McCormick Aktie: Zollschock belastet
23.01.26 00:19
Börse Global
Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 liegen auf dem Tisch – und die Reaktion der Börse fiel deutlich aus. Der Gewürzriese aus Hunt Valley verlor am Donnerstag rund 8% an Wert. Der Grund: Die Prognose für 2026 enttäuscht auf ganzer Linie, während steigende Zolllasten und Rohstoffkosten die Margen unter Druck setzen.
Quartalszahlen verfehlt
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 (endete am 30. November) lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 0,86 US-Dollar – die Analysten hatten 0,88 US-Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte zwar um 3% auf 1,85 Milliarden US-Dollar, entsprach damit aber lediglich den Erwartungen. Die Bruttogewinnmarge brach um 130 Basispunkte ein. Verantwortlich dafür: explodierende Rohstoffkosten und Zölle, die das Unternehmen nicht vollständig an die Kunden weitergeben konnte.
CEO Brendan Foley räumte ein: "Etwa 50% der zusätzlichen Zölle auf McCormick-Produkte bestehen weiterhin, und wir stehen nach wie vor unter inflationärem Druck." Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern mit Mehrkosten durch Zölle in Höhe von rund 50 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen importiert Gewürze wie Pfeffer sowie verschiedene Kräuter – Produkte, die von den Handelskonflikten unter der Trump-Administration direkt betroffen sind.
Prognose enttäuscht
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Der bereinigte Gewinn je Aktie für 2026 soll zwischen 3,05 und 3,13 US-Dollar liegen. Analysten hatten 3,22 US-Dollar auf dem Zettel. Beim Umsatz erwartet McCormick immerhin ein Plus von 12% bis 16% auf Basis konstanter Wechselkurse – allerdings ist der Großteil dieses Wachstums der Übernahme von McCormick de Mexico geschuldet, die Anfang Januar 2026 abgeschlossen wurde. Organisches Wachstum wird nur bei mageren 1% bis 3% gesehen.
Die Steuerlast steigt von 21,5% im Vorjahr auf voraussichtlich 24%. Hinzu kommen höhere Zinskosten durch die Finanzierung der Mexiko-Transaktion. Das alles zusammen drückt auf die Gewinnentwicklung.
Droht weiterer Abverkauf?
Analysten warnen vor kurzfristigem Druck auf den Kurs. Steve Powers von der Deutschen Bank sieht jedoch mittelfristig Potenzial: Die starken Verkaufszahlen und die strategische Akquisition in Mexiko könnten sich auszahlen. Doch bis die Investitionen in neue Produktionskapazitäten und Markenmarketing Früchte tragen, dürfte es noch dauern. Die Bären haben derzeit das Sagen – und solange die Zollpolitik unberechenbar bleibt, wird sich daran wohl kaum etwas ändern.
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