BYD Aktie: Absturz auf ganzer Linie
09.09.25 11:48
Börse Global
Der chinesische E-Auto-Riese BYD durchlebt eine seiner schwierigsten Phasen seit Jahren. Verlangsamtes Wachstum, schrumpfende Margen und erstmals seit 2020 rückläufige Produktion zeichnen ein düsteres Bild. Investoren müssen ihre Erwartungen drastisch nach unten korrigieren.
Verkaufsziele radikal gekappt
Das Herzstück der Krise: BYD hat seine internen Verkaufsziele für 2025 um satte 16% zusammengestrichen. Statt ursprünglich geplanter 5,5 Millionen Fahrzeuge sollen es nur noch 4,6 Millionen werden. Dies würde das langsamste jährliche Wachstum seit fünf Jahren bedeuten.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den ersten acht Monaten erreichte BYD lediglich 52% des ursprünglichen Jahresziels. Ein Alarmsignal für die weitere Entwicklung.
Gewinneinbruch erschüttert Anleger
Die Auswirkungen zeigen sich unmittelbar in der Bilanz. Im zweiten Quartal 2025 sackte der Nettogewinn um fast 30% auf rund 6,4 Milliarden Yuan ab – der erste Quartalsrückgang seit über drei Jahren.
Besonders schmerzhaft: Die Bruttomarge schrumpfte auf 16,27%, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür ist der erbitterte Preiskampf im chinesischen Heimatmarkt.
Produktion bricht erstmals seit 2020 ein
Erstmals seit der Corona-Krise 2020 verzeichnete BYD zwei aufeinanderfolgende Monate mit rückläufiger Produktion. Im Juli sank die Fertigung um 0,9%, im August sogar um 3,78% im Jahresvergleich.
Die aktuellen Schlüsseldaten im Überblick:
* Verkaufsziel 2025: Von 5,5 auf 4,6 Millionen Einheiten reduziert
* Nettogewinn Q2: Minus 29,9% auf 6,4 Milliarden Yuan
* Produktionsrückgang: Juli und August erstmals seit 2020 negativ
* PHEV-Verkäufe: Mehrere Monate in Folge schwächer
Europa-Pläne als Hoffnungsschimmer?
Während der Heimatmarkt schwächelt, rückt Europa in den Fokus. BYD bestätigte, dass die Produktion im neuen ungarischen Werk bis Ende 2025 anlaufen soll. Das erste dort gefertigte Modell wird der kompakte Elektrowagen Dolphin Surf sein.
Doch kann die Expansion nach Europa die hausgemachten Probleme kompensieren? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob BYD die Trendwende schafft oder weiter an Boden verliert.
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