Constantin Film halten
29.03.07 09:24
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" bewerten die Constantin Film-Aktie weiterhin mit dem Rating "halten".
Das Münchener Medienunternehmen Constantin Film sei mal wieder Opfer von Spekulationen geworden, dass die Muttergesellschaft Highlight einen Squeeze-out plane und die Tochter von der Börse nehmen wolle. Die Experten würden diese Vermutungen schlicht für unsinnig halten. Hätten die Schweizer ihre ertragsreiche Tochter vom Parkett nehmen wollen, hätten sie dies in den letzten zwei Jahren ganz in Ruhe bis zu Kursen von schlimmstenfalls 15 Euro tun können. Jetzt notiere Constantin Film bei über 23 Euro. Highlight müsste nun erheblich mehr Geld aufwenden, um ihre Tochter von der Börse zu nehmen. Da Highlight-Chef Bernhard Burgener jeden Franken zweimal umdrehe, bevor er ihn ausgebe, seien jetzige Squeeze-out-Fantasien nichts weiter als Fabeln.
Erheblich smarter wäre folgendes Modell: Bekanntlich seien die Eidgenossen inklusive Option bei EM.TV mit rund 13 Prozent beteiligt. An Constantin Film würden mehr als 91 Prozent gehalten. EM.TV bringe es auf einen Börsenwert von rund 300 Millionen Euro, bereinigt um eigene Aktien im Bestand übrigens auf knapp 260 Millionen Euro. Constantin Film bringe es nach der rasanten Kursrally auf einen Wert von 305 Millionen Euro. An dieser Stelle müsste es klingeln. Nichts wäre nun logischer, als beide Gesellschaften zu fusionieren. Am Gesamtunternehmen würde Highlight mehr als 45 Prozent halten - inklusive des jetzigen Anteils an EM.TV über 50 Prozent. Und damit könnten die Schweizer die fusionierte Tochter voll konsolidieren.
Klappe dieses Modell, wäre dies eine sensationelle Transaktion im Mediensektor und es wachse in einer Tochter zusammen, was schon grob einmal unter der Kirch-Gruppe zusammengehört habe. Zudem würde eine Fusion der beiden Töchter Highlight keinen Euro Cash kosten. Vergessen sollte man auch das Modell einer Fusion zwischen EM.TV und Highlight.
Betrachte man die Bewertung im Falle von Constantin Film im Vergleich zu EM.TV, sei die Aktie noch nicht einmal teuer. EM.TV habe in 2006 ein EBIT von 12,1 Millionen Euro erzielt. Nach Constantin-Film-Chef Fred Kogel habe das Unternehmen die eigenen Ziele für 2006 voll erfüllt und sogar neue Bestmarken bei Umsatz und Gewinn eingefahren. Der Umsatz habe bei 270 Millionen Euro und das EBIT bei mehr als 15 Millionen Euro gelegen - also mehr Profit als EM.TV. Auf Nettobasis schneide Constantin Film sogar noch besser ab. Der Nettogewinn habe bei über 8 Millionen Euro gelegen. EM.TV habe, bereinigt um einen positiven Steuereffekt, einen Überschuss von mehr als 3 Millionen Euro erzielt.
Für das Jahr 2007 sei Kogel im Gespräch zuversichtlich, erneut einen deutlichen Gewinn einzufahren. "Wir rechnen mit einem stabilen Umsatz von 120 bis 130 Millionen Euro im TV-Produktionsgeschäft. Im Segment Home Entertainment rechne ich produktbedingt mit einem stärkeren Zuwachs auf circa 35 Millionen Euro nach etwa 27 Millionen Euro im letzten Jahr. Den Lizenz-Handels-Umsatz schätze ich leicht schwächer ein als in 2006", erkläre Kogel. Der habe in 2006 bei 30 bis 40 Millionen Euro gelegen. Aus diesen recht gut planbaren Segmenten errechne sich ein Jahresumsatz von mindestens 185 Millionen Euro.
Die Unbekannte sei weiterhin das Filmgeschäft. Das könnte aufgrund des Ausnahmejahres 2006 im Kino in diesem Jahr möglicherweise schwächer verlaufen. In einer ersten Schätzung würden die Experten in 2007 mit einem Umsatz von 230 bis 250 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von bis zu 12 Millionen Euro rechnen. Kogel, der immer für Überraschungen gut sei, könnte analog zum Jahr 2006 zunächst konservative Planzahlen angeben und diese dann nach und nach erhöhen, um am Jahresende die Erstschätzung der Experten doch zu übertreffen.
Die zigfachen Kaufempfehlungen der Experten für die Aktie im letzten Jahr bei Kursen zwischen 10 und 12 Euro hätten sich bestens bezahlt gemacht. Ihr Kursgewinn liege bei rund 100 Prozent.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten das Papier von Constantin Film weiter zu halten. Das Papier habe viel Fantasie, aber sicher keine Squeeze-out-Fantasie, sondern Fusionsfantasie. (29.03.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das Münchener Medienunternehmen Constantin Film sei mal wieder Opfer von Spekulationen geworden, dass die Muttergesellschaft Highlight einen Squeeze-out plane und die Tochter von der Börse nehmen wolle. Die Experten würden diese Vermutungen schlicht für unsinnig halten. Hätten die Schweizer ihre ertragsreiche Tochter vom Parkett nehmen wollen, hätten sie dies in den letzten zwei Jahren ganz in Ruhe bis zu Kursen von schlimmstenfalls 15 Euro tun können. Jetzt notiere Constantin Film bei über 23 Euro. Highlight müsste nun erheblich mehr Geld aufwenden, um ihre Tochter von der Börse zu nehmen. Da Highlight-Chef Bernhard Burgener jeden Franken zweimal umdrehe, bevor er ihn ausgebe, seien jetzige Squeeze-out-Fantasien nichts weiter als Fabeln.
Erheblich smarter wäre folgendes Modell: Bekanntlich seien die Eidgenossen inklusive Option bei EM.TV mit rund 13 Prozent beteiligt. An Constantin Film würden mehr als 91 Prozent gehalten. EM.TV bringe es auf einen Börsenwert von rund 300 Millionen Euro, bereinigt um eigene Aktien im Bestand übrigens auf knapp 260 Millionen Euro. Constantin Film bringe es nach der rasanten Kursrally auf einen Wert von 305 Millionen Euro. An dieser Stelle müsste es klingeln. Nichts wäre nun logischer, als beide Gesellschaften zu fusionieren. Am Gesamtunternehmen würde Highlight mehr als 45 Prozent halten - inklusive des jetzigen Anteils an EM.TV über 50 Prozent. Und damit könnten die Schweizer die fusionierte Tochter voll konsolidieren.
Klappe dieses Modell, wäre dies eine sensationelle Transaktion im Mediensektor und es wachse in einer Tochter zusammen, was schon grob einmal unter der Kirch-Gruppe zusammengehört habe. Zudem würde eine Fusion der beiden Töchter Highlight keinen Euro Cash kosten. Vergessen sollte man auch das Modell einer Fusion zwischen EM.TV und Highlight.
Für das Jahr 2007 sei Kogel im Gespräch zuversichtlich, erneut einen deutlichen Gewinn einzufahren. "Wir rechnen mit einem stabilen Umsatz von 120 bis 130 Millionen Euro im TV-Produktionsgeschäft. Im Segment Home Entertainment rechne ich produktbedingt mit einem stärkeren Zuwachs auf circa 35 Millionen Euro nach etwa 27 Millionen Euro im letzten Jahr. Den Lizenz-Handels-Umsatz schätze ich leicht schwächer ein als in 2006", erkläre Kogel. Der habe in 2006 bei 30 bis 40 Millionen Euro gelegen. Aus diesen recht gut planbaren Segmenten errechne sich ein Jahresumsatz von mindestens 185 Millionen Euro.
Die Unbekannte sei weiterhin das Filmgeschäft. Das könnte aufgrund des Ausnahmejahres 2006 im Kino in diesem Jahr möglicherweise schwächer verlaufen. In einer ersten Schätzung würden die Experten in 2007 mit einem Umsatz von 230 bis 250 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von bis zu 12 Millionen Euro rechnen. Kogel, der immer für Überraschungen gut sei, könnte analog zum Jahr 2006 zunächst konservative Planzahlen angeben und diese dann nach und nach erhöhen, um am Jahresende die Erstschätzung der Experten doch zu übertreffen.
Die zigfachen Kaufempfehlungen der Experten für die Aktie im letzten Jahr bei Kursen zwischen 10 und 12 Euro hätten sich bestens bezahlt gemacht. Ihr Kursgewinn liege bei rund 100 Prozent.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten das Papier von Constantin Film weiter zu halten. Das Papier habe viel Fantasie, aber sicher keine Squeeze-out-Fantasie, sondern Fusionsfantasie. (29.03.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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