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So, 5. Februar 2023, 8:14 Uhr

fashionette AG

WKN: A2QEFA / ISIN: DE000A2QEFA1

fashionette Aktie – ist der Kurs erst ruiniert verliert auch eine Prognosereduktion ihren Schrecken…


09.11.22 12:01
Nebenwerte Magazin

fashionette AG mit starkem Jahresstart: Konsolidiertes Nettoumsatzwachstum von +54,4 % in Q1 2022


fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) legte seit dem Börsendebut zu 31,00 EUR, das die Kassen mit 112 Mio füllte, wovon 37 Mio EUR direkt dem Unternehmen zuflossen, keine wirklich schöne Kursentwicklung hin. Woran liegt es? Geld, mit dem Wachstum finanziert werden sollte, gab es durch den Börsengang. Umsatzanstiege konnten auch erzielt werden. Aber es reichte nicht, um dem „Onlinehändler“-Bashing nach Corona an der Börse zu entgehen. Dazu überraschende personelle Veränderungen im Juni/Juli und jetzt auch noch Sand im Umsatzwachstums-Getriebe.


Dass die gestern mitgeteilte Prognosereduktion keinen Kurseinbruch auslöste, kann durch das bereits viele negative Nachrichten vorwegnehmende Kursniveau erklärt werden – könnte es zumindest erklärlich machen. Wer jetzt in der Aktie engagiert ist, scheint auf eine Besserung zu hoffen oder zu vertrauen und bleibt „drin“.


Seit Monaten dümpelt die fashionette Aktie bei 4,00 EUR vor sich hin – Prognosereduktion hauchte auch keine Dynamik ein.

Bevor am 15.11.2022 die Zahlen zum Q3 präsentiert werden können, musste man sich offensichtlich mit einer Prognosereduktion „am Markt melden“. Die Zahlen werden wohl dementsprechend sein. Und für fashionette sei Grund für die „Prognoseanpassung“, dass die bisherige Kundennachfrage im laufenden 4. Quartal 2022 aufgrund eines verhaltenen Konsumverhaltens hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibe.


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Zwar habe sich in den ersten neun Monaten 2022 auf konsolidierter Basis noch ein erfreuliches Wachstum des Nettoumsatzes um +38,9% auf 112,0 Mio EUR bei einem ausgeglichenen bereinigten EBITDA  ergeben. Zum Halbjahresstichtag konnte man sich noch über 50% Umsatzzuwachs freuen. Was gleichzeitig viel über die Q3-Zahlen aussagt. Denn so muss bereits im Q3 die einsetzende Wachstumsschwäche gegenüber den Erwartungen erkennbar sein. Und so gehe der Vorstand  jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr davon aus, dass sich die geschilderte verhaltene Kundennachfrage aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds in den verbleibenden Wochen des Jahres wieder spürbar beleben könnte. Und auch der Glaube daran, dass die ursprüngliche Prognose der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 noch erreichbar sei, fehlt.


Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet der Vorstand daher nunmehr einen Nettoumsatz in Höhe von 165 Mio bis 175 Mio EUR (bisher: 180 bis 187 Mio), entsprechend einem Wachstum von ca. +7 % bis +13% auf Pro-forma-Basis (bisher: 16 % bis 21 %) oder von ca. +23 % bis +31 % auf konsolidierter Basis (bisher: 34 % bis 40 %), sowie ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 1 Mio bis 4 Mio EUR (bisher: 5 bis 7,5 Mio).


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Seit Juli gibt es einen „Neuen“, der seine Chance nutzen und den Kapitalmarkt von der „Story“ und den Chancen der fashionettte überzeugen sollte. Dazu gehören operative Erfolge. Mit einer klaren Strategie. Und offene, proaktive Kommunikation. Denn bisher war das IPO für die Anleger kein Erfolg. Ob sich das ändert, zeigt sich nicht in Tagen oder Monaten, sondern wohl eher in Jahren. Denn – Ammenweisheit – eine Aktie, die annähernd 90 % Kursverlust vom Hoch erleiden musste, muss allein um die Ausgangskurse zu erreichen um…

Unter dem Strich ist fashionette immerhin trotz allgemeiner Konsumzurückhaltung gewachsen, wenn auch wesentlich langsamer als prognostiziert. Aber immerhin – mit dem Geld aus dem Börsengang kann man gestalten und möglicherweise auch eine Durststrecke überwinden – ob die derzeitige Situation unter den Onlinehändlern Konsolidierungen oder Marktbereinigungen durch Ausscheiden oder eventuell günstige Übernahmen für fashionette unterstützt oder ermöglicht? Könnte so sein…



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