Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 18. April 2026, 4:35 Uhr

TUI AG AKT

WKN: 695200 / ISIN: DE0006952005

Preussag Umbenennung in TUI


19.06.02 15:41
Investor-Village

Der Vorstand der Preussag AG (WKN 695200), Herr Frenzel, will das Unternehmen in TUI AG umbenennen lassen, berichten die Analysten von "Investor-Village.

Der Name suggeriere die vollendete Wandlung zum fokussierten Touristikkonzern. Man solle sich davon nicht täuschen lassen. Die Preussag AG aus Hannover sei nach eigenen Angaben der weltweit größte Touristikanbieter. Das DAX-Mitglied operiere auch in anderen Geschäftsbereichen. Das Unternehmen lasse sich in 4 Sparten aufteilen: Touristik, Logistik, Energie und Sonstiges.

Die Preussag-Aktie koste derzeit 26,34 Euro (Stand: 18.06.2002). Der 52-Wochen-Bereich liege zwischen 36,80 Euro und 19,20 Euro. Die Marktkapitalisierung liege bei 4,65 Mrd. Euro. Preussag sei mit einer Gewichtung von 0,9% eines der kleinen Unternehmen im Deutschen Aktienindex DAX. Die West LB halte über eine Tochtergesellschaft knapp 1/3 der Aktien, institutionelle Investoren ca. 50%.

Ein bedeutender Konkurrent sei Thomas Cook (Umsatz 2001 8,5 Mrd. Euro erwartet), das Joint Venture von Lufthansa und KarstadtQuelle. Die EU-Kommission habe Preussag 2001 zur Abgabe Thomas Cooks auf Grund kartellrechtlicher Auflagen im Zuge der Thomson Travel-Übernahme gezwungen. Die britischen Touristikunternehmen MyTravel (Umsatz nach 6 Monaten 2,7 Mrd. Euro) und First Choice (Umsatz 2001: 3,7 Mrd. Euro) würden ebenfalls mit Preussag konkurrieren.

Die Unternehmensleitung werde die Aktionäre auf der HV über einen neuen Namen abstimmen lassen: TUI AG. Damit möchte der Vorstandsvorsitzende Frenzel den Übergang zum Touristikkonzern vervollkommnen. Tatsächlich habe der Vorstand aber noch einiges an Hausaufgaben zu erledigen. Im Portfolio sei noch vieles, das nicht zum Kerngeschäft gehöre. Frenzel müsse die alte Preussag in ein effizientes Touristik- und Logistikunternehmen umwandeln. Die Vergangenheit als wenig profitables Industriekonglomerat sei mit einem neuen Namen nicht besiegelt.

Das verbleibende Kerngeschäft, Touristik und Logistik, müsse auf Profitabilität getrimmt werden. Im vergangenen Geschäftsjahr habe die konzernweite Eigenkapitalrendite nur 11% betragen. Die Nettomargen lägen auf dem Niveau eines mittelmäßigen Einzelhändlers. Die Gewinne aus dem Verkauf der Randbereiche sollten zum Schuldenabbau verwendet werden. Preussag habe eine Eigenkapitalquote von nur 18,2%.

Der Umsatz im ersten Quartal 2002 sei mit 4 Mrd. Euro um 14% gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Der Verlust habe sich ausgeweitet von -51 Mio. Euro auf -74 Mio. Euro. Der Verlustausweis sei saisonal bedingt und an sich nicht beunruhigend. Der starke Rückgang mache jedoch zweierlei deutlich: - In konjunkturschwachen Phasen werde auch am Urlaub gespart. - Die Angst vor erneuten terroristischen Anschlägen wirke sich deutlich aus.

Frenzel rechne deshalb für 2002 mit einem schlechteren Ergebnis als im Vorjahr. Der Gewinn könne allenfalls durch Desinvestitionen auf demselben Niveau gehalten werden.

Preussag habe den Übergang vom Mischkonzern zum fokussierten Dienstleister noch nicht abgeschlossen. So lange bleibt das Unternehmen ein wenig effizientes Konglomerat, meinen die Analysten von "Investor-Village".





 
Werte im Artikel
7,53 plus
+5,17%
-    plus
0,00%
16.09.24 , aktiencheck.de
TUI: Qube Research & Technologies reduziert Leerv [...]
Hannover (www.aktiencheck.de) - Leerverkäufer Qube Research & Technologies Limited senkt Netto-Leerverkaufsposition ...
16.09.24 , Der Aktionär
TUI: Lateinamerikanischer Markt im Visier - Aktien [...]
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär": Carsten Kaletta vom Anlegermagazin ...
09.08.24 , Der Aktionär
TUI-Aktie kommt unter die Räder - Aktienanalyse
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär": Carsten Kaletta vom Anlegermagazin ...