Wella punktet beim Umsatz
05.04.02 13:22
Investor-Village
Der Kosmetikkonzern Wella (WKN 776563) konnte nach den vorläufigen Zahlen den Umsatz um 13% auf 3,2 Mrd. Euro steigern, berichten die Wertpapierexperten von "Investor-Village".
Damit lägen die Darmstädter mit 7 Prozentpunkten über dem durchschnittlichem Wachstum der Branche. Der Branchenprimus L`Oréal habe um 8% zugelegt. Wichtigster Unternehmensbereich von Wella werde auch im abgelaufenen Jahr wieder das Geschäft mit professionellen Friseurbetrieben sein. In 2000 habe diese Sparte 47% der Umsätze und 67% des operativen Ergebnisses beigesteuert.
Die Kosmetikbranche sei weniger von einem konjunktureller Abschwung abhängig als die gesamte Konsumgüterbranche. Dennoch könnten sich auch die Kosmetikkonzerne einer Wirtschaftsflaute nicht völlig entziehen. Dies schlage sich meist in abnehmenden Wachstumsraten nieder. Das überdurchschnittliche Wachstum von Wella liege unter anderem in dem Akquisitionskurs des Unternehmens begründet. 40% des Wella-Wachstums des vergangenen Jahres gingen auf das Konto von Übernahmen. Erst vor wenigen Wochen habe Wella den bekannten Luxus-Mode-Konzern Escada gekauft. Weitere Akquisitionen dürften folgen. Gerade im Endkundengeschäft würden Übernahmen für Wella Sinn machen.
Wella strebe bis 2005 ein durchschnittliches Umsatzwachstum einschließlich Akquisitionen von 15% pro Jahr an. Gleichzeitig solle die EBIT-Marge auf 10% ansteigen. In 2000 habe diese noch 3,8% betragen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres habe die EBIT-Rendite bereits bei 7,3% gelegen. Das operative Ergebnis sei im gleichen Zeitraum überproportional um 30% gestiegen.
Trotz des positiven Aufwärtstrends halten die Experten von "Investor-Village" die Prognosen aus folgenden Gründen für etwas ambitioniert. Wella habe bei möglichen Übernahmen einen geringeren finanziellen Spielraum als die größeren Mitbewerber wie beispielsweise L`Oréal. Dies gelte insbesondere dann, wenn die Akquisitionen teuer erkauft werden müssten. So habe Wella im November 2001 die Marke "Clairol" von Bristol-Myers Squipp für 5 Mrd. US-Dollar erworben. Mit einem Umsatz-Multiple von 3,1 halte man die Übernahme für nicht gerade billig.
Wella leide im Vergleich zu L`Oréal unter einer Margenschwäche. In 2000 sei die EBIT-Rendite um 31% geringer als beim französischen Mitbewerber gewesen. Wella strebe sichtlich danach, die Profitabilität zu erhöhen. Dies solle einerseits durch die Konzentration auf profitable Märkte und hochpreisige Produkte erreicht werden. Andererseits beabsichtige Wella, die Produktionsmenge zu erhöhen. Damit wollten die Darmstädter die Fixkosten im Verhältnis zur Ausbringungsmenge deutlich senken (Fixkostendegression). Obwohl die Maßnahmen bereits erste Früchte tragen würden, werde es für Wella schwierig werden, die oben genannten Zielvorgaben schon bis 2005 zu erreichen.
Im Geschäftsbereich Friseurgeschäft sei Wella in Europa bereits sehr erfolgreich. Aber auch in dieser Sparte müsse sich der Haarspezialist dem Kosmetikriesen L`Oréal weltweit geschlagen geben. Die Wella-Gruppe sei im professionellen Haarkosmetik-Friseurmarkt mit einem geschätzten Weltmarktanteil von 22% die Nummer 2 hinter L`Oréal mit etwa 30% Marktanteil.
Die angebotenen Artikel des Friseurgeschäfts würden sich jedoch völlig von den Haarkosmetikartikeln des Endkundengeschäfts unterscheiden. Letztere würden unter den Marken Wella und Londa vermarktet. Dieser Consumerbereich, der ein Drittel zum Gesamtumsatz beitrage, sei derzeit das Sorgenkind von Wella. Die schwache operativen Rendite von 4,6% führe zu einem unterproportionalen Ergebnisbeitrag der Sparte von 16%. Wella liege in der Friseursparte des Endverbrauchergeschäfts weltweit mit einem Marktanteil von 4,3 nur auf Platz 6. L`Oréal sei mit 18% weltweit die Nummer 1.
Auch in der Sparte "Kosmetik und Duft" habe Wella das Nachsehen gegenüber dem französischen Konkurrenten. Ohne den Bereich Haarkosmetik habe L`Oréal in 2001 einen Umsatz über 11 Mrd. Euro erreicht. L’Oréal sei nur noch von Unilever übertroffen worden.
Damit lägen die Darmstädter mit 7 Prozentpunkten über dem durchschnittlichem Wachstum der Branche. Der Branchenprimus L`Oréal habe um 8% zugelegt. Wichtigster Unternehmensbereich von Wella werde auch im abgelaufenen Jahr wieder das Geschäft mit professionellen Friseurbetrieben sein. In 2000 habe diese Sparte 47% der Umsätze und 67% des operativen Ergebnisses beigesteuert.
Die Kosmetikbranche sei weniger von einem konjunktureller Abschwung abhängig als die gesamte Konsumgüterbranche. Dennoch könnten sich auch die Kosmetikkonzerne einer Wirtschaftsflaute nicht völlig entziehen. Dies schlage sich meist in abnehmenden Wachstumsraten nieder. Das überdurchschnittliche Wachstum von Wella liege unter anderem in dem Akquisitionskurs des Unternehmens begründet. 40% des Wella-Wachstums des vergangenen Jahres gingen auf das Konto von Übernahmen. Erst vor wenigen Wochen habe Wella den bekannten Luxus-Mode-Konzern Escada gekauft. Weitere Akquisitionen dürften folgen. Gerade im Endkundengeschäft würden Übernahmen für Wella Sinn machen.
Wella strebe bis 2005 ein durchschnittliches Umsatzwachstum einschließlich Akquisitionen von 15% pro Jahr an. Gleichzeitig solle die EBIT-Marge auf 10% ansteigen. In 2000 habe diese noch 3,8% betragen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres habe die EBIT-Rendite bereits bei 7,3% gelegen. Das operative Ergebnis sei im gleichen Zeitraum überproportional um 30% gestiegen.
Wella leide im Vergleich zu L`Oréal unter einer Margenschwäche. In 2000 sei die EBIT-Rendite um 31% geringer als beim französischen Mitbewerber gewesen. Wella strebe sichtlich danach, die Profitabilität zu erhöhen. Dies solle einerseits durch die Konzentration auf profitable Märkte und hochpreisige Produkte erreicht werden. Andererseits beabsichtige Wella, die Produktionsmenge zu erhöhen. Damit wollten die Darmstädter die Fixkosten im Verhältnis zur Ausbringungsmenge deutlich senken (Fixkostendegression). Obwohl die Maßnahmen bereits erste Früchte tragen würden, werde es für Wella schwierig werden, die oben genannten Zielvorgaben schon bis 2005 zu erreichen.
Im Geschäftsbereich Friseurgeschäft sei Wella in Europa bereits sehr erfolgreich. Aber auch in dieser Sparte müsse sich der Haarspezialist dem Kosmetikriesen L`Oréal weltweit geschlagen geben. Die Wella-Gruppe sei im professionellen Haarkosmetik-Friseurmarkt mit einem geschätzten Weltmarktanteil von 22% die Nummer 2 hinter L`Oréal mit etwa 30% Marktanteil.
Die angebotenen Artikel des Friseurgeschäfts würden sich jedoch völlig von den Haarkosmetikartikeln des Endkundengeschäfts unterscheiden. Letztere würden unter den Marken Wella und Londa vermarktet. Dieser Consumerbereich, der ein Drittel zum Gesamtumsatz beitrage, sei derzeit das Sorgenkind von Wella. Die schwache operativen Rendite von 4,6% führe zu einem unterproportionalen Ergebnisbeitrag der Sparte von 16%. Wella liege in der Friseursparte des Endverbrauchergeschäfts weltweit mit einem Marktanteil von 4,3 nur auf Platz 6. L`Oréal sei mit 18% weltweit die Nummer 1.
Auch in der Sparte "Kosmetik und Duft" habe Wella das Nachsehen gegenüber dem französischen Konkurrenten. Ohne den Bereich Haarkosmetik habe L`Oréal in 2001 einen Umsatz über 11 Mrd. Euro erreicht. L’Oréal sei nur noch von Unilever übertroffen worden.
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