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Sa, 18. April 2026, 8:04 Uhr

Adcon Telemetry

WKN: 922220 / ISIN: AT0000793658

Adcon Telemetry nahe Allzeittief


12.12.01 14:31
austrostocks.com

Der Kursverlauf des Klosterneuburger Funkchipherstellers Adcon Telemetry AG (WKN 922220) versetzt die Aktionäre derzeit nicht gerade in Hochstimmung; aktuell notiert die Aktie bei 4,70 Euro nahe des Allzeittiefs, so die Aktienexperten von "austrostocks.com".

Mitverantwortlich dafür könnte möglicherweise die Aussage von Ende November sein, dass man für 2001 angesichts von Auftragsverschiebungen und dem allgemeinen Umfeld ein ausgeglichenes EBITDA erwarte. Außerdem sei mitgeteilt worden, dass die Umsätze an der unteren Range der Prognosen von 17 bis 18 Millionen Euro liegen sollten.

Daran habe sich auch vorläufig nichts geändert, habe Adcon-Finanzchef Alexander Zrost gegenüber "austrostocks.com" gemeint. Die Zahlen zum Jahresende würden davon beeinflusst, ob sich Großkunden für oder gegen Aufträge entscheiden würden. Bislang habe es allgemein aber keine Stornierungen gegeben, es handele sich nur um Verschiebungen.

Auf die Frage, zu welchem Prozentsatz der aussichtsreiche "Red Nose"-Funkchip bislang in den Planungen berücksichtigt sei, habe Zrost zwar keine genaue Prozentzahl nennen wollen, habe aber gemeint, dass der Anteil marginal sei und gegen null gehe.

Zum Ende des Jahres wolle man die ersten Muster an wohlgesonnene Kunden aussenden, damit diese den Chip testen und evaluieren könnten. Um welche Kunden es sich dabei genau handele, habe man aktuell noch nicht mitteilen wollen.

Die Mitgliedschaft in der Standardisierungsgruppe "ZigBee" sehe man jedenfalls auch als Vorteil. Erste Richtlinien sollten im April 2002 von der Gruppe herausgegeben werden. Adcon sehe den eigenen Entwicklungsstand des "Red Nose"-Chips im Vergleich zur Konkurrenz um mehr als sechs Monate im Vorsprung.

Ende des zweiten Quartals bzw. zu Beginn des dritten Quartals 2002 solle "Red Nose" nach Einschätzung Zrosts in größeren Volumina produziert werden. Weiterhin solle der Bereich Haushalts-Automatisierung im kommenden Jahr eine bedeutende Rolle spielen. Nach dem im Oktober gemeldeten mehrjährigen Vertrag mit der französischen De Dietrich Gruppe führe man auch Gespräche mit anderen Anbietern, diese seien aber noch nicht so konkret, dass man darüber berichten könne.

Den anhaltenden Rückgang des Aktienkurses sehe man wie viele Kleinaktionäre mit Unverständnis. Ein Aktienrückkaufprogramm halte man aber für weniger sinnvoll, da diese Programme langfristig kaum Bedeutung hätten.

Wenn man berücksichtige, dass mehrere Aufträge nach Aussagen des Unternehmens verschoben und nicht storniert worden seien, und der vielversprechende "Red Nose"-Chip nur marginal in den Planungen berücksichtigt worden sei, scheine Anlass zur Hoffnung zu bestehen, dass die Aktionäre zum Ende des nächsten Jahres mehr Grund zur Freude haben könnten.





 
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