Aluminium London Rolling
WKN: COM004 / ISIN: XC0009677839Aluminium: Explosive Mischung!
24.11.25 16:28
Börse Global
Der globale Aluminiummarkt steckt in der Zwickmühle: Während steigende Lagerbestände an der London Metal Exchange die Preise kurzfristig drücken, drohen massive Produktionsausfälle das Angebotsdefizit dramatisch zu verschärfen. Die deutsche Aluminiumindustrie kämpft derweil ums Überleben.
LME unter Druck: Lager füllen sich
Heute zeigt die London Metal Exchange schwache Signale. Der Aluminiumpreis fiel auf 2.805,70 USD pro Tonne - ein Minus von 0,25 Prozent. Noch deutlicher war der Rückgang bei den Dreimonatskontrakten mit 0,68 Prozent auf 2.791 USD.
Der Grund für die Talfahrt: Die Lagerbestände an der LME stiegen auf 548.000 Tonnen, ein Plus von 0,72 Prozent. Gleichzeitig sanken die Cancelled Warrants um 3,38 Prozent - ein klares Signal für entspanntere Lieferketten. Doch ist diese Beruhigung nur vorübergehend?
Angebotsschock: Produktion bricht weg
Während die Börse atmet, reißen die Produktionsketten. Zwei schwerwiegende Ausfälle bedrohen die globale Versorgung:
- Im isländischen Grundartangi-Hüttenwerk fiel eine komplette Schmelzlinie aus
- Alcoa schließt seine Tonerde-Raffinerie in Australien endgültig
Diese tektonischen Verschiebungen im Angebotsgefüge könnten den aktuellen Abwärtstrend blitzschnell umkehren. Die Frage ist nicht ob, sondern wann die Knappheit durchschlägt.
Deutsche Industrie: Exodus droht
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Aluminiummarkt?
In Deutschland erreicht die Krise dramatische Ausmaße. Die Produktion dümpelt seit Jahren bei 76,5 bis 87 Prozent der Kapazität - ein Alarmsignal für den gesamten Industriestandort.
Die Konsequenzen sind verheerend:
* 28 Prozent der Unternehmen planen Stellenabbau
* 13 Prozent erwägen Produktionsverlagerung ins Ausland
Hohe Energiekosten und der bevorstehende CO₂-Grenzausgleich ab 2026 treiben die heimischen Produzenten in die Enge. Wird Deutschland zum Verlierer im globalen Aluminiumkampf?
Globale Nachfrage: Rekordjagd geht weiter
Trotz regionaler Brände bleibt die weltweite Nachfrage ungebrochen. Die globale Primäraluminium-Produktion erreichte 2024 mit 73 Millionen Tonnen einen neuen Rekord - plus drei Prozent zum Vorjahr.
Das Angebotsdefizit wird sich voraussichtlich auch 2025 und 2026 fortsetzen. Getrieben von Megatrends wie Leichtbau, Elektromobilität und Energiewende, bewegt sich der Preis in einer stabilen Spanne von 2.550 bis 2.740 US-Dollar. Die US-Handelspolitik mit 50 Prozent Zöllen auf Primäraluminium lenkt die Handelsströme um und treibt die Preise in Europa zusätzlich.
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