Constantin Film unter der Lupe
11.12.07 09:14
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Constantin Film-Aktie unter die Lupe.
In den ersten drei Quartalen habe die Münchener Medienfirma bei Einnahmen von rund 187 Mio. Euro ein Betriebsergebnis von fünf Mio. Euro erzielt. Um die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, müsse sich das Unternehmen allerdings im vierten Quartal kräftig strecken. Immerhin sei im Gesamtjahr ein Betriebsergebnis von zwölf Mio. Euro bei Umsätzen von 250 Mio. Euro geplant. Im Gespräch mit "TradeCentre.de" habe Firmenchef Fred Kogel gesagt, dass die Ziele unter der Voraussetzung erreichbar seien, sofern die Filme "Lissi und der wilde Kaiser" sowie der jüngste Neustart im Kino "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" in den letzten Wochen des Jahres im Kino noch ordentlich performen würden.
Bezüglich "Lissi" sei Kogel zuversichtlich, dass der Streifen mehr als drei Mio. Besucher in die Kinos locke. Die Marke von zwei Mio. Besuchern sei bereits geknackt. Der Lehrfilm "Männer/Frauen" sollte beim Publikum ebenfalls gut ankommen und Besucher rege in die Kinos locken. Constantin Film habe in der Vergangenheit, zumindest seit Kogel die Führungsspitze übernommen habe, in der Regel die eigenen Vorgaben übertroffen. "Das wird uns dieses Jahr nicht gelingen, da wir uns im Kinogeschäft sehr schwer tun. In diesem Jahr könnte es eher knapp werden", so Kogel.
Das Kinojahr sei insgesamt sehr schlecht gewesen. Nicht nur für deutsche Filme, auch für die der US-Majors. Vor diesem Hintergrund schlage sich Constantin Film noch recht tapfer. Grund für das schwache Kinojahr sei unverändert die Piraterie, die hohe Anzahl an Kinofilmen insgesamt sowie der starke DVD-Markt, der dazu führe, dass die Leute lieber zuhause DVD schauen würden anstatt ins Kino zu gehen. "Im deutschen Kinomarkt muss was passieren. Sonst wird es nicht besser", habe Kogel gesagt.
Möglichkeiten zur Verbesserung seien beispielsweise 3D-Versionen von Filmen und das Kino in der Summe für das Publikum attraktiver zu machen. Auch der bevorstehenden Digitalisierung sehe Kogel optimistisch entgegen. Alle anderen Geschäftsbereiche der Münchener, vor allem Home Entertainment und das TV-Produktionsgeschäft, würden wie am Schnürchen laufen, habe der gebürtige Wiesbadener gesagt.
Für das kommende Jahr rechne der gelernte Jurist unverändert mit einem guten Geschäft im Bereich der TV-Produktionen. Nach rund 120 Mio. Euro Umsatz in 2007 könnten es in 2008 zwischen 120 und 135 Mio. Euro werden. "Während es bei vielen Produzenten nass reinregnet, sind wir inzwischen vor allem im Ausland sehr gut unterwegs und können ein schwächeres Geschäft in Deutschland gut auffangen." Sehr positiv blicke Kogel in 2008 auf das Home Entertainment Geschäft. "Wir bekommen in 2008 erste Filmrechte von früheren Lizenzpartnern zurück. Das wird sich bereits auswirken. Es sollte uns gelingen in diesem Segment im nächsten Jahr mehr als 30 Mio. Euro umzusetzen."
Der Lizenzhandel solle sich auf hohem Niveau einpendeln. Bezüglich des Kinogeschäfts könne Kogel in 2008 auf eine ordentliche Filmstaffel blicken, die prinzipiell besser sei als in 2007. Ein Hammer könnte Kogel mit dem neuen Asterix-Film gleich im ersten Quartal gelingen. Auch "Michael Clayton" mit George Clooney starte in Q1.
Im zweiten Quartal werde es aufgrund der Fußball-EM sehr ruhig im Kino werden, weshalb Kogel zu dieser Zeit keinen neuen Film ins Kino bringe. Zwei Kracher würden dann allerdings in der zweiten Jahreshälfte mit "Der Baader Meinhof Komplex" und "Step Up 2" fallen. "Wenn wir im Kino ordentlich performen, könnten wir in 2008 bei Umsatz und Gewinn wieder besser abschneiden als in diesem Jahr und eventuell an frühere Ergebnisrekorde anknüpfen", so der 46-järhige Medienmanager.
Die spannendste Frage sei derzeit allerdings, ob Constantin Film in 2008 überhaupt noch an der Börse notiert sei respektive sich der Eigentümer der Gesellschaft wechsle. Bekanntlich habe sich EM. Sport Media bei der Muttergesellschaft von Constantin Film eingekauft. Highlight halte 95 Prozent an der Medienfirma. Auf einer Filmmesse in Los Angeles sei das Gerücht aufgetaucht, dass ein US-Major Interesse an Constantin Film habe. Mit einem Börsenwert von 300 Mio. Euro sei Constantin Film ertragstechnisch gut bezahlt. Strategisch sei der Preis für die Perle sicherlich OK. Da sich EM. Sport Media nur noch auf den Bereich Sport konzentrieren und bei Highlight mindestens auf die einfache Mehrheit aufstocken wolle, liege ein Verkauf von Constantin Film nahe. Zudem dürfte Highlight-Chef Bernhard Burgener bei einem Preis von 300 Mio. Euro schwach werden.
Kogel habe sich zu diesem Thema insgesamt nicht äußern wollen. In früheren Gesprächen habe er jedoch betont, dass es ihm egal sei, wer der Großaktionär der Gesellschaft sei, solange er in Ruhe arbeiten könne. Bei sehr guten Leistungen dürfte ihm auch niemand großartig dazwischenfunken. Bis Juni 2008 laufe Kogels aktueller Vertrag. "Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich verlängere. Ich sehe das sehr entspannt und werde das zu gegebener Zeit mit dem Aufsichtsrat erörtern", habe Kogel gesagt. Der Kauf durch einen US-Major wäre nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ideal.
Dann könnte Kogel noch auf einen größeren Topf Geld zurückgreifen und mit seiner Firma vor allem im Bereich Kinoproduktionen nochmals richtig Vollgas geben, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 11.12.2007) (11.12.2007/ac/a/nw)
In den ersten drei Quartalen habe die Münchener Medienfirma bei Einnahmen von rund 187 Mio. Euro ein Betriebsergebnis von fünf Mio. Euro erzielt. Um die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, müsse sich das Unternehmen allerdings im vierten Quartal kräftig strecken. Immerhin sei im Gesamtjahr ein Betriebsergebnis von zwölf Mio. Euro bei Umsätzen von 250 Mio. Euro geplant. Im Gespräch mit "TradeCentre.de" habe Firmenchef Fred Kogel gesagt, dass die Ziele unter der Voraussetzung erreichbar seien, sofern die Filme "Lissi und der wilde Kaiser" sowie der jüngste Neustart im Kino "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" in den letzten Wochen des Jahres im Kino noch ordentlich performen würden.
Bezüglich "Lissi" sei Kogel zuversichtlich, dass der Streifen mehr als drei Mio. Besucher in die Kinos locke. Die Marke von zwei Mio. Besuchern sei bereits geknackt. Der Lehrfilm "Männer/Frauen" sollte beim Publikum ebenfalls gut ankommen und Besucher rege in die Kinos locken. Constantin Film habe in der Vergangenheit, zumindest seit Kogel die Führungsspitze übernommen habe, in der Regel die eigenen Vorgaben übertroffen. "Das wird uns dieses Jahr nicht gelingen, da wir uns im Kinogeschäft sehr schwer tun. In diesem Jahr könnte es eher knapp werden", so Kogel.
Das Kinojahr sei insgesamt sehr schlecht gewesen. Nicht nur für deutsche Filme, auch für die der US-Majors. Vor diesem Hintergrund schlage sich Constantin Film noch recht tapfer. Grund für das schwache Kinojahr sei unverändert die Piraterie, die hohe Anzahl an Kinofilmen insgesamt sowie der starke DVD-Markt, der dazu führe, dass die Leute lieber zuhause DVD schauen würden anstatt ins Kino zu gehen. "Im deutschen Kinomarkt muss was passieren. Sonst wird es nicht besser", habe Kogel gesagt.
Möglichkeiten zur Verbesserung seien beispielsweise 3D-Versionen von Filmen und das Kino in der Summe für das Publikum attraktiver zu machen. Auch der bevorstehenden Digitalisierung sehe Kogel optimistisch entgegen. Alle anderen Geschäftsbereiche der Münchener, vor allem Home Entertainment und das TV-Produktionsgeschäft, würden wie am Schnürchen laufen, habe der gebürtige Wiesbadener gesagt.
Der Lizenzhandel solle sich auf hohem Niveau einpendeln. Bezüglich des Kinogeschäfts könne Kogel in 2008 auf eine ordentliche Filmstaffel blicken, die prinzipiell besser sei als in 2007. Ein Hammer könnte Kogel mit dem neuen Asterix-Film gleich im ersten Quartal gelingen. Auch "Michael Clayton" mit George Clooney starte in Q1.
Im zweiten Quartal werde es aufgrund der Fußball-EM sehr ruhig im Kino werden, weshalb Kogel zu dieser Zeit keinen neuen Film ins Kino bringe. Zwei Kracher würden dann allerdings in der zweiten Jahreshälfte mit "Der Baader Meinhof Komplex" und "Step Up 2" fallen. "Wenn wir im Kino ordentlich performen, könnten wir in 2008 bei Umsatz und Gewinn wieder besser abschneiden als in diesem Jahr und eventuell an frühere Ergebnisrekorde anknüpfen", so der 46-järhige Medienmanager.
Die spannendste Frage sei derzeit allerdings, ob Constantin Film in 2008 überhaupt noch an der Börse notiert sei respektive sich der Eigentümer der Gesellschaft wechsle. Bekanntlich habe sich EM. Sport Media bei der Muttergesellschaft von Constantin Film eingekauft. Highlight halte 95 Prozent an der Medienfirma. Auf einer Filmmesse in Los Angeles sei das Gerücht aufgetaucht, dass ein US-Major Interesse an Constantin Film habe. Mit einem Börsenwert von 300 Mio. Euro sei Constantin Film ertragstechnisch gut bezahlt. Strategisch sei der Preis für die Perle sicherlich OK. Da sich EM. Sport Media nur noch auf den Bereich Sport konzentrieren und bei Highlight mindestens auf die einfache Mehrheit aufstocken wolle, liege ein Verkauf von Constantin Film nahe. Zudem dürfte Highlight-Chef Bernhard Burgener bei einem Preis von 300 Mio. Euro schwach werden.
Kogel habe sich zu diesem Thema insgesamt nicht äußern wollen. In früheren Gesprächen habe er jedoch betont, dass es ihm egal sei, wer der Großaktionär der Gesellschaft sei, solange er in Ruhe arbeiten könne. Bei sehr guten Leistungen dürfte ihm auch niemand großartig dazwischenfunken. Bis Juni 2008 laufe Kogels aktueller Vertrag. "Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich verlängere. Ich sehe das sehr entspannt und werde das zu gegebener Zeit mit dem Aufsichtsrat erörtern", habe Kogel gesagt. Der Kauf durch einen US-Major wäre nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ideal.
Dann könnte Kogel noch auf einen größeren Topf Geld zurückgreifen und mit seiner Firma vor allem im Bereich Kinoproduktionen nochmals richtig Vollgas geben, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 11.12.2007) (11.12.2007/ac/a/nw)
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