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Bitcoin: Zittern vor Fed und CPI


09.04.26 21:10
Börse Global

Bitcoin: Zittern vor Fed und CPI

Der Kryptomarkt hat seine starke Wochenbilanz am Donnerstag etwas eingetrübt. Bitcoin notiert bei rund 71.245 Dollar — ein moderates Minus von 0,75 Prozent. Deutlich ungemütlicher sieht es bei den großen Altcoins aus: Ethereum, XRP und Dogecoin verlieren jeweils mehr als 3 Prozent, Solana und BNB geben rund 2,5 Prozent nach. Die Gesamtmarktkapitalisierung des Sektors sinkt auf 2,42 Billionen Dollar.


Der Auslöser ist bekannt: Anleger warten nervös auf die US-Inflationsdaten am Freitag sowie die nächste Fed-Entscheidung Ende April. In diesem Umfeld neigen Kryptomärkte dazu, Gewinne kurzfristig einzufrieren — das Risiko einer negativen Überraschung sitzt tief.


Geopolitik trifft Blockchain

Ein weiterer Faktor belastet das Sentiment, diesmal von ganz anderer Seite. Dem Iran wird vorgeworfen, Kryptowährungen zur Umgehung westlicher Sanktionen einzusetzen — konkret für Transitgebühren an der Straße von Hormus. Das Analyseunternehmen TRM Labs, das eng mit US-Strafverfolgungsbehörden kooperiert, stuft dies als „kritischen Einsatz von Kryptowährungen zur staatlichen Sanktionsumgehung" ein.

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Die Logik dahinter ist simpel: Digitale Transaktionen laufen außerhalb des US-Bankensystems und lassen sich kaum in Echtzeit einfrieren oder abfangen. Das macht Krypto für staatliche Akteure attraktiv — und erhöht gleichzeitig den Druck auf Regulierungsbehörden, schärfer hinzusehen.


Wall Street auf Schnäppchenjagd

Trotz des geopolitischen Rauschens und der makroökonomischen Unsicherheit gibt es auch strukturell positive Signale. Morgan Stanley hat seinen Bitcoin Spot-ETF — den Morgan Stanley Bitcoin Trust — seit dem 8. April an der NYSE Arca handelbar. Das Institut ist damit die erste große Wall-Street-Bank mit einem eigenen Produkt dieser Art, das preislich unterhalb der Konkurrenz von BlackRock angesiedelt ist.


Gleichzeitig signalisiert das gestiegene Suchinteresse rund um Kryptowährungen laut Marktbeobachtern eine mögliche Bodenbildung nach den turbulenten Tagen des Iran-Konflikts. Vorsichtig optimistisch formuliert: Die Nachfrage von der Seitenlinie scheint zu wachsen — auch wenn der Markt kurzfristig noch auf der Stelle tritt.


Die Weichen für die nächste Richtungsentscheidung werden wohl die Inflationszahlen am Freitag stellen.


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