SAP bleibt hinter den Erwartungen
19.04.02 10:37
Investor-Village
Der Umsatz des führenden deutschen Softwareherstellers SAP (WKN 716460)stieg im ersten Quartal um 9% auf 1,66 Mrd. Euro, berichten die Wertpapierexperten von "Investor-Village".
Das habe nicht gereicht, um die Erwartungen zu erfüllen. 11% Umsatzplus seien angepeilt worden. SAP`s Lizenzerlöse seien im Vergleich zum Vorjahr sogar um 12% auf 402 Mio. Euro zurück gegangen. Stark sei das Beratungsgeschäft mit +18% auf 539 Mio. Euro gewesen. So erfreulich das Plus bei der Beratung sei, wie auch das Wartungsgeschäft hänge es mit zeitlicher Verzögerung vom Erfolg des Lizenzgeschäfts ab. Wenn das Lizenzgeschäft weiter schwächele, ziehe dies auch die Beratung nach unten. Noch mehr negative Details aus dem SAP-Quartal: In Amerika seien SAP`s Softwareerlöse um 30% gefallen. Und die Kosten seien insgesamt um 12% Prozent auf 1,47 Mrd. Euro gestiegen.
Der US-Partner Commerce One habe höhere Verluste gemacht. Auch dieser Faktor sei für den Abfall des Nettogewinns verantwortlich. Dieser sei um 40% auf 65 Mio. Euro eingebrochen, im Vorjahresquartal seien es noch 109 Mio. Euro gewesen.
Internetdienstleister Commerce One belaste das Finanzergebnis von SAP mit 52 Mio. Euro. Die 20-prozentige Beteiligung an Commerce One sei für SAP inzwischen eine Gewinnbremse - das US-Unternehmen sei im Quartal mit 221 Mio. US-Dollar im roten Bereich gewesen. Commerce werde wohl weitere 30% der Arbeitsplätze streichen, aber niemand garantiere, dass dies helfe. Commerce habe noch im letzten September 2.800 Mitarbeiter gehabt- nur 1.100 würden noch übrig bleiben. Der Quartals-Umsatz der Amerikaner sei um 81% auf 31,8 Mio. US-Dollar eingebrochen.
Die Walldorfer selbst würden mit der anhaltend schwachen Nachfrage bei Portallösungen kämpfen. Das vermeintliche Gegenrezept sei eine Umstrukturierung. Die Töchter SAP Markets und SAP Portals (ehemals TopTier), eigentlich selbständige Einheiten, sollten zusammengelegt werden und als Bereich "Integrierte Softwarelösungen" an die SAP-Leine kommen.
Die SAP-Aktie sei seit Jahresbeginn 7,27% wertvoller geworden. Die Mitbewerber hätten sich verbilligt: Siebel -7,43%, Oracle -14,7%, Microsoft -14,52% und i2 Technologies -49,11%. Auch im Jahresvergleich sei SAP besser als die Mitbewerber. Dass SAP nach Bekanntgabe der Quartalszahlen stabil geblieben sei, habe nichts mit den fundamentale Daten zu tun. Die optimistische Meinung des SAP-Chefs zum 2. Halbjahr habe für Beruhigung gesorgt.
Mit einer guten zweiten Jahreshälfte solle der Konzernumsatz um über 15% zulegen - auf 8,4 Mrd. Euro. Die SAP bereinigte operative Marge (ohne außerordentliche Aufwendungen) solle mindestens 21% betragen, nach 20% im Vorjahr. Jetzt liege die operative Marge nur bei 14%. Der Plan könnte klappen, wenn das 4. Quartal auch diesmal so gut ausfalle wie sonst. Der Herbst sei "die" SAP-Saison.
Siebel und i2 Technologies, die großen Wettbewerber, hätten diesmal schlechtere Quartalszahlen als SAP gehabt. Siebels Softwareumsatz sei um 27% eingebrochen, auch beim Gewinn habe es geholpert. i2 Technologies habe sogar einen Quartalsverlust gemacht. Vermutlich habe SAP also in diesem Quartal Marktanteile hinzugewonnen. SAP`s Jahresziele seien sehr ehrgeizig. Ein Ausrutscher im zweiten Quartal würde genügen, die Jahresziele unerreichbar zu machen.
Das habe nicht gereicht, um die Erwartungen zu erfüllen. 11% Umsatzplus seien angepeilt worden. SAP`s Lizenzerlöse seien im Vergleich zum Vorjahr sogar um 12% auf 402 Mio. Euro zurück gegangen. Stark sei das Beratungsgeschäft mit +18% auf 539 Mio. Euro gewesen. So erfreulich das Plus bei der Beratung sei, wie auch das Wartungsgeschäft hänge es mit zeitlicher Verzögerung vom Erfolg des Lizenzgeschäfts ab. Wenn das Lizenzgeschäft weiter schwächele, ziehe dies auch die Beratung nach unten. Noch mehr negative Details aus dem SAP-Quartal: In Amerika seien SAP`s Softwareerlöse um 30% gefallen. Und die Kosten seien insgesamt um 12% Prozent auf 1,47 Mrd. Euro gestiegen.
Der US-Partner Commerce One habe höhere Verluste gemacht. Auch dieser Faktor sei für den Abfall des Nettogewinns verantwortlich. Dieser sei um 40% auf 65 Mio. Euro eingebrochen, im Vorjahresquartal seien es noch 109 Mio. Euro gewesen.
Die Walldorfer selbst würden mit der anhaltend schwachen Nachfrage bei Portallösungen kämpfen. Das vermeintliche Gegenrezept sei eine Umstrukturierung. Die Töchter SAP Markets und SAP Portals (ehemals TopTier), eigentlich selbständige Einheiten, sollten zusammengelegt werden und als Bereich "Integrierte Softwarelösungen" an die SAP-Leine kommen.
Die SAP-Aktie sei seit Jahresbeginn 7,27% wertvoller geworden. Die Mitbewerber hätten sich verbilligt: Siebel -7,43%, Oracle -14,7%, Microsoft -14,52% und i2 Technologies -49,11%. Auch im Jahresvergleich sei SAP besser als die Mitbewerber. Dass SAP nach Bekanntgabe der Quartalszahlen stabil geblieben sei, habe nichts mit den fundamentale Daten zu tun. Die optimistische Meinung des SAP-Chefs zum 2. Halbjahr habe für Beruhigung gesorgt.
Mit einer guten zweiten Jahreshälfte solle der Konzernumsatz um über 15% zulegen - auf 8,4 Mrd. Euro. Die SAP bereinigte operative Marge (ohne außerordentliche Aufwendungen) solle mindestens 21% betragen, nach 20% im Vorjahr. Jetzt liege die operative Marge nur bei 14%. Der Plan könnte klappen, wenn das 4. Quartal auch diesmal so gut ausfalle wie sonst. Der Herbst sei "die" SAP-Saison.
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