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Milliarden für Bitcoin: Strategy weitet Kapital massiv aus


24.03.26 09:07
DER AKTIONÄR

In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC kündigte Strategy am Montag neue At-The-Market-Programme (ATM) an. Das Volumen ist gewaltig. Konkret will die Firma zusätzliche Stammaktien (MSTR) im Wert von bis zu 21 Milliarden Dollar verkaufen. Hinzu kommen Vorzugsaktien der Klasse STRC für ebenfalls 21 Milliarden Dollar und STRK-Papiere für 2,1 Milliarden Dollar.Der Grund: Durch die ATM-Programme muss Strategy das Kapital nicht auf einen Schlag über große Einzeltransaktionen einsammeln. Die Papiere fließen nach und nach in den Handel. Bereits seit Anfang vergangenen Jahres finanziert die Firma ihre Bitcoin-Käufe über ähnliche Vehikel, darunter die Vorzugsaktien STRF und STRD.Entsprechend schnell wächst der Bitcoin-Bestand. Erst vergangene Woche kaufte Strategy weitere 1.031 Bitcoin für rund 76,6 Millionen Dollar. Damit belaufen sich die Reserven nun auf 762.099 Token. Die gesamten Anschaffungskosten liegen bisher bei etwa 57,7 Milliarden Dollar.Doch die Bilanz zeigt aktuell Risse. Der Marktpreis der Kryptowährung liegt derzeit unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von Strategy. Das bedeutet einen nicht realisierten Buchverlust von über 3,2 Milliarden Dollar, wie Daten der Plattform SaylorTracker zeigen.Die neuen Kapitalmaßnahmen sind das Herzstück des sogenannten "42/42"-Plans. Bis zum Jahr 2027 will das Unternehmen insgesamt 84 Milliarden Dollar über Aktien und Wandelanleihen einsammeln. Doch diese Flexibilität hat ihren Preis.Während Strategy neue Papiere ausgibt, steigen die finanziellen Verpflichtungen. Sollte das STRC-Programm voll ausgeschöpft werden, kämen jährliche Dividendenkosten von rund 2,4 Milliarden Dollar auf die Firma zu. Zusammen mit bestehenden Ausschüttungen von etwa einer Milliarde Dollar würden die aktuellen Barreserven von Strategy nur für rund acht Monate reichen.Auch an der Börse drückt diese Rechnung auf die Stimmung. Die MSTR-Aktie ist von ihren Höchstständen im Jahr 2025 spürbar gefallen. Zwar erholte sich das Papier am Montag auf knapp 140 Dollar, nachdem es Ende Februar auf ein Tief von 107 Dollar gerutscht war. Der Aufschlag der Aktie zum Nettoinventarwert ist jedoch geschrumpft. Das macht künftige Aktienausgaben bei schwachen Märkten weniger effizient.

 
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