Compaq HP-Fusion?
19.03.02 16:03
Investor-Village
Auf diesen Tag haben die Firmenchefs, Carly Fiorina von Hewlett-Packard und Michael Capellas von Compaq (WKN 868576) lange gewartet, berichten die Analysten von "Investor-Village".
Heute Nachmittag um 17 Uhr unserer Zeit würden in Cupertino, Kalifornien, dem Firmensitz von HP, deren Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammentreten. Sie seien aufgefordert, darüber zu entscheiden, ob der Konkurrent Compaq für rund 23 Milliarden US-Dollar übernommen werden solle.
Experten sähen die Fusion bereits im Vorfeld als entschieden an und die Abstimmung der Aktionäre als reine Formsache. Tatsächlich komme der größte Widerstand aus der Ecke HP: Walter Hewlett, Sohn des Firmengründers von HP, wehre sich mit Händen und Füßen gegen die Übernahme.
Seine Argumente: HP könne sich allein besser gegen die wachsende Konkurrenz durchsetzen, die Verschmelzung werde nicht gelingen, da beide Unternehmen viel zu unterschiedlich seien, durch die Fusion werde HP noch stärker dem margenschwachen und rückläufigen PC-Geschäft ausgesetzt, nicht zuletzt dadurch werde das profitable Druckgeschäft, sozusagen HPs Kronjuwelen, verwässert. Seine Waffe: Laut Experten solle er bereits 21,88% der Stimmen hinter sich vereinigt haben, mit denen er gegen die Übernahme stimmen werde.
Komme die Fusion doch zustande, entstehe ein neuer IT-Gigant. Bezogen auf den Umsatz kämen beide bereits nahe an IBM heran. Zum Vergleich: IBM habe im vergangenen Geschäftsjahr 85,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt, HP und Compaq addiert 78,8 Milliarden US-Dollar.
Mit-Wettbewerber Dell Computer, bisher nahezu gleichauf mit HP und Compaq, falle mit seinen 31,1 Milliarden US-Dollar Umsatz wieder zurück. Allerdings sei Dell bislang weitgehend auf die Produktion von Computern spezialisiert. Hingegen würden Compaq und HP auch die Bereiche Service und Beratung stärker mit abdecken. HP sei zudem noch stark im Bereich Drucker engagiert.
Firmenchef Michael Dell sehe der Fusion nicht nur aus diesem Grunde recht entspannt entgegen. Sowohl HP, als auch Compaq hätten sich bereits vor Jahresfrist dahin gehend geäußert, den Bereich IT-Dienstleistungen stärker auszubauen, da sich beide hier auf Jahre hinaus die besseren Margen ausrechnen würden.
Größere Veränderung seien hingegen im Segment Computer und Großrechner zu erwarten. Hier sei mit der Einstellung diverser Produktlinien zu rechnen, bei denen beide Konzerne sehr ähnlich aufgestellt seien. Zudem sei hier die Konkurrenz besonders groß: Im PC-Bereich drücke Dell vor allem über die Preisschiene, im Server- und Workstationsektor Sun Microsystems vor allem über Qualität und Geschwindigkeit.
Aber auch im IT-Service-Bereich werde es für HP & Compaq nicht einfach: Hier führe IBM mit etwas mehr als dem doppeltem Umsatz von HP & Compaq mit weitem Abstand. Platz 2 werde auch nach der Fusion das US-Unternehmen EDS einnehmen.
Dell Computer könne sich zwar nicht beruhigt zurücklehnen, aber der Verschmelzung gelassen entgegen sehen. Marktanteile gewinne Dell mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar schneller, als im "Einzel-Duell". Und die würden in den kommenden Jahren doppelt in einem Markt zählen, der nahezu gesättigt sei und künftig vor allem über den Preis und die Marke kontrolliert werde. Felder, die Dell Computer geradezu meisterlich beherrsche.
Heute Nachmittag um 17 Uhr unserer Zeit würden in Cupertino, Kalifornien, dem Firmensitz von HP, deren Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammentreten. Sie seien aufgefordert, darüber zu entscheiden, ob der Konkurrent Compaq für rund 23 Milliarden US-Dollar übernommen werden solle.
Experten sähen die Fusion bereits im Vorfeld als entschieden an und die Abstimmung der Aktionäre als reine Formsache. Tatsächlich komme der größte Widerstand aus der Ecke HP: Walter Hewlett, Sohn des Firmengründers von HP, wehre sich mit Händen und Füßen gegen die Übernahme.
Seine Argumente: HP könne sich allein besser gegen die wachsende Konkurrenz durchsetzen, die Verschmelzung werde nicht gelingen, da beide Unternehmen viel zu unterschiedlich seien, durch die Fusion werde HP noch stärker dem margenschwachen und rückläufigen PC-Geschäft ausgesetzt, nicht zuletzt dadurch werde das profitable Druckgeschäft, sozusagen HPs Kronjuwelen, verwässert. Seine Waffe: Laut Experten solle er bereits 21,88% der Stimmen hinter sich vereinigt haben, mit denen er gegen die Übernahme stimmen werde.
Mit-Wettbewerber Dell Computer, bisher nahezu gleichauf mit HP und Compaq, falle mit seinen 31,1 Milliarden US-Dollar Umsatz wieder zurück. Allerdings sei Dell bislang weitgehend auf die Produktion von Computern spezialisiert. Hingegen würden Compaq und HP auch die Bereiche Service und Beratung stärker mit abdecken. HP sei zudem noch stark im Bereich Drucker engagiert.
Firmenchef Michael Dell sehe der Fusion nicht nur aus diesem Grunde recht entspannt entgegen. Sowohl HP, als auch Compaq hätten sich bereits vor Jahresfrist dahin gehend geäußert, den Bereich IT-Dienstleistungen stärker auszubauen, da sich beide hier auf Jahre hinaus die besseren Margen ausrechnen würden.
Größere Veränderung seien hingegen im Segment Computer und Großrechner zu erwarten. Hier sei mit der Einstellung diverser Produktlinien zu rechnen, bei denen beide Konzerne sehr ähnlich aufgestellt seien. Zudem sei hier die Konkurrenz besonders groß: Im PC-Bereich drücke Dell vor allem über die Preisschiene, im Server- und Workstationsektor Sun Microsystems vor allem über Qualität und Geschwindigkeit.
Aber auch im IT-Service-Bereich werde es für HP & Compaq nicht einfach: Hier führe IBM mit etwas mehr als dem doppeltem Umsatz von HP & Compaq mit weitem Abstand. Platz 2 werde auch nach der Fusion das US-Unternehmen EDS einnehmen.
Dell Computer könne sich zwar nicht beruhigt zurücklehnen, aber der Verschmelzung gelassen entgegen sehen. Marktanteile gewinne Dell mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar schneller, als im "Einzel-Duell". Und die würden in den kommenden Jahren doppelt in einem Markt zählen, der nahezu gesättigt sei und künftig vor allem über den Preis und die Marke kontrolliert werde. Felder, die Dell Computer geradezu meisterlich beherrsche.
