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Fr, 17. April 2026, 22:07 Uhr

US-Börsen erleben Rallye


08.11.04 15:24
iWatch

Seit dem 25. Oktober hat die NASDAQ 5,6% zugelegt, berichten die Experten von "iWatch".

Nicht nur der Wahlsieg von Georg Bush habe zu dieser Rallye beigetragen. Vielmehr würden nun die Anlagegelder in den Markt gegeben, die in den letzten Wochen zurückgehalten worden seien. Es habe schon den Anschein, dass gekauft werde, nur um dabei zu sein. Somit seien sämtliche Aktienindizes in die Höhe geschossen.

Im Gegensatz dazu sei der US-Dollar auf einen neuen Tiefstand gefallen. 1,2846 US-Dollar müsse man inzwischen für einen Euro berappen. Hier sei wohl bei internationalen Anlegern die Angst zur Gewissheit geworden, dass in den nächsten Jahren nicht mit einer Verbesserung des Haushaltsdefizits der USA zu rechnen sei.

Entsprechend dem Tief des US-Dollars notiere die Feinunze Gold auf Höchstniveau bei 430,50 USD. Auch der Schweizer Franken habe als so genannter "Sicherer Hafen" zulegen können.

Anders hingegen das Öl: Der Preis für das Fass Crude Oil sei in den vergangenen Tagen wieder deutlich unter 50 USD gerutscht. Auch dies habe sicherlich einen verstärkenden Einfluss auf die Rallye gehabt. Und dies geschehe ungeachtet irgendwelcher neuer Hiobsbotschaften aus dem Irak.

Tatsächlich: In den vergangenen Monaten sei jede Meldung aus dem Irak an der Wallstreet diskutiert worden. Negative Meldungen hätten als rufschädigend für Präsident Bush gegolten und hätten damit seine Wiederwahl gefährdet. Aktienkurse seien also nicht selten nach Hiobsbotschaften aus dem Irak abgestürzt.

Die Meldungen der vergangenen Tage aus dem Irak seien nicht unbedingt besser gewesen. Dennoch: Sie hätten nun keinen Einfluss mehr auf die Börse. Bush sei wiedergewählt und sitze die nächsten vier Jahre fest im Sattel. Das Interesse der Amerikaner werde sich in den nächsten Monaten vom Irak abwenden, wenngleich sich die internationale Gemeinde darüber beschweren werde.

Der Anleihenmarkt habe bislang noch kaum auf die Wahl reagiert: Die Rendite der 10-jährigen Anleihen sei nunmehr, zwei Tage nach den Wahlen, auf dem gleichen Niveau wie am Tag davor.





 
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