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Renault

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Tesla vor Produktionsstart bei Berlin – Booster für Volkswagen, BMW, Daimler, Renault und Elektromobilität in Europa?


09.03.22 09:37
GoldGeldWelt

Er schießt Astronauten ins All, versorgt Krisengebiete mit Satelliten-Internet und verändert wie selbstverständliche die Automobilbranche grundlegend. Elon Musk ist ein Pop-Star unter den weltweiten CEOs mit über 76 Millionen Twitter-Followern. Besonders beeindruckend bei all seinen Vorhaben, ist die Mentalität, mit der er diese angeht. Fehlende Ladesäuleninfrastruktur, lange Ladezeiten, mangelnde Reichweite – Argumente gegen die Elektromobilität gab es viele doch anstatt deswegen davor zurückzuschrecken, ging er sie trotzdem an. So hat er die E-Mobilität zwar nicht erfunden, aber er hat aus ihr trotz aller Widrigkeiten und jahrelanger Verluste zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell ausgebaut.

Er hat den unternehmerischen Mut, den ersten Schritt zugehen, bevor der komplette Weg abgesteckt ist. Dies wird auch im brandenburgischen Grünheide deutlich. Mehr als zwei Jahre bevor er die abschließenden Genehmigungen erhielt, begann er dort bereits mit den Bauarbeiten. So können bereits diesen Monat rund 12.000 Beschäftigte mit der Produktion von jährlich etwa 500.000 Autos vom SUV-Model Y beginnen. Eigentlich war Produktionsstart bereits für das Jahr 2021 vorgesehen, doch Tesla änderte mehrfach seine Pläne.  Das agile Projekte mehrfach angepasst werden, ist gängige Praxis vor allem bei Software-Herstellern und Start-ups, doch starre bürokratische Mühlen stehen durch dieses Open-Beta-Prinzip naturgemäß vor großen Herausforderungen. So ist es fast schon verwunderlich, wie schnell Tesla doch noch die Genehmigungen erhalten hat, in Kürze nicht nur den Betrieb in der Autoproduktion, sondern jetzt auch in der größten Batteriefabrik der Welt aufzunehmen.

Der Markt der Elektromobilität in Europa
Der, gemessen am Börsenwert, wertvollste Autobauer der Welt, dürfte so seine Vormachtstellung auch in Europa weiter ausbauen. Wie wichtig der hiesige Markt ist, zeigt ein Blick in den jüngsten Electric Vehicle Index der Unternehmensberatung McKinsey. Demnach wurden hier 2020 1,4 Millionen Elektroautos verkauft, was einem Plus von 138 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit wurden in Europa sogar mehr Fahrzeuge mit alternativem Antrieb verkauft als in China oder den USA. Mittlerweile besitzt mehr als jedes zehnte in Europa zugelassene Auto einen rein batterieelektrischen oder plug-in-hybriden Antrieb.
Den Grund für den europäischen E-Mobilitäts-Boom sehen die Studienautoren vor allem in staatlichen Unterstützungsprogrammen sowie den immer strengeren CO2-Vorgaben. Dabei ist klar, dass europäische und allen voran deutsche Autohersteller das Feld nicht Tesla allein überlassen werden. Die zunehmende Modellvielfalt macht das deutlich. 2020 wurden in Europa bereits 160 verschiedene Modelle angeboten. Bis 2025, so verrät der Blick auf die Modellplanung der Hersteller, sollen 600 weitere hinzukommen.

Volkswagen (WKN: 766400 ISIN: DE0007664005) als Nr.1 der Elektromobilität in Europa
„Unsere E-Mobilitätsstrategie trägt Früchte. Während einige unserer Wettbewerber jetzt erst auf E-Mobilität umschalten, liefern wir schon.“, freute sich VW-Boss Herbert Dies unlängst im Rahmen einer Betriebsversammlung. „Wir sind in Europa die Nr. 1. Ein Viertel der E-Autos kommt aus dem VW-Konzern. Damit ist unser Marktanteil bei E-Autos höher als bei den Verbrennern. Das ist unser Ziel, wir wollen bei den Elektro-Fahrzeugen ja Weltmeister werden.“ Mit einer Brandrede am 16.1.2020 rüttelte er beim Global Board Meeting seine Führungskräfte wach. Unverhohlen ging er dabei auf die Vorteile des Tech-Unternehmens Teslas gegenüber den klassischen Automobilherstellern ein und forderte, dass auch Volkswagen zu einem digitalen Tech-Konzern wird.

Am Beispiel des ID.Buzz wird deutlich, was Dies damit meinen könnte. Seinen intelligenten LED-Scheinwerfer sind in der Lage mit Fahrern und Passanten zu kommunizieren. So begrüßt er seine Insassen mit einem Augenaufschlag und macht mit Lichtsignalen auf sich aufmerksam, wenn er Fußgänger oder Radfahrer am Fahrbahnrand registriert. Seine künstliche Intelligenz erkennt die Lieblingsmusik, und sein AR-Head-up-Display projiziert die Navigation direkt auf die Straße. Schon bald soll er auch einen vollautomatisierten Fahrmodus erhalten und damit endgültig zum Zuhause auf vier Rädern werden. Nach dem up! Dem ID.3, ID.4 und ID.5, ist die Elektro-Reinkarnation des kultiges Bullis bereits das fünfte E-Mobil der Wolfsburger in Europa.

Lamborghini und Porsche (WKN: PAH003 ISIN: DE000PAH0038) – Sportwagen für die Elektromobilität in Europa
Die Wende zur E-Mobilität gilt bei Volkswagen allerdings Konzernübergreifend und betrifft damit auch die Sportwagenhersteller Lamborghini und Porsche. Lamborghini bietet bisher nur Verbrenner an, hat aber angekündigt, dass ab 2025 nur noch Hybrid-Modelle produziert werden sollen und der erste vollelektrische Supersportwagen der Norditaliener in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts auf den Markt kommt.

Porsche hingegen hat mit dem Taycan bereits bewiesen, dass man auch bei einer überwiegend männlichen und PS-affinen Kundschaft mit Nachhaltigkeit Punkten kann. Die ersten Modellvarianten kamen im Dezember 2019 auf den Markt und mit dem Taycan GTS gibt es seit März 2022, auch ein Modell mit Straßenzulassung, welches eigentlich für die Rennstrecke gebaut ist.

BMW (WKN: 519000 ISIN: DE0005190003) – Bayrische Pioniere der Elektromobilität in Europa
Bereits 2010 gründetet der Münchner Autobauer mit BMW i eine auf die Elektromobilität ausgerichtete Submarke unter der bereits seit 2013 elektrische Fahrzeuge angeboten werden. Lange Zeit nahm man damit in Europa eine Vorreiterrolle ein. Mit BMW i begann BMW damals schon sich auch stärker als Tech-Unternehmen aufzustellen und entwickelte unter dieser Marke auch verschiedene digitale Dienste wie das Cars-Sharing-Angebot DriveNow oder die mobile Buchungsplattform für Parktickets ParkNow. Mit dem BMW iX, BMW i4, BMW i3 und dem BMW iX3 bieten die Bayrischen Motoren Werke aktuell vier Modelle an. Ende 2023 soll es bereits 13 vollelektrische BMW-Modelle in nahezu allen Segmenten geben. Zudem soll die Marke Mini ab 2030 ausschließlich vollelektrisch sein.

Mercedes-Benz (Daimler) (WKN: 710000 ISIN: DE0007100000) – Schwäbische Luxuslimousinen für die Elektromobilität in Europa
„Die Elektromobilität gewinnt an Fahrt – vor allem im Luxus-Segment, wo Mercedes-Benz zuhause ist. Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG im Juli 2021. Noch dieses Jahr will der Stuttgarter Autobauer batterieelektrische Fahrzeuge in allen Segmenten anbieten, in denen die Marke vertreten ist. 2025 sollen dann alle neuen Fahrzeug-Architekturen elektrisch sein. Mittlerweile bietet Mercedes sechs verschiedene E-Modelle - darunter ein Van, drei SUVs und zwei Limousinen – an.

Renault (WKN: 893113 ISIN: FR0000131906) – Eine Atlantikinsel der Elektromobilität in Europa
Bereits 2011 brachte Renault mit dem Kangoo Rapid Z.E. das erste Elektrofahrzeug auf den Markt. Mittlerweile gibt es sechs verschiedene Modelle – vom wendigen City-Zweisitzer Twizy – bis zum Transporter Master E-Tech – die vollelektrisch betreiben werden. Bis 2030 sollen neun von zehn verkauften Autos bei Renault elektrifiziert sein. Mit de Mobilitätsmarke Mobilize will man dann nicht nur Autos verkaufen, sondern Städten und Regionen auch innovative Lösungen zur Klimaneutralität anbieten.

Ein Beispiel hierfür liefert ein Pilotprojekt auf der portugiesischen Atlantikinsel Porto Santo, die zum „Smart Fossil Free Island“ werden soll. Seit März 2019 sind dort mehrere Renault ZOE E-TECH mit bidirektionaler Ladetechnik im Einsatz. An wind- und sonnenreichen Tagen werden die Fahrzeuge vollgeladen. An Tagen mit einem hohe Strombedarf auf der Insel kann die in den Batterien gespeicherte Energie dann genutzt werden, um über die Vehicle-to-grid-charging-Technologie zurück in das Stromnetz gespeist zu werden. Ein ähnliches Projekt läuft auch in einem Viertel des niederländischen Utrechts.



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