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Sa, 18. April 2026, 3:30 Uhr

Deutsche Bank AG

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank 2002 wird schwierig


26.03.02 15:38
Investor-Village

Auch das Jahr 2002 wird für die Deutsche Bank AG (WKN 514000) nicht leicht werden, meinen die Analysten von "Investor-Village".

Am 31. Januar habe die Deutsche Bank vorläufige Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Der gestern veröffentlichte Abschlussbericht für 2001 habe diese im Großen und Ganzen bestätigt. Gut gewesen seien sie dennoch nicht.

Der Vorsteuergewinn sei um fast 74% auf 1,8 Milliarden Euro abgesackt. Nach Steuern sei es immerhin noch ein Rückgang um zwei Drittel auf 1,4 Mrd. Euro gewesen. Für diesen drastischen Ergebniseinbruch hätten gesunkene Erträge im Kerngeschäftsfeld Investmentbanking und die schwache konjunkturelle Entwicklung gesorgt.

Die Sparte Private Kunden und Vermögensverwaltung habe nur noch ein Vorsteuerergebnis von 397 Mio. Euro abgeworfen, der Geschäftsbereich Private Banking habe einen Verlust von 52 Mio. Euro verbucht.

Die Aussichten für 2002 seien ebenfalls nicht aufmunternd. Die Bank gehe zwischen den Zeilen schon heute von einer Aufstockung der Risikovorsorge aus. Originalton Geschäftsbericht: "Für die Risikosituation sieht die Deutsche Bank jedoch keine Erholung. Viele Engagements müssen weiterhin mit Sorgfalt und großer Aufmerksamkeit gemanagt werden." Bereits im letzten Jahr habe die Großbank ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 478 Millionen Euro auf 1,024 Milliarden Euro angehoben.

Auch die Zuversicht, die für das zweite Halbjahr 2002 zur Schau gestellt werde, möge man nicht so recht akzeptieren. Die Bank sehe für diesen Zeitraum Chancen auf eine Belebung der Weltwirtschaft, von der dann auch die eigene Ertragslage profitieren solle.

Dafür müsste dann aber vor allem das Investmentbanking wieder ins Laufen kommen. Dieser Geschäftsbereich habe in 2001 trotz des gewaltigen Einbruchs noch rund 81% zum Gesamtergebnis beigetragen. Aber auch hier gebe es noch keine Ansätze für eine Erholung.

Ein Beleg für die schlechte Lage im Investmentbanking: Die US-Investmentbank Lehman Brothers habe beim Nettogewinn im 1. Quartal einen 23-prozentigen Rückgang auf 298 Mio. US-US-Dollar verbucht, im entsprechenden Vorjahresquartal seien es noch 387 Mio. US-Dollar gewesen.

Probleme im Private Banking, mögliche Aufstockung der Risikovorsorge und im Investment Banking kein Silberstreif am Horizont: Es wird kein leichtes Jahr für die Deutsche Bank, so die Analysten von "Investor-Village".





 
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