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Fr, 17. April 2026, 12:30 Uhr

Mercedes-Benz Group AG

WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000

DaimlerChrysler Wende in den USA


04.01.02 15:26
boersenmagazin.de

Den Wertpapierexperten von "boersenmagazin.de" zufolge hält die DaimlerChrysler AG (WKN 710000) an seinen zuletzt gesenkten Prognosen für das aktuelle Jahr fest.

Mit dem Wechsel an der Spitze der amerikanischen Chrysler-Sparte habe das Management des Stuttgarter Automobilriesen in den USA zunächst den Unmut der Belegschaft auf sich gezogen. Aus Sicht der Amerikaner sei schlagartig aus dem propagierten "merger of equals" nachträglich doch noch eine feindliche Übernahme geworden. Die Stimmen der Kritik seien jedoch im Laufe des Jahres verstummt als das neue Management von Chrysler eine Schreckensmeldung nach der anderen habe verkünden müssen und klar geworden sei, dass ohne eine schmerzhafte Kur langfristig sogar das Überleben der Traditionsmarke Chrysler keinesfalls habe gesichert erscheinen können.

In den letzten Wochen und Monaten hätten alle Autohändler in den USA reichlich zu tun gehabt. Mit immer ausgefeilteren Finanzierungsangeboten gingen die Hersteller in einen Preiskampf, der kurzfristig die Umsätze nach oben schnellen ließ. Mit den zuletzt gemeldeten Quartalsergebnissen sei klar geworden, dass man sich hier auf Kosten des nächsten Quartals kurzfristige Lorbeeren verdient habe. Die positive Auswirkung für die Chryslersparte sei eine massive Reduktion des Lagerbestandes gewesen. Es lägen zwar immer noch rund 440.000 Fahrzeuge "auf Halde" aber das seien bereits 80.000 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Die Maxime, die man dem neuen Chrysler-Chef Zetsche aus Stuttgart mit auf den Weg gegeben habe, sei Kosteneinsparung gewesen. Nach mehreren schmerzhaften Schnitten in die Konzernstruktur scheine man hier auf dem richtigen Weg zu sein. Zuletzt habe man eine "schwarze" Null für das kommende Jahr angekündigt. Das zweite "Problemkind", der Lkw-Bauer Freightliner, liege, so habe es heute in einer Presseerklärung geheißen, in puncto Kostensenkungen noch über den für 2001 gesetzten Planzielen. Insgesamt sei die Entwicklung im US-Geschäft "im Plan".

In Stuttgart halte man an den zuletzt gesenkten Prognosen für das laufende Jahr fest. Es solle ein Umsatz von 150 Milliarden Euro bei einem Gewinn von 1,2 Milliarden Euro erzielt werden. Dies bedeute einen Rückgang gemessen an den Zahlen für 2000 (Umsatz 160 Mrd. Euro, Gewinn 1,6 Mrd. Euro). Zum Konzernumsatz werde von Chrysler ein Beitrag von etwas mehr als einem Drittel erwartet.





 
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