Citigroup Quartalszahlen
16.04.02 15:07
Investor-Village
Am Montag legte die Citigroup (WKN 871904) den Bericht über das 1. Quartal 2002 vor, berichten die Analysten von "Investor-Village".
Aktionäre und Analysten hätten ihre Unzufriedenheit über das Ergebnis mit Kursabschlägen dokumentiert. Dazu habe aber eigentlich kein Anlass bestanden.
In den ersten drei Monaten habe die Bankgruppe 0,74 US-Dollar je Aktie verdient, drei Cent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Das entspreche einem Gewinn von 3,86 (Vorjahreszeitraum 3,66) Milliarden US-Dollar. Der Citigroup sei im ersten Quartal das niedrige Zinsniveau zugute gekommen. Das habe die Gewinnmargen im Private Banking-Geschäft positiv beeinflusst. Ebenfalls erfreulich hätten sich Kreditkartengeschäft und Retailbanking mit einem Plus um 21% auf 1,64 Milliarden US-Dollar entwickelt. In dem Gewinn enthalten sei allerdings auch ein Sonderertrag von 1,06 Milliarden US-Dollar aus der Mitte März an die Börse gebrachten 23% der Versicherungstochter Travelers Property Casualty.
Rechne man diesen heraus, so habe die Citigroup in der Tat einen Gewinnrückgang von knapp 29% verbucht. Allerdings habe dieser seine Ursache: Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Argentinien habe nochmals zu einer - allerdings einmaligen - Sonderbelastung geführt. Abschreibungen auf argentinische Unternehmens- und Verbraucherkredite hätten sich auf 816 Millionen US-Dollar vor Steuern summiert. Dies sei in der Tat nicht wenig.
Allerdings habe die Citigroup in Ihrem Jahresbericht 2001 bereits auf die schwierige Lage speziell in Argentinien hingewiesen. Und darauf, dass auch das aktuelle Geschäftsjahr unter Umständen noch einmal durch Nachwirkungen aus der letztjährigen Finanzkrise belastet werden könnte. Dieser Fall sei nun eingetreten. Damit sollten diese Sonderfaktoren aber auch endgültig in den Citigroup-Bilanzen verdaut sein.
Die Citigroup-Aktionäre hätten dennoch keinen Grund zur Enttäuschung. Wer sich wie die Citigroup in aller Welt engagiere, müsse solche Rückschläge wie die Finanzkrise in Argentinien verkraften (können). Der große Vorteil der Gruppe sei ja schließlich genau diese starke Diversifizierung - regional wie geschäftlich.
So mancher Analyst habe ganz offensichtlich ein (zu) kurzes Gedächtnis: Im letzten Geschäftsjahr habe die Citigroup einen Rekordgewinn von 14,126 Milliarden US-Dollar eingefahren. Das sei ein Anstieg gegenüber 2000 von 4,5% gewesen. Und das in einem Umfeld, das wahrlich nicht einfach gewesen sei. Ein Jahr, das geprägt gewesen sei durch konjunkturelle Schwächungen, Terroranschläge und eben der Finanzkrise in Argentinien.
Die meisten Banken - vor allem die, die sich auf ein Geschäft spezialisiert hätten, wie beispielsweise die reinen Investmentbanken - hätten in 2001 Verluste eingesteckt oder hätten zumindest gewaltige Gewinnrückgänge hinnehmen müssen. Der vor kurzem bekannt gegebene Gewinneinbruch bei der Commerzbank um über 90% dürfte den meisten noch im Gedächtnis sein.
Anleger sollten bedenken: Die Citigroup habe ihr Ergebnis je Aktie im ersten Quartal 2002 - wenn auch durch Sondereinnahmen aufgefüttert - gegenüber dem Vorjahr verbessert. Ein solches Resultat würden in dieser Branche in diesem Quartal und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Gesamtjahr nur wenige vorweisen können.
Aktionäre und Analysten hätten ihre Unzufriedenheit über das Ergebnis mit Kursabschlägen dokumentiert. Dazu habe aber eigentlich kein Anlass bestanden.
In den ersten drei Monaten habe die Bankgruppe 0,74 US-Dollar je Aktie verdient, drei Cent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Das entspreche einem Gewinn von 3,86 (Vorjahreszeitraum 3,66) Milliarden US-Dollar. Der Citigroup sei im ersten Quartal das niedrige Zinsniveau zugute gekommen. Das habe die Gewinnmargen im Private Banking-Geschäft positiv beeinflusst. Ebenfalls erfreulich hätten sich Kreditkartengeschäft und Retailbanking mit einem Plus um 21% auf 1,64 Milliarden US-Dollar entwickelt. In dem Gewinn enthalten sei allerdings auch ein Sonderertrag von 1,06 Milliarden US-Dollar aus der Mitte März an die Börse gebrachten 23% der Versicherungstochter Travelers Property Casualty.
Rechne man diesen heraus, so habe die Citigroup in der Tat einen Gewinnrückgang von knapp 29% verbucht. Allerdings habe dieser seine Ursache: Die Wirtschafts- und Finanzkrise in Argentinien habe nochmals zu einer - allerdings einmaligen - Sonderbelastung geführt. Abschreibungen auf argentinische Unternehmens- und Verbraucherkredite hätten sich auf 816 Millionen US-Dollar vor Steuern summiert. Dies sei in der Tat nicht wenig.
Die Citigroup-Aktionäre hätten dennoch keinen Grund zur Enttäuschung. Wer sich wie die Citigroup in aller Welt engagiere, müsse solche Rückschläge wie die Finanzkrise in Argentinien verkraften (können). Der große Vorteil der Gruppe sei ja schließlich genau diese starke Diversifizierung - regional wie geschäftlich.
So mancher Analyst habe ganz offensichtlich ein (zu) kurzes Gedächtnis: Im letzten Geschäftsjahr habe die Citigroup einen Rekordgewinn von 14,126 Milliarden US-Dollar eingefahren. Das sei ein Anstieg gegenüber 2000 von 4,5% gewesen. Und das in einem Umfeld, das wahrlich nicht einfach gewesen sei. Ein Jahr, das geprägt gewesen sei durch konjunkturelle Schwächungen, Terroranschläge und eben der Finanzkrise in Argentinien.
Die meisten Banken - vor allem die, die sich auf ein Geschäft spezialisiert hätten, wie beispielsweise die reinen Investmentbanken - hätten in 2001 Verluste eingesteckt oder hätten zumindest gewaltige Gewinnrückgänge hinnehmen müssen. Der vor kurzem bekannt gegebene Gewinneinbruch bei der Commerzbank um über 90% dürfte den meisten noch im Gedächtnis sein.
Anleger sollten bedenken: Die Citigroup habe ihr Ergebnis je Aktie im ersten Quartal 2002 - wenn auch durch Sondereinnahmen aufgefüttert - gegenüber dem Vorjahr verbessert. Ein solches Resultat würden in dieser Branche in diesem Quartal und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Gesamtjahr nur wenige vorweisen können.
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