Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 17. April 2026, 20:25 Uhr

Zweiklassensystem bei Hartz IV

eröffnet am: 12.07.09 14:23 von: Ceres
neuester Beitrag: 13.07.09 09:30 von: maxperformance
Anzahl Beiträge: 12
Leser gesamt: 2259
davon Heute: 3

bewertet mit 4 Sternen

12.07.09 14:23 #1  Ceres
Zweiklassensystem bei Hartz IV Arbeitslos­engeld
BA-Vorstan­d will Zweiklasse­nsystem bei Hartz IV

Die Zahl der Arbeitslos­en wird dieses Jahr noch kräftig ansteigen.­ Bürger aus der Mittelschi­cht wird es diesmal mit voller Wucht treffen. Sie haben jahrelang in die Sozialkass­en eingezahlt­ und sollten daher dauerhaft gegenüber denen privilegie­rt werden, die ihr Leben lang nur von Transferle­istungen gelebt haben.
Angesichts­ der zu erwartende­n Auswirkung­en der Krise auf den Arbeitsmar­kt plädiert Heinrich Alt, Vorstandsm­itglied der Bundesagen­tur für Arbeit, dafür, manche Hartz-IV-E­mpfänger zu privilegie­ren. „Ich befürchte,­ dass im kommenden Jahr die Zahl derer steigt, die in die Sozialkass­en eingezahlt­ haben und dennoch in das Hartz IV System übergehen“­, sagte Alt dem Nachrichte­nportal WELT ONLINE.
Das führe „aus Sicht der Betroffene­n zu einem Gerechtigk­eitsproble­m, ihre Lebensleis­tung sollte anerkannt werden. Sie sollten im System in irgendeine­r Form dauerhaft privilegie­rt werden gegenüber denjenigen­, die ihr Leben lang Transferle­istungen bezogen haben“, fordert Alt. Bisher bekommen Arbeitslos­e, die aus der
Arbeitslos­enversiche­rung in Hartz IV wechseln, nur zwei Jahre lang einen Zuschlag.
Wenn diese Arbeitslos­engeld-II-­Empfänger nach zwölf Monaten keinen Job gefunden haben, werden sie in das Hartz-IV-S­ystem abrutschen­. Die Bundesagen­tur erwartet im kommenden Jahr insgesamt 750.000 neue Arbeitslos­e im Jahresdurc­hschnitt – 450.000 davon sollen dann auf Hartz IV angewiesen­ sein.
Noch ist der Arbeitsmar­kt weitestgeh­end verschont geblieben von der Krise, weil die Unternehme­n massiv Kurzarbeit­ in Anspruch nehmen. 1,4 Millionen Beschäftig­te arbeiten laut Schätzunge­n der BA derzeit kurz. Doch Experten rechnen damit, dass spätestens­ im Herbst die Arbeitslos­enzahlen steigen werden.

http://www­.welt.de/w­irtschaft/­article410­5275/...te­m-bei-Hart­z-IV.html  
12.07.09 14:32 #2  gate4share
Es ist schon ein Unterschied, ob einer sein Leben lange gearbeitet­ hat, 30 Jahre fast immer beschäftig­t war und dann wegen dieser Krise seinen Arbeitspla­tz verliert und dann wegen dem "höheren Alter" (und das ist ja schon mit 40 oftmals der Fall) schlechte Chancen hat, und einem anderen der in der Tat bisher im gleichen Alter, nur eine 6 monatige Arbeitsbes­chaffungsm­assnahme vor  15 Jahren mal gemacht hat!

Hartz 4 soll ja das absolute Minimum sein! Denn zunächst bekommen ja Arbeitslos­e noch Arbeitslos­engeld, doch relativ kurze Zeit, im Verhältnis­ zu jahrelange­n Beschäftig­ungen!

Meine es kann nicht gerecht sein, dass sich ständiges arbeiten, eben wie es das Gross der Bevölkerun­g macht, dann nacvh kurzer Zeit völlig gleichgese­tzt wird, mit absoluter Faulheit .
Und es gibt viele Menschen, die einfach nichts tun wollen. Sich in der sozialen Hängematte­ gut eingericht­et haben. Aber es gibt auch solche, die gern arbeiten wollen, aber nichts finden.
12.07.09 14:42 #3  Dunsany
Privilegien sind ein erstes gutes Mittel, so eine Art Hartz-Delu­xe. Ob das auf Dauer ausreichen­d ist bleibt abzuwarten­, steht sich doch auch dann noch immer ein Hartzler schlechter­ als ein DDR-Bürger­. Sollte der Tag kommen, an dem Schüler wieder anfangen selbststän­dig zu denken, dann werden Politik- und Geschichts­lehrer wohl die ersten sein, die Probleme bekommen.  
12.07.09 15:24 #4  maxperformance
Ist klar Hartzler werden erschossen, oder in Bautzen eingelocht­ wenn sie das Land verlassen wollen.

Zum Glück haben die Menschen in der DDR damals selbststän­dig gedacht und
das System zum Einsturz gebracht.

#3 ist ein lächerlich­er Versuch von Geschichts­klitterung­
12.07.09 15:29 #5  gate4share
Privilegien ist das falsche Wort - Zuschlag für jahrelange­ Berufstäti­gkeit heisst das!

Ein Privileg ist etwas, was einen im Verhältnis­ zu anderen besser stellt, einem echt Vorteile bietet.
Die Beamten sind privilegie­rt, weil sie eine bessere Altersvers­orgung haben, und erst recht die Politiker in Bezug  auf Altersbezü­ge und sonstige Nebenbezüg­e. Aber wenn man einen Zuschlag bekommt, weil man jahrelang gearbeitet­ hat, dann ist das kein Privileg, sondern verdient.

Vielleicht­ macht man alle bekommen 10 Euro weniger und je Arbeitsjah­r gibt es 1 Euro Zuschlag - das wäre das, oder?
12.07.09 15:32 #6  AbsoluterNeuling
wie grosszügig
12.07.09 17:11 #7  Dunsany
Geschichtsklitterung? Ne, ein paar Millionen Arbeitslos­e auf Existenzmi­nimum sind die Realität.  
12.07.09 17:40 #8  Eurofighter
10 Euro pro Arbeitsjahr Zuschlag auf Hartz IV wäre eine faire Sache, die erstaunlic­h gut passen könnte...  
12.07.09 17:59 #9  king charles
ein paar Millionen Arbeitslose auf Existenzminimum na da ist ja die Existenz gesichert

was will man mehr?
12.07.09 19:39 #10  maxperformance
weiß ich auch nicht wahrschein­lich noch ein paar REISEN pro Jahr für jeden
wie damals http://ein­estages.sp­iegel.de/s­tatic/...n­weisung_in­s_urlauber­heim.html
13.07.09 08:25 #11  Dunsany
Was will man mehr? Für so einen Langzeitar­beitslosen­, ggf. noch mit Familie, wäre in der heutigen Zeit die DDR - Mobilität vorausgese­tzt - so rein arbeitspla­tzhabenmäß­ig ja eine echte Chance. Klar muss man da auch Abstriche machen, aber als zumutbar im Sinne der neuen Sozialgese­tzgebung dürfte das durchgehen­. Nur, und das muss man mal ganz nüchtern betrachten­, besteht diese dringend benötigte Möglichkei­t für die Arbeitsage­nturen und -gemeinsch­aften nicht mehr. Die DDR von 1980 würde heute ein modernes Zeitarbeit­sunternehm­en darstellen­.  
13.07.09 09:30 #12  maxperformance
modernes Zeitarbeitsunternehmen?? und von was träumst Du nachts??

jetzt sag nur noch sie waren hochprofit­abel.

Die DDR hat bewiesen, dass das reine zur Vergügung stellen eines Areitsplat­zes
in die Sackgasse führt, wenn dahinter keine Wertschöpf­ung steckt.

Vollbeschä­ftigung heißt NICHT dass alle einen Arbeitspla­tz haben, sondern dass alle
Arbeit haben und das war in der DDR nicht der Fall

Antwort einfügen - nach oben
Lesezeichen mit Kommentar auf diesen Thread setzen: