Coinbase Aktie: Alles auf einmal!
13.04.26 05:38
Börse Global
Selten trifft ein Unternehmen so viele Belastungen gleichzeitig. Coinbase verliert ein prominentes Boardmitglied, kassiert eine Analystenabstufung — und steht vor einer Senatsentscheidung, die einen wichtigen Einnahmekanal bedrohen könnte. All das in einer Woche, in der die Handelsvolumina auf dem niedrigsten Stand seit Jahren liegen.
Barclays zieht die Reißleine
Den schärfsten Schnitt lieferte Barclays: Die Bank stufte die Aktie auf "Underweight" herab und senkte das Kursziel von 148 auf 140 US-Dollar. Analyst Benjamin Budish begründet das mit einbrechenden Handelsvolumina. Das globale Krypto-Handelsvolumen sei auf ein Niveau gefallen, das zuletzt Ende 2023 zu beobachten war. Der März war demnach der schwächste Monat für Coinbase seit September 2024 — und der April zeige keine Erholung.
Die Zahlen sind konkret: Das Spot-Volumen im ersten Quartal lag bei rund 189 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 30 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Barclays schätzt die Transaktionserlöse für Q1 auf 678 Millionen Dollar — weit unter dem Konsens von 876 Millionen Dollar. Das EBITDA-Schätzung der Bank liegt rund 24 Prozent unter dem Marktdurchschnitt.
Zusätzlich verlässt Paul Clement, früherer US Solicitor General unter George W. Bush und einer der erfahrensten Anwälte vor dem Supreme Court, das Board of Directors. Er hatte Coinbase in regulatorischen Auseinandersetzungen beraten. Mit seinem Abgang schrumpft das Board von zehn auf neun Mitglieder.
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Stablecoin-Gesetz als Einnahmerisiko
Heute steht der CLARITY Act auf der Tagesordnung des US-Senats. Das Gesetz könnte Plattformen wie Coinbase untersagen, Kunden Erträge auf gehaltene Stablecoins auszuzahlen. Diese Einnahmequelle machte im dritten Quartal 2025 rund ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus. Scheitert die Abstimmung, könnte das Thema für Jahre von der politischen Agenda verschwinden.
Nicht alle Analysten sehen das Bild so düster. Goldman Sachs hält an einem Kursziel von 225 Dollar fest, Rothschild & Co. empfiehlt die Aktie mit einem Ziel von 254 Dollar. Bernstein SocGen Group senkte zwar das Kursziel von 440 auf 330 Dollar, behält aber die Outperform-Einstufung bei und erwartet 23 Prozent Gewinnwachstum je Aktie — getragen von Stablecoins, neuen Produkten und einer Markterholung.
Institutionelles Geschäft als Gegengewicht
Coinbase setzt parallel auf institutionelle Kunden. Anfang April erteilte das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine vorläufige Genehmigung für eine nationale Trust-Bank-Lizenz. Damit könnte Coinbase als federal regulierter Krypto-Verwahrer operieren — ohne das aufwendige Flickwerk aus Einzelstaatlizenzen.
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Am 7. Mai legt Coinbase die Quartalsergebnisse vor. Das Management hat für das Segment Subscription und Services Erlöse zwischen 550 und 630 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Die Zahlen werden zeigen, ob das institutionelle Wachstum den Rückgang im Privatkundengeschäft tatsächlich abfedern kann.
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