Vodafone Aktie: Enttäuschung vorprogrammiert
05.02.26 19:23
Börse Global
Der britische Telekom-Riese Vodafone legte heute seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2025/26 vor – und die Reaktion der Börse ließ nicht lange auf sich warten. Der Kurs sackte in London um rund 5 Prozent ab auf 1,07 Pfund. Der Grund? Die Anleger hatten sich schlichtweg mehr erhofft.
Dabei sehen die Zahlen auf den ersten Blick gar nicht so übel aus: Der Gesamtumsatz kletterte um 6,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro, der Service-Umsatz legte sogar um 7,3 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro zu. Doch genau hier liegt das Problem – Analysten hatten mit höheren Werten gekalkuliert. Auch beim organischen Wachstum des Service-Umsatzes von 5,4 Prozent blieb Vodafone hinter den Erwartungen zurück.
Deutschland-Geschäft lahmt weiter
Besonders im wichtigen Heimatmarkt Deutschland bleiben die Fortschritte überschaubar. Der Service-Umsatz stieg im dritten Quartal lediglich um 0,7 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro. Zwar ist das nach sechs Quartalen mit Rückgängen immerhin die zweite Steigerung in Folge – von einem echten Wachstumsmotor kann aber keine Rede sein.
Im Mobilfunk kamen zwar 11.000 neue Kunden hinzu, getrieben vor allem durch die Partnerschaft mit 1&1. Mittlerweile nutzen mehr als 12 Millionen 1&1-Kunden das Vodafone-Netz. Das TV-Geschäft verlor hingegen 6.000 Abonnenten, die Kundenzahl sank auf 8,84 Millionen.
Breitband-Exodus setzt sich fort
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Richtig bitter wird es beim Breitband-Internet: Hier verlor Vodafone Deutschland zwischen Oktober und Dezember satte 63.000 Kunden. Die Gesamtzahl fiel auf gut 10 Millionen. Die Analysten der Citibank zeigten sich darüber besonders enttäuscht – zumal die Aktie in den vergangenen drei Monaten zuvor bereits um ein Viertel zugelegt hatte.
Das bereinigte operative Ergebnis (EbitdaAL) stieg organisch um 2,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Konzernchefin Margherita Della Valle hält für das Gesamtjahr weiterhin an der Prognose fest: Das bereinigte operative Ergebnis soll am oberen Ende der Spanne zwischen 11,3 und 11,6 Milliarden Euro landen.
Wachstum kommt von woanders
Die positiven Impulse kommen vor allem aus Afrika sowie durch die Übernahmen des britischen Mobilfunkanbieters Three und von Telekom Romania. Währungseffekte bremsten dagegen die Entwicklung. Für Anleger dürfte das zwiespältig sein: Während die Kernmärkte schwächeln, muss das Unternehmen zunehmend auf geografische Expansion setzen.
Der heutige Kursrutsch zeigt deutlich, dass der Markt von Vodafone mehr verlangt als nur solides Durchhangeln. Die Erwartungen waren gestiegen – und wurden nicht erfüllt. Bleibt abzuwarten, ob das Management in den kommenden Quartalen endlich überzeugen kann.
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