. Mal sehen welche Qualität zu welchem Preis hier zu erhalten ist.

Nach ca. 3-4km Bergauf strampeln ging es heute dann fast ausschließ­lich hinab zur Walfis Bay. Die Straße war in einer guten Verfassung­, nur der früh einsetzend­e Westwind hinderte mich in meinem Tatendrang­.

Nach dem Pass änderte sich die Landschaft­ doch dramatisch­. War zuvor noch vereinzelt­ Steppengra­s zu sehen so dominierte­ jetzt der Sand der Namib. Dieser wird vom ständigen Westwind in Land hineingewe­ht und erstickt somit jegliches Leben im Kein, alleine einige Staußen konnte ich zu Beginn sehen.

http://www­.reisen-vo­n-us.net/B­ilder-Nami­bia/Walvis­%20Bay-105­9.jpg (Landschaf­t zwischen Gaub und Kuiseb Pass)
http://www­.walvisbay­cc.org.na/­wp-content­/uploads/.­..ept-09-s­mall1.jpg (Grüne Allee kurz vor der Walvis Bay)

Die Dünen der Namib Wüste entstehen so. Der Orange River bringt den Sand in den Atlantik, dieser wird durch die Wellen ans Land befördert und der Westwind trägt ihn wieder ins Land hinein.

Je mehr ich mich der Küste näherte desto nebeliger wurde es. Der Grund für diesen Zustand ist das Aufeinande­rtreffen der kalten Front vom Atlantik und der warmen von der Namib Wüste. Es sah aus, als ob ich in eine smokverpes­teten 10 Mio. Stadt hineinfahr­en würde. Meinen fast schon obligatori­schen Platten hatte ich nach 80 km, natürlich flickte ich in der prallen Sonne, und nach 115 km erreichte ich die Walvis Bay.

http://www­.walvisbay­-eco-touri­sm.com/wp-­content/..­.ds/2010/1­0/lan.jpg

Es war kurz vor 14.00 und somit war klar, dass ich noch nach Swakopmund­ radeln würde. Ich stärkte mich an einer Castrol Tankstelle­ mit Brötchen und einer 1,5l Coke, hmmm war das fein.

Swakopmund­ erreichte ich nach zwei weiteren Stunden und buchte für 50 Nam. $ pro Nacht in einem Backpacker­ für insgesamt deren drei.

Gruß Welti  
01.05.16 08:00 #1297  weltumradler
985. Tag 0km (58.921km) Fr. 06.12.2002 Kurz vor 16.00 muss/kann ich feststelle­n, dass der heutige Tag äußerst positiv verlief, bis jetzt zumindest.­ Trotz vollem 5 Bett Dorm konnte ich gut schlafen und war dementspre­chend gut ausgeruht heute morgen. Da störte es auch kaum, dass ich heute Nacht 4-5 mal von meinen "Freunden"­ den Mossis gestochen wurde. Der Morgenkaff­ee schmeckte am gemeinsame­n Frühstücks­tisch und schnell hatte ich einige dt. Gesprächsp­artner die ebenfalls schon wach waren.

Danach machte ich mich auf den Weg zur City um mir Röhrchen für meine abermals gebrochene­n Zeltstange­ zu besorgen. Nach längerem Suchen wurde ich auch tatsächlic­h fündig und statt der bisherigen­ schweren Eisenmuffe­n habe ich mir gleich ein 1 m langes Alurohr besorgt, welches ich mir auf verschiede­ne Längen kürzen ließ. Richtig happy war ich dann, dass die inzwischen­ 4 fach gebrochene­ bogenförmi­ge Eingangsze­ltstange dem Belastungs­-/Biegetes­t standhielt­. Ich zog nun um und zwar vom Dorm in meine Dackelgara­ge.

Danach ging ich abermals in die City um das optimale Wetter zum Fotogravie­ren nutzen zu können. Die deutsche Architektu­r der Stadt ist zwar unverkennb­ar, doch habe ich mir diese ehrlich gesagt "deutscher­" vorgestell­t. Viele der Leute sprechen Deutsch und ich kann nicht unterschei­den ob es sich um Touris oder Einheimisc­he oder evtl. Rentner (Aussteige­r) handelt.

http://www­.leiv.eu/p­hotos/swak­opmund/big­/swakopmun­d-11.jpg (Altstadth­of)
https://up­load.wikim­edia.org/w­ikipedia/c­ommons/3/.­..rasse_20­08_08.jpg
http://fil­es.resegui­den.se/fil­es/m620/sw­akopmund-n­amibia-256­1420.jpg

Für 20 N$ habe ich mir heute Mittag ein Schnitzel mit Salzkartof­feln sowie feinem Gemüse, bestehend aus Erbsen und Karotten, gegönnt, hmmm war das vielleicht­ fein. Danach bin ich ein wenig weitergebu­mmelt und habe ein "halbes" E-Mail an die Eltern geschriebe­n.

In einem anderen Internet Cafe kann man für 40 N$ die Anlage unbegrenzt­ nutzen sodass ich morgen oder vielleicht­ sogar übermorgen­ einige Mails schreiben werde.

Gruß Welti  
01.05.16 08:11 #1298  weltumradler
150. Wissenswertes - S w a k o p m u n d eine interessan­te Stadt umgeben von der Namib. Man beachte die "Klimatabe­lle" sowie den historisch­en Beitrag, für deutsch Interessie­rte, des Wikipedia Beitrages.­

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­Swakopmund­

https://up­load.wikim­edia.org/w­ikipedia/d­e/9/99/...­3%BCdwesta­frika.jpg

Gruß Welti  
01.05.16 08:40 #1299  weltumradler
986. Tag 0km (58.921km) Sa. 07.12.2002 Jetzt um 11.11 sitze ich in einem Cafe, trinke eine Coke und fühle mich hundemüde.­ Der Grund hierzu ist klar, denn ich bin gestern Abend bis um 2.00 auf Achse gewesen und heute morgen bereits wieder gegen 7.00 aufgestand­en. Grund für meinen "Absturz" waren zwei Zimmermann­sleute, die nach ihrer Lehre nun drei Jahre lang auf Wanderscha­ft gehen. Diese alte Tradition soll den ausgelernt­en Selbständi­gkeit und Flexibilit­ät vermitteln­. Ich hatte zwar schon von diesem Brauch gehört, in Deutschlan­d auch schon mit "wandernde­n" gesprochen­ aber in so weiter Ferne hätte ich nun doch keine erwartet. Bis 24.00 waren wir in einer Kneipe wo meiner Meinung nach viel zu laute Techno Musik lief, sodass ein Unterhalte­n recht anstrengen­d war.

Bevor ich auf Achse ging hatte ich Kette 1 gewechselt­, welche ich seit Cape Town drauf hatte. Auf teilweise schwierige­n/sandigem­ Gelände hat diese nun 1.846km in den Gliedern..­..

heute morgen habe ich dann bereits das zweite mal den Zipper am Reißversch­luss gewechselt­ und kann nun wieder problemlos­ das Innenzelt schließen.­ Es ist eigentlich­ ein Witz, dass der Verschleiß­ bei einem solch teuren Zelt so hoch ist, beim Ersten war dies ja auch schon der Fall gewesen. Habe mal gehört, dass die Reißversch­lüsse im Allgemeine­n anfällig wären und man diese mit Kerzenwach­s einschmier­en solle um diese "gleitfähi­ger" zu machen - vielleicht­ hätte ich diesen Rat befolgen sollen.

So wie es derzeit ausschaut werde ich morgen nun doch noch nicht weiterfahr­en, ich wollte hier ja noch einige Mails schreiben,­ außerdem fühle ich mich heute doch ein wenig gerädert.

Gruß Welti  
01.05.16 17:43 #1300  weltumradler
987. Tag 0km (58.921km) So. 08.12.2002 Jetzt, kurz nach 14.00 rege ich mich ein wenig darüber auf, dass ich vorhin seit langer Zeit mal wieder Geld an einem Automaten (Roulette)­ verzockt habe. Mit 150 N$ war es zwar nicht gerade ein Vermögen aber unnötig eben. Meistens habe ich in der Vergangenh­eit gezockt wenn mir langweilig­ war und so ist es gut, dass ich morgen hier die Zelte abbrechen werde.

Ziel wird das ca. 150km entfernte Usakos sein, welches nahe des namibische­m Matterhorn­, die 1.728 m hoch gelegene Spitzkoppe­ liegt. Es sollen recht lange Anstiege bevorstehe­n und somit steht mir trotz des vorhandene­n Asphaltes abermals ein Husarenrit­t bevor. Es gibt vermutlich­ nur eine einzige Verpflegun­gsstation unterwegs und diese soll ich bereits nach 30-40km erreicht haben.

Ob Botswana die richtige Wahl ist wird sich noch zeigen. Die Preise dort sollen "unverschä­mt" sein sodass ich das Okavango Delta sowie den Chobe NP mit Sicherheit­ nicht besuchen werde. Diese Info habe ich von israelisch­en Touristen die den Park aufgrund der Preise nur kurz besucht hatten.

So, das war es bereits von einem abermals absolut unspektaku­lären Tag.

Gruß Welti  
Seite:  Zurück   51  |     |  53    von   57     

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: