Groupon Aktie: Zwischen Aufschwung und Alarmzeichen
14.08.25 16:00
Börse Global
Der E-Commerce-Pionier Groupon präsentiert sich als Aktie der Gegensätze: Während das Unternehmen endlich die lang ersehnte Gewinnwende schafft und Analysten euphorisch die Kursziele anheben, verkauft ein Insider Anteile – und eine Anwaltskanzlei ermittelt wegen möglicher Bilanzunregelmäßigkeiten. Steht der Aufschwung auf wackeligen Beinen?
Insider verkauft – trotz rosiger Zahlen
Robert Bass, Director bei Groupon, hat am 12. August 3.055 Aktien zum Preis von 31,64 US-Dollar abgestoßen. Damit reduziert sich sein Bestand auf 101.676 Papiere. Dieser Verkauf kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Erst kürzlich hatte eine Analyse das Papier als deutlich überbewertet eingestuft.
Dabei lieferte Groupon im zweiten Quartal beeindruckende Zahlen:
- Netto-Gewinn von 20,34 Mio. US-Dollar (nach Verlusten im Vorjahr)
- Globale Umsätze leicht um 1% auf 125,7 Mio. US-Dollar gestiegen
- Nordamerika-Geschäft mit 20% mehr Buchungen
- Positiver Free Cash Flow von 25 Mio. US-Dollar
Analysten im Rausch – Kurs auf Rekordjagd
Die überraschend gute Performance veranlasste Groupon, die Jahresprognose kräftig anzuheben: Statt 3-5% erwartet das Management nun 7-9% Wachstum bei den Buchungen. Die Märkte honorierten dies mit Kursrekorden – das Papier kletterte bis auf 43,08 US-Dollar.
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Die Analysten reagierten prompt:
- Roth Capital erhöhte Kursziel von 33 auf 47 US-Dollar
- Northland Securities zog auf 35 US-Dollar nach
- Institutionelle Anleger halten mittlerweile 90% der Anteile
Schattenseiten: Ermittlungen und Shortseller
Doch nicht alle sind überzeugt: Die Anwaltskanzlei Pomerantz LLP untersucht seit dem 13. August Vorwürfe zu fragwürdigen Bilanzierungspraktiken. Auslöser war ein Shortseller-Bericht vom 9. Juni, der Groupon vorwarf, Investoren über den tatsächlichen Stand der Erholung getäuscht zu haben. Die Anschuldigungen ließen die Aktie damals um fast 5% einbrechen.
Die Frage bleibt: Kann Groupon den operativen Schwung nutzen, um die Skepsis endgültig abzuschütteln – oder droht der jüngste Höhenflug zum Strohfeuer zu werden? Die nächsten Wochen werden es zeigen.
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