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Mo, 26. September 2022, 23:42 Uhr

UBS Group

WKN: A12DFH / ISIN: CH0244767585

Aktienrückkäufe – die ultimative Strategie für erfolgreiche Unternehmen?


06.04.22 10:57
GoldGeldWelt

In den letzten Wochen machten einige publikumsstarke Unternehmen mit der Ankündigung von Rückkäufen eigener Aktien auf sich aufmerksam. Anleger haben dazu nicht immer die gleiche Meinung. Während einige Investoren sie für Geldverschwendung halten, sind andere überzeugt, damit die Renditen der Aktionäre zu steigern. Beide Seiten scheinen gute Argumente zu haben.


Vermehrt kaufen Unternehmen eigene Aktien zurück


In den letzten Tagen gab es eine Reihe von Meldungen über Unternehmen, die ihre eigenen Aktien zurückkaufen. Doch warum tun sie das? Zu den jüngsten Beispielen gehören bekannte Unternehmen wie:


  • UBS (WKN: A12DFH)
  • ABB (WKN: 919730)
  • Deutsche Post (WKN: 555200)

Außerdem gab Amazon (WKN: 906866) vor einigen Wochen bekannt, dass sein Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von zehn Milliarden Dollar genehmigt hat. Infolgedessen stiegen die Amazon-Aktien um mehr als sieben Prozent. Zuvor hatte die Aktie in diesem Jahr rund 16 Prozent ihres Wertes verloren. Davor war es unter anderem die Google-Muttergesellschaft Alphabet (WKN: A14Y6H), die einen ähnlichen Schritt angekündigt hat.


Aktienrückkäufe sind in der Regel ein Indiz für das Vertrauen, das die Unternehmensleitung in das zukünftige Wachstum des Unternehmens setzt.


Wenn ein Unternehmen über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, kann es seine eigenen Aktien vom Markt zurückkaufen. Dies führt dazu, dass weniger Aktien im Umlauf sind und somit der Gewinn pro Aktie steigt. Ein höherer Gewinn je Aktie bedeutet, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis eines Unternehmens niedriger wird – die Anleger können sich freuen. Durch die Pandemie sind reichlich Barmittel bei einigen Unternehmen vorhanden. Diese haben den jüngsten Marktabschwung genutzt, um ihre Aktien zu reduzierten Preisen zurückzukaufen.


In nicht allen Fällen kamen die Rückkäufe jedoch zum richtigen Zeitpunkt. Meta etwa kaufte im vierten Quartal 2021 massiv Aktien im Wert von 19 Milliarden Dollar zurück. Kurz danach stürzten die Kurse ab.


Nike (WKN: 866993), Pfizer (WKN: 852009), Walmart (WKN: 860853) und Broadcom (WKN: A2JG9Z) haben große Barbestände in ihren Bilanzen. Anleger beobachten sie daher, um zu sehen, ob auch sie Rückkaufprogramme auflegen werden. Schließlich werden die Aktien der Unternehmen aktuell weit unter den Pandemie‑Höchstständen gehandelt.


Wie Aktienrückkäufe Werte für Anleger schaffen


Aktienrückkäufe können Werte für Anleger schaffen, indem sie den Gewinn pro Aktie steigern. Durch weniger ausgegebene Aktien wird der gleiche Gewinn unter weniger Investoren aufgeteilt und damit steigt der Gewinnanteil je Aktie.


Rückkäufe von Aktien verringern die Gesamtmenge an ausstehenden Anteilen und erhöhen damit den potenziellen Wert der Aktie für Anleger, die ihr Eigentum behalten. Jede einzelne Aktie ist mehr wert, da der gesamte Unternehmenswert durch weniger Stücke geteilt wird. Rückkäufe sind im Vergleich zu Dividenden wegen deren Steuerpflicht eine günstigere Möglichkeit, Gewinne des Unternehmens an die Aktionäre zurückzugeben.


Die Argumente der Kritiker


Einige Anleger haben Bedenken, Rückkäufe könnten die Ausgabe von Aktien an das Management verschleiern. Wenn Firmen aktienbasierte Vergütungsprogramme für ihr Managementteam nutzen, wird dadurch der Anteil der Aktionäre verwässert.


Wenn Manager über Optionen verfügen und die Möglichkeit haben, den Aktienkurs durch Rückkäufe direkt oder indirekt zu beeinflussen, könnten sie außerdem den Preis vorübergehend in die Höhe treiben. Das bedeutet persönliche Gewinnmaximierung.


Rückkaufprogramme müssen perfekt gemanagt werden


Rückkäufe von Aktien sollten nur dann erfolgen, wenn sie zu einem guten Preis möglich sind. Andernfalls verschwendet das Managementteam womöglich das Kapital der Aktionäre. Fehlende Mittel aus Rückkäufen könnten in andere Bereiche des Unternehmens investiert werden, beispielsweise in Forschung und Entwicklung. Ein Aktienrückkaufprogramm ist für ein Unternehmen ohnehin nur dann sinnvoll, wenn es über ausreichende Barmittel verfügt, um den laufenden Liquiditätsbedarf zu decken.


Aktienrückkäufe sind geeignete Methoden, um Werte für die Aktionäre zu schaffen. Durch richtige Rückkaufplanung können Unternehmen ihr Geld effektiv investieren und so einen Mehrwert für alle Beteiligten generieren. Schlechtes Management kann allerdings auch das Gegenteil bewirken.


Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte


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