Suchen
Login
Anzeige:
So, 25. Februar 2024, 16:40 Uhr

Gold

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldpreis steigt auf 6-Monatshoch – Minenaktien geben Gas


29.11.23 15:11
Stock-World Redaktion

Marktkommentar der SOLIT Management GmbH von Chefanalyst Markus Blaschzok:


 



 


Goldpreis steigt auf 6-Monatshoch – Minenaktien geben Gas


 


In der von geringem Handelsvolumen geprägten letzten Handelswoche rund um den US-Feiertag „Thanksgiving“ gelang es dem Goldpreis über den Widerstand bei 2.000$ auszubrechen und mittlerweile auf ein 6-Monatshoch bei 2.043$ anzusteigen. Auch der Silberpreis sprang über einen wichtigen Abwärtstrend bei 23,90$ in der letzten Handelswoche, was ein kurzfristig bullisches Signal war mit einem Folgeanstieg auf 25$. Charttechnisch wäre ein Anstieg des Goldpreises bis 2.080$ denkbar, solange dieser nicht wieder unter die Marke von 2.000$ fällt, da sich sonst das Kaufsignal negieren würde.


 


Ein weiterhin schwacher US-Dollar unterstützte diese positive Entwicklung der Edelmetalle. Sollte der US-Dollar in den kommenden Wochen und Monaten wieder zur Stärke neigen, so würde das die Rallye der beiden Edelmetalle konterkarieren. Deshalb sollten die Bullen unbedingt Stop-Loss-Orders platzieren, für den Fall, dass Gold und Silber in ihre vorherigen Handelsspannen zurückfallen, was das bullische Signal negieren würde.


 



 


Der Goldpreis stieg über einen Widerstand bei 2.000$ auf ein 6-Monatshoch an


 


Getrieben wird der Goldpreis von der Markterwartung, dass die US-Notenbank das Ende ihres Zinserhöhungszyklus erreicht hat, wobei der Markt aggressive Zinssenkungen für das nächste Jahr bereits einpreist. In der Tat sinken die Inflationsraten aufgrund der anhaltenden Deflation bzw. der sinkenden Geld- und Kreditgeldmenge. Die QT-Programme der Notenbanken laufen aktuell unvermindert weiter, während die Kreditvergabe der Geschäftsbanken schrumpft.


 


EZB-Chefin Christine Lagarde warnte, dass man das PEP-Programm frühzeitig beenden wolle, womit die Schrumpfung der Geldmenge beschleunigt würde. Das PEP-Programm (Pandemic Emergency Purchase Programme) der EZB ist ein Ankaufprogramm für Wertpapiere, das als Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie eingeführt wurde. Weiterhin hat die EZB in ihrem Protokoll weitere Leitzinsanhebungen nicht ausgeschlossen, was dem Euro zu einer Rallye an den Widerstand bei 1,10$ verhalf. Nebst der EZB dämpfen die BOE und die BOA die Zinssenkungsphantasien, während für die USA starke Zinssenkungen eingepreist werden, was die Dollarschwäche erklärt.


 


Es gibt eine positive Korrelation der Geldmengenausweitung und der Konsumentenpreise, weshalb es logisch ist, dass sich der Anstieg der Konsumentenpreise vorerst einmal abkühlen und später womöglich rückläufig sein wird. Die Erwartung von Zinssenkungen ist daher rational, doch dürfte der Markt die Stärke der Zinssenkungen überschätzen.


 


Die Märkte erwarten sinkende Zinsen und einen neuen Konjunkturaufschwung anstatt einer Rezession. Angesichts des historisch starken Anstiegs der Zinsen bei historisch hohen Schuldenniveaus, ist dieses Szenario jedoch völlig ausgeschlossen. Im Gegenteil steht die Rezession vor der Türe und sie wird die Märkte bald hart treffen.


 



Eine Rezession ist angesichts der der hohen Zinsen und Schulden unvermeidbar


 


Wie lange werden die Notenbanken in einer Rezession die Füße stillhalten, bevor sie „stimulierend“ eingreifen werden? Früher oder später müssen sie auf die Kreditausfälle mit dem erneuten Drucken von Geld reagieren, wenn ihnen das Banken- und Kreditgeldsystem nicht um die Ohren fliegen soll. Dies wird letztlich zu einer stark ausgeprägten Stagflation führen, in der der Standardaktienmarkt und Anleihen für Investoren uninteressant werden. Die dann stark weiter steigenden Zinsen werden viele Investoren auf dem falschen Fuß erwischen.


 


Es wird nur noch wenige sichere Häfen geben, wie Gold, Silber und Minenaktien, die von jedem Investor gesucht werden, weshalb deren Notierungen stark ansteigen werden.


 



Gold ist der sichere Hafen in einer Stagflation


 


Bis es zu neuen QE-Programmen kommt, wird das deflationäre und rezessive Umfeld jedoch anhalten, was kurzfristig in den nächsten zwei Quartalen Gefahren für alle Märkte bringen wird. Edel- und Industriemetalle können in deflationären Rezessionen kurzzeitig teilweise stark unter Verkaufsdruck geraten. Man muss auf Sicht der nächsten Monate daher sehr vorsichtig sein und seine Positionen stehts mit Stop-Loss Orders absichern.


 


Die Investoren achten in dieser Woche auf die neuen Inflationszahlen des PCE-Deflator, den Einkaufsmanagerindex, sowie einer Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Freitagabend. Hohe Inflationszahlen und eine hawkishe Rede würden den Goldpreis belasten, wogegen niedriger ausfallende Inflationszahlen und ein dovishe Rede den Goldpreis stützen würden, was zu einem Anstieg bis an das Allzeithoch führen würde.


Minenaktien springen über Widerstand

Infolge des schwachen US-Dollars und des hohen Goldpreises verbuchten auch die Goldminenaktien deutliche Gewinne in der letzten Handelswoche und zum Wochenbeginn. Der HUI-Goldminenindex stieg in der letzten Woche erneut bis an den Widerstand bei 230 Punkten an und konnte diesen heute mit 240 Punkten bereits überwinden. Steigt der Goldpreis weiter, so dürften Investoren auch sukzessive in Goldminen investieren und deren Notierungen durch die Decke gehen. Bei unter 200 Punkten gab ich das Signal Minen zurückzukaufen, nachdem ich bei 280 Punkten im April zum Verkauf riet. Da eine Rezession unmittelbar bevorsteht, sollte man auch hier das Risiko managen, denn ein finaler Rücksetzer nochmals auf unter 200 Punkte in den nächsten Monaten ist aktuell nicht auszuschließen.


 



Die Goldminenaktien sind noch immer zu günstig


 


Vergleicht man die Goldminen mit dem Goldpreis, so zeigt sich, dass diese aktuell günstiger sind als zur Jahrtausendwende. Als Gold in 2011 bei über 1.900$ gehandelt wurde, war die Bewertung der Goldminenaktien dreimal höher. Entsprechend viel Fantasie gibt es für die Minenaktien in den nächsten Jahren bei einer stark ausgeprägten Stagflation.


 



  Die Goldminenaktien sind zum Goldpreis günstiger als vor einem viertel Jahrhundert


Technische Analyse zu Gold: Gold auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch?Terminmarkt: COT-Report

Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.


COT-Daten für Gold vom 27. November:

Der neueste Terminmarktreport für den Goldmarkt zeigte Stärke zur Vorwoche und ein Defizit am physischen Markt. Die Spekulanten gingen mit 13 Tsd. Kontrakten Long und der Preis stieg dabei um 8$. Mit einem COT-Index von 46 Punkten sind die Daten wieder bestenfalls neutral und beide Richtungen – Long oder Short - haben grundsätzlich ähnliche Wahrscheinlichkeiten. Dennoch steht eine Rezession mittlerweile vor der Tür und wenn die Deflation zuschlägt, dann dürften die Bären obsiegen. Die neuesten Terminmarktdaten sprechen weiterhin eher für eine volatile Seitwärtsphase am Goldmarkt.



 


Die COT-Daten sind wieder im neutralen Bereich


 



Die BIG 4 haben ihre Shortposition in den letzten Wochen wieder erhöht


 


Ich hatte Anfang Mai ein Verkaufssignal für Gold bei 2.005$ gegeben mit dem Ziel bei 1.800$, da ich höhere Zinsen und einen erneut starken US-Dollar, sowie eine Fortsetzung der QT-Programme erwartet hatte. Diese Erwartung traf ein und das Korrekturziel bei 1.800$ wurde im Oktober erreicht.


 


In der Woche vor dem Konflikt im Nahen Osten gab ich ein Trading-Kaufsignal, um auf eine technische Gegenbewegung bis ca. 1.870$ zu wetten. Nach dem Beginn des Kriegs kam es zu einem Short-Squeeze und folgend einer Rallye bis zum Widerstand bei 1.980$, wo ich zu Gewinnmitnahmen riet.


 


Aus Sicht des Tradings gab es mit dem Anstieg über 2.000$ ein charttechnisches Kaufsignal, das man annehmen durfte, da die COT-Daten noch neutral sind. Aktuell handelt der Goldpreis 40$ darüber und man sollte eine Long-Position auf Break-Even mit einem Stop-Loss absichern. Da der Ausbruch über 2.000$ im dünnen Feiertagshandel und dem verlängerten Wochenende rund um Thanksgiving stattfand, ist die Nachhaltigkeit des Ausbruchs fraglich. Womöglich liefern PCE, ISM und die Rede von Powell in dieser Woche neuen Zündstoff für eine Fortsetzung des Anstiegs. Für alle Fälle sollte man einen Stop-Loss platzieren, denn sollte der Goldpreis zurück unter die Marke von 2.000$ fallen, so würde sich das Kaufsignal negieren und die Bären das Ruder übernehmen, worauf die 1.900$ schnell wieder greifbar würden. Im bullischen Fall hätte der Goldpreis aktuell Luft bis 2.080$, wo man womöglich im Trading schon wieder Gewinne einstreichen müsste.


 



Der Goldpreis handelt wieder über der Marke von 2.000$


Goldpreis in Euro

Bereits im März schrieb ich, nachdem wir nahe dem Allzeithoch alle Gewinne mitgenommen hatten, dass eine Korrektur bis auf 1.740€ sehr wahrscheinlich sei:


 


„Eine Korrektur bis auf 1.740€ wäre denkbar in den nächsten Wochen und Monaten. Da der Euro jedoch auch abwerten dürfte, sollte man diesen Rücksetzer in den Bereich zwischen 1.700€ und 1.740€ für neuerliche Käufe nutzen.“


 


Wer meinem Verkaufssignal gefolgt war, konnte auf der Shortseite einen schönen Profit machen und Gold in Euro 140€ günstiger wieder zurückkaufen


 


Anfang Oktober schrieb ich:


 


„Wer mittel- bis langfristig kauft, findet bei einem weiteren Rücksetzer auf 1.740€ bereits wieder ein gutes Kaufsetup, insbesondere angesichts einer wahrscheinlich weiteren Euroabwertung.“


 


Der erneute Rücksetzer auf 1.740€ stellte sich wieder als Chance dar, die 180 Euro je Feinunze brachte. Sollte es im Rahmen einer Rezession und Deflation noch einmal zu einem Rücksetzer auf die Unterstützung bei 1.740€ kommen, dann darf man diesen nicht verpassen, denn dem Euro steht in den nächsten 12 Monaten eine weitere deutliche Abwertung bevor, auf die der Goldpreis in Euro mit einem Preisanstieg reagieren wird.


 


Dass der Goldpreis wieder auf 1.800€ gefallen war, zeigte auch, dass die Risikoprämie aufgrund des Konflikts im Mittleren Osten langsam ausgepreist wird. Aktuell ist eine trendlose Phase das wahrscheinlichste Szenario, solange das deflationäre Umfeld anhält. Ein erneuter Rücksetzer auf 1.740€ würde eine erneute Kaufchance bieten, die man nicht verpassen sollte.


 



Der Goldpreis in Euro sollte von einer weiteren Euroschwäche profitieren. Ein Rücksetzer auf 1.740 Euro war wiederholt eine geschenkte Kaufgelegenheit


 


Über die Solit Gruppe:


Im Bereich Edelmetall hat die SOLIT Gruppe seit Unternehmensgründung im Jahr 2008 die Angebotspalette zur realen Vermögenssicherung aufgebaut sowie ein breites Portfolio im Bereich der physischen Anlagen von Gold und Silber, dem zentralen Kerngeschäft. Zum Unternehmen gehört auch der seit 2012 kundenorientierte Online-Edelmetallhandel GoldSilberShop.de mit zwei Filialen in Mainz und Wiesbaden


 


Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich seit 2008 von 5 Mitarbeitern auf 150 Mitarbeiter 2023. Seit dem Jahr 2013 wurde das Angebotsspektrum um den Bereich von Edelmetalldirektinvestments erweitert und mit der Gründung der SOLIT Fonds GmbH im Jahr 2016 um offene alternative Investmentfonds erneut ausgebaut. Die SOLIT Gruppe bietet somit ihren Kunden ein vollständiges Anlageportfolio, bestehend aus Edelmetallsparplänen, diversen Lagerkonzepten sowie sachwertbasierten Investmentfonds an. Neben der Fachvereinigung Edelmetalle evtl. (FVEM) ist die SOLIT auch Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzenfachhandels e.V. und in der London Bullion Market Association (LBMA).


Mehr: https://news.solit-kapital.de/


 


 


Markus Blaschzok


Markus Blaschzok, Dipl.-Betriebswirt (FH), CFTe, ist ein Analyst, Trader sowie Ökonom der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Seit 2009 publiziert er einen bekannten wöchentlichen Marktkommentar mit dem Schwerpunkt auf Edelmetalle und Rohstoffe sowie Austrian Economics. Neben seinen Analysen als Chefökonom für die SOLIT Gruppe in Wiesbaden, ist er seit 2010 Gründer und Inhaber von Blaschzok Research. Er hält Vorträge zu den Themen der Österreichischen Schule, Trading an den Finanzmärkten und ist bekannt für seine treffenden Prognosen. In 2019 hatte er bereits die aktuelle Stagflation, die Zinswende und die Reaktion der Märkte darauf in Artikeln, Vorträgen und Videos als einsamer Rufer in der Wüste faktisch nahezu exakt vorhergesagt.



powered by stock-world.de

DAX: Auch nach neuem Allzeithoch weiter bullisch [...]
ABSTRACT: Letzte Woche neues Allzeithoch für den DAX - und geht es immer noch weiter?! Solange sich der ...
Cardano auf dem Weg zur vollständigen Community [...]
PM 21Shares Research: Cardano auf dem Weg zur vollständigen Community-Governance22. Februar 2024 Weekly Research ...
DAX - TOPS & FLOPS des heutigen Handelstages [...]
DAX - Ein Blick auf die Tops & Flops des HandelstagesDer DAX steht vor der Herausforderung, das letzte Allzeithoch ...
Starke Verbraucherpreise in den USA belasten Gol [...]
Auszug aus dem Marktkommentar von Markus Blaschzok, Chefanalyst der SOLIT Gruppe   Der Goldpreis brach in der letzten ...
Bitcoin kurzfristig etwas überdehnt, aber $60.000er [...]
ABSTRACT: Rein technisch bleibt die Situation in Bitcoin auf Tagesbasis ebenfalls positiv mit einem deutlichen Handel ...

 
Werte im Artikel
5,74 plus
+1,06%
2.036 plus
+0,57%
4,50 plus
0,00%
-    plus
0,00%
-    plus
0,00%
2,90 minus
-21,62%
02:17 , Aktiennews
Henan Yuguang Gold, Lead Aktie: Das gibt’s ja gar [...]
Die technische Analyse der Henan Yuguang Gold & Lead-Aktie zeigt, dass der gleitende Durchschnitt des Schlusskurses ...
24.02.24 , Aktiennews
GoldMoney Aktie: Wohin geht die Reise?
Die Aktie von Goldmoney wird anhand verschiedener Faktoren bewertet. Einer dieser Faktoren ist die Diskussionsintensität ...
24.02.24 , Aktiennews
Canagold Resources Aktie: Wie schlimm ist es wir [...]
Die Stimmung unter Anlegern für die Aktie von Canagold ist in den letzten zwei Wochen besonders positiv, basierend ...