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Fr, 24. April 2026, 6:35 Uhr

Kaufimpuls?


13.12.22 06:54
S. Feuerstein

Im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank zeigt sich der Aktienmarkt uneinheitlich. So bereitet den Anleger Sorgen, dass die US-Notenbank erneut kräftig an der Zinsschraube drehen könnte. So hatten sich die US-Erzeugerpreise zuletzt weniger als erwartet abgeschwächt und unterstreichen einmal mehr das Problem mit der Inflation. Positiv zu erwähnen ist allerdings, dass sich die US-Erzeugerpreise insgesamt das fünfte Mal in Folge abgeschwächt haben. Vor diesem Hintergrund zeigen sich die US-Verbraucher wieder besserer Laune. So stieg das US-Verbrauchervertrauen im Dezember auf 59,1 Punkte von zuvor 56,8 Zählern. Damit ist die Situation vor der Sitzung der US-Notenbank so uneinheitlich wie die Aktienkurse selbst!

Zu spät reagiert?

Zwar hat die US-Notenbank die Zinswende deutlich vor dem Reagieren der Europäischen Zentralbank eingeleitet, Kritiker bemängeln dies aber dennoch als zu spät. Nun gilt es, die Inflation unter Kontrolle zu bekommen ohne den Markt dabei in eine Rezession zu drücken. Zuletzt hat sich der US-Aktienmarkt relativ stabil gezeigt, allerdings könnte es über den Jahreswechsel durchaus noch einmal zu einem Rücksetzer kommen. Die Entscheidung der FED könnte dabei das berühmte „Zünglein an der Waage“ sein!

Rückgang der Falken?

Vertreter einer restriktiven Geldpolitik, auch als „Falken“ bezeichnet, waren in den vergangenen Monaten in der Mehrheit. Allmählich zeigen sich aber wieder erste „Tauben“, welche eine offensive Geldpolitik verfolgen. So sehen erste Mitglieder der US-Notenbank die Gefahr, dass die US-Wirtschaft im kommenden Jahr in eine Rezession abgleitet. Eine weiterhin restriktive Geldpolitik mit üppigen Zinsschritten nach oben würde eine solche Tendenz begünstigen. Insofern gibt es erste Stimmen, welche zwar weiter steigende Zinsen für sinnvoll halten, allerdings das Ausmaß etwas bremsen möchten. Sollte die US-Notenbank am Mittwoch den Leitzins nur um 50 Basispunkte anheben, könnte dies am Aktienmarkt zu einem kleinen Kaufimpuls führen, welcher die Notierungen zur saisonalen Jahresendrally antreibt. Eine weitere Zinsanhebung um 75 Basispunkte würde hingegen unterstreichen, dass die FED den Kampf gegen die Inflation weiterhin sehr ernst nimmt. Allerdings sorgen weiter steigende Zinsen nicht unbedingt für Kauflaune unter den Anlegern. In diesem Fall könnte die Jahresendrally in diesem Jahr durchaus auch ausfallen! 

Viel Erfolg in der kommenden Börsenwoche

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
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