SAB übernimmt Miller
05.06.02 13:22
Investor-Village
South African Breweries (WKN 861038) mischt den Biermarkt auf, berichten die Analysten von "Investor-Village".
Das Unternehmen kaufe Miller Breweries von Philip Morris und bündele die Kräfte gegen den Marktführer Anheuser-Busch.
South African Breweries (SAB) halte, gemessen am Ausstoß, bislang den vierten Rang unter den Brauereien. Das Unternehmen habe einen Ausstoß von 120 Mio. Hektolitern (hl). Die SAB sei 1896 in Südafrika gegründet worden, habe den Sitz jedoch nach London verlegt und sei seit März 1999 an der Londoner Börse gelistet. Das Unternehmen erziele 85% (3,2 Mrd. US-Dollar) des Gesamtumsatzes mit Bier. Die wichtigste Marke sei Pilsner Urquell. Der übrige Umsatzbeitrag teile sich auf zwischen dem Segment other beverages (Abfüllung von Coca-Cola) und dem Betrieb von Hotels.
Die SAB habe ein strukturelles Problem: Das Unternehmen erwirtschafte einen Großteil der Erlöse in Weichwährungsländern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende: 31. März) habe SAB 1,7 Mrd. US-Dollar (44% des Gesamtumsatzes) in Südafrika und 0,6 Mrd. US-Dollar (16%) im Rest Afrikas und Asien erlöst. Der südafrikanische Rand befinde sich gegenüber dem US-Dollar seit Jahren auf Talfahrt.
SAB habe am 30. Mai die Akquisition der amerikanischen Miller Breweries angekündigt. Die Marken würden u.a. Miller Lite und Miller Genuine Draft umfassen. Das Unternehmen sei fast ausschließlich auf dem US-amerikanischen Markt präsent und halte hier einen Anteil von ca. 20%. Konkurrent Anheuser-Busch sei mit knapp 50% eindeutiger Marktherrscher und habe seinen Anteil zu Lasten Millers in den vergangenen Jahren gar ausgebaut.
Die Akquisition solle die Abhängigkeit SABs von den Weichwährungen mindern und ermögliche zugleich den Eintritt in den US-amerikanischen Markt. Dieser gelte noch vor Japan als der weltweit lukrativste Markt.
SAB "zahle" 430 Mio. Aktien an die Miller-Mutter Philip Morris. Die Transaktion habe einen Wert von 5,622 Mrd. US-Dollar. Der Wert ergebe sich bei einem Kurs von 576 Pence pro SAB-Aktie, einem Wechselkurs von 1,4623 Dollar pro Pfund und der Addition von 2 Mrd. US-Dollar Schulden. Philip Morris werde einen Anteil von 36 Prozent an dem neuen Unternehmen SABMiller halten. Die Amerikaner hätten sich verpflichtet, die Aktien nicht vor dem 30. Juni 2005 zu verkaufen.
Das SAB-Management erweise den Aktionären keinen Gefallen. Die SAB-Aktie notiere im Branchenvergleich sehr niedrig. Die Marktkapitalisierung betrage etwa das 10fache des operativen Ergebnisses von 2002. Der Aktienmarkt bewerte die drei Branchenführer im Durchschnitt mit dem 16fachen. CEO Mackay setze eine sehr schwache "Währung" ein. Die Aktionäre würden die Zeche zahlen.
SAB verringere mit der Miller-Akquisition die Abhängigkeit von Weichwährungen. Außerdem steige das Unternehmen in den lukrativen amerikanischen Biermarkt ein. Ob die Anstrengungen des SAB-Managements ausreichen würden, um die verlorenen Marktanteile von Anheuser-Busch zurück zu gewinnen bleibe abzuwarten.
Die Analysten von "Investor-Village" ziehen jedoch generell die erfolgreichen Unternehmen den weniger erfolgreichen vor, in diesem Fall Anheuser-Busch vor SABMiller.
Das Unternehmen kaufe Miller Breweries von Philip Morris und bündele die Kräfte gegen den Marktführer Anheuser-Busch.
South African Breweries (SAB) halte, gemessen am Ausstoß, bislang den vierten Rang unter den Brauereien. Das Unternehmen habe einen Ausstoß von 120 Mio. Hektolitern (hl). Die SAB sei 1896 in Südafrika gegründet worden, habe den Sitz jedoch nach London verlegt und sei seit März 1999 an der Londoner Börse gelistet. Das Unternehmen erziele 85% (3,2 Mrd. US-Dollar) des Gesamtumsatzes mit Bier. Die wichtigste Marke sei Pilsner Urquell. Der übrige Umsatzbeitrag teile sich auf zwischen dem Segment other beverages (Abfüllung von Coca-Cola) und dem Betrieb von Hotels.
Die SAB habe ein strukturelles Problem: Das Unternehmen erwirtschafte einen Großteil der Erlöse in Weichwährungsländern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende: 31. März) habe SAB 1,7 Mrd. US-Dollar (44% des Gesamtumsatzes) in Südafrika und 0,6 Mrd. US-Dollar (16%) im Rest Afrikas und Asien erlöst. Der südafrikanische Rand befinde sich gegenüber dem US-Dollar seit Jahren auf Talfahrt.
Die Akquisition solle die Abhängigkeit SABs von den Weichwährungen mindern und ermögliche zugleich den Eintritt in den US-amerikanischen Markt. Dieser gelte noch vor Japan als der weltweit lukrativste Markt.
SAB "zahle" 430 Mio. Aktien an die Miller-Mutter Philip Morris. Die Transaktion habe einen Wert von 5,622 Mrd. US-Dollar. Der Wert ergebe sich bei einem Kurs von 576 Pence pro SAB-Aktie, einem Wechselkurs von 1,4623 Dollar pro Pfund und der Addition von 2 Mrd. US-Dollar Schulden. Philip Morris werde einen Anteil von 36 Prozent an dem neuen Unternehmen SABMiller halten. Die Amerikaner hätten sich verpflichtet, die Aktien nicht vor dem 30. Juni 2005 zu verkaufen.
Das SAB-Management erweise den Aktionären keinen Gefallen. Die SAB-Aktie notiere im Branchenvergleich sehr niedrig. Die Marktkapitalisierung betrage etwa das 10fache des operativen Ergebnisses von 2002. Der Aktienmarkt bewerte die drei Branchenführer im Durchschnitt mit dem 16fachen. CEO Mackay setze eine sehr schwache "Währung" ein. Die Aktionäre würden die Zeche zahlen.
SAB verringere mit der Miller-Akquisition die Abhängigkeit von Weichwährungen. Außerdem steige das Unternehmen in den lukrativen amerikanischen Biermarkt ein. Ob die Anstrengungen des SAB-Managements ausreichen würden, um die verlorenen Marktanteile von Anheuser-Busch zurück zu gewinnen bleibe abzuwarten.
Die Analysten von "Investor-Village" ziehen jedoch generell die erfolgreichen Unternehmen den weniger erfolgreichen vor, in diesem Fall Anheuser-Busch vor SABMiller.
25.08.22
, Aktiennews
Cleveland-Cliffs Aktie: Ist das noch wichtig?Für die Aktie Cleveland-cliffs aus dem Segment "Stahl" wird an der heimatlichen Börse New York am ...
26.05.16
, aktiencheck.de
Europäische Kommission: Vestager knüpft Übernahm [...]Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - Die EU-Wettbewerbsaufsicht hat die geplante Übernahme von SABMiller (ISIN: GB0004835483, ...
23.12.14
, boerse.de-Aktienbrief
SABMiller-Aktie: Potenzial zur Verdoppelung! Aktie [...]Rosenheim (www.aktiencheck.de) - SABMiller-Aktienanalyse vom "boerse.de-Aktienbrief": Der weltweit zweitgrößte ...
