DAX – Auf und Ab
28.06.21 11:22
Feingold-Research
Schwankend aufwärts: Die
deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Handelswoche ein
Auf und Ab vollführt und dabei unter dem Strich mehrheitlich
zugelegt. Positive Impulse kamen von einigen stark ausgefallenen
Konjunkturdaten wie dem Ifo-Geschäftsklima sowie von Vorgaben der
Wall Street. Allerdings verließ die Anleger nach Indexzuwächsen
oftmals der Mut, so Beobachter. Auf der anderen Seite wurden
Rücksetzer regelmäßig zum Einstieg genutzt, der Spielraum blieb
damit in der vergangenen Woche auch nach unten begrenzt. Kaum eine
Rolle spielten in den vergangenen Tagen Inflationssorgen,
eventuell auch, weil Jerome Powell, der Chef des US-Notenbank, in
einer Rede vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses
bekräftigt hatte, dass die zuletzt hohen Teuerungsraten
vorrübergehend sein dürften. Wir stellen den Marktkommentar von
Robert Ertl, Börse München vor.
Leichte Zunahme im Dax
Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte im Wochenvergleich um 1,0 Prozent auf 15.607,97 Punkte zu. Größte Wochengewinner im Index waren die Titel von Adidas mit einem Plus von rund 6,2 Prozent. Ein deutliches Umsatzplus des Wettbewerbers Nike ließ den Kurs des Sportartikelherstellers am vergangenen Freitag erheblich anziehen. Der MDaxa gewann im Wochenvergleich 1,3 Prozent auf 34.470,05 Zähler. Merklicher, nämlich um 2,7 Prozent, ging es bei Varta nach oben. Der Batteriehersteller profitierte von der Nachricht, künftig den Sportwagenbauer Porsche mit Hochleistungsbatterien zu beliefern. Der TecDax stieg im Wochenvergleich um 2,1 Prozent auf 3.562,98 Punkte. Der m:access All-Share gab dagegen 0,3 Prozent auf 3.112,67 Zähler ab.
BILD: ADIDAS Adidas profitiert von den guten Zahlen des Konkurrenten Nike und der EM – schließlich logiert die deutsche Mannschaft in Herzogenaurach, dem Firmensitz des Sportartikelherstellers.
Anleihen: Weiter im Sinkflug
Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten sind in der vergangenen Woche weiter gesunken. Einige unerwartet gut ausgefallene Konjunkturdaten und die damit einhergehende positive Stimmung an den Aktienbörsen machten die Bundespapiere für die Anleger weniger interessant. Zeitweilig stützten zwar schwächere Wirtschaftsdaten, die es vor allem aus den USA auch gab, die Anleihen, die Wochenbilanz konnte dies aber nicht verändern. In der Folge zog die Rendite der marktbestimmenden zehnjährigen Bundesanleihe im Wochenvergleich von -0,21 auf -0,16 Prozent an. Die Umlaufrendite stieg von -0,31 auf -0,28 Prozent.
US-Kurse: Rekordstände inklusive
Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche zugelegt, neue Rekordstände inklusive. Der Dow-Jones-Index beendete seine Verlustserie der Vorwoche und kletterte im Wochenvergleich um 3,4 Prozent auf 34.433,84 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index, der am vergangenen Freitag ein neues Rekordhoch verzeichnete, verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 4.280,70 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index stieg um 2,1 Prozent auf 14.345,18 Punkte, hier war am vergangenen Donnerstag eine neue Bestmarke aufgestellt worden.
Ausblick: Weiterhin schwankungsanfällig
Die zuletzt zu beobachtenden Schwankungen an den deutschen Aktienbörsen könnten auch in der aktuellen Woche anhalten. Nach Ansicht etlicher Analysten könnte sich das Wechselspiel aus Kurssteigerungen, Rücksetzern und Erholung von diesen, wie es in den vergangenen zwei Wochen zu beobachten war, erst einmal fortsetzen. Dies umso mehr, als dass der für die Märkte vermutlich wichtigste Termin erst am Ende der Handelswoche ansteht: der US-Arbeitsmarktbericht. Zwar gibt bereits der Bericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP am Mittwoch einen Hinweis, wie sich die Beschäftigung in den USA verändert hat. Dennoch steht der offizielle Bericht am Freitag im Fokus, wobei die Marktteilnehmer hier auch stark auf die Entwicklung der Lohnkosten achten werden. Hintergrund ist, dass diese Entwicklung in hohem Maße dazu beiträgt, wie die Inflationsentwicklung eingeschätzt wird. Sollten die Lohnkosten stärker als erwartet steigen, so dürften die Sorgen vor einer nicht nur kurzfristig höheren Inflation und damit einhergehend vor einer geldpolitischen Straffung in den USA wieder zunehmen.
Sind die hohen Erwartungen bereits eingepreist?
In geringerem Umfang könnten neben dem US-Arbeitsmarktbericht zudem Einkaufsmanagerindizes für die USA und die Eurozone sowie Preisdaten aus der Eurozone für Impulse an den Börsen sorgen.
Allerdings sehen einige Marktbeobachter den insgesamt recht großen Optimismus an den Märkten mit wachsender Skepsis. So heißt es, dass die Analystenerwartungen an verschiedene Unternehmen zuletzt so stark gestiegen seien, dass positive Überraschungen nur noch sehr schwer möglich seien. Auf der anderen Seite erhöhe sich dadurch das Potenzial für Enttäuschungen, was vor allem in den traditionell Umsatz-schwächeren Sommermonaten zu überzogenen Kurseinbrüchen führen könnte.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag, 28.06.: Dallas Fed Herstellungsindex (USA)
Dienstag, 29.06.: Verbraucherpreise in Deutschland; Geschäftsklima in der Eurozone; Verbrauchervertrauen in der Eurozone; Verbrauchervertrauen in den USA
Mittwoch, 30.06.: Arbeitslosenzahlen für Deutschland; Verbraucherpreise in der Eurozone; ADP-Arbeitsmarktbericht (USA); Chicagoer Einkaufsmanagerindex (USA); Schwebende Hausverkäufe in den USA; Einkaufsmanagerindizes für China
Donnerstag, 01.07.: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone; Arbeitslosenzahlen für die Eurozone; ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA; Konstruktionsausgaben in den USA; Gesamte Fahrzeugverkäufe in den USA; Tankan-Herstellungsindex (Japan)
Freitag, 02.07.: Einzelhandelsumsätze in Deutschland; Erzeugerpreise in der Eurozone; US-Arbeitsmarktbericht; Handelsbilanz der USA; Werksaufträge in den USA
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Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte im Wochenvergleich um 1,0 Prozent auf 15.607,97 Punkte zu. Größte Wochengewinner im Index waren die Titel von Adidas mit einem Plus von rund 6,2 Prozent. Ein deutliches Umsatzplus des Wettbewerbers Nike ließ den Kurs des Sportartikelherstellers am vergangenen Freitag erheblich anziehen. Der MDaxa gewann im Wochenvergleich 1,3 Prozent auf 34.470,05 Zähler. Merklicher, nämlich um 2,7 Prozent, ging es bei Varta nach oben. Der Batteriehersteller profitierte von der Nachricht, künftig den Sportwagenbauer Porsche mit Hochleistungsbatterien zu beliefern. Der TecDax stieg im Wochenvergleich um 2,1 Prozent auf 3.562,98 Punkte. Der m:access All-Share gab dagegen 0,3 Prozent auf 3.112,67 Zähler ab.
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Anleihen: Weiter im Sinkflug
Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten sind in der vergangenen Woche weiter gesunken. Einige unerwartet gut ausgefallene Konjunkturdaten und die damit einhergehende positive Stimmung an den Aktienbörsen machten die Bundespapiere für die Anleger weniger interessant. Zeitweilig stützten zwar schwächere Wirtschaftsdaten, die es vor allem aus den USA auch gab, die Anleihen, die Wochenbilanz konnte dies aber nicht verändern. In der Folge zog die Rendite der marktbestimmenden zehnjährigen Bundesanleihe im Wochenvergleich von -0,21 auf -0,16 Prozent an. Die Umlaufrendite stieg von -0,31 auf -0,28 Prozent.
US-Kurse: Rekordstände inklusive
Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche zugelegt, neue Rekordstände inklusive. Der Dow-Jones-Index beendete seine Verlustserie der Vorwoche und kletterte im Wochenvergleich um 3,4 Prozent auf 34.433,84 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index, der am vergangenen Freitag ein neues Rekordhoch verzeichnete, verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 4.280,70 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100-Index stieg um 2,1 Prozent auf 14.345,18 Punkte, hier war am vergangenen Donnerstag eine neue Bestmarke aufgestellt worden.
Ausblick: Weiterhin schwankungsanfällig
Die zuletzt zu beobachtenden Schwankungen an den deutschen Aktienbörsen könnten auch in der aktuellen Woche anhalten. Nach Ansicht etlicher Analysten könnte sich das Wechselspiel aus Kurssteigerungen, Rücksetzern und Erholung von diesen, wie es in den vergangenen zwei Wochen zu beobachten war, erst einmal fortsetzen. Dies umso mehr, als dass der für die Märkte vermutlich wichtigste Termin erst am Ende der Handelswoche ansteht: der US-Arbeitsmarktbericht. Zwar gibt bereits der Bericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP am Mittwoch einen Hinweis, wie sich die Beschäftigung in den USA verändert hat. Dennoch steht der offizielle Bericht am Freitag im Fokus, wobei die Marktteilnehmer hier auch stark auf die Entwicklung der Lohnkosten achten werden. Hintergrund ist, dass diese Entwicklung in hohem Maße dazu beiträgt, wie die Inflationsentwicklung eingeschätzt wird. Sollten die Lohnkosten stärker als erwartet steigen, so dürften die Sorgen vor einer nicht nur kurzfristig höheren Inflation und damit einhergehend vor einer geldpolitischen Straffung in den USA wieder zunehmen.
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In geringerem Umfang könnten neben dem US-Arbeitsmarktbericht zudem Einkaufsmanagerindizes für die USA und die Eurozone sowie Preisdaten aus der Eurozone für Impulse an den Börsen sorgen.
Allerdings sehen einige Marktbeobachter den insgesamt recht großen Optimismus an den Märkten mit wachsender Skepsis. So heißt es, dass die Analystenerwartungen an verschiedene Unternehmen zuletzt so stark gestiegen seien, dass positive Überraschungen nur noch sehr schwer möglich seien. Auf der anderen Seite erhöhe sich dadurch das Potenzial für Enttäuschungen, was vor allem in den traditionell Umsatz-schwächeren Sommermonaten zu überzogenen Kurseinbrüchen führen könnte.
Ausgewählte wichtige Termine der Woche
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Donnerstag, 01.07.: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und der Eurozone; Arbeitslosenzahlen für die Eurozone; ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA; Konstruktionsausgaben in den USA; Gesamte Fahrzeugverkäufe in den USA; Tankan-Herstellungsindex (Japan)
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