Walgreens Aktie: Traum zerplatzt?
20.11.25 20:15
Börse Global
Das war’s endgültig für den einstigen Dividenden-Liebling. Das Börsenkürzel WBA ist Geschichte, der Titel vom Handel ausgesetzt. Während Anleger ihren Auszahlungen entgegensehen, beginnt hinter verschlossenen Türen unter der Ägide von Sycamore Partners ein rabiater Umbau, der jeden Stein umdreht. Ist das Kapitel damit wirklich für immer geschlossen?
Radikalkur ohne Zuschauer
Der Deal ist in trockenen Tüchern: Seit dem 28. August gehört die Apothekenkette der Private-Equity-Firma Sycamore Partners. Das Preisschild belief sich auf rund 10 Milliarden Dollar. Für ehemalige Aktionäre bedeutet dies einen finalen Barbetrag von 11,45 Dollar pro Anteilsschein – ein Wert, der bereits Anfang des Jahres fixiert wurde. Die Zeiten volatiler Kursschwankungen sind vorbei; der Titel wurde sofort vom Nasdaq und S&P 500 gestrichen. Ein kleines Trostpflaster bleibt lediglich das „Contingent Value Right“ (CVR) – eine Option auf bis zu 3,00 Dollar extra, sollte der Verkauf der VillageMD-Sparte gelingen.
Ohne den scrutierenden Blick der Öffentlichkeit greift der neue Eigentümer nun hart durch. Tim Wentworth musste seinen Hut nehmen, Mike Motz steuert jetzt als CEO das Schiff durch diese stürmischen Gewässer. Sycamore verschwendet keine Zeit, um die Kostenstruktur mit dem Holzhammer zu bearbeiten:
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- Urlaub gestrichen: Berichten von Mitte November zufolge wurden sechs bezahlte Feiertage für stundenweise Beschäftigte ersatzlos gestrichen, um die Personalkosten drastisch zu senken.
- Köpferollen in der Zentrale: In der Verwaltung fielen kürzlich rund 80 Positionen dem Rotstift zum Opfer.
- Massenschließungen: Der Plan, etwa 1.200 unrentable Standorte dichtzumachen, wird unter privater Führung nun im Eiltempo exekutiert.
Kapital ist abgezogen
Für ehemalige Investoren ist die Investment-Story Walgreens damit effektiv beendet. Das Kapital von 11,45 Dollar je Aktie wurde ausgeschüttet, der verbleibende Restwert hängt nun an den nicht handelbaren CVRs. Der Übergang in Private-Equity-Hände erlaubt es dem Management, schmerzhafte Einschnitte vorzunehmen, ohne sich quartalsweise vor Analysten rechtfertigen zu müssen oder auf den Aktienkurs zu schielen. Für den Finanzmarkt ist die Geschichte des einstigen Blue-Chip-Giganten jedoch auserzählt.
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