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So, 25. Februar 2024, 15:45 Uhr

Deutsche Post AG

WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004

Deutsche Post (DHL Group): Zustellunternehen unter Druck


28.11.23 15:29
Stock-World Redaktion

AKTIE IM FOKUS: Deutsche Post (DHL Group)


  • WKN: 555200 / ISIN:  DE0005552004 / Kürzel: DHL
  • Aktuelle Analyse und Einschätzung sowohl für kurzfristig aktive Trader/Daytrader als auch Einschätzungen und Prognosen für längerfristige Investoren

ABSTRACT: Das Wertpapier konnte bis zur Jahresmitte an Substanz gewinnen, rutschte dann auf das Jahrestief. Seit gut drei Wochen läuft eine Entlastungsbewegung, die Teile der Verluste wieder kompensiert hat.


Fundamentaldaten:


  • aktueller Preis    41,60 EUR    
  • Marktkapitalisierung     49,93 Mrd. EUR    
  • Umsatz 2022          94,44 Mrd. EUR 
  • Eigenkapitalquote     33,75 %
  • KGV 2023*      4,83 %
  • 4 Wochen Performance    + 3,04 %    
  • Bewertung    stark unterbewertet   
  • Div. Rendite 2023*    5,43 %

* Prognose


Parkettgeflüster:

Der Konzern steht seit Jahren wegen der Briefzustellung unter Druck. In der Vergangenheit sank die Beförderungsmenge jährlich um zwei bis drei Prozent, in den letzten Jahren hat sich die Entwicklung beschleunigt, gleichzeitig muss das Unternehmen die fristgerechte Beförderung der Sendungen sicherstellen. Bei gleichbleibenden Kosten sinkt die Menge. Der Konzern als Universaldienstleister muss überall in Deutschland Sendungen zustellen, Briefkästen und Filialen unterhalten.


In diesem Jahr wurde das Management mit der Forderung vorstellig, den Zeitraum für die Zustellung auszuweiten. In dieser Woche hat das Bundeswirtschaftsministerium nun einen Reformvorschlag vorgestellt, der beinhaltet, dass der Konzern die Vorgabe nicht mehr beachten muss, 80 Prozent der eingeworfenen Sendungen am Folgetag zuzustellen. Stattdessen soll zukünftig gelten, dass 95 Prozent der eingeworfenen Sendungen am dritten Werktag beim Empfänger ankommen muss, am vierten Werktag müssen 99 Prozent zugestellt sein.


Der Pflichtwert ist im Vorschlag erhöht worden, gleichzeitig wurde der Zustellzeitraum deutlich erhöht. Das Unternehmen muss für die Beförderung nicht mehr Flugzeuge einsetzen, sondern kann auf LKW und die Bahn zurückgreifen. Das reduziert auch den CO2 Ausstoß. Der Konzern hat sich bisher nur zurückhaltend zu dem Reformvorschlag geäußert. Ziel ist es das Gesetz noch vor Weihnachten durch das Kabinett zu bringen, im Frühjahr 2024 könnte die Reform abgeschlossen sein.


Die Aktie hat auf die Vorschläge mit Kursaufschlägen reagiert. Anleger sehen in der Ausweitung des Zustellzeitraums ein enormes Einsparungspotential, was die Profitabilität deutlich steigern könnte.


Chartcheck - Betrachtung im Tageschart:


 


Die Aktie konnte seit Jahresbeginn zulegen. Er haben sich im Handelsverlauf einige Rücksetzer eingestellt, diese wurden nachfolgend aber wieder zurückgekauft. Bis Ende Juli herrschte ein freundliches Marktumfeld. Es kam dann zu einer ausgeprägten Schwäche, die sich übergeordnet bis Anfang November fortgesetzt hat.


Das Wertpapier rutschte im Zuge der Abgaben unter alle drei Durchschnittslinien. Mitte September stellte sich eine kurze Beruhigung ein. Der Anteilsschein konnte sich über die 200-Tage-Linie (aktuell bei 41,73 EUR) schieben, sich dort aber nicht festsetzen. Die Abgaben setzten sich im Nachgang dessen weiter fort. Im Chart ist erkennbar, dass erst in der zweiten November Woche zu einem Move über die 20-Tage-Linie (aktuell bei 39,67 EUR) gekommen ist. Diese Bewegung hatte einen ausgeprägten Charakter. Sie führte die Aktie direkt über die 50-Tage-Linie (aktuell bei 38,77 EUR) bis an die 200-Tage-Linie. Im Zuge der Aufwärtsbewegung haben sich nur drei Tage mit einem kleinen Tagesverlust eingestellt. Aktuell notiert die Aktie im Dunstkreis der 200-Tage-Linie.


Sollte es das Papier schaffen, sich per Tagesschluss über der 200-Tage-Linie festsetzen, so wäre wichtig, dass es zügig weiter aufwärts geht. Sollte sich das einstellen, so besteht die Chance, dass es wieder in Richtung des Jahreshochs geht.


Misslingt der Move aber und kann sich das Wertpapier nicht über der 200-Tage-Linie etablieren, so könnten sich erneute Rücksetzer an die 20-Tage-Linie einstellen. Hält dieser Linie nicht als Support, so könnte darunter die 50-Tage-Linie noch eine Unterstützung bieten. Eintrüben würde sich das Chartbild dann, wenn sich der Anteilsschein unter der 50-Tage-Linie festsetzt. Weitere Abgaben bis in den Bereich des Jahrestiefs wären denkbar und möglich.


  • Einschätzung Tageschart, Prognose: bullisch

Übergeordneter Ausblick Tageschart - Langfristig orientiert Anleger (nächste 12-18 Monate):


Sollte sich die Aktie per Tagesschluss über der 200-Tage-Linie festsetzen können, so besteht die Perspektive, dass es wieder in Richtung des Jahreshochs gehen könnte. Etabliert sich das Wertpapier hingegen per Tagesschluss unter der 50-Tage-Linie, so muss der Fokus wieder auf der Unterseite gesucht werden.


Wir rechnen auf Basis unserer Analyse mit einer seitwärts / aufwärts gerichteten Entwicklung. Daraus ergeben sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten:


  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups:  55 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups: 45 %

Betrachtung im 4h Chart:



Im 4h Chart ist die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen noch besser nachzuvollziehen. Nachdem die Aktie mehrfach versucht hat, die SMA20 (aktuell bei 41,30 EUR) / SMA50 (aktuell bei 39,95 EUR) zu überwinden, ging es mit einer dynamischen Kerze über diese beiden Durchschnittslinie. Im weiteren Handelsverlauf setzte sich die Aufwärtsbewegung weiter fort. Ohne Probleme ging es über die SMA200 (aktuell bei 39,53 EUR), über die sich der Anteilsschein gleich festsetzen konnte.


Damit ist das 4h Chart bullisch zu interpretieren. Solange sich die Aktie über der SMA20 halten kann, solange könnte es weiter aufwärts in Richtung des Jahreshochs gehen.


Denkbar sind Rücksetzer, die sich im Dunstkreis der SMA20 stabilisieren und erholen könnten. Diese wären als unkritisch zu interpretieren, solange sich die Aktie im Bereich dieser Linie wieder erholen kann. Wird die SMA20 aber aufgegeben, so könnten weitere Rücksetzer an die SMA50 bzw. an die SMA200 gehen. Spätestens im Bereich der SMA200 sollten sich die Notierungen wieder erholen, um nicht Gefahr zu laufen, das Jahreshoch aus den Augen zu verlieren. Dieses Anlaufziel müsste zunächst beiseite gelegt werden, sollte sich der Anteilsschein unter der SMA200 etablieren.


  • Einschätzung 4h-Chart, Prognose: bullisch

Übergeordneter Ausblick 4h-Chart - Kurzfristig orientiert Anleger (nächste drei Monate):


Die Aktie hat die Perspektive weiter aufwärts zu laufen, solange sie über der SMA20 notiert. Verbindlich bärisch eintrüben würde sich das Chartbild dann wieder, wenn sich das Wertpapier unter der SMA200 etabliert hat.


Wir rechnen auf Basis unserer Analyse mit einer seitwärts / aufwärts gerichteten Entwicklung. Daraus ergeben sich die folgenden Wahrscheinlichkeiten:


  • Wahrscheinlichkeit Bull Szenario auf Basis unseres Setups:  60 %
  • Wahrscheinlichkeit Bear Szenario auf Basis unseres Setups: 40 %

Widerstände


  • 43,69
  • 43,73
  • 44,62
  • 47,05
  • 54,09

Unterstützungen 


  • 41,30
  • 39,95
  • 39,67
  • 39,65
  • 39,53
  • 38,78
  • 38,77
  • 36,03

QuellenxStation5 von XTB


Offenlegung gemäß § 80 WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte

Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.

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