Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 17. April 2026, 9:54 Uhr

Hapag-Lloyd AG

WKN: HLAG47 / ISIN: DE000HLAG475

25 Schiffe deutscher Reedereien vom Iran-Krieg betroffen


02.03.26 14:22
dpa-AFX

HAMBURG (dpa-AFX) - Vom Krieg gegen Iran sind nach Einschätzung des Verbands deutscher Reeder (VDR) in den Gewässern des Golfs mindestens 25 Schiffe von sieben deutschen Reedereien betroffen.

Darunter seien auch zwei Kreuzfahrtschiffe mit zusammen etwa 7.000 Passagieren an Bord, die die Region durch die Straße von Hormus aus Sicherheitsgründen derzeit nicht verlassen können, wie der Verband in Hamburg mitteilte. Darüber hinaus seien in der Großregion, etwa im Arabischen und im Roten Meer, noch weitaus mehr Schiffe deutscher Reedereien tangiert.



Deutsche Schiffe bislang keinen direkten Angriffen ausgesetzt



Deutsche Schiffe und Seeleute seien bislang keinen direkten Angriffen ausgesetzt gewesen, betonte der Verband. Gleichwohl sei die Lage für die Handelsschifffahrt entlang einer der wichtigsten globalen Energie- und Handelsrouten äußerst besorgniserregend.



In vielen Mitgliedsunternehmen liefen fortlaufend Krisensitzungen. Wo immer möglich würden Schiffe umgeleitet - etwa um das Kap der Guten Hoffnung statt durch den Suezkanal - oder aus gefährdeten Seegebieten abgezogen. Andere warteten in möglichst sicheren Positionen auf weitere Anweisungen.



Aktuell gebe es keine physische Blockade der Straße von Hormus. Es lägen jedoch Warnungen und Funksprüche iranischer Stellen vor, wonach Schiffe aufgefordert werden, die Passage nicht zu nutzen. Zu den betroffenen Reedereien und Schiffen sagte der VDR nichts. "Dabei handelt es sich um sensible sicherheitsrelevante Informationen, deren Veröffentlichung in der aktuellen Lage zusätzliche Risiken für Besatzungen, Passagiere und Schiffe verursachen könnte", hieß es vom Verband, der nach eigenen Angaben mit rund 200 Mitgliedern den größten Teil der deutschen Handelsflotte vertritt.



MSC lässt Schiffe Schutzzonen anlaufen



Die weltgrößte Reederei MSC hat angesichts der Sicherheitslage im Nahen Osten und der Einschränkungen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus und Bab al-Mandab alle Schiffe, die sich in der Golfregion befinden oder auf dem Weg dorthin sind, angewiesen, Schutzgebiete anzulaufen. Zudem habe MSC vorsorglich alle Buchungen für weltweite Frachttransporte in den Nahen Osten bis auf weiteres ausgesetzt, teilte die Reederei mit.



Auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hat Fahrten durch die Straße von Hormus bis auf weiteres ausgesetzt. Etwa für Fahrten zum und vom Persischen und Arabischen Golf verlangt die fünftgrößte Reederei nun nach eigenen Angaben von ihrer Kundschaft einen Kriegsrisikozuschlag. Für Standardcontainer würden 1.500 US-Dollar, für Kühlcontainer und Spezialausrüstung 3.500 Dollar extra verlangt./klm/DP/stk







 
Werte im Artikel
119,00 plus
+0,51%
2.104 plus
+0,48%
16.04.26 , dpa-AFX
ROUNDUP/Verband: Schiffe in der Golfregion werd [...]
BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz des Iran-Kriegs können deutsche Schiffe in der Golfregion weiter versichert ...
16.04.26 , dpa-AFX
Verband: Schiffe in der Golfregion werden weiter v [...]
BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz des Iran-Kriegs können deutsche Schiffe in der Golfregion weiter versichert ...
16.04.26 , Börse Global
Hapag-Lloyd Aktie: Freie Fahrt!
Die Blockade in der Straße von Hormuz bröckelt. Mit der Passage des Tankschiffs „Jag Vikram“ zeichnet sich ...